JT'^«*-- V s^^Kf^'' f^ tt f4- ■' f ,^: X ■'..•^ ^^ - '^m %;.„-5s \ *^. if:.* ,■"♦ ♦ ^^. ^; 4> >•** ^fift:» Botanischer Jahresbericht SjsteHialiscli portees Reliertorin der Botanischen Literatur aller Länder. Unter Mitwirkung von Askenasy in Heidelberg, Batalin in St. Petersburg, Bauke in Berlin, Briosi in Rom, Engler in Kiel, Falck in Kiel, Flueckiger in Strassburg, W. O. Focke in Bremen, Geyler in Frankfurt a. M., Hartig in München, Kurtz in Berlin, Limpricht in Breslau, Loew in Berlin, H. Müller in Lippstadt, H. Müller- Thurgau in Geisenheim, A. Peter in München, Peyritsch in Innsbruck, Pfitzer in Heidelberg, J. Schröter in Raftatt, Sorauer in Proskau, Stahl in Würzburg, Staub in Budapest, Strasburger in Jena, Fr. Thomas in Ohrdruf, M. Treub in Vorschoten bei Leiden, Warming in Kopenhagen, J. Wiesner in Wien, Wittrock in Upsala herausgegeben von Dr. Leopold Just, Professor der Botanik am Polytechnikum in Kai-lsruhe. Fünfter Jahrgang (1877). BERLIN, 1879. Gebrüder Borntraeger. (Ed. Eggers.) Vorrede. Bei Herausgabe der Schlusslieferung des V. Bandes des Jahresberichts muss ich zunächst mein Bedauern darüber aussprechen, dass derselbe leider langsamer zur Vollendung kam, als den Zwecken, denen der Jahresbericht gerecht werden soll, dienlich ist. Krankheit und sonstige Verhinderungen einiger meiner Mitarbeiter sind der Grund dieser beklagenswerthen Ver- zögerung. Die specielle Pflanzengeographie ist in dem vorliegenden Bande leider ganz ausgefallen, da Herr Dr. Kurtz durch andere Arbeiten so in Anspruch genommen war, dass er mir nicht mehr rechtzeitig das Manuscript für jene Abtheilung zustellen konnte. Herr Kurtz wird für den nächsten Band die Literatur der Jahre 1877 und 1878 zusammen bearbeiten. Es ist auch dafür gesorgt worden, dass in Zukunft der Jahresbericht wieder schneller erscheinen kann. Ich hoffe noch in diesem Jahre eine Abtheilung des VI. Bandes herausgeben zu können. Ich benutze diese Gelegenheit, um all' den Herren, die mir die Herstellung des Jahresberichts durch Zusendung ihrer Arbeiten wesentlich erleichtert haben, meinen verbindlichsten Dank auszusprechen; ich gebe mich gern der Hoffnung hin, dass mir diese Unterstützung auch in Zukunft nicht fehlen werde. Ich erlaube mir zugleich die dringende Bitte auszusprechen, die Herren Autoren möchten die für den Jahresbericht bestimmte Literatur nicht direct an die einzelnen Herren Referenten, sondern an mich einsenden, da mir dadurch die Redaction, die Vertheilung der jährlichen Arbeit etc., wesentlich erleichtert wird. Ich bemerke, dass ich alle bei mir für den Jahresbericht eingehende Literatur meinen Mitarbeitern als bleibendes Eigenthum zusende. Karlsruhe, den 25. September 1879. Dr. L. Just Inhalts -Verzeichnisse ') I. Buch. Kryptogamen 1-296 Seite Algen 1—42 Verzeichniss der besprocheneu Arbeiten 1 Schriften allgemeinen oder vermischten Inhalts. Floren 3 Sammlungen 11 Fucaceae -. , 12 Dictyotaceae 12 Phaeozoosporeae 13 Florideae 18 Characeae . j 20 Chlorozoosporeae 20 Conjugatae 29 Phycochromaceae 31 Verzeichniss neuer Arten 32 Bacillariaceae 33 Verzeichniss der besprochenen Arbeiten 33 Allgemeines, Bau, Entwickelungsgeschichte, Lebenserscheinungen . . 34 Systematik . . 37 Verbreitung 41 jjlechten 43— 55 Verzeichniss der besprochenen Arbeiten 43 Anatomie, Morphologie, Physiologie 44 Systematik 49 Verzeichniss neuer Arten und Rectificationen 53 Pilze (weiteres Inhaltsverzeichniss siehe Seite 55— 62) ,. . . 55 213 Spaltpilze (weiteres Inhaltsverzeichniss siehe Seite 214) 214—244 *) Die Titelverzeichniase sind den Hauptabtheilungeo Torgedruclit. ") Daa Drnckfeliler -Terzeiclmiss befindet sich am Ende des Bandes hinter dem Eegister. :i^s^:L VI Seite Moose 244-275 Verzeichniss der besprochenen Arbeiten 244 Anatomie, Morphologie, Physiologie 246 Geographie und Systematik 254 Sammlungen ....'. 271 Neue Arten 273 Gefässkryptogamen 275-296 Verzeichniss der besprochenen Arbeiten 275 Keimung, Befruchtung, Embryologie 276 Morphologie und Anatomie der sporentragenden Generation 285 Schriften vermischten Inhalts 293 IL Buch. Anatomie. Morphologie . 297 -518 Morphologie und Physiologie der Zelle 297—312 Verzeichniss der besprochenen Arbeiten 297 üntersuchungsmethoden 299 Protoplasma 299 Zellbildung 303 Zellmembran 305 Körper des Zellinhalts 308 Ausscheidungen der Zellen 312 Morphologie der Gewebe 313— 33Ü Verzeichniss der besprocheneu Arbeiten 313 Allgemeines 314 Gewehearten 315 Hautgewebe 319 Fibrovasalstränge und Grundgewebe . , 324 Gewebebildung '. . . . 329 Geweberegeneration 338 Specielle Morphologie der Gymnospermen . ... 339 344 Verzeichniss der besprochenen Arbeiten 330 Morphologie der Angiospermen 344-.464 Morphologie der Vegetationsorgane 344 Verzeichniss der besprochenen Arbeiten 344 Aufsätze allgemeiner Natur 348 Keimung, theilweise mit der ferneren Entwickeluugsgeschichte . . . 349 Stengel, Verzweigung, Knospinbildung 358 Wurzel 371 Blatt 371 Metablasteme. Extraflorale Nectarien 379 Blüthenmorphologie und Systematik 380 Allgemeine Morphologie der reproductiven Organe 380 Verzeichniss der besprochenen Arbeiten 380 Anordnung der Blüthentheile im Allgemeinen 381 Androeceum 386 Gynoeceum 388 Sameu 390 Embryo 390 VII Seite Specielle Blüthenmorpliologie und Systematik 391 V'erzeichniss der besprochenen Arbeiten 391 Systematik der Plianerogamen im Allgemeinen 396 Monocotyledonen 390 Palmae 390 (-'yperaceae 401 Gramineae 401 Juncaceae 406 Liliaceae 400 Smilaceae 407 Amaryllidaceae 407 Iridaceae . 408 Pontederiaceae 412 Bromeliaccae 413 Mnsaceae 414 Orcbidaceae 414 Dicotyledonen , 417 Convolvulaceae 417 Polemoniaceae 417 Hydrophyllaceae 417 Asperifoliaceae 418 Cordiaceae 418 Solanaceae 418 Scropbulariaceae . . 418 Lentibulariaceae 422 Acantbaceae 422 Gesneraceae 422 Labiatae 422 Oleaceae 423 Apocynaceae 423 Asclepiadaceae 428 Rubiaceae 423 Capiifoliaccae 427 Compositae 429 Campanulaceae 429 Cucurbitaceae 430 Primulaceae 430 Hypopityaceae 431 Fagaceae 432 Salicineae 432 Polygonaceae 434 Caryophyllaceae 435 Eanunculaceae , 436 Nymphaeaceae . ^ 436 Papaveraceae 437 Cruciferae 437 Violaceae 438 Droseraceae 438 Cistaceae 439 Hypericaceae 439 Clusiaceae (Guttiferao) 439 Ternstroemiaceac 439 Tiliaceae 439 VIII Seite Geraniaceae (Oxalideae) 440 Humiriaceae 442 Rutaceae 443 Meliaceae 443 Simarubaceae 444 Burseraceae 444 Sapindaceae 444 Polygalaceae 445 Oliniaceae 445 Umbelliferae 446 Cornaceae 446 Garryaceae 447 Elatinaceae 447 Saxifragaceae 447 Samydaceae 448 Loasaceae . •• 448 Onagraceae 448 Lythraceae 449 Melastomaceae 452 Myrtaceae 452 Olacaceae 453 Balauophoraceae 453 Loranthaceae 453 Calycantliaceae 453 Eosaceae 454 Leguminosae 462 Anhang 464 Bildungsabweichungen 464—485 Verzeichniss der besprochenen Arbeiten 464 Allgemeine Vorbemerkungen 466 Specielle Referate 467 Durch Thiere erzeugte Pflanzengallen 485—518 Verzeichniss der besprochenen Arbeiten 485 Vorbemerkungen ' 487 Referate 489 III. Buch. Physiologie 518-776 Physikalische Physiologie 518 — 587 Verzeichniss der besprochenen Arbeiten 518 Die Molekularkräfte in den Pflanzen 521 Die Wärme und die Pflanze 548 Das Licht und die Pflanze 554 Die Electricität und die Pflanze 562 Die Schwerkraft und die Pflanze 564 Wachsthum der Pflanze ^ 565 Periodische und Reizbewegungen 583 IX Seite Chemische Physiologie 587—732 Pflanzenstoffe 587 Verzeichniss der besprochenen Arbeiten und näheres Inhaltsverzeichuiss 587 Stofiumsatz. Athmung. Chlorophyll 663 Verzeichniss der besprochenen Arbeiten und näheres Inhaltsverzeichniss 663 Befruchtungs- und Aussäungseinrichtungen. Beziehungen zwischen Pflanzen und Thieren 732—755 Verzeichniss der besprochenen Arbeiten 732 Entstehung der Arten 755—767 Verzeichniss der besprochenen Arbeiten und näheres Inhaltsverzeichniss . 755 Hybridität 768-776 Vex'zeichniss der besprochenen Arbeiten 768 IV. Buch. Palaeontologie. Geographie. Angewendete Botanik. Krankheiten 777-1012 Phytopalaeontologie 777—824 Verzeichniss der besprochenen Arbeiten 777 Primäre Formationen 784 Silur 784 Devon 784 Carbon 785 Ursastufe 785 Culm 785 Productive Steinkohle 785 Deutschland 785 Oesterreichische Staaten. Schvreiz. Belgien. Frankreich . 786 England. Arctisches Gebiet 795 Klein-Asien 796 Carbonformation in Nordamerika 796 Pflauzengruppen aus der Carbonformation 798 Allgemeine Verhältnisse in der Steinkohlenzeit. Klima etc. . . 803 Dyas 805 Secundäre Formationen 806 Trias 806 Jurassische Formationen 808 Rhät : 808 Lias und Jura 808 Kreideformation 811 Tertiäre Formationen 811 Eocen und Tongrische Stufe 811 Aquitanische bis Helvetische Stufe . . . ; 812 Oeninger Stufe 816 Phocen 817 Quartäre Formationen 818 Anhang 819 X Seite Technische Botanik 824— 820 Verzeichniss der besprochenen Arbeiten 824 Pharmaceutische Botanik 829 — 844 Verzeichniss der besprochenen Arbeiten 829 Pflanzenkrankheiten 844— 872 Verzeichniss der besprochenen Arbeiten und näheres Inhaltsverzeichniss . 844 Pflanzengeographie 872— 897 Allgemeine Pflanzengeographie 872 Verzeichniss der besprochenen Arbeiten und näheres Inhalts- verzeichniss 872 Zusammenstellung der neuen und kritisch besprochenen Arten und Varietäten der Phanerogamen 897 — 1011 Verzeichniss der benutzten Arbeiten 897 Verzeichniss der neuen Gattungen 1011 I. Buch. KßYPTOGAMEN. A. Algen. Referent: Askenasy. (Mit Ausschluss der Bacillariaceen.) Verzeichniss der besprochenen Arbeiten. I. Schriften allgemeinen oder vermischten Inhalts, Floren. 1. Pringsheira. Ueber den Generationswechsel der Thallophyten. (Ref. S. 3.) 2. Klein. Ueber Krystalloide bei Meeresalgen. (Ref. S. 6.) 3. — Ueber Oxalsäuren Kalk und globoidartige Körper bei Algen. (Ref. S. 6.) 4. Coruu, Max. Causes qui determinent la mise en liberte des corps agiles chez las vegetaux inferieurs. (Ref. S. 6.) 5. Zanardini. Scelta di Ficee nuove o piu rare dei mari mediterraneo ed adriatico. (Ref. S. 7.) 6. Borodin. Algologische Excursion in die Umgebungen von Cherson. (Ref. S. 7.) 7. Sowinsky. Materialien für die Algenflora des Kreises Radomysl. (Ref. S. 7.) 8. Kjellman. Ueber die Algenvegetation des Murmanschen Meeres. (Ref. S. 7.) 9. — Ueber die marinen Algen Spitzbergens. (Ref. S. 8.) 10. — Beitrag zur Kenntniss der Algenvegetation des Karischen Meeres. (Ref. S. 9.) 11. Archer. Note on the Freshwater Algae coli, by Moseley in Kerguelens Land. (Ref. S. 10.) 12. Dickie. Notes on Algae coli, by Moseley in Torres-Straits , Coast of Japan and Juan Fernandez. (Ref. S. 10.) 13. — Note on Algae coli, by Balfour at the Island of Rodriguez. (Ref. S. 10.) 14. Reinsch. Contributiones ad floram Alg. aquae dulcis Prom. bonae Spei, (Ref. S 10.) 15. Wolle. Fresh Water Algae of America. (Ref. S. 10.) 16. Dickie. Supplemental Notes on Algae coli, by Moseley. (Ref. S. 10.) 17. Farlow. On some algae new to the United States. (Ref. S. 11.) 17a. Eaton. Description of a new Alga of California. (Ref. S. 11.) 18. Reinsch. The microscopic organic world in the driuking water of Boston. (Ref. S. 11.) 19. [Farlow. Remarks on certain Algae found in the water supply of the city of Boston. (Ref. S. ll.)J 20. [Debeaux. Algues maritimes de la Chine. (Ref. S. 11.)] 21. [Hauck. Algen des Triester Golfs. (Ref S. 11.)] 22. [Zeller. Algae Brasilienses. (Ref S. 11.)] 23. [Algae in India Orient, centr. a J. Kurz coUectae. (Ref. S. 11.)] 24. [Schiedermayr. Aufzählung der Flechten und Algen der Umgegend von Liuz. (Ref. S. 11.)] Ttotanischar Jahrcib«ri«ht V. \ 2 Kryptogamen. — Algeu. II. Sammlungen. 25. Farlow, Anderson et Eatou. Algae exsiccatae Americae borealis. (Ref. S. 11.) 26. Berggren. Neuseeländische Meeresalgen. (Ref. S. 11.) 27. Wittrock et Nordstedt. Algae aquae dulcis exsiccatae praecipue scandinavicae (Ref. S. 11.) 28. Rabenhorst. Die Algen Europa's. Dec. 246/48. (Ref. S. 11.) 29. ~ Die Algen Europa's. Dec. 251/52. (Ref. S. 12.) III. Fucaceae. 30. Reinke. Ueber Scheitelwachsthum bei Fucaceen. (Ref. S. 12.) 31. Rostafinski. Erwiderung. (Kef. S. 12) IV, Dictyotaceae. 32. Reinke. Ueber Scheitelwachsthum bei Dictyotaceen. (Ref. S. 12.) V. Phaeozoosporeae. 33. Reinke. Ueber die Entwickeluug von Phyllitis, Scytosiphon und Asperococcus. (Ref. S. 13.) 34. Gobi. Ueber einen Wachsthumsmodus des Thallus der Phaeosporeen. (Ref. S. 15.) 35. — Ueber einige Phaeosporeen der Ostsee und des Finnischen Meerbusens. (Ref. S. 16.) 36. Kj eil man. Ueber eine neue Tilopteridee. (Ref. S. 17.) 37. Wright. On a Rhizophydium parasitic on Ecfocarpus. (Ref. S. 17.) VI. Florideae. 38. Sirodot. Rapports entre les antheridies et les sporules de Batrachosp. moniliforme. (Ref. S. 18.) 39. Klein. Ueber Siebröhren bei Florideen. (Ref. S. 18.) 40. Reinke. Ueber die Geschlechtspflanzen von Bangia fusco-purpurea. (Ref. S. 19) VII. Characeae. 40a. Trimeu. Ohara fragifera as a british plant. (Ref. S. 20.) VIII. Ghlorozoosporeae. 41. De Bary und Strassburger. Acetabularia mediterranea. (Ref. S. 20.) 42. Klein. Ueber Acetabularia mediterranea. (Ref. S. 23.) 43. Zanardini. Ueber Acetabularia mediterranea (Ref. S. 23.) 44. Munier-Chalmas. Observations sur les Algues calgaires coiifondues avec les Fora- miniferes. (Ref. S. 23.) 45. Rostafinski und Wo ronin. Ueber Botrydium granulatum. (Ref. S. 23.) 46. Dodel-Port. Ueber Paarung von Schwärmsporen bei Enteroraorpha clathrata. (Ref. S. 26.) 47. Reinke. Ueber einige Süsswasseralgeu. (Ref. S. 26.) 48. Wollny. Ueber die Gallen an Vaucheria. (Ref. S. 26.) 49. Magnus. Ueber Gallen an Vaucheria. (Ref. S. 27.) 50. Ahlner-Klas. Beitrag zur Kenntniss der schwedischen Formen von Enteroraorpha. (Ref. S. 27.) 51. Nordstedt. Bohuslans Oedogonium. (Ref. S. 27.) 52. Poulsen. Die Keimung der Schwärmsporen bei einer Art der Gattung Oedogonium. (Ref. S. 27.) 53. Schmankewicz. Ueber die Beziehung der Gattung Anisonema Dujard. zu Diselmis Dunalii Dujard. der Salzseen. (Ref. S. 28.) 54. Magnus. Ueber Protococcus caldariorum. (Ref. S. 28.) 55. Wright. On a new parastic green alga belonging to the genus Chlorochytrium Cohn. (Ref. S. 28.) 56. Archer. Ueber eine neue Species von Oocystis, (Ref. S. 29.) 57. Cunningham. On Mycoidea parasitica. (Ref. S. 29.) Schriften allgemeineu oder vermischten Inhalts, Floren. B IX. Conjagatae, 58. Nordstedt. NonnuUae algae aquae dulcis brasilieuses. (Kef. S. 29.) .59. Wollny. lieber zwei neue Arten von Spirogyra. (Ref. S. 29.) 60. Wolle. Desmidieen von Bethlehem, Pennsylvania. (Ref. S. 29.) 61. Witt rock. On the sporeformation of the Mesocarpeae and especially of the new Genus Gonatonema. (Ref. S. 29.) 62. Archer. Ueber ein neues Staurastrum. (Ref. S. 30.) 63. — Ueber unähnliche Zygosporen zweier kleiner Cosmarien. (Ref. S. 30.) 64. — Ueber eine gestielte P'orm von Spondylosium pulchellura. (Ref. S. 30.) 65. — Ueber ein sehr kleines Cosmarium. (Ref. S. 31.) 66. [Petit. Liste des Desmidiacees observees (Igins les environs de Paris. (Ref. P. 31.)J 67. [Roy. Contributioiis tho the Desmid flora of Perthshire. (Ref. S. 31.)] X. Phycochromaceae. 68. Cohn. Untersuchung des Badeschleims der Quellen von Landeck, (Ref. S. 31.) 69. Eidam. Ueber die Entwickelung von Sphaerotilus natans. (Ref. S. 31.) 70. Cohn. Ueber zwei P'älle von sogenannter Wasserblüthe. (Ref. S. 31.) I. Schriften allgemeinen oder vermischten Inhalts, Floren. 1. Pringsheim. Ueber Sprossung der Moosfrüchte und den Generationswechsel der Thallophyten. (Jahrb. für Wissenschaft!. Bot. von Pringsheim 11. Bd., S. 1—46 mit 2 Tafeln, auch Monatshefte der Acad. d. Wiss. zu Berlin, Dec. 1876.) Wir können hier nur über die Ansichten des Verf. in Bezug auf den Generations- wechsel bei den Algen kurz referiren. Verf. fasst dieselben am Eingang des zweiten Theiles des oben genannten Aufsatzes in nachfolgende Worte zusammen: „Bisher hat man die dem Generationswechsel der Cormophyten gleich werthige Erscheinung in der Fruchtbildung der Thallophyten gesucht. Hieraus ist dann für Florideen und Äseomyceten die Lehre von der sexuellen Sprossgeneration entstanden. Die Wechselgenerationen der Thallophyten haben jedoch durchweg einen viel selbständigeren Charakter als die der Cormophyten. Ihre Früchte sind keineswegs die homologen Gebilde der neutralen Generationen der Cormophyten — des Sporogoniuras der Moose und der Farrenpflanze. Der Generationswechsel der Moose schliesst sich vielmehr unmittelbar an diejenigen Erscheinungen der Aufeinanderfolge freier Genera- tionen bei Thallophyten an, von denen die einen die neutralen, die andern die sexuellen Pflanzen darstellen; eine Aufeinanderfolge, deren regelmässige Wiederkehr Verf. schon in seinen ersten algologischen Abhandlungen an Saprolegnien, Vaueherien, Oedogonien, Coleo- cJiaeteen ausführlich beschrieben hat." Verf. hält jetzt wie früher daran fest, dass bei Coleochaete der ganze innere Gewebekörper, der sich aus der befruchteten Gonosphäre heranbildet, eine zweite Genei-ation in dem Sinne des Sporogoniunis der Moose bildet, dass ferner das berindete Oogonium dem Ai'chegonium der Moose äquivalent und endlich, dass die ganze Coleochacte-Fri\cht auch der ganzen Moosfrucht gleichwerthig ist , d. h. dem Sporogouium sammt Calyptra oder dem Sporogonium sammt Vaginula und Haube. Dagegen erklärt sich Verf. als Gegner der Lehre, dass die Früchte aller Thallo- phyten den Moosfrüchten entsprechen. Um diese Analogie festzuhalten, hat man den vor- nehmsten Charakter der Wechselgenerationen bei den Cormophyten, die Entstehung aus einer freien Zelle, fallen lassen müssen. Man hat die Früchte der Florideen und Äseomy- ceten und die ganze Frucht der Coleochaete und Ohara als Spi'ossgeneration bezeichnet und als dem Sporogonium der Moose homologe Organe angesehen. Verf. bemerkt nun, dass bei den Charaeeen die P'ruchtanlage wohl einen metamorphosirten Spross darstellt, dieser aber nicht mit der neuen Generation zusammenfällt, sondern als ein weibliches Sporangium (Archegonium) angesehen werden muss. 1* 4 Kryptogameu. — Algen. Bei den Coleochaeteen, Florideen und Ascomyceten aber repräsentiren die Früchte nicht eininal eine einzige in sich geschlossene Wachsthumseinheit , sie bestehen hier , wie ihre Bildungsgeschichte zeigt, aus drei wesentlich verschiedenen Theilen , nämlich aus dem Sporenkörper, dessen Hülle und den neuen Generationen. Sie theilen diesen Charakter über- haupt mit allen Fructificationsorganen (Sporangien- und Antheridienformen) derjenigen Thallophyten, deren Thallus eine über die einzelne Zelle hinausgehende Differenzirung er- reicht. Die Sporangien , Antheridien und weiblichen Früchte bilden drei parallellaufende Reihen, die bei den verschiedenen Formen von Thallophyten ein allmähliches Aufsteigen von einem sehr einfachen zu einem complicirteren Bau erkennen lassen. Beispielsweise führt Verf. folgende Formen auf: Für die Sporangien: Mutterzellen der Schwärmsporen bei Oedogonium; Zoosporangien von Vaucheria, Saprolegnien, Codium; Oosporangien und Trichosporangien e. p. der Phaeo- sporeen; Vierlingsfrüchte und Schistidien der Florideen; Pycniden. Für die Antheridien: Mutterzellen der befruchtenden Schwärmsporen bei Coleoehaete, Antheridien von Vaucheria, von Farren, Cutlerien, Polysiphonien , Laureneien; Spermo- gonien der Flechten; Antheridien der Characeen. Für die sexuellen Früchte : Oogonien von Vaucheria, von Dictyota, von Fucus, von Saprolegnia; Copulationsfrüchte der Zygne- meen, Desmidiaceen,' Mucorineen; Oogonien von Zanardinia; Kapselfrüchte; Apothecien; Perithecien; Sporenknöspchen der Characeen. Verf. meint, dass die vielseitigen Analogien dieser drei Reihen auf einen gemein- samen Ursprung hindeuten. Verf. wendet sich weiterhin auch gegen die Anschauung, dass bestimmte Theile des Gewebes der Früchte, etwa das fertile Gewebe als Ganzes betrachtet, der zweiten Generation der Cormophyten entsprechen. Er sucht an den Früchten der Florideen nachzuweisen, dass die Scheidung zwischen unbefruchteten und befruchteten Zellen hier, sobald man über die Stelle, wo die Copulation stattfindet, hinausgeht, in den meisten Fällen gar nicht scharf durchführbar ist, und dass das fertile Gewebe selbst in den nächst verwandten Formen keine gleichartige und am allerwenigsten eine morphologische Einheit repräsentirt. Man hat die wahre Bedeutung der Früchte der Florideen und Ascomyceten bisher nur deshalb übersehen , weil hier das weibliche Organ direct und schon vor Anlage der neuen Generation befruchtet wird. Die wahren Anfänge der neuen Generation in den Früchten sind nach dem Verf. die Sporen der Kapselfrüchte und die Sporen der Asci; sie sind wie die Oosporen isolirte freie Zellen, die die aufeinanderfolgenden Generationen streng von einander scheiden. Verf. bespricht weiterhin die Befruchtungserscheinungen der Thallophyten. Er bemerkt, dass überall, wo es zur Entstehung einer höher entwickelten Frucht kommt, der Einfluss der Befruchtung sich in zwei getrennten, von einander genau zu unterscheidenden Wirkungen geltend macht. Der einen unterliegen die Anfänge der neuen Generationen; der andern ihre Bildungsstätten (weibliche Sporangien im weitesten Sinne — Trichophore, Carpogone, Archegonien). Bei den Cryptogamen unterscheidet Verf. daraufhin mehrere Modificationen des Befruchtungsactes. In einer grossen Reihe von Formen wird die Gono- sphäre direct befruchtet und die Wirkung überträgt sich von hier auf das Bildungsorgan, das Archegonium, so bei Coleoehaete und den eigentlichen Archegoniaten. Bei den Flori- deen und Ascomyceten dagegen wird die Einleitung der Befruchtung, die Copulation an der noch unentwickelten Anlage der Frucht ausgeübt , aber ihre Wirkung pflanzt sich von hier aus weiter auf das Bildungsorgan selbst und auf sein Product die Sporen fort. Verf. betrachtet daher die Kapselsporen der Florideen und die Ascosporen der Ascomyceten nicht , wie man bisher pflegte , als geschlechtslos erzeugte , sondern als sexuell erzeugte Sporen, als wahre Oosporen. In Bezug auf die weiteren Betrachtungen des Verf. über die Befruchtungsvorgänge bei den Thallophyten verweisen wir auf das Original ; wir erwähnen hier nur den Ausspruch, dass „der dem farblosen Ende der Schwärmsporen entsprechende Empfängnissfleck der Gonosphären morphologisch homolog und seiner Function nach identisch mit dem Haar der Trichogyne bei den Florideen ist". Verf. stellt im Verlauf seines Aufsatzes (S. 22) die Frage, wie man den Anfang der Schriften allgemeineu und vermischten Inhalts, Floren. 5 neuen Generation bei denjenigen Thallophyten, die Zygosporen besitzen oder deren Oosporen direct befruchtet werden, wie z. B. bei Vaucheria, Saprolegnia, Cysto'pus, den Zi/gnemeen, Desmiclieen, Mucorineen bestimmen muss. Er beantwortet diese Frage dahin, dass hier die Mutterzellen der Gonosphären, die Oogonien und bei den copulativen Formen der ganze Copulationsapparat , d. h. beide mit einander copulirte Mutterzellen oder Sporaugidien, — die Früchte dieser Pflanzen darstellen; die Spore aber die erste, oder Anfangszelle der neuen Generation ist. Nachdem Verf. den Anfangspunkt der neuen Generation bei den Thallophyten fest- gestellt hat, wendet er sich zu der Frage, ob überhaupt ein Generationswechsel der freien Generationen bei den Thallophyten vorhanden ist, und inwiefern dieser demjenigen der Moose und Farren ähnlich ist. Er findet ihn hier in jener Reihe von Erscheinungen, die er schon früher bei Ächhja prolifera, bei den Vaucherien , Oedogonicn und Coleochaetev beschrieben und als Generationsfolge mit der Sprossfolge bei den Phanerogameu verglichen hat. Diese Generationsfolge bezeichnet er jetzt als Generationswechsel. Sie scheint bei den Thallophyten, welche neben Sexualorganen eine besondere Form ächter Sporangien oder Sporen besitzen, weit verbreitet zu sein. „Der Generationswechsel erscheint hier in seiner frühesten Form, in welcher die Wechselgenerationen, noch als völlig von einander getrennte Entwickelungsglieder , die Dimorphie, oder bei Spaltung des sexuellen Abschnittes, die Trimorphie der selbständigen zu derselben Art gehörigen Pflauzenformen hervorrufen. Denn die freien Generationen der Thallophyten unterscheiden sich nicht nur durch ihre Entstehung aus befruchteten und unbefruchteten Sporen, sondern auch dadurch, dass in zahlreichen Fällen eine nahezu streng durchgeführte Scheidung der Generationen in solche mit ächten Sporen (neutrale Generationen) und in solche mit Sexualorganen (sexuelle Generation) vorhanden ist. In engem Zusammenhang mit dieser strengeren Scheidung findet dann auch eine mehr oder weniger regelmässige Succession neutraler und sexueller Genera- tionen im Entwickelimgsgange statt." Den Begriff „ächte Sporen" fasst Verf. hier in dem- selben Sinne auf wie Sachs. Während aber bei den Cormophyten ein strenger regelmässiger Wechsel der Genera- tionen stattfindet, ist dies bei den Thallophyten nur sehr selten der Fall (SphaeropleaJ. Die Generationen lösen sich vielmehr gewöhnlich in einer ungebundeneren Folge ab und der häufigste Fall scheint der zu sein, dass eine grössere unbestimmte Reihe sächlicher Gene- rationen durch eine einzige sexuelle abgelöst wird. Jede ausgesprochene Di- oder Trimorphie der zu einer Thallophyten-Species gehörigen Formen begründet, wie Verf. bemerkt, die Vermuthuug einer existirenden Generationsfolge im Entwickelungsgange. Wo die zweierlei correlativen Früchte noch nicht scharf von einander getrennt auf besonderen Exemplaren auftreten, da erscheint die Generationsfolge noch nicht bestimmter geregelt. Wo aber eine Dimorphie überhaupt fehlt (Fucaceen, Characeen, Conjugaten incl. BacillarieenJ, da fehlt auch der Generationswechsel und ist, wie man in einigen Fällen annehmen darf, durch Schwinden der sächlichen Generation erloschen. Einen Generationswechsel im Sinne des Verf. besitzen dagegen unter den Algen die Vaucheriaceen , Oedogonieen , Coleochaeteen. Hier tritt nach einer unbestimmten Reihe neutraler Generationen eine sexuelle auf. Aehnlich verhalten sich die Volvocineen und Hydrodictyeen. Hier ist nach Ansicht des Verf. die ruhende Spore die erste neutrale Generation, auf diese folgt ein Cyclus neutraler beweglicher Generationen; schliesslich wird von diesen eine einzige sexuelle, hier gleichfalls bewegliche Generation , — die sich paarenden Schwärmsporen , oder wenn hier die weibliche Schwärm- spore ihre Mutterzelle nicht verlässt — , Gonosphäre und Spermatozoid — erzeugt. Obwohl bei den grossen Abtheiluugen der Phaeosporeen , Dictyoteen und Florideen bisher kein directer Nachweis über Generationsfolge vorhanden ist, so glaubt Verf. doch aus der hier in der Mehrzahl der Fälle streng durchgeführten Di- resp. Trimorphie der Formen auf einen Generationswechsel schliessen zu dürfen. Am Schluss seines Aufsatzes bespricht Verf. noch die Frage, wie sich wohl der Uebergang vom Generationswechsel der Thallophyten zu dem der Moose vollzogen haben mag. Er findet diesen Uebergang in der eigenthümlichen Art der Keimung der Oosporen bei manchen Thallophyten. Man findet vielfach, dass die Keimpflanze mit mehr oder minder 6 Kryptogamen. — Algeu. vollständiger Unterdrückung des vegetativen Thallus zur Bildung der neutralen Sporangien und Sporen schreitet. Oft ist die erste neutrale Generation ganz auf ein Sporangium reducirt. So z. B. bei Oedogonium , Bulbochaete , Sphaeroplea , Hydrodietyon , Pandorina, Ctjstopus. Bei Coleochaete ünden wir dann, dass die erste neutrale Generation schon innerhalb des Oogoniums zur Keimung gelangt. Darin liegt der Uebergang zu den Erscheinungen bei den Moosen, insbesondere bei Eiecia. Für die Moose ist ferner charakteristisch, dass die neutrale Generation, die aus der Keimung der Oospore hervorgeht, überhaupt die einzige neutrale ist, die zur Ausbildung gelangt. Aber auch bei Thallophyten finden sich bereits ähnliche Fälle, in welchen die neutralen Generationen, die hier gewöhnlich einen ganzen Cyclus bilden, auf eine einzige reducirt sind, so z. B. bei Spliaeroplea. 2. Julius Klein. Algologische Mittheilungen. (Flora 1877, No. 19.) 1) Ueber die neuer- dings bei Meeresalgen beobachteten Krystallo'ide. Verf. hat bei folgenden Algen Krystalloide gefunden: Grifßhsia Schousloei Mont., setacea Ag., heteromorpha Ag. und parvula Klein (neue Art), Callitliamnion griffithsioidea (an der lebenden Pflanze, die Krystalloide wurden durch Einlegen in verdünntes Glycerin nicht verändert) , Laurencia s^p., Hormoceras inconspicuuni Zan. , Acetabiüaria mediter- ■ranea Lamour, und Csdium Bursa Ag. Diese neuerdings vom Verf. beobachteten Krystal- loide sind alle farblos, haben aber eine verschiedene Gestalt; meistens haben sie octaedrische Form , bei Acetabularia sind sie Hexaeder , auch kommen sie als dünne sechseckige Täfelchen vor. 3. Julius Klein. Algologische Mittheilungen. (Flora 1877, No. 20.) 4) Ueber Oxal- säuren Kalk und globoidartige Körper bei Algen. Bisher ist oxalsaurer Kalk bei Algen nicht angetroffen worden. Verf. fand ihn bei zwei Spyridia- Arten, bei drei VaucJierien und bei einer Spirogyra. Bei Spyridia filamen- tosa und aculeata fand Verf. Oxalsäuren Kalk in grosser Menge, und zwar in den grossen Gliederzellen, während er in allen übrigen Zellen zu fehlen schien. Er bildet hier theils deutlich entwickelte Krystalle von ähnlicher Grösse und pyramidaler Gestalt, theils ver- schieden grosse rundliche Körner. Die 3 Vaucherien-Arten, in denen oxalsaurer Kalk gefunden wurde, sind F. dichotoma, geminata und sessüis. Bei V. dicliotoma tritt der Oxalsäure Kalk in Form von kugligen Körpern auf, bei den beiden andern Arten hat er meist eine prismatische Form. Er bildet hier bald kleine Stäbchen, die im Zellsafte der Schläuche, besonders zahlreich in den Enden, sich in wimmelnder Bewegung befinden , bald kreuzförmige Zwillinge oder Drusen , bald grosse deutlich entwickelte Säulen mit flacher pyramidaler Zuspitzung. Immer sind diese Krystalle im Zellsaft suspendirt und zeigen deutliche Ortsveränderungen. Die Spirogyra , bei welcher Verf. Oxalsäuren Kalk antraf, war mit 4 Chlorophyllbändern versehen; er nennt sie vorläufig äj). striata. Der oxalsaure Kalk bildet hier meist nadeiförmige Krystalle. Nach einer älteren Angabe sollen die wim- melnden Körper in den Vacuolen von Glostcrium aus oxalsaurem Kalk bestehen; dies ver- anlasste den Verf., ähnliche wimmelnde Körner, die er bei einigen Spirogyrcn und bei einem Zygnema fand, näher zu untersuchen. Die von ihm beobachteten chemischen Reactionen machen es in der That wahrscheinlich, dass diese Körner aus oxalsaurem Kalk bestehen. Ausser den Krystallen aus oxalsaurem Kalk fand Verf. bei der oben erwähnten Spirogyra striata noch andere mineralische Inhaltsbestaudtheile, die theils einzelne rundliche, theils zu mehreren vereinigt traubige Körper darstellen. Die einzelnen Körper sind von flach linsen- förmiger Gestalt. Sie liegen immer zwischen der Zellwand und der äussersteu Plasmaschicht und sind mittels eines kleinen Zapfens, der in die Zellwand eindringt, an diese befestigt. Diese Körper lösen sich in Salzsäure und in Essigsäure ohne Gasentwickelung auf. Sic lösen sich auch iu Oxalsäure und Weinsäure, sind aber in Kalilauge unlöslich. Nach diesen Reactionen glaubt Verf., dass diese Körper eine ähnliche chemische Zusammensetzung haben, wie die Globoide der Aleurouköruer, und bezeichnet sie daher als globoidartige Körper. 4. Maxime Cornu. Causes qui determinent la mise en liberte des corps agiles (Zoo- spores, antherozoides> chez les vegetaux inferieurs. (Comptes rendus hebd. de l'acad. des sc. T. 85, 1877, S. 8G0.) Näheres im Abschnitt über Morphologie und Physiologie der Zelle. Schriften alJgenieiueu uud v^ennisclileu Inhalts, Floreu. 7 5. Zanardini. Scelta di Ficee nuove piu rare de! mari mediterraneo ed adriatico. (Memorie del Reale Istituto veneto Vol. 18, S. 253—287 mit 8 Taf. , Vol. 19, S. 511 bis 544 mit 8 Taf.) Seit einer Reihe von Jahren veröffentlicht Zanardini in den Memorie del Ist. veneto Abbildungen von Algen des Adriatischen und Mittelländischen Meeres mit sehr ausführlichen Besclireibungen (in ital. Sprache, die Diagnosen auch lateinisch). Da in den bisher er- scliienenen Bänden des Jahresberichts diese Arbeiten nicht erwähnt worden sind, geben wir nachfolgend ein Nameusverzeichniss der vom Verf. abgebildeten und beschriebenen Algen: Vol. 18. Malfsla verrucosa (Aresch) J. Ag., Giraudia sphacelarioides Derb, et Sol., Amphiroa crijptarthrodui Zanard. . A. rigida Lamour. , A. exilis Harv. , A, parthenopea Zanard., NUophyllum rcptans Crouan. , Liagora ceranoides Lamour., Entophysalis granu- losa Kütz, Dermogloea Limi Zanard. (Letztere Alge, wahrscheinlich eine Chroococcacee, bildet gelatinöse Häute am Grunde des Meeres. Im Jahr 1872 erschien sie, indem sie sich vom Grunde löste, in so grosser Menge im Adriatischen Meere in einiger Entfernung von den beiden Küsten desselben, dass sie das Versenken der Fischernetze behinderte.) Vol. 19. Mijriotrichia clavaeformis Harv. , Ectocarpus ramellosus Kütz , Poly- siphonia complanata (Clem), J. Ag., P. pennata (Roth), J. Ag., P. parasitica (Huds), Grev., Naccaria Wigliii Eudl., Chylocladia polycarpa Zanard., Chylocladia firma J. Ag., Bonne- ■maisonia asparagoides (Woodw.), C. Ag., Halimeda Tuna Lamour. In Bezug auf letztere wü'd erwähnt, dass Bompard (in Hedwigia 1867, No. 9) die fructificirenden Zweige dieser Alge als einen besondern Organismus Botryopliora dicliotoma beschrieben hat. 6. C. Borodin. Algologiscbe Excursion in die Umgebangen von Cherson und in die niedriger am Ünjepr liegenden Orte. (Schriften der neurussischen Gesellschaft der Naturforscher, Band IV, Heft 2, Odessa 1877, S». [Russisch.]) Verzeichniss von 39 Diatomaceen', 52 CMorophyllaceen und 11 Phycochromaceen: alle wurden in den Umgebungen von Cherson und in den Orten, welche am Dnjepr unter dieser Stadt liegen, während des Sommers 1876 gesammelt. Zu diesem kleinen Verzeich- nisse sind einige bibliographische Notizen über die Algen Neurusslands und eine Bemerkung über die Art der Vermehrung bei Polyedrkim tetragomim Näg. beigefügt. Vor der Ver- mehrung erscheint die Zelle dieser Alge mit Chlorophyllkörnern dicht gefüllt ; nachher theilt sich der Inhalt nach verschiedenen Richtungen , so dass in der Mutterzelle viele protoplas- raatische Tochtei-zellen erscheinen . welche dieselbe Form besitzen , wie die Mutterzelle, in welcher sie liegen. Die Tochterzellen befreien sich durch das Zerplatzen der Membran der Mutterzelle; die ganze Masse der nach Aussen herausgegangenen Tochterzellen erscheint mit gemeinsamer dünner Membran umhüllt, welche später zerfliesst; die jungen Zellen machen sich frei, sie wachsen und erreichen die Grösse der Mutterzelle. Batalin. 7. W. Sowinsky. Materialien für die Flora der Algen des Kreises Radomysl. (Schriften der Naturforscherges. zu Kiew, Band V, Heft 1, Kiew 1877, S. 119-130. [Russisch.]) Verzeichniss von 94 Arten Diatomeen, 5 Phycochromaceen und 24 CMorophyl- laceen, welche vom Verf. im Kreise Radomysl (Gouvernement Kiew) gesammelt wurden; bei jeder Art sind die Fundorte und die wichtigsten Werke , nach welchen die Bestimmung ausgeführt ward, angegeben. Batalin. 8. Kjellman. lieber die Algenvegetation des Murmanschen Meeres an der Westküste VöE Nowaja Semlja und Wajgatsch. (Nova acta reg. soc. sc. Upsaliensis, Jubelband 1877, S. 1-86, mit 1 Taf.) Verf. untersuchte die Algenvegetation der genannten Küsten auf der von Norden- skiold geleiteten Expedition im Jahre 1875. Nach einigen geschichtlichen Bemerkungen über frühere Sammler, insbesondere K. von Bär, dessen 2G gesammelte Arten von Posteis und Rupprecht bestimmt Avurden, giebt Verf. eine Uebersicht der von ihm gesammelten Algen Den meisten Arten sind ausführliche Beschreibungen der Exemplare, sowie Angaben über' das Vorkommen, die Synouymie u. s. w. beigegeben. Mehrere neue Arten und eigenthümliche Formen, sowie ein neues vom Verf. zu den Tüopterideen gestelltes Genus Scaphospora (s. unter Phaeos^wreae) werden mit aufgeführt; einige davon sind auf der Tafel abgebildet. Auch die von Bär gesammelten Algen werden mit aufgeführt, obwohl Verf. einige derselben g Kryptogaineii. — Algen. nicht angetroffen hat und bezweifelt, dass sie wirklich an den von ihm besuchten Küsten gewachsen sind. Im Ganzen zählt Verf. 76 Algen (excl. Diatomeen) auf, die an der West- küste von Nowaja Semlja und Wajgatsch vorkommen, darunter sind 28 Florideae, 2 Fuca- ceae, 2 Tilopterideae, 26 Phaeosporeae, 17 Chlorosporeae und 1 Phycochromacee. Verf. giebt ferner eine Schilderung der Bodengebiete des dortigen Meeres und ihrer Vegetation. Er unterscheidet drei Gebiete, das litorale, sublitorale und elitorale; das erstere macht den Theil des Meeres aus, der bei der Ebbe entblösst wird, das zweite fängt unter- halb des vorhergehenden an und erstreckt sich bis zu einer Tiefe von 20 Faden. Tiefer liegende Theile des von Algen bewachsenen Bodens bilden das elitorale Gebiet. Diese Gebiete der von ihm untersuchten Küste charakterisirt der Verf. in folgender Weise: Am bedeutendsten Theil des litoralen Gebietes fehlt alle Vegetation ; die litorale Algenvegetation, welche hie und da auftritt, ist äusserst arm an Individuen und besteht aus lauter Algen von sehr niedrigem Wuchs. Namentlich ist das sparsame Vorkommen von Fucaceen charak- teristisch , die nur durch eine zwerghafte, spärlich auftretende Form von F. evanescens repräsentirt waren. Doch ist im Verhältniss zur Armuth an Individuen das litorale Gebiet reich an Arten, deren Verf. 11, durchweg von niedrigem Wüchse anführt. Die Armuth des litoralen Gebiets ist hauptsächlich dem Eise zuzuschreiben, das den grössten Theil des Jahres hindurch die Westküste von Nowaja Semlja und Wajgatsch theils in Form einer festen Eis- decke . theils in Form von Treibeis umgiebt. Auch das sublitorale Gebiet ist in seinem oberen Theile sehr arm; erst mit einer Tiefe von 2—3 Faden tritt eine reichere Algen- vegetation auf, die ihren grössten Reichthum in einer Tiefe von 3 — 10 Faden erreicht, doch auch hier ist der Flächeninhalt der von Algen bewachsenen Stellen verschwindend klein gegenüber denjenigen, auf welchen es an höher entwickelten Algen fehlt. Der Grund dafür ist wesentlich in der Natur des Bodens zu suchen, der grossentheils aus Thon, Schlamm und Sand besteht und daher für die Algenvegetation ungünstig ist. Die ganze von Algen bewach- sene Fläche des sublitoralen Gebiets hat an der Westküste von Nowaja Semlja keine gleich- artige Vegetation. Verf. unterscheidet vier besondere Algenregionen, die er nach den vor- herrschenden Algenarten benennt: nämlich die Laminarieen-'Regioü , die durch Laminaria Agardhii Kjellm. und L. digitata (L.) Lamour. charakterisirt wird (von L. Ägardhii fand Verf. ein Exemplar , dessen Stamm 56 cm lang und 3 cm im Umkreise war , dessen Laub 164 cm lang und 33 cm breit war), die Lithothamnion-'R.egion, die durch das Lithothmnnion fasciculatum (Lam.) Aresch. bezeichnet wird, das in Form von grossen, groben, dicht an einander gelagerten Bällen den Boden bedeckt, die Lithoderma-Region, deren vorherrschende Art Lühoderma fatisceus Aresch. ist , das in Form einer dünnen Kruste fast jeden Stein überzieht, und die an einzelnen Stellen auftretende Ehodymenia-lüegion , wo Bhodymenia pahnata (L.) Grev. die vorherrschende Art ist. Die Vegetation des elitoralen Gebiets hat Verf. nur wenig kennen gelernt, da nur an wenigen Stellen, wo gedreggt wurde , die Tiefe grösser als 20 Faden war. An einer Stelle wurden aus 25-30 Faden Tiefe einige Algen hinaufgebracht, nämlich Delesseria sinuosa , Dichlora viridis, Folysiphonia arctica und Euthora eristata, dieselben Arten, die auch an der Küste Spitzbergens in grösserer Tiefe vorkommen. Am Schluss seiner Arbeit vergleicht Verf. noch die Algenvegetation der Westküste von Nowaja Semlja und Wajgatsch mit derjenigen von Spitzbergen und findet, dass beide eine grosse üebereinstimmung in Bezug auf ihren allgemeinen Charakter zeigen; dagegen hat die Algenvegetation der norwegischen Nordlandküste (68" n. Br.) einen abweichenden mehr südlichen Charakter und auch die Algenvegetation der Westküste Grönlands ist von der von Spitzbergen und Nowaja Semlja verschieden, namentlich durch ihre Fucaceen und Laminarieen. • 9. F. R. Kjellman. Om Spetsbergens marina , klorofyllforande Thallophyter. I. Med en tafla (Bihang tili K. Svenska Vetenskaps-Akademiens Handlingar. Band 3, No. 7, Stock- holm 1872); II. Med fem taflor. (Bihang tili K. Svenska Vetenskaps-Akademiens Hand- lingar, Bd. 4, No. 6, Stockholm 1877. [Schwedisch und theilweis Lateinisch.]) üeber die marinen, chlorophyllführenden Thallophyten Spitzbergens. I. Mit 1 Taf. II. Mit 5 Taf. Diese beiden Aufsätze machen die erste Abtheilung einer Arbeit über die Algen- Schriften allgemeinen und vermischten Inhalts, Floren. Vegetation aus, welche bei der im nördlichen Eismeere belegenen Inselgruppe Spitzbergen vorkommt. (76" 25' — SO^ 50' nördl. Breite, 11" 28' östl. Länge von Greenvrich.) Sie enthalten ein Verzeichniss aller Arten Meeresalgen — die Biatoimceen unberechnet — welche der Verf. dort während der schwedischen Expedition fand, die im Jahre 1872 — 1873 diese Inselgruppe besuchte, mit Hinzufügung derjenigen, welche der Verf. nicht antraf, die aber nach vorigen sicheren Angaben dort vorkommen sollen. Die Anzahl der bei Spitz- bergen sicher angetroffenen Arten von Meeralgen beläuft sich zu 85, wovon 37 Florideen, 4 Fucaceen, 1 Tilopteridee , 27 Phaeozoosporaeeen , 15 Chloropliyllophijceen und 1 Phyco- chrotnoplujcee. Von diesen waren 36 für Spitzbergens Algenflora neu, worunter 13 Florideen, 1 Tilopteridee, 11 Phaeozoosporaeeen, 10 Chlorophyllophyceen und 1 Phycochromophycee. Folgende werden als für die Wissenschaft neu bezeichnet. Kallymenia ? integra (in einer späteren Arbeit des Verf. Sarcopthyllis arctica benannt), Thamnidium intermedium , Th. Spetsbergense, Ulva crassa, Monostroma liihricum, Codiohim Nordenskioldianum , ülothrix discifera und Chaetophora maritima. Von Delesseria sinuosa (G. et W.), Lamour, wird eine neue Form beschrieben, f. augusta, von Thamnidium mesocarpxm (Carm.) Klein eine Form, f. penicilliformis , yoa Fuchs evanescens Ag., f. f. pergrandis und na)ia, von Chor- daria flagelliformis Fl. Dan., f. f. chordaeformis, ramusculifera und subsimplex, von Dic- tyosiphon foeniculaceus eine Snbspecies D. hispidus (in einer späteren Arbeit als eine neue Art aufgenommen). Unter der Gattung Thamnidium Thur. wird eine neue Untergattung Thamniscus eingeführt. Für eine jede Art wird eine Angabe mitgetheilt über ihre Verbreitung längs der nördlichen und westlichen Küste von Spitzbergen, über ihre Häufigkeit, ihre Standorte u. s. w. Desgleichen wird mitgetheilt , in welcher Jahreszeit die besonderen Arten mit Propagationsorganeu versehen angetroffen worden sind ; und sind diese Angaben vollständiger als die meisten dergleichen, weil der Verf. Gelegenheit gehabt, eine bedeutende Anzahl der Arten, die er abhandelt, ein ganzes Jahr hindurch zu beobachten. Ueber viele Arten, z. B, Delesseria Boerii, Hälosaccion ramentaceum, die Thamnidium-Arten, Chaetopteris plumosa, Sphacelaria arctica, Ulva crassa, Monostroma Blyttii, Codioliim Nordenskioldianum etc. werden Mittheilungen von morphologischem und anatomischem Inhalte geliefert, die von er- klärenden Figuren begleitet sind. Mehr kritische Gruppen, insbesondere die Fucaceen und Laminarieen hat der Verf. zum Gegenstande genauer und ausführlicher Untersuchungen gemacht. Das Resultat, wozu er hinsichtlich der spitzbergischen Formen der beiden Gruppen gekommen, weicht bedeutend von den Ansichten vorhergehender Verf. ab, die sich mit dem Studium der Algenvegetation der nördlichen Meere beschäftigt haben. Die versprochene Fortsetzung wird die allgemeinen Charaktere der spitzbergischen Meeresalgenvegetation erörtern. Witt rock, 10. F. R. Kjellman. Bidrag tili kännedomen af Kariska Hafvets Algvegetation. (Ofversigt af Kongl. Vetenskapsakademiens P'orhaudlingar 1877, No. 2, pag. 3 — 30, Stockholm. [Schwedisch und theilweis lateinisch.]) Beitrag zur Kenntniss der Algenvegetation des Karischen Meeres. Der Verf. leitet seine Abhandlung mit der Bemerkung ein, dass bis jetzt keine Algen mit Sicherheit vom Karischen Meere bekannt sind, ebensowenig vom Sibirischen Meere überhaupt, und erwähnt, dass die beiden russischen Naturforscher v. Bär und Ruprecht es für wahrscheinlich halten, dass keine solche dort vorkommen. Durch Untersuchungen des Verf. während der schwedischen arktischen Expedition im Jahre 1875, die am Orte angestellt worden sind, hat sich's erwiesen, dass das Karische Meer (an solchen Localen , wo eine Algenvegetation zufolge der Beschaffenheit des Bodens überhaupt möglich ist) gar nicht arm an Algen ist. An einem einzigen Standorte — üddebay — wurden nämlich nicht weniger als 26 Arten Meeresalgen (die Diatomaceen unberechnet) eingesammelt. Von diesen gehören 14 zu den Florideen , 1 den Fucaceen , 10 zu den Phaeozoosporaeeen und 1 den Ghlorozoosporacten. Die Algenflora ist ihrem allgemeinen Charakter nach derjenigen bei Spitzbergen und im Murmanischen Meere ähnlich. Eine litorale Algonvegetation wird vermisst, womit die grosse Armuth an Chlor ozoosporaceen und Fucaceen zusammenhängt. 10 Kryptogaraen. — Algcu. Wie bei Spitzbergen und im Murmanschen Meere zeigen auch liier einige Algen eine kräftigere Entwickelung an, als in südlicheren Meeren. Ein solches Verhältniss findet statt bei den Laminar ia- Arten, Chaetopteris pliimosa und Desmarestia aculeata. Nur eine Art wurde angetroffen, die vorher im Nördlichen Eismeere nicht gefunden worden ist; aber diese gehört merkwürdiger Weise zu der früher nur in wärmeren Ländern repräsentirten Gattung Liiliophyllum. Diese Art, welche neu ist, wird vom Verf. LithoijliyUum arcticum benannt. Ueber ihre Morphologie und Anatomie wird eine ausführliche Erörterung (latei- nisch) gegeben mit Beifügung mehrerer erklärenden Figuren. Von Laminaria digitata wird eine neue Varietät beschrieben unter dem Namen complanata. Beiläufig wird erwähnt, dassVährend der arktischen Expedition im Jahre 1875 zwei Oberflächen-(^Diatomrtceen-> Regionen von bedeutender Ausdehnung beobachtet wurden, wovon die eine ausserhalb des Norwegischen Finmarkens, und die andere im Karischen Meere. In beiden war die Hauptmasse von Thalassiosira Nordenskiöldii Clev. gebildet. An einem Eisblocke weit im Karischen Meere wurde in einigen Süsswassersammlungen ein Schlammboden angetroffen, worin man zahlreiche Arten von Süsswasserdiatomaceen gefunden, welche künftig erörtert werden sollen, Wittrock. 11. Archer. Note on the Freshwater Algae collected by H. N. Moseley m Kerguelen's Land. (Journ. of Linn. soc. Vol. XV, p. 445.) Bemerkungen über die Süsswasseralgen Kerguelen's, über die Reinsch schon früher sehr ausführlich berichtet hat. (S. Jahresb. 1876, S. 7.) Verf. findet, dass die charak- teristischen Süsswasseralgen dieser entfernten Region sehr mit denen unserer heimischen europäischen Gegenden übereinstimmen. 12. Dickie. Notes on Algae collected by H. S. Moseley chiefly obtained in Torres Straits, Coasts of Japan and Juan Fernandez. (Journ. of the Linn. soc. Vol. XV.) Hierunter werden aufgezählt: 44 Arten Algen von der Torres-Strasse, 7 Arten von der Akashi Channel bei Kobe (Hiogo), Nipon, Japan, 23 Arten von Osima Harbour, Süd- küste von Nipon, Japan, 2 Arten von Yokosha, Japan, 1 Art von der Seeoberfläche bei Japan, 26 Arten (einschl. 6 Diatomeen) von Juan Fernandez, 16 Arten von Honolulu (Sand- wichinseln), 4 von Helo Bay Hawai (Sandwichinseln) (dabei wird hervorgehoben, dass hier Ahnfeltia concinna J. Ag. sehr üppig wächst und auf den basaltischen Felsen von Helo Bay eine dichte Decke bildet, die bei Ebbezeit trocken liegt), 10 Arten von den Riffen bei Tahiti, 1 Art von Great Island (Santa Cruz major) Zamboanga. 13. Dickie. Note on Algae collected by Dr. J. B, Balfour at the Island of Rodriguez. (Journ. of Linn. soc. Vol. XVI, p. 6.) 52 Arten von Algen werden aufgezählt; von diesen sind 39 Meeralgen, 13 Süss- wasseralgen. 14. Reinsch. Contribationes ad floram Algarum aquae dulcis Fromontorii Bonae Spei. (Journ. Linn. soc. Vol. XVI, p. 232, mit 1 Tafel.) Es werden hier 57 von A. Eaton am Cap der guten Hofiuung gesammelte Algen beschrieben, darunter sind 16 Phycochromaceae und 41 Chlorosporeae, zu welchen letzteren auch 4 Chytridieae gestellt werden. Unter diesen sind 15 neue Species. Unter den Fhyco- cJiromaceen wird Chroococcus cohaerens Nägeli als in dem Parenchym einer Biccia wachsend beschrieben. 15. Wolle. Fresh Water Algae. (Bulletin of the Torrey Botau. Club. Vol. VI, p. 137.) Verf. giebt eine Aufzählung von 100 bisher nicht aufgeführten amerikanischen Süss- wasseralgen, die er meist in der Umgegend von Bethlehem, Pennsylvania, sammelte, wobei er auch einige neue Species beschreibt. Die 100 Arten gehören 52 verschiedenen Genus an. 16. Dickie. Supplemental Notes on Algae collected by H. N. Moseley. (Journ. of Linn. soc. Vol. XV, p. 486.) Hier werden aufgezählt 1 Art von Papeetee Harbour auf Tahiti, 2 Süsswasserarten von Hacon Lake, Nipon, Japan, 14 Arten von der Küste bei Valparaiso, 3 Arten von Port Louis, den Falklandsinseln und der Magellanstrasse, 8 Arten von St. Vincent, Cap. Verden, 12 Arten von den Bermudas, 2 Arten von der Torresstrasse, 5 Arten von den Philippinen, 1 Art von den Admiralitätsinseln und 1 Art von Tongatabu. Samnilungeu. 1 1 17. Farlow. On some algae new to the United States. (Proceediugs of the American Acad. of Arts and Sciences Vol. XII, p. 235—245, Boston 1877.) Verzeichniss von 66 Species, ausschliesslich Florideen (incl. CoralUneen), die fiir die Vereinigten Staaten neu sind. Darunter sind mehrere neue Arten. Zu vielen Formen giebt Verf. kurze Beschreibungen und hebt die Unterschiede von nächst verwandten hervor. 17a. Eaton. Description of a new Alga of California. (Proceedings of the american acad. of Arts and Sciences 1877, p. 245.) Beschreibung von Nitopliyllum s]iectabilc einer der grössten (bis 2' langen) Species dieses Genus. 18. Reinsch. The microscopic organic world in the drinking water of Boston. (Boston „Eveniug Transcript" 15. Dec. 1877, mit Holzschnitten.) Populäre Beschreibung der mikroskopischen Thiere und Pflanzen, die Verf. im Trinkwasser von Boston gefunden hat. 19. [Farlow. Remarks on certain algae found in the water supply of the city of Boston. (Bullet, of the Bussey Inst. 1877, p. 75—80.)] 20. [Debeaux. Contributions ä la flore de la Chine. Algues maritimes recueillies pendant l'exped. franc. 1861/62. (Act. soc. Linn. de Bordeaux T. 30, 1875.)] 21. [Hauck. Algen des Triester Golfs. (Oest. bot. Ztg. 1877.)] 22. [Zeller. Algae Brasilienses circa Rio de Janeiro a Dr. A. Glazion collectae. (In E. Warming Symbolae ad flor. Bras. central, cognoscend.)] 23. [Algarum Species in India orientali centrali a J. Kurz collectae. (Proceedings of the Asiatic Society, Bengal..)] 24. [Schiedermayr. Aufzählung der in der Umgegend von Linz beobachteten Sporenpflanzen. 2 Th. Flechten und Algen. (Verein für Naturkunde in Linz, Jahrg. 8.)] II. Sammlungen. 25. Farlow, Anderson und Eaton. Algae exsiccatae Americae borealis, (Boston 1877.) Diese Sammlung soll sowohl interessante Süsswasser- wie Meeresalgen bringen. Preis eines 50 Nummern starken Quartfascikels 8 Dollars , eines Foliofascikels 12 Dollars , zu bestellen bei G. Farlow, 6 Parksquaro, Boston. Im Jahre 1877 erschien das erste Fascikel. Die Namen der darin enthaltenen Algen finden sich aufgezählt Bot. Ztg. 1877, S. 789. 26. Berggren. Neuseeländische Meeresalgen. Berggreu (Univ. zu Lund, Schweden) zeigt in der Bot. Ztg. (1877, S. 487) an, dass er neuseeländische von J. Agardh bestimmte Algen in Sammlungen von 50-160 Arten, die Centurie zu 45 Mark verkauft. 27. Wittrock und Nordstedt. Algae aquae dulcis exsiccatae praecipue scandinavicae adjectis algis marinis chlorophyllaceis et phycochromaceis. (Fase, l u. 2, No. i— lOO, Upsaliae 1877.) Diese mit Unterstützung der Dr. Cleve und Kjellman herausgegebene neue Samm- lung soll nach der Ankündigung der Verf. von Coleochaeteen , Oedogonieen , 3Iesocarpeen, Zygnemeen nur fructificireude Exemplare bringen. Den neuen Species sollen vollständige lat. Diagnosen beigegeben Averden. Der Preis ist pr. Fascik. von 50 Arten 17 Mark. Die Diagnosen der neuen Arten in den beiden ersten Fascikeln sind abgedruckt in Hedwigia 1877, S. 108. Die Exemplare der beiden ersten Fascikel stammen aus Scandinavien, Nowaja Semlja, England, Deutschland, Oesterreich und Italien. Ausser den Diagnosen der neuen Arten ist in der Hedwigia noch abgedruckt eine revidirte Diagnose von Monosiroma hal- ticum (Aresch.), Wittr. , ferner die Beschreibung der Zygosporen von Mougeotia capucina (Bory), Nordst. {Staurospermum cap. [Boryj, Kütz), sowie derjenigen von Staurastnim Bieneamm Rabh. und von (Josmariiim Sportella Breb. 28. Rabenhorst. Die Algen Europa's mit Berücksichtigung des ganzen Erdballs Dec. 246/48. (Ges. u, bearb. von Prof. A. Braun, Dresden 1876.) Diese Decaden enthalten, wie aus der Aufzählung derselben in der Hedwigia 1877, S. 136 hervorgeht, ausschliesslich in "Warmhäusern vorkommende Algen, meist aus den Klassen 12 Kryptogameu. — Algen. der PTiycochromaceae, Palmellaceae und JDesmidieae, darunter zahlreiche neue Arten. Die Diagnosen derselben finden sich wahrscheinlich in dem Nachlasse A. Braun's. Wir bringen die Namen derselben in dem Artenverzeichniss am Schlüsse des Referats. Auch ein neues Genus ist darunter, Arthrogonium fragile A. Br., das sich nach der Ansicht Babenhorst's am besten au SticJwcoccns und Hormosira (Hormospora ?) anschliesst. Oscillaria cälda- rioruni F. Hauck (Bot. Jahresber. f. 1876, S. 61) gehört zu Oscillaria sancta Kütz. 29 Rabenhorst. Die Algen Europa's etc. Dec. 251/52. (Dresden 1877.) Die in diesen Decadeu enthaltenen Algen sind besprochen in Hedwigia 1877, S. 154 ff. III. Fucaceae. 30. Reinke. Ein Paar Bemerknngen über Scheitelwacbstham bei Dictyotaceen and Faca- ceen II. (Bot. Ztg. 1877, No. 29.) rtieser Aufsatz wendet sich gegen die Angriffe, welche Rostafinski in seiner Schrift über das Scheitelwachsthum der Fucaceen gegen die Arbeit Reinke's über denselben Gegen- stand gerichtet hat. Reinke bemerkt zunächt in Bezug auf seine Abbildung des Längs- schnitts des Scheitels von Halidrys , deren Richtigkeit Rostafinski bezweifelt, dass diese mit der Camera lucida gezeichnet wurde. Er fügt dann hinzu , dass die Scheitelzelle von Halidrys, welche im Querschnitt immer dreiseitig erscheint, auf Längsschnitten bedeutende Variationen der Form zeigt, welche wahrscheinlich durch den wechselnden Grad des Turgors und des Drucks der Nachbarzellen hervorgerufen werden, so dass sie einen Wechsel von der abgebildeten (dreiseitigen) Gestalt durch den Längsschnitt eines Eies bis zu dem einer Kugel darbietet. In Bezug auf das Scheitelwachsthum von Fucus hält Reinke seine früheren Angaben gegenüber der von Rostafinski gegebenen Darstellung aufrecht, glaubt übrigens, dass beide richtig sein können, und sieht den Grund der Verschiedenheit in dem Umstände, dass die Fucusspitzen, die er (Reinke) untersuchte, einer spätem Vegetationsperiode angehörten, viel- leicht schon in einer Metamorphose zu Fruchtzweigen (Blüthenanlagen nach Reinke) begriffen waren. 31. Rostafinski. Erwiderung. (Bot. Ztg. 1877, No. 38.) In dieser Erwiderung gegen den eben besprochenen Aufsatz Reinke's giebt Rosta- finski eine aus seiner früheren Arbeit (s. Jahi-esher. f. 1876, S. 11) abgedruckte Gegenüber- stellung derjenigen Punkte, in denen er von Reinke abweicht, mit der ausdrücklichen Er- klärung, dass Reinke keine einzige seiner Angaben in Bezug auf das Scheitelwachsthum von Fucus widerlegt hat und somit in allen Punkten im Unrecht bleibt. Er fügt hinzu, dass die von Reinke gegebenen Abbildungen gar nicht mit der Natur übereinstimmen. Besonders bemerkt er, dass der von Reinke gezeichnete Längsschnitt von Halidrys ungenau ist und dass die von ihm behaupteten Variationen der Form der Scheitelzelle nicht statt- finden. Die Ursache , warum die Figuren von Reinke unrichtig sind , sieht er darin , dass diese nach Präparaten gemacht sind, welche in einem Medium lagen, das die Zellwände zum Quellen bringt und so die Contouren der Zellen verändert. IV. Dictyotaceae. 32. Reinke. Ein Paar Bemerkungen über Scheitelwachsthum der Dictyotaceen und Fuca- ceen I. (Bot. Ztg. 1877, No. 28.) Der eigentliche Stamm von Padina Pavonia ist rhizomartig kriechend, mit seiten- ständigen Aesten versehen, welche alle in eine Scheitelzelle endigen. Letztere theilt sich durch Querwände in der Art, wie es für Dictyota dichotoma bekannt ist. Einzelne Aeste der Pflanze entwickeln sich dagegen zu breiten fächerförmigen Trieben, welche entweder Sporen oder (monöcisch) Geschlechtsorgane tragen, und diese Breittriebe scheineu bis jetzt allein beobachtet worden zu sein, da sie beim Einsammeln sehr leicht von dem auf dem Substrate kriechenden Rhizom sich trennen. Wie Nägeli nachgewiesen hat, wachsen die Breittriebe an ihrem Vorderrande durch eine Reihe gleichwerthiger Initialen, durch deren Phaeozoosporeae. 1 3 Quertheilung das Läiigeuwachsthiim . durch deren Längstheilung das Breitenwachsthum des Thallus vermittelt wird. Diese Breittriebe entstehen aber durch Umbildung der ursprünglich mit Scheitelzellen versehenen Triebe, wie dies z. B. die Entwickelung der Keimpflanze lehrt. Die Keimung der neutralen Tetraspore, wie der befruchteten Eizelle geht in gleicher Weise vor sich. Sie wird durch einige wenig regelmässige Quer- und Längstheilungen eingeleitet, wodurch ein rundlicher vielzelliger Körper, eine Art Vorkeim, entsteht. Aus diesem Vorkeim wölbt sich eine Zelle vor und wird zur Scheitelzelle eines Astes, indem sie sich durch Wände theilt, die quer zu der eingeschlagenen Wachsthumsrichtung liegen; später bilden sich dann noch mehr Oberflächenzellen zu Scheitelzellen, deren jede einen besondern Stamm erzeugt. So baut sich ein kriechender Thallus auf, dessen einzelne Aeste in ihrem Baue mit dem Thallus von Bictyota übereinstimmen ; doch dichotomiren hier die Scheitelzellen nur selten, vielmehr findet in der Regel seitliche Verzweigung statt, indem einzelne Randzellen zu neuen Scheitelzellen aussprossen. Erst an viel weiter entwickelten Individuen treten Breittriebe auf. Ihre Bildung findet in nachfolgender Weise statt. Das durch eine Querwand von der Scheitelzelle abgegliederte Segment verwandelt sich wie bei Dictijota durch Längstheilungen in eine Querreihe von Zellen, aus denen durch weitere Theilungen längs und quer die Thallusfläche hervorgeht. Soll ein Breittrieb gebildet werden, so finden in der genannten Querreihe von Zellen mehr Längstheilungen statt als sonst; besonders zeichnen sich die beiden randständigen Zellen der Querreihe durch rasches Wachsthum und intensive Theilung aus. Hierdurch nimmt der anfangs zugespitzte Scheitel ein stumpfes, ja abgestutztes Aus- sehen an, die Scheitelzelle erscheint eingesenkt. Die beiden randständigen Theilzellen eines Segmentes wachsen nicht mehr diametral auseinander, sondern divergirend nach aufwärts, zuletzt unter einem sehr spitzen Winkel und gleichgerichtet mit der Scheitelzelle. Immer mehr beschränken sich die Theilungen in den Scheitelzellsegmenten auf diese Randzellen, dieselben verhalten sich also wie selbständige neben der Scheitelzelle liegende Initialen, welche sich bald ausser durch zur Wachsthumsrichtung quere auch durch Längswände theilen. Die ursprüngliche Scheitelzelle des Triebes ist jetzt nur durch ihre grössere Breite ausgezeichnet; auch dieser Vorzug schwindet aber, indem sie sich durch Längswäude in zwei oder drei Zellen spaltet, die sich in der Form von den übrigen Initialen nicht mehr unterscheiden lassen und sich ganz wie diese theilen. Der üebergang vom Wachsthum mit einer Scheitelzelle zu einem solchen mit mehreren gleichwerthigen Initialen vollzieht sich also bei Padina allmählich. Die Keimpflanzen der Gattungen Stypopodium und Haliseris beginnen ebenfalls mit einer Scheitelzelle aus dem vielzelligen Vorkeim auszusprossen. Hier vollzieht sich aber der Üebergang in den mehrzelligen Scheitel schon sehr frühe und mehr sprungweise als bei Padina, indem die Scheitelzelle gleich durch Längswände in mehrere Initialen zerfällt. Die Keimpflanzen der bisher immer mit Aglaozonia reptans verwechselten Zonaria parcula besitzen von vorn herein keine Scheitelzelle. V. Phaeozoosporeae. 33. Reinke. Ueber die Entwickelung von Pbyllitis, Scytosiphon und Asperococcus. (Prings- heim's Jahrbücher II. Bd., S. 262-273, mit 2 Tafeln.) 1) Phyllitis Fascia Kütz. Die vom Verf. untersuchten Exemplare zeigten am Laub als Berindung eine innere Schicht kleiner , fast cubischer Zellen , der nach aussen die fünf bis sieben Zellen mächtige Zoosporen erzeugende Schicht auflagert. Der Innenkörper des Laubes besteht aus zwei an die Rinde grenzenden Schichten mittelgrosser und zwei in der Mitte liegenden Lagen grosser Zellen , zwischen denen längere oder kürzere wurmartige Zellen nach verschiedenen Richtungen hin verlaufen , die, wie es scheint, den Hyphen von Laminaria entsprechende Aussackungen der grossen Zellen sind. Die Zellen des Stiels sind in die Länge gestreckt, dicht zusammenschliessend mit einer aus kleinzelligem Parenchym bestehenden Rinde. Das Rhizom besteht ganz aus kleinzelligem Parenchym, dessen äussere Zellen zu Wurzelhaaren auswachsen. Die Zoosporen sind birnförmig, tragen am farblosen Vorderende zwei Cilien , am Hinterende einen Pigmentfleck. Nach kurzem Schwärmen 14 Kryptogamen. — Algeu. kommen sie zur Ruhe und umgeben sich mit einer festen Membran aus Cellulose. Die ersten Zoosporen liegen isolirt; indem aber die später kommenden sich an die zur Ruhe gekommenen ansetzen, bildet sich eine Anzahl von Sporenhaufen, deren jeder aus Hunderten, ja Tausenden von Zoosporen besteht. Verf. hat die Zoosporen auf hineingelegte Glasplatten sich ansetzen lassen und die Keimung sowohl bei den Sporenhaufen als bei den isolirten Sporen verfolgt. Letztere wachsen schon nach 1 — 2 Tagen an dem ursprünglichen Vorder- ende zu einem mehrzelligen Keimfaden aus, der meist einfach bleibt und durch Theilung sämmtlicher Zellen weiter wächst, nicht selten mit korkzieherartigen Windungen, Berühren sich die Keimfäden zweier oder mehrer naheliegender Zellen, so legen sie sich hier fest zusammen, die im Contact stehenden Zellen theilen sich viel lebhafter, umwinden sich und bilden ein fortwährend grösser werdendes, aus sehr zahlreichen Zellen bestehendes kugliges Knäuel. Allgemein scheinen eine oder mehrere der ursprünglichen Sporenzellen in die Knäuelbildung hineingezogen zu werden. Verf. hat nie beobachtet , dass eine einzelne Spore zu einem Knäuel herangewachsen wäre , es scheinen zu dessen Bildung immer min- destens zwei Sporen zusammenzutreten. Dagegen wachsen die einzelnen Sporen zu 6—12- zelligen Keimfäden aus. In den Zellen derselben contrahirt sich der Inhalt und tritt seitlich durch die Zellwand in's Freie, wo er als ruhende Protoplasmakugel eine Cellulosemembran ausscheidet, um in ähnlicher Weise wie die eigentlichen Sporen zu keimen. Verf. bezeichnet diese Gebilde als Secundärsporen. Die Knäuelzellen vergrössern sich langsam und nehmen eine tief braune Farbe an , nach Verlauf von 6—8 Wochen wachsen einzelne Zellen der Knäuel zu neuen Phyllitispflänzchen aus. Bei den zu Haufen vereinigten Sporen wachsen einige der am Rande liegenden Sporen zu langen Keimfäden aus, die mit einander Knäuel bilden oder sich in Secundärsporen auflösen. Die grosse Mehrzahl dieser Sporen entwickelt aber keine Keimfäden, die Zellen vergrössern nur ihr Volumen unter tiefbrauner P'ärbung des Inhalts. Die Grössenzuuahme der einzelnen Zellen erzeugt Spannungen , die vielfach zu einem blasenförmigen Auftreiben des ganzen Haufens und Zerreissen desselben führen. Die Sporen gleichen zuletzt ganz den oben beschriebenen Knäuelzellen, auch können sie wie diese zu neuen Phyllüis-ThaWomen sich entwickeln , doch vermögen dies nicht alle Sporen eines Haufens , selbst aus den grössten entsteht etwa nur ein Dutzend Pflänzchen. Die Entwickelung der Phyll it is -Fümzchen findet in folgender Weise statt. Zuerst theilt sich eine oberflächlich gelegene Zelle eines Sporenhaufens durch eine Querwand ab, die vordere Theilzelle wächst durch wiederholte Quertlieilung zu einem kurzen Zellfaden aus; die Theilungen vollziehen sich zuerst vorwiegend in der Scheitelregiou , gehen dann auf die Gliederzellen über und zuletzt verliert die Scheitelzelle sammt den nächsten darunter gelegenen Zellen die Theilbarkeit oft ganz; dann spaltet sich der ganze Zellfaden durch gleichsinnige Längswände in zwei Zellreihen, deren Zellen sich weiter durch wechselnde Längs- und Quer- theilungen vermehren, wobei die Längstheilungen im künftigen Stiel sparsamer stattfinden wie in der Spreite. Im Stiel finden zuerst auch Theilungen in der dritten Dimension statt, dann spaltet sich auch der Spreitentheil mit Ausnahme der randständigeu Zellreihen in drei Schichten, deren innere den grosszelligen Inneukörper entwickelt, während die beiden äusseren die Rinde bilden. Charakteristisch für Fhyllltis ist, dass das Wachsthum sich nicht auf eine besondere Bildungsregion oder einen Bildungspunkt localisirt; dagegen erlischt das Wachs- thum in dem oberen Theil der Lamina früher als in dem unteren. 2) Scytosiphon lomentarius Endl. Die Fructificationsorgane gleichen ganz denen von Phyllitis. Isolirte Schwärmer sah Verf. nur zu kurzen Zellfäden auswachsen. Knäuel- bildung wurde nicht beobachtet. Dagegen verhalten sich die zu Haufen vereinigten Sporen ganz wie die von Phyllitis, nehmen erst an Grösse zu und wachsen nach sechs Wochen zu jungen Pflänzchen aus. Auch hier wird zuerst ein kurzer Zellfaden gebildet, dann theilen sich die Gliederzellen dieses Fadens durch radiale Längswände erst in zwei, dann in vier quadrantisch gestellte Zellen. Durch weitere radiale Wände wird der Querschnitt achtzellig, dann theilen sich diese Octantenzellen durch tangentiale Wände, wodurch Innengewebe und Rinde gesondert werden; die erstere theilt sich weiter durch Wände, die radial oder senk- recht zur Axe des Thallus stehen, erst später zerfällt sie durch tangentiale Wände in eine innere und äussere Schicht; aus der letzteren bilden sich die Mutterzellen der Sporen. Die Phaeozoosporeae. 1 5 Bildung des Hohlraums im Innern erfolgt später. Abgesehen von der äussersten Spitze der Pflanze, deren Zollen zuerst auswachsen und später oft abgeworfen werden, zeigen die Zellen des gesammten Thallus eine lang andauernde Theilbarkeit , so das^ von einem besondern Bildungspunkte keine Rede sein kann. Verf. bestätigt zwar die Angabe Janczcwski's, dass die Entwickeluug der Sporenzellen au der Spitze des Thallus beginnt und basipetal fort- schreitet, läugnet aber entschieden, dass an der Basis des Thallus ein besonderer "Vegetations- punkt gelegen ist, wie dies Janczewski behauptet. (S. Jahresber. f. 1875, S. 15.) 3) Äsperococeus comiwessus Gr. und ramosissimus Zan. Die Gattung Asperococcun unterscheidet sich von den beiden bisher besprochenen dadurch, dass nur gewisse über den Thallus zerstreute Gruppen von Zellen der Fortpflanzung dienen. Die Zellen eines solchen Sorus schwellen an, treten über die Fläche des Laubes hervor und bilden aus ihrem Inhalt zahlreiche kleine Schwärmer. Auch die Schwärmer von Asp. compressus zeigen die Neigung, sich zu grösseren Haufen zu vereinigen; die isolirten Sporen treiben ein oder zwei gegliederte Keimfäden, die sich verzweigen können und die sich in dichter Verschlingung um einander wickeln. Auch die gehäuften Sporen wachsen und theilen sich, soweit es der Raum gestattet. Zuletzt entwickeln sich aus einzelnen Zellen kleine ^sj^erococcMS -Pflänzchen, ganz in der Weise wie bei FhylUtis. Die Spitze des Thallus hört auf zu wachsen, wenn sie 2—6 Zell- reihen breit ist, während das anfänglich einschichtige Gewebe des übrigen Thallus in der ganzen Fläche lebhafte Zellvermehrung aufweist, und zwar eine ungemein regelmässige Quadrattheilung. Pflänzchen von 1 mm Laugen zeigen bereits eine Differenzirung in Stiel und Spreite, solche von 1 cm sind bereits dreischichtig. Das Flächenwachsthura des Thallus erlischt schliesslich von der Spitze nach der Basis. Äsperococeus ramosissimus Zan. zeigt eine sehr mannichfache Verzweigung; man findet neben normalen, acropetal sich folgenden, auch zahlreiche adventive Zweige. Die Zweige, welche zahlreiche gegliederte Haare mit basalem AVachsthum tragen, zeigen das ausgeprägteste Spitzenwachsthum, sie laufen in eine einzige Zelle aus, die an älteren Zweigen ein oder auch mehrere Haare trägt. Sowohl in der Scheitelzelle, wie in den dahinter liegenden Gliederzellen finden die lebhaftesten Quer- theilungen statt ; weiter nach rückwärts werden diese Gliederzellen durch sich kreuzende Längswände in vier Quadranten getheilt, welche nach nochmaliger Quertheilung die Zellen des später hohlen Innenkörpers abgliedern und durch fernere Flächentheilung längs und quer die Verdickung der Zweige vollziehen. Die normalen wie die adventiven Aeste werden durch Auswachsen einer Oberflächenzelle angelegt. Verf. bringt am Schluss unter dem Titel „sexuell oder nicht" einen Abschnitt, worin er die Frage aufwirft, ob die von ihm beobachteten Erscheinungen, die der Erzeugung junger Pflanzen vorangehen, nämlich die Ansammlung der ruhenden Schwärmer zu Haufen, sowie die Knäuelbildung benachbarter keimender Zoosporen bei FhylUtis als eine Art sexueller Befruchtung anzusehen sind. Er glaubt diese Frage bejahen zu dürfen. M. Gobi, lieber einen Wachstiiumsmodus des Thallus der Phaeosporeen. (Bot. Ztg. 1877, No. 27.) üladosiphon holticuvi Gobi (vgl. Jahresber. f. 1874, S. 14) besitzt einen röhren- förmigen Thallus, der selten einfach ist, öfter aber eine sehr geringe Zahl von Aesten besitzt, die ordnungslos an dem Hauptstarame zerstreut stehen. Der innere röhrenförmige Hohl- raum verschmälert sich allmählich zur Basis der Alge und schwindet zuletzt in geringer Entfernung der Haftscheibe, mit der die Alge an das Substrat befestigt ist; hier ist ein kurzes und schmales Stück des Thallus solid. Auch die noch wachsenden Aeste sind an ihrer Basis solid; bei den ausgewachsenen geht der Hohlraum unmittelbar in den der Hauptaxe über. Die Zellen des soliden basalen Stückes sind viel kleiner als die unmittelbar höher- liegenden , die den Hohlraum des Thallus umgeben; sie sind auch viel dichter zusammen- gedrängt als letztere. Alles dies weist darauf hin, dass das Wachsthum der Zellen, sowie auch die Entstehung des röhrenförmigen Hohlraums von der Basis an zum Scheitel der Alge fortschreitet. Dafür spricht auch, dass die an der äusseren Oberfläche des Thallus stehenden uniloculären Sporangien, je näher der Basis, um so weniger entwickelt sind; das- selbe gilt auch für die kurzen perlschnurartig entwickelten Fäden, welche die äussere Schicht des Thallus bilden. Das Wachsthum des Thallus von Ciados. haUicum gehört demnach zu j-ß Kryptogamen. — Algen. derjenigen Modification des basalen Wachsthums , welche Janczewski (s. Jahresber. f. 1875, S. 13) als basales Wachsthum bezeichnet. Dagegen wächst jeder einzelne der perlschnur- artigen Fäden, welche die Aussenschicht des Thallus bilden und das peripherische Wachs- thum desselben vermitteln, an der Spitze, und dies giebt dem Verf. Anlass, das Wachsthum von Cl. baUicum als nach einem besondern Wachsthumsmodus erfolgend anzusehen. Verf. glaubt den gleichen Wachsthumsmodus auch bei Leatliesia annehmen zu dürfen. Er fand nämlich, dass der basale Theil einer sehr kleinen Leatliesia difformis Aresch. aus dicht aneinanderliegenden Fäden zusammengesetzt war , bei denen die kürzesten Zellen an der Basis lagen, und glaubt daraus schliessen zu dürfen, dass die Zelltheilung an der Basis der Fäden erfolgt und dass die kürzesten basalen Zellen zugleich die jüngsten sind. Der peripherische Wachsthumsmodus, den Janczewski der Gattung Leathesia ausschliesslich zu- schreibt, soll erst später auftreten. 35. Gobi, lieber einige Phaeosporeen der Ostsee und des Finnischen Meerbusens. (Bot. Ztg. 1877, No. 33 u. 34.) Dieser Aufsatz ist eine Erwiderung auf die Bemerkungen, die Areschoug zu der im Jahre 1874 erschienenen Arbeit des Verf. über die Brauntange des Finn. Meerb. in den Botanisk. Not. 1876, No. 2 gemacht hat. (Vgl. Jahresber. f. 1874, S. 14.) Verf. hat überall seine Exemplare mit denjenigen des von Areschoug selbst heraus- gegebenen Herbariums der scandinavischen Algen verglichen. Er bespricht folgende Algen : 1) Dictyosiplion tortilis (Kupr.). Die von Gobi so benannte Form ist identisch mit Aphanarthron suharticulatum Aresch. , d. h. Dictyosiphon foeniculaceum Huds. var. sub- articulatum Aresch. = Phloeospora subarticulata Aresch. (Herb. Aresch. No. 318 , fasc. VU u. Vni ser. nov.), in welcher Areschoug jetzt eine andere Form erkennt, die er früher mit der ächten I'lüoeospora subarticulata Aresch. (No. 318, fasc. II u. IH ser. nov. seines Herbars) verwechselt hatte. Da die Fructificationsorgane, die Areschoug entdeckt hat, sich wirklich von den Fructificationsorganeu von Dictyosiphon unterscheiden, so ist damit die Selbständigkeit der besprochenen Form gesichert. Gobi bemerkt noch , dass der Thallus dieser Alge nach dem trichothallischen Wachsthumsmodus wächst, wie er nach Janczewski bei allen Uctocarpus, Streblonema, Tilopteris, Desmarestia vorkommt. 2) Sphacelaria radicans (Dillw.) Ag. Areschoug meint, dass die Form, welche Gobi so benennt, eine forma corticata et radicans Sj)hacelariae cirrhosae Roth ist, und fügt hinzu, dass die von Grunow neu aufgestellte Sph. Clevei (Bot, Notiser 1874) dieselbe Form sei. Verf. bestätigt nun, dass auch die ächte Sph. cirrhosa (Roth) Wurzelfäden besitzen kann, welche die Hauptstämme. und Aeste als eine filzige Rinde umgeben. Die von ihm unter- suchte Form aus dem Finnischen Meerbusen unterscheidet sich von S2)h. cirrhosa aber durch die Anordnung der uniloculären Sporangien. Bei Sph. cirrhosa (Roth) sitzen diese einzeln zerstreut an den gewöhnlichen Aesten und dabei auf kaum sichtbaren Stielchen , während bei der vom Verf. untersuchten Form die Stielchen immer mehr oder weniger verlängert und gewöhnlich mit den auf ihnen gruppenweise zu 2—6 und mehr sitzenden Sporangien auf kurzen und dabei dünnen Aestchen (Kurztrieben) vertheilt sind. Ausserdem fructificirt diese Form im Frühling ja vielleicht schon Ende Winters, während Sph. cirrhosa (Roth) besonders häufig im Juli , August und September fructificirt. Darum bezeichnet jetzt Verf. jene Form vorläufig als Sph. intermedia (forsan Sphacelariae radicantis [Dillw.] Ag. forma valide evoluta), lieber ihr Verhältniss zur Ä/;/t. Clevei Grunow lässt sich nichts Bestimmtes sagen, da Grunow von den Fructificationsorganeu der von ihm neu aufgestellten Form schweigt. 3) Die sämmtlichen vom Verf. gesammelten Elachistea-Foimen gehören zu Elachistea fucicola (Velley) Fries. 4) Ralfsia verrucosa Aresch. Die von Gobi so benannte Pflanze ist, wie Areschoug bemerkt, „vielleicht Lithoderma fatiscens Aresch. forma tenera maris orientalis a me copiose lecta et Lithoderma baUicum in manuscr. nominata". Nach Verf. stimmt aber die von ihm gesammelte Form im anatomischen Bau vollkommen mit Balfsia verrucosa überein, der Thallus ist nur etwas dicker und stärker entwickelt. Ausserdem kann aber die von Areschoug aufgestellte Gattung Lithoderma nicht als zu Recht bestehend anerkannt werden: denn Phaeozoosporeae. 1 7 wenn bei einer von zwei anatomisch ganz gleich gebauten Formen einstweilen nur die uniloculären Sporangien bekannt sind (wie bei Ealfsia), bei einer andern aber ausserdem auch die pluriloculären (wie bei Lithoderma Aresch.), so kann man daraufhin nicht wohl beide Formen in gesonderte Gattungen bringen. 5) Ueber Cladosiplion lalticum Gobi sagt Areschoug Gl. baltieum Gobi a Cladosiphone longissime distat. Est DkUjosiphon (Coüonema) Chordaria var. simplicmscula Aresch. Aus dem oben besprochenen Aufsatz (s. No. 34) geht indessen hervor, dass Cl. baltieum ein rein basales Wachsthum besitzt, während Dictyosiphon foenicidacens Grev. vermittelst einer terminalen Scheitelzelle wächst. Beide Pflanzen können daher unmöglich in eine Gattung gestellt werden. Auch der anatomische Bau beider Formen ist ein ganz verschiedener und sie stimmen nur in dem röhrenförmigen Thallus überein. Aber während die Zellen, welche die Wand des röhrenförmigen Thallus von Dictyosiphon bilden , dicht neben einander liegen, liegen sie bei Cl. baltieum sehr locker. Auch bilden die äusseren Zellen des Thallus von Dictyosiphon eine zusammenhängende Hautschicht, und jede derselben kann sich in ein uniloculäres Sporangium verwandeln; dagegen bilden die äusseren Zellen des Thallus von Cladosiphon keine wirkliche Hautschicht, sondern sie bilden nur die End- zellen der früher (unter No, 34) erwähnten perlschnurartigen Fäden und berühren sich gegenseitig nur leicht, ohne mit einander verwachsen zu sein. Diese Fäden wachsen aus einer inneren parenchymatischen Schicht empor, aus welcher auch die uniloculären verkehrt eiförmigen Sporangien hervorsprossen. Der Thallus von Cladosiphon haUicmn ist somit ähnlich gebaut, wie der von Mesogloea, nur dass er bei dieser Gattung solid, nicht röhren- förmig ist. Nach Untersuchung des von Areschoug herausgegebenen Herbars der scandi- navischen Algen hat sich Verf. überzeugt , dass die von ihm als Dictyosiphon (Coilonema) Chordaria var, simpliciuscida bezeichnete Alge (No. 323 fasc. VH u. VHI ser. nov.^ identisch ist mit Cladosiphon baltieum Gobi, Auch die im genannten Herbar als Dictyosiphon (Coilonema) Mesogloea Aresch. bezeichnete Form ist ein Cladosiphon. 7) Dictyosiphon foeniculaceus Grev. Areschoug meint, dass von den beiden Formen A. u. B., die Gobi hierzu rechnet, nur eine richtig benannt ist, die andere aber zu Dictyo- siphon hippuroides (Lyngb.) Aresch. gehört. G. hält indessen nach Vergleichung mit dem Areschoug'schen Herbar an der von ihm gewählten Bezeichnung fest. 36. Rjellman. üeber eine neue Tilopteridee. (S, u.) Scaphospora nov. gen. Thallus filiformis, ramosus, maxima ex parte unica cellu- larum serie constructus (monosiphonius) , inferne polysiphonius; oosporangia singula, sporas singulas generantia, thallo aliquantum immersa, bipartitione longitudinali cellularum ramorum formata (cellularum hac bipartitione cellulae natarum altera sterüis evadit, altera in oospo- rangium transformatur). Zoosporangia (antheridia ?) in eodem specimine ac oosporangia obvenientia, cellulis numerosis in seriebus longitudinalibus et transversis dispositis contexta. Von diesem Genus wird eine Art Sc. arctica Kjellm. aus der Jugor'schen Str. (südl. von der Wajgatschinsel) beschrieben. Als eine zweite Art rechnet Verf. zu diesem Genus die früher (Scand. Ect. och Tilopt.) von ihm als Capsicarpella speciosa bezeichnete Art. Die andere Art von CapsicarpeUa , C. sphaerophora (früher Ectocarpus sphaerophorus) gehört zu den Ectocarpeen. Verf. giebt ihr aber jetzt aus technischen Gründe den Genus- namen Isthmoplea. 37. Wright. On a Rhizophydiam parasitic on Ectocarpus with Notes on the fractification Of the Ectocarpi. (Transact. of the royal irish. acad. Vol. XXVI. p. 369 f., mit 1 Taf., vgl. auch Grevillea Vol. VI, p. 69.) Verf. beschreibt diese neue Chytridiee wie folgt: Ehizophydimn Dicksonii (spec. nov.) einzellig, erst von kugelförmiger Gestalt, aber während des Wachsthums eine unregelmässige, oft verlängerte Form annehmend, lebt in den Zellen von Ectocarpus granulosus und verunstaltet dessen Fäden. Die zahlreichen Zoosporen werden durch eine oder zwei Oefifnungen entlassen; gesammelt vom Verf. bei Ilowth unweit Dublin. Verf. fand an Ect. granulosus die zwei Arten von Fruchtorganen, die Thuret als Oosporangia und Trichosporangia unterschieden hat. In den ersteren zerfiel das farblose Protoplasma durch simultane Theilung in eine grosse Menge kleiner kugliger Sporen; öach BotAiiischer Jahresbericht V. 2 18 Kryptogamen. Algen, einiger Zeit änderte sich die Gestalt des Oosporangiums, es verlängert sich zu einem röhrigen Fortsatz, der aus dem E'cfocmp MS-Faden hervorragt. An der Spitze dieses Fortsatzes bildeten sich eine oder zwei kreisförmige Oeffnungen, durch welche die Zoosporen austraten. Diese besassen eine lange Cilie. Einige Tage später reiften auch die Trichosporangien, die austretenden Zoosporen besassen den gewohnten Bau der Zoosporeu von Ectocarpus und waren mit zwei Cilien versehen. Auf Grund dieser Beobachtung erklärt nun Verf. die eben als Oosporangieu bezeichneten Organe als von einem Chytridium bewohnte Zellen von Ecto- carpus. Die Keimung der Zoosporen desselben hat er indessen nicht beobachtet, und nach Meinung des Ref. müsste die Art der Keimung noch constatirt werden, um die Ansicht des Verf. vollkommen sicher zu stellen. Verf. vermuthet aber noch, dass mehrere bisher als Oosporangieu bezeichnete Organe von Ectocarpus ihr Dasein parasitischen Chytridieae ver- danken; er nennt besonders folgende Species: E. pusillus Griff., E. criniUis Carm. , E. spliaeropJwrus Carm. VI. Florideae. 38. Sirodot. Rapports morphologiques entre les antherldies et les sporules developpees dans la ramification verticillee d'une forme particuliere de Batrachospermum monili- forme. (Comptes rendus de l'acad. des sciences T. 84, p. 683.) Die BatracJiospermen bilden die geschlechtliche Generation der Chantransien. Letztere vermehren sich durch einzellige Organe, Sporulen. Die Batrachospermen selbst sind einjährig oder ausdauernd. Erstere vermehren sich nur durch die geschlechtlich erzeugten Oosporen; letztere besitzen aber ausserdem auch ungeschlechtliche Vermehrungs- organe, Sporulen. Diese finden sich meist nur an dem basalen prothallusartigen Körper der Pflanze; ausnahmsweise fand sie Verf. aber auch an den Zweigen, an denen die geschlecht- lichen Organe auftreten. In letzterem Falle zeigen sie ganz dieselbe Lage und Anordnung wie die Antheridien. Bei dem typischen Batr. monüiforme stehen die Antheridien in Büscheln an den Enden der seitlichen oder terminalen Zweige der wirtelartigen Verzweigung. Nun fand Verf. bei einer Varietät dieser Pflanze folgende exceptionelle Erscheinungen: 1) Bei sterilen Pflanzen findet man an den Enden der Zweige statt der Antheridien einzellige ungeschlechtliche Vermehrungsorgane, die Sporulen. 2) Bei kräftigerei^ Exemplaren mit sparsam vorhandenen Geschlechtsorganen findet man die Antheridien in der Mitte von Sporulen. 3) Endlich findet man an kräftigen und fruchtbaren Exemplaren alle möglichen Uebergänge von Sporulen zu Antheridien. Aus diesen Erscheinungen könnte man , wie Verf. bemerkt , schliessen , dass die Sporulen eine Art unvollkommener Entwickelungsstufe der Antheridien darstellen. 39. Julius Klein. Algologische Mittheilungen. (Flora 1877, No. 19.) 3) üeber Siebröhren bei Florideen. Bei Halopithys pinastroides Kg. enthalten die Zellen der mittleren Zellreihen nur protoplasmatische Stoffe, während die Nachbarzellen viel Stärkekörner enthalten und Plasma nur als Wandbelag zeigen. Die Querwände dieser Zellen zeigen einzelne kreisförmige Flecken oder Tüpfel, die vielleicht wirkliche Löcher sind. Der Theil der Querwand, der diese Tüpfel enthält, ist durch eine deutliche Contour von einer schmalen äusseren Zone dieser Quer- wand geschieden. Dieser umgrenzte mittlere Theil bleibt bei Behandlung mit Jod und Schwefelsäure gelb, während alle andern Zellmembranen (bis auf die äusseren Partien der Oberhautzellen) bei dieser Behandlung eine blaue Farbe annehmen. Bei Lophura (tenuis ? Kg.) ist ebenfalls die mittlere Zellreihe mit dichtem Plasma erfüllt, während die Nachbarzellen Stärke enthalten. Hier sind die Querwände dieser Zell- reihe wirklich durchlöchert , indem jede eine grössere centrale Oeffnung besitzt , durch welche ein ziemlich dicker Protoplasmastrang verläuft und so eine Verbindung des Plasmas der einzelnen Zellen vermittelt. Florideae. 19 40. Reinke. Ueber die Geschlechtspflanzen von Bangia fasco-purpurea Lyngb. (Prings- heim's Jahrbücher 11. Bd., S. 274-280, mit 2 Tafeln.) Verf. fand die geschlechtlichen Pflanzen von B. fuseo-purpurea in Neapel zu Anfang Deceinber. Der unterste Theil der Fäden dieser Bangia ist zu einem Rhizom umgebildet, indem die "Wände der hier stets nur in einer Reihe liegenden Zellen zu breiter Gallerte aufquellen und aus jeder einzelneu farblose hyphenartige Schläuche hervorwachsen , die in der Gallerte der äussern Zellwand abwärts dringen und die Pflanze am Substrat befestigen helfen. "Während diese Rhizomzellen keiner Theilung fähig sind, trifft man weiter oben die Gliederzellen in lebhafter Theilung begriffen. Es finden sowohl Quer- wie Längstheilungen statt, so dass der Faden bald aus mehreren Längsreihen von Zellen besteht. Im obersten Theile der Fäden sieht man in der Flächenansicht zahlreiche mehr oder weniger gerundete Zellen neben einander liegen, in einigen Fäden grösser und purpurroth gefärbt, in anderen kleiner und röthlichgrau , jenes sind weibliche, dieses männliche Fäden. Die weiblichen Fäden bestehen auf dem Querschnitte aus einer grösseren Anzahl keilförmiger Zellen, deren Wände aber nicht alle die Mitte des Fadens erreichen ; indem die späteren Längswände sich unter schiefem "Winkel an die früheren anlegen ; auch die späteren Querwände liegen schief. In den männlichen Fäden vollziehen sich die Theilungen anfangs ebenso wie in den weib- lichen , allein die Färbung wird nach oben heller , schwindet zuletzt fast ganz und die Theilungen gehen weiter, es entstehen äusserst schmale Keile, die endlich dnrch tangentiale Theilung in die Spermatozoidmutterzellen zerfallen. Sind die weiblichen Fäden geschlechts- reif, so quellen ihre Zellwände zu Gallerte auf, die Zellen selbst treten auseinander; sie sind keilförmig, membranlos und bestehen an ihrem spitzen Theile aus farblosem körnigen Plasma, während in ihrem dickeren Theile ein nicht ganz scharf umschriebener Zellkern von einem rothen Pigmentfleck verdeckt wird. Diese Zellen, die "Verf. Eier nennt, zeigen keine spontane Bewegung. Au den männlichen Fäden, die weniger zahlreich sind als die weiblichen, vollzieht sich der gleiche Process; auch hier verflüssigen sich die "Wände und die Zellen brechen in dichter "Wolke hervor, um während des Freiwerdens durch Tetraden- bildung in die Spermatozoiden zu zerfallen. Diese sind kleine , membran- und farblose Plasmakugeln, die weder Cilien besitzen, noch irgend eine Bewegung zeigen. Verf. fing nun auf Objectträgern. die er in das "Wasser stellte, in welchem Bangia-Rasen sich befanden, sowohl Eier wie Spermatozoiden auf. Die frei zwischen den Eiern liegenden Spermatozoiden waren sehr bald desorganisirt, ohne eine Spur von Keimung zu zeigen. Auch die grosse Mehrzahl der Eier ging ohne weitere Veränderungen zu Grunde. Ein geringer Theil derselben hatte sich aber kuglig zusammengezogen und eine Cellulose-Membran ausgeschieden. Nach Ver- lauf einer Woche wuchsen aus den letzteren ein oder mehrere farblose, von feinkörnigem Plasma erfüllte Wurzelhaare hervor, die sich später durch Querwände septirten. Verf. suchte nun durch wiederholte Beobachtungen festzustellen, ob eine Verbindung zwischen Eiern und Spermatozoiden stattfindet. Er fand zwar häufig Spermatozoiden an verschiedenen Stellen den Eiern anliegen, doch schien dies eine zufällige Erscheinung zu sein. Dann fand er aber auch Zustände , wo die Eier an ihrem vorderen zugespitzten Ende einen Tileineii Knopf trugen; er glaubt nun, namentlich wegen der Analogie mit der Art, wie das Trichogyn der Florideen befruchtet wird, dass wir es hier mit einer Copulation der Spermatozoiden mit den Eiern der Bangia zu thun haben; jedenfalls zweifelt er nicht an dem Vorgange einer geschlechtlichen Einwirkung und an der Richtigkeit der Deutung der beiderlei Fort- pflanzungszellen als Eier und Spermatozoiden. Die dünnen farblosen Keimschläuche der befruchteten Sporen verlängern und verzweigen sich, die Spore selbst vergrössert sich nicht merklich, in den meisten traten ein oder zwei Scheidewände auf und der dunkel purpur- rothe Inhalt sonderte sich in noch mehr Portionen. In der letzten Woche des März, wo Verf. die Untersuchungen abbrechen musste, fand er verschiedene Dauersporen entleert, ohne bestimmen zu können, was aus dem Inhalte geworden war. Er vermuthet, dass aus den Dauersporen eine ungeschlechtliche Generation hervorgeht, deren Vegetationsperiode in den Sommer fällt. In einer Nachschrift beschreibt Verf. eine von Helgoland erhaltene ungeschlechtliche Form von Bayigia ftisco-pmyurea. Die geschlechtslosen Sporen werden wie die Eier aus- 2* 20 Kiyptogaraen. — Algen. gestossen und zeigen dann dieselbe amöboide Bewegung, wie sie Jauczewski für die Sporen von Porphyra beschreibt; bald aber wachsen sie zu einem gewöluüicben Bangia- Faden heran. VII. Characeae. 40a. Trimen. Ohara fragifera as a british plant. (Journ. of Botany ed. by H. Trimen New. Ser. Vol. VI, 1877, p. 353, mit 1 Taf.) Beschreibung und Abbildung dieser in der Nähe von Penzauce und an andern Orten in Cornwall gefundenen Ohara. VIII. Chlorozoosporeae. 41. De Bary and Strassburger. Acetabularia mediterranea. (Botanische Zeitung, 1877, No. 45, 46, 47; mit einer col. Tafel.) (Verf. haben unabhängig von einander beobachtet und theilen ihre Beobachtungen in gesonderten Aufsätzen mit. Die Beobachtungen De Bary's beziehen sich auf die gesammte Entwickelung der Pflanze, die er nahezu vollständig, jedoch mit Ausschluss der Paarung der Schwärmer verfolgte. Letztere wurde von Strassburger entdeckt und wird von ihm beschrieben.) Acetabularia mediterranea ist eine einzellige Pflanze, die im erwachsenen Zustande ihrer Hauptmasse nach einen gestielten Schirm darstellt. Das untere Ende des Stiels sitzt dem Substrate am Meeresboden an, und zwar vermittelst eines W^irtels kurzer, lappig ver- zweigter Aussackungen, deren Gesammtheit Verf. als Fuss bezeichnen. Die Membran der A. mediterranea ist im erwachseneu Zustande von kohlensaurem Kalk dicht durchlagert. Regelmässig radial gestellte plattenförmige Vorsprünge der Membran theilen den Schirm in meist 75—90 annähernd gleiche Kammern, welche nur über der Stielinsertion mit einander in offener Communication stehen. Die Aussackungen, welche den Fuss bilden, stehen in einem unregelmässigen Wirtel rings um den unteren Theil des Stieles, sie stellen aber nicht das untere Ende des letzteren dar. Vielmehr setzt sich dieser zwischen den Krallen des Fusses, an diesem Orte stark eingeschnürt, noch weiter nach abwärts fort, in Form einer meist lappig verzweigten, immer zartwandigen, meist blind geschlossenen Blase, welche etwa 1 mm lang wird; dieser von den bisherigen Beobachtern übersehene Theil wird von De Bary als Basalstück bezeichnet. Das Basalstück ist immer mit Kalk incrustirt und mit dem Substrate fest verbunden, so dass der Bau desselben erst nach Entfernung des incrustirendeu kohlensauren Kalkes erkennbar ist. A. mediterranea ist eine Pflanze von mehrjähriger, jeder schirmtragende Stiel aber von einjähriger Dauer. Am Ende der Vegetationsperiode sterben unter den normalen Lebensbedingungen die oberen Theile der Sprossen ab, nur der unterste, gewöhnhch aus Fuss und Basalstück bestehende Theil der Pflanze bleibt lebendig. Er wird durch eine nach oben convexe Querwand geschlossen, die erst am Ende der Vegetationszeit auftritt. Sie liegt meist dicht über dem Fuss, kann aber in seltenen Fällen auch höher und tiefer liegen. In der folgenden Vegetationsperiode wölbt sich die Querwand zuerst aufwärts, spitzt sich zu und wächst zu einem cylindrischen Schlauche aus, welcher sich später wieder zum Schirmspross ausbildet. Dieser periodische Wechsel des Abwerfens und Wieder- austreibeus der Schirmsprosse wiederholt sich eine nicht genauer anzugebende Anzahl von Jahren hindurch und erreicht wahrscheinlich sein Ende mit der Sporenbildung, nach welcher die Pflanze völlig abstirbt. Das Basalstück behält immer seine ursprüngliche Wanddicke, während die Schirmsprossen bei jeder jährlichen Neubildung dickwandiger werden. Während der winterlichen Ruhezeit ist das Basalstück strotzend mit Stärkekörnern erfüllt, die währeud des Austreibens des Schirmsprosses zum grössten Theile verschwinden. In starken, mehrere Jahre alten Schirmsprossen findet im Laufe des Sommers in den Kammern des Schirmes die Sporenbildung statt, und zwar gleichzeitig in allen Kammern des Schirms. Zunächst treten in dem dichten an Chlorophyllkörnern reichen wandständigen Protoplasma zahlreiche farblose runde Flecken auf. Dann trennt sich das chlorophyllreiche Protoplasma in ebensoviel Portionen, als Flecken vorhanden sind, wobei jeder Fleck als Anziehungsmittelpunkt erscheint, also einem Zellkern entspricht. Diese Plasmaportionen Chlorozoosporeae. 21 runden sich ab, treten von der Wand in den Innenraum der Scliirmkammern , nehmen hier allmählich ihre definitive ellipsoidische Form an und umgeben sich mit einer festen Membran. Man kann 100 als die Durchschnittszahl der in einer Kammer gebildeten Sporen annehmen ; dies giebt bei 80 Kammern 6000 Sporen für den ganzen Schirm. Durch die allmähliche Zerbrockelung der spröden Membran des Schirmes gelangen die Sporen in's Freie. Die reifen Sporen sind cllipsoidisch mit breit abgerundeten Enden , der Längendurchmesser beträgt im Durchschnitt 0,095 mm, der grösste Quei durchmesser 0,070 mm. Die Sporen sind mit einer farblosen 0,006—0,008 mm dicken Membran versehen. Derjenige kreisrunde Membranabschnitt, der die eine Endfläche der Sporen bedeckt, springt mit seinem Rande etwas über die sonst glatte Innenfläche der Wand nach innen vor, dicht aussen von diesem Vorsprang geht ein zarter, cylindrisch ringförmiger Radialstreifen quer durch die ganze Dicke der Wand von der Innen- zur Aussenfläche. Der durch diesen radialen Streifen ab- gegrenzte runde Wandabschnitt wird von De Bai*y als Deckel bezeichnet. Die Innenfläche der Wand wird von einer dicken, durch Chlorophyll grün gefärbten Protoplasmaschicht bedeckt, welche zahlreiche Stärkekörner enthält; der innere Raum der Spore wird von einer wässrigen, farblosen Flüssigkeit eingenommen, in welcher eine Anhäufung kleiner rother Pigmentkörper liegt. Die Keimung der Sporen besteht darin, dass in jeder zahlreiche Schwärmer gebildet werden, die nach Abwerfung des Deckels in's Freie treten. Das Protoplasma der Spore wird zunächst feinkörnig, die Amylumkörner werden aufgelöst, dann treten hellere Flecke in relativ geringer Anzahl auf, die dann schwinden und durch zahlreiche andere ersetzt werden, die dicht gedrängt seitlich aneinander stossen. Später schwinden auch diese Flecken wieder. Der Inhalt der Sporen zerfällt aber gleichzeitig in zahlreiche polygonale, dicht aneiuanderschliessende Zellen. Die^e runden sich weiterhin etwas ab und bilden sich zu Schwärmern aus. Die Spore öffnet sich, indem der Deckel durch den Druck des anschwel- lenden Inhaltes gehoben wird; nur selten wird er ganz abgestossen, gewöhnlich bleibt er an einem Punkte, wie an einem Charniere, befestigt. Ein Theil des Inhaltes der Spore tritt nun hervor von der innersten gequollenen Schicht der Spore umfasst ; er rundet sich gleich nach dem Austreten ab; da der grössere Theil des Inhaltes in der Spore bleibt, so hat jetzt die ganze Inhaltsmasse eine kürbisflaschen förmige Gestalt; auf diesem Zustande verharrt das Ganze eine Weile. Dann berstet plötzlich die gequollene ümhüllungsmembran des hervor- getretenen Inhaltes, alle Schwärmer, welche denselben bildeten, lösen sich von einander und eilen davon ; dann folgt meist unverzüglich die Entleerung des im Innern der Spore zurück- gebhebenen Theiles. Die ausgeschlüpften Schwärmer sind eiförmig, etwa 0,008 mm lang und 0,00-1 mm breit, an dem einen Ende farblos, spitz und in zwei feine Cilien von etwa der doppelten Körperlänge ausgezogen, in dem breiten abgerundeten Theile enthalten sie einige bräunlichgrüne Chlorophyllkörner und nach dem farblosen Ende zu einen wandständigen rothen Pigmentfleck. Die Bewegung ist sehr lebhaft und von ungleicher Dauer, indem die Schwärmer manchmal schon 4 Stunden nach dem Ausschlüpfen zur Ruhe kommen, in ein- zelnen Phallen aber noch 24 Stunden nachher in Bewegung sind. Bringt man Sporen in einem passenden Behälter unter das Mikroskop, so kann man die Entleerung, die Bewegung und das Zurruhekommen der Schwärmer leicht beobachten ; man findet dann , dass in den meisten Fällen die Schwärmer, nachdem sie zur Ruhe gelangt sind, desorganisirt werden und zu Grunde gehen. Sie sind nämlich nur nach vorausgegangener Copulation der Weiter- entwickelung fähig. Diese Copulation findet aber , wie Strassburger gefunden hat , nur zwischen Schwärmern statt, die zwei verschiedenen Sporen angehören. Str. beobachtete, dass bei gleichzeitigem Oeffnen zweier benachbarter Sporen sich haufenweise Ansammlungen von Schwärmern bildeten, in denen die Copulation dieser vor sich geht. Sie stossen gewöhnlich mit den vorderen Enden aufeinander , legen sich aber sofort seitlich gegen einander um, worauf die Verschmelzung erfolgt, die an der Spitze beginnt und sich bald über die ganze Seite erstreckt. Doch kann die Vereinigung auch bei abweichender Lage der beiden Schwärmer erfolgen , es können ausnahmsweise auch mehr als zwei Schwärmer mit einander verschmelzen. Die copulirten Schwärmer, die nunmehr vier Cilien besitzen, fahren fort zu schwärmen; ihre Bewegung dauert länger als die der unverbunden gebliebenen. Zuletzt 22 Kryptogamen. — Algen. runden sie sich ab, dann schwinden die vorderen farblosen Flecke und die Cilien, und wir haben eine von Chlorophyllkörnern grün gefärbte Kugel mit den beiden Pigmentflecken der bei der Copulation zusammengetretenen Schwärmer vor uns. Diese Kugeln umgeben sich nach einiger Zeit mit einer zarten Cellulosenmembran. Strassburger bezeichnet die copu- lirenden Schwärmer als Gameten, das Product ihrer Paarung als Zygote. Während Strassbui^ger, der seine Beobachtungen Ende October in Spezzia anstellte, eine fünfmonatliche Ruheperiode der Zygoten angiebt , beobachtete De Bary bei seinen Zimmerculturen das sofortige Keimen derselben; sie wuchsen rasch zu Schläuchen heran, die anfangs oval oder cylindrisch gerundet sind, bald aber Keulenform annehmen, mit einem verschmälert conischen und einem abgerundeten breiteren Ende; das erstere ist die Spitze, das letztere die Basis der Keimpflanze. Die Schwärmer sind specifisch leichter als das See- wasser, sie kommen an der Oberfläche des Wassers zur Ruhe. Auch die jungen Keim- pflanzen sind anfangs specifisch leichter als Seewasser, erst wenn sie eine Länge von etwa 1 mm erreicht haben, ändert sich das Verhältniss, sie sinken zu Boden mit abwärts gerich- tetem Basalende. Die Befestigung der Keimpflanze auf dem Substrat am Meeresgrunde geschieht im Freien erst durch die Kalkincrustation , wodurch die Oberfläche der Basis an das kalkreiche Substrat (Muschelschaalen u. dergl.) gleichsam angeklebt wird; der P'uss kommt erst viel später als Haftorgan hinzu. Bei der weiteren Entwickelung der Keim- pflanzen nehmen die Basalstücke an ihrem freien Ende an Breite zu, erhalten auch hie und da unregelmässige Ausbuchtungen und kurze gekrümmte Zweige. Die anfangs sehr schmal conischen Spitzen wachsen in acropetaler Richtung zu cylindrischen, an den Enden' conisch verjüngten Schläuchen heran, welche etwa denen einer Vaucheria ähnlich sind und sich vom Substrat senkrecht oder schräg aufwärts erheben. Das Wachsthum ^geht ziemlich rasch vor sich, da die stärksten Keimpflanzen von Schwärmern, die am 30. Juni entleert worden waren, bis Ende October über 5 mm lang und borstendick waren. Die Keimpflanzen besitzen in diesem jugendlichen Zustande eine glatte, nicht merklich mit Kalk incrustirte Membran. Sie wird im Innern von einer hyalinen Protoplasmaschichte ausgekleidet, welche zahlreiche anastomosirende , dichter körnige und stärker nach innen vorspringende Längs- streifen zeigt. Einzelne anastomosirende Protoplasmafäden gehen schräg durch den saft- erfüllten Mittelraum von einer Seite zur andern. Dem wandständigen Protoplasma sind zahlreiche Chlorophyllkörner eingebettet; nur das Ende des Schlauches ist, so lange es wächst, chlorophyllfrei. Das wand ständige Protoplasma zeigt eine lebhafte und wechselnde strömende Bewegung, an der auch die Chlorophyllkörner Theil nehmen. Werden lebhaft vegetirende, einige Millimeter lange Schläuche vom directen Sonnenlicht getroffen, so tritt eine auffallende Erscheinung ein; das chlorophyllführende Protoplasma ballt sich augen- blicklich zu unregelmässigen Klumpen zusammen, so dass einzelne den ganzen Querschnitt des Schlauches ausfüllende Pfropfen entstehen, in welchen sich die Chlorophyllkörner an- sammeln, während aus den angrenzenden Querabschnitten alles Chlorophyll verschwindet. Der vorher gleichmässig gefärbte Schlauch erscheint dann in ungleich grosse und unregel- mässig geordnete, abwechselnd dunkel schwarzgrüne und ganz farblose Querzonen getheilt. Bringt man ihn wieder in diffuses Tageslicht, so tritt sofort eine rückgängige Bewegung der Körner ein und die ursprüngliche annähernd gleichförmige Vertheilung derselben wird wieder hergestellt. Die aufrechten Schläuche der Keimpflanzen erreichten bei den von De Bary angelegten Culturen in Glasgefässen mit Seewasser am Schlüsse des ersten Jahres in manchen Fällen eine sehr bedeutende Länge, viele wurden bis 20 mm lang und borsten- dick ; das Spitzenwachsthum stand früher oder später still, das anfangs conische Ende wurde breit abgerundet, Schirme oder Haarzweige wurden aber nicht gebildet. Während des Winters trat ein Stillstand im Wachsthum ein; im kommenden Frühjahr wurden aber (aus dem Basaltheilo ?) neue starke bis 0,75 mm dicke Sprossen getrieben, von welchen eine Anzahl, spontanen gleich, zwei bis vier Haarquirle und über dem obersten dieser einen Schirm bildeten. Dieselben Erscheinungen wiederholten sich bei mehrjähriger Cultur in jedem Jahr. Doch zeigton die cultivirten Exemplare in Bau und Gestalt mancherlei Ab- weichungen von dpn auf uoimalem Staudorte erwachsenen, wegen deren näherer Beschreibung wir auf das Original verwvisen. Chlorozoosporeae. 23 42. Julius Klein. Algologische Mittheilungen (Flora 1877, No. 19). 2) üeber den Bau der Sporen und den wahrscheinlichen Geschlechtsact von Acetabularia mediterranea. Da wir über den Bau der Sporen dieser Pflanze bereits unter No. 41 berichtet, die Vermuthungen des Verf. über die geschlechtliche Befruchtung von Acetabularia medi- terranea sich aber als unrichtig erwiesen haben, so führen wir ans dem Aufsatz desselben jiur eine Stelle über den Bau des Schirmes an. „Wie bekannt, findet sich in der Mitte des Schirmes von Ac. mediterranea eine schwach gewölbte Wand, die gleichsam den Stiel nach oben abschliesst und als Nabel bezeichnet wird. Untersucht man diese Wand genauer, nachdem man den in der Wand abgelagerten Kalk aufgelöst, so sieht man, dass dieselbe durchlöchert ist. Die Löcher sind scharf umschrieben, doch nicht von ganz gleicher Grösse und besonders in der Mitte des Nabels in grösserer Anzahl vorhanden." 43. Zanardini. (S. unter No. 5.) Am Schlüsse seiner Besprechung von Halimeda Tima bemerkt Z. , dass der in Nägeli's Algensystemen beschriebene und abgebildete Acrodiscus mediterraneus einen Entwickelungszustaiid von Acetabularia mediterranea darstellt. 44. Munier-Chalmas. Observations sur les Algues calcaires appartenant au groupe des Siphonees verticillees (Dasycladees Harv.) et confondues avec les Foraminiferes. (Comptes rendus hebd. de l'acad. des sc. T. 85, 1877, p. 814.) Nachweis, dass verschiedene bisher den Foraminiferen zugezählten Genus fossiler Organismen in der That zu der Gruppe der Dasycladeen gehören. Näheres in dem Referat über Phytopalaeontologie. 45. Rostafinski und Woronin. üeber Botrydium granulatum. (Botanische Zeitung 1877, No. 41 und 42 mit 4 theilweis colorirten Tafeln, auch separat erschienen.) Verf. geben zuerst eine historische Einleitung über das bisher in Bezug auf die PJrforschung der Lebensweise dieser Alge Geleistete , wobei die Arbeiten von Roth, Desma- zieres und Cienkowski als besonders verdienstlich hervorgehoben werden, und theilen dann ihre eigenen Beobachtungen über die Entwickelungsgeschichte derselben mit. Die unter dem Namen Botrydium allgemein bekannte Alge, die an den Rändern von Teichen mit schlammigem Boden, in lehmigen Gräben wächst, ist eine einzellige Pflanze, deren oberirdischer Theil eine 1—2 mm breite grüne Blase darstellt, die sich nach unten allmählich verschmälert und unterirdisch zahlreiche farblose, unregelmässig dichotomische, successiv sich verjüngende Verzweigungen bildet. Die Blase besitzt einen protoplasmatischen Wandbeleg mit zahlreichen Chlorophyllkörnern, im Uebrigen wird sie von Zellsaft erfüllt, welcher auch die farblosen unterirdischen Verzweigungen ausfüllt, die Verf. mit dem Namen Wurzel belegen. Bringt man eine auspräparirte Pflanze in einen Wassertropfen , so bilden sich aus ihrem Inhalt in später Tag- oder zur Nachtzeit zahlreiche Schwärmer. Vorher beobachtet mau in dem chlorophyllhaltigen Wandbeleg die Entstehung zahlreicher Vacuolen, wodurch dieser in ein vidmaschiges grünes Netz umgewandelt wird. Die Wand der Blase quillt dabei gallertartig auf und übt dadurch einen starken Druck auf den Zellsaft aus. Dieser bewirkt zuletzt, dass die Membran an beliebiger Stelle, auch am Scheitel durch- brochen wird und die währenddem durch Theilung des grünen Wandbelegs gebildeten Schwärmer nach aussen entleert werden. Die Schwärmer (Zoosporen) sind langgezogen eiförmig 0,005—0,008 mm breit und bis 0,020 mm lang, mit zwei bis vier Chlorophyllköi-nern versehen; am farblosen, kaum zugespitzten Ende tragen sie eine einzige lange Cilie. Ein- mal ausgeschwärmt bewegen sie sich nur kurze Zeit, kommen bald zur Ruhe, verlieren die Cilie, umgeben sich mit einer Membran, nehmen Kugelgestalt an, werden bald grösser und fangen, auf feuchte Erde gebracht, sofort zu keimen an. Sie treiben dabei nach unten einen hyalinen, in den Boden eindringenden Fortsatz, während das entgegengesetzte Ende sich cylinderförmig in die Luft erhebt und der alleinige Träger des Chlorophylls wird. Diese Keimpflanzen, die Verf. als vegetative Pflanzen von Botrydium bezeichnen, wurden von früheren Algologen Protococciis botryoides benannt. Den oben beschriebenen, bisher allein als Botrydium argillaceum bekannten Zustand bezeichnen die Verf. als „gewöhnliche Zoosporaugien". Diese sind noch anderer Umbildung fähig. Wenn man sie der Trockenheit oder 24 Kryptogamen. — Algen. der Insolation aussetzt, so fängt ihre Blase an zu schrumpfen, entfärbt sich mit der Zeit und wird bald leer. Ihr ganzer Inhalt ist jetzt in die unterirdischen Verzweigungen der Wurzel eingewandert. Er zerfällt hier in eine Anzahl unter sich fast gleicher, perlschnur- artig gereihter Zellen. Jede von diesen „Wurzelzellen" ist von einer besondern Membran umgeben, welche in keiner Beziehung zur Wand des Wurzelzweiges, in dem sie liegt, steht. Die Wurzelzellen sind einer dreifachen Entwickelung fähig. Präparirt man sie aus der Erde und bringt sie mit dem Wurzelzweige in einen Tropfen Wasser, so quillt ihre Membran gallertartig auf, durchbricht die Wand der Wurzel und wird zu einem „unterirdischen Zoosporaugium". Die Bildung der Schwärmer geschieht hier unabhängig von der Beleuch- tung zu jeder Tages- und Nachtstunde. Die Schwärmer haben dieselbe Gestalt wie die früher beschriebenen und keimen in derselben Weise. Nimmt man einen Wurzelzweig mit Wurzelzellen, und legt ihn auf feuchte Erde, so treiben letztere einen hyalinen Fortsatz, der in die Erde eindringt, während das entgegengesetzte Ende zu einem aufrechten Schlauche auswächst; so entsteht aus jeder Wurzelzelle eine vegetative Pflanze. Präparirt man aber die Wurzelzellen nicht aus und hält die Cultur gleichmässig feucht, so keimen diese in der Erde. Sie schwellen blasig an und treiben einen hyalinen Wurzelfortsatz , dessen Wand nach innen sehr stark, fast bis zum Verschluss des, Lumens verdickt wird. Durch inter- calares Wachsthum dieses Wurzeltheils werden die Blasen bis über die Oberfläche der Erde emporgehoben. Die Verf. bezeichnen diese Körper als Hypnosporangien; sie stellen das Botrijdium Wallrothii der Algologen dar und unterscheiden sich von den gewöhnlichen Zoosporangien durch die genau kuglige Form der etwa 0,5 mm breiten Blase, die schwarz olivengrüne Farbe des Inhalts und die stark verdickte auf eine lange Strecke unterhalb der Blase unverzweigte, weiter unten nur wenig verzweigte Wurzel. Trocken aufbewahrt behalten sie ihre Keimfähigkeit durch das ganze Jahr, in dem sie entstanden sind, und bilden in Wasser gebracht Schwärmer, unabhängig von der Tageszeit. Die Schwärmer sind den früher beschriebenen ähnlich und keimen auf dieselbe Weise. Die vegetativen Pflanzen von BotrycUum besitzen , wie schon früher erwähnt , von der Keimung an eine Wurzel. Diese nimmt mit dem Alter der Pflanze au Länge zu, bleibt aber, so lange diese im vegetativen Zustande verharrt, unverzweigt, dünnwandig und der Hauptsache nach mit Zellsaft erfüllt. Der oberirdische chlorophyllführende Theil der vegetativen Pflanzen bleibt entweder cylindrisch oder ist an der Spitze kolbenförmig an- geschwollen oder gar verzweigt. Die Pflanzen selbst erscheinen wie ein feiner lichtgrüner Anflug; ein einzelnes ist dem blossen Auge kaum sichtbar. Sie vermehren sich durch Zell- theilung. Am oberirdischen Theil bildet sich eine Ausstülpung, die einen farblosen hyalinen Fortsatz treibt, der als Wurzel in den Boden eindringt. Währenddem vergrössert sich die Ausstülpung, grenzt sich durch eine Scheidewand von dem Mutterspross ab und trennt sich endlich ganz von diesem ab, um eine selbständige Existenz zu führen. In derselben Weise können sich auch gleichzeitig mehrere Tochterindividuen bilden, indem mehrere Ausstülpungen gleichzeitig aussprossen. Wird ein junges vegetatives Pflänzchen in einen Wassertropfen gebracht, so wird es zu einem vegetativen Zoosporaugium. Sein protoplasmatischer Inhalt zieht sich bald von der Wand zurück, um sich am Abend oder in der Nacht in zahlreiche cylindriscbe Schwärmer umzubilden. Auch diese Schwärmer sind den früher beschriebenen ähnlich und mit nur einer Cilie versehen. Sie keimen auf feuchtes Substrat gebracht in derselben Weise; am besten entwickeln sie sich auf Schlamm und Lehmboden. Im Wasser keimen sie nie, sonderu umgeben sich hier, wenn sie zur Ruhe gekommen sind, mit einer doppelten Membran und verbleiben in diesem Zustande Monate lang ohne weitere Ver- änderungen. Werden solche Ruhezustände aber auf Lehmboden gebracht, so keimen sie, indem die innere Membran sich verlängert und die äussere durchbricht, und wachsen zu vegetativen Pflanzen aus. Wenn die vegetativen Pflanzen sparsam auf dem Lehmboden zerstreut wachsen und die Cultur gleichmässig feucht gehalten wird, so bilden sie sich mit der Zeit in gewöhnliche Zoosporangien um, indem ihr oberirdischer Theil dabei beträchtlich anschwillt und ihre bis dahin einfache Wurzel sich reichlich verzweigt. Sie können sich zuweilen auch direct in Hypnosporangien umwandeln. Chlorozoosporcae. 25 Die vegetativen Pflanzen können sich aber auch in wesentlich anderer als der bisher beschriebenen Weise verhalten. Setzt man sie nämlich der Insolation oder Trockenheit aus, so schrumpft die Wand mehr oder weniger stark und der protoplasmatische Inhalt zerfällt durch Vollzellbildung in eine, je nach der Grösse der Mutterpflanze verschiedene Anzahl von Zellen. Jede ist von einer zarten Membran umgeben; der Inhalt ist homogen, anfangs grün, später roth. Diese Zellen sind die Sporen von Botrydiiim, die als Protococcus Coccoma, palustris und botri/oides beschrieben worden sind. Diese Sporen, sowohl die grün, wie die roth gefärbten bilden, wenn sie in Wasser gebracht werden, aus ihrem gesammten Inhalte eine grosse Zahl Schwärmer. Die Schwärmer, die aus den grünen Sporen hervorgehen , haben eine spindelförmige Gestalt ; das hintere Ende ist schwach grün gefärbt, das vordere farblos und an der Spitze mit zwei Cilien ver- sehen. Die Schwärmer, die aus den rothen Sporen entstehen, sind den eben beschriebenen, ähnlich gebaut, nur ist ihr Hinterende mehr abgerundet und roth gefärbt. Die Schwärmer, der grünen wie der rothen Sporen sind sexueller Natur, sie copuliren zu zweien oder zu mehreren miteinander. Sie berühren sich mit dem Cilien tragenden Ende, kippen seitlich um, so dass sich die Vorderenden seitlich berühren, dann verschmelzen sie seitlich mit- einander. Die Spitze der verbundenen Schwärmer ist von zwei oder mehreren Paaren von Cilien gekrönt; in der Mitte bemerkt man eine farblose Vacuole. Das Copulationsproduct, das die Verf. Isospore nennen, wird schliesshch kuglig und die Vacuole kommt in die Mitte desselben zu liegen. Isolirt man die Schwärmer vor der Copulation, so zerfliesseu sie schliesslich, ohne keimfähige Producte zu liefern. Dies wurde durch wiederholte Experimente von Janczewski festgestellt. Die rothen Sporen behalten ihre Keimkraft Jahre lang; nach zwei Jahren Ruhe aber werden die Bewegungen ihrer Schwärmer beim Austreten aus der Mutterzelle träge; merkwürdiger ist, dass diese Schwärmer nunmehr ohne Copulation zur Ruhe kommen und keimen, sich also parthenogenetisch verhalten. Werden die rothen Sporen nur feucht gehalten, so verändern sie sich nicht, während die grünen unter diesen Umständen, wie schon Cienkowski angegeben hat , direct zu vegetativen Pflanzen auskeimen können. Ob diese Keimlinge gewöhnliche oder sexuelle Schwärmer liefern, wurde nicht festgestellt. Die Isospore (Zygote) ist sogleich keimfähig. Sie wächst zu einem röhrigen Schlauche aus, in dessen einem Ende sich das grüne Plasma ansammelt, während das andere farblos wird. Das letztere verjüngt sich und dringt in den Boden ein. Nach ein Paar Wochen fortgesetzter Cultur hat man wiederum vegetative Pflanzen der gewöhnlichen Art. Die Isosporen bilden auch besondere Ruhezustände. Die ursprüngliche kuglige Zelle ptattet sich ab und bekommt einen hexagonalen Umriss. Die Membran wird derber und erhält einige buckelartige Vorsprünge. Auf feuchte Erde gebracht, werden diese Körper bald kuglig und verhalten sich wie die gewöhnlichen Isosporen. Ihre Bildung scheint namentlich dann zu erfolgen, wenn die geschlechtlichen Schwärmer in grösserer Wasseitiefe copuliren. Trotz der fast chaotischen Productivität des Botrydium gelangt man doch leicht dazu, das Wesentliche von dem Unwesentlichen zu sondern, wenn man nach einem von Rostafinski schon früher aufgestellten Satze die Entwickelung von dem Eie (oder genauer dem Producte der sexuellen Befruchtung) aus verfolgt und zusieht, welche Veränderungen und Umbildungen die daraus entstehende Pflanze ganz nothwendig durchzumachen hat, um wieder zur Eiproduction zu gelangen. In dem vorliegenden Fall sehen wir, dass aus der Keimung der Isospore die vegetative Pflanze hervorgeht; diese braucht weder sich zu theilen, noch geschlechtslose Schwärmer zu bilden, noch in ein gewöhnliches Sporangium überzugehen, sie kann direct Sporen liefern. Damit schliesst die erste sporophore Generation ab. Aus der Keimung der Sporen geht die zweite Generation in Form geschlechtlicher Schwärmer hervor , die mit der Bildung der Isospore abschliesst. Die übrigen eigenthümlichen Ver- mehruiigsweisen, die man antrifft, sind nach den Verf. Anpassungserscheinungen. Dies wird noch deutlicher, wenn man die verschiedenen Eventualitäten berücksichtigt, die während des Lebens der Pflanze auf ihrem natürlichen Standorte eintreten können. Am Schluss hebt Verf. noch die Eigenthümlichkeiten, durch welche sich Botrydium von andern Algen auszeichnet, hervor. Wie oben erwähnt, wird die Bildung der Schwärmer 26 Kryptogamen. — Algen. bei den verschiedenen Zuständen von Botrydium bald durch Dunkelheit begünstigt, bald zeigt sie sich ganz unabhängig von der Tageszeit. Nach einer schon früher von Rostafinski gemachten Bemerkung ist diese Erscheinung damit zu erklären, dass zur Bildung von Schwärmern die in den Chlorophillkörnern der Zelle angesammelten Assimilationsproducte aufgelösst und in dem Protoplasma gleichmässig vertheilt werden müssen. Bei der Assimila- tion, die nur unter Einfiuss des Lichtes vor sich gehen kann, findet ein entgegengesetzter Vojgang statt. Ist darum eine Zelle noch der Assimilation fähig, so kann die Bildung der Schwäl-mer nur bei Nacht ex'folgen ; befindet sie sich dagegen im Ruhezustand , und sind alle Inhaltsstoffe der Zelle gleichmässig im Plasma vertheilt, so können die Schwärmer bei Wasserbenetzung unabhängig von der Tageszeit gebildet werden. lieber die systematische Stellung von Botrydium hat sich Rostafinski schon früher ausgesprochen. (Vgl. Bot. Jahresber. f. 1875.) 46. Dodel-Port. üeber Paarung von Schwärmsporen bei Enteromorpha clathrata. Ag. forma facicola Kg. (Amtl. Bericht der 50. Vers, deutscher Naturf. und Aerzte in München 1877, S. 201.) Verf. untersuchte die genannte Alge Anf. Sept. an der Bucht von Miramare bei Triest. Alle Wandzellen sind fähig, Schwärmer zu bilden. Diese entstehen zu 8—16 oder mehr in einer Zelle. Als Verf. am Abend in feuchtes Papier gelegte Algen am andern Morgen in frisches Seewasser brachte, wurden eine Menge Schwärmer entlassen. Eine grosse Menge dieser zeigte sofort die ersten Erscheinungen der Copulation; je zwei Schwärmer berühren sich mit dem spitzen hyalinen, zwei Cilien tragenden Vorderende, verkleben hier mit einander und verharren dann eine Zeit lang in diametraler Gegenstellung, indem sie um ihre gemeinsame Längsaxe rotiren. Später legt sich ein Schwärmer an die Seite des andern an ; dann schreitet die Verschmelzung beider Körper von vorn nach hinten fort, bis eine kuglig birnförmige Zygospore vorliegt. Die Zygospore zeigt die beiden rothen Augenflecke der copulirenden Schwärmer. Die weitere P^ntwickelung derselben konnte Verf. nicht beobachten. 47. Reinke. üeber einige Süsswasseraigen. (Amtl. Bericht der 50. Vers, deutscher Naturf. und Aerzte in München 1877, S. 206.) Von Monostroma bullosum fand Verf. bei Göttingen Ende April und Anfangs Mai schwimmende und unregelmässige Häute, die sich später als Geschlechtspflauzen heraus- stellten, ausserdem aber noch bläschenförmige, an untergetauchten Gegenständen haftende Individuen von sehr verschiedener Grösse, die in der Cultur sich schliesslich vom Substrate lösten und auch gekräuselte schwimmende Lappen bildeten, welche aber nur ungeschlechtliche bewegungslose Keimzellen entwickelten, wie Prasiola. Die Geschlechtsindividuen bildeten in jeder Zelle zahlreiche Schwärmer, welche zwei Cilien und einen rothen Pigmentfleck zeigten. Sehr bald copulirten diese Schwärmer paarweise, die Zygosporen vermochten noch stundenlang zu schwärmen, dann gelangten sie zur Ruhe und wuchsen zu grösseren kugligen Zellen heran. Ein Tbeil dieser Zygosporen entwickelte sich schon nach 8 Wochen durch Theilung zu kleinen festkugligen Thallomen, während die meisten noch nach vier Monaten unverändert waren. Ferner beobachtete Verf. an Tetraspora luhrica ausser den gewöhnlichen neutralen Makrozoosporen auch Mikrozoosporen, welche letztere copulirten und Zygosporen lieferten, Verf. machte noch einige Bemerkxmgen zu den Beobachtungen Cienkowski's, aus denen wir Folgendes hervorheben. Die Fadenalge, die nach Cienkowski in Hormospora und Schismneris übergehen soll, hat Verf. schon seit längerer Zeit in Cultur und betrachtete sie als eine selbständige Form, die als Merisothrlx hangioides bezeichnet werden kann. Die jungen Fäden und die Kümmerlinge gleichen allerdings einer Ulothrix; wäre diese Form aber nur eine fortgebildete Ulothrix, so müssten auch andere Ulothrixü,rten solche Derivate ergeben. Auf keinen Fall aber ist der vielzellige Zustand von Merizothrix identisch mit Schizo- meris Leibleinii, das lehrt schon die Darstellung der letzteren Alge bei Nägeli und Schwendener. 48. Wollny. Ü6ber die Gallen an Vaucheria. (Hedwigia 1877, S. 163.) Chlorozoosporeae. 27 49. Magnus. Ueber Gallen, die ein Räderthierchen an Yauclieria-Fäden erzeugt. (Bot. Ztg., 1877, S. 497, a. d. Sitzber. des Brandenb. bot. Ver.) Näheres siehe im Referat über Gallen. 50. Ahiner-Klas. Beitrag zur Kenntniss der schwedischen Formen der Algengattung Enteromorpha. (Akad. Abhaudl. Upsala 1877 in schwed. Spr. Referat nach Hedwigia 1878, S. 14.) Verf. beschreibt folgende Arten und Formen, E. intestinalis, L. a. gemiina ; b. attenuata ; (E. intestinalis et lanceolata Auct. plur pr. p.), c. cornucopiae (Lyngb.); E. complanata Kg. mut. car. und var. subsimplex (Aresch.); E. compressa (L.) mut. car. b. capillacea Kg. c. ramosa, E. cotnpressa et ramulosa Auct. pr. p.) d. prolifera (Ag.); E. plumosa Kg., E. procera n. sp. a. denudata b. ramulifera; E. clathrata (Roth.) mut. car. und var. confervacea Aresch.; E. micrococca Kg.; E. minima Kg.; E. tubulosa Kg. mit var. b. pilifera (Kg.). 51. 0. Nordstedt. Bohusläns Oedogonieer. (Ofversigt af Kongl. Vetenskapsakademiens Forhandlingar 1877, No. 4, pag. 21—33, mit Tafel III [schwedisch mit lateinischen Diagnosen].) Der Verf. widmete den Sommer des Jahres 1876 dem Studium der Bohuslan'schen Süsswasseralgen und legt die Resultate desselben in Betreff der Familie Oedogonieae dar. Früher waren nur 6 Arten aus diesem Gebiete bekannt. Der Verf. nimmt 52 Arten auf, wovon 33 zu der Gattung Oedogomum gehören, und nicht weniger als 19 zur Gattung Bulbochaete. In ganz Schweden waren im Jahre 1874, dem Prodromus Monographiae Oedogoniearum des Ref. gemäss, 74 Oedogonium- und 27 Bulbochaete - Arten bekannt. Die in Bohuslan am häufigsten vorkommenden Arten sind Oe. erispum (Hass) Wittr. , Oe. excisum Wittr. et Lund., Oe. platygynum Wittr. , Oe. tindulatiim (Breb.) AI. Br. , Oe. Borisianum (Le GL), Oe. suecicum Wittr., Bulbochaete setigera (Roth.) Ag. und besonders B. rectangularis Wittr. Fünf neue Arten werden beschrieben und abgebildet , nämlich Oe. psaegmatospormn , bahu- sicnse, rugulosum, B. crassiuscula und reticidata. Die erste von diesen Arten ist monoecisch, die zweite, dritte und fünfte sind dioecisch, nannandrisch und gynandrosporisch. Die vierte ist dioecisch, nannandrisch aber idioaudrosporisch , d. h. Androsporangien — liegend an besonderen (nicht oogonienführenden) Exemplaren. Unter den bisher bekannten Bulbochaete- Arten kennt man mit Sicherheit nur eine , nämlich B. polyandria Clev. , bei welcher ein ähnliches Verhältniss stattfindet. Ueber Oe. tnammifencm Wittr. werden kritische Bemer- kungen gemacht und Abbildungen geliefert. Wittrock. 52. V. A. Foulsen. Die Keimung der Schwärmspore bei einer Art der Gattung Oedogonium. (Gm Svärmsporens Spiring hos en Art af Slägten Oedogonium. Botanisk Tidsskrift udg. af d. botan. Forening i Kjöbeuhavn, III R , 2-- Bd., S. 1—15, mit einer Tafel.) Die Schwärmspore einer unbestimmten Art hatte die gewöhnliche Form; es bildet sich ein wurzelähnliches Haftorgan , doch hat Verf. nichts von dem sehen könneil , was Hartig und Pringsheim erzählen über das Ablösen eines Käppchens, das Auswachsen der inneren Sporenhaut. Die gewölbte Endfläche der Zelle ist glatt; die Zellmembran aus zwei Schichten gebildet, die äussere cuticularisirt , die innere aus Gellulose. Nur sehr wenige der Keimpflänzchen theilten sich auf dieselbe Weise wie die ältere Zelle gewöhnlich, indem eine ringförmige Verdickung der Innenschicht im oberen Zellende entsteht, die Membran dann in der Insertionslinie dieses Ringes berstet, der Ring zur Bildung eines neuen Membran- stückes verwendet wird u. s. w. ; doch gehörten diese vielleicht einer anderen Art. Die grosse Mehrzahl dagegen verhielt sich auf andere Weise. Die Innenschicht der Zelhvand im ganzen oberen Ende der Zelle verdickt sich bedeutend, vorzugsweise doch ringförmig etwas unterhalb des Scheitels; dieser verdickte Theil ist also glockenförmig mit auf- geschwollenem Rande; er wird nun aber durch eine Spalte vom Scheitel bis gegen den Grund in zwei Schichten getheilt, die innerste weich und elastisch wie der Celluloseriug der alten Pflanze, die äussere von der gewöhnlichen Zellwand nicht verschieden. Dann wird der obere Theil der Zellwand, die Cuticula und diese letzt besprochene äussere Schicht enthaltend, als ein glockenförmiges Käppchen losgesprengt und die innere Celluloseschicht wird ausgedehnt, eine neue Wand bildend; das allererste Käppchen wird also abgeworfen. Die erste Quer- 28 Kryptogamen. — Algen. wand entsteht dann in der Zelle etwas oberhalb des Randes der Scheide. Die Scheiden- zelle wird ferner nicht getheilt. Die obere , die Kappenzelle, theilt sich nun auf die für Oedogonium gewöhnliche Weise, doch können die ersten Theilungen noch von Abwerfung der Kappe begleitet sein , ja selbst später , so dass ein ganzer Kappencomplex abgeworfen wird. Schliesslich werden noch die dem Verf. bekannten Literaturangaben über Schwärm- sporenkeimung bei dieser Gattung kurz referirt. Nur Hartig hat einen ähnlichen Entwicke- luugsgang wie Verf. beobachtet. Warming. 53. W. Schmankewicz. Ueber die Beziehung der Gattung Anisonema Dujard. zu Diselmis Dunalii Dujard. der Salzseen. (Schriften der neurussischen Gesellschaft der Natur- forscher, Band IV, Heft 1, Odessa 1876, S. 124-152 [Russisch].) Diese Arbeit ist ein Versuch, den genetischen Zusammenhang zwischen Anisonema sulcata und aciniis Duj. , Chlorococcuin Rabh. , Chlamydomonas {qhtusa und tingens Br.), Diselmis viridis Duj., angusta Duj., Dunalii Duj. zu beweisen. Jede von diesen Formen, in dieser Reihe genetisch verbunden, betrachtet der Verf. nicht nur als ein Entwickelungs- stadium der anderen , sondern auch als eine selbständige' Form , welche ihren eigenen Entwickelungscyclus in ihrem eigenen Medium hat. Mit der Veränderung des Mediums stellt sie sich als Entwickelungsstadium der anderen folgenden Form dar, die bei anderen äusseren Bedingungen lebt. Jede selbständige Form, in ihrem eigenen Medium lebend, kann unbestimmt lange Zeit normale Generationen geben, aber sie bewahrt die Fähigkeit, mit der Veränderung der äusseren Lebensbedingungen, das Entwickelungsstadium der folgenden Form zu sein. Bei dieser Veränderung der äusseren Bedingungen verändert sich allmählig der Entwickelungscyclus der gegebenen Form: Es erscheinen mehr und mehr abweichende Glieder, welche der folgenden Form oder ihren Gliedern ähneln, — während die höchst entwickelten Glieder der früheren Form mehr und mehr sich an Zahl vermindern und endlich vollständig verschwinden. Alle obenerwähnten Organismen sind in diesem Sinne genetisch verbunden. Diese Veränderungen und die üebergänge der einen Form in die andere hat der Verf. bemerkt und die Entwickelungsgeschichte dieser Formen in süssem und in salzigem Wasser von verschiedener Concentration beobachtet, Batali n, 54. Magnus, lieber Protococcus caldariorum. (Sitzungsber. der Ges. naturf. Fr, zu Berlin V. 18. Dec. 1877.) Diese vom Verf. schon seit mehreren Jahren beobachtete Alge bildet gelbgrüne Ueberzüge auf den Blättern, Blattstielen und Stämmen von Warmhauspflanzen. Sie besteht aus frei nebeneinander liegenden, kugligen Zellen von 3,3—6,6 Mia'omm. Dchm.; wird sie in Wasser gebracht,. so zerfällt der Inhalt der Zelle in eine unbestimmte Anzahl unbeweg- licher Tochterzellen, die dann durch Schwinden der Mutterzellmembran frei werden und nachdem sie eine Membran gebildet haben, zur Grösse der Mutterzelle heranwachsen. Die Alge wurde unter No. 2465 in Rabenhorst, Algen Europa's, herausgegeben. 55. Wright. On a New Species of Parasitic Green Alga belonging to the Genus Chloro- chytrium of Cohn. (Transact. of the royal irish Acad., Vol. 26, S. 355, 1877, mit 2 Tafeln. Kurzes Referat in Grevillea, Vol. 6, S. 66.) Verf. fand dieses Chlorochgtriitm , das er Chi. Cohnil genannt hat, innerhalb der Gallertstämme von Schisonema Dillwynii und Colletonema vulgare bei Howth an der irischen Küste. Es trat in Form von grünen Kugeln mit sehr kurzem Halstheil in den Schizonema- thallus in einer solchen Menge auf, dass diese schon dem blossen Auge grün erschienen. Das Austreten der Zoosporen beobachtete der Verf. nicht, wohl aber diese selbst, die kuglig, farblos, und wahrscheinlich mit einer Cilie versehen sind. Sie dringen in die Gallerte des Schizonema bis zu halber Länge des Körpers ein und nehmen dabei die Form einer 8 an. Der untere Theil wächst dann beträchtlich und wird kuglig, während der obere den kleinen Halstheil bildet. Wenn das Clüorochytrium nahe seine volle Grösse erreicht hat, beginnt im Protoplasma des unteren kugligen Theils die Bildung von Chlorophyll. Nach einigen Tagen contrahirt sich das Protoplasma etwas und zerfällt in wenigen Stunden in zehn bis dreissig Zoosporen; diese sind innerhalb der Mutterzelle von grünlicher Färbung, beim Aus- schlüpfen aber farblos. Ausser auf Schisonema fand Verf. dasselbe Chlorochytrium später auch an der Polysiphonia urceolata, an Calothrix confervicola Ag., an Enteromorpha ciliata Conjugatae. 29 (in beiden letzteren Fällen enthielt dasselbe mitunter kein Chloiophyll) ; aber selbst in einigen Infusorien siedelt es sich an, so in Vaginicola crystallina. 56. Archer, üeber eine neue Species von Oocystis. (Quart, journ. of mlcr. sc. 1877, p. 104.) A. zeigte und beschrieb im Dubl. micr. club eine neue durch ihre bedeutende Grösse ausgezeichnete Species von Oocystis, die er vorläufig 0. gigas genannt hat.* 57. Cunningham. On Mycoidea parasitica a new genus of Parasitic Algae and the part which it plays in the formation of certain Lichens. (Journ. of botany 1877, S. 253.) In der Sitzung der Linn. See. vom 21. Juni 1877 sprach C. über M. parasitica, eine parasitische Alge, die mit Coleochaete nahe verwandt ist und (in Ostindien ? ) auf den Blättern vom Mangobaum, von Rhododendron, Farren , Croton, Thee, Camellien und andern Pflanzen vorkommt. IX. Conjugatae. 58. Nordstedt. Nonnullae algae aqnae dulcis brasiiienses. (Ofvers. af. Konnigl Vetensk.- Akadem. Forhandlingar 1877, Nr. 3. Stockholm, 13 S. mit 1 Tafel.) Beschreibung von 2 Protococceen und 30 Desmidieen aus Brasilien (Minas Geraes). Unter letzteren befindet sich ein neues Genus, von welchem der Verf. folgende Diag- nose giebt. Phymatodocis nov. gen. Cellulae in fila nuda, non torta, arcte connexae subqua- dratae, medio sinu lineari angusto constrictae. Semicellulae (quadri-) radiatae latere uno radiorum tuberculo ornato, latero altero nudo, quo fit, ut pars dextra (ut spectatori videtur) lateris frontalis semicellularum superiorum cum parte sinistra semicell. super, prorsus con- gruat, partes dextrae et sinistrae autem ejusdem cellulae a fronte visae dissimiles sint, margine dextra semicell. super, protuberantia ornata, sinistra recta tuberculo infra marginem sito ad spectatorem vertente. Zygosporae magnae, canalem copulationis et magnam partem cellularum copulatarum occupantes. Die einzige bisher bekannte Species heisst F. alternans. 59. Wollny. üeber zwei neue Spirogyren. (Hedwigia 1877, S. 105.) Beschreibung von Sp. margaritata nov. sp. u. Sp. elegans. n. sp., beide mit Früchten in Wasserbehältern des Dresd. bot. Gart, gefunden. Die erstere ist auch abgebildet. öO. Francis Wolle. Süsswasseralgen, gesammelt in den 3 letzten Jahren in der Umgegend von Bethlehem Pennsylvania. (Torrey Gl. bot. Bullet. 1876. Supplem., daraus Hedwigia 1878, S. 184 f.) Verzeichniss der vom Verf. gesammelten Besmidieen zu 18 Gattungen gehörig^ darunter sind mehrere neue Arten, deren Diagnosen mitgetheilt werden. 61. Wittrock. On the sporeformation of the Mesocarpeae and especially of the new Genos Gonatonema. (Bihang tili K. Svenska Acad. Handliagar Bd. V, Nr. 5. Stock- holm 1878, 18 S. mit 1 Tafel.) Am Anfang giebt Verf. eine historische Uebersicht des bisher über die Copulation der Mesocarpeen Bekannten. Er stimmt der Ansicht Pringsheims zu, dass der ganze mehr- zellige Körper der aus der Copulation hervorgeht, ein Sporocarpium darstellt, dessen einzige Spore die Zygospore ist. Er erwähnt dann noch die Angabe Cleves, dass bei einer von diesem zuerst beschriebenen Gattung Plagiospermum das Sporocarp ausser der centralen Zelle aus drei Zellen gebildet wird, indem sich die erstere nach dem einen copulirenden Faden hin durch zwei, nach dem andern hin durch eine Scheidewand abgrenzt. Er erinnert ferner, dass er selbst in einem früheren Aufsatz die Beobachtung mitgetlieilt hat, dass bei einer und derselben Species Moiujeotia calcarea (Cleve) Wittr. {Sphaero- spermum calcareum Cleve) die Sporenbildung in dreifach verschiedener Weise erfolgen kann, nämlich durch Theilung der copulirenden Zellen in drei^ vier oder fünf Zellen, also nach dem Typus von Mesocarpus, Plagiospermum und Staurospenmim ; letzterer Typus ist der am häufigsten auftretende. Ferner hat Verf. bei derselben Art Bildung von Sporen ohne Copulation beobachtet. Einige Zellen bildeten seitliche Aussprossungen , die geschlossen blieben, in diese wanderte das gesammte Chlorophyll der Zelle ein, die seitliche Ausstülpung *) Oocystis gehört «u den Pliycnrliromaceeit. Diese Notiz wurde nur aus Versoben unter dio C/i/oro- toosporeen gestellt. 30 Kryptogamen. -- Algen. trennte sich dann durch eine Scheidewand von dem übrigen Räume der Zelle ab und bildete die Spore. In manchen Fällen, wo die seitliche Ausstülpung nicht sehr entwickelt war, trennte sich die Spore durch zwei fast horizontale Wände von dem übrigen Räume der Zelle ab. Verf. bezeichnet diese Sporen als Parthenosporen. Bei Mougeotia genußexa (Dillw.) Ag. (= Pleurocarpiis mirabüis AI. Br.) hat Verf. eine andere Bildungsweise solcher Sporen beobachtet. Die Conjugation findet bei dieser Pflanze oft zwischen zwei benachbarten Zellen desselben Fadens (lateral, oder, wie Verf. sagt, longitudinal) statt. Hier fand Verf. oft, dass das Septum des Verbiudungscanals nicht resorbirt wau'de. Nichtsdestoweniger wanderten die Chlorophyllkörper der beiden Zellen in die zugehörigen Copulationsauswüchse, deren jeder sich dann durch eine Scheidewand vom übrigen Räume der Zelle abschied. So wurden statt einer Zygospore zwei dicht neben einander liegende Parthenosporen gebildet. Verf. wendet sich nun zur Beschreibung einer neuen Mesocarpee, die er in einem Aquarium im Warmhause des botanischen Gartens in Upsala gefunden und Gonatonema ventricosum genannt hat. Diese Pflanze bildet einfache Zellfäden mit cylindrischen Zellen. Diese besitzen einen axilen dicken bandartigen Chlorophyllkörper. Verf. fand, dass dieser Chlorophyllkörper in vegetativen Zellen innerhalb kurzer Zeiträume (2 Minuten) sehr aus- gesprochene Gestaltsäuderungen erfährt, also eine spontane Bewegung besitzt, die in keinem Zusammenhang mit dem Wachsthum der Zellen steht. Ganz eigenthümlich ist die Bildungs- weise der Sporen. Dabei schwillt zunächst der mittlere Theil der Zelle tonuenförmig an. Gleichzeitig biegt sich die Zelle an der erweiterten Stelle knieförmig ein. Gewöhnlich findet die Sporenbildung in allen Zellen eines Fadens gleichzeitig statt. Die Biegung der Zellen erfolgt dann abwechselnd nach rechts und links, so dass der ganze Faden eine Zickzacklinie bildet. Nun wandert der Chlorophyllkörper aus beiden Enden der Zelle in die mittlere tonnenförmige Erweiterung, die er fast ganz ausfüllt. Dann wird diese durch eine obere und eine untere Scheidewand von dem übrigen Raum der Zelle abgetrennt. So wird die Spore, die Verf. Hypnospore nennt, gebildet. Das Protoplasma derselben umgiebt sich dem- nächst noch innerhalb der ursprünglichen Zellhaut mit zwei neuen Lagen von Cellulose, einem Mesosporium und einem Endosporium ; das Mesosporium übertrifft bald an Dicke beträchtlich das Exosporium und Endosporium. Der ursprünglich grüne Inhalt der Spore nimmt durch Ausscheidung eines fetten Oels allmählich eine gelbe Farbe an. Keimung der Sporen wurde nicht beobachtet. In Bezug auf die theoretische Deutung dieser Art von Sporenbildung verweisen wir auf das Original. Verf. giebt folgende Diagnose des Genus: Gonatonema nov. gen. e. Mesocarpeanmi familia; sporis (agamosporis nee carpo- sporis) sine coujugatione, tripartitione cellulae matris, ex media hujus parte formatis. Ausser der vom Verf. beobachteten Species G. ventricosum gehört auch noch eine von A. Hassall (in History of British Fresh water Algae 1845) unter dem Namen Mcso- carpus notabilis beschriebene und abgebildete Alge hierher. G. notabilc (Hass.) Wittr. unterscheidet sich von G. ventricosum durch grössere Dimensionen der Zellen und abweichende Form der Sporen. 62. Archer, üeber ein neues Staurastrnm. (Quart, journ. of micr. sc. 1877, p. 103.) Beschreibung einer neuen Species von Staurastrum aus Schottland, dem St. Prings- heimii ähnlich, von A. vorläufig St. Royanum genannt. 63. Archer, üeber unäbnliche Zygosporen zweier kleiner Cosmarien, die sonst vollkommen in der Gestalt der vegetativen Zellen mit einander übereinstimmten. (Quart, journ. of micr. sc. 1877, p. 105.) A. zeigte in Dubl. micr, club zwei kleine Cosmanen-Formen vor, die einander so ähnlich waren, dass sie schwerlich Jemand für zwei verschiedene Species halten würde, doch findet man bei näherem Untersuchen, dass geringe, aber deutliche Unterschiede in der Gestalt der Zellen vorhanden sind. Die Zygosporen beider Formen sind aber ganz verschieden, die eine hat glatte, dunkelbraune Zygosporen, die andere farblose, mit spitzigen Stacheln besetzte. 64. Archer, Ueber eine gestielte Form von Spondylosium pulcheüum. (Quart, journ, of micr. sc. 1877, p. 191.) A. zeigte im Dubl. micr. club eine Form seines Spondylosium pulchellum vor, die durch einen kurzen gallertigen Stiel an einen Oedogoniumfaden befestigt war. Phycochromaceae. 3 1 65. Archer, üeber ein sehr kleines Cosmarium. (Quart, jouru. of micr. sc. 1877, p. 194 und 301.) A. zeigte im Dubl. micr. club ^ein sehr kleines Cosmarium mit braunwandiger Zygo- spore vor, das er C. minutissimum nennt; dieses scheint identisch zu sein mit einer von Nordstedt in Italien gesammelten Form , welche dieser Sphaerozosma excavatum genannt hat. G6 [Petit Liste des Desmidiacees observees dans les environs de Paris. (Bullet, de la soc. bot. de Fi-ance 1877.)J 67. [Roy. Contributions tho the Desmid Sora of Perthshire. (Scottish Naturalist 1877 Apr.)] Penium mfo-pellitmyi nov. sp. X. Phycochromaceae. 68. Cohn. Untersuchung des Badeschieims der Gluellen von Landeck. (54. Jahresber. der Schles. Ges. für vaterl. Cultur f. d. Jahr 1876, S. 114.) Der Badeschleim besteht, wie Verf. bei wiederholter Untersuchung fand, zum grössten Theil aus Beggiatoa leptomitiformis, vgl. Bot. Jahresber. f. 1874, S. 10.) 69. Eidam, üeber die Entwickelung von Sphaerotilus natans. (54. Jahresber. der Schles. Ges. f. vaterl. Cultur f. d. Jahr 1876, S. 133.) Eidam beobachtete diese zuerst von Kützing gefundene und abgebildete Süsswasser- alge in der Ohie bei Breslau, Sie bildet gelbliche oder bräunliche, im Wasser flottirende P'locken. Anfangs November veränderten diese Flocken ihre Färbung, sie wurden theils rein milchweiss, theils rosa bis roth gefärbt und gingen endlich in eine vollständig ziegel- rothe Färbung über. Die Flocken sind aus unzähligen ausserordentlich langen, dicht ver- filzten zarten Fäden zusammengesetzt , deren jeder in einer farblosen Schleimscheide steckt und selbst wieder aus einer Reihe von länglichen, an den Ecken abgerundeten Zellen besteht ; man trifft diese letzteren auch, häufig einzeln oder zu mehreren verbunden im isolirten Zustand; wahrscheinlich wachsen sie durch wiederholte Theilung zu Fäden heran. Die P'arbenänderung die am Anfang November eintrat, hängt mit einer besondern Fortpflanzungs- weise der Alge zusammen. Das Protoplasma jeder einzelnen Zelle des Fadens zerfällt dabei in eine grosse Anzahl kugelrunder kleiner Partien, deren jede zur Spore wird. Die Sporen nehmen dann eine ziegelrothe, zuletzt bräunliche Farbe an, wobei sich zugleich die Mem- bran des Sporangiums mehr und mehr in Schleim verwandelt. Die Sporen keimten sehr bald in Gestalt eines dünneu zarten Fadens, der, wenn der Mutterfaden noch vorhanden ist, in proliferirender Weise sich an denselben festsetzt, so dass ein solcher Faden oft dicht von jungen Sprösslingen umgeben ist. Die jungen Fäden nehmen an Länge und Dicke zu und werden bald durchaus den älteren ähnlich. Sphaerotilus reiht sich, wie Verf. bemerkt, unmittelbar der Familie der Oscillariaceeu an und findet seine Stellung zwischen den vom Prof. Cohn (in den Beitr. zur Biol.) beschrie- benen Crenothrix polyspora und Claclothrix dichoioma einerseits und der Bacteriaceeu- gattung Bacillus andererseits. 70. Cohn. üeber zwei Fälle von sogenannter Wasserblüthe durch Algen veranlasst. (Sitzung der bot. Sect. der Schles. Ges. f. vat. Cult. vom 15, Nov, 1877, mitgetheilt in der Hedwigia 1877, S. 188.) 1) Am 19. Juni, Mittags, beobachtete Dr. Aug, Schmidt zu Lauenburg - Pommern, dass die Leba von zahllosen gelbgrüuen schwimmenden kaum stecknadelkopfgrossen Gallert- kügelchen dicht erfüllt war, so dass das Wasser ganz grün erschien; die Erscheinung Hess sich oberhalb und unterhalb Lauenburgs auf etwa 2 Meilen verfolgen; sie dauerte am ersten Tage an 5 Stunden, war gegen Abend verschwunden, wiederholte sich in ähnlicher Weise am folgenden und nächstfolgenden Tage, dann verschwanden die Kügelchen. Proben des Wassers wurden von Cohn untersucht, welcher fand, dass die Kügelchen aus einer winzigen Eivularia bestanden, in deren kurzen peitschenförmigen Fäden die Grenzzellen sämmtlich gegen das Centrum der Kugel, die Spitzen nach aussen gerichtet waren. Die Fäden liessen weder Sporen noch distincte Scheiden erkennen. Bisher waren nur an Wasserpflanzen fest- 32 Kiyptogamen. — Algen. sitzende Bivularien bekannt. Colin bezeichnet daher die eben beschriebene Alge als Bivularia fluitans ad int. 2) Bei Zirke (Grossh. Posen) befindet sich ein ca. 150 Hect. grosser See. Seit 11. Nov. 1877 zeigte das abfliessende Wasser desselben intensiv blaue Färbung und Trübung die Fische starben in den Kästen ab, und das Vieh mochte das Wasser nicht trinken; am Rande des Wassers lag ein tiefblauer widrig riechender Schleim. Im See selbst zeigte das Wasser eine intensiv spangrüne Färbung. Die Erscheinung dauerte vier Tage; seit dem 15. Nov. war das Wasser wieder klar. Die Ursache war, wie Cohn aus einer ihm zu- gesandten Probe erkannte, eine Nostocee, wahrscheinlich Änabaina circinnalis , die schon öfter als Wasserblüthe in Seen und Teichen beobachtet ist; ihre perlschnurartigen span- grünen krausgelockten Fäden schwimmen theils isolirt in dem grünen Schleim, theils waren sie zu winzigen Gallertkügelchen vereinigt, deren Centrum in der Regel durch einen Haufen oblonger, blaugrüner, derbhäutiger Sporen eingenommen war. Die blaue Farbe des abflies- senden Wassers rührt von dem extrahirten Phycocyan der Alge her. Verzeichniss neu aufgestellter Species. Zu den mit einem f bezeichneten sind Abbildungen beigegeben. Die hinter dem Namen stehenden Zahlen beziehen 8ich auf die Nummer des zugehörigen Referats. Fucaceae. Fucus evanescens Ag. forma angusta Kjellm. 8, f. nana Kjellm. 9. f. pergrandis Kjellm. 9. — Sargassum densiim? Dickie 12. — S. incisiim Dickie 12. Phaeozoosporeae. Chordaria flagelliformis Fl. Dan. f. chordaeformis Kjellm. 9, f. ramusculifera Kjellm. 9. f. subsimplex Kjellm. 9. — Dictyosyphon hispidus Kjellm. 9. — f Phloeospora pumila Kjellm. 8. — f ScapJiospora arctica Kjellm. 8. Florideae, Antithnmnion Corallina (Rupr.) Kjellm. 8. — Callithamnion LejoUsii Farlow 17. Delesseria sinuosa Lamour f. angusta Kjellm. 9. — Griffithsia parvula Klein 2. — Kally- menia caUfornica Farlow 17. — LüJiophyllum arctictim Kjellm. 10. — LühotJiamnion imbricatum Dickie 16. — Nemalion Andersonii Farlow 17. — Nemastoma californicum Farlow 17. — Nüophyllum spectahüe Eaton 17 a. — Prionitis Clevelandii Farlow 17. — Ptüota parva Dickie 12. — SarcophylUs arctica Kjellm. 8. — Taenioma Clevelandii Farlow 17. — Ihamnidium intermedium Kjellm. 9. — Th. Spetsbergense Kjellm. 9. — Th. mesocarpum Kleen f. penicilliformis Kjellm. 9. Chlorozoosporeae. Ärthrogonium fragile A. Br. nov. gen. et sp. 28. — Botryococcus giganteus Reinsch 14. — Btdbochaete crassiuscula Nordst. 51. — B. retieulata Nordst. 51. — Bulbo- trichia Ondkoensis Wolle 15. — Chaetophora maritima 'K^QWm. 9. — Charaeium coronatum Reinsch 14. — Chlor ocliylrium Cohnii Wright. 55. — Chlorococcum africanum Reinsch 14. — Chroolepus Montis Tabulae Reinsch 14. — Cladophora coacta Dickie 12. — Cl. inserta Dickie 12. — Codioluni NordensUoldianum Kjellm. 27. — f Coelastrum scabrum Reinsch 14. — Conferva Farlowii Wolle 15. — Conf. glacialoides Wolle 15. — Enteromorpha minima Näg. f. glaciulis Kjellm. 27. — Ent. procera Ahlner 50. a. denudata Ahlner 50. b. ramulifera Ahlner 50. — Hormospora geminella Wolle 15. — H. pygynaea Wolle 15. — Microthamnion exiguum Reinsch 14. — f Monostroma leptodermum Kjellm. 8. — M. lubricuvi Kjellm. 9. — Oedo- gonium bahusiense Nordst. 51. — Oed. inversum Wittr. ß siihclusum Wittr. 27. — Oed. lautumniarum Wittr. 27. — Oed. pachyandrum Wittr. 27. — Oed. psaegmatosporum Nordst. 51 u. 27. — Oed. rngidosum Nordst. 51 u. 27. — Polyedron aculeatum Wolle 15. — Protococcus caldariorum P. Magnue 54 u. 28. — Bhizodonium hieroglyphicum Kütz. v. americanum Wolle 15. — f Bhizoclonium pachydermum Kjellm. 8. — f Scenedesmus aculeatus Reinsch 14. — Schizogonium BaveneliiWolle 15. — Staurogenia cubica Reinsch 14. '— St. crucifera Wolle 15. — Ulothrix crassa Kjellm. 9. — U. discifera Kjellm. 9. Bacillariaceae. 33 CoDjugatae. f Closterium oncosporum Nordst. 58. — f Cosmarium asperulum Reiuscli 14. — G. dentatum Wolle 60. — f C. lagoense Nordst. — ß. cornigerum Nordst. 58. C. minutismnum Archer 65. C. joectinoides Wolle 60. — f C.pseudotaxicliondrum Nordst. 58. — C. trafalgarium Wittr. 27. — t Euastrum abruptum. ß. evolutum Nordst. 58. — f E. breviceps Nordst. 58. — t E. subincisum Nordst. 58. — f Gonatonema ventricosum Wittr. 61. — Micrasteria» americana var. recta Wolle 60. — M. muUifida Wolle 60. — M. oscitans var. inflata Wolle 60. — t Phymatodocis alternans nov. gen. et sp. Nordst. 58. — Penium rufo- pellitum. 67. — f Pleurotaenium hidentatum Nordst. 58. — f PI. caldense Nordst. 58. — Spirogyra elegans Wollny 59. — f Sp. margaritacea Wollny 59. — Sp. striata Klein 2. — Staurastrum bibrachiatiim Wolle 60. — St. bimaculatmn Wolle 60. — f St. ceratnphorum Nordst. 58. — St. cruciatum Wolle 60. — St. cuneatum Wolle 60. f St. exignum Keinscli 14. — t St. inaeqiiale Nordst. 58. — St. Boyanum Archer 62. — Zygnema tetraspermum Reinsch 14. Phycochromaceae. Aphanocapsa biformis A. Br. 28. — Ä? nebulosa A. Br. 28. — Chroococcus variiis A. Br. 28. — Gloeothece decipiens A. Br. 28. — Gl. inconspicua A. Br. 28. — Gl. magna Wolle 15. — Hapalosiphon Brebissonii Kütz. ß. globosum Nordst. 27. — Leibleinia monili- formia Reinsch 14. — Leptothrix parietina A. Br. 28, — Mastigonema fusca Wolle 15. — M. lutea Wolle 15. — M. violacea Wolle 15. — Nostoc tepidariormn A, Br. 28. — Oocystis gigas Archer 56. — ScMzosiplion intricatus A. Br. 28. — Spermosira macro- spora Reinsch 14. — Symphyosiphon Wollei Bornet 15. — Zonotrichia (lüoularia Tliur.J paradoxa Wolle 15. XI. Bacillariaceae. Keferent: E. Pfitzer. Verzeichniss der erschienenen Arlbeiten. 1. Andres, A. La teoria dell' incapsulamento del guscio delle Diatomee ed i recenti studii suUa natura del contenuto delle medesime. Relacione critica. Nuovo Gioru. botan. italian. IX, No. 177. (Ref. S. 35.) 2. Attwood. Diatoms from the Chicago Water supply. Monthly Microsc. Journ. XVIII. S. 266. (Ref. S. 42.) 3. Castracane degli Antelminelli. Studii sulle Diatomee. Atti d. Acad. Poutif. d. Nuovi Liucei XXX, 27. Mai 1877. (Ref. S. 36.) 4. — Qualite microscopica di un Deposito di Diatomee dei Monti Livornesi. Ebenda 18. März 1877. (Ref. S. 42.) 5. Dallinger, W. H. On Navicula crassinervis , Frustulis saxonica and Navicula rhom- boides as Test-Objects, 2 Tafeln, M. M. Journ. XVII, S. 1. (Ref. S. 37.) 6. — Additional note on the Identity of Navicula crassinervis, Frustulis saxonica and N. rhomboides, 1 Tafel, ebenda, S. 173. (Ref. S. 37.) 7. Davis, Henri. Variation in Navicula rhomboides, M. M. J. XVII, S. 105. (Ref S. 37.) 8. Deby, Julien. Cc que c'est qu' une Diatomee. Bulletins de la soc. beige de microscopie 1877. (Ref. S. 36.) 9. — Note sur l'argile des Polders suivie d'une liste de fossiles qui y ont ete observes dans la Flandre occidentale. Annales d. 1. Societe malacologique de Belgique, Tome XI, 1876. (Ref. S. 42.) 10. Delogne, C. H. Diatomees des environs de Bruxelles. Bull. d. 1. soc. beige de micro- scopie, t. III, S. 78. (Ref. S. 41.) 11. Gainard. Les Diatomees, quelques mots en faveur de cette etude. Rev. d. sc. natur. d. Montpellier VI. 12. Grunow, A. New Diatoms from Honduras. With Notes by T. Kitton. M. M. J. XVIII, S. 165. (Ref. S. 36, 38, 41.) ISutauidcUui: JaUretiboncUt Y. 3 34 Kryptogamen. — Algen. 13. Kitton, F. Translation of Petit's Essay on the Classification of Diatomaceae. With critical remarks. M. M. J. XVIII, S. 10, 65. (Ref. S. 37.) 14. Meara, 0. On Stauroneis phyllodes. Quarterly Journ. of mikrosk. Science XVII, S. 102, 104. (Ref. S. 41.) 15. — Craspedodiscus marylandicus n. sp. Ebenda S. 106. (Ref. S. 41.) 16. - A new Donkinia. Ebenda S. 195. (Ref. S. 41.) 17. — On Heliopelta perforata. Ebenda S. 300. (Ref. S. 41.) 18. — Coscinodiscus Craspedodiscus n. sp. Ebenda S. 461. (Ref. S. 41.) 19. — Coscinodiscus Arafusaensis n. sp. Ebenda S. 463. (Ref. S. 41.) 20. — Craspedodiscus elegans. Ebenda S. 465. (Ref. S. 41.) 21. Morris, G. C. Fossil Diatoms from South Australia. American Naturalist, June 1877. M. M. J. XVIII, S. 46. (Ref. S. 42.) 22. Müller, 0. Pelagische Formen von Diatomaceen aus dem südlichen Eismeer. Sitzungs- bericht d. Gesellsch. naturf. Freunde zu Berlin 20. Februar und 15. Mai 1877. (Ref. S. 37, 41.) 23. Neil, J. Cleaning Diatoms with Glycerine. American Naturalist February 1877. M. M. J. XVII, S. 161. (Ref. S. 37.) 24. Petit, P. Catalogue des Diatomees de l'Ile Campbell et de la Nouvelle Zelande. Extrait des „Fonds de la mer«, vol. III, p. 164. (Ref. S. 39, 41.) 25. — Liste des Diatomees observees dans les environs de Paris. Bulletins d. 1. Soc. botanique de France XXIV 12, 26 Janvier. (Ref. S. 39, 41.) 26. Petitcolas, C. L. The Diatom-earth of Richmond. American Journal of Microscopy, 1877. M. M. J. XVn, S. 294. (Ref. S. 42.) 27. Schmidt, A. Atlas der Diatomaceenkunde. Heft 13, 14. 1877. (Ref. S. 37.) 28. Schmitz, Fr. Ueber die Auxosporenbildung der Bacillariaceen. Sitzuugsber. d. naturf. Gesellsch. zu Halle. 9. Juni 1877. (Ref. S. 35.) 29. Smith, H. L. Sur la communication, qui existe entre la substance interne des Diato- mees et l'exterieur. Bull. d. 1. Soc. beige d. Microscop. Decemb. 1877. (Ref. S. 36.) 30. Wal lieh. On the relation between the development, reproduction and markings ofthe Diatomaceae. M. M. J. XVII, S. 61, 1 Tafel. (Ref. S. 34.) 1, Allgemeines, Bau, Entwicklungsgeschichte und Lehens- erscheinungen. 1. WaUich. On the relation between the development reproduction and markings of the Diatomaceae. (No. 30.) Der Verf. drückt zunächst sein Erstaunen darüber aus, dass die Thatsache der Zweischaligkeit der Bacillariaceen noch in die neuesten englischen Werke, wie das „Micro- graphic Dictionnary" und Carpenter's „Mikroskope" keinen Eingang, selbst kaum Erwähnung gefunden habe, und wendet sich dann specieller zwei zwischen ihm und Mac Donald streitigen Punkten zu: 1) Ist jedes Gürtelband blos mit der Schale verbunden oder ist es ein integri- render Theil der Schale? Wird es namentlich, wie Wallich anzunehmen geneigt ist, bei manchen Gattungen abgeworfen? 2) Sind die Grössenunterschiede der Zellen einer Art von verschiedenen Standorten oder von demselben Standort zu verschiedenen Jahreszeiten genügend erklärbar durch die successive Verkleinerung bei der Theilung? Hinsichtlich des ersteren Punktes macht Wallich auf die tiefe Furche aufmerksam, die sich oft zwischen Schale und Gürtelband vorfindet, sowie darauf, dass bei Biddulphia turgida a. A. die Schale deutlich aussen über den Rand des Gürtelbandes übergreift. Da- bei sei das Gürtelband oft breiter als die Schale und die in diesem entstehende neue Schale also nicht kleiner als die der Mutterzelle. Wallich übersieht dabei, dass diese neue Schale ja auch wieder entsprechend Schwächer als ihr vom älteren umschlossenes Gürtelband ist. Zum zweiten Gegenstand bringt der Verf. die oft aufgestellte und widerlegte Hypothese vor, dass die „sporangial frustule" eine Brut junger Bacillariaceen entlasse. Die neueren deutschen Arbeiten über Bau und Entwickelung derselben scheint der Verf. nicht zu kennen. Bacillariaceae. 35 Gelegentlich wird noch die Beobachtung mitgetheilt, dass die Dornen von Biddulphia und Creswellia röhrenförmig sind; bei B. turgida haben sie die Formen eines T, dessen Basis an der Schale befestigt ist , während am Ende des senkrechten Mittelstückes eine Oeffnung nach aussen sich vorfindet. 2. Schmitz, üeber die Auxosporenbildung der Bacillariaceen. (No, 28.) In der Auffassung des Gesammtentwickelungsganges der Gruppe vertritt der Verf. ganz den Standpunkt des Ref. Im Einzelnen fügt Schmitz seiner früheren Darstellung der Sporenbildung von Melosira varians hinzu, dass das Perizonium gleichzeitig am ganzen umfang der Zelle entsteht. Wie Melosira verhält sich Orthosira arenaria, ferner auch Cyclotella Kütsingiana. Die Zelle entwickelt kein Gürtelband an der jüngeren Schale, das Plasma rundet sich ab, wirft die beiden Schalen zur Seite und schwillt zu einer Kugel von etwa 4-fachem Durchmesser an. Diese bildet ein Perizonium, dagegen keine Gallerthülle. Die beiden ersten neuen Schalen sind halbkuglig, beide entwickeln Gürtelbänder und in diesen normal geformte Schalen. Auch Cocconeis Pediculus bildet ihre Auxosporen durch einfache Verjüngung, wie es Smith gegenüber Carter, Lüders und Borszczow behauptet hatte. Hier wird eine Gallerthülle ausgeschieden , die fertige Auxospore ist ein vom Perizonium umhülltes Ellipsoid. Von den neuen Schalen ist die ältere halbellipsoidisch , die jüngere schon von aussen her stark abgeflacht, ihr liegt die Endochromplatte an. Bei Cocconema hält Schmitz seine frühere Darstellung den abweichenden Angaben Borszczow's gegenüber in allen Punkten aufrecht. Soweit nach einigen Stadien zu schliessen ist, verhalten sich Cymhella gastroides, Encyonema prostratum, Neidium firmum, Pinniilaria viridida, F. stauroneiforniis, Stauroneis Phoenicenteron, nach ausführlichen Beobachtungen Gomplionema oUvaceum, Ehoicosphenia curvata und Achnanthes exilis ebenso wie Cocco- nema. Bei Ehoicosphenia war die Gallertmasse sehr unregelmässig begrenzt. Die beiden Mutterzellen lagen sehr verschieden zu einander orientirt, wie auch die Längsaxe der Auxo- sporen in verschiedenster Weise diejenige der alten Schale kreuzte. Das Plasma trat meistens an den spitzen Enden der Zellen hervor. Bei Epithemia Zebra bestätigte Schmitz die Copulation getheilter Mutterzellen. Zum Schluss weist der Verf. auf das Nebeneinander- vorkommen geschlechtlicher und ungeschlechtlicher Sporenbildung in dieser so homogenen Gruppe und auf die Unzuträgligkeiten hin, die eine allein vom Standpunkt der Sexualität aus getroffene systematische Eintheilung der niederen Kryptogamen hier mit sich bringen würde. Gegenüber Pringsheim's Angabe, dass den Bacillariaceen jeder sexuelle Generations- wechsel fehle, führt Schmitz aus, dass Suriraya sich genau verhalte wie Chlamydomonas, welche nach Pringsheim sexuellen Generationswechsel besitzt. Der letztere fehle dagegen in der That Cyclotella, Melosira und den sich analog verhaltenden Formen. Besondere Schwierigkeiten biete in dieser Hinsicht der Typus der Naviculeen u. s. w., insofern hier die gegenseitige Einwirkung der Mutterzellen der Auxosporen nicht unzweifelhaft ein Befruch- tungsact sei. 3. Andres. La teoria dell' incapsnlamento del guscio delle Diatomee et i recenti stadi suUa natura del contenuto delle medesime. Der Verf. giebt zunächst eine Darstellung der auf die Zweischaligkeit, Auxosporen- bildung u. s. w. basirten Entwicklungstheorie der Bacillariaceen wesentlich im Anschluss an die betreffende Abhandlung des Ref. und knüpft daran kritische Bemerkungen. Er glaubt zunächst, dass man die Zweischaligkeit nicht sicher wahrnehmen könne, dass Schnitte durch Bacillariaceen zu ungewissen und irrigen Resultaten führen, es sei die Entwicklung bei keiner Form lückenlos verfolgt, überhaupt seien nur relativ wenige Arten genau untersucht u. s. w. Es wird kaum etwas vorgebracht, was nicht von Borsczow u. A. auch schon gesagt wäre. Andres glaubt, dass die Schalen nach ihrem Hervortreten aus dem Gürtelband wachsen, und nennt dies sogar eine „unumstössliche Thatsache". Schliesslich werden dann auch die aus den Auxosporen ausschlüpfen sollenden Schwärinsporen u. s. w. wieder vor- geführt und ausgesprochen, dass man die Zellhaut der Bacillariaceen noch immer als ein einheitliches Gebilde aus einem Stück auffassen müsse. Es folgen dann noch einige Auszüge aus der Abhandlung des Refer. über Plasma, Endochromplatten u. s. w. 3* 36 Kryptogamen. — Algen. 4. Deby. C'est qoe c' est qn' une Diatomee. Eine hübsche, durch Holzschnitte erläuterte Darstellung der wesentlichen That- sachen aus dem allgemeinen Bau und der Entwicklung der Bacillariaceen. Der Verf. schliesst sich der von dem Refer. vertretenen Auffassung an, doch glaubt er, dass man noch andere Fortpflanzungsvorgänge bei den Bacillariaceen finden werde, namentlich da die Auxosoporenbildung so selten beobachtet worden sei. 5. Castracane. Studii solle Diatomee. Der Verf. giebt in dieser Abhandlung eine Uebersicht der zahlreichen Studien und der interessanten Beobachtungen, welche er zu verschiedenen Zeiten seit 1868 über die Diatomeen gemacht hat, über ihren Bau, ihre Natur und Zusammensetzung, ihre innere Structur, über die interessante und wohlthätige Rolle, welche dieselben im Haushalt der Natur spielen, über ihre Fortpflanzung, ihre biologischen Gesetze und ihre Abhängigkeit von physikalischen und chemischen Einflüssen, über ihr geologisches Alter und die Unzerstörbar- keit ihrer Formen, ihre Systematik, Morphologie u. s. w. Diese Uebersicht zeigt, in wie hohem Grade der Verf. zur Kenntniss der Diatomeen in jeder Hinsicht beigetragen hat. B r iosi. 6. Smith. Sur la communication , qui existe entre la substance interne proto- plasmique des Diatomees et l'exterieur. Es wird Ehrenberg's alte Beobachtung bestätigt, dass Indigo durch die Längsspalte der Naviciileen in's Innere der Zellen hineingelangen könne. Wenn Pinnularien sich in mit Indigo gemischtem Wasser bewegen, so bildet sich über dem Mittelknoten eine kleine Kugel von Indigopartikeln, welche sich lebhaft dreht, als ob unter ihr ein feiner Wasserstrahl aus den Enden der Spalten hervorträte. Wenn diese Kugeln eine bestimmte Grösse erreicht haben, so lösen sie sich plötzlich wieder auf und es beginnt die Bildung einer neuen. Die Bewegung der Indigopartikelchen auf den Mittelspalten ist stets der Richtung der Bewe- gung der ganzen Zelle entgegengesetzt. Die Indigopartikelchen berühren die Enden der Naviculen nicht, es bleibt eine gallertige Zone frei, die man mit Fuchsin färben kann. Bei Pinnularia dauert die Theilung 6 Minuten, nach 7 Tagen trennen sich die neuen Zellen, die „Conjugation" nimmt 14 Tage in Anspruch. 7. Grunow. New Diatoms from Honduras. Bei grossen Cocconemen und ähnlichen Formen erscheint, wie Ref. dem Verf. mit- theilte und dieser bestätigt fand, der Anschein doppelt so feiner Streifung, wenn der Focus gerade zwischen den beiden Schalen einer Zelle sich befindet. Die von Schumann angegebene feine Streifung der Pinnularien konnte auch Grunow nicht nachweisen. Striatella unijmnctata ist nicht glatt, sondern hat die Structur der schiefstreifigen Pleiirosigmen. Grunow ist jetzt auch überzeugt, dass Suriraya Craticula nur ein Entwicklungszustand von Navicula cuspidata sei, Climaconeis ebenso zu Navicula scopulorum Breb. gehört. Diese letzteren Craticular- zustände fand Grunow nur in den wärmeren Meeren. Bei Orthoneis geht die Gallert- ausscheidung von den wandständigen Fächern aus, die förmliche Gallerthörner entwickeln, nach Kitton bildeten sich ähnliche an den „Canaliculis" von Canipylodiscus Clypeus. Bei OrtJiosira Boeseana, Triceratium orhiculatum und Cerataulus laevis beobachtete Grunow abnorm verlängerte Gürtelbänder mit gekrümmten Querlinien, ähnlich wie sie sonst bei Bhizosolenia vorkommen. Grunow lässt es dahin gestellt, ob diese Verlängerung mit einem noch unbekannten Fortpflanzungsmodus zusammenhängt, oder wie bei 0. Boeseana wahr- scheinlich bei Mangel von Wasser gebildet wird. Ehrenberg fand die letztgenannte Form so auf Bäumen, Grunow auf Marchantia. Es wird ferner angegeben, dass die Einschachtelung zahlreicher Schalen in einer Zelle, wie sie Smith bei 0. BicTciei abbildet, auch bei 0. distans und Cerataulus vorkommen. Es sei dies vielleicht auch ein Craticularzustand. Bei Gera- taulus laevis sind die inneren Schalen so klein, dass sie nicht wohl durch Theilung Zellen der durchschnittlichen Grösse hervorbringen können. Kitton hält die betreffende Bildung bei Orthosira Dickiei für einen Sporangialzustand, es entstehen zuerst zwei kegelförmige Schalen und in diesen dann immer grössere, bis zur Bildung einer grossen normalen Zelle, die dann sich zu theilen beginnt. 8. Petit. Gatalogae des Diatomacees de l'ile Campbell. Hyalodiscus hormoides rPodosira hormoides Ktz.) hat kein körniges Endochrom, Bacillariaceae. 37 sondern eine breite vierlappige Platte, die einer der beiden Schalen anliegt. Hyalodiscus ist somit keine Melosiree, sondern eine Ächnanthee. Die ächten Podosiren haben körniges Endochrom. 9. Müller, lieber pelagische Diatomaceen aas dem südlichen Eismeer. Der Verf. untersuchte genau den Bau von Synedra Thalassothrix Cleve, welche die Länge von 3 mm. erreicht; bei nur 0,0054 — 0,0068 Breite der Schale, 0,005 Breite eines Schalenprofils mit Gürtelband. Von dieser Seite her gesehen ist die Zelle S-förmig gekrümmt und meist an zwei Stellen um einen halben Gang spiralig gewunden. Die beiden Enden sind ungleichartig. Die Projectionsliuie der Schalenfläche theilt sich am einen Ende gabelig, am anderen läuft sie in eine kurze kegelförmige Erhebung aus ; die beiden Längs- hälften sind hier nicht gleich, so dass die Zelle nach der Quer- und Längsebene asymmetrisch ist. Der Querschnitt der Schale ist ein flachliegendes Rechteck, dessen obere Ecken durch kleine nach innen convexe Halbkreise ersetzt sind. Die oberen Seitenränder der so gebildeten Rinnen sind zu Flügeln, die unteren zu niedrigen Leisten vorgezogen. Die Flügel sind an dem zuerst beschriebenen Schalenende höher, als am anderen. In den Rinnen sind Quer- streifungen, welche sich auf die Flügel hinaufziehen, rechteckige verdünnte Stellen der Membran von etwa 0,00042 mm. Höhe, zwischen ihnen finden sich noch Gruppen von 2—4 kleinen soliden Dornen nahe dem Flügelrande, welcher letzterer gezähnt ist. In den Rinnen, Flügeln und Dornen vennuthet Müller einen Apparat, der der Zelle das Schwimmen auf der Oberfläche erleichtert. 10. Neil. Cleanig Diatoms with Glycerine. Neil schlägt vor, die mit Wasser aufgeschlämmten Bacillariaceen vorsichtig über eine Mischung aus gleichen Theilen Glycerin und Wasser zu giessen. Die Bacillarien sinken nicht so schnell als Sand u. s. w. in das Glycerin ein, nach einigen Minuten sind sie jedoch in dem letzteren suspendirt, während die leichten flockigen Massen noch im Wasser sich befinden. Eine durch das letztere in das Glycerin eingeführte Pipette bringt sehr reine Bacillarien herauf. 2. Systematik. IL Kitton. Translation of Petit's Essay on the Classification of the Diatomaceae. Kittou bemerkt in seinen die Uebersetzung begleitenden kritischen Bemerkungen, dass er bei Anomoeoneis sphaeropJwra die ungestreifte Stelle auf einer Seite der Schale nicht immer habe finden können, bisweilen bringe eine geringe Senkung des Focus die Streifung zur Anschauung, so dass die Schalen hier etwas vertieft zu sein scheinen. Ferner wird erwähnt, dass zu den Nüzscliien mit diagonaler Endochromplatte Perryci Kitt, gehört; Kitton erklärt es weiter für richtig, statt Surirella Suriraya zu schreiben. Die Keilform von Meridion ist nicht constant; es kommt auch in geraden Fäden vor. Es sei incorrect, wenn Petit sage, es gäbe keine kreisförmigen Biddulphieen ; B. radiata und Triceratium orhiculatum seien solche Formen. 12. Schmidt. Atlas der Diatomaceenkande. Das 1877 erschienene 13. und 14. Heft enthält die Gruppen Neidium und Anomoeoneis (Navicula firma, Liber, spliaeropliora), ferner Campylodiscus, Suriraya fastuosa, spiralis. Die letztere Form {Camp, spiralis) wird wegen der auf beiden Schalen in gleicher Richtung verlaufenden Mittellinien zu Suriraya gezogen. Der in Aussicht gestellte ausführliche Text ist immer noch nicht erschienen. 13. Dallinger. On Navicula crassinervis, Frustulis saxonica and Navicula rhomboides as Test-objects. 14. Dallinger. Additional Note on the Identity ot N. crassinervis, F. saxonica and N. rhomboides. 15. Davis. Variation in Navicula rhomboides. Es wird ausgeführt, dass die genannten drei Formen identisch sind. Die Streifung ist bei allen in Punkte auflösbar, die in Längs- und Querreihen stehen. Die Feinheit der Streifung variirt, wie Hendry schon vor vielen Jahren betonte, sehr stark nach der Grösse der Exemplare, und steht dabei nicht einmal in bestimmtem Verhaltniss zur Grösse der Zelle, 38 Kryptogamen. — Algen. so dass die Form als Probeobject wenig Werth hat. Im Allgemeinen betont Dallinger, dass der äussere ümriss, die Mittelrippe und die Entfernung der Streifen von einander weit variabler sei, als der eigentliche Charakter der Streifung. 16. Grunow. New Diatoms from Honduras. Es ist dieser Aufsatz eine Ergänzung zu Grunow's „Honduras Diatomeen" in der Hedwigia 1867. Neue Formen sind: Synedra provincialis Grün. S. minor a latere primaria sublinearis, valvis lineari- ianceolatis, polis paullulum tumidulis, subtruncatis, linea media angusta, striis transversis tenuibus 30 in 0,01 mm., nodulis terminalibus conspicuis. Long. 0.065-0.11 mm. ß. tortuosa. Valvis plus minus undulato-tortuosis. S. laevigata Grün. S. major a latere primario linearis ad polos paullulum attenuata valvis anguste lineari lanceolatis acutiusculis, striis transversis tenuissimis (plus quam 38 in O.Ol mm.). Long. 0.8—0.24 mm. ? ß. hyalina (much smaller, with lanceolate valves and slightly produced obtuse apices. Striae about 38 in O.Ol mm. Long. 0.4—0.052 mm. S. capillaris Grün. S. angustissima valvis linearibus in media parte vix incrassatis linea media angusta distincta. Striis transv. subtil. 19 in O.Ol mm. Long. 0.225 mm. latis. valvae 0.0015—0.002 mm. Mastogloia bisulcafa Grün. M. minuta, valvis late ovato-lanceolatis, polis parum productis obtusis, loculis latiusculis aequalibus 5—6 in O.Ol mm., striis subradiantibus, subtiliter punctatis 10 '/a in 0-01 mm. utrinque area laevi lineari lanceolata subarcuata interruptis linea media undulata, nodula centrali parvo oblougo. Long. 0.017—0.03 mm. lat. valv. 0.009—0.11. Orthoneis crucicula Grün. 0. minuta, valvis ovatis obtusis loculis utrinque quinque, mediis angustioribus reliquis semicircularibus, nodulo centrali transversim dilatato cruciformi, striis subtiliter punctatis subradiantibus tenuibus (20 in O.Ol mm.) linea media recta. Long. 0.014—0.017 mm. lat. valv. 0.008-0.1 mm. Berkeleya Jwspüans Grün. B. parasitica, frustulis minutis, valvis lineari oblongis, acutiusculis, nodulo centrali elongato aegre conspicuo leviter arcuato, striis transversis tenuissimis. Long. 0.012-0.023 mm. lat. valv. 0.003—0.004 mm. Okedenia Eulenst. et Grün. nov. gen. vgl. unten S. 39. Scliizostauron Grün. nov. gen. Frustula naviculacea, valvis lanceolatis vel ovatis, nodulo centrali transversim dila- tato, in utroque fine bifido. S. Lindigii Grün. S. valvis late ovalibus, linea media subsigmoidea, utrinque inter poios et nodulum centralem dilatata, nodulo centrali transversim dilatato lineari in utroque fine bifurcato, ramis elongatis patentibus, recurvis, cum margiue feie parallelis, striis trans- versis tenuissimis 36 in O.Ol. Long. 0.029 mm. lat. valv. 0.021 mm. Valva exsiccata hyalina ecolora. S. Beichardtii Grün. S. valvis ovato lanceolatis polis parum productis, obtusius- culis, linea media recta lineari, fascie transversa utrinque bifida, ramis arcuatis divergentibus, striis transversis subtiliter punctatis, subradiantibus 12 in O.Ol mm. Long. 0.026—0.06 mm. lat. valv. 0.016—0.019 mm. Die Gallertstiele u. s. w. erklärt Grunow für ganz ungenügende Gattungsmerkmale, er vereinigt daher Podosphenia und Bhipidophora mit Licmopliora. Viele marine Synedren sollten in die Gattung Toxarium Bail. gestellt werden. Die Anordnung des Endochroms in Körner dürfte dabei vielleicht mit die beiden Gattungen trennen. Grunow nimmt die Gattung Sceptroneis Ehrenbg. für keilförmige Synedren wieder auf (fS'c. caduceus Ehr., clavata Grev., GompJwnema Jan. et Rab., cimeata Grün., dubia Grün.) ; Kitton glaubt, dass die Streif ung von Sc. caduceus und Sc. cuneata zu verschieden sei, um beide in dieselbe Gattung zu bringen. Zu Geratoneis rechnet Grunow ausschliesslich C. Arcus; C. hmaris, flexuosa, Uceps dagegen zu Eunotia, der Centralknoten ist dort mittel-, hier randständig. Die Gattung Plagiodiscus Grün, et Eulenst. ist Kitton geneigt, nur für eine abnorme Form von Suriraya zu halten. Die gleichriefigen Nitzschien vereinigt Grün, zu der Gattung Hantzschia. Zu Bacillariaceae. 39 Mastogloia sind zu stellen Navicula marginata Lewis, strangulata Grev.. spectatissima Grev. und vielleicht jamaicensis Grev,, oder aber dafür eine neue Gattung zu gründen, insofern die Randfächer hier zur Schale, nicht zu einer Zwischenplatte, zu gehören scheinen. Die Einschnürung in der Mitte ist dabei als Unterscheidungsmerkmal ohne Werth. Orthoneis, nui- durch die eiförmigen Schalen von Mastogloia verschieden ist nach Grunow vielleicht damit zu vereinigen, Kitton möchte dagegen die Sonderung so vornehmen, dass die Formen mit wahren „LocuHs" als Mastogloia, die ohne solche als Orthoneis bezeichnet werden. BerJceleya Fusidium Grün, ist eine Navicula (N. fusiformis Grün.), wohin auch Amphi- pleura Frauenfeldii Grün, gehört. Die grüne Färbung der Austern soll nach Bornet von dieser Baeillariacee herrühren. Amphipleura Lindheimeri, intermedia, Oregonica sind wohl nur Varietäten von A. pellucida — dagegen ist A. inflexa Breb. der Typus einer neuen Gattung Okedenia Eulenst. et Grün. Die Gattungen Biddulphia und Triceratium erscheinen kaum trennbar. 17. Petit. Liste des Diatomacees observees dans les environs de Paris. Cymbella turgida Greg. var. nova ß. excisa Petit se distingue du type par une legere echancrure sur le cote le moins courbe de la valve. Navicula firma Ktz. var. nova ß. scoliopleuroides Petit. Les stries coupent oblique- ment la ligne mediane, la zone est egalement striee obliquement. Nitzschia sigmoidea Sm. var. nova ß. undulata Petit. Se distingue par les ondu- lations de sa carene. 18. Petit. Catalogae des Diatomees de l'ile Campbell. Cocconeis notata n. spec. Valves ovales, ligne mediane sigmoide, nodule central dilate en une bände blanche qui atteint la marge et qui est terminee sur l'uu des bords seulement, par un elargissement presque circulaire, stries transversales tres-serrees, subradiantes et finement ponctuees, atteignant la ligne mediane. Long, moyenne 26 (u, 4, largeur 13 |u.6. C. australis n. sp. De petite taille, suborbiculaire ä valves dissemblables ; l'inferieure ayant une ligue mediane sigmoide et des stries droites, serrees et longitudinales ; la superieure lisse dans sa partie centrale, mais munie vers le bord de cötes courbes et radiantes. Longueur 26 (* 4 Larg. 24 [i 2. Baphoneis fasciolata ß. australis Petit. Les rangees de ponctuations sont beaucoup plus longues que dans le type et produisent une contraction tres-marquee de l'area, qui occupe le milieu. Longueur 28 (i 6 — 55 [i. Hyalodiscus maximus n. sp. Valves discoides, tres grandes, portant un large ombilic central occupant le V3 ^^ diametre total. Les stries radiantes sont formees des points egaux disposes en quinconces ; un anneau ä stries croisees les limite sur les bords. Zone etroite et cintree. Diametre 70 (i 4 — 130 (i. Amphora Schmidtii Petit (Atlas XXVIL 51. sans nom et sans diagnose). Valves cynibiformes, legereraent renflees au milieu du cote le moins courbe ; extremites de la valve arrondies, ligue mediane legerement cintree ; stries transversales du cote le plus courbe bien marquees, subradiantes, n'atteignant pas la ligne mediane vers la partie moyenne de la Valve sur une etendue egale au tiers du grand diametre de cette valve ; les stries sont en outre interrompues vers leur milieu par un espace blanc et uni; du cote le moins courbe elles sont tres-courtes, placees plus pres de la ligne mediane que du bord, et manquent complete- ment dans le voisinage du nodule centrale. Long. 88 ft Larg. 15 ji 4. Amphora cristata n. sp. V. cymbiformes ä extremites capitees, brusquement contractees ou dessous des sommets; bord le moins courbe brusquement renfle au milieu; ligne longitudinale placee tres-pres de ce bord; cote le plus courbe de la valve portant une large crete ondulee ä six dents, dont la largeur diminue progressivement vers les extre- mites; stries bien marquees, paralleles sur la valve et radiantes sur la crete; environ 25 stries dans 25 jx. Long. 77 ft, larg. max. sans la crete 11 /«■, avec la crete 19 (i. A. aspera n. sp. V. cymbiformes ä extremites attenuees, subcapitees,, arrondies et un peu dejetees en arriere ; ligne longitudinale se confondant en grande partie avec le c6t6 le moins courbe; nodule place sur le bord menie de la valvule; stries radiantes ponctuees, 40 Kryptogamen. Algen. semblables ä celle du Stauroneis aspera, allant du bord le plus courbe ä la ligne mediane. Long. 57 fi 2. Larg. 13 fi 2. Navicula Campbellü n. sp. V. lanceolees h bords cintres en dcdans, ä extremites cuneiformes, ä sommets arrondis; ligne mediane droite; nodule central ä peine visible, entoure d'une area assez apparente; stries bien marquees, un peu radiantes au centre, et paralleles vers les extremites, atteignant la ligne mediane, excepte au centre de la valve. Pas de stries longitudinales. Long. 81 ft 4, larg. 22 ft; 18 ä 20 stries dans 25 (i. N. Useriata n. sp. V. lanceolees ä extremites attenuees et ä sommets arrondis; ligne mediane n'atteignant pas les sommets; nodule central et nodules terminaux apparents ; stries radiantes bien marquees et interrompues manquant sur l'uu des cotes du nodule centrale, de fagon ä former un demistauros; frustule vue par la zone resserree au milieuet laissant voir les stries, interrompues sur les bords des valves, lesquelles sont tronquees vers le sommet, ä partir du nodule terminal; zone unie. Long. 55—74 mm., larg. 17 (i 6. N. Ehomlus n. sp. V. largement rhomboides, ä sommets acumines et un peu allonges; ligne mediane droite; nodules tres-petits; stries croisees, radiantes et tres-serrees. Long. 39 II ß larg. 24 i«, 2; environ 35 stries dans 25 fi. N. Smithii Breb. ß minor. Sommets largement arrondis, stries finement ponctu^es. N. quarnerensis Grün. (3 dilatata. Largueur plus grande, extremites des valves ä peine allongees. Stries tres delicates et subradiantes. Stauroneis robusta n. sp. V. elliptiques brusquement acuminees vers les sommets; ligne mediane droite; nodule central assez large, nodules terminaux petits et places un peu au-dessous des sommets: Stauros dilate du centre ä la marge, qu'il n'atteint pas; stries interrompues par des espaces blancs longitudinaux, marge annuliforme entierement garnie de stries. Le frustule vu par la zone est forteraent contractu vers le centre et largement arrondi vers les sommets; la zone est unie. Long. 90 ä 101 (x, larg. 28 ^i, stries an nombre de 18 dans 25 {i. Amphiprora rugosa n. sp. V. vues par la zone etroitement allongees, contractees au milieu et ä sommets termines en pointe recourbee en dedans; stries remplacees par des ponctuations irregulierement disposees et donnant ä la valve un aspect rugueux. Long. 132 jt. Suriraga Filholii n. sp. V. elliptiques h bords contractes et ä extremites large- ment arrondies; cotes dilatees vers la marge et n'atteignant pas le centre; chacune de ses cotes porte deux ou trois stries finement ponctuees de la nieme longueur qu'elles; vers le centre se trouvent deux lignes ponctuees et atrophiees. Traehysphenia nov. genus. Frustules vus par la zone quadrangulaires , valves cuneiformes couvertes de ponc- tuations disposees par lignes verticales et horizontales se coupant ä angle droit. Etablit le passage des Fragilariees aux Meridiees. T. australis n. sp. Long. 35 ä 52 fi, larg. 8 ä 11 fi. Grammatophora longissima n. sp. Valves peu apparentes, vues par la zone ne se distinguant des diaphragmes que par une ligne un peu plus marquee; ceuxci parcourus par une ligne ondulee ä sommets droits; ondulations atteignant le nombre de 25. Ehabdonema hamuliferum Kitton n. sp. V. lanceolees ondulees ä stries trans- versales ponctuees, ä sommets arrondis prives de stries; diaphragmes stries dans toute la longueur , portant au centre un anueau circulaire et vers les extremites deux autres anneaux plus petits et elliptiques ; vu par la zone le frustule parait corapose d'une quantite variable de diaphragmes places entre les deux valves et separes les uns des autres par dos lignes en forme d'hamecons; chacun des diaphragmes est strie sur la tranche. Long. 33 ä 78 fi, larg. 11 ä 15 fi. Ätdiscus stelliger n. sp. V. circulaires portant 4 Processus, dont deux sont plus petits; la valve est divisee en trois parties concentriques; la plus interne renferme 5 rayons disposes en etoile, la partie intermediaire porte des rayons irregulierement espaces ; la partie externe porte vers son bord interne un cercle de points qui correspondent aux rayons de Bacillariaceae. 41 Ja deuxieme partie, eile renferme en outre les quatre processus entre lesquels se trouvent des rayons irreguliers. Diametre 35 ft 2. Alle neuen Formen sind auch abgebildet. 19. Müller. Ueber pelagiscbe Formen von Diatomaceen aus dem südlichen Eismeer. Fragilaria antarctica Schwarz n. sp. Frustula rectangularia in fascias longiores plus minus solutas conjuncta, striis abbreviatis marginalibus ; valvis late ellipticis apieibns rotundatis, striis distinctissimis grosse granulatis, linea laevi media extincta. Magn. 0.028, lat. valv. 0.012. 20. 0. Meara. Stauroneis phyllodes. Craspedodiscus marylandicus. New Donkinia. Helio- pelta perforata. Goscinodiscus Craspedodiscus. C. Ärafusaensis. Craspedodiscus elegans. Zu der nur aus einer Umrisszeichnung und einer unvollständigen Beschreibung bekannten Stauroneis phyllodes (Ehrb.l Ktz. giebt der Verf. noch folgende Einzelnheiten: Streifen fein, etwas radial, leicht in Punkte auflösbar. Craspedodiscus marylandicus n. sp. unterscheidet sich von Cr. Coscinodiscus dadurch, dass die Areolen des inneren Theils der Scheibe viel grösser sind als die am Rande. (Fossil. Delaware Maryland.) Die neue Donlcima ist ohne Speciesnamen , die Diagnose: Yalves short and broad; height 0035; bredth 0066; broad and rounded at the ends; Striae coarse, oblique; median line diagonal, approaching closely to the margin at either end, and in an opposite directiou. On f. V. slightly constricted en the middle ; lobes nearly linear tili near the ends ; Striae ob- vious. Heliopelta perforata n. sp. unterscheidet sich von H. Meetii Ehrb. dadurch, dass die bei den letzteren deutlichen dreieckigen Fächer hier kaum sichtbar sind. Die Erhöhung in der Mitte ist wie bei Coscinodiscus perforatiis, die Areolen rundlich, radial, im Centrum und am Rande kleiner als in dem dazwischen gelegenen Ring. Die Diagnose von Coscino- discus Craspedodiscus ist Diameter 0.022" centre large, free from areolation. Areoles radiate , at the margin large , hexagonal , thence somenhat compressed , decreasiny in size towards the centre and somewhat elongated. Towards the end of the radiate lines of areoles (?) are somewhat shorter then others in consequence of which the centre has somewhat of a starlike appearance. Coscinodiscus Ärafuensis n. sp. hat ein kleineres farbloses Centrum als der vorige, die Linien von Areolen sind mehr gleich lang. Randareolen fast sechseckig , gegen die Enden an Grösse abnehmend , kürzer , breiter und kräftiger. Bei Craspedodiscus elegans corrigirt O'Meara die Diagnose dahin , dass das Centrum ganz durchsichtig sei und die Areolen deutlich sechseckig. 3. Verl)reitung. 21. Petit. Liste des Diatomacees observees dans les environs de Paris. Aufzählung von 178 Süsswasserformen. 22. Delogne. Diatomees des environs de Bruxelles. 99 Arten mit Ausschluss von Cylindrotheca Gerstenbergeri , welche keine Bacil- lariacee zu sein scheint. 23. Petit. Catalogue des Diatomees de I'ile Campbell. Die untersuchten Proben sind theils schwarzgrauer schlammiger Sand von der Küste, theils Proben aus der Meerenge von J'oveaux (40—50 Faden Tiefe) , Waschwasser von Corallinen aus Lyall Bay. Die aufgezählten 172 Arten sind dem entsprechend marin, die meisten schon aus anderen Meeren bekannt. 24. Grunow. New Diatoms from Honduras. Weitere Bearbeitung der in der Hedwigia 1867 beschriebenen Formen , die auf einem Sargassum sich vorfanden. 25. Müller. Ueber pelagische Formen von Diatoreen aus dem südlichen Eismeer. • Die Probe , die getrocknet eine weisse verfilzte Masse bildete , stammte von der Challenger Expedition und war der Meeresoberfläche entnommen. Sie besteht zum grössten Theil aus Synedra tabulata ß, Thalassothrix Cleve, dann aus CJiaetoceraten, Bliizosolenien, Coscinodiscen , Fragilarien und vereinzelten anderen Arten : im Ganzen Hessen sich 15 Species sicher bestimmen. Gemeinsam dem nördlichen und südlichen Eismeer sind nach den bisherigen Beobachtungen Synedra tabulata ß Thalassothrix, Chaetoceras boreale, Ch. decipiens, Cli. atlanticum, Cocconeis glaciaUs. 42 " Kryptogamen, — Algen. 26. Eitton. Translation of Petit's Essay on the Classification of Diatomaceae. Verf. erklärt sich für nicht überzeugt, dass die Bacillariaceen in grossen Tiefen leben. Bei der Untersuchung von Tiefseeproben von 1189—3103 Faden Tiefe fand er stets nur Schalen, die längst abgestorben sein mussten. In einer Probe vom Challenger (1950 Faden) war keine Spur von Endochrom und die Schalen sahen abgeschliffen aus — viel- leicht stammen sie aus einer submarinen fossilen Ablagerung. In einer anderen Probe vom Challenger (2900 Faden) kommt Coscinodiscus Eex.in ungeheurer Menge vor. Die Gürtel- bänder werden hier bis 1/5 Zoll lang und 1/200 Zoll breit. Die dazu gehörige Schale müsste mindestens ^/^j Zoll Durchmesser gehabt haben. In den meisten Tiefgrundproben treten Asterolampra, Chaetoceras und Bhizosolenia auf, die lebend bekanntlich sich auf der Ober- fläche des Meeres finden und wohl mit Besten der Thiere, die von ihnen leben, in die Tiefe gelangen. 27. Attwood. Diatoms trom the Chicago Water supply. Diatoma vulgare, Stephanodiscus Niagarae, Cyclotella operculata, Asterionella formosa werden als in dem Wasserleitungswasser von Chicago vorkommend genannt. 28. Deby. Note siir l'argile des Polders. Im Jahre 1852 publicirte Hartig eine Untersuchung über den Boden, auf dem Amsterdam erbaut ist, und beschrieb daraus 43 Bacillariaceen. Deby prüfte jetzt genauer den Thonmergel der sogenannten „Polder" des westlichen Flanderns. Derselbe besteht bisweilen zum fünften bis vierten Theil aus meist marinen Bacillariaceen, deren 74 mit erläuternden Bemerkungen aufgeführt werden. 29. Castracane. Qualite microscopica di uno deposito di Diatomee dei Monti livornesi. Es handelt sich um ein schieferartiges, von Prof. Cappellini am Monte Gabbro gefundenes, aus zahlreichen Bacillarienresten bestehendes Gestein. Der Verf. hat darin in folgenden Arten bestimmen können: Epithemia marina Donkin. , Amphora lyrata Grey, Coeconeis scutellum Ehrenb., Cocconeis Adriatica Kg., Coscinodiscus fimhriatus Ehrenb., Coscinodiscus lineatus Ehrenb., Coscinodiscus punctahis Ehrenb. , Acünocyclus crassus Sm. , A. moniliformis Ralfs., Campylodiscus , Stiriraya salina Sm., Nitsschia Entomon Ralfs., N. spectabilis Ehrenb., Navieida didyma Ehrenb., Stauroneis aspera Kg., Pleurosigma formosum Sm., Synedra rohusta Ralfs., S. salina Sm., Climacosphenia moniligera , Bacillaria cursoria Donkin., Aclmanthes longipes Ag. , Bhabdonema Adriaticum Kz. , Grammatopho7'a macilenta Sm., G. marina Kz. , Biddulphia tridentata Ehrenb., B. Tuomeyi Breb. , Mastogloia apiculata Sm., Bhizosolenia setigera Brigt., Chaetoceros Wighamii Bright. Diese Untersuchung ist begleitet von sehr interessanten geologischen Bemerkungen, von Betrachtungen über die wahrscheinliche Verbreitung der Bacillarien auf dem Meeres- grunde und Vergleichung der Formen anderer Ablagerungen. Der Verf. kommt zu dem Schluss, dass die Bacillarien des erwähnten Schiefers in flachem Meerwasser gelebt haben müssen , und dass sich die Ablagerung in einem Eismeere gebildet habe oder wenigstens in einem Meere, welches in der Tiefe eine constante Temperatur kaum über dem Gefrierpunkt gehabt habe. Briosi. 30. Morris. Fossil Diatomaceae from South Australia. Der Coorongit (von Cooroug-District, Südaustralien), ein Mineral von grauer Farbe, geringem specifischen Gewicht und feinschwammiger Textur, enthält neben 20 "/o eines ab- destillirbaren Kohlenwasserstoffs vorwiegend Reste von Süsswasser-ßacillariaceen. 31. Petitcolas. The Diatom-Earth of Richmond. Die obersten und untersten Lagen sind verhältnissmässig arm an Formen , die mittleren am reiclisten. Am meisten ist die Gattung Coscinodiscus vertreten, von C. gigas herab bis C. snUilis. Orthosira marina, Navvicida- Arien, Pleurosigmen, Triceratien sind ebenfalls reichlich vorhanden, verhältnissmässig selten kommen noch Isthmia enervis , Bid- dulphia Tuomeyi, Terpsinoe musica, Anlacodiscus Crux, Navicula Lyra, Gomphonemen, Heliopelten, Asterolampra concinna, Asteromphalus Broolcei und Synedren vor. Verzeichniss der besproclienen Arbeiten. 4o B. Flechten, Referent: E. Stahl. Verzeichniss der besprochenen Arbeiten. 1. Arnold, F. Die Lichenen des Fränkischen Jura. (Ref. 20, S. 51.) 2. — Lichenologische Ausflüge in Tirol. XVII. Mittelberg. (Ref. 23, S. 51.) 3. — Lichenologische Fragmente. XX. I. Parteukirchen. II. Kampenwand. (Ref. 21, S. 51.) 4. Brisson, F. P., Lichens du döpartement de la Marne mit Supplement. (Ref. 19, S. 51.) 5. — Les Lichens doivent-ils cesser de former une classe distincte des autres Crypto- games? (Ref. 1, S. 44.) 6. Britzelmayr, M. Nachträge zur Lichenenflora von Augsburg. (Ref. 22, S. 51.) 7. Crombie, J. M. The Lichens of the „Challenger" Expedition. (Ref. 35, S. 53.) 8. — New British Lichens. (Ref. 16, S. 50.) 9. — Note on the British Species of Pterygium. (Ref. 15, S. 50.) 10. — Observations on the genus Ephebe. Nyl. (Ref. 10, S. 49.) 11. — Revision of the Kerguelen Lichens. (Ref. 32, S. 52.) 12. Fries, Th. Polyblastiae Scandinavicae. (Ref. 13, S. 50.) 13. Körber, G. Coniocybe Owanii. (Ref. 27, S. 52.) 14. Krempelhuber, A. V. Die Flechtengattung Ascidium Fee. (Ref. 11, S. 50.) 15. — Neue Beiträge zu Afrika's Flechtenflora. (Ref. 28, S. 52.) 16. — Aufzählung und Beschreibung der Flechtenarten, welche Wawra von zwei Reisen um die Welt mitbrachte. (Ref. 36, S. 53.) 17. Leighton. New British Lichens. (Ref. 17, S. 50.) 18. Magnin, A. Lichens de la vallee de Pübaye. (Ref. 18, S. 50.) 19. Minks, A. Zur Flechtenparasitenfrage. (Ref. 8, S. 49.) 20. Mueller, F. v. List of the plauts obtained duriug Mr. C. Giles's travels in Australia. (Ref. 33, S. 53.) 21. Müller, J. Lichenologische Beiträge. V. VL Lichenen aus Texas. (Ref. 29, S. 52.) 21b. Murray, G. On the nature of the Spermatia. (Ref. 4, S. 45.) 22. Nylander, W. De gonidiis et eorum formis diversis aminadversiones. (Ref. 5, S. 46.) 23. — Bryophytas et cormophytas costaricenses anno 1875 lectas enumerat. H. Pola- kowsky. (Ref. 30, S. 52.) 24. — Addenda nova ad Lichenographiam europaeam. Cont. 27, 28, 29. (Ref. 12, S. 49.) 25. Rougemont. Liste des plantes rapportees d'Islande par (Ref. 14, S. 50.) 26. Schiedermayr, C. Aufzählung der in der Umgebung von Linz beobachteten Sporen- pflanzen. (Ref. 24, S. 51.) 27. Sorokin, N. Beitrag zur Keuntniss der Kryptogamenflora der Uralgegend. (Ref. 26, S. 52.) 28. Stahl, E. Beiträge zur Entwickelungsgeschichte der Flechten. Heft I. Uober die geschlechtliche Fortpflanzung der Collemaceen. (Ref. 3, S. 44.) 29. — Beiträge. Heft IL Ueber die Bedeutung der Hymenialgonidien. (Ref. 6, S. 46.) 30. Stirton. Additions to the Lichenflora of New-Zealand. (Ref. 34, S. 53.) 31. Tuckerman, E. Observationes lichenologicae, No. 4. (Ref. 31, S, 52.) 32. Winter, G. Ueber Sporodictyon turicense. (Ref. 9, S. 49.) 33. — Lichenologische Notizen. Cephalodien von Sticta und Solorina. Flechtenparasiten. (Ref. 7. S. 48.) 34. Grevillea. Ou the formation of the spores in Lichens. (Ref. 2, S. 44.) 35. — Distribution of Lichens in Tropical America (siehe Jahresbericht 1877 Krempelhuber). 36. Zur Kryptogamenflora Siebenbürgens. (Ref. 25, S. 51.) 44 Kryptogamen. — Flechten. I. Anatomie, Morphologie, Physiologie. 1. Tb. Brisson. Les Lichens doivent-ils cesser de former une classe distincte des aatres Cryptogames ? (Mem. de la soc. d'agriculture, Commerce etc. de la Marne 1877.) Eine ausführliche Auseinandersetzung der bekannten Streitfrage, unter vollständiger Herücksichtigung der einschlägigen Literatur. Verf. bekennt sich zu den Gegnern der Seh wen den er 'sehen Theorie, 2. On the formation of the spores in Lichens and Fungi. (Grevillea 1877, Vol. 5, No. 35.) Eine Uebersetzung der in Strasburger's „Zellbildung und Zelltheilung" enthal- tenen Angaben über besagten Gegenstand. 3. E. Stahl. Beiträge zur Entwickelungsgeschichte der Flechten. Heft I. lieber die geschlechtliche Fortpflanzung der Collemaceen mit 4 Tafeln. (Leipzig 1877.) Der Mittheilung eigener Beobachtungen wird die Behandlung der einschlägigen Literatur — Angaben über die Entwickelung der Apothecien und über die Bedeutung der Spermatien der Flechten — vorausgeschickt. Als constanter Ausgangspunkt für die Bildung der Apothecien finden sich bei Collema microphyllum charakteristisch gebaute Hyphen (die Carpogone), welche von gewöhn- lichen Thallusfäden entspringen. Der basale Theil der Carpogone, deren Ursprungsstelle mehr oder weniger der Mitte des Thallusquerschnittes genähert ist, ist schraubig gewunden (2'|2— 3 Windungen) und setzt sich in einen laugen Strang fort, welcher die Tballusober- fläche erreicht, um ausserhalb derselben — bei den berindeten Collemaceen nach Durch- brechung der Kinde — mit einer kurzen oft fiaschenförmig angeschwollenen Spitze zu enden. Der ganze Apparat ist durch Querwände in wechselnder Zahl gegliedert: der schraubig gewundene Theil wird als Ascogon, der andere als Trichogyn bezeichnet. — Feuchte Witterung begünstigt die Anlage der Carpogone, wie auch die Entleerung der Spermogonien. Die ausgetretenen Spermatien findet man daher häufig an den durch ihre klebrige Ober- fläche ausgezeichneten Trichogynenden festsitzend. Nach den günstigsten Präparaten zu urtheilen, findet eine Copulation statt; der Inhalt des Spermatium's tritt durch einen brücken- förmigen Querfortsatz mit demjenigen der Trichogyuendzelle in Verbindung. In einem späteren Entwickelungsstadium findet man die ausgetretene Trichogynspitze zu einem form- losen Klümpchen coUabirt, den im Thallus eingesenkten Theil in charakteristischer Weise (siehe Pliysma) verändert, das Ascogon endlich von einem dichten Hyphengeflecht um- sponnen. Die einzelnen Zellen der Schraube nehmen an Grösse zu und theilen sich durch Querwände. Durch diese Wachsthumserscheinungen geht die schraubenlinige Anoi'dnung mehr und mehr verloren; die Windungen rücken auseinander, indem sich aus dem Hyphen- knäuel entspringende Aeste zwischen dieselben einschieben. Die Paraphyseh entspringen aus dem das Ascogon umhüllenden Hyphenknäuel und sind schon frühe umgeben von dem pseudoparenchymatischen Gehäuse, dessen Entstehung aus paraphysenähnHchen Fäden sich aus der reihenförmigen Anordnung der einzelnen Zellen erschliessen lässt. — Gonidien- Bchnüre, welche regelmässig bei der Apothecienanlage von den Hyphen eingeschlossen werden, sind bald nur noch als winzige, stark lichtbrechende Körperchen zu erkennen. Die Schlauchhyphen verdanken ihren Ursprung der Weiterentwickelung der Schraube, dieselben zeigen einen schlängelnden Verlauf und sind durch Querwände gegliedert : Breite und Länge der einzelnen Glieder sind sehr wechselnd; ihr Inhalt ist wie derjenige der Ascogonzellen , ein homogenes, höchstens feinkörniges Plasma. Die ersten Asei sind einfach Aussackungen dieser Schlauchhyphen. Die Asci und folglich die Sporen sind Producte der Weiterentwickelung des Ascogons. Die übrigen Bestandtheile des Apotheciums verdanken ihre Entstehung einem Vegetationsprocess, welcher aus den dem Ascogon zunächst gelegenen Hyphen seinen Ursprung nimmt. Collema imlposum, multifidmu, Synechoblastus conglomeratm u. s. w. verhalten sich im Wesentlichen wie C. microphyllum. Manche Formen , namentlich G. pulposiim, sind durch eine höchst spärliche Apothecieubildung ausgezeichnet. Carpogone sind oft in überreicher Anzahl vorhanden; dieselben entwickeln sich aber nicht weiter; in der Mehrzahl Anatomie, Morphologie, Physiologie. 45 der Fälle fehlen an diesen Lagern gesunde Spermogonien. — Bei den bisher besprochenen Gattungen entstehen Carpogone und Spermatien an verschiedenen Stellen des Thallus, in manchen Fällen ist selbst eine Neigung zur Diöcie zu bemerken. Bei den Arten der Gattung Phijsma dagegen entstehen beiderlei Organe aus gemeinschaftlichen Hyphencomplexen. Die ersteren Formen können daher als dicline , die letzteren als zwitterige bezeichnet werden. Hier entspringen die Carpogone, und zwar zu mehreren (4—8) aus dem lockeren Hyphen- geflecht, welches die Basis des Spermogoniums bildet. Das Ascogon der einzelnen Carpogone ist in dieselbe eingesenkt , das durchschnittlich achtzollige Trichogyn erreicht wie bei Collema die Thallusoberfläche und endigt mit einer kurzen dieselbe überragenden Spitze. Die Spermogonien enthalten ausgebildete Spermatien schon vor der Bildung der Trichogyne. Ihre Entleerung findet kurz vor und jedenfalls auch gleichzeitig mit dem Aus- wachsen der Trichogyne statt, so dass man diese letzteren fast immer mit zahlreichen Sper- matien bedeckt findet, von welchen einzelne sehr fest an den Trichogynenden haften. Nun treten in dem Trichogynschlauche Veränderungen auf, welche, von der aus- getretenen Spitze, an welcher die Spermatien anhaften, ausgehend, allmälig nach innen bis zur Spermogoniumbasis fortschreiten. Das Ascogon bleibt , wie bei Collema , von diesen Veränderungen ausgeschlossen. Diese letzteren bestehen in einer Aufquelluug der Quer- wände, welche von nicht messbarer Dicke bis zu einer den Fadenquerdurchmesser selbst um ^ das Doppelte übertreffenden Dicke aufquellen können. Das Plasma der einzelnen Schlauch- glieder wird dabei gelblich und stärker lichtbrechend. In Folge dieses Processes vollziehen sich im Inneren des Spermogoniums Wachs- thumserscheinungen , durch welche das Spermogonium selbst in ein Apothecium umgestaltet wird. Die Sterigmen werden zur Seite gedrängt und zusammengedrückt durch zahlreiche gegliederte Fäden , welche aus dem Spermogoniengrunde hervorsprossen und durch den Entleerungskaual bis zur Thallusoberfläche heranwachsen. Dieselben stellen das jugendliche Paraphysensystem dar , in welches in der Folge die Auszweigungen der Ascogone, die Asei hineinwachsen. — Heteromere Flechten wie Pannelia stellaris, pulverulenta , Endocarpon miniatum verhalten sich , soweit die pseudoparenchymatische Thallusstructur eine Einsicht in die bei der Apothecienanlage stattfindenden Vorgänge gestattet, in den wesentlichen Punkten wie die Collemaceen. Die hauptsächlichen Gründe, welche den Verf. dazu brachten, die bei der Anlage der Flechtenapothecien stattfindenden Vorgänge als einen Geschelchtsact zu deuten, finden sich folgendermassen zusammengestellt: Schon die Structur der Carpogone, namentlich die der Trichogyne, welche, bei der Schlauchhyphenbildung unbetheiligt , constant die Thallusoberüäche durchbrechen, spricht für die Ansicht, dass dieselben bestimmt seien, die in die Mitte des Thallus eingesenkten Ascogone mit der Aussenwelt in Verbindung zu setzen. Für die Bedeutung der Spermatien als befruchtender Körper sprechen die Verände- rungen, welche im Trichogyn auftreten und zwar stets ihren Ausgangspunkt nehmen von der Endzelle desselben, an welcher man die Spermatien anhaftend resp. copulirend findet. Der Umbildung des Ascogons in Schlauchhyphen gehen immer die genannten Veränderungen im Trichogyn voraus, so dass man annehmen muss, beide Erscheinungen seien durch einen Causalnexus verknüpft. Der Umstand, dass in den meisten Fällen das Ausbleiben der Weiterentwicklung der Carpogone mit einer mangelhaften Ausbildung der Spermogonien zusammen fällt, spricht ebenfalls für die Annahme eines durch die Spermatien eingeleiteten Befruchtungsprozesses. Zum Schluss vergleicht Verf. die Sporenfruchtentwicklung der Flechten mit der anderer Ascomyceten und der Florideen und bespricht die in neuerer Zeit gegen die Sexualität der Ascomyceten vorgebrachten Einwendungen, welche angesichts der bei der Apotheciumanlage der Flechten stattfindenden Erscheinungen jedenfalls keine allgemeine Gültigkeit mehr beanspruchen dürfen. 4. Murray. S. On the nature of the Spermatia. (Journ. of Bot, Oct. 1877.) Bestätigt einige der in der vorhergehenden Arbeit niedergelegten Angaben. 46 Kryptogaraen. — Flechten. 5. W. Nylander. De gonidiis et eorum formis diversis animadverslones. (Flora 1877, Nr. 23; übersetzt und mit einigen Noten versehen von Crombie : Dr. Nylander on gonidia and their different forms. Grevillea 1877.) I. Nach einigen Bemerkungen über die Lagerung der Gpnidien im Flechtenthallus und über die Zoosporenbildung der Gonidien recapitulirt Verf. die bekannten hergebrachten Gründe gegen die Schwendener'sche Theorie, von welchen nach seiner Ansicht ein einziger genügend sei, um die ganze Irrlehre über den Haufen zu werfen. II. Im zweiten Theil giebt Verf. eine Uebersicht der verschiedenen Gonidienformen. Die Gonidien im weiteren Sinne lassen sich eintheilen in „Gonidia" im engeren Sinne (auch eugonidia und „gonimia" (auch granula gonima). Die Charakteristik dieser beiden Gruppen hat Verf. in früheren Arbeiten gegeben. Die Eugonidia werden eingetheilt in 1) Haplogonidia, kugelige, einfache oder zwei- bis dreimal getheilte Zellen; in manchen Fällen, aus zahlreichen Zellen bestehende Häufchen bildend. 2) Platygonidia oder „syngonidia platygonidica" ; zusammen- gedrückte, zu Häuten vereinigte Gonidien (blätterbewohnende Formen). 3) Gonidia chroolepoidea (oder chroolepogonidia). 4) Gonidia confervoidea (auch Confervogonidia) im Thallus von Coenogonium. Die Gonimia sind blaugrün und kommen in Lagern und in Cephalodien vor. Sie lassen sich eintheilen in 1) Haplogonidia: grosse einzelne oder zu zweien oder mehreren vereinigte Zellen (P/i^/ZKscMm). 2) Sirogonimia: Scytonema und Sirosiphon- artige Gouimien. 3) Hormogonimia (^os(oc-typus). 4) Speirogonimia, den vorigen ähnlich, nur nicht zu Keihen vereinigt (Omphalana, Synalissa). Die Gonidimia (auch leptogonidia) stehen zwischen den „Gonidia" und „Gonimia". Sie sind kleiner als die erstercn und länglich und unterscheiden sich von den letzteren durch ihre grüne Farbe. 6. E. Stahl. Beiträge. Heft II. über die Bedeutung der Hymenialgonidien mit 2 Taf Leipzig 1877. Vorläufige Notiz in Flora 1877, Nr. 7 und in „Sitzungsberichte der 50. Naturforscherversammlung in München". Im Innern der Sporenfrüchte verschiedener pyrenocarper Flechten kommen Gonidien vor, die von denjenigen des Thallus durch geringere Grösse uud manchmal durch abweichende Gestalt verschieden sind. Nylander, welcher diese Gebilde entdeckte, bezeichnete sie mit dem Namen „Hymenialgonidien". Bei Endocarpon pusillum Hedwig {Dermatocarpon Schaereri Körber) finden sie sich zahlreich in den Zwischenräumen der Asci, sowie in der im Peritheciumhohlraum reichlich vorbandenen Gallerte. Diese Hymenialgonidien sind Abkömmlinge von Thallusgonidien , welche regelmässig bei der Perithecienbildung mit in die junge Anlage eingeflochten werden. Unter diesen veränderten Lebensbedingungen zer- fallen nämlich die ansehnlichen Thallusgonidien durch wiederholte Theilungen, wie sie für die Algengattung Pleurococcus charakteristisch sind, in eine Anzahl kleiner kugeliger Zellen, welche sich üppig vermehren und bei noch geschlossenem Perithecium schon zahlreich in dem Hohlraum zwischen Periphysen und ascogenen Hyphen anzutreffen sind. Mit jeder Spore, welche aus dem geöffneten Perithecium ausgeworfen wird, werden eine Anzahl Hymenialgonidien mit entleert, so dass man die auf Glasplatten aufgefangenen Sporen regelmässig von einem Hofe der blaugrünen Hymenialgonidien (circa 20— 40) umgeben findet. Die Sporen keimen sofort nach ihrer Ausstreuung. Ein Theil der aus den einzelnen Sporenfächern austretenden Keimschläuche legt sich sogleich an die Hymenialgonidien an. welche in Folge dieser Berührung sogleich an Grösse zunehmen und eine sattgrüne Färbung annehmen. Dass diese plötzliche Grössenzunahme lediglich dem Einfluss des Aseomyceten zuzuschreiben ist, geht aus der Betrachtung solcher Hymenialgonidien hervor, welche in Begleitung keimungsunfähiger Sporen ausgeworfen werden; dieselben vermehren sich üppig unter Beibehaltung ihrer ursprünglichen Grösse, Die von dem Pilze umsponnenen Gonidien nehmen bedeutend an Grösse zu auf Kosten der Theilungen. Auf Glasplatten gehen die ersten Keimungsstadien der Endocarponsporen rasch vorüber, die Hymenialgonidien findet man bald von einem allseitig geschlossenen Hyphennetz umgarnt. Fertige, fructiticirende Thalli konnten jedoch auf dem genannten Substrate trotz Anatomie, Morpliologie, Physiologie. 47 entsprechender Ernährung nicht gezogen werden, wohl aber auf dem Standorte der Flechte entnommenem Lehm. Hier geht unter günstigen Umständen die Bildung des Thallus ziemlich rasch von Statten, so dass 4—6 Wochen nach der Aussaat die ersten Spermogonien und bald darauf die ersten Perithecienanlagen sichtbar werden; reife Sporen finden sich jedoch erst nach 4 — 5 Monaten. Die ersten Anfänge der Thalli sind an einer glatt hergerichteten Lehmfläche schon nach wenigen Tagen dem blossen Auge als scharf umschriebene grüne Punkte bemerkbar. Die microscopische Untersuchung derselben lehrt, dass meist 2 Sporen (aus einem Ascus stammende) mit den ihnen anhängenden Hymenialgonidien das Material einer Thallusanlage bilden. Für die Einzelheiten der Thallusbildung muss auf das Original verwiesen werden. Diejenigen Lager von Endocarpon pusillum, welche während ihrer Entwickeluug einer von allen Seiten her ungefähr gleichmässigen Beleuchtung ausgesetzt werden, zeigen nahezu kreisförmigen Umriss. Die ältesten Theile des Thallus sind die mittleren, dem cen- tralen Rhizinenstrang genäherten ; durch Marginal vvachsthum nimmt der Thallus ungefähr gleichmässig nach allen Richtungen an Umfang zu. Werden aber die Culturen nur von einer Seite, und zwar durch schief auf die Lehmfläche auffallendes Licht beleuchtet, so vergrössert sich die Thallusfläche fast ausschliesslich nach der von der Lichtquelle abgekehrten Seite; der Rhizinenstrang und mit ihm der Anheftungspunkt des Lagers kommen daher nicht mehr in das Centrum des Thallus, sondern an die der Lichtquelle zugekehrte Seite desselben zu liegen. Zugleich bleibt der Thallus nicht mehr dem horizontalen Substrate angeschmiegt, sondern hebt sich von demselben unter Bildung eines mehr oder weniger steilen Winkels ab, wodurch die Thallusoberfläche der Lichtquelle zugewendet wird und in eine für die Assimilation günstige Lage gelangt. Thelidium mimitüum wächst oft in Gesellschaft von Endocarpon pusillum. Bringt man auf geeignetem Substrat die Sporen der ersteren Flechte mit den Hymenialgonidien der letzteren zusammen, so erhält man nach verhältnissmässig kurzer Zeit den Thallus, bald auch die Perithecien von Th. minutulum. Der Einfluss des Pilzes auf die Alge macht sich, wie bei Endocarpon, in einer Grössenzunahme derselben bemerklich. Die umsponnene Hymenialgonidie theilt sich durch abwechselnd nach den drei Richtungen des Raums auf einander senkrecht erfolgende Querwände, wodurch ein Gonidiencomplex von annähernd würfelförmiger Gestalt entsteht. Mit den Theilungen der Alge halten die Hyphen Schritt, indem sich Hyphenäste zwischen die sich trennenden Zellen einschieben, um die neuen Wandflächen zu umkleiden. Bei Thelidium kommt es nie zur Bildung eines geschichteten Thallus, der gonidien- haltige Theil des Lagers erhebt sich niemals über den soredialen Zustand; auch stehen die Peri- thecien in keiner unmittelbaren Beziehung mit demselben, sie entwickeln sich an dem Mycelium, welches das lehmige Substrat durchzieht. Die Hymenialgonidien von Polyhlastia rugulosa sind stäbchenförmig und stimmen in ihrem Bau mit der Algengattung Sticliococcus Nägeli überein, während die Thallusgonidien die Charaktere von Pleurococcus aufweisen. Nichtsdestoweniger stammen die Hymenial- gonidien von Thallusgonidien ab, welche in die jungen Perithecien, bei deren Anlage gelangt nach Art von Pleurococcus in eine grosse Anzahl von Theilproducten zerfallen. Diese Theilproducte, welche cylindrische Gestalt annehmen, zeigen nun die Eigenthümlichkeit, dass sie bei weiterer Vermehrung (sowohl im Hymenium als auch frei auf einem passenden Substrate) sich fast ausschliesslich durch zur Längsaxe des Cylinders senkrechte Quer- wände theilen. Wie bei Endocarpon werden bei Polyhlastia Hymenialgonidien mit den Ascosporen aus dem Perithecium ausgeworfen; die Keimung erfolgt in ähnlicher Weise wie dort, nur gestaltet sich hier der Einfluss des Pilzes auf die Alge noch auffallender. Bei Berührung mit den Sporenkeimschläuchen nehmen die stäbchenförmigen Hymenialgonidien nach und nach die kugelige Gestalt und den Theilungsmodus der Thallusgonidien an. Treten die ausgeworfenen Stäbchen nicht mit den Hyphen in Berührung, so vermehren sie sich üppig wie im Hymenium unter Beibehaltung ihrer geringen Grösse. Die grösseren Dimensionen der Thallusgonidien sind also der Einwirkung des Ascomyceten zuzuschreiben. Aus dem Vorhergehenden ergiebt sich, dass die Hymenialgonidien führenden Flechten 4g Kryptügamen. — Flechten. das geeignetste Material liefern zur endgültigen Entscheidung der Flechtenfrage auf dem Wege des Experimentes. Ganz besonders geeignet, die ältere Anschauung zu widerlegen, nach welcher die Gonidien die assimilirenden Organe der als einheitliche Organismen gedachten Flechten sein sollen, ist die experimentell festgestellte Thatsache, dass ein Flechtenpilz mit Hülfe der einer anderen Flechte entnommenen Gonidien seinen Thallus aufbaut. 7. G. Winter. Lichenologische Notizen mit l Taf. (Flora 1877, No. 12, 13, 14.) 1. Cephalodien von Sticta und Solorina. Die Cephalodien kommen sowohl an der Ober- als an der Unterseite des Thallus von Sticta linita vor. An denjenigen, welche au der Oberseite vorkommen, ist die Rinde des Thallus zu einer kugeligen oder halb- kugeligen Blase aufgetrieben, welche die parasitischen Algen umschliesst. An einem Vertical- schnitt durch das Cephalodium findet man zu unterst die unveränderte untere Rinde, über welcher das in seinem unteren Theile nur wenig alterirte Mark liegt. Die vielfach ver- ästelten und verflochtenen Hyphen der oberen Markpartie erfüllen als ein wirres Hyphen- geflecht einen Theil des Inuenraumes des Cephalodiums. Diese Hyphen verlaufen von ihrem Ursprungsort, dem Marke, nach dem Scheitel des C. , wo sie in die obere Rinde übergehen und, sich bogig umbiegend, zu einer, der Rinde allseitig anliegenden fibrösen, die parasi- tischen Algencolonien umgebenden, Schicht verfilzen. Sie sind imter einander zu Strängen oder Platten verflochten , die sich zwischen die einzelnen Partien des Algenhaufens ein- geschoben haben und so eine Anzahl von Kammern erzeugen, in denen die Algen liegen. "Wo sie der Rinde angrenzen, gehen diese Hyphenplatten allmälig in Pseudoparenchym über, das zunächst kleinzellig ist, nach aussen zu aber allmälig die normale Rindenstructur an- nimmt; ihr mittlerer Theil dagegen ist rein fibröser Natur. Nach innen endlich, wo das Hyphengeflecht den Algencolonien angrenzt, wird es etwas lockerer und geht in eine eigen- thümliche Gewebeform über, welcher die einzelnen parasitischen Algenzelleu eingebettet sind. Diese Gewebeform entsteht in der Art, dass die Hyphen, welche jene Platten zwischen den einzelnen Algenportionen bilden, zahlreiche Aeste zwischen die Zellen der Algencolonien entsenden, die mehr oder weniger senkrecht zur Längsaxe der Stammhyphe abgehen. Kurze, viel dünnere Querästchen, vereinigen die durch die Algenzellen getrennten Queräste, wie die Sprosse einer Leiter. Die Zellwände, besonders die der Queräste sind Verdickt, ihr Lumen sehr verengt; wenn später bei verderbenden Ceph. die Algen eines Haufens absterben, so verschwinden die Lumina ganz. Diejenigen Cephalodien, welche sich auf der Unterseite des Thallus entwickeln, verhalten sich im Wesentlichen den eben besprochenen gleich. Die Gonidien von Sticta limata gehören zur Gattung Pleurocoecus; sind also durch reines Chlorophyll grün gefärbt. Die des Cephalodiums dagegen sind blaugrün, rundlich, zu Fäden resp. Ketten verbunden, welche meist von einem Centralpunkt aus nach allen Rich- tungen ausstrahlen. Ausser den blaugrünen Zellen kommen solche vor mit doppelt contou- rirter Membran, wahrscheinlich Greuzzellen. Verf. hält die in Rede stehende Alge für eine Eivulariee, die jedoch in dem Goni- dienzustand dadurch ausgezeichnet ist, dass in den einzelnen Zellen auch Längstheilungeu auftreten; was bei den frei lebenden Bivularieen nicht der Fall ist, wohl aber schon von Seh wendener für Lichina angegeben worden ist. An der uuberindeten Unterseite der sterilen Thalluspartien von Solorina octospora kommen Cephalodien vor, deren Bau von dem vorher beschriebenen verschieden ist. Die parasitirende Alge dringt nicht in das fibröse Mark ein , sondern sie veranlasst nur eine Verlängerung der Markhyphen an ihren Spitzen, welche um sie eine pseudoparenchymatische Rinde bilden. Von der Innenseite der Rinde wachsen Hyphen in die Algenmasse hinein, welche sich ungefähr in der Mitte des ganzen Cephalodiums kreuzen. Von diesen Hyphen wachsen kurze Aeste aus, die sich wieder verästeln, und wie bei Sticta vielfach mit ein- ander anastomosiren. Die Alge, welche die Cephalodienbildung veranlasst, hält Verf. für eine Nostoeacee. Dieselbe Alge findet sich auch in den Cephalodien von Solorina bispora. Bei S. saccata var. limhata Smf. ist kein eigentlicher Thallus vorhanden. Von der dicken pseudoparenchymatischen Schicht, welche die /S'oZorma-Früchte an ihrer Basis bekleidet, Anatomie, Morphologie, Physiologie. Systematica. 49 sprossen Hyphen hervor, welche in nächster Nähe befindliche iVosf oc-Familien umschlingen und durchweben. Diese umsponnenen Algencolonien bilden keinen zusammenhängenden Körper, sondern ein aus zahlreichen, je mit einer fibrösen Hülle versehenen Algenfamilien bestehendes Aggregat. Das Gewebe selbst, mit dem die Solorina-Hyphcn die Algen umfassen, ist ein mit grossen Interstitien versehenes lockeres Pseudoparenchym ^ ganz ähnlich dem- jenigen, welches viele Flechteuthalli zur Umspinnung ihrer Gonidien bilden. Verf. hält mit Fries und Srhwendener die Cephalodien für krankhafte Wucherungen des Thallusgewebes und nimmt an, dass die umsponnenen Algen den Hyphen Nahrung zuführen n. Flechtenparasiten. Verf. weist an einer Anzahl von Beispielen nach, dass die Flechtenparasiten ein Mycelium besitzen , welches das Gewebe der Nährflechte durch- wuchert. Besonders günstig für die Untersuchung ist die auf Physma franconicum schmarotzende Leptorhapliis leptogioplüla Heget. Von der Aussenseite, besonders von der Basis, der dem Thallus des Wirthes vollständig eingesenkten Perithecien erstrecken sich in die benachbarten Theile des P/iysma-Thallus die Hyphen des Parasiten in ziemlich grosser Zahl und sind mit Leichtigkeit in ihrem ganzen Verlaufe zu verfolgen. 8. A. Minks. Zur Flechtenparasitenfrage. (Flora 1877, No. 22, 23.) Enthält eine leidenschaftliche Polemik gegen Winter, gelegentlich dessen Auf- satzes in Flora 1877 über „Flechtenparasiten" (siehe Ref. 7). Auf die thatsächlichen An- gaben des Verf. kann aus den im vorigen Jahresbericht S. 73 angegebenen Gründen hier nicht weiter eingegangen werden, 9. G. Winter. Ueber Sporodichyon turicense Winter, mit l Taf. (Hedwigia 1877, S. 53.) W. findet, den Angaben von Körber gegenüber (Parerga p. 332), wonach der Bau der Perithecien ein sehr complicirter sein soll, die Structur der Perithecien von Spordo- dictyon ziemlich einfach und genau mit Folyhlastia übereinstimmend, so dass es gerecht- fertigt sein dürfte, diese Gattung zu Folyhlastia zu ziehen. Verf. giebt eine ausführliche Beschreibung des Thallus und der Perithecien dreier Arten, sowie der Theilung der Sporen bei Sp. turicense. II. Systematica. 10. J. M. Crombie. Observations on the genas Ephebe Nyl. (Grevillea 1877 , March. Vol. 5, No. 35.) Des Verf. Ansicht ist, dass weder Fries noch Bornet als Autoren des Genus Ephebe angesehen werden können, da erst Nyl an der diese Gattung mit den ihr wirklich zukommenden Charakteren beschrieben und neulich von derselben die bisher mit ihr ver- wechselte Gattung Ephebeia Nyl. abgesondert habe. 11. A. V. Erempelhuber. Die Flechtengattung Ascidiam Fee. (6. Bericht des bot. Vereins zu Landshut 1877.) Von dieser rein tropischen Gattung sind bisher 29 Species bekannt, Borneo 11, Neugranada 6, Brasilien 2, französ. Guyana 2, China 1, Ostindien 1. Ascidium steht der Gattung Thelotrema am nächsten und besitzt auch mit Pyrenula eine gewisse Affinität, Verf, führt alle bisher bekannten zu dieser Flechtengattung gehörigen Species auf, mit den Beschreibungen und Diagnosen der Autoren. Von den meisten Arten lagen Original- exemplare vor, mit Ausnahme der von Leighton beschriebenen Arten von der Insel Ceylon, deren Zugehörigkeit zu der Gattung dem Verf. noch zweifelhaft ist, wegen der abweichenden Sporenbeschaffenheit. Es folgt die ausführliche Diagnose der Gattung; unter den 29 auf- geführten Arten sind 12 neu. 12. W. Nylander, Addenda nova ad Lichenographiam europaeam. (Flora 1877 auch Grevillea 1877 Sept.) Continuatio 27 mit 29 neuen Arten; Cont. 28 mit 20; Cont. 29 mit 15 neuen Arten. 13. Th. Fries. Polyblastiae Scandinavicae. (Reg. Societati Scientiarum Upsaliensi traditum 19. Jul. 1877.) Von der alten Flechtengattung Verruearia gehören nach Fries die einen Arten zu seinen Ärehilichenes und bilden die Familie der Verrucariaceen (im engeren Sinne), die Botauischer Jahresbericht V. 4 50 Kryptogamen. — Flechten. anderen zu seinen Scleroliehenes, und zwar in die Familie der Pyrenulaceen. Die Gattung PoZ^/ö^rtsi^'«, wie sie Fries auffasst, gehört zur Classe ier Archiliehenes ; die Charaktere, durch welche sich dieselbe von den übrigen Gattungen der Familie der Verrucariaceen unterscheidet, werden folgendermassen dargestellt. A. Gonidia hymenialia praesentia. 1. Staiirothele (Norm) Th. Fr. sporae muriformes, paraphyses gelatinoso-diffluxae. B. Gonidia hymenialia nulla. a. Asci 1 — 8 spori. a. Paraphyses distinctae, liberae. 2. Microglena (Körb.) Lönnr. : sporae muriformes. 3. Beloniella n gen.: sporae pleioblastae, aciculares. 4. Geisleria Nitschke : sporae tetrablastae, fusiformes. 5. Thromhiimi (Wallr.) Mass.: sporae simplices. ß. Paraphyses in gelatinam diffluxae. 6. Polyblastia (Mass.) Th. Fr. sp. muriformes. 7. Thelidium M.nss.: sp. (normaliter) dy-tetrablastae. 8. Verrucaria (Web., Pers.) Mass. Rieh.: sp. simplices. b. Asci polyspori. 9. Thelocarpon Nyl. : apothecia flavicantia, paraph. (vulgo.) distinctae. 10. Trimma- tothele Norm. : ap. carbonacea, paraph. gelatinoso-diffluxae. F. führt dann eine Anzahl früher zur Gattung Polyblastia gezogener Arten auf, die nach seiner Ansicht nicht hierher gehören. Leicht ist es P. von den übrigen Gattungen mit mauerförmigen Sporen zu sondern, schwieriger dagegen, die Grenzen zu ziehen zwisclien P. und TJieliclmm. Die zwischen beiden Gattungen (durch die Sporenstructur) schwanken- den Formen sind jedoch südeuropäische und kommen in Scandinavien nicht vor. Auch sind die scandinavischen Arten im Ganzen weniger veränderlich als die südeuropäischen; die meisten Arten sind alpine oder nordische. Merkwürdig ist das Vorkommen alpiner Formen in den südlichen Theilen Schwedens. Die Diagnose der Gattung lautet: Polyblastia (Mass.) Th. Fr. — Crusta gonidia Archihchenum fovens; apothecia pyrenodea ; amphithecium carbonaceum; gonidia hymenialia nulla; paraphyses in gelatinam diffluxae; sporae paucae (1 — 8), muriformes, pallidae vel obscure coloratae. 14. Rougemont. Liste des plantes rapportees d'Islande par M. Ph. de Rougemont. (Bulletin de la Soc. des sciences nat. de Neuchatel B. XI H. 1. S. 151. 1877.) Der lichenologische Theil enthält nur die Namen dreier gewöhnlicher auch sonst verbreiteter Flechten. 15. J. M. Crombie. Note on the British Species of Pterygium. (Grevillea, 1877 März.) Verzeichnis.s der Standorte zweier Arten dieser Gattung, wovon eine neu ist: Pt. Lismorense Gr., Pt. pannariellum Nyl. ist früher vom Verf. in „Grevillea" I. p. 171 als Pannaria triseptata Nyl. aufgezeichnet worden. 16. J. M. Crombie. New British Lichens. (Grevillea, 1877 März.) Ein Verzeichniss neuer Flechtenarten, welche schon von Nylander in llora 1876 pp. 572—578 besprochen worden sind. 17. Leighton. New British Lichens. (Journ. of Linn, Soc. vol. XVI, Nr. 89.) Die Namen 11 neuer Flechtenarten; die Diagnosen werden in den Transactions mitgetheilt werden, 18. A. Magnin. Lichens de la vallee de l'Ubaye (extrait des Ann. de la Soc. bot. de Lyon in Bulletin de la Soc. bot. de France, Revue bibl. p. 143). Die südlichen Arten steigen in dem genannten Thal bis zu 1400 m Höher tritt eine charakteristische Gebirgsflora auf; die hier aufgeführten Arten sind der subalpinen und alpinen Region eigenthümliche. Die Vegetation zeigt den Charakter einer gemischten Kalkflora, ähnlich der der Uebergangskalke. Die Lecidea geographica var. pulverulenta Schaer. ist eine interessante durch das Substrat hervorgerufene Variation einer rein silici- colen Flechte. Systeraatica. 51 19. J. P. Brisson. Lichens du departement de la Marne. Chalons-sur-Marne 1875. In eiuer 41 Seiten zähleuilen Einleitung giebt Verf. eine kurze Uebersicht des Baues der Flechten, sowie der iu Nylander's Werken üblichen Terminologie, welche dem Anfänger die Einführung in die Lichenenkunde erleichtern sollen. Es folgen das Flechtensystem von Lamarck und DecandoUe (in Flora fran^aise), das Nylan der 'sehe System (Prodromus Lichonographiae Scandinaviae 1861), welches der folgenden Aufzählung zu Grund gelegt ist und 3 Tafeln mit Abbildungen von Flechtensporen nach dem Hepp'- schen System angeordnet. Die zweifelhaften Species hat Nylan der mikroskopisch geprüft. Unter den 277 in dem Gebiete aufgefundenen Arten findet sich die auf submersen Kreide- steineu vom Verf. entdeckte Verrucaria riviiUcola Nyl. (in Flora 1875 beschrieben). In dem „Supplement aux Lichens du dep. de la Marne" 1876 werden löyArten den bereits aufgezählten zugefügt. 20. F. Arnold. Die Lichenen des fränkischen Jura (Flora 1877 Nr, 36), vergl. Flora 1876 S. 564 u. Jahresbericht 1876 S. 76. Enthält Standortsangaben von 9 Flechten, unter welchen zwei neu sein dürften eine Verrucaria und eine Microthelia. 21. F. Arnold. Lichenologische Fragmente XX. (Flora 1877 Nr. 18 u. 19.) I. Partenkirchen. Enthält einige Beiträge zu den in Flora 1874 u. 1875 gemachten Mittheilungen. II. Die Kampenwand. Nachträge zu Flora 1874. Verf. führt einige Flechten auf, die auf dem Thallus anderer Flechten wachsen. 22. M. Britzelmayr. Nachträge zur Lichenenflora von Augsburg. (24. Bericht des Nat.- hist. Vereins Augsburg.) Verf. erstattet Bericht über das, was seit dem Erscheinen der Abhandlung „die Lichenen der Flora von Augsburg" (siehe Jahresbericht 1875) bezüglich der Lichenen des gedachten Gebietes Neues sich ergeben hat. Die einzelnen Bestimmungen wurden durch Arnold revidirt. Genaue Standorts- und Substratsangaben sind den aufgeführten Species beigefügt, worunter sich 25 für das Gebiet neue Arten befinden, 23. F. Arnold. Lichenologische Ausflüge in Tirol, (Verh. der k. k. zool. —bot. Ges. in Wien 4. Juli 1877.) XVII. Mittelberg. Mittelberg ist die letzte bewohnte Ortschaft des Pizthales, eines äeiteuthales des Innthales. Verf. stellt wie in den früheren Aufsätzen die während eines kurzen Aufenthaltes gesammelten Flechten nach den Substraten zusammen. Einzelne Arten sind mit Bemerkungen versehen. Auf Gneiss und Glimmer fanden sich 65 Arten, auf dem 3150 M. hohen Mittagskogel wurden noch 39 Arten aufgefunden. Von moos- und erdbewohnenden Arten werden 67 aufgeführt. Auf den Stämmchen von Rhododendron ferru- gineum kommt auch hier eine mannigfaltige Flechtenvegetation vor (47 Arten), während andere Bäume und Sträucher viel ärmer sind. So fanden sich auf Alnus viridis nur 5, auf Juniperus nana 3, auf Pinus cembra 15 Arten. Verf. zählt des Weiteren 3 Flechten auf, die ausnahmsweise auf den Thallus anderer Arten übergehen, und ausserdem 11 eigentliche Parasiten, Es folgen Berichtigungen und Nachträge zu früheren Aufsätzen: III. Rosskogel, VI. Waldrast. XI. S e rl osgruppe. XIII. Brenner. 24. G. Schiedermayr. Aufzählung der in der Umgebung von Linz bisher beobachteten Sporenpflanzen, IL Theil: Flechten und Algen. Linz 1877. Enthält Standortsangaben von 148 Flechtenarten, welche alle mit deutschen Namen versehen sind. 25. Zur Cryptogamenflora Siebenbürgens, (Verhandlungen und Mittheilungen d. Siebenbürg. Vereins für Naturwiss. in Her mannst adt. Hermann. Stadt 1877, XXVI. Jahrgang S. 97-99.) Verzeichniss einer Lieferung Flechten, die J. Barth in Langenthai zum Verkaufe ausgab. Von denselben sollen der Notiz nach neu für das Gebiet (Flussgebiet der Kogel, zum Theile die Freeker-, Zibinser- und Szeklergebirge) folgende Arten sein: Eamalina carpathica Körb., Nephroma tonieniosuni Hoffm., Peltigera pusilla Körb., P. rufescen». 4* 52 Kryptogamen. — Flechten. Hoffm,, Sticta fuliginosa Ach., Inibricaria physocles und aapera Körb., Parmelia speciosa Wulf, und tribacia Ach., Endocarpon hepaticum Ach., Lecanora Haqeni Ach., Haematomma ventosum Mass., Urceolaria scruposa Ach,, Psora lurida DC, Bacidia ruhella Ehrh., Sphyridimn fungiforme Schrad. Staub. 26. N. Sorokin. Beitrag zur Kenntnlss der Cryptogamenflora der Uralgegend. (Hedwigia 1877 S. 41.) Von Flechten werden 28 meist gewöhnliche Formen angeführt. Hervorzuheben ist das Vorkommen von Nephroma polare. 27. G. Koerber. Coniocybe Owanii. (Oesterr. Bot. Zeitschrift 1877, Nr. 11.) Diagnose dieser am Kap der guten Hoffnung aufgefundenen Flechte. 28. A. von Rrempelhuber. Neue Beiträge zu Afrika's Flechtenflora. (Linnaea neue Folge. Bd. VII., Heft IL, 1877.) Eine Aufzählung von 36 Flechtenarten, welche von dem Afrikareisenden Hildebrandt theils schon 1872 in Abyssiuien, theils erst im vorigen Jahre gesammelt wurden, und zwar der kleinere Theil im Sommali-Land, der grössere auf der zu den Komoren gehörigen Insel Johanna. Collema I, Leptogium 2, Cladonia 2, TJsnea 3, Ramalina 2, Sticta 4, eine neue Bicasolia: B. Como7-ensis, 5 Parmelien, worunter 2 neu: P. Hildebrandtii Krph. und P. abessinica (vergl. in litt. Krph., 6 Physcia-Arten, worunter P. disjuncta Krph., neu. Cocco- carpia 1, Squamaria 1, Plaeodimn 2, Lecanora 1, Urceolaria 1, Dirina africana Krph. neu, Lecideae 2. Graphis 2, worunter G. ahstracfa Kr. neu. 29. J. Müller. Lichenologische Beiträge. V. VI. (Flora 1877, Nr. 5. 30 ) V. Lichenen aus Texas. Unter 41 dem Verf. von Herrn J. Boll aus Dallas in Texas zugesandten Flechtenarten fanden sich 5 neue, 7 andere, die noch nicht für die Vereinigten Staaten (im früheren Sinne) aufgeführt [in H. Willey's List of North American Lichens), wohl aber zum kleineren Theil schon (Tuckeiman. Lichens of Californ. u. Willey. 1. c.) als zur Flora Californien's gehörig constatirt worden waren. VI. Beschreibung einer Anzahl zumTheil neuer Fl echtenarten und Varietäten (13). Aufstellung einer neuen Gattung: Pleurothelium. Müller Arg.: Thallus crustaceus, Apoth. pyrenocarpica , perithecia in verrucis thallinis v. stromatibus solitaria, obliqua, ostiolo verucam lateraliter perforantia, nucleus paraphysibus clathratim ramosis praeditus, sporae trausversim divisae, fuscae. 2 Arten, PI. indutum = Parathelium indntum Nyl. und PI. Ernsüaymm n. sp. 30. H. Polakowsky. Bryophytas et cormophytas costarienses anno 1875 lectas enumerat- H. Polakowsky. Lichenes auctore W, Nylander. (Im Journ. of Bot. Aug. 1877). Ein Verzeichuiss von 11 Arten, worunter 2 neue). 31. E. Tackermann. Observationes lichenologicae Nr. 4, Observations on North American and other Lichens. (Proceed. of the American Academy, May 1877.) Durch das schwarze Hypothecium ist Physcia picta von den übrigen Arten der Gattung verschieden und wird deshalb zur Gattung Pyxine gezogen, welche nunmehr in zwei Sectionen zerfällt: Dirinaria mit innen weissem Thallus und eigentliche Pyxine mit schliesslich sich schwärzenden, lecideenartigen Apothecien. Es folgen die Diagnosen von 35 Arten und Unterarten. In einem Zusätze finden sich Erörterungen polemischer Natur gegen Crombie und Nylander über Flechten Kerguelens. 32. J. M. Crombie. Revision of the Kerguelen Lichens coUected by Dr. Hooker. (Journal of Botany April 1877). Die von Hooker während der Reise des Erebus und Terror gesammelten Flechten wurden zuerst beschrieben durch Taylor in „London Journal of Botany" 1844; derselbe zählte 17 Arten auf. Später wurde dieselbe Sammlung auf's Neue bearbeitet durch Babington, der in Hook er 's „Flora antarctica" vol. 2 (S. 847) 24 Arten und Varietäten aufführt. Bei einer wiederholten Untersuchung der genannten Sammlung ergaben sich einige Resultate, betreffs welcher auf die Original;) rbeit verwiesen werden muss. Als neu stellten sich heraus: Lecidea homalotera Nyl. in Herb. Hook. Lecidea disjungenda Cromb. Systematica. Verzeichniss der neu aufgestellten Arten und Reciificationen. 53 33. F. von Mueller. List of the plants obtained during Mr. C. Giles's travels in Australia in 1875 and 1876. (Journal of Botany 1877, p. 349). 1 neue Flechte: Parvielia corniculata, Krph. 34. Stirton. Additions tho the Liehen Flora of New-Zealand and the Chatham Islands. (Gelesen vor der Philos. Soc. of Glasgow Jan. 1877, nach Grevillea Juni 1877.) Aufzählung einer Anzahl neuer Gattungen und Arten. Neue Gattungen : Calycidium (cuneatum), Psoromidium (Wellingtoni), Sagmidium (molle). 35. J. M. Crombie. The Lichens of the „Challenger" Expedition (with a revision of those enumerated by Dr. J. Stirton in Linn. Journ. Bot. XIV. ). (Journ. of Linn. Soc, Bd. XVI. No. 92. 1 Nachdem Verf. die an den verschiedenen Landungsorten aufgefundenen fFlechten aufgezählt hat, giebt er am Schluss ein Verzeichniss aller von der Reise mitgebrachten Flechten (149 Arten). Neu aufgestellt werden 24 Arten. 36. A. V. Krempelhaber. Aufzählung und Beschreibung der Flechtenarten, welche Dr. H. Wawra von zwei Reisen um die Erde mitbrachte. (Verh. der k. k. zool.-bot. Ges. in Wien, 7. Juni 1876.) Die Gesammtzahl der verzeichneten Species beträgt 118, worunter 19 neue Arten und einige neu aufgestellte Varietäten. III. Verzeichniss der neu aufgestellten Arten und Rectificationen. Au. = Australien. Af. = Afrika. Am. = Amerika. E. = Europa. As. = Asien. Nyl. = Nylauder. St. = Stirton. Tuck. = Tuckermann. Cr. = Crombie. L. = Leighton. Ärthonia diafhora St. Au. Refer. 33. — A. paralia Nyl. E. 12. — A. perpar- vula St. Au. 33. — A. polymorphoides St. Am. 34. Ascidium. grande Kr. Bras. R. 11. — A. orthomastium Kr. Born. 11. — A. tri- glyphicum Kr. Bor. 11. — A. granuliferum Kr. Bor. 11. — A. melanostomum Kr. Bras. 11. — A. pomiforme Kr. Bor. 11. — A. conflaens Kr. Bor. 11. — A. croceum Kr. Born. 11. — A. carnosiüum Kr. Bor. 11. — A. phaeotroptim Kr. Bor. 11. — A. isidiophorum Kr. Bor. 11. — A. albogilvum Kr. Bor. 11. Baeomyces plagiocarpus Kr. S. Am. 35. Biatora carnulenta Tuck. N. Am. 30. — B. caulophylla, Petri, ylauconigrans, peliaspis ibid. — B. livido-nigricans Tuck. S. Am. 30. Calyciditim cuneatum St. Chatham J. 33. Cladonia pityreoides Kr. Au. 35. — Gl. rangiferina (L.) var. patagonica Kr. 35. Coenogonium interplexum Nyl. var. contextum St. Au. 33. C. interpouendum Nyl. Costa rica 29. — C. pulvinatmn Kr. S. Am. 35. Collemopsis leptogiella Nyl. E. 12. Coniocybe Owanii Körber Af. 26. Dirina africana Kr. Af. 27. Endococcus thalamita St. Am. 34. Erioderma velligerum Tuck. S. Am. 30. Euopsis Jiaemaleella Nyl. E. 12. Glyphis caesia Müller Arg. Caracas 28. Graphis abstracta Kr. Af. 27. — G. dendrogramma Nyl. Au. 34. — G. inustula Nyl. E. 12. Lecanora acunhana Nyl. 34. — L. atriuscula Nyl. E. 12. — L. cyamidia St. Au. 33. — L. cyphelliformis Cr. Kerg. 34. — L. dentüabra Tuck. S. Am. 30. — L. francis- cana Tuck. N. Am. 30. — L. glaucocarnea Nyl. E. 12. — L. glaucovirens Tuck. S. Am. 30. — L. globularis Kr. S. Am. 35. — L. leucomelas Kr. S. Am. 35. — L. occidanea Nyl. E. 12, — L. pyraceella Nyl. E. 12. — L. refellens u. rivularia Nyl. E. 12. — L. rubrocincta St. Au. 33. — L. semitensis Tuck. N. Am. 30. — L. submergenda Nyl. E. 12. — 54 Kryptogamen. Flechten. L. suhundulafa St. Au. 33. — L. Tanaensis Nyl. E. 12. — L. ieneriffensis Nyl. Af. 34. — L. trabalis Nyl. E. 12. — L. vincentina Nyl. Af. 34. Lecidea achristotera , asyndeta, albuginosa, albidocarnea Nyl. E. 12. — L. büo- culata Nyl. E. 12. — L. Barrancae Kr. S. Am. 35. — L. columnatula, crepera Nyl. E. 12. — L. chloroticula, chloroscotina Nyl. E. 12. — L. cyrtidia Tuck. N. Am. 30. — L. cyanopsis, corroborans St. Au. 33. — L. discolorella Nyl. E. 12. — L. euporiza St. Am. 34. — L. epiniarta Nyl. E. 12. — L. Ernstiana Müller Arg. S. Am. 28. — L. exilis Kr. 8. Am. 35. — L. electrodes St. Au. 33. — L. endomelaena L. E. 17. — L. Gymnomitrü, glmicocarnea, griseo-nigra Nyl. E. 12. — L. glaucomeria L. E. 17. — L. Hoglandiea, herbidula Nyl. E. 12. — L. Henrica Larbalestiei E. 12. — L. heterobola Cr. = L. thyrsodes St. 34. — L. haemophaea Nyl, var. subparvifolia Müller Arg. S. Am. 28. — L. hypomelina, hypopelidna St. Au. 33. — L. instrata, indigula Nyl. E. 12. — L. impressxda, imponens L. E. 17. — L. lepidotella, littorella, leucobaea Nyl. E. 12. — L. lepthoclieiloides Nyl. Au. 34. — L. ligans Nyl. E. 21. — L. mamillana Tuck. N. A. 30. — L. planula, particularis Nyl. E. 12. — L. psephota Tuck. S. Am. 30. — L. perluta, permidata, phyllöpliila St. Au. 33. — L. parellaria L. E. 17. — L. revertens St. Am. 34. — L. Bhedonensis, rupicola Nyl. E. 12. — L. rissolea L. E. 17. — L. semiusta St. Am. 34. — L. segregula, subci- nerascens, subflexuosa, subimbricata, subgrisella Nyl. E. 12. — L. steplianodes St. Kerg. 34. — L. superjecta Nyl. Kerg. 34. — L. tesselina Tuck. N. Am. 30. — L. tephrizans L. E. 17. — L. umbriformis Nyl. E. 12. — L. valentior Nyl. E. 12. Leptogium rivale Tuck. N. Am. 30. — L. lacertulum Nyl. Au. 34. Mycoporum pineum Nyl. E. 12. Nepliroma patagonicum Kr. 35. Odontotrema majus L. E. 17. Omphalaria Kamana Tuck. Am. 30. Opegrapha atrula Nyl. E. 12. — 0. dialeuca Cr. = 0. imdtdata St. 34. 0. melanospüa Müller S. Am. 28. Pannaria acutior Nyl. E. 12. — P. leucolepis (Wahlbg.) f. oceana Kr. Au. 35. — P. Sandwichiana Kr. 35. - P. Sonomensis, stenophylla Tuck. N. Am. 30. — P. symp- tychia Tuck. Juan Fernandez 30. — P. thysanota St. Chatham 33. Parmella abessinica Nyl. 27. — P. Bolliana Müller Am. 28. — P. corniculata Kr, Au. 32. — P. costaricensis Nyl. Am. 29. — P. Hüdebrandtii Kr. Af. 27. — P. hypotropa Nyl. var. sorediata Müller Am. 28. — P. olivetonim (Ach.) var. liypomelaena Kr. S. Am, 35. — P. perforata (Ach.) f. integra Kr. Au. 35. — P. pertransita St. Au. 33. — P. revolutella Nyl. Tristan d'Acuuha 34. — P. tiliacea (Ach.) v. minor Müller Am. 28. Placodium atroalbum Tuck. N. Am. 30. — P. ferruginosum Tuck. S. Am. 30. — P. galactophyllum Tuck. N. Am. 30. — P. lepidoplactim Nyl. Af. 34. — P. subelegans Nyl. Af. 34. Platygrapha atrata, gelatinosa, subgelatinosa St. Au. 33. — P. stenogramma Nyl. Au. 34. Platysma agnatum Nyl. E. 12. Pertusaria ascripta St. Au. 33. — P. aleianta Nyl. Af. 34. — P. albinea Tuck. galapagos 30. — P. creberrima, ceuthocarpa (Sm.) fcremüata u. fversicolor St. Au. 33. — P. communis v. wmor Müller Af. 28. — P. colobina Tuck. Galap. J. 30. — P. dinota St. Au. 33. — P. euglypta Tuck. S. Af. 30. — P. flaviciinda Tuck. N.-Am. 30. - P. Zewco- som Nyl. E. 12. P. sorodes St. Au. 33. — P. thamnoplaea Tuck. S. Am. 30. Physcia disjuncta Kr. Af. 27, — P. lacera Kr. S. Am. 35. — P. podocarpoides Nyl. Au. 34. Polyblastia dispora Müller Am. 28. — P. intermedia, subocellata Th. tries E. 13. Psoroma caliginosum, contextnm St. Au. 33. Psoromidium Wellingtoni St. Au. 33. Pierygiiim Lismorense Cr. E. 15. Bamalina armorica Nyl. E. 12. — B. Asperula Kr. S. Am. 35. — B. bicolor Pilze. 55 Müller S. Am. 28, — E. Caracasana Müller S. Am. 28. — B. complanata Ach. v. costata Müller Am. 28. — B. fasciata Kr. S. Am. 35. — B. intricata Kr As. 35. — B. maculata Müller Af. 28. — B. microspora Kr. Au. 35. — B. stenospora Müller Am, 28. — B. turgida Kr. S. Am. 35. Itliizocarpon intersitum Arnold. E. 23. Bicasolia asperula St. Au. 33. — B. Comorensis Kr. 27. Binodina müliaria, thysanota Tuck. N. Am. 30. Boccella gracillima, Montagnei Bei. v, Peruensis Kr. S. Am. 35. Sagedia Gisleri Müller E. 28. Saginidium molle St. Au. 33. Siphula polyschides, subidata Kr. Au. 35. Sphaerophoron fragile (L.) f. ceylonica Kr. 35. Stereocaidon-Buchanani St. Au. 33. Sticta carpoloma (Del.) f. ampliata Kr. S. Am. o5. — S. fossulata (Duf.) f. pallida Kr. Au. 35. — S. Eallii Tuck. N. Am. 30. Synalissa melambola, viridi-rufa Tuck. N. Am. 30. Synechoblastus Bohillardi Müll. Af. 28. Thelotrema caUfornicmn Tuck. 30. Tripethelium Ernstianum Müll. S. Am. 28. üvibilicaria Caroliniana Tuck. 30. — U. lecanorocarpa Kr. Af. 27. Usnea trichodea (Ach.) f. gracilis Kr. Java 35. — U. trichodea var. ciliata Müll. Am. 28, — U. trullifera Nyl. Au. 34. Verrucaria chlorothella Nyl. E. 12. — V. einer eo-nigrescens, cramba, crassescens chrysophora St. Au. 33. — V. congestida Kerg. 34. — V. devergens Nyl. E. 12. — V. fossularia St. Au. 33. — V. fumosaria L. E. 17. — F. humicolor Nyl. E. 12. — V. insi- liens Nyl. E. 12. — F. inflata St. Au. 33. — F. lampocarpa, leptalea St. Au. 33. — F. maculosa Nyl. E. 12. — F. neottisans L. E. 17. — F. peloclita Nyl. E. 12. — F. pertenuis L. E. 17. — F. paramera Nyl. Au. 34. — F. retrospiciens, retifera St. Au. 33. — F. rude- rella St. Am. 34. — F. sparsiuscula, sparsula, stibjniserrima, subviridicans Nyl. E. 12. — F. versipellis Nyl. E. 12. C. Pilze. Referent: J. Schröter. Inhalt. A. Referate, (s. 63—155.) I. Geographische Verbreitung. (S. 63—78.) 1. Rossland und Finnland. (S. 63.) 1. Karsten, P. A. Mycologia fennica. III. (Ref. S. 63.) 2. Sorokin, N. Beitrag zur Kenntniss der Kryptogameufiora der Uralgegend. (Ref. S. 63.) S. a. No. 54, 55. 56, 148, 149, 169, 171, 210. 2. Dänemark. (S. 63.) S. No. 55, 56, 175, 184, 185. 3. England, (S. 63-64.) 3. Cooke, M. C. New British fungi. (Ref. S. 63.) 4. - Contributions to Mycologia Britannica. The Myxomycetes of Great-Britain. (Ref. S. 63.) 5. Phillips, W., and Plowright, Ch. B. New and rare British fungi. CRei. S. 64.) 56 Kryptogamen. — Pilze. 6. Howse, Th. Liste des Hymenomycötes des environs de Londres. (Ref. S. 64.) 7. Paterson, R. H. Exotic fungi in Scotland. (Ref. S. 64.) 8 Cryptogamic of Scotland. (Ref. S. 64.) 9. White, B. Botany of Glen Tilt. (Ref. S. 64.) 10. Pim, G. Irische Pilze. (Ref. S. 64.) S. a. No. 54, 55, 56, 58, 61, 66, 141, 212, 213. 4. Frankreich. (S. 64-66.) 11. Quelet. Quelques especes de Champignons nouvelles observees daiis le Jura, dans les Vosges et aux environs de Paris. (Ref. S. 64.) 12. Boudier. De quelques especes nouvelles de Champignons. (Ref. S. 64.) 13. Gillet, C. C. Les Champignons qui croissent en France. (Ref. S. 65.) 14. Cornu, M. Note sur la recolte de quelques Champignons hypoges. (Ref. S. 65.) 15. M agnin, A. Liste des cryptogames recoltes par MM. Therry et Veiiillot pendant l'excursion botanique dans le Bugey. (Ref. S. 65.) 16. Societö botanique de France. Zur Pilzflora von Frankreich. (Ref. S. 65.j S. a. No. 142, 142 a., 158, 192, 194, 198, 199, 216, 224, 242, 243. 5. Niederlande. (S. 66.) 17. Oudemans, C. A. J. A. Aanwinsten voor de Flora mycologica van Nederland. (Ref. S. 66.) S. a. No. 54, 196. 6. Deutschland. (S. 66.) 18. Thomas, Fr. Einige Mittheilungen zur Phanerogamen- und Pilzflora von Thüringen. (Ref S. 66.) 19. Britzelmayr, M., und Rehm. Beiträge zur Augsburger Pilzflora. (Ref. S. 66.) S. a. No. 54, 55, 56, 60, 100, 152, 154, 165, 168, 173, 174, 178, 207, 217, 227. 7. Oesterreich- Ungarn. (S. 66-74.) 20. de Thümen. Symbolae ad floram mycologicam austriacam. (Ref. S. 66.) 21. — Fungi nonnuUi novi austriaci. (Ref. S. 66.) 22. Bolle, G., et de Thümen, F. Contribuzioni allo studio dei funghi del Litorale. (Ref. S. 67.) 23. Reichardt, H. W. Ueber einige neue oder seltenere Pilze der österreichischen Flora. (Ref. S. 67.) 24. Saut er. Mykologisches. (Ref. S. 67.) 25. Voss, W. Zur Pilzflora Wien's. (Ref. S. 67.) 26. — Mykologisches aus Krain. (Ref. S. 67.) 27. Schiedermayr, K. Vorkommen von Puccinia Malvacearum in Oesterreich. (Ref. S. 67.) 28. Holuby, J. L. Puccinia Malvacearum. (Ref. S. 68.) 29. — A Mdlyva mivelese es a Puccinia Malvacearum. (Ref. S. 68.) 30. Hazslinsky, F. Magyarhon Myxogasterei. (Ref. S. 68.) 81. — Magyarhon Üszökgombäi es ragyäi. (Ref. S. 69.) 32. Kalchbreuner, R. Von den essbaren und giftigen Schwämmen der Karpathen. (Ref. S. 74.) S. a. No. 54, 55, 56, 57, 67, 131, 144, 180, 190, 232, 233, 234, 235. 8. Schweiz. (S. 74.) 33. Winter, G. Mykologische Notizen. (Ref. S. 74.) S. a. No. 55. 9. Italien. (S. 74-75.) 34. Saccardo, P. A. Michelia L (Ref. S. 74.) 35. — Fungi italici authographice delineati. (Ref. S. 75.) 36. — Fungi veneti novi vel eritici Series VL (Ref. S. 75) 37. Passerini, G. Funghi Parmensi. (Ref. S. 75.) 38. Bagnis, C. Mycologia Romana. (Ref. S. 75.) S. a. No. 54, 55, 56, 59, 168, 197, 218, 219, 225, 236, 237, 238, 239, 240, 241. Verzeichniss der besprochenen Arbeiten. 57 10. Portugal. CS. 75.) S. No. 55, 56. 11. Asien. (S. 76.) 39. V, Thümen, F. Beiträge zur Pilzflora Sibiriens. (Ref. S. 76.) S. a. No. 53, 54, 55, 128, 132, 183, 281. 12. Afrika. (S. 76.) 40. Bagnis, C. Funghi raccolti della speditione della Societä geografica Italiana in Tunesia. (Ref. S. 76.) 41. de Thümen, F. Fungi Austro-Africani V. (Ref. S. 76.) S. a. No. 55, 56, 165. 13. Amerika. (S. 76-77.) 42. Cooke, M. C. North American fungi. (Ref. S. 76.) 43. — The hyphomycetous fungi of the United States. (Ref. S. 76.) 44. — The Valsei of the United States. (Ref. S. 77.) 45. — The Myxomycetes of the United States. (Ref. S. 77.) 46. Cooke, M. C, and Ellis, J. B. New Jersey Fungi. (Ref. S. 77.) 47. Harkness, Moore, Wythe. Amerikanische Pilze. (Ref. S. 77.) 48. Cooke, M. C. Cocoa-Palm fungi. (Ref. S. 77.) 49. Vize, J. E. Californian fungi. (Ref. S. 77.) 50. Phillips, W. Fungi of California and the Sierra nevada mountains. (Ref. S. 77.) S. a. No. 55, 56, 57, 106, 107, 122, 167, 195, 206, 231. 14. Australien. (S. 77-78.) 61. Reichardt, H. W. Beitrag zur Kryptogamen-Flora der hawaiischen Inseln. (Ref. S. 77.) 52 Australian Fungi. (Ref. S. 78.) 63. Berkeley, M. J. Enumeration of the fungi collected during the expeditiou of H. M. S. Challenger 1874—1875. (Ref. S. 78.) S. a. No. 65. II. Sammlungen. (S. 78-80.) 54. Rabenhorst, L. Fungi Europaei exsiccati. Cent. 23. 24. (Ref. S. 78.) 55. de Thümen, F. Mycotheca universalis. Cent. VII. VIII. IX. (Ref. S. 79.) 56. von Thümen, F. Herbarium mycologicum oeconomicum. Fase. X. XI. (Ref. S. 79.) 57. — Die Pilze des Weinstocks. (Ref. S. 80.) 58. Cooke, M. C. Fungi Britannici exsiccati. (Ref. S. 80) 59. Saccardo, P. A. Mycotheca veneta. Cent. 8-11. (Ref. S. 80) 60. Rehm. Ascomyceteu. Fase. VIII. (Ref. S. 80.) 61. Phillips, W. Elvellacei Britannici. Fase. III. (Ref. S. 80.) III. Schriften allgemeinen oder vermischten Inhalts. (S. 80—106.) I. Allgemeine und specielle Systematik. (S. 80—83.) 62. Pringsheim,N. Ueber den Generationswechsel der Thallophyten und seinen Auschluss an den Generationswechsel der Moose. (Ref. S. 80.) 63. Mac Nah, W. R. On the Classification of the vegetable Kingdom. (Ref. S. 82.) 64. von Thümen, F. Einige Bemerkungen über botanische Nomenklatur. (Ref. S. 82.) 65. Wünsche, 0. Die Pilze. (Ref. 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Trevisan de St. Leon, V, Note sur la tribu des Platystomees de la famille des Hypoxylacees. (Ref. S. 147.) 221. Hart ig, R. Die krebsartigen Krankheiten der Rothbuche. (Ref. S. 148.) 222. Cooke, M. C. On Valsa vitis Schw. (Ref. S. 149.) 223. W. G. S. Fungus spawu from garden beds and mushroom-beds. (Ref. S, 149.) » 224. Le Breton. De la presence du Torrubia capitata sur l'Elaphomyces variegatus. — Note sur les Elaphomyces et le Torrubia ophioglossoides. (Ref. S, 149.) 225. Cattaneo, A, Contributo allo studio dei miceti che nascono suUe pianticelle di riso, (Ref, S, 149.) 226. Wilson, St, Observations and experiments on Ergot. (Ref, S. 149.) S. a. No. 17, 19, 22, 23, 31, 35, 36, 38, 40, 41, 44, 53, 54 — 60, 62, 63, 68, 71, 73, 82, 83, 92, 100, 106, 108, 117, 121—123, 131. Anhang: Hyphomycetes. Sphaeropsideae etc. (S. 150—155.) 227. Eidam. Ueber die Entwickelung des Helicosporangium parasiticum Karst. (Ref. S. 150.) 228. Sorokine, N. Sur la structure du Crocysporium torulosum. (Ref. S. 150.) (149.) Derselbe. (Ref. S, 150.) 229. Cooke, M. C. On Black-Moulds. (Ref, S. 151.) 230. — On Heterosporium. (Ref. S. 151,) 231. — Orange mould ou forest trees. (Ref. S. 152.) 232. Hazslinszky, F. Polyactis infestans. (Ref. S. 152.) 233. — Ueber Septosporium curvatum A. Br. (Ref. S. 152.) 234. v. Thümen, Fr. Erwiderung auf Hazslinszky's: „Ueber Sept. curv." (Ref. S. 152.) 235. — Phyllosticta Vossii n, sp. (Ref. S. 153.) 236. Arcangeli, G. Sopra una malattia della vite. (Ref. S. 153.) 237. Pirotta, R. SuU' Helminthosporium vitis (Lev.). (Ref. S. 153,) 238. Cattaneo, A. SuU Acremonium vitis. (Ref. S, 153.) 239. — Due nuovi miceti parassiti delle viti. (Ref. S. 153.) 240. Saccardo, P. A. II vajolo delle vite. (Ref. S. 153.) 241. — Intorno all' Oidium lactis Eres. (Ref. S. 153.) 242. Cornu, M, Note sur la maladie du raisin des vignobles narbonnais. (Ref. S, 154,) 243. — Note sur l'anthracnose et le Cladosporium viticolum. (Ref. S. 154.) 244. Cattaneo, A. SuUo Sclerotium Oryzae nuovo pai-assita vegetale. (Ref. S. 154.) S. a. No. 2, 9, 10, 17, 20, 21, 22, 23, 26, 35, 36, 38, 39, 40, 41, 43, 48, 54-59, 62, 67, 68, 69, 73, 93, 94, 95, 104, 108, 109, 125, 12^, 127, 128, 135, 136, B. Neu aufgestellte Arten, (s. 155 213.) Geographische Verbreitung. Russland u, Finnlaud, Dänemark, England. 53 L Geographische Verbreitung. 1. Russland und Finnland. 1. P. A. Rarsten. Mycologia Fennica. III. (Bidrag tili Kännedom af I^'inlands Natur och Folk. Helsingfors 1876.) 377 S. Der 3. Theil der Mycologia Fennica (2. Th. s. Bot. Jahresber. 1874 S. 287) bringt die Beschreibung der Basidiomyceten Finnlaud's. In Anordnung der Hymenomyceten ist K. ganz E. Fries in seinen Hymenomyc. europ. gefolgt, mit diesem Werke stimmen auch die meisten Diagnosen überein, doch ist die Beschreibung häufig durch Zufügung der Sporen- formeii und -Maasse vervollständigt. Aufgeführt werden von Agarieus 288, Coprinus 9, Bolhitius 4, Cortinarius 59, Gomphidius 2, Paxülus 3, Hygrophoriis 27, Lactarius 24, Bussula 14, Cantliarellus 8, Nyctalis 1, Marasmius 12, Lentinns 5, Panus 4, Trogia 1, ScMzophjllum 1, Lenzites 5. — Boletus 19, FistuUna 1, Polyporus 68, BaeäaUa 2, Merulius 10, Solenia 2. — Hydnum 25, Sistotrema 1, Irpex 5, Badulum 1, Phlebla 1, Grandinia 8, Odontia 1, Kneiffia 1, Mticronella 1 — Craterellus 1, Tlielephora 6, Stereum 12, Corticium 22, Coniophora 2, Hypoclmus 3, Exobasidium 1, Cyphella 13. — Ciavaria 27, Typhula 9, Pistülaria 4. — Tremellodon 2, Calocera 4, Tremella 6, Exidia 6, iVae- matelia 1, Dacrymyces 4, Femsjonia 1, Ditiola 1 Art. Von Gasteromyceten : BMzopogon 2, Hymenogaster 2, Hydnangitim 1. — Cyathus 2, Crucibulum 1, Nidularia 1 — Sphaero- holiis 1. — Geaster 2, Bovista 2, Lycoperdon E), Sderoderma 1, Polysaccum 1. — 48 Arten sind von K. selbst aufgestellt und von diesen 24 hier zum ersten Mal bekannt gemacht. 2. N. Sorokin. Beitrag zur Kenntniss der Kryptogamen-Flora der üralgegend. (Hedwigia 1877, S. 40-44, 49-53.) Die Namen einer Anzahl von Kryptogamen, welche 1872 am Ural gesammelt und unter Leitung von Prof. v. Cesati bestimmt wurden , werden hier unter Zufügung der Fundorte mitgetheilt. Das Verzeichniss enthält 145 Pilze (118 Hymenomycetcs, 7 Gastero- mycetes, 5 Ustilagineen , 36 Uredineen, 9 Siphomycetes, 18 Ascomycetes, 1 Myxomycetes, 1 Fung. imperf ). Die meisten Arten sind auch durch ganz Mitteleuropa verbreitet, als neu wird eine Ustilaginee beschrieben. Beschreibungen und Namen der Autoren sind den Species- namen nicht beigefügt, einige derselben bleiben daher zweifelhaft, z.B.: Äecidium rosaruvi, Äec. Menyanthidis, Puceiniu EannncKlacearum, P. Geranii, Melampsova Compositarnm. S. a. No. 54, 55, 56, 148, 149, 169, 171, 210. 2. Dänemark. S. No. 55, 56, 175, 184, 185. 3. England. 3. M. C. Cooke. New British fungi. (Grevillea 1877, Bd. V. S. 118-122, Bd. VI, S. 71 bis 76, Taf. 78, 79, 82, 97.) In dieser Fortsetzung seiner Aufzählung der neu aufgefundenen britischen Pilze (s. zuletzt Bot. Jahresber. 1876, S. 100) werden wieder 60 Species mit ihren Fundorten genannt, darunter 22 neue Arten. Abgebildet sind: Hygrophorus Houghtoni B. et Br., Agarieus bifrons B.^ Cortinarius bolaris Fr., Agar. Cookei Fr. , Hygrophorus olivaceo albus, Agar, eirrkatus Seh. und einige neue Arten. 4. M. C. Cooke. Contributions to Mycologia Britannica. The Myxomycetes of Great Britain. London 1877, 96 S., 24 Taf. C. hat hier die britischen Myxomyceten nach der Monographie Rostafinski's geordnet und aus diesem Werke die Eintheilung und Ordnung der ganzen Familie, die Diagnosen und Synonymen der einzelnen Arten in englischer Uebersetzung, sowie in 23 Tafeln die R.'schen Zeichnungen wiedergegeben. Da das R.'sche Original in polnischer Sprache ge- schrieben und sein Inhalt dadurch den meisten Mykologen unzugänglich ist, giebt C.'s ÜÖbersetzung und Auszug ein willkommenes Mittel, jenes Werk seinem Inhalte nach kennen zu lernen. 64 Kryptogamen. — Pilzp. Eine neue Art hat C. aus eigener Beobachtung aufgeführt und auf Taf. 24 eine Anzahl in R.'s Werke nicht enthaltene Zeichnungen abgebildet. Im Ganzen führt er ijach der neuen Anordnung 98 Arten aus 43 Gattungen auf. 5. W. Phillips and Ch. B. Plowright. New and rare British fangi. (Grevillea 1877, Bd. 6, S. 22-29, T. 94.) Die Fortsetzung des seit mehreren Jahren von den Verff. veröffentlichten Verzeich- nisses der von ihnen in England entdeckten und neu aufgefundenen Pilze (s. zuletzt Bot. Jahresber. für 1876, S. 100) führt 45 (No. 65—160) für England neue Pilze auf, von denen 11 als neue Arten kurz beschrieben werden. Zum Theil sind diese auch in Ph.'s Elvellac. brit. exs. ausgegeben. 6. Th. Howse. Liste des Hymenomycetes des environs de Londres. (Bullet, de la Soc. bot. de France 1877, S. 345.) Die Umgegend von London ist arm an Waldungen, nur ein grösserer Wald Epping forest ist zu erwähnen, der Boden ist einförmiger Lehm, und aus diesen Gründen ist keine sehr mannichfaltige Pilzflora zu erwarten. Nichtsdestoweniger zählt H. 424 Hymenomyceten auf, welche theils von ihm und Holmes, theils von Cooke und W. G. Smith in diesem Gebiete gefunden worden sind. Verhältnissmässig am reichsten vertreten sind die Gattungen Amanita, Boletus und Hygrophorus , nur schwach dagegen Pleurotus, Hydnum und Folyporus. Als interessante Thatsachen wird Folgendes mitgetheilt. Tricholoma cartüagineum entwickelte sich im Centrum von London in solcher Menge, dass er das Strassenpflaster emporhob. An einer Gosse nahe bei Temple Bar wu^rde ein ziemlich gut entwickeltes Exemplar von Trametes gihhosa gefunden. Menüius lacrymcms ist im South Kensington Museum nicht auszurotten. Unter den Fussböden im Krystallpalast wachsen grosse Rasen von Lentinus lepideus, die zum Theil wunderliche Monstrositäten aufweisen. 7. R. H. Paterson, Exotic fungi in Scptland. (Grevillea 1877, Bd. 5, S. 112.) Im Botanischen Garten in Glasgow sind die folgenden exotischen Pilze aufgetreten: Schizophyllum commune Fr. (wohl nicht als exotischer Pilz zu bezeichnen), Folyporus sanquineus Fr., Folyporus pergameneiis Fr., Stereum lobatum Kze. 8 CryptOgamic of Scotland. (Gardeners Chronicle 1877, Bd. VIII. S. 534, 535.) Die dritte Versammlung der Krypt. Gesellschaft von Schottland fand im October 1877 zu Dunkeid statt. In dem Berichte werden die auf den Excursioneu gesammelten und auf einer mit der Versammlung verbundenen Ausstellung vorgelegten Pilze aufgeführt. 9. B. White. Botany of Glen Tilt. (Scotish Naturalist 1877, S. 160 u. folgd.) Einige von W. in Glen Tilt entdeckte, von ihm und Berkeley neu beschriebeneu Pilze werden mit ihren Diagnosen mitgetheilt (s. neue Arten). 10. G. Pim. Irische Pilze. (Quarterly Journal ofmicroscopical science 1877, S. 191, 194, 465.) Im Dubliner mikroskop. Club legte P. verschiedene in Irland gefundene Pilze vor. Als neu für Irland wird Botrytis dichotoma, Helicomyces roseus vorgelegt. — Wright zeigt (ebendaselbst S. 463) einige an der Irischen Küste gefundene Chytridien vor. S. a. No. 54, 55, 56, 58, 61, 66, 141, 212, 213. 4. Frankreich. 11. Olaelet. ünelqaes especes de Champignons nouvelles observees dans le Jnra, dans les Vosges et aux environs de Paris. (Bulletin de la Soc. bot. de P'rance, 1877, S. 317—332, Taf. V. VI.). Seit Q. im Jahre 1876 sein Werk über die Pilze der Vogesen und des Jura beendet hat, hat er dasselbe schon mehrfach durch Nachträge vervollständigt (s. zuletzt Bot. Jahresber. 1876, S. 101). Hier werden wieder 85 theils für dieses Florengebiet neu, theils von Q. in der Umgegend von Paris gefunden, aufgeführt, bei den meisten auch genauere Beschreibungen , besonders auch mit Angabe der Gestalt und Grösse der Sporen zugefügt. 23 von diesen werden als neue Arten aufgestellt und auf den beiden Tafeln abgebildet. 12. Boudier. De quelques especes nouvelles de Champignons. (Bullet, de la Soc. bot. de France, 1877, S. 307—312, Taf. IV.) Beschreibung von 9 neuen Pilzformen, welche B. in der Umgegend von Paria auf- Geographische Verbreitung. — England, Frankreich. ß5 gefunden hat. Auf der Tafel werden die Pilze in natürlicher Grösse, sowie Sporen und Schläuche der meisten von ihnen (s. neue Arten), sowie die der ächten Ascobohis viridis Curr. abgebildet. Letzterer ist verschieden von dem Pilze, welchen B. früher für diesen ansah. 13. C. C. Gillet. Les Champignons qui croissent en France. Das seit zwei Jahren iu Lieferungen erscheinende Werk ist im Jahre 1877 fort- gesetzt und Anfang 1878 vollständig geworden, es wird daher im Jahresber. für 1878 im Zusammenhange besprochen werden. 14. M. Cornu. Note sur la recolte de quelques Champignons hypoges. (Bullet, de la societ6 bot. de France. T. 24, 1877, S. 13-15.) Die Standorte, welche Tulasne aus der Nähe von Paris für unterirdisch wachsende Pilze angegeben hat, sind jetzt durch die Cultur so verändert, dass sie als verloren bezeichnet werden müssen. C. hält es daher, in Anbetracht der Schwierigkeiten, welche das Aufsuchen dieser Pilze ohne Anleitung bietet, für angezeigt, seine Erfahrungen in dieser Hinsicht mit- zutheilen. Im Allgemeinen erklärt er die Wälder auf kalkhaltigem Boden für reicher an mannichfachen Arten unterirdischer Pilze als die auf Kiesgrund. Häufig fand er in der Umgegend von Paris: Elapliomyces variegatus, asperiilus und Leveillei , in dem Park von Vincennes Hymeno gaster vulgaris, bei Meudon: Rym. teuer. — Auf einer Reihe von Aus- flügen in die Gegend von Cognac im December 1876 traf er , wiewohl immer vereinzelt : Melanogaster variegatus , Hynienogaster calosporus und muticus, ferner neu für Frank- reich Elapliomyces piriformis und Tuber dryopliilmn. In der Umgegend der Grande- Chartreuse (Isere) fand er Tuher rufum. In der Umgegend von Angouleme besuchte er unter Leitung von Condamy die dortigen reichhaltigen TrüiFelfelder, und sah dem Aufsuchen der Trüffeln durch ein junges Trüffelschwein zu. Durch E. Vincent erhielt er Proben der Burgundischen oder weissen Trüffel (Tuber aestivtim) , welche viel geringer im Preise steht, und mit T. mesentericum auf den Pariser Märkten häufig betrügerischer Weise den werth- volleren T. melanosporum und T. brumale beigemengt wird. — Bei Orleans sammelte er im Januar : Elapliomyces gramdatus, E. variegatus und asperiilus. — Chatin bemerkt, dass man bei Condray b. Corbeil unter Quercus puhescens noch Tuber melanosporum sammelt, manch- mal findet man sie auch unter Weinstöcken, Wachholder u. s. w. 15. A. Magnin. Liste des cryptogames recoltes par MM. Therry et Veuillot pendant l'excursion botanique dans le Bugey. (Bullet, de la Societe Botanique de France, 1876, T. 23, Sess. extraord. S. CXIH.— CXLVH.) Während der Zusammenkunft der Bot. Gesellschaft von Frankreich in Lyon im Juni 1876 machten einige Mitglieder eine Excursion in den Jura von Le Bugey. Es wird hier ein kleines Verzeichniss von Pilzen mitgetheilt, welche bei dieser Gelegenheit von Therry und Veuillot gesammelt wurden. 16. Societe botanique de France. Zur Pilzflora von Frankreich. (Bullet, de la Soc. bot. de France 1877.) Gillot (S. 46) theilt das Vorkommen der Puccinia Malvacearum- auf Malva silvestris bei Poil (Nievre) mit. Cornu (ds. S. 152) legt Polyporus borealis vor, gef. b. d. Chartreuse. Während der ausserordentlichen Session in Lyon machte die Bot. Gesellschaft von Frank- reich Ende Juni 1876 einen Ausflug nach Bugey im Jura , die auf demselben von Therry und "Venillot gesammelten Pilze sind in dem Bericht dieser Session (das. sess. extraord. S, CXLIII— CXLVII) von A. Magnin mitgetheilt. Es sind etwa 50 Species, nicht alle genau bestimmt, unter ihnen eine neue Orbilia auf Buxus-Bl&tterü (ohne Diagn.). Während der Mykologischen Session der Gesellschaft im October 1877 wurden Excursionen in die Um- gegend von Paris gemacht (nach St. Germain, Villers-Cotterets, Montmorency, Fontainebleau). Die Namen der dabei gefundenen Pilze werden (S. 312 -314, 336—338, 351—352, 356, 357) von Cornu mitgetheilt. Lucand und X. Gillot sandten bei dieser Versammlung eine Liste derjenigen Pilze ein, welche sie in der Umgegend von Antun gefunden haben, soweit sie in einem Verzeichniss der im Dep. de Saone et Loire wachsenden Pilze von Grognot nicht erwähnt sind. Richou (ds. S. 352) legt Abbildungen von zwei neuen Pilzarten vor , die er bei Botanischer Jahresbericht V. 5 (56 Kryptogamen. — Pilze. Reims uud Saint-Amand-sur-Fiou gefunden hat. — Carriere hat (das.) Ptychogaster albus in der Baumschule des Museums gefunden. S. a. No. 142, 142 a., 158, 192, 194, 198, 199, 21Ö, 224, 242, 243. 5. Niederlande. 17. C. A. J. A. Oudemans. Aanwinsten voor de Flora mycologica van Nederland van Juli 1875 tot Juli 1876. (Nederl. Kr. Arch. III, 13 S.) Ou. hat seine Untersuchung der in den Niederlanden gefundenen Pilze fortgesetzt (s. zuletzt Bot. Jahresber. für 1875, S. 162) und theilt hier seine Bemerkungen über 48 weitere Arten mit, von denen 2 als neue Arten aufgeführt werden. Ausführlichere Beschrei- bungen sind ausser diesen noch gegeben von: Boletus variecolor Berk. , Geaster cryptor- rhinchus Hazs. (bisher für G. mammosus ausgegeben, welcher in Niederlande noch nicht gefunden worden ist), Septoria Anemones Desm., S. Armoraciae Oud. (= Ascochyta Arm. Fuck.) , Sphaeria applanata Fr. , Orhicula cydospora Cooke (auf Eichenholz , ganz gleich der bisher allein bekannten Form auf Papier) , Mycrothyrium Quercus Fuck. (in ihrer bis- her noch nicht beschriebenen Stylosporenform), Stigmatea Sorhi Oud. (= Septoria S. Lasch, SpTiaeria S. Rabenhorst, Cryptosporium S. Cesati, Bepazea S. Fiedler. — Bisher sind reife Perithecien des Pilzes noch nicht gefunden worden.) S. a. 54, 196. 6. Deutschland. 18. Fr. Thomas. Einige JHittheilungen zur Phanerogamen- und Pilzflora von Thüringen. (Zeitschr. für die ges. Naturwissensch. 1877, S. 516—518.) Auf Andromeda polifolia, welche in Thüringen nur auf den sogenannten Teufels- kreisen zwischen dem Schneekopfsthurm und der Schmücke vorkommt, fand Th, reichlich Exobasidium Vaccinii Wor. Nur die Blätter und Stengel wurden von dem Pilze ergriffen, die Deformirung wird genauer beschrieben. VAne durch den Pilz veränderte Blüthe von Vaccmium Vitis Idaea, welche Th. gefunden hatte, mass getrocknet 11 mm in der Länge, 6 mm in der Breite. — Von andern Pilzen werden erwähnt: Calyptospora Goepperticma Frotomyces macrosporus auf Meum Athamanticum und Syncliytrium Stellariae. 19. M. Britzelmayr und Dr. Rehm. Beiträge zur Augsburger Pilzfiora. (24. Bericht des Naturhistorischen Vereins Augsburg S. 49—89.) Ein Beitrag zur Augsburger Pilzflora ist im 20. Bericht des im Titel genannten Vereines von J. C. Monkert gegeben worden, in demselben werden 180 Basidiomyceten und nur 4 Ascomyceten aufgeführt. lu den vorliegenden Beiträgen sind ausschliesslich Asco- myceten aufgeführt, welche M. Britzelmayr in der Umgegend von Augsburg gesammelt hat, und die von Dr. Rehm theils bestimmt , theils revidirt worden sind. Nach einer kurzen Schilderung der Umgegend von Augsburg mit Bezeichnung der an den einzelnen Standorten besonders anzutreffenden Ascomyceten werden 80 Discomyceten und 127 Pyrenomyceten mit Angabe der Standorte und des Nährbodens aufgeführt. Viele derselben sind in der Sammlung von Dr. Rehm ausgegeben worden uud die bezüglichen Nummern sind dabei genannt. Dr. Rehm hat auch häufig Bemerkungen über Begrenzung und geographische Verbreitung der einzelnen Arten beigefügt, 5 Arten sind von ihm als neu bezeichnet und mit Diagnosen versehen. S. a. 54, 55, 56, 60, 100, 152, 154, 165, 166, 173, 174, 178, 207, 217, 227. 7, Oesterreich- Ungarn. 20. F. de Thtimen. Symboiae ad floram mycologicam austriacam. (Oesterr. Bot. Zeitschr. 1877, S. 270-272.) Beschreibung von 13 als neue Arten aufgestellten Formen (1 neue Gattung aus der Abtheilung der Helvellaceen und 12 Fungi imperfect.), meist von v. Th. selbst bei Kloster- neuburg bei Wien, theils von G. Bolle bei Görz aufgefunden. 21. Derselbe. Fungi nonnuUi novi austriaci. (Oesterr. bot. Zeitschr. 1877, S. 12.) Beschreibung von 6 von v. Th. und C. Bolle neuerdings bei Klosterneuburg, Krems und Görz aufgefundenen Pilzen (3 Cladosporium^ 1 PJioma, 1 Septosporium)^ von denen 2 auch in No. 56, 1 in No. 55 ausgegeben sind. ' Geographische Verbreituug. - Niederlande, Deutschland, Oesterreich-Ungarn. 67 22. G. Bolle e F. de Thümen. Contribüzioni allo stodio dei fanghi del Litorale. (Bollettinü della Soc. Adriat. di Scienze nat. in Trieste 1877, S. 425—462, mit 1 Tafel.) B. hat von October 1876 bis April 1877 der Pilzflora des Litorales seine Aufmerksamkeit zugewendet, und die -während dieser Zeit von ihm gesammelten Pilze sind von v. Th. bearbeitet worden. Dieser zählt 227, darunter 34 neue Arten auf, grösstentheils blatt- und stengel- bewohnende Formen, und zwar: Perenosporei 3, Mucorini 2, Sporidesmiei 8, Dematiei 23, Sporotrichei 3, Mucedinei 16, Hymenulacei 23, üredinei 14, Tremellini 1, Hymenomyceti 4, Helvellacei 1, Phacidiacei 2, Pyrenomycetes 21, Cytisporei 9, Sphaeropsidei 42, Phyllostictei 54, Mycelia 1. Zum Theil ist hierbei dieselbe Form auf verschiedener Nährpfianze mehrfach gezählt. — lieber die Formen, die häufig, besonders endemisch an ihren Nährpflanzen auf- treten, sind ausführlichere Bemerkungen zugefügt, sonst nur die Namen, mit Nährpflanze und Fundort bemerkt. In der beigefügten Tafel sind einige Einzelheiten der neu aufgestellten Formen in kleinem Maassstabe wiedergegeben. 28. H. W. Reichardt. lieber einige neue oder seltenere Pilze der österreichischen Flora. (Verhandlungen der k. k. zoologisch-botanischen Gesellschaft in Wien 1877, S. 841—845.) R. bespricht zunächst eine von ihm auf Sesleria gefundene heteröcische Puccinia, deren Entwickelung er verfolgt hat (s. Uredineen), ferner beschreibt er ausführlich einen auf Salsola Soda bei Köloosa gefundenen Uromyces und einen auf Polytrichuni formosum Hedw. aufgefundenen Hyphomycet, welcher, wie R. vermuthet, vielleicht der conidientragende Zustand der Lizonia emperigonia Ges. ist. Erwähnt werden dann neue Standorte von 18 selteneren Pilzen und Pilzformen, z, B. Puccinia Saxifragantm Schi, im Garten der Oesterr. Flora auf Saxifraga longifolia, die aus den Pyrenäen eingeführt war, Sphaerotlieea Castagnei Lev. forma Platani occidentalis im botanischen Garten zu Schönbrunn, Bulgaria globosa Fr. in Fichtenwäldern bei Wolenic in Böhmen. 24. Dr. Sauter. Mycologisches. (Hedwigia 1877, S. 72, 73.) S. giebt eine nach Untersuchung lebender Exemplare verbesserte Diagnose seines Polyporus aljmiKS und beschreibt dann drei neue bei Salzburg gefundene Pilze, einen MeruUiiSj ein Hyänum (Pleuropus) und eine Pesiza (LacJmeaJ. 25. W. Voss. Zur Piiz-FIora Wiens. (Verhandlungen der k. k. zoologisch-botanischen Gesellschaft in Wien. 1877, S. 77-84.) Als Nachtrag zu seinem Verzeichnisse der Brand-, Rost- und Mehlthaupilze der Wiener Gegend (s. Bot. Jahresb. 1876, S. 103) führt Verf. 17 Pilze aus diesen Abtheilungen an, welche er neuerdings in genanntem Bezirke auffand. Einige schon aus dem Gebiete bekannte Arten wurden auf neuen Nährpflanzen angetrofl^en. 26. Derselbe. Mykologisches aus Krain. 4. 5. 6. (Oesterr. bot. Zeitschr. 1877, S. 237, 238; 297, 298.) Verf. setzt seine im vorigen Jahre begonnenen Mittheilungen (s. Bot. Jahresber. 1876, S. 153), über interessante mykologische Befunde aus Krain, besonders aus der Nähe von Laibach fort. — Von der Gattung Favolus war bisher keine Specics mit Sicherheit in Oester- reich nachgewiesen, denn F. Kirclmeri Wallr., welches nach einer Notiz in Lotos 1856 in S.-Böhraen vorkommen soll, ist später nicht constatirt worden. Im April und Mai 1877 fand Verf. den Favolus europaeus Fr. bei Laibach auf Pappelholz. Laibach muss jetzt als nörd- lichster Punkt für den Verbreituugsbezirk des Pilzes gelten. — Puccinia Malvacearum Mtg. ist im Sommer 1876 auch in Krain auf Althaea rosea gefunden worden. Verf. fand sie im Juli 1877 auf dieser Pflanze in den städtischen Anlagen und in einem Handelsgarten. Der Besitzer des Letzteren hat 1874 seinen Malvensamen aus London bezogen, und durch diesen könnte der Pilz eingeschleppt worden sein. — Ein neues Sclerotium fand Verf. auf Gentiana (Dasy- stephane) asclepiadea L. (s. neue Arten). 27. Karl Schiedermayr. Vorkommen von Puccinia Malvacearum in Oesterreich. (Hedwigia 1877, S. 98, 99.) S. fand die Pucc. Malv. zuerst am 6. August 1878 auf Althaea rosea im Park des Cistercienserstiftes Wilhering bei Linz an der Donau, im October wurde ihr Vorkommen auf Maloa silvestris und Althaea officinalis bei Neufelden constatirt. üeber die Art und Weise der Einwanderung war nichts Sicheres festzustellen. 5* 63 Kryptogamen. — Pilze. 28. J. C. Holuby (Oesterr. bot. Zeitschrift 1877, S. 351 u. S. 389) theilt mit, dass sich bei Ns. Podhrad in Ungarn (Waagthal) auf Althaea rosea L, flore atropurp., die er auf freiem Felde cultivirte, in diesem Jahre in grosser Menge Puc- cinia Malvacearum eingestellt hat. W. Voss, welcher den Pilz untersuchte, schreibt an M. : „Es ist, so viel mir bekannt, dieses der erste Ort in Ungarn und auch der östlichste Punkt überhaupt, wo Puccinia Malvacearum nachgewiesen erscheint." — Auf eine Anfrage bei dem Kedacteur der landwirthsch. Zeitung Obzor erhielt H. die Mittheilung, dass die Puccinia bei Ung. Skalitz schon im Jahre 1876 auf Malvenfeldern verbreitet gewesen ist, im Jahre 1877 aber dort sehr grosse Zerstörungen angerichtet hat. 29. Derselbe. A Mälyva (Althaea rosea L.) mivelese es a Puccinia Malvacearum. Die Cultur der Malva und Puccinia Malvacearum. (Magyar Nörenytani Lopok. Klauseuburg 1877, I. Jahrg., S. 164-165. [Ungarisch.]) Seit 1861 wird bei Szakoleza die Cultur der Althaea rosea L, nicht nur in Gärten, sondern auch auf freiem Felde im Grossen betrieben. Samen, die der Verf. von dort erhielt, säete er auf einem Terrain von 100 QKIaftern in der Nähe von Osötörtök im Waagthale Ende April 1875 mit Mais aus. Die Pflanzen wuchsen im ersten Jahre zwischen dem Mais sehr stark; ebenso im Frühjahre 1876, und obwohl sie von weidenden Pferden unbarmherzig zusammeugestampft wurden, konnte Verf. dennoch von Juni bis September beiläufig 70 Kilo trockene Blüthen sammeln, deren Werth 70 Gulden betrug. Im Frühjahre 1877 Hess der Verf. sein Malvenfeld ohne Düngung hin und wider mit der Haue bearbeiten; die Pflanzen gediehen sehr üppig, als sich schon im Juli auf der Unterseite der Blätter und auf den Kelchen Puccinia Malvacearum zeigte. Anfangs August war kaum ein Blatt unverletzt. In der ersten Hälfte des Jahres trockneten die Stengel beinahe ganz ab und die Blätter fielen zur Erde. Das Erträgniss war nur 34 Kilo. Ob die Malvenzüchter von Szakoleza ebenfalls durch ihn Schaden gelitten, konnte Verf. nicht erfahren, da jene alles auf die Cultur dieser Pflanze Bezügliche äusserst geheim halten. Staub. 30. F. Hazslinsky. Magyarhon Myxogasterei. Die Myxogasteren Ungarns. Eperies 1877. 34 S. [Ungarisch.] (Z. Th. Oesterr. bot. Zeitschrift 1877, S. 83-85.) Nachdem der Verf. die Natur dieser Pilze beschrieben, erwähnt er auf S. 3 einer eigenthümlichen biologischen Erscheinung. „Ausser der Bewegung des Plasma's, an welcher die äussere Schleimschichte nur passiv Theil nimmt, hat man noch die selbstständige Bewegung der Plasmakörner zu unterscheiden. Dieselbe zeigt sich, wenn das Plasma oder der Plasma- schwarm sich zur Einkapselung oder der letztere zur Sporenbildung vorbereitet, wo dann die Körnchen sich von der Oberfläche in das Innere des Plasma's zurückziehen." Aber das Auffallendste ist folgende Thatsache: „Im December 1876 untersuchte ich ein altes vielleicht zehnjähriges Exemplar von Physarum paniceum. Als ich die aufgeweichte Frucht im Wasser unter dem Mikroskope untersuchte, erschienen zuerst zwischen den Sporen einige lebende Amoeben. Die Untersuchung des Capillitiums wegen fortsetzend, wurde dabei eine Amoebe vollständig durchnässt und die frei werdenden Körnchen liefen im Gesichtsfelde kreuz und quer mit solcher Geschwindigkeit wie die Infusorien des Pfefferaufgusses. Ein prachtvoller Anblick!" Verf. will aber an diese Erscheinung noch keine weittragenden Combinationen knüpfen, indem sie nur eine für die Mitwelt alleinstehende Thatsache sei und verwandt ist mit jener anderswo mitgetheilten Erscheinung, wo in den Früchten der Peziza des Wermuths neben den Sporenschläuchen sich noch solche Schläuche entwickeln, deren ganzer Inhalt zu solchen lebhaft beweglichen kugligen kleinen Spermatien zerfällt; welche Erscheinung ebenfalls noch nicht allgemeinen Glauben fand. Auf S. 6— 8 giebt Verf. den Charakterenschlüssel der Schleimpilze; auf S. 8 das System der Myxogasteren (vgl. Oesterr. bot. Zeitschr. 1877, S. 85). Hieraul folgt die Aufzählung der in Ungarn vorkommenden Myxogasteren, welche wir hier kurz zusammengestellt wiedergeben wollen: Myxogasteres. I. 0. Ceratiaceae F. et W. 1. G. Ceratium A. et Schw.: 2 Arten. IL 0. Lycogaleae. 2. G. Lycogala (Mich.): 3 A. — 3. G. Keticularia Fr.: 5 A. — 4. G. Aethalium Lk.: 4 A. — 5. G. Spumaria P.: 1 A. Geographische Verbreitung. — Oesterreich-Ungarn. 69 III. 0. Ophiuridieae. 6. G. Ophiuridium nov. gen.: 1 A. Vgl. Oesterr. bot. Zeitscbr. 1877, S. 84-85. IV. 0. Cribariaceae Ross. 7. G. Cribraria Schrad.: 3 A. — 8. G. Dictydium Schrad.: 3 A. V. 0. Stemonitideae. 9. G. Diachea Fr.: 1 A. -- 10. G. Stemonitis Gleditsch: 8 A, VI. 0. Trichiaceae. 11. G. Arcyria Fr.: 8 A. — 12. G. Trichia Hall: 10 A. VII. 0. Physareae. 13. G. Craterium Fr.: 3 A. — 14. G. Pbysarum P.: 12 A. — 15. G. Didymium Schrad.: 16 A. — 16. G. Dideima P.: 5 A. — 17. G. Leocarpus Lk.r 10 A. — 18. G. Angioridium Grev.: 1 A. — 19. G. Perichaena Fr.: 1 A. -- 20. G. Stegasma Cd.: 1 A. VIII. 0. Liceaceae Rostaf. 21. G. Tubulina P.: 2 A. — 22. G. Pbelonitis Chev.: Ph. strobolina (Alb. et Scher.). Staub. 31. Derselbe. Magyarhon Üszökgombäi es ragyäi, Ungarns Rost- und Brandpilze. (Math, es termeszettud. közlemenyek herausgegeben von der ung. wiss. Akademie. Budapest 1877, XIV. Bd. Nro VI. S. 81-197 [Ungarisch]). Verf. gibt die Geschichte des Studiums der Rostpilze, aus der jene Stelle hervorzuheben ist, in der er sich über den Generationswechsel ausspricht. Verf. theilt zunächst die Ansicht de Bary's über Forschungen über diese Frage mit. Die Fundamente dieser Lehre zieht Verf. nicht in Zweifel, aber er findet sie nicht genügend zur Begründung des Generationswechsels. Die Nacheinanderfolge der drei Formen ist keine isolirte Erscheinung, da die Eutwicklung der meisten Pflanzen an eine gewisse Jahreszeit gebunden ist und das Erscheinen der Rost- pilze zeigt auch so viel Unregelmässigkeit als wie irgend eine andere Pflanzeugruppe. Verf. sammelte Aecidien und Ureden im Sommer und im Herbste und von seinem Sohne erhielt er in der zweiten Hälfte des Septembers aus der Umgebung von Budapest ein völlig ent- wickeltes Aecidium von den lebenden Stengeln des Cytisus und vor Ende September entwickelt sich nicht das Uredo von Origanum. Da man die verspäteten Ureden und Aecidien zunächst auf den verspäteten Trieben oder auf den verspäteten Pflanzenstöcken finden kann, so findet Verf. die Ursache des aufeinanderfolgenden Erscheinens bei der Mehrzahl der Arten im Entwicklungsgrade der Nährpflanze; daher in der Qualität des Nährstoffes, welche Auffassung auch jener Erfahrungsthatsache einigermassen zur Erklärung dient, dass viele Keimpilze, welche von der Spitze des Astes sich nach abwärts verbreiten, am Ende des Astes die ein- fachsten Vermehrungs- und Fortpflanzungsorgane entwickeln, die Ascosporen aber nur an den in ihrer Entwicklung beendigten unteren Partien. Wie die aufeinanderfolgende Entwicklung nach den Jahreszeiten nicht für den Genera- tionswechsel spricht; ebenso kann auch nicht die aufeinander folgende Entwicklung aus einer und derselben Wundstelle dafür zeugen. Denn der Uredo erzeugt hier kein neues Lager für die Puccinia und beide entwickeln sich aus einem und demselben Keimlager, weshalb wir es hier entweder mit einer pleiocarpen Pflanze zu thun haben, deren einfachere Fort- pflanzungsorgane sich nach der in der Pilzwelt allgemein gültigen Regel früher entwickeln, oder mit Parasitismus zweiten Ranges, welch letzterer eine alte Erfahrung sowohl im Thier- wie im Pflanzenreiche ist. Wenn aber ein und dieselbe Unterlage oder ein und dasselbe Keimlager Sommer- und Wiutersporen gibt, dann haben diese zweierlei Organe nicht zwei Generationen im oben angegebenen Sinne mit ebensowenig Recht, wie die Generationen der Blattläuse, welche gleichfalls aus Sommer- und Wintersporen entstehen. Viel näher steht jener Erscheinung jene Erklärung, der zufolge hier Parasitismus zweiten Grades vorhanden sei; denn es sind sehr viele parasitische Pflanzen bekannt, die selbst keine Unterlage entwickeln, sondern sie benützen die Unterlage der lebenden Nähr- pflanze selbst zur Entwicklung ihrer eigenen Generation, besonders wenn sie auf Flechten schmarotzen. Aber jene Auffassung ist darum nicht wahrscheinlich, da der Uebergaug von der Uredo-Fovm zur Teleuto-Fovm ein Werk sehr weniger Tage ist, so z. B. bei der Puccinia der Prenanthes purpurea L., bei der der Uebergang während des Trocknens der Exemplare geschah und bei welcher die ersten PuccinienS'poren noch rundlich sind wie die i[7redo-Sporen, nur dass sie eine Scheidewand erhielten. Auf diese Erscheinung machte der Verf. schon 70 Kryptogamcu. — Pilze. 1864 aufmerksam. Aus einer Aecidium-S^^sdte oder aus seinen Spermogonien entwickelt sich eine Uredo oder Puccinia, oder umgekehrt. Endlich sieht sich der Verf. veranlasst, noch folgende Bemerkungen bezüglich des ' Generationswechsels zu machen. Er verfolgt diese Sache schon lange mit Aufmerksamkeit und er war vielleicht der Erste, der diese Benennung aus der Zoologie in die Botanik über- trug, aber dass Puccinia coronata Cd. Bhannms Frangula, Puccinia graminis de Bary die Berberitze, Puccinia Straminis de Bary irgend ein Borago aufsuchen niuss, um auf der- selben oder in derselben seine Nachkommen zu Aecidien aufzuziehen, dafür findet Verf. keinen Grund, nicht einmal einen zur Wahrscheinlichkeit führenden. In seinem Garten standen mehrere Jahre hindurch einige Berberitzensträucher und um dieselben das unverwüstliche Unkraut Triticum repens. Auf dem letzteren nährten sich jedes Jahr vollauf Schwärme von Puccinia graminis und sie lagerten noch ein halbes Jahr hindurch auf ihrem vertrockneten Miste, aber bisher sandte die Puccinia nie ihre Nachkommenschaft in die Erziehung auf die benachbarte Berberitze! Oder nachdem sich auf seiner Berberitze noch kein Äecidiwn gezeigt hat, haben vielleicht seine Puccinien ihre Sporen in eine andere Gegend gesendet, damit ihre junge Nachkommenschaft sich dort die Fähigkeit aneigne , nach ihrer Rückkehr unsere Saaten mit Rost zu verunreinigen? Verf. kennt ausgedehnte Gegenden, in welchen keine Berberitze vorkommt, aber in welchen die Puccinie und der Rost wächst ohne Ver- mittlung eines Aecidiums. Aber setzen wir voraus, dass Puccinia graminis in der That gezwungen sei ihre erste Generation auf der Berberitze zu erziehen, so entsteht die Frage, in welchem Aecidiuni der Berberitze thun sie dies, da die Berberitze bei uns zwei in ver- schiedene Gruppen fallende, daher von einander sehr abweichende Aecidien hat. Vielleicht kann man nicht behaupten, wie es unlängst P. Magnus scherzweise bemerkte, dass man jetzt vielleicht schon erlauben muss, dass die Puccinia zwischen den beiden Aecidienformen frei wählen könne. Wenn sie sich früher entwickeln will, wähle es sich das Aecidium Magelhaenicum , wenn später, das röhrige Aecidium der Berberitze, Dazu tritt noch jene Schwierigkeit, dass Puccinia graminis nur schwer verstäuben will; das Aecidium der Ber- beritze verstreut schon längst seine Sporen und man kann noch ganze Grasbüschel mit un- versehrten Puccitiien -Usisen sammeln, was von verfehlter Einrichtung der Natur zeugen würde, was wir nicht zugeben. Theils die obenerwähnten Erfahrungen, theils der Umstand, dass viele Uredo, Cole- osporium,, Puccinia, Uromyces und Aecidium nur in einer oder zwei Formen bekannt sind, veranlassen den Verf., dass er das Aecidium mit seinen Spermogonien in seine Abhand- lung als selbstständige Pflanzen aufnahm, der Neuzeit insofern huldigend, als er viele Arten aufnahm, welche er nach seinem bei den Phanerogamen befolgten Vorgange aus der Reihe der Arten gestrichen hätte; mehrere Ureden stellte er nur zögernd zu den Uromyces- oder PMCcimaartigen. „Aber ich sage nicht, wie de Bary, dass ich (z. B.) die Coleosporia nicht unterscheiden kann, sondern dass ich, wenn es meine übrigen Beschäftigungen erlauben, die gefürchtete Reduction noch fortsetzen werde, ebenso die neue Durchsicht dieser Pilz- gruppe, besonders hinsichtlich der Verbreitung des Mycels. Wenn aber Jemand auf meine obigen Zweifel das erwidert, es hänge vom Pilze ab, sich mit Generationswechsel oder ohne denselben zu entwickeln, so schreibe derselbe zu seiner Behauptung als Beruhigung: Allah ist gross! Unter dem Himmel ist auch dies möglich." Von den ferneren Beobachtungen des Verf.'s ist noch Folgendes zu erwähnen. Es scheint, dass das Mycel nur darum auf dem Pflanzenorgane dahin krieche, damit es Sporen- kolonien organisire, seinen Weg mit Hülfe des lebenden Gewebes seines Wirthes hinter sich verwischend. Vor einigen Jahren entwickelte sich auf jedem Blatte eines Apfelbaumes im Garten des Verf.'s Boestelia. Er konnte nichts anderes voraussetzen, als dass der ganze Baum inficirt sei; denn selbst der Gärtner hätte nicht so geometrisch richtig die Blätter mit Sporen bestreuen können. Im folgenden Jahre zeigte sich dieser Parasit weder auf diesem noch auf einem anderen Apfelbaume; das Mycel der Boestelia wurde nach der Ansicht des Verf.'s vom Gewebe seines Wirthes aufgezehrt und aufgesogen. Keine Spur von ihm bleibt zurück. ... Es ist ungewiss, wo das Rostmycel in den Baum oder Strauch dringt, da man jenes in einem Baumstamm bisher nicht gefunden; wogegen seiner obenangeführten Beobach- Geographische Verbreitung. — Oesterreich-Uugarn, 71 tuug entgegen Fälle angeführt werden, dass Jahre hindurch auf einem und demselben Baume ein und derselbe Parasit sich zeigte. Verf. erklärt sich diese Erscheinung wie das alljährige Auftreten eines und desselben einjährigen Unkrautes in unseren Gärten und glaubt, dass so lange nicht die Verbreitung des Rostmycels im perennirenden Stamme im Wege der Be- obachtung nachgewiesen sein wird, auch hier das Mycel einjährig ist und dass auch hier der Parasit alljährlich in die jungen Triebe des Wirthes eindringe, einerlei ob er seine Früchte nur auf den Blättern oder nur in den Aesten oder in allen Gliedern der Pflanze entwickelt. Auf S. 100 — 102 theilt der Verf. den Charakterschlüssel der hypodermen Pilze mit. In dem nun folgenden systematischen Theile beschreibt er die bisher in Ungarn zum grössteii Theile von ihm selbst gesammelten Arten. Ihre Nährpflanzen sind namentlich an- geführt, ebenso ihre Fundorte. Gleiche Sorgfalt widmete der Verf. der Synonymik. 1. F. Caeomacei. 1. Syntrichium de Bar. et Wor.: S. Taraxaci (de By et Wor.), S. Succisae de By, S. Änemones (de By), S. Stellariae Fuckl. 2. Protomycesde By.: P. maerosporus Ung., F. endogenus Ung. 3. Cy stop US de Bary: C. candidus (P.), C. cuhicus Strss., C. Portidacae (Dl.), C. verru- cosus nov. S2). : Sporennester blasig aufgetrieben, weiss, öfter zusammenfliessend, unregel- mässig sich öffnend. Sporen der Mehrzahl nach elliptisch , ihr Längendurchmesser 0.032 Mm., doch kommen auch kuglige, eiförmige und stumpfendige lanzettliche vor und solche mit einem Längendurchmesser bis 0.040 Mm. Ihre Oberfläche ist gleichförmig, kleinwarzig. Wächst auf den Blättern von Chaeropliyllum hnlbosum L. bei N. Poolhragyd, wo ihn Holuby fand — G. spimdosus de By., C. Bliti de By. 4. Coleosporium Lev.: C. fuscum noi\ spec. Seine Nester sind klein, zerstreut auf der Unterseite der Blätter, oben mit brauner Scheibe. Die Schläuche sind sehr weit, ohne oder mit 1—3 Scheidewänden; in jedem Fach 2—3, selten 1 Spore. Sporen polymorph, meistens kuglig, glatt, mit einem Durchmesser von 20—24 micromillimeter, braun. Wächst auf Cytisus siipimts Cr. bei Nyiregyhäza (leg. A. Dietzj und bei Wallefldorf (leg. Kalch- brenner). Seiner braunen Sporen und weiten Schläuche wegen das charakteristischeste Coleosporium. — C. miniatmn Bon., C. Petasüis Lev., C. Tussilaginis P., C. Cacaliae (Dl.), C. Symphyti (D. C), C. Sonchi Tul., C. Ochraceum Bon., C Inidae Knze., C. BMnanthacearum Lev., C. Senecionis (Schum.), C. Senecionum (Rbh.), C. Cam- pamdacearum Fr., C. Pyri Schulzer. 5. Ustilago Lk. a. Die Sporen sind schwarz oder dunkelbraun und entwickeln sich im Fruchtknoten der Nährpflanze. U. Garbo Tul., U. titriculosa (Corda), U. receptaculorum Fr., U. Garicis (P.), U. destruens (Dub.), U. Crameri Körn., U, Jschaemi Fuckl., U. Maydis (DC). b. Die Sporen sind schwarz oder dunkelbraun und entwickeln sich auf und unter der Oberhaut der Grashalme und Blätter und auf dem Wachholder. U. hypodytes Tul., TJ. Fiissii Niess., U. longissima Tul. c. Die Sporen sind blau, violet oder purpurroth und entwickeln sich in Staubbeuteln und Fruchtknoten. U. violacea (P.), U. Delastrina Tul. 6. Tilletia Tul.: T. sphaerococca (WH.), T. laevis Kuhn, T. Caries Tul. 7. Caeoma Tul.: C. Filicmn Lk., G. Hypericorum Schlecht., G. Mercurialis Lk., G. Pyrolae Schlecht., G. Quercus (Brond.) Vorläufig stellt Verf. noch hieher: Uredo Äristolochiae Rbh., U. Orchidis Mart. und vacciniorum P.; welche Fuss in Siebenbürgen sammelte. 8. Melampsora Tul.: 31. salicina Tul., M. populina Tul., M. Garpini Fuckl., 31. betu- lina Tul., 31. Epilobii Fuckl., 31. Padi Klch., M. Lini Tul. mit den Formen «. lini- perda Körn, (wurde bisher in Ungarn nicht gefunden) und ß. minor Fuckl. 31. euphorbiae Tul., M. Gerasi Schulzer. 72 Kryptogameu. — Pilze. ( 9. Uromyces Tul.: U. aj}iosporus Hzs., TJ. Cacaliae Ung., U. Ficariae (Alb. et Schw.), U. Aconiti Fuck., U. Limonii Duby, U. Amygdali Pusser, TJ. PhaseoJorum de Bary, U. Pisi de Bary, U. Oröbi Fuck., TJ. Hedysari n. spec. Die Sommerform nicht bekannt. Winterform: Sporennester sehr klein, rundlich, zerstreut, braun, auf der Oberseite, selten auf der Unterseite der Blätter, verursachen keinen Fleck. Sporen verkehrt eiförmig oder elliptisch auf sehr kurzem, cylindrischen Stielchen, an ihrer Spitze halbkugelförmig, farblos, mit verhältnissmässig grossen, manchmal seitlich stehenden Wärzchen. Ihre Länge 0.030—0.034 mm. TJ. apiculatiis Lev. e, Hedysari Klch. -wächst auf Hedysarum obscurum L. auf der hohen Tatra, gefunden von Kalchbrenner, der dort auch Äecidium Hedysari Klch. fand. — Tl. Fabae de Bary., TJ. Viciae Fuckl. , TJ. Leguminosarum (Lk. p. p.), TJ. Silenes (Schlecht), TJ. Phyteumatmn (DC), Tl. Polygoni Fuckl., Tl. Eumicum Fuckl., TJ. Muscari Lev., TJ. ambiguus Tul, TJ. scutellatus (P.), TJ. intrusa Lev. 10. Urocystis Rbh. Tl. purpurea nov. spec. Sein Mycel ist glatt und ununterbrochen fadig, unregel- mässig verzweigend, nur manchmal mit gegenständigen Aesten. Seine Sporen entwickeln sich in den kuglig aufgetriebenen Astenden und bilden endlich kuglige Gruppen, deren Durchmesser 0.035—0.050 mm beträgt. Die den Kern der Gruppe bildenden Sporen sind auch im Wasser farbig, die den Rand oder die Oberfläche bildenden aber farblos. Die Oberfläche sehr kleinwarzig, ihr Durchmesser 0.008—0.010 mm. Die Sporenmasse erscheint im reflectirten Lichte purpurn oder violett. Wächst im Fruchtknoten von Dianthits deltoides L. und D. prolifer L. , auch im Kelche ohne ihn zu verunstalten. Auf ersterer fand sie bei Budapest V. Szepligeli; auf letzterer bei Losonez J. Kunszt. Konnte auch in die Gattung Sorosporium aufgenommen werden. — TJ. Colchici (Lk.), TJ. pompholygodes Schlecht. 11. Peridermium Chev.: P. Pinl Chev., mit den Formen a. corticola und b. ackola. P. elatinum Lk., P. columnare (Alb. et Schw.). 12. Endophyllum Lev.: E. Sempervivi (Alb, et Schw.). 13. Äecidium P. L Sporennester zerstreut gewöhnlich auf der ganzen Oberfläche des okku- pirten Organes. Dispersa. Äe. lencospermum DC, Ae. quadrifidum DC, Ae. Plantaginis De Not., Ae. Adoxae Opiz., Ae. Falcariae P., Ae. Bupleuri Kz., Ae. fulgens nov. spec. Das Peridium röhrig nach oben zu erweitert, anderthalbmal so lang als breit, weiss mit nach aussen neigendem fransigem Rande. Scheibe orangefarbig. Die oberen Sporen kugelig; ihr Durchmesser 0.021 mm, die unteren länglich oder eiförmig mit einem Längendurch- messer von 0.028—0.030 mm mit dicker durchsichtiger Schale. Aecidiolen zerstreut zwischen den Sporennestern, dunkelbraun, endlich kelchförmig. — Am Stengel, selten am Blattstiel und manchmal auf der Blattspreite der weissblütigen Form von Cytisus austriacus L. gefunden von Hugo Hazslinszky im September 1876. — Wenn es nur eine vermittelnde Form ist, so ist es ungewiss, mit welchem anderen Parasiten er zu vereinigen sei, mit dem Coleosporium des Cytisus, welches am Cytisus supinus Cr. wächst, oder mit DC's TJredo Cytisi, welcher hier auf Cytisus nigricans gemein ist. Auffallend ist die späte herbstliche Entwicklung dieses Pilzes. — Ae. Tragopogonis P., Ae. amphi- genum nov. spec Sporennester sehr unregelmässig zerstreut, öffnen sich auf beiden Seiten des Blattes. Rand des Peridiums emporstehend, sehr klein gekerbt, gleich gelb. Sporen kuglig, gelb, endlich braun. Auf den Blättern von Apargia Taraxaci auf der hohen Tatra. Die meisten Aecidiolen öffnen sich auf der oberen Fläche des Blattes und enthalten gelblich weisse Spermatien. — Ae. Salviae nov spec. Die Sporennester stehen in dichtem Schwärm auf der Unterseite des Blattes. Das Peridium hebt sich heraus und hat einen runden, ganzen emporstehenden Rand. Sporen kuglig, gelb. Spermogonien selbstständig, meistens gruppirt mit gelben Spermatien und stehen auf der oberen Seite des Blattes. Wächst auf den Grundblättern von Salvia nutans (leg. Sadler, vielleicht im Budapester bot. Garten). — Ae. Thesii Desr., Ae. Euphorbiae P., Ae. Magel- haenicum Berk., Ae. gregarium nov. spec. Sporennester zerstreut, steht sehr dicht auf Geographische Verbreitung. — Oesterreich-Üngarn. 73 der ganzen Unterseite des Blattes. Das Peridium erhebt sich in der Form einer Schale, hat einen aufrechtstehenden ganzen Rand. Sporen kuglig, gelb. Spermogonien gelb auf der Oberseite der Blätter, auf welchen hie und da auch Sporennester sich öffnen. Wächst auf Silene noctiflora L. bei Viszkovce (leg. Schulzer). — Ae. Ervi WU. II. Sporennester gesellschaftlich, auf einer durch das Mycel verursachton Erhebung des Blattes oder Stengels mit cylindrischem, röhrenförmigem Peridium. Elongata. Ae. Berheridis Gmel., Ae. Xißostei ^Wln., Ae. crassum P.. Ae. sparsiim nov. spec. Sporennester zerstreut auf den ihre Farbe nicht verändernden Blättern oder gruppenweise auf bleichem Flecke. Peridium zuerst kuglig, später cylindrisch wie beim Aecidmm Berheridis Gmel. mit zerrissen oder wimperig gerandeter Oeffnung. Es ist sehr zerbrech- lich, auf älteren Exemplaren ist nur mehr seine Basis zu sehen. Sporen kuglig, weiss. Spermogonien klein und gelb, auf der Oberseite der Blätter gegenüber den Sporennestern. Wächst auf Silene viridiflora L. bei Losenez (leg. Kunszt.). III. Sporeunester gesellschaftlich, auf einer Geschwulst des Blattes oder Stengels mit tassenförmig sich erhebendem Peridiumraude. — Poculiformia. Ae. Calthae Grev., Ae. JRanunculacearum DC, Ae. Convolvulacearum Ges., Ae. Galii P., Ae. Asperifolii P., Ae. Grossulariae DC., Ae. Urticas DC, Ae. Silena- cearum Fr. p. p., Ae. Behenis DC, Ae. Orobi DC, Ae. Trifolii n. spec. Fruchtgruppen elliptisch, bleichgelb auf braun und gelb geringelten Flecken. Die Sporennester fliessen auf einem erhabenen Wulst zusammen. Der Wulst ist ein von Mycelfäden gebildetes Lager, in welchem die Sporennester sitzen. Peridium ganzrandig. Sporen blassgelb, kuglig oder kuglig vielflöckig. Durchmesser 0.016—0.020 mm. Eine sehr auffallende Art wächst auf Trifolium montanum L. bei N. Podhragy (leg. Holuby). IV. Sporennester in Gruppen auf seine Farbe veränderndem Wulst oder Flecken, aus dem sich bloss der Rand des Peridiums erhebt. Ae. Compositanim Mart. , Ae. Pedicidaris Libosch., Ae. Thymi Fuck. , Ae. Verbasci Ges., Ae. rubellum P., Ae. Violae Schum., Ae. Ällii Grev., Ae. Erythrocin DC, Ae. Convallariae Schum., Ae. Statices Desm. 14. Roestelia Rebent.: B. cancellata Bebent., B. penicillata Fr., B. lacerata Tul., B. cornuta Tul. 15. Cronartium Tul.: C. asdepiadeum Tul. II. F. Pucciniaei. 16.' Podisoma Lk.: P. Jiiniperi Fr. 17. Gymnosporangium DC: G. Juniperi Lk. 18. Triphragmium Tul.: T. ülmariae Tul. 19. Puccinia Tul. I. Oospore Puccinien. — P. Anemones P., P. Prunorum Lk., P. Drabae n. spec. Sommerform (Stylosporen) unbekannt. — Winterform (Teleutosporen): Nester lineal oder lineallanzettlich, schwarzbraun. Sporen länglich, beinahe semmelförmig mit glatter Oberfläche, gestielt. Die Zwillmgszellen gleich, kuglig. Stiel farblos, ebenso lang oder zweimal länger als die Spore, daher 0.042 oder 0.084 mm lang. Wächst auf den Stengeln von Draba Aizoon Wahl. Bisher einziger Standort Maloveszka und Trebeov bei Kaschau. Reift im Mai. — P. Violarum Lk., P. Nolitangere Cd., P. Behenis Lev., P. Bibis DC, P. umbelliferarum DC. pp., P. sparsa Cooke, P. variabilis Grev., P. obtegens Tul., P. Cirsii Fuckl., P. Picridis nov. spec. Sommerform: Nester von unregel- mässiger Form, kuglig, lineal, manchmal verzweigt, braun. Die ersten Sporen kuglig, die späteren länglich oder elliptisch, ohne Stiel sich loslösend mit glattem Epispor. — Winterform: Die überwinternden Sporen entwickeln sich in denselben Nestern, sind schwarzbraun, eiförmig mit abgeflachter Spitze oder elliptisch, ohne seitlichen Eindruck, ihr Stiel ist sehr kurz. Das Mycel bildet um das Sporennest herum einen aus haarigen emporstehenden Fäden bestehenden Saum. Wächst bei Mehadia auf den Blättern von Picris. — P. Hieracii Mart,, P. Centaureae DC. Auf Grund der Uebereinstimmung der 74 Kryptogamen. — Pilze. Winterform rechnet Verf. hierher: 1. P. EcMnopsis DC. Mcath. u. naturw. Mittheilimgen der ung. wiss. Akademie 1873, S. 43, fig. 18. a, b, c. — 2. P. Carthami Hzs. — 3. P. Bardanae Cd. — P. Glionärülae Fuckl., P. Discoidarum Link, P. Tanaceti Str., P. Helianthi Schwein., P. Veratri DC, P. Fiwcae Cast., P. difformis Kunze, P. Galiorum Lk., P. Betonicae DC, P. Calaminthae Fuckl., P. Menthae F., P. Salviae Ung., P. Gleclwmatis DG. , P. Staclwjdis DC, P. Tewcm Fuckl., P. Globulariae DC, P. Po?i/- gonoriim Tul., P. Convolvuli Niessl, P. Gentianae Lk., P. Asparagi DC, P. ^sart Kunze, P. Liliacearum Duby, P. Muscari Desm., P. Ändropogonis Fuck., P. Arundinacea Hedw. IL Urospore Puccinien. — P. De Baryana Thüm., P. Calthae (Lk.), P. Doronici Niess, P. Dentariae nov. spec. Sommerform unbekannt. — "Winterform: Nester lineal, zerstreut, schwarzbraun. Sporen Spindel-, selten kolbenförmig, kurzgestielt, glatt oder kleinwarzig. Ihre Länge erreicht 3—9 mal ihre Dicke. Der Stiel höchstens halb so gross als die Spore. Uredo Dentariae (Alb. et Schw. 365), welches auch von Wallroth mit der Puccinia der Pflaume und Küchenschelle vereinigt wurde, gehört nicht hierher. Wächst auf den Blättern von Dentaria glandulosa W. K. Bisher der einzige Fundort Eperies. — P. Agrostemmae Fuckl., P Stellariae Dub., P. Geranii DC, P. Astrantiae Klch., P. Aegopodii Lk., P. Adoxae DC, P. Valantiac P., P. Circeae P., P. truncata B. et B., P. ScM-pt Tul., P. Striola Link, P. Luzulae Lib., P. graminis de Bary, P. coronata Cd., P. Straminis de Bary. IL Die Brandpilze Ungarns. Podosphaera Lev. : P. Kwnzei Fuck., P. dandestina Lev. Sphaerotheca Lev.: 6'. pannosa Lev., »?. Castagnei Lev. Phyllactinia Lev.: PZj. guttata Lev., Pft. fungicola Schulzer. Uncinula Lev.: Z7. udtinca (Wallr.). Calocladia Lev.: C. bicornis (Wllr.), C. divaricata (WWv.), C. penicillata (Wllr.) p. p., C. Ehrenhergii Lev., G. Berheridis Lev., C. Grossulariae Lev., C. Mugeotii (L.), C. comata Lev. Erysiphe Tul. p. p.: E. Litikii (Lev.), E. lamprocarpa Lk., E. graminis Lev., E. Martii Link, E. tortilis Link, ^. Montagnei Lev., £■. communis (Lk.) p. p., £". i'iorr'i- £?ttZa Lev. Staub. 32. E. Ealchbrenner. A Eärpätok ehetö es merges gombäiröl. Von den essbaren und giftigen Schwämmen der Earpathen. (Jahrbuch des ung. Karpathen- Vereines. Kesmark 1877. IV. Jahrg., S. 18. [ungarisch und Deutsch.]) Eine populäre Schilderung der höheren Pilzwelt; das Unterscheiden der giftigen von den essbaren Schwämmen und Beschreibung der verbreitetsten Arten. Staub. S. a. No. 54, 55, 56, 57, 67, 131, 144, 180, 190, 232, 233, 234, 235. 8. Schweiz. 33. G. Winter. Mykologische Notizen. (Hedwigia 1877, S. 161, 162.) W. führt einige interessante Pilze auf, welche er im Jahre 1877 in der Schweiz, besonders in der Nähe von Zürich aufgefunden hat. — Puccinia Malvacearum fand er von April 1877 in und bei Zürich sehr verbreitet, auf Malva siloestris, M. mauritanica und Althaea rosea, im August traf er sie auch bei Altdorf und Erstfelden (Cant. Uri) ; auch bei Sion (Cant. Wallis) und im Bot. Garten in Bern (dort auf Wlalva glomerata und Althaea rosea) ist sie schon gefunden worden. S. a. No. 55. 9. Italien. 34. P. A. Saccardo. Michelia. Commentarium Mycologiae italicae No. 1. Patavii 1877, S. 115. Sacca. hat bisher seine Beobachtungen über Italienische Pilze in einzelnen Aufsätzen in verschiedenen Zeitschriften veröffentlicht. In der Folge will er dieselben zu Heften sammeln, die er unter obigem Titel herausgibt. Das erste Heft enthält: 1. Fungi veneti novi vel critici Ser. VI., No. 2. Inhalt und Diagnosen der Fungi italici autographice delineati N. 1—160 (s. No. 35), 3. Inhaltsverzeichniss seiner Mycotheca Veneta Cent I— XL Geographische Verbreitung — Oestcrreich-Ungarn, Schweiz, Italien, Portugal. 75 35. Derselbe. Fungi italici autographice delineati. Padova 1877, fasciculus I-IV. Verf. hat sich vorgenommen, seine Zeichnungen über Italienische Pilze, welche sich schon über mehr als 2000 Species erstrecken, in Form von autographischen Blättern zu veröffentlichen. Jedes Blatt soll eine Species mit Wiedergabe des Habitusbildes (wenn nöthig in entsprechender Vergrösseiung) und der mikroskopischen Einzelheiten (mit Angabe der entsprechenden Maasse) vorführen. Vier Blätter bilden eine Tafel, 10 Tafeln einen Fascikel ; jährlich sollen vier Fascikel erscheinen. In seiner Michelia (S. 73-100) theilt S. ein Verzeichniss der ersten 160 Nummern (4 Fascikel) mit und gibt die Beschreibung von 63 hier zuerst publicirten neuen Arten. 36. Derselbe. Fungi veneti novi vel critici Series VI. (Michelia N. l., S. 1—72.) In dieser Fortsetzung seiner Zusammenstellung der im Venetianischen Gebiete, besonders in der Umgegend von Padua aufgefundenen Pilze (S. Bot. Jahresber. 1876, S. 105) führt S. 258 Pilze an, theils neu aufgestellte Arten (51.), theils solche, welche für das Gebiet neu sind, theils solche, welche zu kritischen Bemerkungen Veranlassung boten. Von diesen möge Einiges angeführt werden: Hydrum pudorinum Fr. wird als Varietät zu H. hirtum Dmz, gezogen; Athelia cinphylla Pers wird als Corttc«m-(Hypochnus)-Art erkannt und genauer beschrieben; Peronospora Clüorae D.By., forma Chlorae perfoliatac. Genau gesichtet hat S. besonders die grosse Zahl von Spliaeriaceen, welche er untersucht hat, er zieht viele früher von Anderen oder von ihm selbst aufgestellte Species wieder ein, und zieht mehrmals einige sehr verwandte Arten zu einer Species zusammen. Von der Gattung Cryptospora trennt er die Formen mit eiförmigen Sporen zu einer neuen Gattung: CryptosporeUa ab. — Die Arten der Gattung Botryosphaeria schlägt er vor, in drei Gattungen zu ordnen: I. Botryosplieria: perithecii contextu rigidulo, fuligineo- atro; sporidiis ex ovato rhomboideis hyalinis continuis, II. Giberella: perithecii contextu moUiusculo amoene cyaneo vel violaceo; sporidiis ex ovoideo fusoides. 3-pluriseptatis, sub- hyaliuis, III. Lisea peritheciis praecedentis ; sporidiis didymis subliyalinis. — Die Gattungen Thyridium und Fenestella sind in ihrer jetzigen Umgrenzung nicht durch bestimmte Charaktere verschieden. S. schlägt daher vor, sie so zu umgrenzen, dass zu Fenestella alle hierher- gehörigen Arten mit Valseen-Stroma (also z. B. auch Thyr. vestitum Fr.), zu Thyridium die mit Eutypa-Stroma gerechnet werden. 37. G. Fasserini. Funghi Parmensi. (Nuovo Giorn. Bot. Ital. 9. Bd. 1877, S. 235-267.) Ein erstes Verzeichniss von Pilzen aus der Umgegend von Parma hat P. schon im Jahre 1872 veröffentlicht (N. Giorn. bot. Ital. Bd. IV.). In dieser vorliegenden Fortsetzung werden die Ustilagineen und Uredineen, denen P. eine besondere Aufmerksamkeit gewidmet hat, aufgeführt. Das Verzeichniss umfasst 153 kritisch gesichtete Arten (No. 549—701 des ganzen Verz.), und zwar 26 Ustilagineen und 127 Uredineen, welche sämmtlich in der Nähe von Parma gefunden wurden, anhangsweise werden ausserdem auch einige in anderen Theilen Italiens gesammelte Pilze der beiden Familien aufgeführt. 38. C. Bagnis. Mycologia Romana. Centuria I. (R. Acad. dei Sciencie fisiche, matem, 6 naturale Roma 1877, mit 2 Taf.}. Der Verf. zählt 100 Pilzspecies, welche er in der Umgegend von Rom gefunden hat, mit ihren Synonymen auf. 14 Arten (meist schon in v. Thümen' Mycoth. univers. und des Verfassers Monogr. Pucc. gen. veröffentlicht) sind kurz beschrieben und auf den Tafeln abgebildet, es sind: Hendersonia Äraucariae Thüm, Fusarium Bagnisianum Thüm, Peziza {^Sarcoscyplia) mridi-nibescens Bagnis, Peziza Notarisiana Bagn., Mitrula Saccardoa Bagn., AmpMsphaeria Sellae Bagn., Sphaeria sancta Rehm et Thüm, Pleospora Gymnocladi Bagn,, Ozonium Bomamim Thüm, Puccinia minima Bag»., Aecidium Smirnii Bagn., Puccinia Äsphodeli Bagn., Pucc. mammillata Bagn., Uromyces Croci Pass. S. a. No. 54, 55, 56, 59, 168, 197, 218, 219, 225, 236, 237, 238, 239, 240, 241. 10. Portugal. S. No. 55, 56. 76 Kryptogamen. — Pilze. 11. Asien. 39. F. V. Thümen. Beiträge zur Pilzflora Sibiriens. (Bullet, de la Societe imperiale des naturalistes de Moscou 1877, No. 1, S. 128—152.) Ueber die Pilze Sibiriens war bisher nichts bekannt, ausser wenigen Notizen in Weinmann's Hymeno- et Gasteromycetes hucusque in imperio Rossico observat. und G. G. üorszow's Bearbeitung der Pilze in von Middendorf's Sibirischer Reise I. Theil (24 Species). Auf Anregung von Prof. Batalin begann N. Martianoff zu Minussinsk im Gouvernement Jenisseisk der Pilzüora seiner Umgebung Aufmerksamkeit zu schenken , und hat die ein- gesammelten Pilze an v. Th. zur Bearbeitung eingesendet. — Das erste Verzeichniss dieser Pilze umfasst 121 Nummern. Die Hymenomyceten sind von C. Kalchbreuner, die anderen Pilze von v. Th. selbst bestimmt worden. 21 Formen werden als neue Arten aufgestellt (1 Cryptococeus, 4 Aecidium, 3 Puccinia, 1 Uredo, 2 Melampsora, 1 Goleosporium., 1 Liber- tella, 3 Septoria, 1 Melasmia von v. Th., 2 Agaricus, 1 Lentinus, 1 Polyporus von Kalchbr.), die übrigen Arten sind meist auch in Europa weit verbreitete Pilze. Hervorzuheben ist das Vorkommen des bisher nur in Ungarn gefundenen Secotium scaholseense Haszl. , des Aecidium cimicifugatum Schwz., welches bisher nur aus N.-Amerika und der Bovista lila- cina Berk. et Mhg., welche nur aus S.-Amerika bekannt waren. S. a. No. 53, 54, 55, 128, 132, 183, 231. 13. Afrika. 40. C. Bagnis. Fanghi raccolti della spedizione della Societä geografica Italiana in Tunisia nel Giugno des 1875. (Nuovo Gioru. bot. Ital. 9. Bd. 1877, S. 218-223, Taf. IX.) Der March. Hör. Antinori hatte im Juni 1875 auf einer Reise in der Tunesischen Sahara unter anderen Pflanzen eine kleine Zahl von Pilzen gesammelt , deren Bestimmung B. übernahm und deren Namen und Fundorte er hier mittheilt. Es sind im Ganzen 20 Species, und zwar 3 Pucciniae, — 1 Scleroderma, — 2 Geoglossa, 3 Pezizae, 1 Helotium, — 1 Erisiplie, 1 Sphaeria , 2 Pleosporae, 1 Ampliisphaeria , 1 Nectria, 1 Diatrype; — 1 Cryptosporium , 1 Melanconium , 1 Lcptostroma, 1 Phoma. Die beiden Pleosporae werden als neue Species bezeichnet und ausführlich beschrieben, ihre Einzelheiten auf der Tafel abgebildet. 41. F. de Thümen. Fungi Austro-Africani V. (Flora 1877, No. 26, 7 S.) Fortsetzung des Verzeichnisses von Pilzen (s. zuletzt Bot. Jahresber. für 1876, S. 106), welche von Mc. Owan und Tuck am Cap der guten Hoffnung gesammelt und von v. Th. und Kalchbreuner bestimmt wurden. Der Abschnitt reicht von No. 67 bis No. 96, es werden darin aufgeführt: Agaricus (Lepiota) Zeyheri Fr., Ag. (Trielioloma) Georgii Fr., Ag. (Glitocybe) amarus Fr., Ag. (Clit.J fragrans Fr., Polyporus chilensis Fr., Ciavaria pistil- laris L., Nectria coccinea Fr., Pseudopeziza Bammeuli Fr. auf Ean. pinnatus, Uredo Lychnidearum Desm. auf Silene capensis ^ Uredo Eumicuni DC. auf Eumex obtusifolius, Aecidium Senecionis Desm. auf Senecio mikanioides, Aecidium Ehamni Pers. auf Eliamnus prinoides , Cytispora xantliosperma Fr. auf Salix capensis, Tubercularia persicina Ditm. auf Aecidium. Senecionis und 16 als neue Arten aufgestellte Formen (1 Agaricus, 1 Geaster, 1 Meliola, 10 üredineen, 3 Fungi incerti sedis). S. a. No. 55, 56, 165. 13. Amerika. 42. M. C. Cooke. North American fungi. (Grevillea Vol. 5, 1877, S. 150-154.) 51 Pilze, welche C. aus New-York, Maine und S.-Carolina erhalten hat, werden mit ihren Fundorten aufgezählt. 13 davon werden als neue Formen kurz beschrieben (s. neue Arten). 43. M. C. Cooke. The hyphomycetous fungi of the United States. (Bullet, of the Buffalo Soc. Nat. Sc. 1877, S, 189-202.) 304 Formen von Hyphomyceten, grösstentheils schon von Schweinitz in seiner Synopsis fung. am. bor. aufgeführt, z. Th. aber erst in neuerer Zeit von Berkeley und Curtis, Ravenel, Gerard, Peck beschrieben, werden namentlich zusammengestellt. C. bemerkt dazu, dass diese Liste nur als ein vorbereitender Schritt gelten soll, welcher die Identificirung der Arten, welche sämmtlich der Nachuntersuchung bedürfen, erleichtern soll. Geographische Verbreitung. — Asien, Afrika, Amerika, Australien. 77 44. Derselbe. The Valsei of the United States. (Proceedings of the Academy of Nat. Sciences of Philadelphia 1877, S. 110—127.) C. zählt 138 Valsaceen aus dem Gebiete der Vereinigten Staaten auf, 5 davon werden in die Gattung Melanconis , die andern sämmtMch in die Gattung Valsa gestellt. Diese begreift die Gattungen Diaporthe, Cryptospora, Calospora, Thyridium u. s. w. anderer Autoren, die Eintheilung nach Form und Farbe der Sporen wird zur Eintheilung in Gruppen benutzt, die nach dem Verf. nur (he Uebersicht erleichtern sollen. Bei den meisten Arten ist Form und Grösse der Sporen angegeben, bei 40 Valsa-AxiQu, die auf die Autorität von Schweinitz und Curtis aufgeführt sind, sind die Sporen noch unbekannt. 45. Derselbe. The Myxomycetes of the United States. (Annais of the Lyceum of Natural history of New- York Vol. XI, No. 12, S. 378-409.) Das Verzeichniss umfasst 154 Arten, welche von C. nach der Monographie der Mycetozoen von Rostafinski geordnet sind. Die Species sind grösstentheils nur namentlich auf- geführt, einige von Schweinitz aufgestellte Arten, die nicht wieder untersucht worden sind, provisorisch in die neuen Gattungen eingereiht worden , bei einigen Arten sind die Sporcn- maasse angeführt, drei Formen werden als neue Arten ausführlicher beschrieben. 46. M. C. Cooke and J. B. Ellis. New Jersey Fungi. (Grevillea Bd. 5. 1877, S. 89-95, Bd. 6. 1877, S. 1—18, T. 95, 96.) Die Bearbeitung der von Ellis in N.- Jersey gesammelten Pilze, welche dieser in Gemeinschaft mit Cooke schon im vorigen Jahre begonnen (s. Bot. Jahresber. 1876 S. 107), wird fortgesetzt. Das Verzeichniss ist ein sehr reichliches. 78 Formen werden als neue Arten bezeichnet und kurz beschrieben. 47. Harkness, J. P. Moore, Withe. N. -Amerikanische Pilze. (The monthley microscopical Journal Bd. XVII 1877, S. 57, 58, 59, 60.) Puccinia (Xantliii Schw.) auf Xanthimn Striimarium im Thale des Sacramento sehr häufig, wird von Harkness der Mikr. Ges. zu St. Francisco im Präparat vorgelegt (es wird von Uredosporen des Pilzes gesprochen) , Melampsora Salicina (Lev.), von demselben. J. P. Moore berichtet, dass er wiederum die Erysiphe des Traubenpilzes auf amerikanischen Weinen, Wythe, dass er Phallus impudicus in Oakland gefunden hat. 48. ffl. C. Cooke. Cocoa-Palm fungi. (Grevillea 1877, Bd. 5, S. 101 - 103, Tf. 86.) C. erhielt einen aus Demarara, British Guiana, stammenden Cocuspalmenstamm zur Untersuchung, auf dem er, abgesehen von gewöhnlichen Schimmelformen und Mycelien, 11 verschiedene Pilzformen fand: Pestalozzia palmarum Cooke, Sporotriclmm foliaecolum Lk. und 9 Formen, die als neue Arten beschrieben werden. Ob diese alle aus Demarara stammen , kann zweifelhaft erscheinen , da der Stamm lange auf Reisen und auch schon mehrere Wochen an Land war, ehe er in C.'s Hände kam. 49. J. G. Vize. Californian Fungi. (Grevillea 1877, Bd. 5, S. 109-111.) V. erhielt von Dr. Harkness aus Californien einige Pilze zur Bestimmung. Er theilt die Bestimmungen der 23 Pilze mit, unter denen 9 als neue Arten kurz beschrieben werden. 50. W. Phillips. Fungi of California and the Sierra Nevada mountains. (Grevillea 1877, Bd. 5, S. 113-118, Tf. 87—89.) Ph. hat wieder (s. Bot. Jahresber. 1876, S. 49) eine grössere Anzahl Pilze zur Bestimmung erhalten, welche Dr. Harkness und J. P. Moor im Frühjahr 1876 in Californien und der Sierra Nevada, einige in einer Höhe von 4693 Fuss, gesammelt hatten. Die 66 Pilze, deren Bestimmungen mitgetheilt werden, bestehen grösstentheils aus Myxomyceten (26) und Discomyceten (23), von ersteren werden 8, von letzteren 6 als neue Arten beschrieben. S. a. No. 55, 56, 57, 106, 107, 122, 167, 195, 206, 231. 14. Australien. 51. H. W. Reichardt. Beitrag zur Kryptogamenflora der hawaiischen Inseln. (Sitzungsber. der k. Akad. d. Wissensch. Bd. LXXV, I. Abth., Mai 1877.) Unter etwa 800 Pflanzen, welche H. Wawra von December 1869 bis Mai 1870 auf den hawaiischen oder Sandwich-Inseln sammelte, befindet sich auch eine kleine Zahl von Pilzen, welche von R. bestimmt und (auf S. 5—10 des Sep.-Abdr.) besprochen werden. Es 78 Kryptogameii. — Pilze. sind : Zasmidium tropicum (Mont.) , auf den Aesten verschiedener Bäume , namentlich Araliaceen massenhaft auftretend ; .Hyj?oa;?/Zon (Epixylon) Sandvicense n. sp., dem H. multiforme Fr. nahestehend; H. glöbosum Fr.; Xylaria curia Fr.; X. Hypoxylon Grev. ; Hirneola polytricha Fr.; Trametes bicolor (Jungh.) Rchdt.; Polyporus diffusus Fr.; P. (Apus, Anodermei) Aleuritidis n. sp. , dem P. xeropJiyllaceus Berk. nahestehend; Xerotus Maviensis n. sp. 52 Australian .Fangi. (Grevillea 1877, Vol. 6, S. 70.) Le Fevre hat in der Umgegend von Melbourne folgende Pilze gesammelt: Tremella mesenterica Fr., Polyporus cinnabarinus Fr., Pol. carneus Fr. , Pol. igniarius Fr., Pol. senex Nees, Pol. hirsutus Fr., Pol. conehatus Fr., Hexagona Gunnii Berk., Hex. decipiens Berk., Stereum hirsutum Fr., St. decipiens und Trametes scrobiculata Berk. n. sp. (Siehe neue Arten.) 53. M. J. Berkeley, Enumeration of the fungi coUected during the expedition of H. M. S. ,Challenger' 1874-75. Third Notice. (The Journal of Linnean Society Vol. XVI, Botany 1877, S. 38-54, Taf. IL) Diese Fortsetzung des Verzeichnisses der von B. bestimmten Pilze, welche während der Expedition des Challenger gesammelt worden, übertrifft die beiden früheren Mittheilungen (s. Bot. Jahresber. 1874 S. 206, 1876 S. 109) an Zahl der bestimmten Arten (No. 83-282) und Umfang des Gebietes , in welchem die Pilze gesammelt wurden. Es waren gefunden worden: In Paramatta Juni 1874: 49 Arten (darunter 1 Cantharellus, 1 Marasmius, 2 Poly- pori, 1 Daedalea , 1 Hymenangium , 1 Geaster neu); auf Tongatabu Juli 1874: 3 Arten (1 Trameies neu), auf Api (Neue Hebriden) 3 Arten, Somerset September 1874: 7 Arten (2 Polypori, 1 Stereum neu), auf Aru 22. September 1874: 44 Arten (3 Marasmii, 3 Poly- pori, 2 Trameti, 1 Hexagona, 1 Favolus, 1 Lascliia, 1 Daedalea, 3 Sterea, 1 Xylaria neu), auf Ternate (Molukken) 3 Arten (1 Polyporus neu). Klein Key 24. Sept. 1874: 4 Arten, Camiguin, Malanipa, Malamor (Philippinen) Jan. Febr. 1875: 33 Arten (2 Lentini, 3 Poly- pori, 1 Trametes, 3 Hexagoniae, 1 Stereum neu), Admiralitäts-Inseln März 1875: 29 Arten (2 Agarici, 1 Marasmius, 1 Lentinus, 2 Polypori, 1 Hexagona neu), Japan April 1875: 14 Arten (2 Agarici, 1 Polyporus ^ 1 Irpex , 1 Stereum, 1 Puccinia, 1 Uromyces neu), Tahiti 24. Sept. 1875: 3 Arten (1 Polyporus neu), Juan Fernandez 13. bis 15. Nov. 1875: 8 Arten (1 Pleurotus neu). — Anhangsweise sind noch mitgetheilt die Beschreibungen von 7 neuen Pilzen (2 Agarici, 1 Cantharellus, 3 Polypori, 1 Hydnum), welche B. von F. V. Dickins aus Japan erhalten hatte, diese Pilze werden dort gegessen und in grossen Mengen in den Läden verkauft, ihr Name im Japanischen ist Shi-Taki. Ferner wird noch ein Ver- zeichniss von 7 Pilzen beigefügt, welche J. P. F. Mayer auf Lord Howe's-Insel gesammelt hatte (2 Polypori, 1 Hexagona neu). — Abgebildet sind Puccinia corticioides und Uromyces deformans, letzterer ist ausgezeichnet durch eigen thümliche becherförmige Missbildungen, in welche er die Enden der befallenen Thuja-Aestchen umwandelt. S. a. No. 55. IL Sammlungen. 54. L. Rabenhorst. Fungi europaei exsiccati. Cent. 23 et 24. Dresdae 1877. Die Beiträge für diese beiden Centurien stammen von M. J. Berkeley (England), A. Braun (^Berlin), 0. Brefeld (Berlin), E. Broome (England), Cesati (Italien), Fischer (Pommern), Fischer von Waldheim (Russland), B. Frank (Sachsen), J. Gerhardt (Schlesien), Jack (Baden), Kemmler (Württemberg), Fr. Körnicke (Eheinlande), W. Krieger (Sachsen), J. Kühn (Bayern), J. Kunze (Sachsen), S. Kurz (Ost-Indien), P. Magnus (Berlin), G. v. Niessl (Mähren), Oertel (Schlesien, Sachsen), CA. J. A. Oiidemans (Niederlande), Passerini (Italien), Ch. B. Plowright (England), L. Rabenhorst (Sachsen), Saccardo (Italien), Sauter (Salzburg), Schiedermayr (Oesterreich) , J. Schroeter (Baden), N. Sorokin (Russland), Staritz (Sachsen), Uhle (Berlin), K. Wilhelm (Elsass), G. Winter (Schweiz), Zopf (Preussen). 42 Formen sind als neue Arten aufgestellt, meist mit sehr ausführlichen Diagnosen und zum Theil mit erläuternden Zeichnungen versehen (s. neue Arten). Ausserdem sind noch Sammlungen. 79 viele Formen interessant, die theils ibrer Seltenheit wegen bemerkenswert!! sind, theils desshalb, weil sie zum erstenmale oder als Erläuterungen zu literarischen Arbeiten der einzelnen Herausgeber mitgetheilt werden; von Solchen mögen genannt sein: Belitschia moravica Niessl, Cryptosfora Mtorulosa (Beck, et Br.) mit Conidien, Cnjptosjiora Niesslii (J. Kunze als Diaporthe), Pistillaria Euphorhiae Fuckl. forma: virescens, Uromyces scutellatus Lev. form. p]uph. virgatae (von V. Niessl). — UmmnoimjcesliippotricJioides {von Berkeley). — Valsa Limminghii Kickx und V. Kickxii (West.) (von C. A. J. A. Oudemans). — Phycomyces nitens Kntze. und Mucor Mucedo (L.) Bref. (von 0. Brefeld). — Ustilago Parlatorei F. de W., Ust. urceolomm Tul. form. Caricis sylvaticae (von Fischer von Waldbeim). — Ustilago violacea (P.) f. Stellariae gramineae, Entyloma canescens Sehr., Peronospora öbducens Sehr., Uromyces Aviculariae (P.) form. Eumicis Acetosellae. Ustilago urceolorum f. Caricis ferrugineae J. Sauter, Tillctia decipiens (P.) forma: Agrostidis albae (Rispe z. Th. nicht verkümmert). Hydnmn pudorimim Fr. auf Quercus Hex, Pleospora inverecunda (de Not.) Valsa ludibunda Sacc. f. Robini ae. Aspergillus clavatus Desm., Asp. ochraceus Wilh. , Asp. albus Wilh., Asp. niger v. Tgh. (z. Th. mit ihrem Sclerotien von K. Wilhelm mitgetheilt). Die zahlreichen Beiträge von S. Kurz aus Calcutta, meist im dortigen Botanischen Garten gesammelt, grösstentheils neue Formen, werden als eine sehr willkommene Ueber- schreitung des Titels der Sammlung angesehen werden. 55. F. de Thuemen. Mycotheca universalis, Centuria VII. VIII. IX. Bayreuth et Kloster- neuburg 1877. Auch im vergangenen Jahre hat v. Th. von seiner Sammlung, dem angenommenen Plane gemäss, drei Centurien erscheinen lassen. Der Zahl nach vertheilen sich in diesen Centurien die Beiträge auf die einzelnen Gebiete lolgendermaassen : Europ a 213: Deutschland 84 (Beiträge von F. v. Thämen, G. Winter, Sydow, Körnicke, C. Hantzscli, J. Kunze, Rehm, Kemmler, Schröter), Oesterreich 36 (F. v. Thümen, A, v. Thümen, Voss, Barth, Lojka, Sauter, Rehm, Bolle), Schweiz 15 (Morthier), England 15 (Plowright), Diuiemark 8 (Rostrup, Thomsen), Finnland 2 (Karsten), Russland 3 (Sorokin), Portugal 1 (Mesnier), Italien 46 (Passerini, Saccardo, Spegazzini, Beltrani, Bagnis), Griechenland 3 (Heldreich), — Asien (Ost-Sibirien) 6 (Martianoff), — Afrika 23: N.-Afrika, Aegypten 3 (Schweinfurth), S.-Afrika, Capland 30 (MacOwan, Tuck.). — Amerika 57: N.-Amerika 55 (Peck, H. W, Rawenel, Gerard, Ellis, Provencher. Seaman), S.-Amerika 2 (Lorentz). — Australien 1 (Bar. Müller), — Ein Vergleich mit den in vorhergehendem Jahre ausgegebenen Centurien ergiebt, dass die Zahl der Mitarbeiter bedeutend zugenommen und der Umfang der Gebiete , aus denen die Beiträge stammen, sich sehr erweitert hat, besonders hat sich v. Th. auch Mitarbeiter aus solchen Ländern zu gewinnen gewusst, von denen bisher mykologische Beiträge wenig bekannt geworden sind (Ost-Sibirien. S.-Amerika, Capland, Aegypten, — Portugal), auch die Beiträge aus N.-Amerika sind reichlicher vertreten, als in den früheren Centurien. 51 Formen sind als neue Arten aufgeführt und beschrieben (s. neue Arten). Die Diagnosen der in Cent. IV— VI enthaltenen neuen Arten sind in „Flora" 1877 No. 11 und 13 abgedruckt. 56. F, von Thümen. Herbarium mycologicum oeconomicum. Fase, X et XI. Kloster- neuburg 1877, No, 451—550 bringen in derselben Weise wie die früheren Fascikel (s. zuletzt Bot. Jahresber. 1876, S. 110) Beiträge von E. Rostrup (Dänemark), Batalin (Russland), Ch. B. Plowright (England), J. B. Ellis, H. W. Ravenel (N.-Amerika), v. Thümen (N.-Oesterreich, Bayern), Passerini (Italien), Gerhardt (Schlesien), Schröter (Baden), Schweinfurth (Aegypten), C. Spegazzini (Italien), G.Bolle (Istrien), W.Voss (Krain), Saccardo (Italien), M.Owan (Capland), J, Kunze (Prov. Sachsen), J. Vize, H. Munro (England), C. Bagnis (Italien), Arnold (Bayern), R. Hartig (Pommern), Grönland (Brandenburg), Morthier (Schweiz), P. G. Mesnier (Portugal). — Ausser 17 neu aufgestellten Arten mögen erwähnt werden: Oosporen von Peronospora infestans Mntg. von Plowright ausgegeben, Puccinia Helianthi Schw. auf JSelianthus tuberosus (von Ravenel aus S.-Carolina), Oidium auf Cucurbita maxima (von Schweinfurth, Aegypten), Uredo Castagnei auf Persica (M. Owan, Capland), Aecidium depauperans (von 80 Krj'ptogamen. — Pilze. H. Munro, England), Clavieeps microeephala Tul., aus den Sclerotien erzogen, Ustüago Phoenicis Cda von Schweinfurth in Aegypten gesammelt, wo der Pilz sehr gefürchtet wird, er heisst bei Cairo: Mschättel, bei Mahas: Kök-Tussätti, bei Chartum: Msöhfin. 57. Derselbe. Die Pilze des Weinstockes. Klosterneuburg 1877. Die Sammlung bringt 25 Pilze auf Wurzeln, Reben, Blättern und Beeren des Wein- stockes, worunter unter anderen auch Uncinula spiralis B. et C, Boesleria hypogaea Thüm. et Pass., Peronospora viticola Berk., Graphium clavisporum B. et C. Die einzelnen Arten sind unter Glas auf Papptafeln befestigt und jeder Art ist eine kleine Zeichnung der mikroskopischen Ansicht beigefügt. 58. M. C. Cooke. Fungi Britannici exsiccati. In Grevillea 1877, Bd. 5, S. 99—101 und Bd. 6, S. 56-58 ist der Schluss des alphabetischen Verzeichnisses der in der Ser. I und der Ser. II Cent. 1—6 dieser Sammlung enthaltenen Pilze abgedruckt. 59. P. A. Saccardo. Mycotheca veneta. Cent. 8—11. Patavü. 1877. In seiner Michelia S. 101 — 115 giebt S. ein alphabetisches Verzeichniss aller in den bisher erschienenen 11 Centurien ausgegebenen Pilze. 60. Rehm. Ascomyceten. Fase. VIII. Lohr a. M. 61. W. Phillips. Elvellacei Britannici. Fase. III. 1877. IIL Schriften allgemeinen oder yermischten Inhalts» 1. Allgemeine und speeielle Systematik. 62. N. Pringsheim. lieber den Generationswechsel der Thallophyten und seinen Anschloss an den Generationswechsel der Moose. (Monatsber. der Königl. Akademie der Wissen- schaften zu Berlin, Dec. 1876, S. 869—911.) Im Anschluss an die Lehre vom Generationswechsel der Moose, welche durch die Beobachtungen des Verfassers über die vegetative Sprossung der Moosfrüchte neuerdings in einigen Punkten zu berichtigen war, giebt P. eine eingehende Darstellung darüber, wie sich nach den neueren Forschungen diese regelmässige Abwechslung der geschlechtlichen und ungeschlechtlichen Generation, der Eibildung und der Sporenbildung verhält, resp. auf- fassen lässt. Gerade bei den Pilzen sind diese Verhältnisse in den letzten Jahren der Zielpunkt vielfacher sich entgegenstehender Meinungen gewesen, P. widmet ihnen eine ausführliche Besprechung, die hier in ihrem Haupttheile wiedergegeben wird. Rein sexuelle Formen sind unter den Pilzen, deren Entwickelung man als vollständig bekannt ansehen darf, ganz unbekannt und der Generationswechsel scheint auch hier weit verbreitet. Allein in manchen Kreisen scheinen die verschiedenen Sporenformen noch nicht deutlicher auf besondere Generationen vertheilt und es gewinnt den Anschein, als ob eine strengere Form des Generationswechsels — wie etwa bei den Algen — hier erst vor- bereitet würde und noch nicht erreicht sei. — Bei Chytridien und Saprolegnien ist der Generationswechsel in Form der Succession selbstständiger, in Bezug auf ächte Fructification dimorpher Generationen unzweifelhaft. Eine vollständige Trennung der beiden Generationen findet nicht statt, denn zuweilen findet man Pflanzen, die zugleich Sporangien und Oosporen tragen. Die zoosporangientragenden Exemplare der Saprolegnien entsprechen den neu- tralen Moossporangien , die, welche die Oosporen tragen, denen der geschlechtlichen Moos- pflanze. Der Befruchtungsvorgang besteht bei den Saprolegnien (und wohl auch bei den Peronosporeen') zunächst in einer Copulation zwischen Antheridium und Oogouium, dann in einer Befruchtung der Gonosphären durch die Antheridienschläuche. Der anfangs befremdlich erscheinende Umstand, dass bei den Gonosphären der Saprolegnien kein Empfängniss- (Keim-) Fleck zu sehen ist, wird durch diesen Vorgang erklärt, ihm entsprechen die Copu- lations Warzen an den Oogonien. Die Oosporen der Saprolegnien (ebenso die Zygosporen der Mucorineen) sind nicht als Früchte zu deuten, dies sind vielmehr die Oogonien (resp. die beiden Copulationszellen : Sporangidien) ; die Oosporen hingegen bilden schon die Allgemeine und specielle Systematik. 3I Anfangsglieder der neuen Generation, die befruchtete Oospore erhält ganz die Bedeutung, wie die befruchtete Gonosphäre im Archegonium der Moose. — Cystopiis und Sajirölegyiia bilden den Uebergaiig zu den Formen, bei denen die ächten Sporen nicht mehr Zoosporeu, sondern Conidien sind, d. i. durch Abschnüruqg gebildet werden. In diesen niedrigen Pilz- formeu, die man als die Wurzel der höhere» copulativeu Pilzformen betrachten darf, findet man eine sehr bemerkenswerthe Mannigfaltigkeit der Befruchtungsvorgänge. Dieselbe scheint darauf hinzudeuten, dass die Modificatiou der Befruchtungsvorgänge sich von hier aus, differenzirt habe, und die Betrachtung der Formen spricht dafür, dass die Copulation, welche in den höheren Typen die herrschende Form der Sexualität bei den Pilzen wird als der spätere, aus den Zoosporangien hervorgebildete Zustand zu betrachten ist. Bei den Mucorineen ist der Generationswechsel, die Succession dimorpher, neutraler und sexueller Pflanzen überall nachgewiesen worden. Die Oosporen sind, wie erwähnt, die Anfänge der neuen Generation. Die Trennung beider Fruchtformen und die Abwechselung von Pflanzen mit Zygosporen und Pflanzen mit Sporangien oder Conidien scheint hier schon das regelmässige Verhältuiss zu sein, doch hat schon Tulasne Copulation und Sporangien an derselben Pflanze, sogar an demselben Fruchtkörper gefunden. Die von Brefeld beobachtete Erscheinung, wonach die Zygosporen von Sporodinia grandis unter Umständen, die uoth- wendig die Bildung der Sporangien verhindern, Mycelien mit Zygosporen bilden, gehört nach P.'s Auffassung eben dahin, und es zeigt nur, dass unter nicht regelmässigen Verhältnissen auf den Cyclus der neutralen Generationen mehr als eine einzige sexuelle Generation folgen kann. Bei den Ascomyceten erinnern die Vorgänge der beginnenden Fruchtbildung bei Pezüa, Eurotium, Erysiphe, endlich bei den Apothecien der Flechten mehr oder weniger genau an die Vorgänge der Befruchtung bei Saprolognieen und Pythien einerseits und andererseits an die Copulationsphänomene der 3Iucorineen und Florideen, so dass die gleiche Bedeutung beider Vorgänge allerdings als eine naheliegende und berechtigte Annahme erscheint. Soviel scheint gewiss, dass die Eutwickelung der Perithecieu und Apothecien unter dem Einflüsse eines Sexualactus steht, welcher au einem Prämordium der Frucht aus- geübt wird. Wie bei den wahren Archegoniaten steht die Eutwickelung der Fruchtanlage unter dem Einflüsse der Befruchtung und führt zur Entstehung eiue^ complicirten Frucht- körpers, während bei Saprolegnieen, Conjugaten und Mucorineen nur Anfänge einer Frucht- gewebebildung bemerkbar sind, die in wenigen Fällen (Pliycomyces, Mortierella) eine weiter- gehende Ausbildung erfahren. — Die Wirkung der Befruchtung pflanzt sich von der Frucht- anlage auf das Bildungsorgan selbst und auf sein Product, die Spore fort. T. betrachtet daher die Ascosporeu der Ascomyceten nicht wie man bisher pflegte — als geschlechtslos erzeugte, sondern als sexuell erzeugte Sporen, als wahre, wenn auch mittelbar durch ihre Sporangien befruchtete Oosporen, die Ascogone als unmittelbar befruchtete Archegonieuformen. — Was den Generationswechsel bei den Ascomyceten betrifft, so ist er auch hier keineswegs zwischen dem Mycel, welches die Sexualorgane trägt, und dem Perithecium und Apothecium zu suchen, letztere sind nicht sexuell erzeugte Generation, die auf einem ungeschlechtlichen Wege Sporen erzeugen, sondern sexuell beeiuflusste Organe, in welchen erst die Anfänge der neuen Generationen, die Sporen, unter dem Einflüsse der Befruchtung erzeugt werden. — Der Generationswechsel kann daher nur zwischen den die Perithecieu oder Apothecieii tragenden Pflanzen und anderen selbstständigen Pflanzen gesucht werden, welche in unmittel- barer oder mittelbarer Folge aus der Keimung der Ascosporen entstehen und jene neutralen Sporangien oder Früchte tragen, die als die jeweiligen Fruchtformen der Perithecien und Apothecien zu betrachten sind. Es scheint nicht unwahrscheinlich, dass diese neutrale Frachtform die Pycniden darstellen und dass der Generationswechsel in einer aus den bis- herigen Beobachtungen noch nicht ganz durchsichtigen, vielleicht erst sich vorbereitenden Form der Aufeinanderfolge und Abwechselung dieser Fruchtformen auftritt. Hierfür spricht nicht nur der Bau der Pycniden, sondern es sprechen auch die bisher bekannt gemachten Keimungsbeobachtungen dafür. Die Thatsache, dass die Ascosporen nicht immer sofort die Mycelien mit Pycniden erzeugen, dass Perithecien an demselben Mycel auftreten, steht dem nicht entgegen. Eben so wenig sprechen die von Brefeldt geraachten Beobachtungen dagegen Kotanischer Jahresbericht V. 6 82 Kryptogamen. — Pilze. welcher aus Fruchtkörpern von Ascon.yceten oder Basidocomyceten neue Fruchtkörper erzogen hat, denn wenn, wie P. annimmt, die Fruchtkörper der Pilze nur Oigane der alten Gene- ration, aber nicht selbst neue Generationen sind, so lassen die Verbuche mit deu Frucht- körpern sowohl die Frage nach der Sexualität, als die nach dem Generationswechsel der Pilze ganz unberührt. Fernere entscheidende Fälle eines Generationswechsels, d. h. einer voihandenen Succession freier Generationen bei Pilzen, haben d'e Untersuchungen von De Bary an den üredineen ^ufgec'eckt. Die noch nicht direct nachgewiesene Sexualität darf, nach P.'s An- sicht, wohl als wahrscheinlich supponirt werden, und die Polymorphie der Generationen würde auch hier v/enigs-ens schon eingeschränkt erscheinen, wenn man sich von der Annahme eines Generationsgegensat"es von Mycelium und Fruchtkörpe-- frei machte. 63. W. R. Mac Nab. On the Classification of the vegetable Kingdom. (The Journal of botany, \ol. \ i. 1877, p. 340, 341.) In dem kurz mi^jetheilten Systeme M. N.'s, welches sich an das von Sachs in seinem Handbuche aufgestellte System anschliesst und die Pilze mit den Algen in eine zusammen- gehörige Reihe stellt, werden die Pilze folgendermassen eingeordnet: Unterreich I. Thallophyten. Class. I. Schizopbyta (Ordo 1. Cyanophyceae, 0. 2. Chlorophyllophyceae). Ordo 3. Schi^omycetes. Farn.: Bacteriaceae Ordo 4. Saccharomycetes. Fam.: Saccharomyceae. Class. II. Zygosporeae (Ordo 5. Zoosporeae). Ordo 6. Myxomycetes (Ordo 7. Conjugatae). Ordo 8. Zygomycetes (Fam.: Mucorineae, Piptocephalidae, Chaeto- cladineae). Class. III. Oosporeae (Ordo 9. Coenobieae, Ordo 10. Sphaeropleae). Ordo 11. Coeloblasteae. Fam. (Vaucheriaceae, Caulerpeae, Chloro- chytrieae), Chytridieae, Saprolegniaceae, Peronosporeae. (Ordo 12. Oedogoniaceae, Ordo 13. Fucace,ae, Ordo 14. Phaeosporae). Class. IV. Carposporeae (Ordo 15. Coleochaeteae, Ordo 16. Florideae, Ordo 17. Characeae). Ordo 18. Ascomycetes. Fam.: Erysipheae, Discomycetes, Tuberaceae, Pyrenoraycetes, Lichenes. Ordo 19. Aecidiomycetes. Ordo 20. Ustilagineae. Ordo 21. Basidiomycetes. Sub-Ordo 1. Gasteromycetes, Sub-Ordo 2. Hymenomycetes. 64. F. V. Thümen. Einige Bemerkungen über botanische Nomenklatur, (6. Bericht des Botan. Vereines zu Landsbut. S^p.-Abdr. 14 S.) v. Th. fordert eine stricte Un;;erwerfung der Systematiker unter die von dem bota- nischen Conf^ress 1867 zu Paris aufgestellten lois de la nomeuclature botanique, auch von den Mykologen. Wie dieselben von elazehi'in Mykolo:^en vernachlässigt werden, führt er in einer Reihe von auffallenden Beispielen vor. Den Schluss bilden einige Bemerkungen über Abfassung der Diagnosen, welche v. Th. nur in lateinischer Sprache gefasst zu haben wünscht, und über die Schreibweise der vorkommenden Orts- und Ländernamen. 65. 0. Wünsche. Die Pilze. Leipzig 1877, kl. 8^ 322 S. Verf. beabsichtigte in der vorliegenden Zusammenstellung dem Anfänger in dem Studium der Pilze die Bestimmung der am häufigsten vorkommenden Formen zu ermöglichen, dabei auch eine auf die neueren wissenschaftlichen Untersuchungen gestützte üebersiclit des Gebietes der speciellen Mykologie zu gewähren. Er hat daher den einzelnen Abtheilungen und Familien eingehendere Mittheilung über Entwickelungsgeschichte und Morphologie der zu ihnen gehörigen Pilze vorausgeschickt, darauf folgen die wichtigsten Gattungen und sodann die Arten nach analytischer Methode beschrieben. Der Absicht des Verf. entsprechend sind zur Charakterisirung der Arten leicht wahrnehmbare Merkmale ausgewählt worden, eine Allgemeine und spocielle Systematik. Chemie. Physiologie. (Gährung.) 83 Tabelle gruppirt auch die Formen nach ihren Standorten. Von Basidiomyceten , deren Be- schreibung etwa zwei Drittel des Werkchens einnimmt, werden die meisten in Deutschland vorkommenden Arten aufgenommen sein , bei den übrigen Gruppen hat der Verf. auf Voll- ständigkeit selbst in der Aufzählung der Gattungen verzichtet, doch sind die Beispiele so gewälilt, dass in ihnen die am häufigsten vorkommenden und die am meisten charakteristischen Formen erwähnt werden, so dass der Inhalt des Buches und die in ihm aufgeführten Formen für den, welcher sich mit Mykologie noch nicht eingehender beschäftigt hat, ein genügendes Material und ein gutes Hilfsmittel für seine Studien bieten. 66. J. Brittea. Populär British fungi. lUustrated. London. Einer Besprechung des Buches in Gardener's chronicle 1877, Bd. VIII, S. 249 ist zu entnehmen, dass der Text des Buches sehr anregende und fliessend geschriebene Mit- theilungen über die in England vorkommenden Pilze bringt. Als sehr genau und eingehend bearbeitet werden die Kapitel über die Sprüchwörter, Mährchen und abergläubische Sagen, die im Volke über die Pilze verbreit sind, besonders aber das über Zubereitung derselben, in welchen alle möglichen Quellen benutzt sind (der Abschnitt über Ketchup - Bereitung ist Gardn. chron. ds. S. 231 , 232 abgedruckt). Die nach Zeichnungen von W. G. Smith und Cooke copirten Holzschnitte werden nicht für gut befunden. 67. St. Schulzer von Müggenburg. PÄykoIogisches. X. XL XII. (Oesterr. Bot. Ztg. 1877, S. 60—62, 167-168, 273—276.) VI— IX. S. Bot. Jahresber. f. 1876, S. 112. X. Bei CJiacromyces mcandriformis Vitt. beobachtete Seh. , dass sich die Sporen nicht simultan, sondern in verschiedenen Zeiträumen ausbilden, und zwar zeigen je zwei Sporen immer die gleiche Entwickelungsstufe , woraus sich auf vier ursprüngliche, nicht gleichzeitig entstandene Ztllkerne schliessen Hesse, — Calloria fPeziza) cJirysocoma Bull fand Seh. auf einem modernden Leinenlappen , es wird eine Beschreibung des Pilzes, seiner Schläuche und Sporen mitgetheilt. — Von Cronartimn Paeoniae Gast. , welches Seh. bei Vinkovce fand, glaubt er, dass es der Parasit des Caeoma sei, mit dem es gewöhnlich gesellig vorkommt und das es gänzlich aussaugt und unterdrückt. XI. Beschreibung einer neuen Comatriche (s. neue Arten). XH. Phytolacca decandra kommt bei Vinkovce stellenweise sehr üppig vor. Seh. hat aber au den abgestorbenen Stengeln desselben seltenen Pilze gefunden, erst im letzten Jahre fand er an ihnen zwei Pilze, die ausfübrlich beschrieben werden, ein neues Myrothecium (s. neue Arten) und eine Varietät von Fusidium aciciäare Schlzr. 2. Chemie. Physiologie. (Gährung.) 68. M. Gayon. Deveioppement comparatif de i'Aspergillus glaucus et l'Aspergillus niger dans un milieu artificiel. (Annales de Chimie et de Physique 1877, T. XI, S. 284—288.) J. Raulin hatte (Etudes chimiques sur la Vegetation 1870, p. 115) gefunden, dass sich Aspergillus niger am besten in einer Nährstofflösung von folgender Zusammensetzung entwickelt: Wasser 1500, Rohrzucker 70, Weinsteinsäure 4, Salpeters. Ammoniak 4, phosphors. Ammoniak 0.60, kohlens. Kali 0.60, kohlens. Magnesia 0.60, schwefeis. Ammoniak 0.25, Schwefels. Zinkox. 0.07, schwefeis. Eisenox. 0.07, kieseis. Kali 0.07. G. stellte vergleichende Versuche über das Wachsthum von Ä. glaucus uvä A. niger in dieser Lösung bei einer Temperatur von 25" an und fand, dass sich beide Pilze sehr verschieden verhalten. A. glaucus gedieh bedeutend üppiger, wie sowohl der Augenschein als das Trockengewicht der producirten Pilzmasse bewies , dies betrug nach 5 Tagen in 3 Versuchen bei A. glaucus 7.5, 10.0 und 14.5, bei A. niger 3.0, 3.0, 3.6 gr. Während des WachstLums von A. glaucus verschwanden Zucker und Weinsteinsäure in grosser Menge, während des Wachsthums von A. niger verschwand der Zucker in viel geringerer Menge und es bildeten sich neue Säuren. Raulin fand, dass sich A. niger bei 35" am stärksten vermehrt. G. will daher später die Versuche bei dieser Temperatur wiederholen und die Säuren, welche sich bei der Vegetation von A. niger bilden, näher ermitteln. 6* g4 Kryptogamen. — Pilze. 69. A. Schulz, üeber den Stoffbedarf und den Stoffumsatz des Kahmpilzes (Saccharomyces Mycoderma). Ann. der Oenologie, Bd. VII., S, 115-147.) üeber den Stoffwechsel des Kahinpilzes und dessen Wirkung auf sein Substrat war bisher noch wenig mitgetheilt worden. Seh. hat die vorliegenden umfassenderen Untersuchungen ausgeführt, weil er sich von ihnen Resultate von ganz allgemeiner physiologischer Bedeutung versprach, und weil die Technik möglicherweise Vortheil aus diesen Resultaten ziehen könnte. Um zunächst den Aschenbedarf des Kahmpilzes festzustellen, wurde derselbe in Nährlösungen mit wechselnden Zusätzen der Aschenbestandtheile cultivirt. Als Grundlage diente in der ersten Versuchsreihe eine Flüssigkeit von Glycerin 0.5, Alkohol 6.5, Salpeters. Ammoniak 0.2, Wasser 100, wozu dann die Aschenbestandtheile zugesetzt wurden. Wiewohl Salpeters. Ammoniak sich nur schlecht dazu eignet den Kahmpilz mit Stickstoff zu versorgen , wurden doch aus diesen Versuchen eine Reihe von Ergebnissen gewonnen, welche Verf. in die folgenden Sätze zusammenfasst : 1) zeigen diese Versuche, was auch theoretisch voraus- zusehen war, dass ohne Aschenbestandtheile kein Wacbsthum des Kahmpilzes stattfinden kann; 2) dass ohne Phosphorsäure und Kali keine Kahmentwicklung eintritt; 3) phosphor- saures Kali für sich allein nur eine geringe Kahmentwicklung zu veranlassen vermag ; 4) Kali kann bei Gegenwart einer genügenden Menge von Phosphorsäure auch durch organische Salze vertreten werden; 5) Kali kann nicht durch Natron substituirt werden; 6) ob Magnesia absolut unentbehrlich ist, bleibt zweifelhaft, weil sie, wenigstens bis zu einem gewissen Grade, durch Mangan ersetzt werden kann ; 7) Kalk in grösseren Mengen verabreicht scheint schäd- lich auf die Entwicklung des Sacch. Myc. zu wirken; 8) überhaupt scheint der Kahmpilz keine grosse Concentration der Nährflüssigkeit vertragen zu können; 9j die sich am taug- lichsten für den Kahmpilz erwiesene Nährlösung hatte , wenn diejenige mit Zugabe eines organischen Salzes ausgeschlossen wird, folgende Zusammensetzung : neutrales phosphorsaur. Kali 0.5, krystall. schwefeis. Magnesia 0.5, sauer phosphors. Kalk 0.05 grmm. in 100. — In einer anderen Versuchsreihe wurde als Grundlage eine Flüssigkeit genommen , welche : Bernsteinsäure 3 grm., neutrales weinsaures Ammoniak 4, Alkohol 53.04 grm auf 1 Liter Wasser enthielten. Die Ergebnisse von 20 mit Zusatz wechselnder Aschenbestandtheile gewonnenen Versuche hat Verf. in einer Tabelle zusammengestellt, er zieht aus ihnen folgende Schlüsse: 1) Zur regelrechten Ernährung und Vermehrung, und mit dieser zusammenhängend, zur intensivsten physiologischen Leistung bedarf der Kahmpilz, wie ein jeder andere lebende Organismus, einer gewissen Menge bestimmter unorganischer Bestandtheile , welche ihm in Form von Salzlösungen geboten werden müssen. Was die Concentration dieser Salzlösungen betrifft, so scheint der Kahmpilz empfindlicher zu sein als der ihm morphologisch verwandte Hefenpilz, namentlich ist dies bei dem Fehlen oder Vorwiegen einiger untergeordneter Ver- bindungen, wie Kalk und Magnesia, der Fall. 2) Einzelne für die höher organisirten Pflanzen unentbehrliche oder doch unter natürlichen Wachsthumsbediugungen , in deren Aschen nie fehlende Bestandtheile, wie Eisen, Kieselsäure, Chlor, Natron etc., können von dem Kahm- pilze entbehrt werden. 3) Das Kali, die Phosphorsäure,, die Schwefelsäure, der Kalk, die Magnesia sind für diesen Pilz unentbehrliche Aschenbestandtheile. Die auf indirectem Wege (Analyse der zurückgebliebenen Nährflüssigkeit} gefundenen Aschenprocente des Kahmpilzes betrugen 7.25 p. Ct. und zwar: KO 36.26, MgO 4.35, CaO 2.72, P05 54.53, SO^ 0.25. Aus dem Vergleich mit Hefe und anderen Pilzen schliesst Seh. Folgendes: Während diejenigen Pilze, welche besonders grosse Früchtträger bilden, einen höheren Kaligehalt ihrer Asche aufweisen, enthalten die einzelligen Fermentpilze (Sacch. Myc. und cerev.), sowie die nur\Mycelium bildenden Schimmelpilze mehr Phosphor- säure. Bei Sacch. Mycod. berechnet Seh.: Protein 65.8, Cellulose 26.9, Asche 7.2. Ein Vergleich der einzelligen Fermentpilze mit den gewöhnlichen Speisepilzen ergiebt, dass diese mehr stickstofffreie Bestandtheile, jene mehr Proteinsubstanzen enthalten. Eine weitere Reihe von Versuchen war darauf gerichtet, die Frage zu entscheiden, aus welchen Verbindungen und unter welcher Form der Kahmpilz seinen Stickstoffbedarf zu decken vermag. Zu diesem Behufe wurden einer Flüssigkeit von : Alkohol 52.96, Bernstein- säure 8.5 grm pr. Liter Wasser verschiedene stickstoffhaltige Substanzen zugesetzt und das Wacbsthum des Kahmpilzes in den Nährlösungen kontrolirt. Es wurden folgende Ergeb- Chemie. Physiologie. (Gähning.) 85 nisse gewonnen: 1) der freie Stickstoff der Luft ist untauglich, den Kahmpilz mit Stickstoff zu versorgen; 2) die Salpetersäure eignet sich nicht zur Ernährung des Sacch. Mycoderma; 3) die gewöhnlichen Proteinstoffe pflanzlichen und thierischeu Ursprungs sind für den Kahm- pilz nicht assimilirbar ; 4) die als Ausgangspunkte des thierischcn Stoffwechsels betrachteten stickstoffhaltigen Verbindungen sind je nach ihrer Löslichkeit bald assimilirbar, bald zeigen sie sich untauglich, Antheil am Stoffwechsel des Kahmpilzes zu neiimen. Zu den ersteren gehören die leichtlöslichen, aus welcher Gruppe für Harnstoff und Allantoin die Assimilations- tauglichkeit nachgewiesen wurde, für Guanin und Harnsäure wurde das Gegentheil constatirt ; 5) ein Glycnsit, das Amygdalin, welches in dieser Richtung geprüft wurde, zeigt sich gleich- falls untauglich zur Ernährung des Kahmpilzes; 6) das Asparagin, eine Amidoverbindung, zeigte sich für die Ernährung dieses Pilzes günstig ; 7) alle Ammoniaksalze, namentlich die- jenigen, welche an organische Säuren gebunden sind, zeigen sich tauglich zur Stickstoff- ernährung des Kahmpilzes; 8) unter allen auf ihren Wirkungswerth geprüften Verbindungen zeigte äpfelsaures Ammoniak die beste Wirkung. In der Literatur 'sind wenig Angaben darüber vorhanden, welche Wirkungen der Kahmpilz auf sein Substrat ausübt. Gewöhnlich wird nur gesagt, dass er den Wein schwächer mache, indem er dessen Alkohol zu Kohlensäure und Wasser verbrenne. Bersch fand, dass ausser Alkohol noch Weinstein, Essigsäure, Traubenzucker und andere Producte des Weines durch den Kahm zersetzt würden, und dass sich unter andei-n Essigsäure, Butter- säure, Michsäure und Glutin bilden. Seh. prüfte zunächst, welche der im Wein vorkommen- den Verbindungen Antheil an dem Stoffwechsel des Pilzes nehmen. Er fand, dass weder das salpetersaure, noch das weinsaure Ammoniak, noch das Asparagin für sich allein verab- reicht zur Ernährung des Kahmpilzes befähigt ist, dass sie aber bei Gegenwart von Alkohol verhältnissmässig grosse Mengen von Kahmferment erzeugen können, der Alkohol hat also directen Antheil an dem Aufbaue des Kahmpilzes. Die weiteren Resultate dieser Ver- suchsreihe werden in folgenden Sätzen zusam.mengefasst : 1) der Kahmpilz oxydirt den Alkohol nicht nur allein zu Kohlensäure und Wasser, sondern bildet aus demselben eine Reihe an- derer Bestandtheile, namentlich auch diejenigen seines Zellleibes; 2) die Menge des zerstörten Alkohols ist verhältnissmässig um so grösser, je ungünstiger die Ernährungsbediugungen des Kahmpilzes sind; ebenso verhält es sich auch mit der Bildung der flüchtigen Säure; 3) das Glycerin, die Bernsteinsäure und das äpfelsaure Kali begünstigen die Kahmvegetation in hohem Grade ; 4) der Weinstein, das Dextrin, die freie Aepfelsäure und Traubenzucker sind weniger günstige Nahrungsmittel des Kahmpilzes; .5) die freie Weinsäure, die Essigsäure und das Tannin, namentlich das Letztere, wirken eher störend als nützlich auf die Entwicklung des Pilzes; 6) die verschiedenen Nahrungsmittel des Kahmpilzes liefern auch verschiedene End- producte des Stoffwechsels; dieser Thatsache ist auch die Verschiedenheit der Meinungen zuzuschreiben, welche mau bezüglich der schädlichen Wirkung hatte, welche dieser Pilz auf den Wein auszuüben vermag; 7) der Kahmpilz kann für jene Weine von nützlicher Wirkung sein, welche neben einem grossen Reichthum an Eiweissstoffen eine beträchtliche Menge äpfelsaurer Salze enthalten; solche Weine geben Veranlassung zu einer reichlichen Kahm- vegetation, in Folge deren dem Weine eine grosse Menge von Eiweissst. ffen entzogen wird, andererseits wird dessen Säuregehalt herabgedrückt; unter solch günstigen Ernährungsbe- dingungen bildet der Kahmpilz nur geringe Mengen von Fettsäure, welche durch die oxydirende Wirkung desselben zur Bildung von Aetherarten verwendet werden; 8) der Kahmpilz ist bei jenen Weinen schädlich , welche nur noch wenige eiweissartige Stoffe haben , also alte Weine etc.; 9) bei jenen Weinen, bei welchen man den Kahmpilz cultivirt hat, muss man, nachdem sie klar abgezogen sind, durch Alkoholzusatz den früheren Alkoholgehalt wieder herstellen und, um jene Weine wieder vollschmeckend zu machen, eine geringe Menge Gly- cerin hinzusetzen. Den Kernpunkt der Frage über die Wirkungsweise des Kahmpilzes suchte Seh. in dem Verhalten dieses Pilzes zu sauerstofffreien Medien. Die darauf gerichteten Versuche ergaben, dass der Kahmpilz unter Stickstoff sich auf Wein gut entwickelte, dagegen auf Nährlösungen nicht, es folgt daraus, dass dieser Pilz ebenso wie die Hefe, im Falle er die denselben constituirenden Bestandtheile sich selbst erzeugen soll, den freien Sauerstoff nicht 85 Kryptogamen. — Pilze. entbehren kann. Aus Versuchen mit zuckerhaltigen Nährlösungen war zu schliessen, dass der Kahmpilz unter günstigen Verhältnissen im sauerstofffreien Räume alkoholische Gährung erregen kann ; es tritt dabei sogar Zellenverraehrung, zu Ende der Gährung aber entschieden der Tod ein. 70. J. H.'Jellet. Chemffal cbances observed during progress of the potatoe disease. (Aus Proc. R. Irish Acad. Vol II. Ser IL, Jan. 1877 in Nature 1877, S. 263.) Durch eine Reihe von Versuchen über die chemischen Veränderungen, welche die Zusammensetzung der Kartoflfelknollen während der Kartoffelkraukheit erfahren , kommt J. zu folgenden Schlüssen: Das erste Stadium der Krankkeit scheint durch eine starke Zu- nahme des Stickstoffs in den Knollen bezeichnet zu werden, welcher seine grösste Menge erreicht ehe die Verfärbung der Knollen eintritt. In demselben Stadium entwickelt sich Zucker, sowohl Glucose als Sucrose. In dem zweiten Stadium, welches durch bedeutende Zunahme der Verfärbung charakterisirt ist, zeigt sich in dem unverfärbten Theile keine Zunahme an Stickstoff, aber bedeutende Zunahme an Zucker, während in dem verfärbten Theile eine procentalische Abnahme von Stickstoff und Zucker eintritt. Es ist zu bemerken, dass die Entwicklung von Zucker noch lange anhält, nachdem der Stickstoff sein Maximum erreicht hat. Als Quelle der Zuckerbildung erscheint J. unzweifelhaft die Kartoffelstärke. Der Uebergang der Stärke in Sucrose wird vielleicht durch den Pilz herbeigeführt. 71. £. Mer. De rinflaence des Champignons parasites sur la pTodaction de la matiere amyiacee dans les feuilles. (Bull, de la soc. bot. de France, T. 24, 1877, p. 125—126.) Durch seine Untersuchungen darüber, welche Veränderungen einige Schmarotzerpilze {Bhytisma acerinum, Erysiplie auf Sanguisorha , Uredo und Puecinia auf Polygonwn BistuiLa, Boestelia lacerata auf Sorbiis aucuparia), in den von ihnen bewohnten Blättern hervorbringen, kommt M. zu folgenden Schlüssen: 1) Sie erzeugen in den Geweben einen krankhaften Zustand, welcher zur Folge hat, das Chlorophyll zu verändern und dadurch die Erzeugung der Stärke anfangs zu verlangsamen, später ganz aufzuheben. Diese Wirkung kann sich auf einer grösseren oder geringeren Entfernung von den ergriffenen Stellen merklich machen. 2) Sobald sie zur Fruchtbildung nährende und plastische Stoffe nöthig haben, ziehen sie Stärke an, die sich in mehr oder minder beträchtlicher Menge in ihrem" Bereiche an- sammelt. Das nämliche findet übrigens bei allen Neubildungen, z. B. bei Galleubildungen Statt. 72. Lister. Circulation in a Fungus. (The monthly microsc. Journ. Bd. XVII, 1877, S. 255.) L. stellte der Linnean Society ein Exemplar von Oldhamia (Badhamia'i) utricularis vor, in welchem ein circulirender Strom deutlich zu bemerken war, der in Hohlräumen, die Gefässen glichen, circulirte. Die circulirende Flüssigkett war klar und schloss viele körnige Körperchen ein. Der Strom erhielt sich lange Zeit, bei kaltem Wetter starb der Pilz aber schnell ab. 73. M. Cornu. Sur le cheminement du plasma au travers des membranes Vivantes non perforees. (Compt. rend. h. d. s. de l'Acad. des Sciences 1877, T. 84, p. 133—135.) Die Entscheidung der P'rage, ob das Plasma durch undurchbohrte Zellwandungen wandern kann, ist für die Erklärung vieler Vorgänge, z. B. der Anhäufung des Plasmas in einzelnen Zellen und Zellgruppen, der Befruchtung bei vielen Cryptogamen u. s. w., von grosser Wichtigkeit. C. theilt eine Beobachtung mit, bei welcher er diesen Vorgang in sehr augenfälliger Weise erfolgen sah. Er sah öfter auf faulenden Stoffen einen Schimmelpilz auftreten, welcher dem Fusisporium incarnatum Rob. sehr ähnlich war und welcher nach zweimonatlicher Cnltur eine Nectria, der N. armeniaea Tul. ähnlich, bildete. Die bogen- förmigen, durch 3 — 5 Querscheidewände getheilten Conidien keimen auf ihrer Unterlage nie zu einem Mycel aus, sie bilden hier aber manchmal Macroconidien. Dies geschieht so, dass sich auf einem Fache eine kurze Warze erhebt, die allmählich zu einer Kugel von der doppelten Grösse der Spore anschwillt und sich durch eine Scheidewand abgrenzt. Dabei wird das Plasma in den Fächern der Spore nach und nach blasser, mit Vacuolen erfüllt, und verschwindet endlich ganz, so dass nur die leere und zusammengefallene Sporenhaut übrig bleibt. Das ganze Plasma der ursprünglichen Spore ist also, ohne durch ein Mycel oder ein anderes Organ aufgesogen zu sein, durch 4—5 unverletzte Scheidewände in die neue Chemie. Physiologie. (Gährung.) 37 Spore gewandert Es scheint demnach, schliesst C, dass eine coUoide Substanz wie das Plasma dem Anschein nach den Gesetzen der Endosraose entgegen, unter den complicirten Lebenserscheinungen durch eine geschlossene, aber lebende Zellwand wandern kann. 74. M. Cornu. Causes qui determinent la mise en liberte des corps agiles (Zoospores, antherozoides) chez les ve^etaux inferieurs. (Compt. rend. h. d. s. de l'Academie des Sciences 1877, T. 85, p. 860-862.) Gewisse Wasserpilze (^Ghytridium , Pythium etc.) können in engen Gefässeu, in welchen das Wasser nicht erneuert wird, oft wochenlang cultivirt werden und zahlreiche Sporangien bilden, ohne dass Zoosporenbildung eintritt, werden sie mit einem Tropfen Wasser auf den Objectträger gebracht, oder wird das Wasser bewegt, so erfolgt schnelle Bildung von Zoosporen und bei Erneuerung des Wassers entleeren sich diese sofort gleichzeitig. Dieser Vorgang (nebst anderen aus anderen Klassen des Pflanzenreiches entnommenen Beispielen) bringt C. auf den Schluss, dass die Entleerung der Zoosporen nicht blos eine Wirkung der Endosmose ist, sondern theilweise auch auf einer Thätigkeit der beweglichen Elemente (des Protoplasmas) selbst beruht, welche durch den zugeführten Sauerstoff an- geregt wird. 75. A. Muntz. üeber die Fixation des Tannins auf vegetabilischer Faser. (Compt. rend. h. d. s. de l'Acad. des Sciences, Bd. 84, S. 955.) Das Gewebe der Pilze, welches durch seinen Reichthum an Stickstoff den thierischen Substanzen nahe steht, besitzt die Fähigkeit, wie diese, Tannin zu fixiren und ebenfalls eine Art Leder zu bilden. IMycel von Penicüliiim glaucum, bei dem durch Chloroformzusatz jede Lebensthätigkeit unterdrückt war, fixirte 60,2 Proc. von seinem Gewicht an Tannin, annähernd soviel wie animalische Gewebe, die Pilzmembran hatte lederartige Farbe und grössere Con- sistenz angenommen. (Wenn der Pilz in Tanninlösung lebt und fortwächst, wird er nicht gegerbt, sondern spaltet das Tannin in Gallussäure und Glycose). Höhere Pilze: Agaricus, Boletus etc. verhielten sich ebenso. Wurden sie in Tanuinlösung gebracht und Chloroform zugesetzt, so wurden sie lederartig fest, nach 3 Monaten hatten sie 86 Proc. Tannin auf- genommen. 76. 0. Brefeld. Ueber die Bedeutung des Lichtes für die Entwickeiung der Filze. (L Mit- theilung.) (Sitzungsber. der Gesellsch. natm'f. Freunde zu Berlin 17. April 1877, 10 S.) Gegenüber den Thatsachen, welche die Bedeutungslosigkeit des Lichtes für die Ent- wickeiung vieler Pilze darthun, theilt B. einige Beobachtungen mit, welche eine mehr oder minder vollkommene Abhängigkeit normalen Gedeihens der betreffenden Pilze von der Ein- wirkung des Lichtes beweisen. Piloholus microsporus zeigt diesen Einfluss in folgender Weise. Nach Aussaat der Sporen erscheinen nach 5 Tagen die rothgefärbten Fruchtanlagen. Bei normaler Entwickeiung erheben sich aus ihnen die Fruchtträger, die V2 ^o^l l^iig werden, dann die Sporangien bilden. — Auf nicht beleuchteten Culturen erscheinen die Fruchtanlagen in derselben Weise, die Fruchtträger bilden sich aus ihnen aus, erzeugen aber keine Sporangien, sondern verlängern sich bis zur Erschöpfung des Mycels auf 8—10 Zoll. Werden die vergeilten Fruchtträger der Beleuchtung ausgesetzt ehe das Mycel erschöpft ist, so tritt sofort Sporangienbilduug ein. — Nur Piloholus microsporus zeigt dieses Verhalten, bei den anderen Arten bilden sich auch im Finsteren Sporangien. Bei dem aus einem Sclerotium erwachsenden Coprinus stercorarius zeigte sich der Einfluss des Lichtmangels zunächst darin, dass die Sclerotien sehr schwer keimten, oft Monate lang unverändert blieben. Bei den im Finstern gekeimten Fruchtanlagen blieb die Hutanlage rudimentär, während der Stiel sich zu enormer Länge (bis zu 2 Fuss) verlängerte. Das Wachsthum erfolgt durch eine Theilungszone, welche im Gipfel des Stieles, unmittelbar unter der Insertion des Hutes gelegen ist. Wird der vergeilte Fruchtkörper vor Erschöpfung des Sclerotiums dem Licht ausgesetzt, so erfolgt sofortige Ausbildung des Hutes bis zur Sporen- reite. — Als secundäre Einwirkung der Lichteutziehung treten an den vergeilten Frucht- körpern an vielen Punkten weitere Sprossgenerationeu von Fruchtkörpern (oft 6 consecutive Generationen) und schliesslich secundäre Sclerotien an den Enden der vergeilten Sprossen auf. So ist die Einwirkung der Lichtentziehung bei einer Temperatur bis lOO, Wirkt 38 Kryptogamen. — Pilze. mehrere Tage eine höhere Temperatur ein, so bilden sich auch im Finstern die Hüte bis zur Sporenreife aus. Nur in der Vergeilung des Stieles neben einer Verzögerung der Ent- wickelung um 10 - 20 Tage war der Unterschied der im Finstern gewachsenen Fruchtköiper von den beleuchteten gegeben. Coprimis epliemenis zeigt in seiner Entwickelung eine totale Abhängigkeit vom Licht. Bei normaler Beleuchtung entwickeln sich die Fruchtträger in 7—10 Tagen bis zur Sporen- reife. In der Finsterniss entwickeln sie sich 3—4 Tage normal, der Hut wird augelegt, dann bleibt Alles stehn, es tritt kein weiteres Wachsthum ein, bis nach Wochen der Fruchtträger schlaff zueammenfällt. Mikroskopische Untersuchung zeigt, dass die Paiaphysen im Hute nicht ausgebildet werden, die Sporen klein und nicht keimfähig bleiben. Oft treten auch hier secundäre Sprossungen auf. — Bei Wiedereintritt der Beleuchtung kann die unterbrochene Entwickelung sich wieder fortsetzen. — Die stark brechbaren Strahlen erwiesen sich als die wirksamen; wenn sie ausgeschlossen waren und nur z. B. gelbes Licht einwirkte, verhielten sich die Pflanzen wie in tiefster Finsterniss. 77. W. G. S(mith) Luminous Mycelium. (Gardener's Chronicle 1877, Vol. VH., p. 83.) M. King hatte im Jahre 1875 ein leuchtendes Pilzmycel beobachtet (Gard. Chr. Dcb. 1875, p. 719), welches einen faulenden Eichenstumpf vollständig durchsetzte. Er hat diesen Stumpf im Auge behalten und gefunden, dass sich jetzt aus demselben weissen Mycelium, welches das Jahr vorher so stark leuchtete, ein Agaricus (A. fascicularis) entwickelt hat. Das Leuchten hatte sich jetzt verloren. 78. C. Lintner. Versuche mit Hefe. (Mittheilungen aus dem Laboratorium der kgl. bayr. Centrallandwirthschaftsschule zu Weihenstephan 1877, S. 8, 9.) Von der grossen Widerstandsfähigkeit der Hefe gegen hohe und niedrige Tem- peraturen gaben folgende Versuche auffallende Beweise: Hefebrei wurde 6 Stunden lang einer Temperatur von — 6 bis — 16° C. ausgesetzt, ■wodurch er zu einem Eisblocke zusammenfror. Als nach etwa 6 Wochen der Block auf- gethaut wurde, zeigte sich die Hefe normal erhalten und brachte in Bierwürze sofort Gäh- rung hervor. Ein mit Hefe versetztes Bier war im Jahre 1873 verkorkt und sodann pasteurisirt (im Wasserbade auf SO^ erwärmt) worden. Im März 1877 wurde die Flasche geöffnet, es fanden sich in dem Hefenabsatze viele normale Hefezellen. Frische Würze kam mit dem Hefesatze sofort in lebhafte Gährung. Die Hefe wird also durch das Pasteurisiren nicht zerstört, sondern ihre Wirkung nur verlangsamt. 79. S. Stein. Einwirkung des Ozons auf niedere Organismen. (Sitzungsber. der niederrh. Gesellsch. für Natur- und Heilkunde in Bonn am 4. Jan. 1875.) In einem mit Ozon imprägnirten Wasser entwickeln sich keine niedere Organismen. Sind solche schon vorhanden, so werden sie zerstört, und zwar ohne merkliche Gas- entwickelung, wobei sich salpetrigsaure und salpetersaure Verbindungen bilden. Die Ver- bindungen bleiben im Wasser farblos gelöst. 80. Baierl acher. Die schweflige Säure als Antisepticum im Vergleich mit der Salicyl- säure etc. (Bayr. ärztl. lutell.-Bl. 1876; Med. C.-Bl. 14, 908 in Chem. Centr.-Bl. 1877, S. 54.) B. kommt durch seine Versuche zu folgenden Resultaten; 1) die schweflige Säure wirkt am stärksten auf Hefe ein, ihr zunächst steht Salicylsäure; 2) die schweflige Säure verhütet Schimmelbildung; in dieser Beziehung steht ihr die Karbolsäure am nächsten; 3) Emulsin und Sinaptase zeigen grosse Widerstandsfähigkeit gegen antiseptische Mittel, doch lässt sich ihre Wirkung durch schweflige Säure verzögern, unter gewissen Verhält- nissen ganz aufheben; 4) der Fäulnissprozess wird durch schweflige Säure verzögert. Verf. empfiehlt das Verbrennen von Schwefel zur Desinfection der Luft in geschlossenen Räumen und die localc Anwendung gelöster schwefliger Säure bei Diphtheritis u. s. w. 81. W. M. Hamleth and Ch. B. Plowright. On the occurrence of Oxalic acid in fungi. (The Chemical News, Bd. 36, 1877, S. 93, 94.) Den Verf. fiel die sauere Reaction sehr vieler Pilze auf, die sie nicht allein bei Ilymenomtjceten, sondern auch bei verschiedenen Lycoperdon-, Peziza- und Sphaei'ia- Arten auffanden. Indem sie der Natur der Säure nachforschten, stellten sie durch die charakte- Chiemie. Physiologie. (Gährung.) 89 ristischen Reactionen fest, dass dieselbe in allen untersuchten Fällen in Oxalsäure bestand. 26 Pilze werden namentlich aufgeführt, in denen diese Säure qualitativ nachgewiesen wurde (8 Ayaricus-, 3 Lactarius-, 1 Bussula-, 2 Cantharellus-, 1 Panns-, 2 Boletus-, 3 Pohjporus-, 1 Fistulina-, 2 Lycoperdon-, 1 Leotia-, 2 Pema-Arten). Sie schliessen hieraus, dass alle reifen, nicht mikroskopischen Pilze Oxalsäure enthalten, entweder im freien Zustande oder an Alkalien oder alkalische Erden gebunden. Bei Fistulina liepatica wurde die Säure quantitativ bestimmt, sie betrug nach aus dem zur Sättigung verbrauchten Alkali bestimmt 0.083, nach dem hergestellten Oxalsäuren Kalk: 0.078 Proc. Als eine annähernd genaue Analyse dieses Pilzes wird die folgende mitgetheilt: Wasser 86.120 Oxalsäure 0.08 Fett 0.15 Holzfaser (Cellulose) . . . 2.03 l . . . 12.984 Mycose Extractivstoffe Harz Flüchtige Bestandtheile* Mineralische Bestandtheile (Asche) * Kieselsäure . Eisenoxyd . . Kalk . . . Magnesia . . Potasche . ; Phosphorsäure Schwefelsäure Chlor . . . 0.896 100.000 ♦ Qualitativ nachgewiesen. 82. Tanret. üeber das Ergotininum crystallisatum. (Nach dem Berichte des Verf. an die Akademie in: Pharmazeutische Zeitung 1877, No. 86.) T. legte der Pariser Akademie Proben eines Alcaloids vor, welches er aus dem Mutterkorn gewonnen hat. Dasselbe bildet weisse, langnadlige Krystalle, die in Wasser unlöslich, in Aether, Alkohol und Chloroform leicht löslicb sind. Die Lösungen sind sehr fluorescirend. Alkoholische Lösung färbt sich an der Luft grün, später braun, Lösungen in Säuren färben sich roth. Das Ergotinin ist eine schwache Base, ähnlich wie Nicotin. Salze sind schwer zu erhalten, in Essigsäure scheint es sich eher zu lösen, als damit eine Ver- bindung einzugehen, dagegen verbindet es sich mit Mineralsäuren, z. B. hat T. ein schwefel- saures Ergotinin dargestellt. Eigenthümlich ist ihm die schöne, roth -violette, später blaue Färbung, welche sich entwickelt, wenn man es in Gegenwart von Aether mit verdünnter Schwefelsäure behandelt. Ein Kilogramm Mutterkorn enthält ungefähr ein Gramm Ergotinin. — Ein Arzt in Troyes hat in dem Ergotininum crystallisatum die Wirkung des Mutterkorns bei Uterusblutungen erkannt. 83. Dragendorf. Ueber die Bestandtheile des Mutterkornes. (Aus: Pharm. Zeitschr. für Russl. in Pharmaceutische Zeitung 1878, S. 18—19.) Um die Anwesenheit einer so grossen Anzahl chemischer Bestandtheile zu erklären, welche in dem Sclerotium von Claviceps purpiirea schon nachgewiesen sind (Pilzzellulose, Mycose und Mannit, fettes Oel und Cholestearin , mehrere Alcaloide wie Ecbolin, Ergotin, Ergotinin, Picrosclerotin und Amide wie Methyl-, Trimethylamin und Leucin, Milch- und Phosphorsäure, Sclerotinsäure und Scleromucin, Farbstoffe wie Sclererythrin und Sclerojodin, Sclerocrystallin und Fuscosclerotinsäure) hat D. die Veränderungen verfolgt, welche bei der weiteren Entwicklung des Sclerotiums in seiner chemischen Zusammensetzung eintreten. Er macht darauf aufmerksam, dass das Mutterkorn entsprechend seiner Bestimmung als Dauer- mycel sehr wasserarm ist, im frischen Zustande hatte es nur 8 p. Ct. Wasser, wahrscheinlich hängt dies mit dem grossen Fettgehalt zusammen (30—33 p. Ct.). Sclererythrin und Sclero- jodin fasst D. als aromatische Substanzen auf, die antiseptisch wirken und so ebenfalls zu der langen Erhaltbarkeit des Mk's. beitragen. — Im Laufe der Zeit nimmt der Fettgehalt 90 Kryptogamen. — Pilze. ab (nach einigen Monaten betrug er nur 20 —22 p. Ct.), es erfolgt eine langsame Oxydation der Substanzen, namentlich des von D. nachgewiesenen freien Sclererythrins, später des Fettes, wobei das Innere des Mutterkorns seine schneeweisse Farbe in eine gelbbraune umändert. D. vermuthet, class dabei durch Oxydation des Sclererythrins die Fuscosclerotin- säure gebildet wird. Jetzt vermehrt sich das Scleromucin (bei frischem Mk. 0.64—0.79 p. Ct., Lei älteren 3 p. Ct.), die Neigung, Wasser aufzunehmen, wird hierdurch und durch die Abnahme des Fettes befördert. Scleromucin scheint hier dieselbe Function zu haben, welche wir dem in und an den Samenschalen vieler höherer Pflanzen vorkommer.den Pflanzenschleim zusprechen. Hierauf treten Vorgänge sogenannter fermentativer Art auf, besonders Milch- säurebildung, wahrscheinlich aus Kohlehydraten. Die Säure muss wieder gesättigt werden, wodurch andere Zersetzungen bedingt werden. Die Basen müssen durch Zerfall der compli- cirten stickstoffhaltigen Bestandtheile in einfachere Verbindungen gebildet werden. Diese stickstoffhaltigen Verbindungen bestehen nach D's. Analysen fast ausschliesslich aus Sclero- mucin und Sclerotinsäure. Nur letztere scheint die Alealien zu bilden, denn ihr Gehalt nimmt im alten Mk. sehr ab, während der des Scleromucins unverändert bleibt. D. betrachtet diese Säure als eine dem Albumin jedenfalls sehr nahe stehende Substanz, eine Vorstufe desselben, und hält es für wahrscheinlich, dass sogar die Albuminsubstanz der austreibenden Fruchtträger aus ihr gebildet wird. Einige andere Vorgänge in dem Lebensprocesse des Mutterkornpilzes werden ange- deutet und die Fortsetzung der Arbeiten, um Aufschluss über dieselben zu erlangen, wird in Aussicht gestellt. 84. Prillieux. Sur la coloration en vert du bois mort. (Bullet, de la Soc. bot. de France. Bd. 24. 1877, p. 167—171.) P. erklärt es nach seinen Untersuchungen für richtig, dass die bekannte Grünfäule des Holzes durch die Vegetation der Fezisa aeruginosa Pers. auf weissfaulem Holze verursacht wird. Der grüne Farbstoff dieses Holzes ist unlöslich in Alkohol und in Aether, leicht löslich in Chloroform. Säuren verändern die Farbe nicht, Alealien entfärben ihn in blass-gelb, Säuren stellen die Farbe dann wieder her. Fordos hat i. J. 1863 den Farbstoff untersucht, und als eine Säure: acide xylochloreique bezeichnet. Rommier erhielt 1868 aus dem grün- faulen Holze einen Stoff, den er als xylindeine bezeichnete, von obiger Säure verschieden und dem Indigo verwandt erachtete. Die optischen Eigenschaften des Farbstoffes sind vorher nicht untersucht worden, deshalb hat P. sie genauer festgestellt, wobei er besonders die Unterschiede von dem Chlorophyll beachtete. Die Lösung des Holzgrüns in Chloroform ist nicht wie die des Chlorophylls smaragd, sondern mehr blaugrün. Sie fluorescirt sehr schwach grünlich-gelb, mit einem matten Stich ins Rothe. Das Absorptionsspectrum zeigt zwei starke Absorptionsbänder in Roth und in Orange Das in Roth ist das stärkste und hat wie das erste Band des Chloropbylls])ectrums seine Gi'enze an der Linie B, es ist aber breiter und nicht so scharf begrenzt wie das erste Band des Chlorophyllspectrums. Das zweite Band erstreckt sich über die Linie D bis zwischen D und E und bedeckt das ganze Gelb. Grün, Blau und Violett werden nicht verdunkelt. Das Absorptionsspectrum des Farbstoffes des grünen Holzes unterscheidet sich also sehr deutlich von dem des Chlorophylls. 85. G. Gugini. Sulla materia colorante del Boletus luridus L. (Gazetta chimica Italiana. Tom. VIL 1877, p. 4.). Bezugnehmend auf eine Notiz des englischen Chemikers Phipton über das Vorkommen von Anilin in Boletus luridus und B. cyanescens giebt der Verf. einen Bericht seiner Unter- suchung über den Farbstoff des B. luridus, durch welche er zu folgenden Schlüssen gelangt ist: 1. Dass der farbegebende Stoff des B. luridus nicht Anilin ist. 2. Dass derselbe die Eigenschaften einer Säure zu besitzen scheint und mit Ammoniak ein azurblau gefärbtes Salz bildet. 3. Dass seine Merkmale mit keinem der verschiedenen organischen Stoffe, welche in den Pilzen enthalten sind, übereinstimmt. 4. Dass seine charakteristischen Reactionen die mit Ammoniak und Jod zu sein scheinen. Dies sind: mit Ammoniak eine azurblaue, mit Jod eine grünlichbraune Färbung. (Nuov. giorn. bot. Ital. 9. Bd. 1877, S. 271.). Chemie. Physiologie. Pilze als Ursache von Krankheiten der Menschen und Thiere. 91 86. H. Hoffmann. Nenes über Fermentpilze. (Archiv der Pharmacie 1877, S. 289—297.) Kurze Eeferate über eine Eeihe von Arbeiten aus den Jahren 1875 und 1876, meist in kurzen Sätzen die wichtigsten Ergebnisse mittheilend. Die Berichte bilden mit No. 24—48 die Fortsetzung der früheren Mittheilung H's. über denselben Gegenstand. (S. Arch, 1875, S. 301.) 87. A. Vierthaler. Fermentazioni. (Bollettino della Societä Adriatica di Scienze naturali in Trieste 1877, p. 230-273.) Sehr eingehende Zusammenstellung der bis jetzt erlangten Einsichten in die ver- schiedenen Gährungsvorgänge, sowohl der durch unorganisirte als der durch organisirte Fermente (Alkohol-, Essig-, Milchsäure-, Schleim-, Glycerin-, Mannit-, Buttersäure-, Bernstein- säure-, ammoniakalische Gährung und einige andere). Der Verfasser hat besonders die chemische Se'te der Fragen im Auge, erwähnt aber auch die Organismen, welche die betreffenden Gährungen hervorrufen. 88. E. Robinet. Etüde historiqae et scientiSque sur la fermentation. Epernay 1877, p. 36. R. bespricht in dieser Abhandlung, welche der Absicht des Verf. nach eine Einleitung zu einer Arbeit über die secuudären Gährungen des Weines sein soll, die Alkoholgährung, indem er die Ansichten über diese Gährung von Leeuwenhoek an bis in die neuere Zeit erwähnt, sodann seine eigenen Beobachtungen über die Natur und Wirkung des Mycoäerma vini anführt, (N. d. kurzen Besprechung im Bullet, de la soc. bot. de France 1877, Bibl. p. 94.) 89. W. Fleischmann. Rostpilze und Milchsäuregährung. (Allgemeine Hopfenzeitung 1877, S. 194.) F. beobachtete, dass in einer Maierei, in welcher rostiges Getreidekaff an Milchkühe verfüttert wurde, die gemolkene ISlilch zahlreiche Rostsporen enthielt und durch dieselben weit rascher sauer wurde als die gewöhnliche. Die Untersuchungen des Verf. stellten fest, dass der Roststaub das Sauerwerden der Milch befördert. 3. Pilze als Ursache toh Krankheiten der SIenschen und Thiere. 90. E. Letzerich. Eine neue Form von Mycosis oesophagi. (Archiv f. exper. Pathol. u. Pharmac. — Med. chir. Centralbl. 1877, No. 32.) Ein Kind erkrankte mit Behinderung des Schlingactes an Magenbeschwerden, schliesslich Erbrechen schleimigeitriger Massen, deren Untersuchung Plattenepithel, das mit eigenthümlichen mikroskopischen Pilzrasen bedeckt war, nachwies. — Die Tapete des Zimmers, in dem das Kind lag, zeigte Defecte und auf ihr fanden sich dieselben Pilze wie in den erbrochenen Massen; in diesen wurden auch Tapeteureste nachgewiesen. L. glaubt, dass dieser Befund die Ursache der Erkrankung des Kindes in das hellste Licht setze. Kein Zweifel, die Infection ging von den verschluckten Tapetenstücken aus und führte zur Erkrankung des Oesophagus. (Ueber die Beschaffenheit des Pilzes ist in dem Auszug, in Medic. Centralzeitung 1877, S. 1023 nichts gesagt.) 91. Th. Husemann. Der Mais und seine Bedeutung in der Heilkunde. (Pharmazeutisches Handelsblatt No. 100, 24. Oct. 1877.) Es wird mitgetheilt, dass Roulin eine in Columbien vorkommende Krankheit, welche sich durch Ausfallen der Haare. Lockerwerden und Ausfallen der Zähne, nicht aber durch Gangrän und convulsivische Erscheinungen charakterisiren soll , auf ein Mutterkorn des Mais zurückführt. Bei Thieren, welche das als Mays pelladero bezeichnete Maismutterkorn fressen, fällt ebenso das Haar aus, später treten auch Bewegungsstörungen ein. Ebenso wird erwähnt, dass die Pellagra, die jetzt besonders in Italien auftritt, früher in Spanien, S.W.-Frankreich , seit 1846 in Rumänien herrscht, einer Pilzbildung zugeschrieben wird (Penicillium Maydis). 92. Peter Lebedinsky. Materialien zur Frage über die ätiologische Bedeutung von Peni- cillium glaucum für den Thierorganismus. (Inaug.-Dissert. der kais. mediciu.-chirurg. Akademie zu St. Petersburg vorgelegt. St. Petersburg 1877, 8", 60 Seiten. — Russisch.) Der Verf. untersuchte die Wirkung des Magensaftes auf die Keimung und Fructi- 92 Kryptogameu. — Pilze. fication des PeniciUium glaucum. Der Saft wurde aus dem Magen eines eben getödteten Hundes bereitet (durch Begiessen der Schleimbaut mit stark verdünnter Salzsäure) und für jeden Versuch wurde frischer Saft bereitet. Die Qualität des Saftes wurde immer vermittelst seiner Wirkung auf gekochtes Hühnereiweiss controlirt. Die Sporen wurden bei der Tem- peratur von37- 400C, l'/a — 5 Stunden der Wirkung des Saftes (mit Salzsäure) unterworfen, und wurden dann in Pasteur'sche Flüssigkeit mit allen nöthigen und gebräuchlichen Vor- sichtsmassi:egeln übertragen, damit sie sich da entwickeln könnten. Die Wirkung des Magen- saftes wurde aus der Entwickelung der Sporen in dieser Flüssigkeit beurtheilt. Die Sporen wurden in der ersten Reihe der Versuche auf die Oberfläche des Magensaftes ausgesäet, in der anderen wurden sie unter dessen Niveau eingetaucht ; in dem letzten Falle , um die Sporen leichter in die Pasteur'sche Flüssigkeit überzutragen , wurden sie in eine vorerst gekochte Leinwand eingehüllt und mit letzterer zusammen in den Saft eingesenkt. Aus vielen Versuchen ergab sich Folgendes: Die auf die Oberfläche des Saftes ausgesäeten und auf diese Weise seiner Wirkung während 1^/2—4 Stunden bei 37— 40" C. ausgesetzten Sporen verlieren nicht ihre Fähigkeit zu keimen und zu fructificiren. Dasselbe war mit den in den Saft untergetauchten Sporen, wo sie bis 5 Stunden lagen, der Fall, — sie keimten und entwickelten die Fructification ; aber es war eine Verspätung zu bemerken in dem Beginne der Keimung und der Fructification, welche die Dauer von 1—3 Tagen erreichte. In der zweiten Reihe der Versuche untersuchte der Verf. den Einfluss des Verweilens der Sporen im Darmkanale der lebenden Organismen (die Versuche wurden mit einem Menschen, Katzen und Hunden gemacht). Sie wurden derart ausgeführt, dass eine Menge von Sporen in Säckchen aus möglichst dichtem Musselin gelegt waren, das Sack eben wurde dicht zugebunden und mit Speise dem Thiere gegeben. Nachdem es durch den Darmkanal ging, wurde es in den Excrementen gesucht und von ihnen gereinigt. Die in ihm gefundenen Sporen wurden nachher in die Pasteur'sche Lösung übertragen zur Prüfung ihrer Keimfähigkeit. Es erwies sich aus diesen Versuchen, dass die Sporen, nachdem sie 1-5 Tage im Magen und Darm- kanale geblieben, doch bei günstigen Verhältnissen keimen und fructificiren. Im Körper des Thieres keimen sie nicht. Der Einfluss des Durchgehens durch den Darmkanal erwies sich hier auch in einer 2 - Stägigen Verspätung ihrer Keimung und Fructification, im Vergleiche mit normalen Sporen. In der dritten Abtheilung der Arbeit legt der Verf. seine Versuche dar, über die Wirkung der Sporen von P. glaucum auf den thierischen Organismus, wenn sie in sehr grosser Masse in den Darmkanal mit Speise eingeführt sind. In der Literatur sind sehr widersprechende Angaben über den schädlichen Einfluss des mit Schimmel (P. glaucum etc.) bedeckten Brodes etc. vorhanden; praktische Beobachtungen sprechen für die Giftigkeit solcher Nahrungsmittel , — aber directe Versuche , wo die verschimmelte Speise gegeben wurde, gaben ein negatives Resultat. Voraussetzend, dass der Widerspruch zwischen den praktischen Beobachtungen und diiecten Versuchen seine Erklärung vielleicht darin findet, dass die Versuche mit gesunden Organismen gemacht waren, welche der schädlichen Wirkung des Schimmels mehr Widerstand entgegensetzen, — und alle praktische Beob- achtungen sich vielleicht nur auf ungesunde Organismen beziehen , hat der Verf. parallele Versuche mit gesunden und mit künstlich krank gemachten Hunden ausgeführt. Zu letzterem Zwecke wurde bei den Hunden vermittelst oleum croton. ein Katarrhzustand hervorgerufen. Die Menge der gegebenen Portionen des geschimmelten Brodes (welches vollständig mit blau- grünem Staube bedeckt und so zu sagen durchtränkt war) stand zu dem Normalgewichte der Hunde: 1 : 128; 1 : 96; 1 : 70; 1 : 60, — was wohl genug ist. Die Zeit der Dauer der Versuche, während welchen die Hunde mit solchem Brode gefüttert wurden, schwankte von 10—25 Tagen. Das Resultat aus solchen Versuchen war jenes , dass weder gesunde noch kranke Hunde anormale Erscheinungen in ihren Lebensprocessen gezeigt haben, welche der Wirkung des eingeführten Schimmels zugeschrieben werden könnten. Die aufgenommenen Sporen etc. von P. glaucum etc. gingen durch den Darmkanal, ohne irgend eine Störung im Lebensprocesse des Thieres hervorzurufen und ohne ihrerseits wichtige Veränderungen zu erleiden. Die durchgegangenen Sporen waren nicht gekeimt. Batalin. b Pilze als Ursache von Krankheiten der Menschen und Thiere. 93 93, P. Grawitz. Zur Botanik des Soors und der Dermatomykosen. (D. Zeitschr. f. prakt. Medicin, 19. Mai 1877, Berl. Khn. Wochenschr. 1877, S. 593, 594, 605—607, Allgem. Medio. Central-Ztg. 1877, S. 1151, 1162-1164). 94. Derselbe. Beiträge zur systematischen Botanik der pflanzlichen Parasiten mit experimentellen Untersuchungen über die durch sie bedingten Krankheiten. (Archiv für pathol. Anatomie und Physiologie 1877, Bd. 70, S. 541-598, Taf. XVIII, XIX.) In der Sitzung der Berliner inedicinischen Gesellschaft vom 18. April 1877 trug G. die Ergebnisse seiner Untersuchungen über die botanische Stellung des Soorpilzes und der die Dermatomykosen bedingenden Pilze vor ; dieselben Untersuchungen in mehr ausgeführter Form, und von Abbildungen der betreffenden Pilze begleitet, hat er später auch in Virchow's Archiv (v. 7. August 1877) mitgetheilt (94). Bei mikroskopischer Untersuchung der Soorschorfe findet man in denselben 1) Epithelien, 2) Scliisoimjceten verschiedener Art, 3) Hefepillen, 4) Mycelien vcrchiedener Schimmelpilze (z. B. Oiäium lactis , Mucor Mucedo , Pleospora u. s. w. , 5) eigentliche ^ Soorpilze. Durch Culturen in Nährlösungen (Traubenzuckerlösung mit Zusatz von Mineral- salzen), besonders aber in Decoct aus getrockneten Pflaumen oder in Johannisbeergelee gelang es G. bald, den Soorpilz rein zu züchten und seine Entwickelung in Objectträger- culturen zu beobachten. Die Sporen des Pilzes sprossen in den Lösungen an der Spitze aus und bilden in verdünnten Lösungen langgestreckte Gliederzelle/i, die bald wieder seitlich aussprossen und sich durch weitere Sprossung verzweigen. Je zuckerärmer die Nährflüssig- keit ist, desto grösser wird die Verzweigung, desto länger die einzelnen Zellen. In ganz starck zuckerhaltigen Flüssigkeiten, z. B. in syrupsdicken Pflaumendecoct werden die Zellen ganz kurz und rundlich, die Sprossung wird reichlicher, eine Zelle bildet 4, 6, 8 Seiten- knospen, diese letzteren wieder Secundarknospen , und man kann die Sprossverbände von gewöhnlicher Culturhefe kaum unterscheiden, doch unterscheidet sich die eigentliche Hefe durch grössere und mehr ovale Zellen von den kleineren und runden Soorsprossungen, Wenn in einer lange unterhaltenen Cultur der Nährinhalt der Lösung erschöj)ft ist, so geht der grösste Theil der Zellen unter Schwinden des Inhalts zu Grunde. Ein kleiner Theil derselben bildet sich zu Dauersporen um, meist rundliche Zellen, deren Protoplasma zu einer stark licht- brechenden centralen Kugel concentrirt ist, welche von der ursprünglichen Zellmembran durch- eine Zone homogenen, aber weniger glänzenden Protoplasmas getrennt bleibt. Diese Dauer- gonidien bewahren lange ihre Keimkraft und können wieder in der gewöhnlichen Weise aussprossen. Aus diesen Beobachtungen geht hervor, dass der Soorpilz nicht, wie bisher allgemein angenommen wurde, eine Oidinm-Art ist (0. albicans), er gehört vielmehr in die Klasse der Mycodermen. Er stimmt bis auf emige Einzelheiten ganz mit den Beschreibungen und Abbildungen überein, welche Cienkowski in seiner Arbeit über „die Pilze der Kahmhaut", von Mijcoderma Vini (Desm.) giebt, so dass G. an der Identität des Soorpilzes mit diesem gemeinsten Kahmpilze nicht zweifelt. Dass der cultivirte Pilz wirklich der „eigentliche Soorpilz" ist , wurde durch Fütterungsversuche an jungen Hunden und Katzen bewiesen. Gesunde, 3 Wochen alte Hunde blieben gesund, ganz junge, 3—8 Tage alte Thiere, die bei der künstlichen Fütterung mit Kuhmilch erkrankten, wurden regelmässig durch die Gonidien inficirt und gingen zu Grunde, es fanden sich bei ihnen Soorschorfe an den Zungen und Gaumen, den Pharynxtaschen , einmal auch im Kehlkopfe. Dadurch war der Beweis "terbracht, dass die Aussaat von rein gezüchtetem Mycoderma Vini genügt, um bei schwächlichen, widerstandsunfähigen Thieren auf unverletzter Schleimhaut Soor hervorzurufen. Die Pilze des Favus (Acliorion ScMnleiniiJ, des Herpes (Trichophyton tonsurans), der Pityriasis versicolor (Microsporon furfur) keimen nur im frischen Zustande, in stark eingetrockneten Borken haben sie meist ihre Keimkraft ganz verloren oder dieselbe ist doch sehr beeinträchtigt, es wachsen dann auf den Culturen nur die manchfachen, die Scborfe verunreinigenden Pilzsporen , aus. Als geeignetstes Culturmaterial für jene Pilze verwandte G. Gelatinlösung oder Liebig'schen Fleischextract, die, um das Wachsthum der Bacterien zu verhindern, angesäuert wurden. Die ovalen oder fast viereckigen Gonidien von Achorion keimen mit anfangs ungegliederten Schläuchen , welche sich durch Spitzenwachsthum 94 Kryptogamen. — Pilze. verlängern und sich verzweigen, bald treten Scheidewände auf und zuletzt bilden sich an den Enden Gonidienketten , welche durch Theilung gebildet werden. Die Anlage von Luft- hyphen ist selten; eigentliche Fruchtträger kommen überhaupt nicht vor. Die Bildung der Gonidien scheint vom Centrum der Fäden aus nach der Peripherie fortschreitend zu geschehen durch eine kurze Gliederung in anfangs fast cubische Zellen, welche bald durch Abrundung ihrer Ränder die längsovale Gestalt annehmen welche dem ausgesäeten Äcliorion eigen sind — . — Der Herpespilz verhielt sich ganz ebenso, indess waren die Fäden dünner, die Sporen kleiner. — Aus den rundlichen Gonidien bildeten sich in dünnem Fleischextract schwache, sparrig verzweigte Fäden, v/elche in so kurze Gliederzellen zerfielen, dass jede Gonidie fast kugelrund anzusehen war, die Theilung in Gonidien erfolgte auch vom Centrum nach der Peripherie. G. hält sich, besonders auch auf das Urtheil von Brefeld gestützt, der die Präparate einsah, und G. vielfach mit Rath unterstützte, berechtigt, die Identität der drei, die Derma- tomykosen veranlassenden Pilze untereinander und die Uebereinstimmung derselben mit Oidium lactis auszusprechen. Die Unterschiede der Grösse sind allerdings bedeutend, doch werden dieselben durch den Einfluss des Nährbodens erklärt, wie es sich bei Culturen von Oidium lacfAs in verschiedenen Nährflüssigkeiten sehr deutlich zeigte. Auch in ihren physiologischen Wirkungen glaubt G. diese Pilze nach Versuchen, die er bei sich selbst vornahm, gleichstellen zu müssen. Erscheinungen, welche einem Herpesbilde von geringer Intensität genau entsprachen, wurden erzeugt sowohl durch Impfung mit rein gezüchtetem Favus-, Herpes- und Pifyriasis-Pilz als auch mit einfachem Oidium lactis. Eine weitere Reihe von Versuchen stellte G. zur Entscheidung der Frage an, unter welchen Bedingungen überhaupt Fadenpilze in thierischen Geweben und Säften gedeihen können. Directe Injectionen von Sporen verschiedener Schimmelj)ilze fPemcilliiim glaucum, Eurotium Aspergillus glaucus , Eur. Äs^). niger , 3Iucor Mucedo , M. stolonifer, M. raeemosus, Oidium lactis, Soorpilz, Hefe, Muscardine) gaben constant negative Resultate. Keiner der etwa 200 Versuche verursachte einen directen Schaden. Ein Theil der ein- geführten Sporen geht, wie G. aus Blutuntersuchungen schliesst, im Blute selbst zu Grunde und wird hier aufgelöst, der andere Theil wird durcJi die Niereu ausgeschieden, man kann sie, besonders während der ersten 24 Stunden, nach der I'ijection im Harn mikroskopisch nachweisen. Dasselbe negative Ergebniss hatte die Eiulührung in die serösen Säcke, subcutane Injection, Einführung in das Knochenmark, auch hier kamen die Sporen nie zur Keimung, sondern wurden entweder resorbirt oder ausgeschieden oder als unschädliche Fremdkörper eingekapselt. Die Hemmnisse des Wachsthums dieser Sporen findet G. 1) in der Alkalescenz des Blutes und der Gewebe, 2) in der Bewegung, 3) dem Mangel an freiem Sauerstoff, 4) der Anwesenheit lebender thierischer Zellen. Wurde z. B. die Bauchhöhle eines Kaninchens durch Luft trommelartig aufgeblasen und dann Soorpilz-Sporen injicirt, so keimten sie üppig, was G. aus der, durch die Spannung bedingten Behinderung der Resorption erklärt. Denselben Erfolg hatten Injectionen von Pilzsporen in dem zellenlosen Glaskörper. 95. M. Reess. üeber den Soorpilz. (Sitzungsberichte der physikalisch-medicinischen Soc'etät zu Erlange)), Sitzung vom 9. Juli 1877, S. 190-195.) Auf Anregung des Directors der Entbindungsanstalt zu Erlangen, Prof. Zweifel, stellte R. seit dem Januar 1877 Reinculiuren des Soorpilzes an. Als passendstes Näbrniaterial erschien verdünnler Kirschsaft. Die ausgesäeten Soorschorfe umgalJen sich mit weissen Höfen, die in zwei Tagen auf 4—5 mm heranwuchsen. Sie bestanden gan'-^ aus gleichartic,en , in lebhaftester Sprossung befindlichen Hefezellen. Durch Impfung des lein gewonnenen, in Kirschaft gezogenen Hefepilzes wurden SoorschoiTe eri;eugt und es war danach ausgemacht; dass der Soorhefepilz als Erzeuger der Soorschorfe allein in Betracht kommt. Diese Hefe brachte in verdünntem Kirschsaft, der mit Traubenzuclcerlösung versetzt war, eine geringe Alkoholgähruug hervor (1.3 Gewichtsprocent in 4 Wochen), doch blieb die Flüssigkeit während des ganzen Gähruugsversuches klar, es kam nicht zur Schp Umbildung, erst nach Wochen stiegen einzelne Gasbläschen auf, während unter gleichen Veiluiltuissen angestellte Versuche mit Bierhefe in wenigen Tagen stürmisch verliefen. D'o Alkoholfermentwirkung ist also viel geringer als die der gewöhnlichen Alkoholgähruugspilze. Pilze als Ursache von Krankheiten der Menschen und Thiere. 95 Der Pilz wächst aus den Schorfen in Form von schmächtigen Pilzfäden heraus, deren Glieder oft 10—20 mal so lang als breit sind. An der Spitze und unterhalb der Querwände entspringen Knäuel hefeartiger Sprossungen. In Kirschsaft cultivirt mehren sich die Hefezelleu sehr schnell und reichlich, bleiben anfangs noch ungleichförmig, länglich oder rundlich, v/erden schliesslich ganz gleichmässig, fast kugelrund, 4 Mik. im Duichmesser und erhalten sich in dieser Form fast ausschliesslich in den Culturen, uuf treten manchmal wieder längliche Zellen auf, doch nie wieder mehrzellige Fäden, Endogene Sporenbildung konnte nicht erzielt werden. — lieber die Entwicklungsgeschichte des Soorpilzes auf der Mundschleimhaut von Säuglingen hat R. einige Untersuchungen angestellt. Es tritt zuerst Soorhefe von ziemlich mannigfaltiger Zelleuform auf, die Bildung der langgliedrigen Fäden konnte nicht direct verfolgt werden, doch beobachtete R. weiter Soorpilzfäden, welche in die Epidermiszellen eindrangen und dieselben mit ihren meist ovalen und rundlichen Sprossungen ausfüllten. Die Entwicklungsgeschichte und die systematische Stellung des Soorpilzes ist, wie R. erklärt, noch nicht abschliessend festgestellt. Er möchte nicht, wie Grawitz den Pilz einfach mit dem Kahmpilze ideutificiren , sondern bezeichnet ihn vorläufig noch als Sacharomyces albicans {Oiclium albicans Robiu). 96. Ore. Experimentelle Untersuchungen über Vergiftung mit Agaricus bulbosus. (Aus: Archiv de physiol., No. 11, 1877 und Revue de sciences med., Tom. X. fasc. 2, 1877 in: Allgem. Medic. Central-Zeitung 1878, S. 218, 219.) Die Symptome bei mit getrocknetem Agarictis bulbosus vergifteten Hunden waren: Erbrechen, gallige Diarrhöe mit Blutstreifen untermischt, schliesslich Tetanus. Bei der Autopsie fand sich: Röthung der Gastrointestinalschleimhaut , Schwellung der Peyerschen Plaques, kleine Geschwüre am Pylorus, im Duodenum und dem Dünndarm. Die Störungen sind denen bei der Strychninvergiftung ganz analog. Die Wirkung war gleich, ob das Gift durch den Magen eingenommen, oder in die Venen, oder das Unterhautzellgewebe eingespritzt wird, sie war dieselbe wenn vorher die nerv, vagi durchschnitten waren. Das toxische Princip geht in's Blut über, wirkt wie das Strychniu auf die Nervencentren , indem es die Reflexthätigkeit des Rückenmarks überreizt; die Gastrointestinalerscheini;:igen sind die Folge der vasemotorischen Störungen. — Das schädliche Princip des Acjaricus ist in Essigsäure löslich, es lässt sich durch Essig aus dem Pilze ausziehen, und dieser Auszug bringt alle Vergiftungserseheinungen hervor. — Wurde die essigsaure Lösung auf thierischer Kohle filtrirt, so wurde die filtrirte Flüssigkeit unschädHch, die Filtrirkohle brachte vollkommene Vergiftungserscheinungen hervor. Dasselbe Ergebniss fand Verf. bei Filtration von Arsenik- säure und Strichninlösung. — Das Blut der vergifteten Thiere brachte bei anderen Thieren keine Vergiftungserscheinungen hervor. 97. Angelo Petersen. Vergiftung durch den Genuss von giftigen Pilzen. (Aus: Hosp. Tidende, 2 R. IV. 13. 1877, in Schmidt's Jahrbücher 1877, Bd. 176, S. 221.) Mittheilung eines Falles von Vergiftung durch den Genuss von Erdschwämmen (Agarius pantherinus). Der Kranke hatte vier dieser Pilze roh gegessen. Es trat bald Schwindel und völlige Bewusstlosigkeit, später einmaliges Erbrechen ein. Die Pupillen waren stark contrahirt, Puls und Körperwärme normal, die Respiration wurde sehr unregelmässig, zeitweise stockend. Im späteren Verlauf traten Muskelzuckurgen auf, aber keine Lähmungen. Am Tage nachher besserte sich der Zustand, doch kehrte die Besinnung noch nicht voll- ständig zurück. Nach einigen Tagen war der Kranke wieder vollständig hergestellt. — Da das Erbrechen nur einmal auftrat, Diarrhöe nie, sondern im Gegentheile Verstopfung vorhanden war, wird das Erbrechen als Zeichen von Gehirnreiz gedeutet. Auch während der Reconvalescenz trat kein Symptom einer Störung der Verdauungsorgane auf. 98. F. Cohn. Blutvergiftung von Schafen nach Genuss von Lupinenfutter. (Das. S. 43.) Auch in diesem Jahre erhielt C. die Nachricht, dass in Schlesien Hunderte von Schafen nach Genuss von Lupinenfutter vergiftet worden seien. An den dieses Jahr zur Untersuchung aus Namslau eingesendeten Lupinenstengeln fanden sich keine Sclerotien, sondern andere, ebenfalls in schwarzen Flecken auftretende Pilzfruchtformen (Pycniden). Die gg Kryptogamen. — Pilze. Unterscheidung der Frage, ob die Lupinenvergiftung den Bitterstoffen derselben (s. Bot. Jahresber. 1876, S. 122) oder parasitischen Pilzen zuzuschreiben sei, ist nur auf chemischem, resp. experimentellem Wege zu erlangen. 99. Marchesetti. Sur un caso di Micosi. (Bolletino della Societa Adriatica di Scienze naturali in Trieste 1877, S. 97—100.) M. beschreibt eine Erkrankung von Goldfischen durch Wucherung eines Pilzes, welcher auf ihrer Epidermis wuchs , der Beschreibung nach wohl Saprolegnia. Die Fische verloren einige Tage, nachdem das Vorbrechen der Pilze bemerkt worden war, ihre Munter- keit, bald darauf konnten sie sich nicht mehr gerade halten, fielen bald auf die eine, bald auf die andere Seite, die Athmung wurde erschwert und es zeigte sich eine Veränderung der Körperfarbe von goldbraun in gelblich -rosa, bald darauf traten tonische und klonische Krämpfe auf, wobei die Athmung sich sehr verlangsamte (2 Tage vor dem Absterben 6 Piesp. , gegen 50 bei dem gesunden Fische), 6 Fische erlagen der Pilz- kraukheit, der erste am 15., die beiden nächsten am 4. und 5., die nächsten beiden am 6. Tage nach Ausbruch der Pilze. Bei dem 6. versuchte M. die Krankheit zu unter- drücken, indem er etwas chromsaures Kali in dem Wasser auflöste, aber auch dieser Fisch starb am 13. Tage. Die einzige krankhafte Veränderung, welche sich bei der Section der Fische fand, bestand in der Anwesenheit der Pilze : schleimige Massen, bestehend aus unregel- mässigen Zellen mit körnigem Inhalt, Blut und Kiemen waren von normaler Beschafi'enheit. Eine ähnliche Krankheit beobachtete M. bei einigen anderen Exemplaren von Cyprinns. Hier fanden sich auf der Körperoberfläche dieselben Pilzmassen, doch war hier die Körper- farbe nicht verblasst, sondern die Gefässe der Flossen und Schuppen hyperämisch geröthet. Die kranken Fische wurden in verschiedene Gefässe mit Wasser gebracht, zu welchem Salz in verschiedenen Mischungsgraden gesetzt war. Den Tag darauf waren die Pilze ver- schwunden und mit ihnen alle Krankheitserscheinungen. — M. macht darauf aufmerksam, dass Zusatz von Salz in Karpfenbehälter , bei denen Absterben der Fische bemerkt wird, von grossem Nutzen sein kann. 100. F. Cohn. üeber die in Schlesien beobachteten insektentödtenden Pilze. (Bericht über die Thätigkeit der bot. Section der Schlesischen Gesellschaft im Jahre 1877, S. 10, 11.) Empusa Muscae ist von C. zuerst im Jahre 1854 an Stubenfliegen beobachtet und genauer untersucht worden, später fand er Arten derselben Gattung in verschiedenen Dipteren (Mücken und Fliegen) , in einer Cicade (Empusa JussiJ und in Bärenraupen {E. Aulicae Reich), ferner in Erdraupen das vermuthlich mit Empusa verwandte Tarichinm megaspermmn. — Spliaeria miUtaris scheint neuerdings nicht wieder in Schlesien beobachtet zu sein, dagegen erhielt C. im Laufe des vorigen Winters eine grosse Zahl von Puppen (Sphinx Galii , Convolvuli , Pinastri , Dianthoecia albimaculata) , auf denen sich Isaria farinosa ent- wickelte. Auf Puppen von Orthosia incerta sprossten die fleischfarbenen Fruchtkeulen von Isaria leprosa Fr. Andere Puppen (Sphinx Galii, Pinastri, Saturnia Pavonia, Papilio Poda- lyrius) bedeckten sich in feuchter Luft mit weissem Schimmel, welcher als Botrytis Bassiana erkannt wurde. Auf einer von Isaria farinosa befallenen Puppe von Sphinx Galii ent- wickelte sich später Gymnoascus Beessii. — Die ausgebildete Torrnbia miUtaris ist früher von Albertini und Schweinitz bei Niesky und von Geisler in Oberschlesien, die Torruhia sphecophila (Klotsch) von Weberbauer bei Landeck gefunden worden. 101. F. V. Thümen. Pik -Epidemien bei Insekten. (Oesterr. landwirthschaftliches Wochen- blatt 1877, S. 1, 2.) V. Th. giebt einen kurzen Bericht über die durch Tariclmim megaspcrmum Cohn veranlasste Epidemie der Erdraupen (Raupen der x\grotis segetum Hüb), welche von F. Cohn 1869 beobachtet und genauer beschrieben worden ist Er zieht es in Erwägung, ob man die mitgetheilten wissenschaftlichen Resultate im Dienst der Praxis wird verwerthen können, und sagt darüber: „Mir selbst stand leider niemals Material der „schwarzen Erd- raupe" zur Disposition, doch wäre es wohl nicht zu gewagt, wenn ich die Erwartung aus- spräche, dass das Ausstreuen von gepulverten Raupencadavern, welche an unserer Epidemie zu Grunde gegangen sind, auf Aecker, wo die Erdraupe wüthet, von bestem Erfolge sein könnte." Pilze als Ursache von Krankheiten der Menschen, Thiere iinrl Pflanzen. 97 102. F. R. S. Duncan. Fungi parasitic on corals. (Aus Proceed. of the royal Soc, No. 174 in The monthly microscopical Journal, Bd. XVII. 1877, S. 44, 45.) • Anknüpfend an die Mittheilungen von Moseley über Parasiten der Corallen (s. Bot. Jahresber. 1876, S. 123), bestätigt D. die weite Verbreitung dieser Schmarotzer, die nicht blos auf den jetzt lebenden Corallenstöcken aller Meeresgegenden, sondern auch auf fossilen Corallen der silurischen Formation aufgefunden worden sind. Man findet sie bei Unter- suchung dünner Schnitte des Sclerenchyms oder durch Auflösung des Kalkes. Es sind Schläuche von verschiedener Weite (von '/jsqo bis Vsooo Zoll Dicke), die die Kanäle der Madreporen ausfüllen, sie bilden grosse Conidien und sehr kleine Zoosporen, beide keimen und treiben weite oder enge Schläuche. Sie dringen in die Masse der Corallen ein, wie D. anzunehmen geneigt ist, dadurch, dass die au der Spitze des Schlauches ausgeschiedene Kohlensäure mit dem Corallenkalk ein lösliches doppelkohlensaures Salü bildet, und durch den Druck, den der wachsende Parasit ausübt. Die Parasiten gehören sämmtlich zu den Saprolegnieen und einer auf Küsten - Coralle (Caryophyllia Smithi) ist identisch mit Sapro- legnia ferax, die anderen Formen sind verschieden. Obwohl es D. für möglich hält, dass sämmtliche dieser Corallen - Parasiten zu einer Species gehören, deren Typus durch die besonderen Einflüsse ihrer Umgebung umgeändert ist, erklärt er es doch für rathsam, sie als Glieder von zwei Species zu betrachten. S. a. unter Schizomycetes und in No. 129, 130, 131, 147, 169-172. L Pilze als Ursache yon Pflanzenkraukheiten. 103. P. Sorauer. Fremde und eigene Beobachtungen auf dem Gebiete der Fflanzenkrank- heiten im Jahre 1875. (Laudwirthschaftliche Jahrbücher, VI. Bd. 1877, II. Supplement- heft S. 159-215.) Zum grössten Theil (S. 168—211} Besprechungen der im Jahre 1875 erschienenen Arbeiten über parasitische Pilze auf Culturpflanzeu. (S. Bot. Jahresber. 1875, 1876, Ref.: Pilze und Pflanzeukrankheiten.) 104. G. Cugini. Sulla vegetazione delle crittogame parassite delle coltivationi. (Annali della Societä agraria di Bologna, Vol. XVI. 1876. Br. in Nuov. Giorn. bot. Ital. 1877, p. 109.) Es werden die Wachsthumsverhältnisse der verschiedenen auf den Culturpflanzen parasitisch lebenden Pilze, speciell Peronospora infcstans, Claviceps purpurea, Puccinia gramüiis, P. straminis, P. prunorum, Uredo glmnanim, U. linearis, U. Bubigo-vera, Ustilago Maydis, Pleospora Oryzae, EMsoctonia medicaginis , Fusarium maculans, F. lageiiarium, Uromyces phaseolorum besprochen. Die Art, wie sich die chlorophylllosen Kryptogamen ernähren, ihr Verhältniss zur Atmosphäre, aus der sie Sauerstoff, aber keinen Stickstoff aufnehmen, und in die sie Kohlensäure abgeben, ihre Wichtigkeit als wirkliche Ursachen der Krankheit, der Nutzen des Schwefeins in Folge des von den Pflanzen aus- gehauchten Wasserstoffes und andere Punkte werden ausführlich besprochen. 105. G. Gibelli. Studii suUa moltiplicazione artificiale delle cryttogame parassiti dei cereali. (Atti della B,. Academia di Scienze, Lottere ed Arti in Modena, Bd. XVIL, S. 9.) Die Schrift besteht aus zwei Theilen. In dem ersten Theile beschäftigt sich der Verf. mit der künstlichen Fortpflanzung der kryptogamischen Parasiten auf Getreide. Wurden Weizeukörner mit Sporen von Tilletia caries und Tilletia laevis besäet, so folgten immer brandige Früchte, durch Besäen der Samenkörner mit Sporen von Ustilago carbo und Sclero- tium clavus wurde keine Infection erzielt. Entsprechende Versuche mit Tilletia laevis auf Seeale und Aegilops ovata gaben negative Erfolge. Desinfection des inficirten Weizens durch schwefelsaures Kupferoxyd gab günstigere Erfolge als die durch Kalkmilch. Infection von Roggensamen durch Pulver des Sclerotium Claviceps ergab durch drei Jahre hindurch keine Infection der Aehre. Dagegen erhielt er positive Ergebnisse, wenn das Sclerotiumpulver auf die Aehren des Roggens gebracht wurde. Bei den Versuchen, die Ascosporen des Claviceps direct fortzupflanzen durch gleichzeitige Aussaat von Roggensamen und Sclerotien, erhielt er rein negative Erfolge. Es bildete sich sehr schöner Claviceps, aber auf den benachbarten Pflanzen wurden keine Sclerotien erzeugt. — Sporen von Ustilago Maydis auf die Samen Botaniüchöi' Jahresbericht V. 7 98 Kryptogamen. — Pilze. und auf die Spelzen der weiblichen Blüthen von Mais übertragen lieferten keine ent- scheidenden Ergebnisse. Im zweiten Theile theilt der Verf. die Entdeckung mit, dass die Ursache der „Mal del fal Ghetto" benannten Krankheit der Maulbeerbäume nichts anderes ist, als Agaricus melleuSy dessen Mycel sich in der reproductiven Zone der Wurzeln in grosser Ueppigkeit entwickelt. In einer früheren Arbeit (Sul Protomyces violaceus Ces. ed sulle lenticelle) hatte Verf. gezeigt, dass die violetten Flecken der Maulbeerbaumwurzcln , in welchen Prof. Cesati die Invasion eines Protomyces violaceus vermuthete, von einer Umformung der Lenticellen und der in ihren Zellen enthaltenen knolligen Substanz herrühren und nichts mit der Ursache der Krankheit zu thun haben. 106. W. G. Farlow. Notes on some common diseases caused by fongi. (Bulletin of the Bussey Institution 1877, p. 106-114, mit 1 Taf.) Sphaeria morbosa kommt , wie wiederholte Untersuchungen bewiesen haben , nicht auf Prunus serotina vor, dagegen wurde sie auf einer neuen Nährpflanze, nämlich auf Prunus maritimus der Uferpflaume aufgefunden. Auch aus Californien wird jetzt das Vorkommen von knotenartigen Auswüchsen an Pflaumenbäumen gemeldet, es ist aber nicht untersucht, ob dieselben von Sph. morbosa herrühren. Knotige Auswüchse an Baumzweigen kommen häufiger vor, sind aber nur selten von Pilzen veranlasst. Solche Auswüchse auf Amygdalus nana und auf Carya- Arten sind von F. untersucht worden, doch wurden keine Pilze darin gefunden. Peronospora viticola ist wiederholt sehr häufig auf einheimischen und cultivirten Reben in den Nordstaaten der Union gefunden worden , doch ist ihre Verbreitung im Süden noch nicht bekannt, auch in Californien ist sie noch nicht beobachtet worden. Die Unter- schiede der Krankheit , welche sie verursacht, gegenüber der, welche von Uncinula spiralis veranlasst ist, wurden genauer ausgeführt. Letztgenannter Pilz kommt auch in den West- staaten vor, F. erhielt ihn aus verschiedenen Orten im Westen und aus Californien. Er giebt von demselben eine ausführliche Beschreibung. Die Mycelfäden sind 0.004 mm dick, die Conidien sind elliptisch und fallen einzeln ab, nachdem sie ausgebildet sind. Die Oidien- form gleicht ganz dem Oidium Tuckeri, vielleicht sind bei diesem die Conidien etwas breiter, doch lässt sich darauf keine Unterscheidung gründen. Die oft erhobene Frage, ob das amerikanische Oidium des Weinstocks mit dem europäischen Oid. Tuclceri identisch sei, lässt sich nicht entscheiden, so lange die Perithecien des letzteren nicht aufgefunden sind. Die Perithecien der Unc. spiralis erscheinen am Ende des Sommers und reifen Ende October, sie haben 0.07—0.12 mm im Durchmesser. Die Anhängsel sind zahlreich, 15—32, gewöhnlich 3—5 mal so lang als der Durchmesser der Perithecien, am Grunde gelbbraun, an der Spitze farblos, an der Spitze eingerollt, manchmal sind sie gabiig getheilt. Die Zahl der Schläuche beträgt gewöhnlich sechs, die der Sporen ebenfalls durchschnittlich sechs. Von anderen, den Culturgewächsen der Ver. Staaten gefährlichen Erysiplie-kvien werden erwähnt: Sphaerotheca pannosa Lev. (Oidium leucoconium) , in Californien auf Pfirsichbäumen und in Jowa auf cultivirten Himbeeren, in Michigan auf Stachelbeeren vorkommend, Podosphaera Kunzei Lev. in Michigan auf Kirschbäumen grossen Schaden verursachend, ErysipJie graminis im letzten Jahre auf Getreide sehr häufig. Die Ansicht F.'s, dass die Krankheit der Orangen, welche von Fumago begleitet wird , weniger durch den Pilz als durch die Insekten , auf deren Ausscheidungen der Pilz lebt , schädlich wird , wird durch eine Mittheiluug Hildebrandt's aus Honolulu bestätigt. F. theilt eine Beobachtung mit, dass Capnodium elongatimi auf den Ausscheidungen einer Blattlaus (Eriosoma) vorkam, welche auf Erlenblättern in Masse auftrat, ja der Pilz wuchs auf den Insekten selbst. Urocystis Cepulae hält jetzt F. für identisch mit der von Passerini bei Parma gefundenen Ur. magica Pass. 107. Th. Taylor. Microscopic observations. (Monthly reports of the Department of agri- culture for the year 1876, Washingt. 1877, S. 48, 105, 413, 4 Taf.) Der Mikroskopiker des Depart. of agric. der Washingtoner Regierung bringt kleine Abbildungen einiger Pilze: PenicilUum glaucum, Aspergillus glaucus, Tilletia caries, Ustilago Pilze als Ursache von Pflanzenkrankheiten. f)9 segetum, z. Th. nach anderen Zeichnungen von Cooke. S, 464, 465 gieht er kurze Mit- theilungen über Peronospora und Erysiphe des Weiustockes und Bemerkungen über die Wirkungen des Seh wef eins. 108. Dr. R. Pirotta. J funghi parassiti dei Vitigni. Milano 1877, 96 S. mit 4 Taf. Beschreibung, z. Th. auch Abbildung der auf den verschiedenen Theilen des Weiu- stockes (Blätter, Stamm, Früchte) bisher aufgefundenen Pilze, deren Zahl über 100 beträgt. Bei der Bearbeitung ist nicht einseitig der Standpunkt des Botanikers innegehalten, sondern die Interessen des Weinbaues und der Landwirthschaft sind besonders berücksichtigt worden. 109. Dr. R. Pirotta. SuU annebbiamento del Grano. Archivio triennale del Laboratorio di botanica crittogamica di Pavia, Bd. IL, S. G.) Als Ursache von krankem, wie es die lombardischen Landleute bezeichnen, von Nebel befallenem Weizen fand P. bei der mikroskopischen Untersuchung an den Blättern der kranken Pflanzen die bekannte Septoria tritici Desm. und einen in die Gattung Phoma zu stellenden Pilz, in den Aehren zwischen Spelzen und Spindel ein röthliches Fusarium, dessen Mycel in den Samen eindringt. 110. Schnetzler. Observations faites sur ane maladie de la vigne connue vnlgairement sous le nom de „Blanc". (Compt. rend. h. d. s. de l'Academie des sciences 1877, Bd. 84, S. 1141-1173.) In vielen Theilen der Schweiz, Frankreichs und Deutschlands ist neuerdings eine ver- heerende Krankheit des Weinstockes beobachtet worden, bei welcher ein Pilzmycel alle unter- irdischen Theile der Rebe angreift, während die oberirdischen Theile welken und absterben. — Sehn, fand diese Krankheit im Jahre 1877 an Pteben von Sion und CuUy (Vadland). In allen kranken, mehr oder weniger angegriifenen Wurzeln fand er eine sehr grosse Menge lebender Bacterien. Die eigenthcheu in den Wurzeln wachsenden Pilze bestanden aus dem Mycel von Mucor Penicülium und weissen oder hellbraunen P"'äden, die alle Merkmale einer jRhizomorpTia trugen. Die weissen Hyphen entspringen aus der Rindensubstanz der EJiiso- morplia , dringen in die Wurzeln ein und verbreiten sich in ihnen. Sehn, erklärt sich dafür, dass die EMzomorpha das Mycel eines Agaricus ist, da sie sich der bekannten Eh. des Ag. meMeus ganz gleich verhält. In ihr sieht er die wesentliche Ursache für das Absterben der Weinstöcke, das Penicülium und die Bacterien sieht er als Mittel an, welche die einmal eingeleitete Zersetzung begünstigen. — In CuUy sah Seh. einen dem Ag. melleus gleichenden Pilz am Grunde eines Weinbergspfahles hervorbrechen, von ihm ging eine Ehis. aus, welche einerseits mit dem Pilze, andererseits mit den Wurzeln der Weinstöcke zusammenhing. Auf diese Weise kann die Krankheit mit den Pfählen (besonders solchen von Nadelholz) in die Weinberge gebracht werden. Ferner sah er ganze Pflanzungen von Pfirsichbäumen durch die Ehiz. getödtet werden. Wenn solche kranke Bäume (Pfirsiche, Mandeln, Pflaumen) in Weinbergen wachsen, oder nach ihrem Absterben auch nur die EMz. im Boden zurück- bleibt, kann sie sich von ihnen aus auf die Reben ausbreiten. — Als Mittel zur Bekämpfung der Krankheit schlägt er vor: 1) Aus der Nähe der Rebstöcke alle stark von Pilzen an- gegriffenen Baumstöcke zu entfernen. 2) Bei kranken Stöcken so nahe als möglich an den Wurzeln Schwefelpulver oder Mischung von Theer und Schwefel zuzuführen. 3) Die höl- zernen Weinpfähle entweder durch eiserne zu ersetzen oder vor dem Gebrauch mit Eisen- vitriol zu durchtränken oder stark zu theeren. 4) Einige Zeit hindurch ausschliesslich mineralischen oder doch Mischung von mineralischem und Stalldünger zu benützen. 4) Den Wasserabfluss zu erleichtern. 6) Anpflanzungen von Pfirsich-, Pflaumen-, Mandelbäumen u. s. w. in den Weinbergen zu vermeiden. 7) Jeden Rest von alten Pfählen, Baumwurzelu u. ähnl. zu entfernen. 8) Ein zu dichtes Pflanzen der Reben zu vermeiden. 111. Pfau-Schellenberg (Verhandlungen der Schweizerischen Naturforschenden Gesellschaft in Basel 1877, S. 66) berichtet über eine Rebenkrankheit, die im Kanton Thurgau „Brächi" (Brachmonats- krankheit), in anderen Theilen der Schweiz, dem Grossh. Baden, Oesterreich „Rebentod" genannt wird. An den unterirdischen Theilen der erkrankten Weinstöcke wurde ein eigen- tbümliches Pilzmycel aufgefunden. 7* 100 Kryptogamen. — Pilze. 112. Bertoloni. Di ana Crittogama causa di morte delle plante nel Bolognese. (Giomale d'agricultura, industria e comercia del regno d'Italia, 1877, Bd. IV.) Der Verf. hat auf den Wurzeln sehr verschiedener Pflanzen: Ficus carica, Juglans, Prunus, Plumiago, Rosa, Bhainus alaternus, Corylus Colurna etc., welche in der Um- gegend von Bologna an einer mehr oder weniger rapiden und geheimuissvollen Krankheit zu Grunde gingen, ein weisses Mycel gefunden, welches in Rinde und Holz eindrang. Verf. hält dieses Mycel für die Ursache des Absterbens der Pflanzen, weiss aber nicht zu welchem Pilze es gehört. Aus dem Umstände, dass aus einem, mit dem Mycel behafteten Corylus Colurna L. ein Boletus lucidus hervorwuchs, schliesst er, dass wenigstens in diesem Falle das Mycel zu diesem Pilze gehörte. 113. Baron de Morognes. La maladie du rond. (Revue des eaux et forets 1877, S 186— 192.) Die Seekiefer (Pinus pinaster Lamb.) wird in Süd-Frankreich von einer Krankheit ergriffen, welche maladie du rond (Ringseuche) genannt wird, weil sie sich von einzelnen kranken Bäumen centrifugal, wenn auch nicht immer genau kreisförmig, auf grössere Bestände verbreitet und bedeutenden Schaden anrichtet. M. glaubt die Ursache in einer besonderen Bodenbeschaffenheit suchen zu müssen. In ihrer Verbreitung gleicht die Krankheit ganz der, welche in N.-Frankreich und Deutschland Pinus silvestris ergreift und die von R. Hartig dem Einfluss von Trametes radiciperda zugeschrieben wird. Arbois de Jubainvill hat in den Waldungen von Vincennes bei dieser Krankheit ebenfalls das Mycel von Trametes S. an den Kiefernwurzeln .gefunden, bei der m. d. rond von Pinus pinaster hat sich bei der mikrosk. Untersuchung an den Wurzeln kein Mycel ergeben. M. ist der Ansicht, dass der Pilz bei dem Absterben von P. silvestris ebenfalls nur secundär auf den kranken oder todten Wurzeln auftritt. 114. D'Arbois de Jubainville. La maladie du rond. (Daselbst S. 295-296.) A. glaubt, dass die Uebertragung des Trametes radiciperela von Wurzel zu Wurzel nachgewiesen sei. Die Verbreitung im Radius schliesst die Bodenbeschaffenheit als Ursache der Krankheit aus. Die Pilze ergreifen nicht nur kranke Bäume, Efiizomorpha fragilis des Agar, melleus hat A. in dem Walde von St. Amand in ganz gesunde Buchenwurzeln einwandern sehen. Es werden Beispiele anderer gefährlicher Pilzkrankheiten an Wald- bäumen angeführt, welche A. beobachtete, z. B. solche durch Aeeidium pini an Pinus maritima in der Vendee, wo 3107 Hectaren durch diesen Pilz vernichtet wurden, von Ehytisma acerinum, Caeoma larieis, C. pinitorqiium, Bhizoctonia qiiercina, Peronospora fagi. Bei BMz. fragilis beobachete A., dass diese die gesunde Rinde der Eichen nicht zu durchbohren vermochte, dass sie aber durch Wunden eindringen kann. Ebenso ergreift sie häufig die canadische Pappel, indem sie durch die Löcher eintritt, welche die Sesia craboni- formis gefressen. Auch Ehisoctonia quercina scheint nur durch feine Wunden in Eichen - wurzeln einzudringen. 115. M. C. Cooke. Fungoid diseases of forest trees. (Aus Indian forester April 1877 in: Gardener's Chrouicle 1877, Bd. VIII. S. 178, 179.) C. unterscheidet Pilze, welche Krankheiten der Waldbäume verursachen, in Wurzel- pilze, Endophyten und Epiphyten. Um die schädliche Wirkung der ersteren zu beweisen, wird eine grössere Zahl von Beispielen aus früheren Jahrgängen von Gard. Chronicle mitgetheilt, in denen Bäume durch im Boden enthaltene Mycelieu getödtet oder in ihrem Wachsthum beeinträchtigt wurden. Die Gefahr für junge Pflanzungen auf Waldlaud, in dem sich noch Stöcke solcher Bäume befinden, wird hervorgehoben. Als Beispiele von Endophyten werden Podisoma und Peridermium, als Epiphyten: Erisyphe, Capnodium, Asterina, Meliola aufgeführt. 116. Derselbe. Juniper Fungi. (Indian Forester, July 1877.) 117. Derselbe. The rose and its ennemies. Fungi. (Gardener's Chronicle 1877, Bd. VIII. Suppl., S. VII. VIII. fig. 5.) Als feindliche Pilze der cultivirten Rosen sind erwähnt und kurz beschrieben: Phragmidium mucronatum (hierh. fig. 5), Spliaerotheca pannosa, Peronospora sparsa (von Berkeley 1862 auf Topfrosen in einem Gewächshause gefunden, wie es scheint, seit dem nicht mehr beobachtet), Dothidea rosae, Asteroma rosae, Septoria rosarum. Pilze als Ursache von Pflänzenkrankheiten. 101 118 Lessons of the potatoe disease. (Gardener's Chronicle 1877, Bd. VIII, p. 391, 392.) Die früher oft gehegte Annahme, dass es Kartoffelvarietäten gehen möchte, welche von der Peronospora infestans nicht angegriffen würden, ist nach des Verf. Ansicht durch die bisherigen Erfahrungen widerlegt; ebenso gieht es weder ein Mittel, noch eine Cultur- methode, durch welche die Krankheit beseitigt werden könne. Eiuen Hauptgrund dafür, dass sich die Krankheit seit 1844 jetzt so weit verbreitet und so grossen Schaden angerichtet hat, sieht der Verf. in der Verbreitung der Cultur aus den Gärten auf grosse Territorien, wodurch das Umsichgreifen des Pilzes befördert wird, ferner in der reichlichen Düngung und der Cultur grossknolliger Varietäten, weil diese durch ihren grossen Wassergehalt leichter von dem Pilze angegriffen werden und, wie er annimmt, zu Erkrankungen neigen. Als einen weiteren Fingerzeig weist er darauf hin, dass der Pilz erst im Juni auftritt und nach August keinen grossen Schaden mehr anrichtet. Es wird demgemäss vorgeschlagen, man solle früh- reifende Varietäten zu ziehen suchen, deren Knollen geerntet werden können ehe sich die Krankheit ausbreitet, gleichzeitig könne man auch noch eine andere Varietät ziehen, die im August gepflanzt würde und im October reife. Ferner soll man die grossknolligen Formen aufgeben und kleinknollige Formen, und zwar in magerem Boden und bei schwacher Düngung cultiviren. 119. W. G. Smith. Potatoe disease. (Gardener's Chronicle 1877, VII. Bd., p. 18.) Derselbe. Potatoes at Chiswick. (Das, S. 39.) S. berichtet sehr ausführlich über den Stand der Kartoffelkrankheit, die im Juni 1877 in Chiswick wieder ausgebrochen ist (der Stelle, wo er die von ihm als Oosporen der Porono- spora infestans angesehenen Gebilde fand). Er erklärt, dass sich Oosporen und Antheridien in den Knollen und Stengeln wieder gefunden haben. In Gard. chron. das. S. 50 wird die Anwesenheit dieser Organe in den betreffenden Pflanzen (von ungenannter Seite) bestätigt. 120. Derselbe. The origin of the potatoe disease. (Gardener's Chronicle 1877, V. n. p. 400.) Die bei dem ersten allgemeineren Auftreten der Kartoffelkrankheit von Landwirthen häufig geäusserte Ansicht, die Krankheit sei durch die starke Einfuhr von Guano in den Vierziger Jahren eingeschleppt worden, erscheint jetzt Sm. wieder wahrscheinlich. Gründe für diese Annahme findet er besonders in der Lage der Guano-Inseln in der Nähe des Vater- landes der Kartoffeln, ferner in dem Umstände, dass der Pilz viele in Chili einheimische Pflanzen bewohnt, ferner in den climatischen Verhältnissen der betreffenden luseln, die der Eutwickelung dieses Pilzes günstig sind. 121. P. Sorauer, Nichtkeimende Weizensaat. (Wiener landwirth. Zeitung 1876, No. 48.) Bei Umackerung eines Feldes im Frühjahr 1876 fand ein Landwirth in Mecklenburg eine Anzahl Weizenkörner, welche nicht gekeimt, aber eine bedeutende Grösse angenommen hatten. S. untersuchte dieselben. Sie waren von birnförmiger Gestalt, •V,— 1*/* cm lang, 5—8 mm breit. Die Ursache der Missbildung wurde in einem Pilzmycel gefunden, welches sich in Form von dicken, reich verzweigten Mycelfäden an denjenigen Stellen vorfand, wo die Fruchtschale sich vom Korne nicht ablösen liess , sondern mit demselben eine feste, gleichmässige, etwas dunkle Masse bildete. Das Pilzmycel veranlasste, wie S. annimmt, durch den localen Keiz eine Wucherung der Fruchtschale. Schliesslich spricht S. die Vermuthung aus, dass das, die Deformation der Weizenkörner verursachende Pilzmycel eine frühe Eiit- wickelungsstufe des Mutterkornpilzes (Splmecelia segetumj sei. 122. M. W. Harkness (S. Francisco Microscopical Society, 5. April 1877) berichtet über eine Erysiphe, welche in Californien auf Weizen auftrat und die er für verschieden von E. graminis DC. hält. Er beobachtete bei derselben auch kugelige Pycniden von dunkelbrauner Farbe mit eiförmigen Stylosporen, welche an der europäischen Form von E. graminis noch nicht bemerkt worden sind. ' Cooke, welcher ein Exemplar dieser Erysiphe untersuchte, erklärt sie für nicht verschieden von E. graminis DC. Der Pilz hat sich schon über vier Grafschaften verbreitet und mehrere Weizensaaten ganz zerstört. (Grevillea Bd. 5, 1877, S. 154, Gardener's Chronicle 1877, Bd. VII, S. 595.) 102 Kryptogameu. — Pilze. 123. J. Duplessls. Snr nn mode de transmission de la maladie de l'ergot. (Compt. rend. h. d. s. de l'Academie des sciences 1877, Bd. 85, p. 517, 218.) Wiuterweizen aus ausgelesenen Körnern gezogen, auf einem Felde, wo das Jahr vorher ebenfalls ausgelesene Aussaat, zwei Jahre vorher Klee gestanden, war ausschliesslich auf einer beschränkten Stelle eines grossen Ackerstückes so stark von Mutterkorn befallen, dass ein Viertel der Aeliren von der Krankheit ergriffen waren. D. schliesst daraus, dass hier das Mutterkorn durch ein anderes Mittel als die Aussaat eingebracht worden sei und glaubt die Ursache darin zu finden , dass die Loire , welche im Frühjahr den Acker über- schwemmt hatte, das Mutterkorn mit sich geführt habe. 124. B. Borggreve. Untersuchungsergebnisse betreffend die forstliche Bedeutung zweier Coniferen-Rostpilze. (Chrysomyxa Abietis üng. und Peridermium Pini Pers.) (Forstl. Blätter 1877, S. 10- 18.) B. vertritt die Ansicht, dass der schädliche Einfluss der parasitischen Pilze an den Stämmen und an den Blättern der Waldbäume bedeutend überschätzt wird. Um dies für den Fichtennadelrost und den Kiefernblasenrost (Peridermium Pini f. acicola u. corticolaj nach- zuweisen, hatte er sich im Jahre 1870 eine Anzahl junger Bäume, welche von diesen Pilzen befallen waren (und zur ControUe unbefallene Bäume), bezeichnet und sie sowie ihre Umgebung in den folgenden zwei bis drei Jahren weiter beobachtet. Die Bemerkungen, welche er dabei machte, werden ausführlich mitgetheilt. Das Ergebniss bei dem Kiefernadelrost war, dass die Nachbarstämme der kranken Bäume selbst die in unmittelbarster Nähe und innigster Berührung stark inficirter befindlichen, Jahre lang völlig rostfrei bleiben, und der Grad der Infection an demselben Stamme in einzelnen Jahren stärker, in anderen geringer ist, wobei aber die früher stark inficirt gewesenen Stämme in (auf rostfreie folgenden) Rostjahren wenigstens häufig auch wieder eine stärkere Infection zeigen. B. schliesst hieraus auf eine Prädisposition einzelner Baumindividuen für die Aufnahme und Entwickelung des Rostpilzes und glaubt, dass eine directe Infection gesunder Stämme nicht zu fürchten ist. Ein- und zweijähriger starker Befall hatte keinen irgendwie nachweislichen Einfluss auf Verminderung der Trieblänge und folglich des Zuwachses. — Auch für die Einwanderung des Kiefern- blasenrostes glaubt B. eine bestimmte Empfänglichkeit einzelner Baumindividuen annehmen zu müssen und Ansteckung gesunder Stämme oder gar Bestaudesparthien durch benachbarte Rostkranke nicht fürchten zu dürfen. Nur an stark und völlig rundum besetzten Aesten und Wipfeln stirbt der oberhalb der Angriffsstelle befindliche Theil, jedoch frühestens nach zwei Jahren wohl in der Regel ab, eine zunächst einseitig auftretende Pilzentwickelung bleibt in der Regel, wenn nicht immer, einseitig, und für Leben und Zuwachs des betreffenden Baum- theils, soweit derselbe noch jung und wuchskräftig, direct wenigstens eben so unschädlich wie jede andere einseitige, nicht die grössere Hälfte der Peripherie treffende Rindenverletzung, z. B. einseitige Schälung der Kiefern durch Rothwild. In vielen (vielleicht den meisten) Fällen verliert sie sich in zwei Jahren wieder vollständig. B. hält es für wahrscheinlich, dass das Mycelium des Pilzes zweijährig ist. 125. Grunert. Der Wurzeltödter der Eichen. (Forstl. Blätter 1877, S. 93.) Mittheilung, dass der Wurzeltödter der Eiche {Rhizoctonia quercina R. Hart ), welcher 1875 im Bezirk der Oberförsterei Dann reichlich aufgetreten war, 1876 nicht wieder erschienen ist, so dass also die sofortige Ausgrabung und Vernichtung der im Jahre 1875 befallenen Pflanzen der Verbreitung des Pilzes Einhalt gethan zu haben scheint, 126. Ed. Prillieux. Sur les tavelures et les crevasses des poires. (Compt. rend. h. d. s. de l'Academie des sciences 1877, Bd. 85, S. 910-912.) Die Birnen werden schon in den Gärten häufig von schwarzen Flecken befallen, entwickeln sich ungleich und bekommen Risse. Diese Flecken nennen die Gärtner in der Umgegend von Paris : Sprenkelungen (tavelure) , die gefleckten Birnen : gesprenkelte Birnen (poires tavelees). Einzelne Birnensorten, z. B. besonders eine Doyenne d'hiver genannte, leiden unter den Flecken weit mehr als andere. — Die Flecken , welche immer den Rissen vorhergehen, werden durch einen parasitischen Pilz veranlasst, dessen Mycel sich in den oberflächlichen Schichten der Schale verbreitet und diese tödtet, wodurch die Spalten ent- stehen. Der Pilz ist Vladosporium dendriticum Wallr., er findet sich auch auf den Zweigen Pilze als Ursache von Pflanzenkrankheiten. IQy und veranlasst hier ähnliche Flecken. Dieses Vorkommen erklärt es auch, warum an einzelnen Bäumen jedes Jahr gesprenkelte Birnen gebildet werden , es geht daraus auch hervor, dass die Krankheit auch durch Pfropfreiser verbreitet werden kann. 127. Lachner. Die Ringelkrankheit der Hyacinthe. (Monatsschr. des Vereins für Beförde- rung des Gartenbaues.) Anknüpfend an Bemerkungen Dr. Wittmack's über die Krankheiten der Hyacinthe sprach L, seinen Zweifel über Sorauer's Ansicht aus, dass die Ringelkrankheit der Hyacinthe durch Penicillium glaucum erzeugt werde, dieser Pilz überziehe oft die Zwiebeln, ohne dass dieselben Schaden litten, oft dringe er in verletzte Stellen ein und erzeuge nur ganz locale Fäulniss. Bouche bestätigt diese Ansicht. 128 The royal gardens Kew. CofiFee disease. (Gardener's Chronicle 1877, Bd. VHI, S. 107, 140-142.) Die Krankheiten des Kaffeebaumes auf Ceylon und O.-Indien, die die dortigen Pflan- zungen immer mehr bedrohen, sind der Gegenstand fortgesetzter Untersuchungen gewesen. Thwaites hat sich bemüht, die jetzige Verbreitung der einzelnen Krankheiten durch Anfragen nach allen Gegenden, wo Kaffee gebaut wird, festzustellen. Es scheint aus den Antworten hervorzugehen, dass die durch HemiUia vastatrix verursachte Erkrankung auf Ceylon und den südlichen Theil von Ö.-Indien beschränkt ist. G. A. Cruwell fand, dass in Liberia die Blätter des Kaffeebaumes an einer Krankheit leiden , die er der Hemüeia zuschrieb ; auf Proben, die er nach Kew einsandte und die von Berkeley untersucht wurden, wurde indess dieser Pilz nicht gefunden. Man hat im Gegentheile geglaubt, der Liberiakaffee würde gar nicht von ihm angegriffen, und hat daher diese Pflanze in Ceylon in die Kaffeeplantagen eingeführt, sie haben den Hoffnungen nicht ganz entsprochen, indem die Hemüeia auf den Liberiakaffee übergegangen ist, doch scheinen die Blätter desselben weniger durch den Pilz zu leiden als die bisher cultivirte Pflanze. — Eine zweite Pilzkrankbeit des Kaffeebaumes ist die, welche durch PeUicularia koleroga Cooke (s. Bot. Jahresber. 1876, S. 126) veranlasst wird. Auch andere Krankheiten werden Pilzen zugeschrieben, doch mit sehr unbestimmten Aus- drücken. In Jamaica soll 1864 eine Krankheit aufgetreten sein, in welcher die Blätter mit einer weissen gallertartigen Substanz überzogen waren, vielleicht war hier ein ähnlicher Pilz, wie bei der Kole-roga, im Spiele. — Als Krebs wird eine in Natal auftretende Rinden- kraukheit beschrieben, wo ein blauer Schimmel anfangs die äussere Rinde eines kleinen Zweiges angreift und sich nach unten über den ganzen Stamm fortsetzt, den er in wenigen Monaten vollständig tödtet, so dass sich der angegriffene Stamm nicht mehr erholt. In Java werden die Stämme von einem Pilze ergriffen, der ihnen ein weisses Ansehen giebt und alle höher liegenden Theile tödtet. Die durch Thiere veranlassten Krankheiten sind hier nicht zu besprechen. S. a. No. 56, 57, 154, 152-154, 156, 157, 159-168, 173-185, 200, 204, 207-210, 214. 215, 219, 219 a., 221, 225, 226, 231, 232-240, 242-244. 5. Essbare, ökonomisch wichtige Pilze. — Pilzausstellungeii u. s. w. ConserTirung der Pilze u. s. w. 129. Th. Husemann. Zur Kenntniss der essbaren und giftigen Pilze. (Pharmazeutisches Handelsblatt 1877, No. 80 u. ff.) H. betont besonders den hohen Nährwerth der Pilze und macht darauf auf- merksam, dass derselbe durch Bereitung eines haltbaren Pilzextractes, der dem Liebig'scheu Fleischextracte ganz gleichwerthig an die Seite gestellt werden könnte, leicht und nutz- bringend ausgenutzt werden könnte. Ein derartiges Product ist der in England so geschätzte Ketchup, zu diesem, der besonders zu Saucen oder sonst zur Verbesserung des Geschmackes benützt wird, werden besonders aromatische Pilzarteu verwendet, zu einem Ersatz des Fleischextractes an Suppen eignen sich aber vor Allen die des eigenthiimlichen Pilzaromas entbehrenden Pilze, zu denen namentlich die so häufigen und in Mengen vorkommenden Boletus-Arten gehören. Aus diesen lässt sich ein Präparat gewinnen, welches an Nahrungs- werth dem vielgepriesenen Extractum carnis völlig ebenbürtig ist, zu dessen Herstellung 104 Kryptogamen. — Pilze. das Material völlig unentgeltlich von der Natur dargeboten wird. Für Apotheker, welche in pilzreichen Gegenden leben, dürfte die Fabrikation eines solchen Pilzextracts eine nutz- bringende Beschäftigung sein. Auf diese Weise würde auch die Gefahr, welche durch Ver- wechslung mit giftigen Pilzen entstehen könnte, vermieden werden. — In den ferneren Ab- schnitten werden die essbaren Arten namhaft und darauf aufmerksam gemacht, dass die Boletus -Formen, unter denen fast gar keine giftigen Arten vorkommen, besonders zu Speisepilzen zu empfehlen sind, während die populären Pilzwerke überwiegend Blätterpilze besprechen, von denen doch sehr wenige zur Nahrung dienen können. 130. F. W. Lorinser. Die wichtigsten essbaren, verdächtigen und giftigen Schwämme. Wien 1876. Querfolio, Text in S". VI und 84 S., 12 Tafeln in Farbendruck. Nach dem Ref. in der Oesterr. Bot. Zeitschr. (1877 S. 33) bringt dieses populäre Werk sehr gelungene , naturgetreue Abbildungen der betreffenden Pilze. Der Text ist unter Benützung der neuesten mykologischen Werke , besonders der Hymenomycetes europaei von Fries in leichtverständlicher Weise abgefasst. 131. J. Hohenauer. A rozskör vagy anyarozs. Die Kornkrankheit oder das Mutterkorn. (Termeszet, populäre naturw. Zeitschrift, Budapest 1877, IX. Jahrg., S. 127-131. [Ungarisch.]) Populäre Schilderung des Mutterkorns und der Kornkrankheit. Nach dem Verf. sei der ung. Name des Claviceps: Krähennagel (varjeköröm.) Staub. 132. Report of H. M. Consul in Japan 1875. Mushrooms in Japan. (Grevillea 1877. Bd. 5. S. 103-105.) Die Ausfuhr von Pilzen aus Japan wurde im Jahre 1875 auf 52.124. im Jahre 1874 auf 61.656, im Jahre 1873 auf 34.170 Dollar geschätzt. — Die am meisten beliebte Art essbarer Pilze wird „matsu-take" genannt, sie lässt sich nicht trocknen und wird nicht versandt, eine eben so hoch geschätzte Art heisst „shü-take", er gewinnt durch das Trocknen ein feineres Arom und kommt daher viel in den Handel. Der Pilz (nach Untersuchung Berkeley's wahrscheinlich eine ArniiUaria-S])ec\es) kommt wild auf faulenden Wurzeln und Stämmen des Shü-Baumes vor, er wird aber vielfach künstlich gezüchtet. Besonders sind es einzelne Provinzen (Yamato, Isi, Mikawa, Jotomi, Saruga, Kai, Idza, Hitacki, Mutsa und Dewa, Swano und Hida, Kuu. Sewo), wo diese Cultur betrieben wird und woher fast alle Pilze kommen. Der Shü-Baum ist eine immergrüne Eiche, zur Pilz -Cultur werden die Stämmchen dieses Baumes und anderer Eichenarten (Rashiwa, donguri) in Klötze von 4 bis 5 Fuss Länge gespalten, mit Einschnitten versehen und dann in einem Walde eingepflanzt, wo man sie der Verwitterung aussetzt. Nach 3 Jahren brechen aus ihnen die Pilze hervor. Man befördert nun die Ertragfähigkeit, indem man die Klötze die Nächte über in Wasser legt und sie dann mit einem Hammer weich klopft, hierauf stellt man sie wieder auf und nach 2 bis 3 Tagen brechen neue Pilze hervor. In einigen Gegenden werden die Klötze sofort ganz in die Erde vergraben, nach einem Jahre herausgenommen und geklopft. — Die Methode des Trocknens der Pilze ist sehr ausgebildet und wird mit grosser Sorgfalt ausgeführt. Ein anderer essbarer Pilz wird Rikurage genannt , er wächst auf Maulbeerbäumen, Weiden und andern Bäumen, er ist klein und zart, von bräunlicher Farbe, getrocknet fast schwarz, sein Geschmack etwas fade. Der Iwa-take wächst auf Felsen in Menge. — Der So-take findet sich an abschüssigen Klippen und wird daher selten gesammelt. — Der Kawa-take, ein trichterförmiger Pilz, mit hohlem Stengel, kommt auf schattigem Moorland vor. 133. W. G. Smith. True and false mushrooms. (Gardeners chronicle 1877. Bd. VIII. S. 519-521, fig. 100-105, mit 1 Tafel.) Auf einer von Sm. entworfenen Tafel in Buntdruck, welche als künstlerische Beilage in G. Chr. gegeben wird, sind Agarictcs campestris und die Pilze, welche bei oberflächlicher Betrachtung mit ihm verwechselt werden können {Ag. arvensis, Ag. crustuliniformis, Ag. fastibüis, Ag. cervinus, Ag. velutinus, Ag. lacrymabundus , welche Sm. oft statt ächter Champignons hat sammeln sehen), zu einem gefälligen Gruppenbilde zusammengestellt. In dem Texte giebt Sm. die Unterschiede dieser Pilze an, durch 5 Durchschnitte erläutert, und Essbare,ökünomisch wichtige Pilze. Pilzausstellungen. Conservirung der Pilze u. s.w. 105 fügt einige Bemerkungen hinzu. Äg. cervinus wird für gefährlich erklärt, „wie alle roth sporigen Agurici". 134 An Mushroom bed. (Gardener's Chronicle 1877. Bd. VII. S. 115.) Mittheilung der Methode, nach welcher die Champignonzucht in einem Gewächsliause mit ausgezeichnetem Erfolge betrieben worden ist. Sie unterscheidet sich nicht wesentlich von der gewöhnlichen Weise (s, z.B. Bot. Jahresher. 1876, S. 127). Die Beete werden aus Stalldünger mit etwas Strassenkehricht gemengt angelegt. Schon am nächsten Tage wird das Mycel in 3 bis 4 Zoll tiefe Löcher gepflanzt, dann die gewöhnliche Bedeckung mit Erde vorgenommen. Die Temperatur des Hauses wird 3 Wochen lang auf 90 Grad , dann zwischen 65 und 70, zuletzt auf 55 Grad F. regulirt. Am 23. Nov. fand das Stecken des Mycels statt, eine Woche nach Weihnachten erfolgte die erste Ernte. 2 Monate wenigstens ist auf reichlichen Ertrag zu rechnen. W. C. (das. S. 215) hält die Temperatur von 90 Grad für viel zu hoch für Ch.-Cultur. Eine constante Wärme von 58 Grad soll zu bester Entwicklung genügen. — J. W. F. (das. S. 409) giebt ähnliche Culturmethoden bei niedriger Temperatur an. 134 a. Mashroom bed. (Gardener's Chronicle 1877, Bd. VIII., S. 113.) Courcier bemerkt auf der Gartenbauges. v. Frankr., dass Düngung der Champignon- beete mit Salpeter den Ertrag erhöhe und grosse Exemplare bis 8 Zoll Durchmesser erzeuge- 135. F. König. Der Weinkahn und seine Zerstörung. (Der Weinbau. Organ des deutschen Weinbauvereines 1877, S. 184, 185.) Der Kahnpilz des Weines, auch Kahm oder Kühnen genannt [Saccliaromyces My coder ma liees) wird von K. zu den Verwesungspilzen gerechnet, welche im Gegensatz zu den Fäulniss- und Gährungspilzen den beständigen Zutritt von Luft nöthig haben und die organische Substanz langsam verbrennen. Der Schaden, den der Pilz dem Weine zufügt, ist ein allmählich fortschreitender; der Wein nimmt zwar keinen besonderen fremdartigen Geschmack an, wird aber in seinem Geschmack immer matter, indem besonders der Alkohol, aber auch Weinsäure und andere Bestandtheile durch den Pilz verzehrt werden. Gleich- zeitig wird dadurch die Haltbarkeit des Weines verringert. — Das beste Mittel zur Ver- tilgung des Kahmpilzes ist, das Fass spundvoll zu halten, ferner ist bekannt das Schwefeln, sodann das von Kessler angegebene Verfahren, mit Salicylsäure imprägnirte Hölzchen auf der Oberfläche des Weines schwimmen zu lassen. K. schlägt für denselben Zweck die Anwendung heisser Wasserdämpfe vor, die man über die Oberfläche der kahmhaltigen Flüssigkeit streichen lässt. Er beschreibt einen Apparat, welcher die bequeme Handhabung dieses Verfahrens gestattet. Versuche, die er gemeinschaftlich mit A. Mona in der Oenologischen Versuchsstation in Goerz angestellt hat, haben die sichere Wirkung des Verfahrens dargethan. 136. Thausig. Die Schimmelpilze und deren Nachtheile in den Bierbrauereien. (Der Weinbau 1877, S. 254.) In den Malzkellern bildet sich sehr leicht Schimmel, besonders von den keimunfähig gewordenen Unkrautsamen und den verletzten Gerstenkörnern aus. Der Schimmel auf den Körnern schadet, indem er die Verwesung fördert und so Verluste au nützlichen Bestandt heilen herheiführt, weiter aber auch durch Verunreinigung des Grünmalzes, dem er einen unangenehmen Geschmack verleiht, wodurch in der Folge auch der Geschmack des Bieres leidet. Reinhaltung des verwendeten Materials, gute Ventilation der Malzkeller, grosse Reinlichkeit in den Gähr- und Lagerkellern, deren Wände u. s. w. öfters mit Kalk- milch zu streichen sind, Entwicklung von schwefliger Säure, werden als Mittel gegen den Schimmel empfohlen. Salicylsäure erwies sich in den von Th. angestellten Versuchen als nicht geeignet, das Schimmeln des Grüumalzes vollständig zu verhüten. 137. M. Kellner. Vertilgung des Hausschwammes. (Verhandl. des naturforsch. Vereins in Brunn 1877, Sitzungsber. S, 39.) K. macht bekannt, dass er in seinem Badhause Petroleum gegen den Hausschwamm mit gutem Erfolge angewendet habe. Auch von anderer Seite wird diese Wirkung bestätigt. 138. A. Magnin. Note sur l'habit anormal d'un Coprin. (Bullet, de la soc. bot. de France 1877, p. 342-344.) In einem Hospital von Lyon hatte sich auf einem Gypsverbande ein Büschel von lOß Kryptogamen. — Pilze. Pilzen entwickelt. Sie wuchsen aus den Fenstern des Verbandes heraus, entfalteten sich aber nur unvollständig. Einer wurde von M. weiter cultivirt, er entwickelte sich vollständig und zerfloss zuletzt. M. erkannte in ihm einen Cofrinus, und zwar, wie er glaubt, G. fimetarius, oder wie Cooke und Quelet aus der Zeichnung vermuthen, C. rapidus. Der Pilz wuchs direct aus der von Eiter durchfeuchteten Baumwolle heraus und hatte sich vielleicht aus Sporen, die in dieser enthalten waren, entwickelt. Die Anwendung von übermangansaurem Kali hatte sein Wachsthum nicht gehindert. 139. J. A. Clarke. CoUection and Identification of Fungi. (Natural Hist. Journ., Oct. 1877.) Nicht gesehen. 140. A. Lister. How to preserve the spores of Agarici and Polypori. (The joumal of botany. Vol. VI 1877, p. 369.) Der Hut wird vom Stiel getrennt, dann mit dem Hymenium nach unten auf Lösch- papier gelegt, mit einer Glocke bedeckt, eine Nacht liegen gelassen, worauf die Sporen auf dem Papier ausgestreut sind. Hierauf wird die Rückseite des Papiers mit dünner Gummi- lösung bestrichen. Wenn dies getrocknet und dadurch die Sporen leicht fixirt sind, wird die Sporenlage mit Collodium überzogen. So behalten sie jahrelang ihre Farbe. 141. W. G. Smith. The fungus meeting at Hereford. (Gardener's chronicle 1877, Bd. VIH, p. 469-471.) Die 10. Versammlung des Woolhope Club fand in der Woche vom 1. bis 6. October 1877 zu Hereford Statt. Die Versammlung war sehr besucht, auch von mehreren namhaften Mycologen aus Frankreich. Excursionen in die Umgegend und gesellige Zusammenkünfte füllten die Zeit aus. Vorträge wurden gehalten ^ron Cornu über Änthracnose, W. G. Smith über Peronosporites , Vize über Puccinia Conii, Cooke über Myxomyceten, Phillips über Pezizen. — S. berichtet ausführlich über den Verlauf der Versammlung und über die auf den Excursionen gefundenen Pilze. 141a. De Seynes. Rapport sur le congres mycologique d'Herfort. (Bull, de la Soc. bot. de France 1877, p. 338—341.) De S., welcher der Versammlung zu Herford beiwohnte, gibt eine Beschreibung der während derselben gemachten Excursionen und ein Verzeichniss der dabei gesammelten Pilze. — Letzteres wird durch Cooke (d. p. 341), vervollständigt. 142. Societe botanique de France. Session mycologique. (Bull, de la Soc. bot. de France 1877, p. 293-357, Taf. IV- VL) Wie schon 1876 (s. Bot. Jahresber. 1876, S. 124), so hielt auch im Jahre 1877 die Soc. bot. de France eine Mykologische Sitzung in der Zeit vom 20. bis 26. October ab, die von den namhaftesten Mykologen aus Frankreich, in kleinerer Zahl auch aus England, und vielen Gästen besucht wurde. Am 21. und 22. Oct. fand eine Pilzausstellung statt, die von vielen Theilen Frankreichs beschickt war, aber der der Pilzentwicklung ungünstigen Witterung wegen nur spärlich. Aufsehen erregte hierbei eine zierliche Sammlung Mycelien von Condamy und wohlerhaltene Exemplare der Bcdtarea Guicciardiana, von dem Entdecker des seltenen Pilzes, Bargellini in Florenz, eingesandt. Vorträge wurden gehalten von Boudier, Cooke, Quelet, de Seynes, Magnin. Excursionen wurden unternommen nach St. Germain, Villers-Cotterets, Montmorency und Fontainebleau. 142a. In GreviUea 1877, Bd. VI., S. 61-65 wird von einem englischen Theilnehmer über diesen Congress, besonders über die Excursionen berichtet. Einige neue Pilze, welche dabei gefunden wurden, werden beschrieben. S. a. No. 32, 56, 66, 69, 78, 82, 83, 86-88. IV. Myxomycetes. 143. M. Woronin. Flasmodiophora brassicae. Organismus, welcher bei Kohlpflanzen die unter den Namen Kila (Kropf) bekannte Krankheit verursacht. ~ St. Petersburg 1877. 4». 24 Seiten, mit 6 Tafeln Abbildungen. [Russisch.] Batalin. 144. Fr. Hazslinszky. Ein neuer Myxogasteren-Typus. (Oest. bot. Zeitschr. 1877, S. 83-85.) Bei Durchsicht der Ungarischen Myxomyceten fand H. 5 neue Formen, deren Myxomycetes. Phycomycetes. 107 Beschreibung er giebt (s. neue Arten). Eine derselben, Ophiuriäium dissiliens, stellt einen ganz neuen Myxogasteren -Typus dar, ein Verbindungsglied zwischen den placogasteren und angiogasteren Mycetozoen. Die Myxogasteren lassen sich durch das Hinzutreten dieses Typus in eine Reihe von Gruppen theilen nach folgendem Schema: 1. Die Sporen entwickeln sich an der Oberfläche eines geformten Stroma's Exospore M. 2. Die Sporen entwickeln sich in Peridien Endospore M. 3. 2. Die Sporen entwickeln sich einzeln an den Astenden eines strauchartigen Stroma's Myceloidische M. {Ceratium hydnoides.) Die Sporen entwickeln sich gesellschaftlich auf der Oberfläche eines wabenartigen Stroma's Hyraenoidische M. Hierher Famintzinia porioides (Alb. et Schw.). 3. Die Sp. entwickeln sich in vollkommen geschlossenen Peridiolen Angiogastere M. 5. Die Sporen entwickeln sich in communicireuden Peridiolen . Placogastere M. 4. 4. Die Peridiolen bleiben für immer verbunden Äethaliaceen. Die Peridiolen trennen sich bei der Keife Ophiuridiaeeen. 5. Die Peridiolen bleiben für immer verbunden Tubulinaceae. Die Peridiolen sind entweder ursprünglich oder endlich frei . Sphaerocarpeae. S. a. No. 4, 30, 45, 67, 72. V. Phycomycetes. 1. Cliytridiaceae. 145. E. P. Wright. On a Species of Rhizophydium parasitic on species of Ectocarpas, with notes on the fructification of the Ectocarpi. (Transact. Roy. Irish Acad., Vol. XXVI., 12. Febr. 1877, p. 15-26, Taf. HI.) Nach Aufführung der bisher noch wenig zahlreichen Fälle, wo Chytridieen in Meeresalgen gefunden wurden [Chytridium Polysiphoniae Cohn, Ch. (PUycüdium) plumulae (Cohn) auf Antithamnion plumiüa, Olpidmm timefaciens (Magnus) auf Ceramium spiniferum Ktz., Chytridium (Olpidium) Spliacelarum Kny auf Sphacelaria- und Cladostephus-Arten], beschreibt W. ein Bhizophydiutn {Uli. Bicksonii n. sp,, s. neue Arten), welches in grosser Menge auf Ectocarpus gramdosm (Ag.) und Ec. erinitus (Carm.) vorkommt, und dessen Entwickelung er vollständig beobachtet hat. Es ist kaum zweifelhaft, dass Harvey diese Parasiten schon gekannt, aber als besondere „schlauchförmige Früchte" von verschiedenen Ectocarpiis-Arten beschrieben hat. Auch die Fruchtformen, welche Thuret als Oosporangien dieser Algen beschreibt, möchten wohl parasitische Ghytridien gewesen sein. 146. Derselbe. New species of Chytridium parasitic on Ectocarpus pusillus. (Quarterly journ. of microscop. science 1877, p. 302.) Auch an Ectocarpus pusillus hat W. ein Chytridium gefunden, welches von Harvey als eine Fruchtform der Alge angesehen worden war. Die Präparate wurden dem Dubliner mikr. Club vorgelegt. An einzelnen Zweigen warder Parasit so häufig, dass jede zweite Zelle ein Chytridium enthielt. 147. N. Sorokine. Note sur les vegetaux parasites des Anguillulae. (Annales de Sc. nat., VI. Ser. Bot., T. IV. 1876, p. 62-71, Taf. 3.) In einem kleinen Gefässe, in welchem S. verschiedene Algen cultivirte, entwickelte sich eine grosse Menge einer Anguillula und diese wurden von den Monaten März bis Mai von verschiedenen Phycomyceten angegriffen und endlich gänzlich von ihnen vernichtet. S. konnte 5 Arten dieser parasitischen Pilze unterscheiden; es waren dies folgende: 1) Chytridium endogenum A. Br., welches zuerst und in grosser Menge in den Körpern der Anguillulae auftrat. 2) Achlyogeton entophytum Schenk. 3) Achlyogeton (?) rostratum Sorok , eine Species, welche S. nur unvollkommen beobachten konnte. Der Unterschied von Achlyogeton entophytum bestand besonders in der Mündung der Sporangien, welche einen 108 Kryptogamen, — Pilze. sehr langen Hals bildete, vor dem Austreten aus dem Körper der Anguillulae stark anschwoll und dann in eine dünne, schnabelförmige Röhre zusammengezogen ausmündete. 4) Polyrhina muUiformis Sor. Durchzieht anfangs den ganzen Körper der Anguillulae mit ihrem faden- förmigen, 1—2 Mik. dicken, mit vielen Scheidewänden versehenen Mycel in mehrfachen Zügen. Hier und da bilden sich spitze Fortsätze und diese verlängern sich zu senkrecht itiifsteigenden Aesten, die aus der Körperoberfläche heraustreten und weit aus ihr vorragen. Der Ast theilt sich in viele Zellen, die kuglig anschwellen und endlich in einen langen, schmalen gebogenen Hals auslaufen. In den Zellen bilden sich Schwärmsporen, die nur 0.5 Mik. im Durchmesser haben. S. hält diesen Pilz für identisch mit Harposporium Anguillulae Lohde. 5) Catenaria Anguillulae Sorok. gleicht in seiner Entwickelung sehr Achlyogeton. Man sieht anfangs den Körper der Anguillula mit gleichmässig dicken, mit Scheidewänden versehenen Fäden erfüllt. Diese Fäden wachsen darauf zu dem doppelten Umfang ihrer ursprünglichen Dicke heran und füllen sich mit grossen Oeltropfen. Hierauf schwellen einzelne GHeder in regelmässigen Zwischenräumen stärker an und endlich besteht das Ganze aus einer Kette oder einem Netze, zusammengesetzt aus g*"ossen elliptischen Zellen und dünnen aus zwei Zellen bestehenden Zwischengliedern. Die dicken Zellen werden zu Sporangien, in denen sich Schwärmsporen von 1—2 Mik. Durchmesser bilden, sie werden durch eine kurze schnabelförmige Mündung, die aus dem Körper der Anguillula heraustritt, entleert. Die Catenaria findet sich auch in den Eiern anderer kleinerer Wasserthiere. Manchmal kommen Polyrhina und Catenaria in dem Körper einer Anguillula zusammen vor. 148. Derselbe, lieber Synchy triam panctum sp. n. (Hedwigia 1877, p. 113.) Kurze Beschreibung eines Synchytrium, welches S. bei Kasan gefunden hat. Es lebt in den Epidermiszellen der Blätter von Plantago major, veranlasst keine Gallenbildung, hat eine braune, etwas unebene Membran und gelben Inhalt. Der Durchmesser beträgt 7—20 Mik. 149. Derselbe. Vorläufige Mittheilung über zwei neue mikroskopische Pilze. (Hedwigia 1877, S. 87-89, mit 1 Taf.) S. beschreibt zwei Pilze, welche er bei Kasan gefunden hat; es sind: 1) Prophytroma tubularis (s. unter Hyphomyceten) und 2) Saccopodium gracile Gen. et spec. n., kommt als Parasit auf Cladopliora- und Spirogyra- Arten vor. Das scheidewandlose Mycel lebt im Innern der Zellen, ein Ast tritt weit nach aussen hervor und an dessen Ende sitzt ein Köpfchen von 6 bis 12 kugligen, 4—5 Mik. breiten Sporangien, in denen sich Schwärmsporen bilden, die durch eine rundliche Oeffnung ohne Hals entleert werden. S. sieht den Pilz als einen nahen Verwandten seiner Polyrhina (s. No. 147) an und sagt von ihm: Es wäre, scheint mir, am richtigsten, auch Saccopodium für eine mit einem Stengel versehene Kolonie von Chytridien zu betrachten. S. a. No. 74. 2» Saprolegnieae» 150. P. F. Reinsch. Beobachtungen über einige neue Saprolegnieae , über die Parasiten in Desmidienzellen und über die Stachelkugeln in Achlyaschläuchen. (Jahrbücher Mr wissenschaftliche Botanik, 1877, XL Bd., 2. H., S. 283-311, Taf. XIV. -XVII.) Bei Untersuchung von Süsswasseralgen fand R. eine Reihe von Saprolegniaceen auf, welche hier beschrieben und abgebildet werden. Dieselben wurden freilich nur kurze Zeit und in einzelnen Eutwicklungszuständen beobachtet, doch mit Fructification , und R. hält die Beobachtung für genügend, die von ihm aufgefundenen Formen als Repräsentanten von zwei neuen Gattungen: Naegelia und Blastocladia , einer Achlya und Sajn-olegnia-S-peGies aufzustellen (s. neue Arten). — Häufig hat R. bei Untersuchung von Desviidiaceen in ihnen verschiedene Parasiten aufgefunden, über ihre Entwicklung aber aus Mangel an genügendem lebenden Material keine Beobachtungen gemacht. Sie fanden sich in Cosmarien, Micrasterien, Euastern, Closterien und Netrien (R. zählt 21 Species auf, in denen er sie gefunden), aber nie in Xanthidien und nur selten in Staurastren (wie R. annimmt, sind letztere durch ihre dickeren Membranen gesichert). Sie werden in 6 Typen geordnet: I. Ellipsoidische Zellen, die sich durch eine schlauchförmige Verlängerung, oft mit kelchförmiger Mündung nach aussen Phycomycetes. - Chytridiaceae, Saprolegnieae, Peronosporeae. 100 öffnen. IL Langgestreckte wurmförmige Schläuche, welche hie und da iu Fortsätze aus- wachsen. IIL Einzelne grössere, mehr oder minder regelmässig gelappte Zellen. IV. Ketten- artig verbundene bauchige, an den Enden verdünnt«^ Zellen, deren Inlialt theils in eine einzige sphärische dickwandige Zelle, theils iu kleine Schwärmzellen umgebildet wird. V. Paarweise zusammenhängende cyliudrischeiförmige Zellen, von denen eine leer ist, die andere eine sphärische, dickwandige Zelle enthält. VI. Ellipsoide, dickwandige Zelle mit gelbgrünem Inhalt und schwach tingirter Membran. — Typus L— III. sind wohl Chytridien (Ch. endogenum, entophyton'), Typus IV. und V. scheinen R. aber nicht zu dem Chytridien- Typus zu gehören, dagegen den Sajirolegnieeii nahe zu stehen. — Ueber die Bildung der Stachelkugeln in Saprolegnia -Schläuchen machte R. folgende Beobachtungen. Man findet in diesen Schläuchen kuglige oder elliptische Organismen, die sich in folgende Formen um- wandeln: 1) elliptische Gebilde, die ihren Inhalt durch kugelförmige, die Schlauchwand durchbohrende Mündungen nach aussen entleeren, 2) kuglige Körper mit glatten Wandungen, 3) solche mit stachhgen Wandungen. Die beiden letzteren Formen sind immer copulirt, die glattwaudige Zelle ist kleiner und entleert ihren Inhalt iu die stachelwandige, es findet hier also wohl eine geschlechtliche Copulation statt, wobei die glattwaudige Zelle als männliche, die stachelwandige als weibliche functionirt. 151. M. Cornu. Remarques sur quelques Saprolegniees nouvelles. (Bullet, de la Soc. bot. de France, 1877, p. 226-228.) In Bezug auf die vorstehende Abhandlung macht C. darauf aufmerksam, dass die Bestimmung von Saprolegnieen ohne ihre Entwicklung beobachtet zu haben ungenügend bleiben müsse. Die von R. als neu aufgestellten Gattungen und Arten führt er auf schon früher bekannte Formen zurück, die z. Th. in C's Monographie der Saprolegnieen (s. bot. Jahresber. 1873 , S. 82) beschrieben worden sind. Saprolegnia siUquaeformis ist = Mono- blipharis prolifera, C. hat bei dieser Species jetzt auch die Befruchtung durch Antheridien mit einer rückwärts gerichteten Cilie und die daraus erfolgende Ausbildung der ovalen weissen Oosporen gesehen. Blastodadia ist eine Species von Ehipidiuni. Die beiden Species von Naegelia gehören zu Bhipidium interniptum (der Name Naegelia ist schon zur Be- zeichnung einer Ehamneen -Ga,tt\ing verwendet). — Auch in den von R. nicht mit Namen belegten Parasiten erkennt C. bestimmte Arten von Myzoeytium und Olpidiopsis. Die geschlechtliche Copulation bei Olpidiopsis hat C. gleichfalls schon geschildert. S. a. No. 99, 147. 3. Peronosporeae. 152. J. Schroeter. Peronospora obducens n. sp. (Hedwigia 1877, p. 129—135.) Auf Impatiens NoUtangere L. kommt bei Rastatt in Baden an der betreffenden Localität sehr häufig, eine Peronospora vor. Die Conidienrasen treten nur auf der Unter- seite der Cotyledonen auf und überziehen diese als ein schneeweisser Schimmelfilz. Die Conidienträger sind am Stamm 8—11 Mik. dick, pyramidal verzweigt, die Conidien anfangs kuglig, später elliptisch, 15—20 Mik. laug, 12 — 15 Mik. breit, am freien Ende tragen sie eine uhrglasartige Vorwölbung. Werden sie in Wasser gebracht, so schwillt diese zu einer Papille an und bald entwickeln sich in ihnen 6 — 12 Zoosporen. Die Oosporen finden sich nie in den Cotyledonen, sondern nur im hypocotylen Stengeltheile. Das dort befindliche Mycel hat reichliche sackförmige Haustorien, die Oosporen sind kuglig, 26-30 Mik. im Durchmesser, mit glattem gelbbraunem Epispor. — Der Pilz gehört zu der kleinen Gruppe der Zoosporen bildenden Per onosjjora- Arten; ihr gehören ausserdem an: P. nivea (Ung.), P. pusilla (Ung.), P. Sempervivi Schenk, P. Fagi R. Hart., P. viticola Berk. et Cook. P. nivea wurde bei Freiburg i. Br. auf Daucus Carota gefunden, der Pilz hatte sich über ein ganzes Möhrenfeld ausgedehnt. — Gelegentlich werden die bisher noch unbekannten Oosporen von P. conglomerata Fuck., P. Pliyteumatis Fuck., P. Violae De By, P. Dianthi f. Agrostemmae beschrieben und für Per. Potentillae De By eine Anzahl bisher nicht bekannter Nährpflanzen aufgeführt. 153. R. Hartig. Ueber krebsartige Krankheiten der Rothbuche. (Das. S. 206, 207.) H. berichtet zunächst über die Buchenkeimlingskrankheit, die durch eine Perono- spora verursacht wird. Seine früheren Mittheiluugen über diesen Gegenstand (s. Bot. Jahresb. 110 Kryptogamen. — Pilze. 1876, S. 140) wird durch einige neue Angaben erweitert. Der Pilz wird jetzt als PhytopUhora Fagi bezeichnet. Die Fruchthyphen dringen durch die Epidermis und durch Spaltöffnungen heraus, sie tragen je nur 2 Sporangien. In letzteren entstehen 1—10 Schwärmsporen. Die Keimschläuche dringen in die Samenlappen oder jungen Blätter ein und bilden nach 3 bis 4 Tagen neue Sporangien. Die Oosporen entstehen in den Samenlappen, in einem Pflänzchen können 1^2 Millionen Oosporen enthalten sein. Sie inficiren den Boden derart, dass einige Handvoll Boden aus einem Revier bei Coburg-Gotha stammend, wo die Krankheit im Vor- jahre aufgetreten war, genügten, um auf einem grossen Buchensaatbeet sämmtliche Pflanzen (etwa 8000) zu tödten. Die weiteren Mittheilungen über die krebsartigen Krankheiten der Rothbuche sind dieselben, die der Verf. in No. 221 niedergelegt hat. 154. Wittmack. üeber Peronospora sparsa Berk. (Sitzungsber. der Gesellsch. naturf. Freunde zu Berlin. Sitzung v. 19. Juni 1877.) Peronospora sparsa, von Berkeley in England auf Topfrosen entdeckt und bisher, wie es scheint, in Deutschland noch nicht aufgefunden, zeigte sich seit 1876 in den Rosen- treibereien einer Handelsgärtnerei zu Lichtenberg bei Berlin und trat im Jahre 1877 so schädlich auf, dass ein grosser Theil der Rosen daran zu Grunde gegangen ist. Der Pilz tritt auf der Unterseite der Blätter in Form eines zarten grauen Flaums auf, anfangs an den Hauptnerven, später auch an den Nebennerven, selten an den Blattstielen. Er veranlasst braune Flecken auf der Oberseite, später Abfallen der einzelnen Blättchen. Seine Conidien- träger treten aus den Spaltöffnungen hervor, sind wiederholt dichotom verzweigt, die letzten Aestchen gabiig, an der Spitze etwas hakenförmig, die Conidien sind kuglig, seltener kugelig- elliptisch 0.017 mm im Durchmesser. Die Conidien treiben direct einen Keimschlauch, bilden also nicht, wie Berkeley vermuthet hatte, Zoosporen. 155. W. G. Smith. A fossil Peronospora. (Gardener's Chronikle 1877, Bd. Vm, S. 449, 450, Fig. 97- 99.) Nach einer Mittheilung von Darwin hat R. Brown schon vor mehr als 40 Jahren fossile Mycelfäden in verkieseltem Holze gekannt. W. Carruthers war der Erste, der fossile Mycelfäden, die er in einem fossilen Farnkraut: Osmundites Dowkeri , entdeckt, be- schrieben und abgebildet hat, er schrieb sie piner Peronospora zu. Bisher waren Früchte an solchen Mycelien nicht gefunden worden. Vor Kurzem erkannte Carruthers auf einem Schliff durch die Gefässbündel eines Lepidodendron einen neuen Pilz. Diesen Schliff sowie einen, den C. später erhalten hatte, ebenfalls von einem Lepidodendron aus der Kohlen- formation, hat Sm. genauer untersucht. Er hält die Pilze beider Schliffe für identisch und erklärt sie für das Mycelium und die Oosporen einer Peronosporacee, die er Peronosporites antiquarius nennt. Seiner Ansicht nach sind die erhaltenen Theile ganz gleich den gleichen Organen der Peronospora infestans. In zwei Holzschnitten werden Theile des zweiten Schliffes in Vergrösserung 250 und 400 abgebildet, man erkennt auf denselben ein dünnes Mycel mit vielen Scheidewänden, daran kuglige Gebilde von etwa 25—40 Mik. Durchmesser, einzelne davon mit einer warzenförmigen Spitze versehen, in ihrem Innern sind ovale Körper gezeichnet, die Sm. für versteinerte Zoosporen ansieht. 156. E. Parädi. A burgonya leghatalmasabb ket ellensege korunkban (Colorado bogar es bargonya penesz). Von den in unserer Zeit zwei mächtigsten Feinden der Kartoffel, der Coloradokäfer und der Kartoffelschimmel. (A kolozsväri orvos- es termeszettudo- manyi Ertesitö, Organ der Klausenburger medicinischen und naturw. Ges. Klausenburg, 1877, S. 25-31. [Ungarisch]). Vortrag über Peronospora infestans und Aufzählung von Vorsichtsmassregeln zur Verhütung des Schadens. Staub. 157. H. Hoffmann theilt (Wiener Obst- und Gartenzeitung 1877, S. 120) Beobachtungen über das Vorkommen von Gystopus candidus auf dem Gartenrettig mit. Der Pilz befällt hier nicht die Blätter, sondern einzelne Blüthen, die schon vor dem Heraustreten der Pusteln sehr vergrössert erscheinen. Besonders waren Kelchblätter und Fruchtknoten vergrössert. S. a. No. 118-120. Phycomycetes. — Peronosporeae, Muoorineae. Hl 4. Mucorineae. 158. Ph. van Tieghem. Troisieme memoire sur les Mncorinees, Annales des Sciences nat., VI. Ser. Bot., Tome IV. 1876, p. 312—398, Taf. X— XIE.) Seit Erscheinen seines zweiten Memoire über die Mticorineen (s. Bot. Jahrsber. 1875 S. 192) hat V. T. seine Untersuchungen über diese Klasse fortgesetzt, und die Gesammt- ergebnisse seiner neuen Beobachtungen in diesem dritten Memoire niedergelegt Zum Theil hat er dieselben schon im vorigen Jahre an anderer Stelle mitgetheilt (s. Bot. Jahresber. 1876 S. 140—142), doch enthält die Abhandlung auch eine Keihe neuer Beobachtungen, über welche hier zu berichten sein wird. Als Einleitung werden Studien über einige allgemeine Fragen mitgetheilt. 1) Verstümmelung und Zertheilung der Fortpflanzungszellen (Eier und Sporen). Die Versuche wurden angestellt, um die Frage zu entscheiden, ob das Ei (Zygo- sporen) oder die Sporen (ilf«cor-Sporen) eine untheilbare morphologische Einheit bilden. Es wurden zu den Versuchen die Zygosporen von Sporodinia grandis und SpmeUus fusiger und die üfMCor-Sporen an Piloholus oedipus, Phycomyces nitens und Mortierella reticulata benutzt. Lässt man eine Zygospore keimen und reisst den Keimschlauch an seinem Ur- sprung ab, ebenso die folgenden Keimschläuche, so tritt ein Punkt ein, wo keine Keimung mehr erfolgt, sondern eine Theilung des Sporeninhalts in mehrere kleinere Sporen, gerade so wie es bei Cystopus bei Anfang der Keimung der Fall ist. Wird eine keimende Spore in mehrere Theile zerrissen, so vernarben die Theilstellen und jedes Fragment bildet in günstiger Nährflüssigkeit einen Thallus. Die Zygosporen verhalten sich ganz ebenso. Man kann daraus schliessen, dass weder das Ei noch die Sporen eine untheilbar biologische Ein- heit vorstellen. 2) üeber die Ursachen, welche die Bildung der Zygosporen hervorrufen. (S. bot. Jahresber. 1876, S. 141 142.) 3) Ueber die Art der Keimung der Sporen und Zygosporen. Wie aus den Beobachtungen an Ahsidia, Sporodinia und Mortierella reticulata hervorgeht, keimen die Zygosporen in feuchter Luft zu Sporangienträgern, in hinreichenden Nährlösungen zu Mycelien aus, die sofort Zygosporen tragen können. Eine Abwechslung der Generationen zwischen Zygosporen und Sporaugien findet nicht statt. Hinsichtlich ihrer weiteren Entwicklung unterscheidet sich also die Zygospore von der Spore nur dadurch, dass sie eine grössere Menge Protoplasma enthält und dass sie durch die Art, wie dieses Protoplasma gegen schädliche Einflüsse geschützt ist, ohne Schaden eine längere Ruheperiode durchmachen kann. 4) Ueber die morphologische Differencirung des Myceliums. Die ver- zweigten Büschel, welche bei vielen Mucorineen seitlich von dem Hauptmycel abgehen und die man gewöhnlich als Wurzelbüschel bezeichnet, glaubt v. T. vielmehr als ein Analogen von Blättern ansehen zu können. Er schliesst dies aus dem Wachsthum zweier Mwcör-Formen, bei denen aus den Achseln dieser Büschel, oberhalb einer Scheidewand, welche den Blatt- büschel vom Stamme abtrennt, neue Zweige und Fruchtträger hervorsprossen. In dem speziellen Theile wird zunächst der Tribus der Piloboleen behandelt. Die Art des Aufspringens der Sporangien, über welche v. T. schon in vorigem Jahre Mitthei- lungen gemacht hatte, wird ausführlich besprochen, sodann werden die Arten der Gattung Piloholus beschrieben. Zu den schon früher von v. T. angenommenen Arten: P. oedipus Hort, P. cristallinus Tode, P. roridus Bolton, P. Kleinii v. Tiegh., P. longipes v. Tiegh. wird noch eine neue Art hinzugefügt: Pil. nanus n. sp. Die Sporenträger dieser Art wer- den kaum über 1 mm hoch, das Mycelium, Fruchtträger und Sporen sind farblos, die Frucht- träger entspringen aus Auftreibungen des Mycels, die immer in der Continuität des Fadens und meist zu 3—5 neben einander gelagert sind, die Auftreibung unterhalb des Sporangiums ist kuglig und meist von derselben Grösse, wie dieses, die columella ist niedergedrückt, die obere Sporangienwand gelb, die Sporen sind kuglich, 0.0035 — 0.004 mm im Durchmesser. Auf eingekrümmten, mit einer Scheidewand versehenen Seitenästen des Mycels werden Dauer- sporen gebildet, welche warzig, 0.015—0.02 mm im Durchmesser, farblos oder gelbhch sind. Sie gleichen den Dauersporen, die Roze und Cornu schon 1871 bei einem Piloholus aufge- funden haben. Der Pilz wurde auf Ratten-Excrementen gefunden. Aus dem Tribus der Mucorineen ist ausführlich die Gattung der Ahsidia behandelt. Es ist über die meisten hier besprochenen Thatsachen ebenfalls schon im vorjährigen Jahres- 112 Kryptogaraen. — PilzQ, bericht referirt worden (Bot. Jaliresber. 1876, S. 171, 172). Erweitert wird die Kenntniss der Gattung durch Beschreibung einer neuen Art: Ä. repens wurde auf einer feuchtliegenden Bertolletia-Nuss gefunden. Bei ihr sind die Arcaden der Stolonen sehr flach und weit gespannt, die Fruchtträger in Büscheln von 3 — 8 zusammen, und sind länger als bei A. capülata. Die Sporangien sind birnförmig, nach unten durch eine Scheidewand begrenzt, die columella ist cylindrisch, oben kopfförmig angeschwollen, die Sporen sind länglich- eliptisch, 0.007 : 0.003 mm. Auf allen Mycelien finden sich zuweilen sehr kurzgestielte, lange Sporangien mit schwärzlichen fast kugligen Sporen von 0.004 zu 0.003 mm Durchmesser. Aus der Gattung Rhizopus hatte v. T. früher schon drei Arten beschrieben: B. nigricans Ehrenberg, Eli. microsporus und Rh. minimus v. Tieghem. Er hat seitdem noch zwei neue Arten entdeckt. Eh. circinans ist dadurch charakterisirt, dass die Stolonen, bevor sie einwurzeln, sich schneckenförmig einkrümmen, ebenso krümmen sich die einzeln, seltener zu zwei stehenden Fruchtträger an der Spitze um, so dass die Sporangien nach unten sehen. Die Sporen sind eckig, schwärzlich, 0.005 bis 0.006 mm breit, er fand sich auf feuchtliegenden keimenden Dattelkernen ein. Bh. echinatus ist dem Bh. nigricans ähn- lich, seine Sporangien sind aber kleiner, die Sporen sind kuglich 0.015 mm im Durchmesser, ihre Membran ist mit kleinen stachligen Erhabenheiten besetzt. Er wurde auf todten Fliegen gefunden. Eine Abbildung zeigt glatte, dickwandige Chlamydosporen , welche in dem Mycel des Pilzes zerstreut sind. In der ersten Abhandlung über Mucorineen hatten v. T. und Le Monnier eine Muco- rinee als Circinella glomerata beschrieben (s. Bot. Jahresber. 1873, S. 83). Diesen seltenen Pilz hat V. T. 1877 wieder gefunden und nun gesehen, dass er in die Gattung Helicostylum gehört. Die Fäden enden bei vollständiger Ausbildung in ein grosses ilfwcor -Sporangium mit grosser eiförmiger Columella und kleinen, ovalen, farblosen Sporen von 0.003 — 0.002 mm. Die kleinen Sporangien sind birnförmig, mit etwas gewölbter Columella, ihre Träger sind am Ende umgekrümmt und stehen am Ende der Aeste doldenförmig angeordnet. Von dieser Gattung hat v. T. noch zwei Species entdeckt: H. nigricans. Seine Fruchtträger werden etwa 1 cm hoch und andere mit einem iJf ^«cor-Sporangium, dessen Sporen 0.008 — 0.009 : 0.005—0.006 mm messen. Nach der Reife nimmt der Sporenträger eine schwarzbraune Farbe an. Die Seitenäste gleichen kurzen Warzen, auf denen doldenförmig die umgekrümmten Sporangiolen- träger stehen. Die Sporangiolen sind kuglig , ihre Columella ist flach , die Sporen sind an Grösse denen der ilf wcor-Sporangien gleich. Wie bei den anderen Arten der Gattung finden sich Exemplare, die nur Mifcor- Sporangien, und solche, die nur Sporangiolen tragen. Helicostylum repens fand v. T. auf Presshefe. Die Hyphen bilden eine Art Sympodium, indem der erste aufrechte Ast blind endet, unterhalb seiner Spitze eine Scheidewand bildet, unter welcher ein Ast vorsprosst, welcher sich ebenso verhält; so folgen sich oft bis fünf Aeste in gleicher Weise, die Enden dieser Aeste bilden sich oft in ein Büschel von Haft- organen um. Der letzte Ast endet in ein il/ttcor-Sporangium oder in eine Dolde von Sporangiolen. Das ilf «tcor - Sporangium zeigt eine sehr weit vorragende, hoch inserirte Columella, die Sporen sind sehr gross, im Mittel 0.012 : 0.010 mm. Nach der Reife wird die Haut des Fruchtträgers theilweise braun. Die Sporangiolen haben ebenfalls eine sehr hoch heraufreichende Columella; die Sporen bilden meist nur eine einfache Lage. Von Thavmidmm wird eine neue Species: Th. verticillatmn , beschrieben. Der Fruchtträger wird nur 8—10 mm hoch. Das Mucor-Sporangium am Ende desselben besitzt eine cylindrisch-conische Columella und kuglige, farblose Sporen von 0.005—0.006 mm Durch- messer, in ^7 der Höhe steht ein Wirtel von 4—6 Aesten, die sich 2mal dichotora verzweigen und am Ende der Zweige kuglige Sporangiolen tragen, deren jedes etwa 20 Sporen enthält. Die Sporen sind an Gestalt und Grösse denen der grossen Sporangien gleich. Von Mortierella hatte v. T. bereits 9 Species beschrieben, eine 10. Species hatte im vorigen Jahre Brefeld aufgefunden , bei welcher er auch die eigenthümlich gebauten Zygosporen entdeckte (s. Bot. Jahresbr. 1876, S. 142). v. T. hat seitdem noch drei neue Arten, und bei einer derselben auch Zygosporen aufgefunden. Mort. nigrexcens fand v. T. auf verschiedenen Agaricus-, Boletus- und Lycoperdon-KviQn und cultivirte sie auf Tuber. Das Mycel dieses Pilzes ist sehr dick, 0.010—0.012 mm breit, anfangs farblos, einzellig, später Phycomycetes. — Mucorineae. 113 schwarzbraun werdend. Hier und da ist es mit Büscheln von dünneren Fäden besetzt, die als Haftorgane functioniren, und zuweilen erheben sich nach oben Rosetten sackartiger Aeste. Die Fruchtträger sind an der Basis dicker, nach oben verdünnt, anfangs einfach, später sprosst in der Nähe des Grundes ein neuer Fruchtträger hervor, so dass eine fast armleuchterartige Verzweigung eintritt. Die Sporangien sind kuglig, vom Fruchtträger durch eine etwas gewölbte Scheidewand abgegrenzt, die Sporen sind klein, cylindrisch- elliptisch 0.003-0.004 : 0.006-0.008 mm, farblos (der Abbildung nach ohne Kern). Chlamy- dosporen und Stylosporen sind bei dieser Art nicht beobachtet worden, dagegen bildeten sich bei der Cultur auf Ag. campestris Zygosporen, welche denen von Mort. Eostafinsicii ähnlich waren. Sie entstanden zumeist an den erwähnten Rosetten, indem sich zwei der sackförmigen Aeste mit den Enden zusammenneigten und dann auf die bekannte Weise eine Zygospore bildeten. Gleichzeitig wachsen von den Trägerzellen aus Fäden gegen die Spore zu und verflechten sich zu einer dicken Hülle um dieselbe, v. T. schliesst diese Bildung der Hülle an die Vorgänge an, welche er an den Trägerzellen der Zygosporen von Absidia und Phycomyces beobachtet hat. Er gruppirt die Umbildungen, welche sich an den Träger- zellen zeigen, in folgender Weise: 1. Einförmige, sehr schwache Verdickung des unteren Theiles der conjugirten Zweige (SynceplialisJ; 2. einförmige aber beträchtliche Verdickung des unteren Theiles der conjugirten Aeste (Mucor, Bhizopus, PiptocephalisJ e. c; 3. in einzelnen Punkten locahsirtes Wachsthum der unteren Region der conjugirten Aeste, Bildung von Aesten, welche die Sporen einhüllen (Mortierella, AbsidiaJ; 4. zugleich allgemeine Ver- dickung und localisirtes Wachsthum (FhycomycesJ . Wenn die Sporen isolirt und in feuchter Luft gehalten werden, keimen sie nach 14 Tagen, und es erwächst aus ihnen direct ein Sporangienträger. — Mortierella fusispora wurde auf Hasenexcrementen gefunden. Die Fruchtträger sind stets einfach, 0.5 mm hoch, am Grunde mit einer Rosette von Blindsäcken umgeben. Die Sporen des grossen Sporangiums sind oval, fast spindelförmig, 0.005—0.006 : 0.022- 0.024 mm. Hier und da finden sich kuglige, 0.012 mm dicke, mit höckrigem Epispor versehene Stylospoien. — Mortierella minutissima wurde auf einer Daedalea gefunden. Ihre Fruchtträger sind nur 0.1 mm hoch, sie sind anfangs einfach, am Grunde ohne Anhängsel, später 1—2 Seitenäste tragend, die Sporen sind rund, 0.008—0.010 mm im Durchmesser. Von der Gattung Syncephalis beschreibt v. T. drei neue Arten. S. furcata weicht von dem Gattungstypus dadurch ab, dass sein Fruchtträger an der Spitze in zwei kurze Aeste gespalten ist, von denen jeder in eine eiförmige Anschwellung endet. Auf ihr sitzen die fingerförmigen Sporangien bündelweise, jedes mit 4—5 Sporen von 0.003 mm Breite und 0.006 mm Länge. S. nigricans ist dadurch, dass der Fruchtträger oben abwärts gekrümmt ist, der S. Cornu ähnlich, doch ist er cylindrisch. Fruchtträger und Sporen nehmen bei der Reife eine schwarzbraune Färbung an. Die Sporen messen 0.006 : 0.004 mm. — S. pendula wuchs auf feucht liegendem Samen, die beiden vorgenannten Arten auf Pferdemist. Die Fruchtträger von iS'. pendula entspringen aus einer Rosette von Blindsäcken, sind am Grunde angeschwollen und enden oben in eine kuglige Auftreibung. Auf dieser bilden sich die fingerförmigen Sporangien, die sehr dünn aber sehr lang sind und um den Fruchtträger herabhängen. Die Sporen sind stäbchenförmig 0.002 : 0.004 mm. Anhangsweise wird mitgetheilt, dass Gayon gefunden hat Mucor circinelloides und M. spinosus könnten ebenso wie 31. racemosus alkoholische Gährung hervorrufen. M. spinosus wird hierauf etwas näher beschrieben. Sein Mycel zeichnet sich aus durch die grosse Menge von Chlamydosporen, welche es bildet. Die Fruchtträger sind einfach, kurz, die Sporangien kuglig, chocoladenbraun, mit einer braunen Columella versehen, welche an ihrer Spitze 1 — 12 dornartige , spitze Ausstülpungen trägt. Die Sporen smd kuglig , braun , 0.004 - 0.006 im Durchmesser. VI. Ustilagineae. 159. A. Fischer de Waldheim. Apercu systematique des üstilaginees. Paris 1877, 4^ 51 S. F. v. W. hat sich vorgenommen, die Einzeluntersuchungen verschiedener Autoren und die Ergebnisse seiner eigenen Untersuchungen über Ustilagineen zu einer umfassenden BotauiscUer JiiUresbevicbt V. g 114 Kryptogamen. — Pilze. Monographie dieser Pilzfamilie zu bearbeiten. Als erste Vorarbeit veröffentlicht er die vorliegende üebersicht, in welcher er 127 Ustilagineen (ausser 7 Varietäten und 5 zweifel- haften Ustüagineen) auf 280 Nährpflanzen aufführt. Nach einer Charakteristik der Familie werden die einzelnen Arten übersichtlich mit kurzen Diagnosen, die meist nach eigenen Untersuchungen F. v. Ws. entworfen sind, in einer nach morphologischen Merkmalen entworfeneu Reilienfolge zusammengestellt. Die Nährpflanzen sind nach dem, was Verf. in der Literatur und in den verschiedenen Herbarien, welche er durchgesehen, aufgeführt fand, vollständig mitgetheilt. In die einzelnen Gruppen v/erden die Species folgendermassen vertheilt: üstilago. A. Sporen mit glattem Epispor. t Sporen kuglig, länglich-rund oder sehr schwach abgeplattet. a. Epispor braun. 1. U. grammica B. et Br., 2. U. longissima Lev., 3. U. hypo- di/tes Fr., 4. U. Passerinü F. de Wldh. n. sp. , 5. U. Tulasnei Kühn, 6. U. Carho Tul., 7. U. JDigitariae Rabh., 8. U. Crameri Körn., 9. U. typhoides B. et Br., 10. U. Penniseti Rabh., 11. U. axicola Berk., 12. U. Heufleri Fuck. b. Epispor violett. 13. U. Candollei Tul. c. Epispor grau-violett. 14. U. Phoenieis Cord., 15. ü. Ficuum Rchdt. tt Sporen rundlich oder länglich, abgeplattet. a. Epispor schwärzlich. 16. U. leucoderma Berk., 17. U. püulaeformis Tü\. b. Epispor braun. 18. U Junci Schwein., 19. U. Ischaemi Tul., 20. U. Saechari Ebb., 21. U. ambiens Karst., 22. U. marina Dur., 23. U. Ornithogali Kühn, 24. U. Maclagani Berk,, 25. U. hypogaea Tul., 26. TJ. Haesendonchii West. B. Sporen mit körnigem Epispor. 27. U. vittata Berk., 28. U. Scleriae Tul, 29. U. Montagnei Tul,, 30. U. urceolorum Tul., 31. U. Scirpi Kühn, C. Sporen mit papillosem Epispor. a. Epispor braun. 32. U. Dregeana Tul., 33. (J. bullata Berk., 34. U. Vaillantii Tul,, 35. U. bromivora F. de Wldh., 36. U. Babenhorstiana Kühn, 37, U. de Notarisii F. de Wldh,, 38. U. Luzulae Sacc. , 39. U. Duriaeana, 40. U. vinosa Tul. D. Sporen mit stachligem Epispor. 41. U. Salven B. et Br., 42, U. Maydis Lev., 43. U. Schweinitzii Tul., 44. U. Setariae Rabh., 45. U. neglecta Niessl., 46. U. destruens Dub., 47. U. lieiliana Kühn, 48. TJ. Cesatii F. de Wldh., 49. U. Salvettü B. et Br., 50. U. olivacea Tul., 51. U. subinclusa Körn., 52. U. echinata Schrt. E. Sporen mit warzigem Epispor. 53. U. Fussii Niessl,, 54. U. endotricha Berk. F. Sporen mit genetztem Epispor. a. Sporen braun. 55. U. Seealis Rbh. b. Sporen violett. 56. U. antherarum Fr., 57. U. Holostei De By., 58. U. inter- media Schrt., 59. U. utriculosa Tul., 60. ü. receptaculorum Fr., 61. U. Cardui F. de Wldh. c. Epispor röthlich-violett. 62. C/.PaWaforet F. de Wldh., 63. Tl.Kühniana^oWe. d. E})ispor farblos oder sehr schwach gefärbt. 64. U. flosculorum Fr., 65, U. pallida Sehr., 66. U. Succisae Magn. Ungenau beschriebene Arten: 67. U. spermoides B. et Br., 68. U. emo- densis Berk., 69. ü. bursa Berk., 70. U, ocrearum Berk., 71. U. mirabilis Sorok., 72. U. Cinis Körn. IL Sorosporium Rud. A. Epispor braun. 73. S. Trientalis Woron., 74. S. Cesatii (Sorok.), 75. S. Junci Schrt., 76. S. buUatum Schrt., 77. S. Scabies (Berk.) B. Epispor sehr hell röthlich-braun. 78. S. Saponariae Rud. Uetilagineae. 1]5 in. Thecaphora Fingerh. A. Epispor glatt. 79. Th. inquinans B. et Br., 80. Th. Bactylidis Passer., 81. Th. Cornuana F. de W., 82. Th. aterrima Tul. B. Epispor papillös. 83. Th. Westendorpii F. de W., 84. Th. deformans Dur. et Mtg., 85. Th. Laihyri Kühn. C. Epispor mit staclielförmigeu Verdickungen. 86. Th. pilulaeformis B. et C, 87. Th. affinis Schneid., 88. Th. hyalina Fingerh., 89. Th. aurantiaca Fiugerh., 90. Th. pallescens Fingerh. IV. ürocystis Rabh. 91. U. solida (Berk.), 92. U. careinodes (Berk.), 93. ü. macularis (Berk. et Br.) , 94. U. Colchici Rbh. , 95. U. magiea Pass. , 96. U. Agropyri (Preuss.), 97. U. Preussü Kühn, 98. U. Füipendulae Tul., 99. TJ. pompholygodes Rbh., 100. U. occiilta Rbh., 101. U. violae (B. et Br.) , 102. U. Ornithogali Körn., 103. U. sorosporioides Körn., 104. U. Orobanches (Fr.), 105. U. Mono- tropae (Fr.), 106. U. gladioli Sm. V. Geminella Schrt. A. Epispor glatt. 107. G. exotica var. De Caudollei F. de W. B. Epispor etwas höckrig. 107a. G. exotica Schrt. C. Epispor papillös. a. braun. 108. G. melanogramma Magn. b. grau -grün. 109. G. Delastrina Schrt. VI. Elntyloma de By. A. Membran glatt. 100. E. Calendulae de By. B. Membran mit vorragenden Verdickungen. 111. E. Corydalis de By, 112. E. Eryngii de By, 113. E. Ungerianum de By. VII. Tilletia Tul. A. Sporen mit glattem Epispor. 114. T. laevis Kühn. B. Sporen mit körnigem Epispor. 115. T. hullata Fckl , 116. T. Magnusiana F. de W. C. Sporen mit stachligem Epispor. 117. T. de Baryana F. de W. D. Sporen mit genetztem Epispor. 118. T. MUH Fckl., 119. T. calospora Pass., 120. T. Calamagrostis Fuckl., 121. T. endophylla de By, 122. T. Caries Tul., 123. T. contraversa Kühn, 124. T. Lolii Awd., 125. T. Seealis Kühn, 126. T. sphaerococca F. de W., 127. BauwenhoffU F. de W. Zweifelhafte üstilagineen : Ustilago capensis Reess., U. marginalis Niessl., U. entor- rhiza Schrt., U. Zoster ae Duv.-Jouve, U. cyanea Ces. - Melanotaeuium de By. — Testicularia Klotzsch. 160. Derselbe. Zur Kenntniss der Entyloma-Arten. (Bull, de la Soc. des natur. de Moscou 1877, No. 2. 6 S.) Verf. beschreibt 8 Entyloma-Arten, von denen vier schon durch de Bary bekannt gemacht worden sind, zwei erhielt er von Passerini als neue Arten mitgetheilt, die beiden anderen sind von Rostrup und v. Thümen aufgestellt. Die Arten sind in folgender Weise gruppirt : A Sporenmembran derb, kaum aufquellend, glatt. 1. E. Calendulae de By, 2. E. Picridis Rostrup n. sp. B. Sporenmembran stark aufquellend. a. Glatt, gleichniässig oder stellenweise stärker verdickt. 3. E. Eryngii de By. b. Glatt oder stellenweise wellenförmig conturirt. 4. E. Rhagadioli Passer, u. sp., 5. E. Corydalis de By, 6. E. Ficariae Thüm. c. Mit warzigen Verdickungen. 7. E. verruculosum Passer, (hierher rechnet F. v. W. auch die Entyloma-Form auf Panunculus sceleratus). d. Glatt oder stellenweise höckerig; sehr ungleichmässig verdickt. 8. E. Ungeri- anum de By. Bei jeder Art sind die dem Verf. bekannt gewordenen Standorte angeführt. Er selbst fand in der Nähe von Moskau E. Ungerianum und bei Warschau E. Ficariae. 8* llß Kryptogaruen. — Pilze. 161. Derselbe. Les Ustilaginees et leurs plantes nonrricieres. (Anual. des Scienc. nat., VI. Ser. Bot., T. IV., p. 190-276.) Seit Veröffentlicliung seines Apercu (No. 159) hat F. v. W. das Studium der Ustilaginecn eifrig fortgesetzt und bietet in dem vorliegenden Memorial eine vervollständigte Uebersicht über diese Familie. Er zählt jetzt, ungerechnet die zweifelhaften, 140 Arten und 8 Varietäten auf (Ustüago 78, Sorosporium 6, Thecaphora 13, Urocystis 17, Geminella 3, Entyloma 8, Tületia 15), hinzugekommen sind also 14 Arten und 3 Varietäten, nämlich: üstilago. A. Mit glattem, braunem Epispor. f Mit kugligen Sporen: U. hypodytes var. Lolii, U. Garbo var. Lepturi, U. marmorata Berk., U. Fimhristylis Thüm., U. plumhea Rostr. ff Mit rundlichen oder länglichen abgeplatteten Sporen: U. Schweinfurthiana Thüm. B. Mit körnigem Epispor: U. Muelleriana Thüm., U. trichopliora Kze. C. Mit warzigem Epispor: ü. flavo-nigrescens B. et C. Urocystis: U. sorosporoides var. Thomsoni, U. Tritici Ecke, U. Cepulae Howe. Entyloma: E. Picridis Rostr., E. BhagadioU Pass., E. Ficariae Thüm., E. verru- culosum Pass. Tilletia: T. Hordei Körn. Die Diagnosen von 19 Arten sind erweitert und berichtigt worden {üstilago emodensis Berk. und U. ocrearum Berk. haben glattes, violettes Epispor, U. spermoidea Berk. et C. und U. Madagani Berk. eckige Sporen und braunes, glattes Epispor, U. Penniseti Rabh. und U. Jimci Schw. körniges, braunes, U. hursa Berk. papillöses, braunes Epispor. Urocystis maculans des Apergu ist als Thecaphora Berkeleyana F. de W. (mit glattem Epispor) neu beschrieben. Die Zahl der Nährpflanzen ist um 30 vermehrt (s. No. 161a.). — Von den 140 Arten gehören 107 Europa an; unter den 33 aussereuropäischen Arten sind 25 Arten von Üstilago, 4 von Thecaphora, 3 von Urocystis, 1 von Geminella. 161a. Derselbe. Revue des plantes nourricieres des Ustilaginees. Moscou 1877. 20 S. In der vorliegenden Uebersicht führt F. v. W. die Nährpflanzen der Ustilaginecn systematisch geordnet mit Angabe der auf ihnen vorkommenden Ustilagineen auf. Durch Mittheilungen, die er seit Veröffentlichung seines Apergu (No. 159) von Berkeley, Cooke, Magnus, Passerini und v. Thümen erhielt, sowie durch Benützung der Abhandlung von Köruicke (No. 164), ist das Verzeichniss vollständiger als das in seiner erwähnten Schrift, er zählt 308 Nährpflanzen auf, die 140 Ustilagineen ernähren (also 28 Nährpflanzen und 13 Ustilagineen mehr als in der Apergu). Die Nährpflanzen gehören zu 35 Familien, und zwar sind es: Kryptogamen 1 zu 1 Familie gehörend, Gymnospermen 2 „ 1 „ „ Monocotyledonen 193 „11 „ „ Dicotyledonen 112 „ 22 „ „ Von den Nährpflanzen gehören zu den Gramineen 99, Cyperaceen 59, Liliaceen 18, Juncaceen 9. — Bammctdaceen 24, Caryophylleen 24, Polygoneen 18, Compositen 11. 162. Derselbe. Monographischer ümriss der Ustilagineen. Zwei Theile. Warschau 1877-1878. 8". 15 und 131 Seiten. [Russisch.] Dieser Umriss besteht aus zwei Theilen. In dem ersten, in Form einer öffentlichen Rede, sind die bisher bekannten Thatsachen in ihrer Entwickelungsgeschichte dargelegt. Der zweite enthält das Verzeichniss der bekannten und vom Verf. gesehenen Arten, ihre Synonymie, Beschreibung, Aufzählung der Nährpflanzen, auf welchen sie vorkommen, mit Hinweisung auf die Localität der Sporenbildung, und die Aufzählung der wichtigsten Literatur und Herbarien, in welchen sie erwähnt sind oder sich gesammelt vorfinden. Hier sind 142 Arten, 8 Varietäten und 7 zweifelhafte Formen aufgezählt; die Zahl der Nährpflauzen beträgt 325. Am Ende des Umrisses ist die Liste der Nährpflanzen, nach den Familien angeordnet, und ein alphabetisches Verzeichniss der Namen der Ustilagineen beigefügt, Batalin. Ustilagineae. j ] 7 163. Derselbe. Der Brand des Seeampfers. (Bot. Zeitung 1877, S. 10-14.) Derselbe. Notice sur une noavelle üstilaginee. (Nuovo Giornale Botan. Italiano 1877, p. 156-161.) Ausführliche Mittheilungen über die von F. v, W. entdeckte Ustilago Parlatorei, (s. Bot. Jahresber. 1876, S. 150), Mycel und Si)orenbildung werden genauer beschrieben. Die Sporen keimten und bildeten lange Promycelien, Sporidienbildung wurde aber nicht beobachtet. Ust. Kühniana, von dem besprochenen Brandpilze morphologisch kaum zu unterscheiden, ist, wie Verf. genau feststellt, bisher in sechs Fällen beobachtet worden, in Deutschland auf Bumex AcetoseJla (Wolff 1870) und B. Acetosa (De Bary); in der Schweiz auf E. Jcetosella (Truchsell 1833 und B. Acetosa [Fischer]); Frankreich jB. Acetosella (Roussel 1867), in Amerika (mitgeth. v. Berkeley) auf B. Acetosella. 164. Fr. Körnlcke. Mykologlsche Beiträge. (Hedwigia 1877, S. 1-3, 17—31, 33-40.) Als Fortsetzung seiner im vorhergehenden Jahre begonnenen Myk. Beitr. (s. Bot. Jahresber. 1876, S. 151) bringt K. weitere Mittheilungen über eine grosse Anzahl Uredineen und Ustilagineen, sowie ein reiches Verzeichniss von Pilzen (meist Ustüagineen und Uredineen), welche er im letzten Sommer während eines mehrtägigen Aufenthaltes in Zermatt gesammelt hatte. Von Ustüagineen werden die folgenden, grasbewohnenden Arten besprochen : Tilletia secalis ist von K. schon 1872 mit demselben Namen bezeichnet worden, der Pilz kam 1876 auch in Steyermark vor, er ist (nicht nach der Beschreibung, wohl aber nach den ausgegebenen Exemplaren) identisch mit Ustilago secales Rbhst. Nach einem von K. mitgetheilten Citat scheint dieser Roggenbrand und ebenso Tilletia Lolii schon Haller bekannt gewesen zu sein. — Am nächsten verwandt ist dieser Tilletia die Till decipiens Kcke. (Uredo decipiens Pers) auf Agrostis. — Als neue Arten werden eine auf Hordeum fragile und Hord. murinum in Persien gesammelte Tilletia, und eine in Neuholland auf Triticum vulgare gefundene Urocystis beschrieben. Letztere scheint identisch mit der auf Avena elatior und auf Agropyrmn vorkommende Uroc.-Form. ~ Die Bezeichnung Ustilago Bigi- tariae Rbh. wird in Ust. pallida Kcke. umgewandelt, weil der erstgenannte Name schon früher von Kunze für eine andere Art verwendet worden ist, es wird von dieser eine aus- führliche Diagnose gegeben, ebenso von Ust. Dregeana Tul., Ust. trichophora Kze.; auf Panicum colonum wird nach den von Ehrenberg in Aegypten gesammelten Originalexem- plaren genauer geschildert, und von ihm die von Kunze als Varietät angesehene Form auf Pennisetum als neue Art abgetrennt. 165. J. Kühn. Die Brandformen der Sorghum-Arten. (Mittheilungen d. V. f. Erdkunde 1877, S. 81-87.) K. empfiehlt den Reisenden die Beobachtung der Pflanzenkrankheiten als eine interessante und noch wenig beachtete Aufgabe geographischer Forschung. - Als ein Beispiel bespricht er ausführlich die Brandformen der Sorghum- Arten, über deren Verbreitung in dem Vaterlande dieser Culturpflauzeu wir noch wenig Kenntnisse besitzen. Bis jetzt sind vier Brandformen auf Sorghum bekannt. Der verbreiteste und bis vor kurzem allein bekannte ist der durch Ustilago Tiilasnei Kühn {Tilletia SorgU Tul.) hervor- gerufene Sorghum-Brand. Durch ihn wird meist nur der Fruchtknoten, seltener auch die Staub- gefässe ergriffen. Die Brandkörner sind von einem feinen Häutchen umschlossen, von schwarz- braunem Brandstaube erfüllt, in der Mitte des Kornes findet sich ein Mittelsäulchen, eine sogenannte Columella. — K. erzog diese Brandart auf verschiedenen Formen von Sorghum vulgare, auf S. cernuum und S. saccharatum. Ehrenberg entdeckte dieselbe in Aegypten, Tulasne beschrieb sie nach Exemplaren aus Abessynien, Schweinfurth sammelte sie in dem Golo-Lande (8" n. Br.). K. sah von ihr ferner Exemplare aus Griechenland, Italien und Süd-Frankreich. Eine zweite Brandform erhielt K. von Dr. Reil aus Cairo mitgetheilt. Der Pilz war neu und wurde Ustilago Beüiana Kühn genannt (s. Bot. Jahresber. 1875, S. 233), durch ihn wird die ganze Rispe in eine einzige Brandblase umgewandelt. In Aegypten wird der Brand „Hamari" genannt und sehr gefürchtet. Später ist Ust. Beil. auch in Italien auf Sorghum vulgare gefunden worden. K. hat ihn auf Sorgh. saccharatum übertragen. Bei der dritten Brandform, die durch Ustilago cruenta veranlasst ist, treten an den 113 Kryptogamen. — Pilze. Aesten kleine braunrothe Erhabenheiten auf, die mit röthlich-schwarzem Brandstaub erfüllt sind. Die Rispenäste werden oft verjüngt und verdickt. Oft sind auch Spitzen und innere Blüthentheile in rothbraune Brtindkörper umgewandelt. — K. fand diese Brandform zuerst 1859 zu Schwusen ia Schlesien an Sorglium saccharatum, neuerdings auf dem Versuchsfelde des landwirthschaftlichon Instituts in Halle an Ust. vulgare. Aus dem Heimathslande der Durrha ist sie noch nicht bekannt, doch ist es nicht unwahrscheinlich, dass eine Krankheit des Kaffernkornes in Süd-Afrika, von welcher der Bischof Breutel in Herrnhut K. Mittheilung maclite, durch diese Brandart veranlasst ist. Eine vierte Brandform wurde von Dr. Schweinfurth in der Nähe von Cairo auf Sorghum cernuum gefunden und von v. Thümen als Ustilago Beiliana ausgegeben, sie ist aber von dieser verschieden und ist ein achtes Sorosporium , K. bezeichnet sie als Sorosp. Ehrenbergü und giebt von ihr eine ausführliche Beschreibung. 166. J. Schröter. Bemerkungen und Beobachtungen über einige Ustilagineen. (Beiträge zur Biologie der Pflanzen 2. Bd., 1877, S. 349-385, 435 440 Taf. 12.) Die ganze Familie der Ustilagineen ist grösstentheils auf die Beachtung biologischer Eigenschaften der zu ihr gehörigen Pilze gegründet. Es ist unmöglich durch Untersuchung todten Sporenmaterials mit Sicherheit zu entscheiden , ob ein Pilz in diese Familie gehört, erst nach Kenntniss der Mycelbeschaffenheit der Sporenbildmig und Sporenkeimung kann dies geschehen. Auch bei Begrenzung der einzelnen Arten ist neben den morphologischen Charakteren die Lebensweise und die Eutwickelungsgeschichte der einzelnen Formen zu berücksichtigen. Die Differenzirung derselben ist von sehr verschiedenem Grade, man kann bestimmte Gruppen festhalten, welche sich aus der Weiterbildung einzelner Grundformen, wie es scheint unter dem Einflüsse der verschiedenartigen Nährpflanzen ausgebildet haben. Für die Charakterisirung der Gattungen ist Sporenbildung und Sporenkeimung von entscheidendem Werthe. Ohne Kenntniss derselben lässt sich z. B. nicht feststellen, ob eine üstilagiuee zu Ustilago oder Tilletia gehört. Der Keimung nach kann man in der Familie zwei Gruppen unterscheiden : 1) Formen , bei denen das Promycel durch Scheidewände iu Glieder zerfällt, von denen jedes einzelne Sporidien bildet. Hierhin gehören Ustilago und eine neue Gattung: Schizonella. 2) Formen, bei denen das Promycel uugetheilt bleibt und nur am Ende desselben Sporidien gebildet werden: Tilletia, Urocystis, Entyloma und mit abweichendem Typus Geniinella. In der Gattung Ustilago lassen sich nach der Art der Sporenkeimung eine Reihe von verschiedenen Typen unterscheiden, von denen einige näher besprochen werden. In den Blüthen der Dipsacecn kommen drei verschiedene Ustilagineen vor: Ust. flosciilorum (DC), Ust. intermedia Schrt., Ust. Succisae Mgn. — Die Sporen von Ust. inter- media keimen gleich nach der Reife, bilden cylindrische Promycelien von 16—20 : 5- 6 Mik., die sich leicht von den Sporen loslösen. Sie theilen sich durch Querwände in. 4, seltener nur 3 Glieder, und bilden an der Spitze und an den Scheidewänden eiförmige Sporidien. Nach dem Abfallen verbreiterten sich dieselben zu Kugeln von 6 Mik. Durchmesser; Keimung oder Copulation trat nicht ein. — Ust. flosculorum verhielt sich ganz ebenso, die Sporen keimten auch sogleich nach der Reife, die Promycelien waren etwas schlanker, 22 Mik. lang, 4 breit, die Sporidien nur 4 Mik. lang. — Bei Ust. Succisae hat Magnus die gleiche Keimungsart beobachtet, doch sah er hier auch Keimung der Sporidien. — Diese drei Ustilagineen lassen sich als natürliche stammverwandte Arten ansehen, wie sich durch die erste Eutwickelung der Sporenkeimung am deutlichsten zeigt. Auch die morphologischen Merkmale der Sporen sind ähnlich , wiewohl durch feststehende Grössenverhältnisse und Färbungen des Epispora sicher getrennt. Aehnliche Keimungsart zeigt nach den Untersuchungen von Reess Ust. eardui Fischer v. Waldh., Ust. Kühniana Wolff repräsentirt einen sehr nahestehenden Typus, nur durch ein viel längeres Promycel und zahlreiche im Wirtel stehende Sporidien verschieden. In den Blüthen von Polygonum Convolviilus und Pol. dumentoruin findet sich eine Ustilago-Avt, welche der Ust. utriculosa (Lk.) sehr ähnlich ist, sich nur durch ein helleres Epispor unterscheidet, sie wird als Ust. pallida bezeichnet. Die Sporen derselben keimten im frischen Zustande nicht, wohl aber, wenn sie den Winter über im Freien gelassen waren üstilagineae. jjg und im März zur Keimung ausgelegt wurden. Sie bilden cylindrisclie, schlanke, 24—27 Mik. lange Promycelien, die sich durch undeutliche Querwände in vier Glieder theilen, an den Scheidewänden knospen elliptische, 5 Mik. lange, 2.5—3 Mik. breite, an der der Scheidewand zugekehrten Seite abgeflachte Sporidien. Sie entstehen immer sehr regelmässig paarweise von demselben Punkte, und fallen auch paarweise ab, an dem einen Ende, seltener an der abgeflachten Seite verbunden. Diese regelmässige Copulation unterscheidet diesen Keimuiigs- typus von dem vorerwähnten. Bei üst. utriculosa ist der Vorgang ganz gleichartig. — Die Keimung der anderen in Polygoneen vorkommenden Ustilagineen ist noch nicht bekannt. Eine derselben, welche auf den Blättern von Polygonum Bistorta und Polygon, viviparum vorkommt, hat Fuckel als Tületia bullnta beschrieben. Bei Untersuchung junger Frucht- zustände wird indess gefunden, dass die Sporen reihenweise in den gallertartig angeschwollenen und knäuelai-tig verschlossenen Enden der sporenbildenden Aeste entstehen, also nach dem Typus der Gattung Ustilago, die schon von De Candolle beschriebene Form ist als Ustilago Bistortarum (DC.) zu bezeichnen, Ustilago violacea (Pers.) stellt durch die Keimung ihrer Sporen einen von dem vorigen sehr abweichenden Typus dar. Der Pilz wurde auf einer grossen Zahl von Süeneen und Alsineen gefunden, als selteneres Vorkommen ist das auf Dianthus superhus im badischen Odenwalde zu erwähnen, auf Dianthus deltoides ist er in Schlesien mehrfach gefunden worden. Sein Wachsthum verursacht häufig Bildungsabweichungen der von ihm befallenen Blüthen. Bei Stellaria graminea und St. Holostea fanden sich die Blumenblätter der brandigen Blüthen constant verkürzt, bei brandigen Stöcken von Saponaria ofßcinalis wurde bei Rastatt eine Neigung zur Bildung von gefüllten Blüthen durch Spaltung der Blumenblätter beobachtet, welche an den gesunden Blüthen an gleichem Standort nicht vorkam. Die Sporen keimen bald nach der Reife sehr rasch, oft schon an der lebenden Pflanze, man findet nach starkem Regen die Kelchröhren brandiger Blüthen nicht selten ganz von Promycelien und Sporidien erfüllt. Sie bilden elliptisch-spindelförmige Promycelien , die meist nach vollendeter Aus- bildung sofort abfallen , eine Scheidewand theilt sie in zwei Hälften , die sich manchmal trennen und zuweilen noch einmal weiter theilen. An der Scheidewand bildet sich eine warzenförmige Erhöhung, in welcher der Inhalt beider Hälften commuuicirt. r>ie Sporidien sind eiförmig oder elliptisch, etwa 4 Mik. lang, 2—3 breit, Copulation, Keimung oder nach- trägliches Wachsthum, nachdem sie sich losgelöst, wurden nicht beobachtet. Wieder anders ist die Sporenkeimung bei Ustilago Vaillantü Tul. Hier bildet sich zunächst ein kurzer cylindrischer Stiel , auf diesem erst ein elliptisches Promycel , dem von Ust. violacea ähnlich. Dies theilt sich durch Querwände in 2 oder 3 Theile und gliedert sich bald von dem Stiele ab. Am Ende oder an andern Punkten sprossen spindelförmige, 4—6 (einzeln bis 12) Mik. lange, 2—3 Mik. breite Sporidien aus, ebenfalls auf einem düunen Stiele stehend. Aus dem an der Spore zurückbleibenden Stiele können sich nach dem Ab- fallen des Promycels ebenfalls noch Sporidien bilden. . In den Blättern einiger Care^c-Arten (C. rigida, C. digitata) kommt eine Ustilaginee vor, welche von DC. zuerst als Uredo melanogramnia beschrieben worden ist. Der Form ihrer aus zwei Zellen gebildeten Sporen nach würden sie mit Geminella Delastrina in eine Gattung zu stellen sein, wie dies auch bisher geschehen ist (Geminella foliicola Schrt., Gern melanogramnia [DC] Mgn.), durch Sporenbildung und Keimung unterscheidet sie sich aber, sehr auffallend von dem genannten Pilze. Die Sporenbildung findet nur innerhalb der Epi- dermiszellen statt. In denselben findet sich an jungen Fruchtzuständen ein stark licht- brechendes dünnes Mycel, dessen Aeste sich in Knäule verschlingen. In den Fadenenden treten Kerne auf, die sich zu den Sporen ausbilden, sie sind nach beendeter Ausbildung kuglig, einfach, erst nachher bildet sich in ihnen eine Scheidewand und erst nach der Auf- lösung der sporenbildenden Aeste spalten sie sich. Die reifen Sporen bestehen aus zwei Theilen, die nur an einer schmalen Stelle zusammenhängen, jeder Theil wird gebildet aus einer festeren halbkugligen Schale und einem nach innen liegenden dünnen , zusammen- fallenden Abschnitte. Bald nach der Reife sind die Sporen keimfähig, jede Hälfte treibt aus ihrem dünneren Theile ein an beiden Enden zugespitztes, etwa 15—17 Mik. langes, 3 Mik. breites Promycel, welches sich durch zwei zarte Querwände in drei Theile theilt. An der j^O Kryptogameu. — Pilze. Spitze des Proniycels und an den Seiten bilden sich auf kurzen Stielen elliptisch -längliche Sporidien 5.5 Mik. lang, 2 breit. Durch Sporenbilduug und Keimung steht der Pilz üstüago nahe, doch unterscheidet er sich durch die Theilung der Sporen. Es wird für ihn der Gattungsname Sclüsonella vorgeschlagen. Ustilago amhiens Karsten scheint eine sehr ähnliche Form zu sein. Geminella Delaatrina (Tul.) unterscheidet sich von den anderen genauer bekannten Brandpilzen durch die eigenthümliche Beschaffenheit ihres sporenbildenden Mycels, welches nicht gallertartig aufquillt und durch Querwände vollständig in Sporen zerfällt. Auch die Art der Keimung ist sehr abweichend von anderen Ustüagineen. Es ist bei dieser Species eine doppelte Art der Keimung beobachtet , eine Keimung mit längeren , sich verästelnden Keimschläuchen, welche schon Tulasne gesehen hat, und eine Keimung mit kurzen Pro- mycelien, welche wohl als die charakteristische Keimungsform anzusehen ist. Die Sporen der in den Früchten von Veronica hederifoUa vorkommenden Form des Pilzes keimten sowohl frisch als auch nach monatelanger Ruhe bald nach der Aussaat. Aus dem zerprengten Epispor traten Keimschläuche, die 6—9 Mik. lang wurden und eine flaschenförmige Gestalt mit etwa 4 Mik. dickem Bauch und kopfförmiger Spitze annahm. An der Spitze bildeten sich kuglige Sporidien 2.5-3 Mik. im Durchmesser. Nach der ersten wird eine zweite Sporidie gebildet u. s. w., sie blieben meist kettenförmig an einander hängen. Sie keimten nicht. Die Tilletia- Arten, welche die Fruchtknoten von Gräsern bewohnen, bilden eine Formengruppe, die bisweilen gemeinschaftliche Merkmale besitzen, z. B. ist auch der härings- lakenartige Geruch wahrscheinlich Allen gemeinsam, so auch der Form auf Äpera spicaventi und der auf Agrosfis-Arten. Es sind jetzt schon 10 Formen bekannt, die besonders nach Gl öst=tj der Sporen und Höhe der Leisten auf dem Episporium morphologisch unterschieden, ausserdem aber durch biologische Merkmale, welche besonders von Prof. J. Kühn erforscht worden sind, charakterisirt werden. Den morphologischen Merkmalen nach kann man diese Formen in eine Reibe zusammenstellen, in der die benachbarten Glieder sich sehr ähneln, während die entfernt stehenden Glieder leicht zu unterscheiden sind. Die Reihenfolge ist: 1) Tilletia foetens (Berk. et C.) = T. laevis Kühn, 2) T. LoUi Kühn, 3) T. sitopMla Dittm., 4) T. Hordei Körn, 5) T. Seealis Corda, 6) T. calospora Pass., 7) T. contraversa Kühn, 8) T. separata J. Kze., 9} T. decipiens (Pers.), 10) T. Holci (West.). Als blattbewohnende Tilletia-Arten sind nach den Untersuchungen de Bary's Till, olida (Riess.) = T. endophylla de By, und nach denen von Fischer von Waldheim T. striaeformis (West.) ^ T. de Bary Fischer von Waldheim anzusehen. Letztere ist höchst wahrscheinlich auch identisch mit Ustilago salveii B. et Br. Sie kommt ausser auf Holcus lanatus auch auf Dactylis glomerata, Briza media, Milium effusum , Ägrostis vulgaris und Arrhenateriim elatius vor, und zwar sowohl auf den Blättern als an den Halmen und den Blüthenspindeln. Aehnlich, nur durch etwas grössere Sporen unterschieden ist ein Brandpilz auf Calamagrostis Halleri (Tilletia calamagrostidis Fuckel), und auch Ustilago echinata Sehr, steht diesen Formen morphologisch nahe. Wahrscheinlich findet sich auch an Blättern der verschiedenen Gräser eine continuirliche Reihe sich durch geringe Unter- schiede allmählich weiter differenzirendtr Brandpilzformen. Zu der durch die Untersuchungen De Bary's als nächste Verwandte von Tilletia bekannt gewordenen Gattung Entyloma scheint eine grössere Zahl auf vielen Nährpflanzen vorkommende Ustilagineen zu gehören. Dem Verf. sind schon 13 Species auf 19 Nähr- pflanzen bekannt. Eine der verbreitetsten Formen ist die, welche sich besonders häufig auf Ranunculm Fiearia, ausserdem aber auch auf R. auricomus, B. scelerains, B. acer findet. (Wie hier nachträglich bemerkt sein möge, habe ich sie im vergangenen Jahre auch auf B. bulbosiis aufgefunden). Sie bildet glatte Flecken und entwickelt früh auf der lebenden Pflanze dichte Lager von Sporidien, welche früher als Fusidium bezeichnet wurden, seine Entyloma-S-poren haben 11—13 mm Durchmesser, ihr Epispor ist glatt, dünn, hellbraun. Der Pilz ist unter verschiedenen Namen schon früher beschrieben worden, mit Rücksicht auf die älteste Bezeich- nung muss er Ent. Banunciili (Bonorden) benannt worden. Entyloma verrucolosum Passerini, bisher nur in Form der Entyloma-'&^ovQn bekannt Ustilagineae. 121 und durch schwachwarziges Epispor charakterisirt , ist nur auf Ranunciilus velutinus gefunden worden. Eine Pilzform, die Verf. von Prof. Passerini unter der Bezeichnung Uromijces Muscari Uredoforra auf Muscari eomosum erhielt, stellt eine glattsporige Entylonia • Art dar, die als Ent. Muscari (Pass.) bezeichnet wird. Auf Linaria vulgaris findet sich ein Entyloma (E. Linariae n. sp.), welches auf den Blättern seiner Nährpflanze weisse, flache Flecken hervorruft, seine Entyloma -S\)oreü zeichnen sich durch ein ungleichmässig stellenweise flach verdicktes Episporiura von ver- wandten Arten aus. Eine auf Chrysosplenium alternifolium aufgefundene Art Ent. Ghrysos'plenü n. sp.. flache weisse Lager bildend, mit glattwandigen ini.-Sporen, dem Ent. Ranunculi anscheinend gleich, doch sind Sporidienlager bei dieser Form noch nicht beobachtet. Sehr verbreitet scheint eine bis dahin nicht beobachtete Entyloma-Form auf Myosotis- Arten zu sein. Sie ist durch kreisförmige, weisse, flache Sporidien- Rasen auf den Blättern auffallend, die Sporidien sind 26—40 mm lang, 2—2.3 mm breit, an den Enden spitz, die jEJ/ii^/Zowrt-Sporen haben eine glatte, zweischichtige, ziemlich dünne Membran. Eine auf den Blättern von Hieracium vulgatum K. weisse Flecken bildende Ent.- Form wird zu Ent. Calenäulae (Oed.) gezogen, von der sich die ^ni.-Sporen nicht unterscheiden. Auf Papaver Argemone wurde eine Ent. gefunden Ent. fuscum n. sp. , welches lebhaftbraune, mit einer Gallerthülle umgebene Ent. -Siporen bildet. Die cylindrischen Sporidien brechen auf der lebenden Pflanze büschelig aus den Spaltöffnungen vor. Mit Wahrscheinlichkeit in diese Gattung gerechnet wird auch Ustilago plumbea Rostr. auf Ärum maculatum, wohl identisch mit Protomyces Ari Cooke. Sehr bemerkenswerth ist die Entwickelung eines auf Symphytum officinale sehr verbreiteten Ent., E. serotinum n. sp. Dasselbe entwickelt im Anfange seiner Vegetation Lager von fadenförmigen Sporen, die in dichtem Lager aus der Oberhaut der Nährpflanze herausbrechen, sie entspringen von einem dünneu Mycel, welches zwischen den Parenchym- zellen verbreitet ist und an dem sich zu jener Zeit noch keine Ent.-ZeWen finden, diese Sporenbildung stellt also eine wirkliche Conidienbildung dar, welche bisher bei den Ustila- gineen noch nicht nachgewiesen war, durch Bildung eines solchen Lagers schliessen sich diese Pilze den Hymenomyceten noch näher an. Später treten in dem Mycel reichliche Ent.-S^oren auf, die denen von Ent. caneseens gleich sind. Auf Raminculus repens finden sich ähnliche weisse aus fadenförmigen Sporen gebildete Lager ohne Entyloma -Si[ioreii, sie gehören vielleicht als Conidien zu einer Ent.- Art. Vorläufig werden sie als Fusidium Eanunculi bezeichnet. Polycystis-Fovraen bilden in Blättern und Halmen von Gräsern einige morphologisch wenig oder gar nicht verschiedene Arten, die sich indess durch constanten Parasitismus und biologische Merkmale unterscheiden. So scheint Pol. Agropyri (Preuss) die auf Agrop. repens und Arrhenatherum elatius vorkommende Form durch perenuirendes Mycel und Nicht- üebertragbarkeit auf Roggen, von Pol. occtilta verschieden. P. Agropyri kommt, was sonst bei Ustilagineen nicht beobachtet ist, mit Pilzen derselben Familie zusammen auf derselben Nährpflanze vor, auf Trit. repens mit Ustilago Jiypodytes, auf Arrlienaterum mit Usl. segetum. Die Polycystis-Formen auf Liliaceen und üolcliicaceen lassen sich morphologisch ebenfalls nicht sicher unterscheiden. Eine noch nicht erwähnte Form, ihres Vorkommens auf einer cultivirteu Pflanze wegen bemerkenswerth, auf Allium Cepa, fand Verf. im Herbar der Universität Strassburg, sie war in Süd-Frankreich gefunden. Auf Luzida pilosa ist in Schlesien eine Po?.-Form aufgefunden worden, welche als Pol. Luzulae n, sp. bezeichnet wird. Die Sporenballen sind 25—35 mm breit, die mittleren zu 2 — 5 zusammengestellten Sporen 11 — 15 mm lang, sie sind von einer Reihe stark zusammengedrückter 5-7 mm breiter Spullzellen umgeben, Polycystis Filipendulae (Tul.) ist eine ächte Polycystis, deren Keimung und Spori- dienbildung Verf. beobachtet hat. Ueber die Stellung der Gattung Sorosporium geben Beobachtungen an jungen Fruchtzuständen von Sorosporium bullatum Sehr, einigen Aufschluss. Die sporenbildenden 122 Kryptogamen. — Pilze. Aeste dieser Art bestehen aus dichotom verzweigten gallertartigen P'äden, deren Enden sich zu dichten Knäueln zusammen ballen. In diesen erscheinen zuerst in Form hellerer, reihen- weise geordneter Kerne die Sporenanlagen, die von der Mitte her allmählich heranreifen, die Fruchtbildung hat also grosse Aehnlichkeit mit der von Ustilago. Ein eigenthüralicher Pilz, welcher in den Stengeln von Veronica hederaefolia lebt, diese gallenartig auftreibt und schliesslich in braunes Pulver zerfällt, wird einstweilen als Tiiburcinia Veronicae n. sp. bezeichnet. Die Sporenmasse besteht aus kugeligen Ballen von 18 — 22 mm Durchmesser, die ein feinfacettirtes Ansehen zeigen. Nach Kochen in Kali- lösung wird ersichtlich, dass die Ballen aus einer grossen Zahl zu einer Schale zusammen- gelegter kegelförmiger Zellen besteht, einzeln 6— 9 mm lang, oben 4 mm breit. Die Stellung dieses Pilzes ist noch sehr unsicher. 167. W. G. Farlow, Onion smut. (From The 24. Annual report of the Secretary of the Massachusetts State board of Agriculture. Boston 1877. 15 S. mit 1 Tafel und 5 Holzschnitten.) Schon seit einer Reihe von Jahren wird in den Vereinigten Staaten von Nordamerika über eine durch Pilze veranlasste Krankheit der Speisezwiebeln geklagt (s. Bot. Jahresber. f. 1875, S. 176). F. findet bei Durchsicht der Ackerbauliteratur Neu-England's, dass die Krankheit erst in den letzten 10-15 Jahren aufgetreten sein kann, denn vor dieser Zeit wird immer nur über das ausserordentlich reiche Erträgniss der Zwiebelculturen, nie über ein Fehlschlagen derselben berichtet. In neuerer Zeit hat sie aber dermassen um sich gegriffen, dass der Schaden, den sie verursacht, z. B. in der Gegend von Southport und Westerfield in Connecticut jährlich einige Tausend Dollar betragen soll. Ware fand, dass die Zwiebeln eigentlich von zwei verschiedenen Krankheiten ergriffen werden. Eine derselben zeigt sich zur Zeit, wo die Pflanze Samen ansetzt, und erscheint als weisser Schimmel, die andere ergreift die jungen Samenpflanzen und verursacht, dass dieselben keine Zwiebeln ansetzen und zu Grunde gehen. Die ersterwähnte Krankheit hat F. nicht gesehen, er vermuthet, dass sie durch eine Peronospora veranlasst wird, die andere konnte er aber genauer untersuchen; sie wird als „Zwiebelbrand" bezeichnet und ist als solcher schon in Berichten von 1869/70 von Ware erwähnt. Der Pilz, welcher sie veranlasst, ist eine Urocystis- Form (im Juni 1866 von Frost in einem Schreiben an Farlow als Urocystis Cepulae bezeichnet), die sich durch meist einzelne centrale Zellen von verwandten Arten unterscheidet. Anfangs ist der Pilz auf die äusseren Blätter beschränkt, das Mycel findet sich nur in der Nachbarschaft der Brandflecke, später findet es sich überall in den Blättern, Zwiebeln und Wurzeln. Das Mycel verläuft zwischen den Zellen, ohne Haustorien in diqselben zu schicken. Die Bildung der Sporen geht nach F's. Beobachtung so vor sich, dass zuerst an der Seite eines Mycelzweiges ein kurzer Seitenast abzweigt, der sich durh eine Längswand in zwei Zellen theilt. Eine dieser Zellen schwillt zu einem fast kugligen Körper an, die andere wird in einen wurmförmigen Körper verwandelt, der sich über die erste Zelle beugt und sich bald durch Querwände in eine Anzahl Glieder theilt. Diese Glieder keimen aus und bilden gewundene Aeste, aus denen die Zell- oder Nebensporen entstehen. (Anmerkungs- weise wird eine ähnliche Bildung bei einem Schimmelpilze erwähnt, den F. häufig unter Mncor stolonifer fand.) — Wie F. annimmt, ist in Europa eine Urocystis -Form auf Zwiebeln noch nicht beobachtet worden (s. aber S. 121 dieses Berichtes), er glaubt daher, dass der Pilz nicht mit seiner Nährpflanze aus Europa eingewandert sein könne, vielmehr neigt er sich der Ansicht zu, dass eine auf wilden Zwiebel arten, die besonders in den südlichen Staaten der Union häufig sind, vorkommende Uroc.-Form auf die cultivirte Zwiebel übergewandert sei, indessen ist eine solche auch noch nicht bekannt. Bis jetzt scheint die Krankheit auf die Staaten Massachusetts und Connecticut beschränkt zu sein. — Das einzige Mittel, die Krankheit auszurotten, besteht darin, die von dem Pilze ergriffenen Pflanzen sofort zu vernichten. Ausjäten der kranken Pflänzcheu führt nicht zum Ziele, weil der Pilz an ganz jungen Pflanzen auftritt. Man wird am besten das ganze Feld, auf dem die Krankheit aufgetreten ist, absengen. Am wichtigsten aber ist es, nicht jährlich auf dasselbe Feld Zwiebeln zu pflanzen, sondern einige Zeit vergehen zu lassen, bis die in dem Boden enthaltenen Sporen ihre Keimfähigkeit verloren haben. Die längste Zeit, während welcher Ustilagineae. Entomophthoreae. 123 dies geschieht, scheint vier Jahre nicht zu übersteigen. Während dieses Zeitraums sollten auf Feldern, auf denen Urocystis erschienen ist, keine Zwiebeln gepflanzt werden. Von anderen Urocystis- Arten fanden sich in der Umgegend von Boston nur Urocystis prompcholygodes auf der Waldanemone und U. occulta auf Seeale, beide aber sehr häufig vor. 168. G. Passerini. Di una nuova specie di carbone nel gran turco. (Estratto del Bollettino del comizio agrario Parmense. Novembre 1877, 4 p.) P. hat in der Umgegend von Parma auf Mais einen neuen Brandpilz entdeckt, welcher von den bekannten Ustilago Maydis Tul. sehr verschieden ist, er beginnt an der Spindel der weiblichen Aeliren und behindert die Ausbildung der Körner, die entweder gar nicht entwickelt werden oder sehr klein bleiben. Die Anwesenheit des Parasiten wird erst erkannt, wenn die Scheiden von den Kolben gerissen werden, dann verräth sich der schwarze Brandstaub, welcher sich in den verkümmerten Körnern und auf der Spindel zeigt. (Diagnose 8. unter den neuen Arten.) Der Schaden, den der Pilz verursachte, belief sich auf einigen Feldern auf die Hälfte der Ernte und mehr. Es sind also jetzt 3 Brandarten auf Mais bekannt [Ustilago Maydis, Ustilago Eeiliana Kühn und Ustilago Fisclieri diese neue Art). Am Schluss der Mittheilung wird noch berichtet, dass bei Vigheffio Knollen vou Solanum tiiberosum von der Eliisoctonia violacea Tul. ergriffen gefunden waren. Die Knollen waren nicht stark beschädigt und auch im Innern gesund und geniessbar. Der Pilz scheiut von einem Nachbarfelde, auf welchem Medicago gebaut war, der von Rhizoctonia inficirt war, auf das Kartoffelfeld übergewandert zu sein. Das Mittel, die Inficirung der Kartoffeln zu vermeiden, besteht also darin, sie nicht in der Nähe der Medicago-Feider zu bauen. Die Bhizoctonia violacea Avar bisher in Italien noch nicht gefunden worden. (174.) Magnus beschrieb auf der Versammlung der Naturforscher zu München eine neue Urocysti$- Art auf Poa pratensis {U. Uhlii n. sp.), von anderen grasbewohnenden Arten durch höhere Randzellen und daher breitere Sporenhaufen verschieden. S. a. No. 2, 31, 37, 54, 55, 56, 105. Entomophthoreae. 169. L. Nowakowski. Die Copulation bei einigen Entomophthoreen. (Bot. Zeitung 1877, S. 217-222.) Bei zwei neuen, von ihm in Gemeinschaft mit Prof. Alexandrowicz aufgefundenen EntoinopJithora-Arten: E. curvispora und E. ovispora hat N. die Bildung von Dauersporen auf geschlechthchem Wege beobachtet. E. curvispora wurde auf einer kleinen Fliege Simulia latipes Meig. gefunden. Die Hyphen entwickeln sich aus den im Leibe des Insectes verbreiteten, meist kugelrunden, durch Sprossung und Theilung der Sporen entstandeneu Zellen, durchbohren die Haut, theilen sich durch Querwände und verästeln sich an den Enden. Darauf grenzen sich die Basidieu ab. Sie bilden eine zusammenhängende Schicht, zwischen ihnen laufen viele Enden in konische Schläuche aus, die den PoUinodieu ähnlich sind. Auf der Unterseite laufen die andern Zellen in Haftorgane aus. Die an den Basidien gebildeten Sporen sind schwach nach einer Seite gebogen, an der Basis verschmälert, am oberen Ende dicker und stumpf abgerundet. Die Erzeugung der Dauersporen geschieht durch Copulation derjenigen Hyphen, welche an ihren Enden die Sporen abschleudern. An zwei gegeuüberliegeudeu Zellen benachbarter Fäden bildet sich eine seitliche Ausstülpung, welche auf einander zu wachsen, bis sie sich treffen und vereinigen. An einem dieser Fortsätze, nahe der Vereinigungsstelle, wächst eine Ausstülpung hervor, und diese bildet sich zur kugligen Zygospore um, die sich durch eine Querwand von dem entleerten Fortsatz ab- grenzt. Der ganze Inhalt der Hyphen wird zur Bildung der Zygosporen verwandt. Die reifen Zygosporen haben eine dicke, durchsichtige und glatte Membran, in ihrem Proto- plasma zeigen sich grosse Oeltropfen. — Die Copulation erfolgt oft zwischen mehreren Zellen zweier Fäden, so dass sie leiterförmig verbunden werden. E. ovispora, auf einer Fliege Lonchaea vaginalis Fallen gefunden, ist durch die kleineren und ovalen, unten schmäleren Basidiensporen charakterisirt. Bildung und Bau der Zygosporen sind so wie bei E. curvispora. 124 Kryptogamen. — Pilze. Auch bei E. radicans Bref. hat N. die Bildung der Dauersporen beobachtet. Sie erfolgt an dem in dem Körper der Raupe lebenden Mycel, dessen ganzer Plasmainhalt dazu verwendet wird. Zuletzt erfüllen die Dauersporen den ganzen Leib der Raupe als gelb- liches Pulver. Die beschriebene Copulatien lässt sich mit der der Conjugaten (D. By) und der Zygomyceten (Bref.) vergleichen. Von den letzteren besonders mit der der Piptoceplialideen, doch besteht der Unterschied, dass die Zygosporen nicht auf den zwei, sondern nur auf einer der copnlirenden Zellen gebildet wird. Auf Grund der angeführten Thatsachen giebt N. folgende neue Charakterisirung der Familie der Entomoplitlioreen. Die Entomophthoreen sind parasitische, mehrzellige Gewächse, deren Mycel entweder fadenförmig, reich verzweigt, oder nur in Form einzelner Zellen im Substrate sich entwickelt. Sie vermehren sich a) durch ungeschlechtlich erzeugte Sporen, welche nach aussen am Sub- strat auf den endständigen Hyphenzellen oder Basidien aus ihrem herausgetretenen Proto- plasma entstehen und von den entleerten Basidien abgeschleudert werden: b) durch Dauer- sporen, welche in Folge hochdifferenzirter Copulation entstandene Zygosporen sind. 170. 0. Brefeld. lieber EDtomophthoreen und ihren Verwandten (Sitzungsber. der Gesellsch, naturf. Freunde in Berlin. Sitzung vom 20. März 1877, 18 S.) Derselbe. Dasselbe nebst einem nachträglichen Zusatz. (Bot. Zeitung 1877, S. 345—355, 360—372.) Schon bei Gelegenheit seiner früheren Untersuchungen über Entomophthora radi- cans hatte sich B. sagen müssen, dass der Pilz durch die Sporen, welche an den aus dem Körper der todten Raupe hervorbrechenden Basidien gebildet werden, nicht über den Winter erhalten werden kann, denn diese verlieren schon nach wenigen Tagen ihre Keimfähigkeit. Es war mit Sicherheit anzunehmen, dass der Pilz Dauersporen bilden würde, doch war es damals nicht möglich gewesen, dieselben aufzufinden. Im Herbst 1876 konnte er die Unter- suchung dieser Enihomophtliora mit reichem Material wieder aufnehmen. Eine grosse Zahl von Kohlraupen wurden dadurch inficirt, dass sie in Wasser, in welchem frisch abgeworfene Ent.-Sporen vertheilt waren, gebadet wurden. Die Infection gelang in allen Fällen, mit Ausnahme derer, wo sich die Raupen vorher verpuppten oder durch thierische Parasiten unbrauchbar wurden. Es entwickelt sich in dem Leibe der Raupe das Mycel , welches den Körper ganz durchzieht und in 5 Tagen die Raupen tödtet. Am 6. Tage nach der Infection treten am Unterleibe der todten Raupe, zwischen den Beinen, dicke Hypheubündel hervor, Rhizoiden, welche die Pilzmasse an die Unterlage befestigen. Bakl darauf sprossen durch die Haut dichte Hyphenmassen, die sich verzweigen, am Ende durch Querwände Basidien abtrennen und ein Hymenium bilden; jede Basidie erzeugt an ihrer Spitze eine bündeiförmige Spore, die durch Platzen der Basidien abgeschleudert wird. Unter der ersten Serie von 100 inficirten Raupen waren 81 der Krankheit erlegen, bei 62 von diesen trat die beschriebene Sporenbildung in regelmässiger Weise ein, die 19 anderen wurden anfangs weich und schrumpften dann zu Mumien ein; sämmtliche Mumien waren erfüllt mit Dauersporen. Bei der zweiten, 6 Tage später inficirten Serie zeigten 50 Eruption des Pilzes. 28 Dauersporen- bildung; bei der dritten Serie, mit den Sporen der zweiten inficirt: 39 Pilzeruption, 38 Dauer- sporen; so nahm in der Reihe weiterer Inficirungen die Zahl der Basidien -Eruptionen ab und es trat zuletzt nur Dauersporenbildung ein. — Nichtinficirte Raupen blieben immer pilzfrei. — Die Bildung der Dauersporen erfolgt an dem im Innern des Raupeukörpers verbreiteten Mycel dadurch, dass sich im Verlaufe der Fäden seitliche Ausstülpungen bilden, die kuglig anschwellen ; ein besonderer Stiel ist nicht zu bemerken. Der Gesammtinhalt der Fäden wandert in die Anschwellungen über , ihre Zahl entspricht nicht den ursprünglich durch Scheidewände abgegrenzten Mycelstücken, sie ist oft viel zahlreicher, und es bilden sich nachträgliche Scheidewände in dem Mycel, die das in die Dauersporen einwandernde Plasma nach rückwärts abgrenzen. Die Dauersporen wachsen bis zu einem Durchmesser von etwa 0.0025 mm an, dann lösen sich die Fäden auf, die Sporen schwimmen frei in der aufgelösten Masse herum. Hierauf umgeben sie sich mit einer dicken Membran, die sich in Endo- und Exosporium differencirt. Beide Häute sind farblos, aber von grosser Mächtigkeit, Entomophthoreae. Uredineae. J25 der Inhalt enthält grosse Oeltropfen. Sie entstehen ausnahmslos ungeschlechtlich wie die Fruchtlager der Basidiosporen, ~ In diesen Dauersporen überwintert der Pilz. Ihre Keimung hat B. nicht gesehen. Diese Dauersporen der Entomophthora radicans sind schon von Fresenius in Kohl- raupen gesehen und als E. sphaerosperma beschrieben worden. Ferner hat Hofmann Dauersporen in Blattläusen gefunden, auf denen auch eine Empusa vorkam, Fresenius hat sie EntomophtJwra Äphidis genannt. Das von Cohn in Erdraupen entdeckte Tarichium megaspermum gleicht den Dauersporen der Entomophthora ebenfalls sehr; es muss jetzt wohl als sicher angenommen werden, dass, wie schon Cohn vermuthete, dieser Pilz nur der Dauer sporenzustand einer Entomophthoree ist. Nach der Verschiedenheit, welche sich in dem vegetativen Zustande der Ento- mophthoreen ausprägt, nimmt B. zwei Gattungen dieser Familie an. Für die eine, zu welcher Empusa Musccie gehört, behält er den alten Namen Empusa bei, sie ist dadurch charakterisirt , dass es nicht zur Bildung eines wirklichen Mycels kommt, sondern nur zur reichen Entwickelung unter sich freier Zellen (Gonidieu). Die zweite Gattung wird als Entomophthora Eres, bezeichnet, ihr Repräsentant ist E. radicans, bei der sich ein weit verbreitetes, den Körper der Raupe durchziehendes Mycel bildet. Die Entomophthoreen entsprechen nach B. in den Fruchtlagern selbst, im Aufbau der Fruchtlager, in der Bildung des Hymeniums, der Basidien und der Sporen, dem Sporen- entwickelungsprocesse u. s. w. ganz den Basidiomyceten, am meisten den niederen Formen: Exobasidien, Tremellinen etc. B. knüpft hieran eine vergleichende Uebersicht der Fruchtformen der einzelnen Pilzklassen, besonders der Basidiomyceten, Ustilagineen und Uredineen (s. Abschn. III.). In einer nachträglichen Anmerkung nimmt B. Bezug auf die vorstehend besprochene Arbeit von Nowakowski. Er bemerkt, dass er nicht gewagt habe, eine an den Mycelien der Entomophthora radicans häufig vorkommende Fusion der Fäden mit der Bildung der Dauersporen in ursächlichen Zusammenhang zu bringen, 1) weil die Verschmelzung der Mycel- fäden bei allen Pilzen mit gegliederten Mycelien eine häufige Erscheinung ist, 2) weil diese Verschmelzung der Fäden bei E. radicans keinen nach Form und Ort genau ausgeprägten Charakter trägt, 3) weil die Entstehung der Dauersporen keine bestimmt orientirte ist, 4) weil sie sich auch an Fäden ausbilden, bei denen keine Verschmelzungen stattfinden. — Immerhin hält er es für möglich, dass hier eine im Eingehen begriffene Sexualität vorliegt, bei welcher die Vorgänge den bestimmten morphologischen Charakter, den sie sonst tragen, nicht mehr erkennen lassen. Bei Uroeystis liegt vielleicht ein ähnlicher Fall vor. 171. N. Sorokin. üeber zwei neue Entomophthora -Arten. (Beiträge zur Biologie der Pflanzen, Bd. IL, 1877, S. 387-398, Taf. XHI.) * Zwei Entomophthora-Arten: E. conglomerata und E. rimosa, über welche S. schon im vorigen Jahre vorläufige Mittheilungen gemacht hat, werden hier genauer beschrieben und auf der Tafel und einem Holzschnitte abgebildet. 172. T. Ch. White and W. W. Reeves. Empusa Muscae. (Aus Journ. of the Quekett Club in The monthly microscop. Journ , Bd. XVII., 1877, p. 253.) W. theilt seine Beobachtungen über Empusa muscae an der Stubenfliege mit, die nach dem Referate keine neuen Thatsachen enthalten. R. erklärt, dass der Pilz auf der lebenden Fliege in der Luft sich wegen Mangel an Feuchtigkeit nicht vollständig entwickle und sich in eine andere Form umwandle, wenn die todte Fliege in Wasser gelegt werde. Der Pilz komme nicht nur auf der Stubenfliege, sondern auch auf der Schweissfliege (blow fly) vor. S. a. No. 100, lOL VII. Uredineae, (164.) Eörnicke. Mykologische Bemerkungen. Von Uredineen werden folgende Formen besprochen: Puccinia Veronicarum D.C. K. beobachtete von dieser P. zwei verschiedene Formen: die eine a. fragilipes Ecke, auf Veronica urticaefoUa mit leicht abreissenden Stielen und spätkeimenden Sporen (wie Micro- puccinia) die andere Form ß. persistens Kcke, auf Ver. spicata., mit festanhafteudeu Stielen 126 Kryptogamen. — Pilze. und auf den lebenden Blättern keimenden Sporen (wie Leptopuccinia). Zwischen beiden Formen finden sich Uebergänge — Puecinia pulchella Peck ist gleich P. Eibis D.C. — Puccinia Oreoselini Kcke. ( üreäo Oreoselini Strauss) an den Blattstielen, P. Peucedani Kcke. (P. Oreoselini Fckl.) an den Blättern von Peucedanum üreoseJinum. — Pucc. Lycoctoni Fckl. var. Trollii auf TrolUus europaeus bei Zermatt Cant. Wallis gefunden. — Pucc. alpina Fckl. — Pucc. Malvacearum Mont. 1874 bei Nettegut an der Nette, 1875 im Bot. Garten in Bonn. K. hält bei dieser P. die Verbreitung durch den Samen der Malven für besonders leicht. Als Beweis dafür, dass Uredineen durch den Samen ihrer Nährpflanze verschleppt werden können, führt er an, dass sich aus Leinsamen, welchen er aus Kopenhagen bezogen, Püanzen entwickelten, welche stark von Melampsora Lini befallen waren, während kein anderes Leinbeet in demselben Garten den Pilz zeigte; bei Leinsaaten, deren Samen später aus derselben Quelle bezogen wurde, trat der Pilz in derselben Weise auf. — Eine von Szovits in Armenien auf Malva Sherardiara L. gefundene Puccinia findet K. von P. Mal- vacearum Mont. verschieden und beschreibt sie als neue Art (s. n. A.). — Für P. Geranii Fckl. setzt er den Namen P. Morthieri Kcke., weil K. die P. Geranii Corda für verschieden von dieser findet. Den Namen P. semireticulata Fckl. ändert er in P. FticJcelii Kcke. um, weil die Bezeichnung nicht passt, — üredo alpestris Schrot, rechnet K. ebenfalls nicht zu Pucc. alpina Fuckl. — Uromyces Aconiti Fckl. fand K. in Gesellschaft eines Aecidium's bei Zermatt. — Phragmidium fusiforme Schrot, var. cylindricum auf Bosa alpina daselbst. — Aregma speciosum Fr. hält K. durch die viel längeren, an der Basis zu einer knorpeligen Masse vereinigten Stiele und die mit einer Hülle versehenen Sporen für den Repräsentanten einer besonderen Gattung, für welche der Name Aregma beizubehalten wäre. — Podisoma Ellisii Peck und Phragmidium longissimum Thüm. vereinigt K. zu einer neuen Gattung: Homaspora, welche die Mitte zwischen Phragmidium und Gymnosporangium hält. — Cronartium ribicola Dietr. fand K. schon 1864 bei Königsberg i. Pr. auf Bibes nigrum L. — Die Boestelia auf Cotoneaster wird als eine neue Species beschrieben. Bei dieser Gelegenheit werden die anderen Boestelia und die mit ihnen im Generationswechsel stehenden Gymno- sporangium- Arten kritisch besprochen. K. hält es für wahrscheinlich, dass von dieser Gattung mehr Arten existiren möchten, als bisher angenommen ist, und macht namentlich darauf aufmerksam, dass unter Gymn. fuscum D.C. zwei verschiedene Species begriffen würden. — Caeoma Chelidonii Magn. fand K, schon 1866 bei Danzig. — Uredo rubigo vera, auf Panicum sanguinale am Cap gefunden, dürfte vielleicht zu einer anderen Art gehören, — Eine Uredo auf Pirola elliptica in N. Jersey gefunden, wird als neue Species beschrieben. — Die Uridineen auf Euphorbia- Arten werden ausführlicher betrachtet. Ausser den bekannteren Formen: Aec. Euphorbiae Pers., Aec. ei phovbiae sylvaticae DC, Uromyces proeminens Lev. Urem, scutellatus Lev. und Urom. tuberculatus Fuck. wird ein neuer Uromyces (U. laevisj auf Euph. verrucosa und Euph. Gerardiana und ein neues Aecidium (Ae. lobatilm) auf Euph. Cyparissiass beschrieben. 173. P. Magnus. Bemerkungen über einige uredineen. (Hedwigia 1877, S. 65—72, auch im Sitzungsber. der Gesellsch. naturf. Freunde vom 20. März u. 17. April 1877.) Anknüpfend an die Mykolog. Beiträge von Körnicke (No. 172) stellt M. zunächst die Entwicklungsgeschichte der Puccinia Oreoselini dar, die er in der Umgegend von Berlin häufig angetroffen hat. Die Sporidien der überwinterten Teleutosporen dringen wahrscheinlich in die jungen Blätter ein zu einer Zeit, wo die Fiederchen der Blätter noch nicht entfaltet sind, sie bilden ein weit verbreitetes Mycel in den Blattstieleu, aus dem zunächst reichliche Spermogonien, darauf keine Aecidien, sondern sofort ausgedehnte Uredosporenlager entstehen, in diesen werden später auch Teleutosporen abgeschnürt. Die Uredosporen fallen ab, können auf den Blättchen einkeimen und hier ein örtlich beschränktes Mycel bilden, auf dem sich sofort Uredo- und darauf Teleutosporen bilden. Diese Form ist Pucc. Peucedani Kcke. — Diese Puccinia gleicht also in ihrer Entwickelung sehr der Puccinia auf Centaurea Cyanus und auf Cirsium arvense (s. Bot. Jahresber. 1875, S. 207). — Hervorgehoben wird die auch bei anderen Puccinien auftretende Eigenthümlichkeit , dass die Sporidien der Teleutosporen ein sehr weit verbreitetes, die Uredo- (wie bei anderen Puccinien auch die Aecidium-) Sporen ein örtlich so eng begrenztes Mycel erzeugen. Uredineae. ' j27 Die auf Euphorbia- krien vorkommenden Uredineen haben den Verf. ebenfalls zu eingehenden Betrachtungen und Untersuchungen angeregt. Besonders hat ihn eine von W. Voss auf Euph. platyphyllus vorkommende Form beschäftigt, von welcher dieser angab dass die Ur.-Sporen zwischen den Aecidiumbecheru auftreten. M. fand dies bestätigt, sah aber, dass die Ur.-Sporen nicht zu Ur. scutellatus Lev. gehörten, sondern zu einer glatt- sporigen Form. Durch Vergleich der einschlagenden Literatur stellt er fest, dass diese Form als Urovi. excavatus iJ)C.) [Uredo excavataDC.) zu bezeichnen ist. Zu dieser gehört auch die von Körnicke als Urom. glaber bezeichnete Form aui Eitphorbia Gerardiana. Auf dieser Nährpflanze kömmt auch ein Aecidium vor, welches also als autöcisches Aecidium zu dem Uromyces zu ziehen ist. 174. Derselbe. Die Entwickelung der Puccinia auf Carex limosa. (Tageblatt der Natur- forscher-Versammlung zu München 1877, S. 199, 200.) Das seltene Aecidium Lysimachiae (Schlecht.) hat M. wie schon früher Schlechten- dahl au zwei Stellen des Grunewaldes bei Berlin an Lysimachia thyrsiflora und L. vulgaris gefunden. Es tritt erst im Juni und Juli auf. An denselben Stellen wächst häufig Carex litnosa, die Ende Juni reichlich mit Uredo, später mit einer Puccinia besetzt ist. Es lag darnach die Vermuthung nahe, dass diese Pucc. sich aus den Sporen des Aec. Lysimachiae entwickele, was der Versuch vollauf bestätigte. Morphologisch unterscheidet sich die Pucc, die als P. limosae bezeichnet wird, von derjenigen, welche auf Carex hirta vorkommt, durch kürzere Sporen und abgerundete Scheitelverdickung. Eine Form, welche der auf C. hirta am nächsten steht, findet sich auf C. riparia, dagegen ist eine Form auf C. dioica (Puccinia dioicae Magn.) durch feste, hochgewölbte Raschen und langgestielte, schmale, am Scheitel zugespitzte Sporen unterschieden. 175. P. Nielsen. Bemerkungen über einige Rostarten, namentlich über eine genetische Verbindung zwischen Aecidium Tussilaginis Pers. und Puccinia Poarum nov. sp. Dänich, mit Holzschnitten in Botanik Tidsskrift, 3 R., Bd. 2, S. 26—42. Dass die zweite Generation von Aecid. Tussilaginis früher nicht bekannt geworden ist, rührt daher, dass sie Puccinia straminis Fuckl. so äusserst ähnlich ist. Versuche mit Ueberführung von J.ec«d«ii''>'P'^{'>'ascens derselbe Pilz. Fresenius hat die Species Oidium lactis erst 1852 aufgestellt, es empfiehlt sich aber doch, den Namen beizubehalten. Oidium obstusimi Thüm. ist nach S. identisch mit 0. lactis. — Durch Beob- achtung verschiedener Saccharomyces- und Mycoderma-Arten kam S. zu der Ueberzeugung, dass Sacch. ellipsoideus nur ein jüngerer Bildungszustand von Sacck. Mycoäerma sei, bei dem ersteren fand er selbst in ganz jungen Zellen endogene Spovenbildung. — Schliesslich erhebt er die Frage, ob die Gattung Saccharomyces Meyen (1839) von Mycoäerma Persoon (1823) wirklich verschieden und nicht etwa der ältere Name beizubehalten sei. 242. M. Cornu. Note sur la maladie du raisin des vignobles narbonnais. (Compt. rend. h. d. s. de l'Academie des sciences, 1877, Bd. 85, p. 208-210.) Eine Krankheit, welclft im Sommer 1877 die Trauben in den Narbonner Weinbergen befiel, war von Garcin als die Folge zu starken Thaufalles angesehen worden. C. konnte Proben solcher kranker Trauben untersuchen und fand, dass die braunen oder schwarzen Flecken auf den Beeren, welche die Krankheit ausmachten, durch einen Pilz verursacht waren, der dem, welcher ähnliche Flecken auf Veilchen, Erdbeeren u. s. w. veranlasst, ganz ähnlich ist. Er fructificirt in der Mitte des Fleckes, er besteht aus einem Gewebe dünner Fäden und bildet zahlreiche, äusserst kleine Sporen an der Spitze kurzer Aeste. Wahr- scheinlich ist die Krankheit identisch mit der Anthracnose (s. spec. die Untersuchung V. De Bary: Bot. Jahresber. 1877, S. 322). In seltenen Fällen fructificirte der Pilz unter der Form von Phyllosticta, Bepazea oder Phoma mit fadenförmigen Sporen. — C. lenkt die Aufmerksamkeit auf die Gefahr, welche die Einführung amerikanischer Beben bringen könnte, weil man durch sie die Peronospora viticola Berk., die den europäischen Reben vielleicht schädlicher sein könnte als den amerikanischen, in Europa einschleppen könnten. Macagno (ds. S. 278, 279) theilt mit, dass die oben besprochene Krankheit in Italien schon längere Zeit bekannt sei, und erinnert an die Untersuchungen von Passerini und Arcangeli (s. No. 236). 243. M. Cornu. Note sur l'anthracnose et le Cladosporium viticolum. (Bullet, de la Soc. bot. de France, 1877, p. 353-355.) Auf Blättern und Beeren von Gutedeltraubeu, welche C. aus Etampes erhielt, fand er einen Pilz, den er mit Cladosporium viticolum Ces. identificirt. Er hält denselben für die Ursache, nicht etwa erst für die Folge der Krankheit. Der Pilz greift ganz gesunde Gewebe an und dringt in das Parenchym ein, seine grosse Ausbreitung und Schädlichkeit wird aber vielleicht durch besondere Witterungseiuflüsse hervorgerufen, ülaä. Bcllynekii West, welches C. in der Nähe von Doubs auf Vincetoxicum officinale auffand, veranlasst in den Blättern dieser Pflanze ähnliche Beschädigungen. 244. A. Cattaneo. Sullo Sclerotium Oryzae nuovo parassita vegetale. (Archiv, triennale del Labor, di Bot. crittog. di Pavia 1877, S, 10, Tf. VII.) In dem Gewebe der Blattscheiden abgestorbener Reispflanzen fand C. kleine, kuglige Sclerotien, 0.35-0.40 Mik. im Durchmesser, oft in so grosser Menge, dass die Räume zwischen den Gefässbündeln ganz mit ihnen ausgefüllt waren, sie sassen einem zarten, weissen Mycel an. Die Entwickelung eines vollkommeneren Pilzes aus den Sclerotien konnte C. nicht erzielen, doch sah er in ihrem Innern an den Enden der Fäden, welche das Gewebe zusammensetzten, Bildung von kugligen, 12 Mik. breiten, gelblichen Zellen. C. giebt ein Verzeichniss der aus Sclerotien erzogenen Pilze und stellt die Literatur über Sclerotien zusammen. — Er hält den Schaden, welchen der Pilz durch seine grosse Menge verursachen Neu aufgestellte Arten. — Myxomycetes. 155 kann, für sehr bedeutend und empfieUt zur Verhütung desselben die Ausrottung der Reis- stoppeln und Düngung mit Ammoniaksalzen und schwefelsaurem Natron oder dergleichen, um die im Boden zurückgebliebenen Sclerotien zu vernichten. S. a. No. 2, 9, 10, 17, 20, 21, 22, 23, 26, 35, 36, 38, 39, 40, 41, 43, 48, 54 59, 62, 67, 68, 69, 73, 93, 94, 95, 104, 108, 109, 125, 126, 127, 128, 135, 136. Neu aufgestellte Arten. I. Myxomycetes. 1. Comatricha alba Schulzer (67, S. 167). Sporaugium album, valde fugax, obhingum fere cyhndraceum, stipitatum, stipite fusco deorsura subtiliter incrassato et ad basim in thallo venoso-membranaceo concolore dilatato. Dua usque quatuor individua, inter se disereta, habitaut huuc thallum. — Stipes 0.4—0.7 mm altus, strictus, intus e fibris coloratis constructus, extus reticulatus. Ipsae fibrae, sed decoloratae et divisae in fibrillas ramosas et intertextas formant clavulam in apice stipitis .... Clavula 1.3—1.5 mm longa, circa 0.3 mm crassa. Sporae acrogenae, primitus globosae, dein ellipsoideae , 4—5:2 mik. albae, hyalinae. Ad truncos Carpini Betuli. — Slavonien. 2. Didymium glaumm Phillips (50, S. 114, Tf. 88. f. 6}. Abgeflacht - sitzend , zusammen- hängend, zusammengedrückt -kuglig oder verlängert, blaugrau, schuppig; Columella fehlend; Flocken weiss; Sporen fein -stachlig, schwarzbraun, O.Ol mm. — Auf ab- gestorbenen Stämmen. — Californien. d. D. granuliferum Phillips (50, S. 114, Tf. 88. f. 1). Abgeflacht-sitzend, zusammenhängend, fast kuglig; mit schmutzig-grauen Körnchen besetzt; Columella klein; Flocken reichlich, schwarz, ebenso wie die sehr grossen Sporen. — Auf Kräuterstengeln. — Californien. 4. D. humile Hazsliiiszky (144, S. 84). Sporenbehälter flach, grau, bereift, oben mit einem geringen, unten mit einem tiefen Nabel. Stiel cylindrisch, braun, kurz. Capillitium braun, aus glatten, unverästelten , geschlängelten Fäden bestehend. — Sporen braun, 6—7 Mik. im Durchmesser. — Ungarn. 5. D. platypus (Bisch.j (144, S. 84) = Agaricus platypus Bisch. Sporenbehälter zerstreut, oben convex, unten tief genabelt. Stiel cylindrisch, unten mit einer kissenförmigen, von der Unterlage scharf abgegrenzten Basis. Der ganze Pilz grauweiss, mehlig. Sporen kuglig, 8 Mik. im Durchmesser, schwarz, glatt. Säulchen nicht vorhanden, Capillitium sparsam, aus schwarzen, netzförmig verbundenen Fäden bestehend. — Auf modernden Pflanzenstengeln. — Ungarn. 6. D. sinapinum Cooke (4, S. 33, Tf. 24. f. 245). Sporangien keulenförmig oder cylindrisch, am Grunde verschmälert, auf einem häutigen Hypothallus stehend, manchmal einzeln, häufiger in kleinen Haufen, unten fast schwarz, oben mehlig und schwefelgelb, als wie mit Senfpulver bestäubt; Columella nicht bemerklich; Capillitium sehr spärlich, aus dünnen Fäden bestehend, die oft auch ganz fehlen ; äussere Schale des Sporangiums gelbe Kalkköruchen enthaltend. Sporen violett, 0.0075 mm im Durchmesser, fast glatt — Auf altem Laub. — England. 7. Diderma albescens Phillips (50, S. 114, Tf. 87. f. 3). Sitzend, kuglig, zusammenhängend oder vereinzelt; Peridium gebrechlich, unregelmässig zersplitternd, weisslich; inneres Peridium undeutlich; Columella weiss; Flocken reichlich, purpur-schwarz, ebenso wie die Sporen. — Auf Kiefernrinde. — Californien. S.D. hrimneolum Phillips (50, S. 114, Tf. 87. f. 4). Kuglig, sitzend, vereinzelt, röthlich- braun; äusseres Peridium dick, gebrechlich, unregelmässig splitternd; inneres Peridium weiss, verschwindend; Columella fehlend; Flocken weiss; Sporen rauchbraun. — Auf .Eichenrinde. — Californien. 9. D. geasterodes Phillips (50, S. 113, Tf 87. f. 1). Blass-röthlich , vereinzelt, gestielt, kuglig, in ungleiche umgeschlagene Lappen gespalten; inneres Peridium undeutlich. Stiel duükler; Columella fehlend; Flocken bräunlich; Sporen purpur-schwarz, glatt 0.015 mm. — Auf Rinde und Moos. — Californien. 156 Kryptogamen. — Pilze. 10. Diderma laciniatum Phillips (50, S. 113, Tf 87. f. 2). Fast sitzend, vereinzelt, kuglig, braun- röthlich; Peridium in ungleiche aufrechtstehende Lappen zerspaltend; inneres Peridium undeutlich ; Flocken und Sporen purpur-braun. Sporen 0.013 mm im Durchmesser. — Auf abgestorbenem Holz. — Californien. 11. Badhamia irregularis Cooke et Ellis. (46, S. 89). Sparsa, sessilis, Peridiis suborbicularibus, vel confluentibus, deraum atro brunneis; sporis fuscis, globosis, asperulis. — Auf Jersey- lüefer. — New Jersey. 12. Physarum auriscalpmm Cooke (45, S. 384). Sporangien kuglig, niedergedrückt, ocher- gelb, oben mit orangefarbenen, mehligen Schuppen bedeckt, mit sehr kurzem, fast unmerklichem Stiel. Columella nicht merklich. Capillitium stark entwickelt, an den Winkeln, die mit gelben Kalkkörnchen gefüllt sind, verbreitert, zu einem Netzwerk ver- flochten; Ablagerungen von Kalk in unregelmässigen, eckigen Massen. Sporen braun- violett, fast glatt oder feinwarzig, 0.013—0.015 mm im Durchmesser. 13. Ph. chlorinum Cooke (48, S. 101. Tf. 86. f. 10). Sparsum vel gregarium. Peridiis parvis, sessil., subglobosis, chlorino-virid., simplicibus, stellato-fissuratis, sporis subglobosis, atris, opacis. — Auf Cocos micifera. — Demerara. 14. Arcyria cinnamomea Hazslinszky (144, S. 84). Peridien gesellschaftlich , doch endlich gesondert, cylindrisch, Stiel von gleicher Länge, Capillitium netzartig mit meist hexago- nalen Maschen, Fäden 3—4 Mik. dick, mit kui-z cylindrischen durchscheinenden Warzen bedeckt. Stiel durchscheinend, weiss, Peridium, Capillitium und Sporen zimmtfarbig. — Auf Weidenholz, — Ungarn. 15. J-, versicolor Phillips (50, S. 115, Tf. 88. f. 8). Gehäuft, gross, kurzgestielt, eiförmig, hellbraun; Capillitium mit verlängertem fleischfarbenem Grunde und schmutzig -hell- grünem kugligen Scheitel, nickend; Flocken warzig; Sporen hellbraun, O.Ol mm. — Auf Kiefernrinde. — Californien. 16. A. vitellina Phillips (50. S. 115, Tf. 88. f. 7). Gehäuft, gross, kurz gestielt, eiförmig, gelb; Capillitium hellgelb, länglich, keulenförmig, nickend; Fäden knotig und in Ab- ständen geringelt, Sporen gleichfarben O.Ol mm. — Auf Eichenklötzen. — Californien. 17. Hemiarcyria leiocarpa Cooke (42, S. 150; 45, S. 405). Sporangien einfach, eiförmig oder birnförmig, selten fast kuglig, blass, mit gleichfarbigem Stiele von der Länge der Sporangien; Sporenmasse und Capillitium gleichfarben oder schwach ocherfarben; Capil- litium ein loses Netz bildend, Schläuche rechtwinklich verzweigt; Spiralen zu 3, dünn, an der convexen Seite der Schläuche vorragend, mit wenigen stumpfen Stacheln unter- mischt; Sporen kuglig, glatt, dünnwandig, 0.0125—0.014 mm. 18. Ivichia, abriqita Cooke (45, S. 404). Sporangien gehäuft, kuglig oder eiförmig, auf einem feinen Hypothallus aufsitzend, ocherbraun oder hell kastanienbraun. Sporenmasse und Capillitium fast von der gleichen Farbe. Schleudern cylindrisch, mit stumpfen Enden, mit 1—3 divergirenden spitzen Stacheln von der Länge des Durchmessers der Schleudern. Etwa 4 Spiralen mit ziemhch breiten Vertiefungen zwischen ihnen. Capillitien und Sporen trüb gelb. Sporen kuglig, feinwarzig, 0.012 mm im Durchmesser. — Auf faulem Holz. — Nordamerika. Ophiuridium Hazslinszky (144, S. 84). Sporangium zusammengesetzt, polster- förmig, mit flacher Basis dem Substrate aufsitzend mit doppeltem Peridium, das äussere krustenförmig , sich in Stücken ablösend, das innere häutig, elastisch aus hexagonalen Täfelchen zusammengesetzt, von deren Enden schraubenförmig gewundene Bänder zur Basis des Peridiums ziehen. Zur Zeit der Pteife zerspringt elastisch dieses Peridium in feine Täfelchen, welche nun mit den aufgerollten Bändern wie Ophiuren erscheinen. 19. Oph. dissiliens Hazl. — Ungarn. 20. Dictydiaethalium dissiliens Hazslinszky (144, S. 85). Peridien polsterföi^mig, rund oder oval, mit 2—5 mm Durchmesser. Das äussere Peridium kastanienbraun, matt körnig, das innere, wie auch die Sporen und Elateren gelbbraun. Das reite Peridium springt bei der geringsten Berührung elastisch auf. Die Arme der Täfelchen erhalten dadurch die dreifache Länge derjenigen, die sie im Ruhezustande hatten. — Auf Weidenholz. — Ungarn. 21. Plasmodiophora Brassicae Woronin (143). Neu aufgestellte Arten. — Myxomycetes, Phycomycetes. 157 II. Phycomycetes. 1. Chytridiaceae. 22. Rhizophydium Bicksonü (145). Einzellig, anfangs vollkommen kuglig, während des Wachsthums jedoch sehr unregelmässige Gestalt annehmend, oft ganz oblong. In den Zellen der Nährpflanze lebend und oft die Fäden derselben verkrümmend. Die zahlreichen Zoosporen treten durch eine oder zwei Oeffnungen aus. — In den Zellen von Ectocarpus granulosus. 23. Synchytrium punctum Sorokin (s. No. 148). 24. Saccopodium gracile Sorokin Gen. et spec. nov. (s. 149). 25. Polyrhina multiformis Sorokin (147, S. 65, Tf. 3. f. 29-39). 3» Saprolegnieae. 26. Achlyogeton (?) rostratum Sorokin (147, S. 64, Tf. 3. f. 40—45). 27. Catenaria Änguillulae Sorokin (147, S. 67, Tf. 3. f. 6-28). 28. Achlya Braimii Reinsch (150, S. 297, Tf. XIV. f. 1—6). Sehr grosso, über 10 mm hohe Thallusfäden. Oogonien ellipsoidisch (mit blossem Auge erkennbar), vielsporig (10—40), unmittelbar aus dem Schlauchinhalte durch Querwandbildung sich bildend, in einer Reihe liegend; Oogoniumwand durchlöchert, Antheridie unmittelbar aus dem Schlauche oder aus dem nächst angrenzenden Oogonium sich entwickelnd, sehr lang (von der Länge des Oogoniums), dünn und verästelt; Sporangien auf besonderen Pflänzchen. — Deutschland. 29. Saprolegnia süiquaeformis Reinsch (150, S. 297, Tf. XV. f. 12. 13). Thallusfäden gegliedert und verästelt, aus bauchigen, durch dünne hohle Zwischenglieder verbundenen Segmenten zusammengesetzt; Sporangien sehr viel grösser als die Segmente, schotenförmig. — Oogonium? — Deutschland. 30. Sapr. sp. (1) Reinsch (150, S. 298). Der unverästelte Thallusfäden am Ende verbreitert in eine Anzahl verdünnter Stielchen übergehend, welche die sehr grossen gedrängt stehenden schotenförmigen Sporangien tragen. — Oogonium? dl. Sapr. sp. (2) Reinsch (150, S. 298, Taf. XIV. f. 7-13 u. Taf. XV, f. 15). Thallusfäden wenig verästelt, röhrig, am Ende sowohl Sporangien wie Oogonien entwickelnd; Oogonien sphärisch auf kurzen Stielen von constanter Länge (^2-^/3 des Oogoniumdurchmessers) ; Antheridien unverästelt, meist zu zwei (oder vereinzelt) nur aus dem Oogoniumstiele sich entwickelnd, mit breiter Fläche an die Oogoniumwand sich anlegend; Oosporen sphärisch, zahlreich (18 — 30), dickwandig, schwach gefärbt. — Deutschland. Naegelia Reinsch (150, S. 298). Thallusfäden gegliedert aus einer Anzahl gleicher cylin drischer, an den Enden plötzlich verdünnter, durch kurze hohle Zwischengliedchen verbundener Segmente zusammengesetzt; Reproductionsorgan (Sporangien und Oogonien ?) gleichgestaltet, besondere Conceptacula , wirtelig an den Enden der Thallussegmente entspringend. 32. iV. sp. (1) Reinsch (ds. Tf. XV. f. 1-6). Thallusfäden mehrgliedrig (4—10), aus gleichen, in einer Reihe liegenden, wirtelig stehenden Segmenten zusammengesetzt; mehrere voll- kommen gleichgestaltete, aber ungleichwerthige Reproductionsorgane (4 — 6) in je einem Wirtel vereinigt oder an dem Ende der Zweige vereinzelt oder gepaart. 33. iV. sp. (2) Reinsch (ds. Tf. XV. f. 7—11). Thallusfäden aus einer geringeren Anzahl nicht gleicher Segmente (2 — 3) zusammengesetzt, Reproductionsorgane nicht regelmässig wirtelig, ungleich in Grösse und Form, am Ende des obersten Segmentes. Blastocladia Reinsch (150, S. 298). Der sehr dickwandige Thallusfäden am unteren Ende bewurzelt, vollkommen einzellig, an der Spitze sowohl einfach als doppelt wirtelig verästelt; die Zweige, am Ende keulig anschwellend, entwickeln durch Sprossung aus freien, im Plasma gelagerten Tochterzellen die Reproductionsorgane (Antheridien? Sporangien und Oogonien ?j ; Oogonien eiförmig mit feinwarziger Membran, bei der Reife leicht von der Ursprungsstelle abfallend; Sporangien zahlreich, an der Spitze sich öffnend, den Oogonien untermischt oder an besonderen Pflänzchen sich bildend. U.BI. Pringsheimi Reinsch (ds. Tf. XVI.). 158 Kryptogamen. — Pilze. 3. Peronosporeae. 35. PerOQOSpora obdueens Schroeter (152). 36. Peronosporites antiquarius W. Smith (155). 4. Mucorineae. 37. Pilobolus nanus van Tieghem (158, S. 340, Tf. 10. f. 16—22). 38. Absidia repens van Tieghem (158, S. 363, Tf. 12. f. 55-63). 39.Rhizopus circinans van Tieghem (158, S. 369, Tf. 12. f. 69-73). 40. Rh. eehinattis van Tieghem (158, S. 370, Tf. 12. f. 64—68). 41.Helicostylium nigricans van Tieghem (158, S. 374, Tf. 13. f. 79-83). 42. H. repens van Tieghem (158, S. 389). 43. Thamnidium verticillatum van Tieghem (158, S. 276, Tf. 13. f. 84—88). 44. Mortierella fmispora van Tieghem (158, S. 385, Tf. 13. f. 105-107). 45. Jf. minutissima van Tieghem (158, S. 385, Taf. 13. f. 89—90). 46. M. nigrescens van Tieghem (158, S. 380, Tf. 13. f. 91 — 104). 47. Syncephalis furcata van Tieghem (158, S. 386, Tf. 13. f. 108. 109). 48. S. nigricans van Tieghem (158, S. 387, Tf. 13. f. 110. 111). 4:9.8. pendula van Tieghem (158, S. 388, Tf. 13. f. 112. 113). 50. Mucor helicostylos Saccaido (36, S. 13). Totus e hyalino flavicans; hyphae fertiles continuae, sursum circinatae v. saltem curvae, apice vesiculam 50 60 mik. diam. spo- rangio globoso flavo inclusam gerentes; sporae ovato-oblongae 18 20:10 — 12 raro 15, perfccte hyalinae. — In stercore humano et felino. — Italien. 51.ilf. spinosus van Thieghem (158, S. 391). III. TJstilagineae. 52.üstilag0 Cesatii Fischer de Waldheim (189, S. 25) = U. Syntherismae Schwz. 53. U. cruenta Kühn (165). 54. U. de Notarisii Fischer de Waldheim (159, S. 22), Sporenmasse schwärzlich -oliven- farben, strichförmig. Sporen rundlich, eiförmig und unregelmässig abgeplattet, die rund- lichen, 11—13, die länglichen 11— 15 : 10 -12; olivenbraun mit stark papillösem Epispor, Papille vorragend und dichtstehend. — In den Blättern von Arrlicnaterum. 55. U. Fischeri Passerini (168). Massa sporarum oculo inermi violaceo-nigra, sporae globosae, violaceo-griseo-purpurascente 4—6 mik. crassae, episporio papillis minutissimis plus minus prominulis consperso. — Ab Ust. Phoenicis Cord, et Ust. Ficuum Rcht. differt praesertim episporio papilloso. — In rachide spicarura feminearum Zeae Maydis. ~~ Italien. 56. U. Muelleriana Thümen (55, No. 623). U. sporis irregulariter rotundatis vel multan- gularibus vel fere quadrangulis vel sphaericis vel subglobosis, tandum agglomeratis, fuscis, episporio laevi, obsolete punctulato, 6.5—11 mm in Diam.; seminibus exedentibus et demum implentibus. — Australia (Victoria) in Junci planifolii seminibus immaturis. 57. ü. pallida Schroeter (166). 58. U. pallida Körnicke (164, S. 33) = U. THgitariae Rbhst. 59. U. Fasserinii Fischer de Waldheim (159, S. 12). Sporenmasse schwarz. Sporen kuglig (4 Mik.), oval oder stumpf und eiförmig, 4—5:4; hell olivenfarben , Epispor glatt. — In den Blüthen und Blüthenstengeln von Aegilops ovata L. — Italien. 60. U. Penniseti Körnicke (164, S. 35). Germina occupans. Sporis in corpusculum clausum pro ratione valde firmum, columella rigida a basi divisa instructum, membrana (germine et palea cum germine plus minus alte connata eftecta) glabra instructum, oblongum coa- litis ; globosis, saepe angulatis, sublaevibus, leviter punctulatis, brunneis, 10.0—12.4 mik. crassis. — In Insula Madeira germen Penniseti vidpini occupans. 61. U. Schweinfurthiana Thümen (55, No. 726). U. Ovaria floresque tota replectens et demum minime deformans; sporis plus minusve globosis, epidermide tenui, sublaevi, vix sub- granulosula, fuscis, solitariis, 10—12 mm in diam. raro etiam 8 mm diam. occurrunt. — Aegyptus inferior. In spicis Imperatae cylindricae. Neu aufgestelltp Arten. — Phycomycetes, Ustilagineae. [59 Schizonella Schroeter (166). Seh. melanogmmma = Uredo mclanogramma DC. 62. Sorosporium Ehrenhergü J. Kühn (165, S. 87). Mit 8—13 mm langen und 3—5 mm breiten, derbliäutigen, gelblich -braunen Brandbeuteln und tief schwarzbrauner Sporen- masse, zeigt rundliche, eiförmige, längliche oder mannigfach gestaltete Sporenballen von 37—86 Mik. Länge. Die rundliclien, braungefärbten , gewarzten Sporen zeigen einen mittleren Durchmesser von 12.4: Mik. Grössere Sporen messen bis 17.2 Mik. — Auf Sorghum cernuum. — Aegypten. 63. Thecaphora Berkelegana Fischer de Waldheim (161, S. 230) = Polycgstis macularis B. et Br. Sporenmasse schwarz. Häufchen rundlich, 12 Mik., oval oder länglich, 15 Mik. lang, 10 Mik. breit, aus 4, seltener 5 Sporen zusammengesetzt. Sporen auf der freien Fläche abgerundet, durchscheinend, schmutzig olivengrün. --- Auf Andropogon perforatus. — Ceylon. 64. Th. Cormiana Fischer de Waldheim (159, S. 35) = Ustilago decipiens Schweiniz. Sporen- masse schwarz. Häufchen rundlich (gegen 50 Mik.) oder eiförmig -stumpf, 50—90 Mik. laug, 40—70 breit, aus zahlreichen (bis 50) Sporen zusammengesetzt. Sporen eckig, 8—14 Mik., hell olivenbraun, mit glattem Epispor und sehr durchscheinendem Inhalt. — Auf Scirpics affinis. — Guadelupe. 65. Tli. Dactylidis Passerini (159, S. 34). Sporenmasse schwarz, pusteiförmig. Häufchen oblong, unregelmässig, aus ziemlich zahlreichen Sporen zusammengesetzt (15 und mehr), Spore klein, eckig, an den freien Flächen abgerundet, braun. - In den Blättern von jDactylis glomerata. — Italien. 66. Tli. Westendorpii Fischer de Waldheim (159, S. 35) = Polycystis Lolii Westend. Sporen- masse schwarzbraun. Häufchen aus eckigen Sporen zusammengesetzt 10—12 Mik. lang, 8 Mik. breit, wenig zahlreich (4 — 8), braun, mit papillösem Epispor. — Auf Lolium perenne. 'ol.Tületia Hordei Körnicke (164, S. 30). Sporis globosis vel ovatis, fuliginoso-fuscis, glo- bosis 19.5—20.4 mik. crassis aliis 21.3 mik. longis, 19.5 mik. latis, ovarium Hordei fragilis Boiss. et Hordei murini et occupantihus et in massam oblongara fusco-nigram membrana inclusam permutantibus ; episporio crassiusculo reticulato. — Persien. ()8. T. Magnusiana Fischer de Waldheim (159, S. 47). Sporenmasse schwarz. Sporen kuglig (10—14 Mik.), eiförmig, abgeplattet oder zugespitzt, bis 16 Mik. lang, bis 12 breit, hell, gelb-braun; Epispor mit sehr zahlreichen und fast papillösen Granul itiouen. — In dem Ovarium von Panicum geniculatum. 69. T. Bauwenhoffii Fischer de Waldheim (S. 50) = Polycystis Bold Westd. Sporen- masse schwarz, Spore kuglig, 26—30 Mik. ; Epispor aus zwei Lagen gebildet, von denen die innere hell-olivenbraun ist, die äussere hyalin, 3—4 Mik. dick, mit grossen sechs- eckigen Netzzeichnuugen , die in die ganze Dicke der Lage eingesenkt sind und kaum vorragen. — Im Ovarium von Holcus lanatus, 70. Entyloma canescens Schroeter (166). 71. E. Chrysosplenii Schroeter (166). 72. E. Ficariae Thümen (160). 73. E. fuscum Schroeter (166), 74. JB. Linariae Schroeter (166). 7b. E. Muscari (Passerini) (166). 76. jE7. Picridis Rostrup (160, S. 3). Sporen rund oder eckig, ungefähr eben so gross wie bei E. calendulae ; Membran meistens aus 2, deutlich gesonderten und beinah gleichdicken Schichten, von denen die äussere braungelb. — Bräunlich gelbe Flecken in den Blättern von Picris hieracioides bildend. 77. E. Banunaüi (Bonorden) (166). 78. E. EhagadioWPdssermi (37, S. 239; 160, S. 4). Sporen gerundet, oval oder eckig; 12 18mm; Membran stellenweise dicker (bei den eckigen Formen), mehrschichtig (bis 4 oder 5 Schichten), oder zweischichtig, dann äussere Schicht besonders stark aufquellend (bis 4 mm) und ums doppelte dicker als die innere; gelb-bräunlich. — In der Blattlamina von Bhagadiolus stellatus. Sporenmasse schwärzlich. — Italien. jgQ Kryptogamen. — Pilze. 79. Entyloma serotinum Schroeter (166). 80. iJ. verruculosum Pa-ssermi (37, S. 239; 54, No. 2253). Massa sporarum maculaeformis ; sporae globosae luteofuscae episporio crasso verruculoso, endoplasmate granulöse. — In Blättern v. Banunculus velutinus. Parma. 81. Urocystis Cepulae Frost (165, S. 19). Sporen kuglich 0.012—0.0155 mm im Durchmesser, bestehend aus gewöhnlich einer, zuweilen 2 dunkelbraunen eigentlichen Sporen, umgeben von zahlreichen (12 — 20) Neben- Sporen. Keimung unbekannt. Mycelium gegen 0.0018 mm im Durchmesser, — An Blättern und Knollen angebauter Zwiebeln. — Nord-America. 82. U. Fischeri Körnicke (164, S. 33) = Ur. Ägropyri (Pers.) bei Fischer auf Carex. 83. U. purpurea Hazslinszky (31). 84. U. Tfitici Körnicke (164, S. 33). Sporis obscure fuscis solitariis vel biuis (rarius ternis) conglutinatis , subtiliter punctulatis, appendicibus saepe coufluentibus depressis vel saepe impressis fuscesceutibus prorsus obtectis. — In vaginis, foliis, caulibus Tritici vulgaris L. — Neuholland. 85. U. um Magnus (54, No. 2390). Kandzellen durchschnittlich 6 Mik. hoch (bei U. Ägro- pyri 2 — 2). Centralzellen meist einfach, seltener zu zwei. Durchmesser der Glomeruli 24 — 30. (Bei U. occelta 18 — 24 Mik.). — Auf Blättern von Poa pratensis var. angustifolia. — Berlin. 86. Polycystis Luzulae Schroeter (166). 87. Tuburcinla CesatH Sorokin (2, S. 50). Die Sporenkuäuel bestehen aus grossen, eckigen, mit glattem Episporium versehenen Sporen, welche zu 12—25 gesammelt sind. — Auf Blättern und Stengeln von Geranitmi-Arten. 88. T. Veronicae Schroeter (166). Entomophthoreae. 89. Entomophthora curvispora Nowakowski (169). 90. JB. ovispora Now. (169). IV. Uredineae. 91. Uromyces Äsdepiades Cooke (42, S. 152). Hypophylla. Soris minimis gregariis, atro brunneis, epidermide cinctis; sporis pyriformibus , laete brunneis, pedicellis hyalinis, bre- vibus, tenuibus. — Auf Blättern von Äsclepias. — Nord-America. Maine. 92. U. Bulbinis Thümen (41). U. acervulis amphigenis, parvis, dense gregariis, in circulis maximis concentrico dispositis, epidermide tectis, firmis, subconcavis, fuscis; sporis clava- tis vel oblongo-clavatis , plerumque vertice subacutatis, basi subangustatis, pedicellatis, episporio laevi, subcrasso, vertice incrassato, 30—36 : 20—22, pedicello caduco, inaequali, 12 : 4, recto vel minime curvulo, hyalino, flavo-fuscis, epidermide obscuriore, intus granu- losis; paraphysibus nullis. — In foliis vivis Bulbinis aloides. — Promont. bonae spei. 93. U. caryophyllinns Schroeter (37, S. 245) = Urom. Dianthi Bereng, wahrscheinlich Uredo Dianthi Pers., Lycoperdon caryopjhyllinum Schrank. — nicht Urom. Dianthi Niessl. Forma teleutosp. : Foliicola, amphigena, acervulis pustulatis subrotuudis vel oblongis, epidermide cinereo velatis. Sporae ovatae-oblongae vel subaogulosae ad apicem calloso-incrassatae, castaneo-fuscae, laeves, stipite hyalino iis multo longiore fultae. — Auf Dianthus Caryo- phyllus. Parma. ' 94. U. cristatus Schroeter et Niessl (54, No. 2866). Dauersporen in dunkelbraunen Häufchen, verkehrt eiförmig, oblong oder fast rundlich, mit breit abgerundetem stumpfem Scheitel, jedoch ohne Kappe, und kurzem Stielchen. Die äussere Membran ist mit länglichen, verbogeneu, unregelmässigen, meist reihenweise g.uppirten, stark vorspringenden Ver- dickungen versehen, — An Blättern von Lyclmis Viscaria. — Mähren und Schlesien. 95. U. deformans Berkeley et Broome (53, S. 52, T. IIb. 1-6). In apicibus disciformibus pedunculorum situs; peridio operculiformi ; sporis obovatis, margine striatis. — Auf Thuja dolabrata. — Japan. 96. U. Hedysari Hazslinszky (31). Neu aufgestellte Arten. — Ustilagineae, Entomoplithoreae. Uredineae. 161 97. Uromyces Heteromorphae Thümen (41). U. acervulis hypophyllis, sparsis, parvis, planis, fascis, liberis, in macula parvula expallescente ; sporis brevissime pedicellatis, ovatis, vertice rotund^to, basi in pedicello angustatis, episporio tenuissimo, dense aculeato, aculeis liyalinis, minutis 32 — 35:22—24, dilute griseo- fuscis; pedicello saepe evanido, brevissimo, hyalino. — In foliis vivis Heteromorphae arborescentis. — Promont. bonae spei. 98. U. laevis Körnicke (164, S. 38). Teleutosporis obovatis vel subglobosis, late apiculatis, laevibus, brevissime pedicellatis, fuscis. — In Euphorbia Gerardiana. — Deutschland. 99. U. Mucunae Kabenhorst (54, No. 2372). Teleutosp. subglobosis, panlum depressis {Pileo- lariae nou dissimilibus), badiis, diam. 13—14 mm., episporio aequicrasso, subtiliter verru- culoso; stipite plerumque valido, subaequali, achroo, hyalino, circ. 15 niik. long. - Ad folia Mucunae prurientis. — O.-Indien. 100. U. oblonga Vize (49, S. 110). Mucula nulla; soris oblongis, hypophyllis; sporis sub- globosis, fuscis, breviter pedicellatis, 0.015—0.02 : 0.062— 0.025 mm. — Auf Blättern und Stengeln von Klette. — Californien. 101. U. Salsolae Keichart (23, S. 842). Aecidium et Ureäo desunt. Teleutosporum acervuli caulicoli et hypophylli, sparsi, ut plurimum suborbiculares, rarius plus minusve longitu- dinaliter protracti, magui, usque ad 6 mm. diametrum extenBij^^e spadiceo uigricantes, convexi, primum tecti demum epidermide lacerata cincti. Teleutosporae in pedicellis longissimis 0.075—0.105 mm. lougis hyalinis persistentes, subglobosae vel obovoideae, 0.018 — 0.024 mm. longae, 0.015—0.02 mm. latae, apice obtusae, basi parum aiigustatae, episporio intense fusco, laevi, pachydermo, vertice evidentissime incrassato, cytioplas- mate manifeste granuloso. — Auf Salsola Soda L. um Kalovsa. 102. U. triquetra Cooke (42, S. 152). Auf Blättern von Elodea. — Nordamerika. Maine. 103. Puccinia angustata Peck (55, No. 838 und XXV. Rep. New-York State Mus. p. 123). P. soris hypophyllis, oblongis linearibusve, angustis, frequenter seriatim positis, primo epidermide tectis, tum crumpentibus epidermide cinctis, uigris; sporis angustis, oblongis vel oblongo-clavatis, in medio valde constrictis, apice obtusis subacuminatisve, basi atte- nuatis, 0.0018 — 0.0024 unc. long., 0.0006 uuc. crass., pedicellis sporis plerumque brevio- ribus. — Ad fol. viva Scirpi Eriophori. — Amer. sept. New-York. 104. P. anomala Rostrup (56, No. 451). Fungus stylosporiferus: Uredo acervulis sparsis, oblongis, minutis, bifrontibus, flavis; sporis ovoideis, 22—25:20, germine ramoso. — F. teleutosporiferus : P. acervulis vaginalibus vel hypophyllis, parvis, irregularibus, obscuris; sporis oblongis vel clavatis, apice rotundatis, pedicellatis, laevibus, fuscis, plurime simplicibus , 32—36:18—20, pauciores unisept. 40—50:20, clavatis; paraphy- sibus nullis. — Auf Blättern von Hordeum Zeocriton. — Dänemark. 105. P. lie/iCHis Schröter (55, No. 635). Aecidium: Soris parvis, epi- vel hypophyllis orbi- cularibus, cupulis minimis, peridiis brevibus, albis, sporis aurautiacis 15 mm. in diam. Uredo: Pulvinulis pulveraceis, fusco cinnamomeis, sporis ovatis vel ellipticis, 22 — 24 mik. long., 19 20 mik. crass., membrana dilute fusca, aculeis 1.5 mik. long., obsites, sporis germinalibus lateralibus 3., plasmate achroo. Puccinia: Pulvinulis parvis, confluentibus, nigro - fuscis , sporis secedentibus, ovatis sive ellipticis, medio parum constrictis, 30—33:20—22 mik. (ad dissepimenta 18—20) pedicellis achrois, brevibus, apice votundalis, basi rotundatis aut parum attenuatis, membrana laevissima aequali castanea, apice non incrastata, poris germinalibus in cellula superiore apicale, in cellula inferiore laterale. — Auf Silene inflata. — Deutschland. 106. P. Beltraniana Thümen (55 , No. 734). P. acervulis hypophyllis , plus minusve orbi- culatis, convexis, granulosis, induratis, sempertectis , sine macula, fuscis, in pagina in- feriore maculam concavam, orbiculatam, magnam, pullide fuscam formans; sporis longa clavatis, medio paullo constrictis, epidermide subtenui laevi, vertice non vel minima incrassato, pedicellatis, dilute ochraceo-fuscis, lumina vix obbcuriora 36—44 mm. long , 16—19 crass., pedicellis longis, tenuibus, flexuosis, hyalinis, 60—80 mm. long., 4 crass., paraphysibus nullis. — In Teucrii fruticantis fol. — Sicilia. 107. P. Cicutae Thümen (39, S. 136). Fung. stylosporiferus: ür. acervulis hypophyllis, sparsis, mediis, liberis, planis, orbiciilatis ; sporis ovatis, vertice rotundato, basi angustato, BotauiBcher Jahresbericht V. 11 162 Kryptogamen. — Pilze. episporio laevi, tenui, 30 mm. long , 24 mm. crass. dilute fuscis. — Fiing. teleutosp.: P. acervulis minutis, hypopliyllis, sparsis, liberis, orbiculatis, fuscis, planis; sporis oblongo-rotundatis, utrinque rotundatis, medio minime vel vix constrictis, episporio laevi, vel minime undulato tenui, vertice non incrassato, 36 mm. long., 28 mm. crass., fuscis; paraphysibus nullis. — In fol. Cicutae virosae L. — Sibirien. 108. Puccinia corticioides Berkeley et Broome (53, S. 52, Tf. IL f. 7. 8). Soris confluentibus armeniacis; sporis pellucidis subellipticis, centro demum contractis ; pedicellis longissimis. — Auf einer Graminee, wahrscheinlich Ärimdinaria. — Japan. 109. P. crassivertex Thümen (39, S. 137). Fung. stylosp. : Uredo acervulis confertis, epiphyllis, tectis, dein liberis, pallide fuscis, parvulis; sporis plus minusve clavatis, pedicellatis, medio constrictis, laevibus, vertice crassissimo, fusco, subacutato, basi angustato, lotae sporae longitudo 72 mm., loculo superiore 28 mm. (vertice 15 mm.), loculo inferiore 22 mm., pedicello 12 mm. long., 15 mm. crass., hyaline; pallide fuscis, para- physibus nullis. — In Iridis ruthenicae fol, — Sibii'ien. 110. P. Dentariae Hazslinsky (31). 111. P. dioieae Maguus (174). 112. P. Braiae Hazslinsky (31). 113. P. Fuckelii Körnicke (164, S, 20) = P. semireticulata Fuck. 114. P. Heteropteridis Thümen (55, No. 839). P. acervulis amphigenis, gregariis, magnis, primo tectis, dein epidermide disrumpenti cinctis, elevatis, orbiculatis, vel etiam interdura confluentibus, subhemisphaericis vel tuberculaeformibus , primo luteo fuscis, demum spadiceis; sporis ellipsoideis, vertice interdum subobtuso acutato, minime incrassato, medio septatis, subpellucidis , episporio laevi, tenui, pulchre spadiceis, 50 mm. long., 25 mm. crass., pedicellis longis, tenuissimis, flexuosis, sursum subdilatatis, hyalinis vel sensim coloratis, 70 mm. long., 3—4 crass., paraphysibus nullis. — Ad fol. viva Hetero- pteridis angustifoliae. — Argentina. 115. P. limosae Magnus (174). l 116. P. Macrorhynchi Rabenhorst (54, No. 2387). a) Aecidium: peridio margine revoluto subtiliter denticulato-fisso, sporis ovali-globosis luteis vel luteolis, diam 15 mik. (12—18), episporio laevi subcrasso achroo. — b) Puccinia: teleutosporis oblongis, diam. 20 mik. duplo longioribus, medio plus minus constrictis, luteo-fuscis vel subbadiis ; cellula super, globosa vel depresso-globosa, infer. subhomoidea vel cuneata in stipitem attenuata. Membrana laevi, tenui, tum vertice tum basi aequali. — An Blättern von Macrorliynclms asplenuifoUus. — Ostindien. 117. P. Martianofflana Thümen (39, S. 138). P. acervulis hypophyllis, dense gregariis, primo tectis, demum liberis, fuscis, saepe confluentibus, in macula expallescente, inqui- nantibus; sporis irregulariter ovoideis, vertice truncato, basi rotundato, medio non vel minime constrictis, fuscis, pedicello brevissimo, hyaline, caduco, 28 mm. long., 18 mm. crass., impellucidis. — In Paeoniae anomalae foliis. Sibirien. 118. P. Mesnieriana Thümen (55, No. 834; 56, N. 514). P. acervulis amphigenis, plerumque hypophyllis, saepe marginalibus et petiolicolis, sparsis, orbiculato-elevatis, Verrucae^ formibus, induratis, epidermide tectis dein erumpentibus , sine macula, vel in pagina superiore maculam nigro-violaceam formans, uitido atris; sporis fasciculatis, longe- clavatis, medio constrictis, cellula superiore quadrangula, 15 mm. crass., apice imposita, obtusa, saepe subcoronata ut in P. coronata Cda., cellula inferiore duplo longiore, basi angustata, 12 mm. crass., episporio laevi, tenui, vertice subincrassato 50 mm. long., pedi- cillo basi verticeque dilatato, medio angustato, 35 mm. long., 3—4 mm. crass., hyalino; fuscis; paraphysibus nullis. — Ad fol. Bliamni alaterni. — Lusitania. 119. P. Morthieri Körnicke (164, S. 19) = P. Geranii Fckl. 120. P. obscura Schroeter (37, S. 256). Uredosporen elliptisch 24—26 Mik. lang, 20-22 breit, mit braunem, stachligem Epispor und mit fast farblosem Inhalt (bei P. Luzulae sind sie fast linealisch, mit fast glattem, farblosem Epispor und röthlichem Inhalt). Teleutosporen 70—78 Mik. lang, untere Zelle 13—15, obere 16-21 breit, am Scheitel stark verdickt, doch weniger als bei P. Luzulae, hellbraun, am Scheitel mit dickem Neu aufgestellte Arten. — Uredineae. 2g3 Keimjiorus. — Auf Luzula campestris. L. miiltiflora und L. maxima. — Deutschland, Italien. 121. Pwccmm Oenotherae Yize (49, S. 109). Macula nuUa; soris rotundatis, nee confluentibus; sporis brunneis, oblongis, constrictis, pedicellatis. — Von ihrer Uredoform begleitet. — Auf Oenothera densiflora. — Californien. 122. P. Oreoselini Körnicke (164, S. 2) = Uredo Oreoselini Strauss. Aecidium ignotum. Acervis uredinis et teleutosporum petiolos eorumque partitiones longitudinaliter occu- pantibus et intumescentibus et torquentibus, apertis, epiderniide tenui lacerata cinctis. Uredo ferrugiuea; sporis obovatis vel subglobosis, episporio valde incrassato tuberculato. • Teleutosporis oblongis . obtusis , vertice levissime incrassatis , medio parum constrictis, subtiliter tuberculatis, saturate fuscis pedicellatis, pedicellis longitudine sporum aequan- tibus, hyalinis. — Auf Peucedanum Oreoselinum. — Deutschland. 123. P. Peucedani Körnicke (164, S. 17) = P. Oreoselini Fuckl. 124. P. Picridis Hazslinsky (31). 125. P. Poae Nielsen (175). 126. P. Printsiae Thümen (55, No. 742). P. acervulis hypophyllis, sparsis, maximis, con- fluentibus vel compositis, elevatis, suborbiculatis , verrucaeformibus, spadiceo-castaueis in macula expallescent., in pagina superiore luteo-fusca, concava; sporis clavatis, vertice obtuso-acutatis , medis constrictis, longo pedicellatis, episporio laevi, subcrasso, vertice incrassato, loculo superiore 20—22 mm. crass., loculo inferiore 16 — 18, pedicellis subrectis vel minime curvatis, utriuque minime incrassatis, 25 mm. long., 5—8 crass., totae sporae longitudo 68—72 mm. dilute fuscis, valde fragilibus. — In fol. Printziae Huttoni. — Promont. bonae spei. 127. P. Sesleriae Reichardt (23, S. 842). Aecidium in foliis vivis Bhamni saxatilis Jacq. acervulos hypophyllos, sparsos, maculis decoloratis insidentes, ut plurimum orbiculares 2—4 mm maguos, rarius secundum nervös longitudinaliter protractos formant. Peridia concentrice disposita, cylindrica, 1 mm. longa, 0.3—0.4 mm. lata, ore sublacerato, ex albido lutescentia, mox pallescentia, e cellulis polyedricis parum incrassatis contexta. Sporae globosae vel subpolyedrae 0.015—0.017 mm. magnae, dilute aurantiacae. — Uredinis acervuli in Sesleriae caeridea Ard. foliis vivis insidentes. Sporae subglobosae, 0.015-0.018 mm. magnae, dilute ochraceae, episporio crasso, subtiliter brevissimeque spinuloso, poris germinativis 5—6 irregulariter dispositis. — Teleutosporae ex eodem mycelio ut Uredo oriuudae, acervulos lineares formant. Sporae singulae in pedicello recto, byalino 0.024—0.03 mm. longo, persistentes, clavatae, vertice rotundatae, medio parum constrictae, 0.025—0.03 longae et 0.018—0.021 mm. latae. membrana intense fusca, pachyderma subitiliter grauulata, poris germinativis centralibus. — Bei Wien. 128. P. Slierardiana liöxnickQ (164, S. 19), Aecidium et Uredo desunt. Teleutosporae: Dicrois hypophyllis, parvis, aggregatis, orbicularibus, apertis, fusco nigris ; Teleutosporis persistentibus ovatis vel breviter obovatis apice rotundatis, laevibus, obscure fuscis, tegumentis crassis vertice paullo crassioribus, longo pedicellatis, pedicellis latis hyalinis quam sporae pluries longioribus. — In foliis Malvae Sherardianae L. -- Armeuia. 129. P. lliümeniana Voss (180, S. 404). Aecidium = Aecidium involvens Voss. Uredosporen kuglig, Episp. gelblichbrauu gefärbt und glatt. Durchmesser 26—31 Mik. (zumeist 29). Bilden lichtbraune, kaum 1 mm breite, halbkugelige Häufchen auf der Unterseite der Blätter oder in deren "Winkeln. — Pucc.-Sporen kugelig-elliptisch, in der Mitte wenig eingeschnürt; 29—36 (zumeist 33): 24— 29 (meist 26) Mik. Untere Zelle meist etveas kürzer als die obere, beide abgerundet, die obere vollkommener als die untere, die an der Ansatzstelle des Stieles gewöhnlich etwas abgeplattet ist. Obere Sporenzelle am Scheitel nicht verdickt. Episporium kastanienbraun, mit kleineu Höckern allseits besetzt. Stiel farblos, 58—73 Mik. lang. Bilden an den Blättern schwarze, von der Epidermis nicht bedeckte Häufchen, an den Stengeln bis 1 cm. lange Rasen. — Auf Myricaria germanica. — Tirol. 130. Phragmidium microsorum Saccardo (36, S. 10). Caespitulis minutis gregariis hypo- phyllis; Teleutosporis oblongis cylindraceisve , 70-90:25—28, 3- 4-septatis, supernc 11* jß^ Kryptogameii. — Pilze, asperiilis, vertice mucronatis , fusco ciunamomeis, stipHibus obclavatis teleutosporas subaequantibus; uredosporis globosis muriculatis, flavis; cystidiis intermixtis uncinatis hyalinis. — In fol. Buhi caesii. - Italien. Hamaspora Körnicke n. gen. (164, S. 22) Teleutosporis pluriseptatis, interdum uniseptatis, liberis; pedieellis in corpusculum emersum prominens cylindricum vel fusi- forme band gelatinosum coalitis. — Teleutosporae fusiformes, integumentis tenuibus, hyalinis, granulis et guttis aurantiacis vel flavidis repletae. H. Ellisii Kcke. = Podisoma Ellisii Beck. H. longissima Kcke. = Phragmidium longissimuni Thüm. 131. Coleosporium fuscum Hazslinsky (31). 132. C. Ligulariae Thümen (39, S. 140). C. acervulis gregariis, hypophyllis, saepe con- flueiitibus, applauatis vel vix elevatis, rubris; sporis 3—4 conjunctis, fere globosis, sed compressis, 20 mm. long., 28 mm. crass., concatenatis, 80 — 85 mm. longitudine catenu- larum epiderraide tenui, laevi, sporis terminaiibus acutatis, pulclire ocliraceoflavis ; para- physibus nullis. — In Ligulariae sibiricae DC. fol. — Sibirien. 133. Melampsora caprearum Thümen (39, S. 140, ohne Diagnose). Ad fol. Salicis. — Sibirien. 134. ikf. CynancM Thümen (30, S. 140). Fung. stylosporif. : Uredo acervulis elevatis, hypo- phyllis, raro amphigenis, orbiculatis, liberis, aurantiacis, sparsis, disciformibus ; sporis plus minusve globosis vel late ellipsoideis, episporio crasso, hyaline, laevi, nucleo flavo, granulöse 20-22 mm. in diam. — Fung. teleutosp.: M. acervulis sempertectis , dense gregariis, hypophyllis, rotundis, saepe confluentibus, badio-fuscis, induratis, parvis sporis late cylindraceis vel vix cuneatis, episporio laevi, tenui, intus granulosis, 55 mm. long., 12 mm. crass., flavo-fuscis. — Ad Cynanclii sihirici R. Br. fol. viva. — Sibirien. 135. Uredo Lepisclinis Thümen (41). U. acervulis amphigenis, sparsis vel subgregariis, mediis, primo tectis, convexis, firmis, postremo liberis, disciformibus, coucavis, ochraceis, sporis difformi-rotundis vel irregulariter globosis, vertice plerumque minime obtuso- acutato, intus granulosis, episporio subcrasso, heterogeno, 20—24 mm. in diam., dilute fusco-ciuerascentibus. — In fol. vivis Helichrysi nudifolii. — Promont. bonae spei. 136. U. Lespedeziae Thümen (55, No. 643). U. acervulis hypophylhs, minutissimis , appla- natis, dilute fuscis, in utraque pagina maculam indeterminatam stramiueo-flavidam for- mans ; sporis plusminusve globosis, epidermide, tenui, subgranulatis, dilute fuscis, impellu- cidis, 15—17 mm. in diam. — In Lespedeziae violaceae foliis vivis. — Amer. sept. Carol. austr. 137. ü. Myrsiplnjlli Thümen (41). U. acervulis hypophyllis, sparsis, pro maxima parte soli- tariis, mediis, tectis, concavis, dilute flavidis in macula magna, indeterminata, exarida straminea, sporis magnis, ellipsoideis, episporio subcrasso, granuloso, inaequali, 34—40: 26-30, pallidissime luteis : paraphysibus nullis. — In foliis vivis Myrsiphylli falsifor- mis. — Promont. bonae spei. 138. U. pirolata Körnicke (164, S. 28). Maculis nullis; acervis non nisi hypophyllis, aequa- liter dispersis, orbicularibus, primum epidermide tenui tectis, cito apertis et epidermide tenui lacerata cinctis, (in sicco) flavidis ; sporis plerisque subglobosis, interdum obovatis vel subclavatis, vel ellipticis, donse et evidenter tuberculatis, subglobosis 21.3 Mik. longis 17.7 crassis, longioribus varii diametri e. c. 32 Mik. longis 15.1 crassis. — In Pirola elliptica. — America borealis. 139. ü. Teplirosiae Rabenhorst (54, No. 2375). In Tephrosia purpurea. — 0. Indien. (Ohne Diagnose.) 140. U. Thermoxisidis Thümen (39, S. 139). U. acervulis hypo-, raro etiam epiphyllis, orbi- culatis, sparsis, liberis, fuscis, epidermide circumdatis; sporis ovatis, nucleatis, epider- mide tenui, laevi, dilute fuscis, 22—25 mm. long., 18— 20 mm. crass.; paraphysibus nul- lis. — Ad Thermops. lanceolat. fol. — Sibirien. 141. U. Zehneriae Thümen (41). U. acervulis hypophyllis, sparsis, interdum confluentibus, saepe in circulo dispositis . epidermide expallescente tectis , dein erumpentibus , mediis, planis, rufo-fuscis; sporis plus minusve globosis, plerumque basi subacuminatis, laevibus. Neu aufgestellte Arten. — Uredineae. 165 dilute brunneis, episporio tenui, 25 mm. in diam. — In foliis Zelmeriae scabrae. — Promont. bonae spei. 142. Caeoma nervisequum Thümen (41). Caeoma acervulis bypopbyllis , gregariis , semper internervalibus, mediis, confluentibus, subfirmis, tectis, pro maxima parte serialis, pallide ochiaceo-luteis, in foliorum pagiua superiore maculam rufo-fuscam formans ; sporis valde irregularibus-oblongis, ovatis, subglobosis, ellipticis , sed semper plus minus compressis, in catenulis rectis, longissimis, 8— 20-spons, liyalinis, intus granulosis, episporio tenuis- simo, laevi, 20—22:16—18. — In Cheilanthis'hastatae frondibus vivis. 143. Aecidium ampMcienum Hazslinsky (31). 144. Äe. Asteris Tbümen (39, S. 134). Ae. acervulis parvis, dense gregariis in macula orbi- culata, fusca, aurantiacis, ore laevi, crasso, bypopbyllis: sporis irregulariter ellipsoideis vel angulosis, verraculosis, verruculis minutis, episporio tenui, intus granulosis, byalinis, 22 mm. in diam. — Ad Asteris albini folia. — Sibirien. 145. Ae. fiilgens Hazslinsky (31). 146. Ae. GaJatellae Thümen (39, S. 134). Ae. acervulis hypophyllis, dense gregariis in macula rufo-brunnea , purpurea-marginata , indeterminata , cupulis elevatis, ore laevi, flavidis, parvis; sporis globoso-polygouis vel bexagouis, episporio laevi, crassiusculo, nyalino, nucleo fulvo, globoso, 14 mm. in diam. — In GaJatellae dalmricae DC. foliis. — Sibirien. m.Ae. graveolens Sbuttlewortb (181, S. 315). Peridien über die ganze Blattfläcbe zerstreut, ohne Flecken, kurz, von eigentbümlicbem Geruch. —.Auf Berbcris vulgaris, — Schweiz. 148. Ae. gregarium Hazslinsky (31). 149. Ae. Hartwegiae Thümen (41, 55 Nr. 824). Aec. acervulis hypophyllis, dense gregariis. concentrico dispositis in macula vix decolorata , luteis , parvis , ore sublaevi , pallidiore, subasperato, sporis globoso-ellipticis, regularibus, episporio subcrasso, laevi hyalino, dilute flavidis, intus similaribus, 20—34 mm. long., 18—20 mm. crass. — Ad Hart- wegiae comosae fol. viv. — Promont. bonae spei. 150. Ae. lobatum Köruicke (164, S. 36). Plantam nutricem deformans, bypophyllum; peridiis parum prominentibus , ore in lacinias circiter quatuor perlongas latas albas vario modo involutas submembranaceas fragilis divisis; sporis aurantiacis, subglobosis, 17.5— 19.5 mikr. longis, 16.0—17.5 crassis. — In foliis Euphorbiae Cyparissiae. Lorch ad Rhenum. 151.^6. Martianoffiamim Tbümen (39, S. 135; 55, No. 821). Aec. acervulis parvulis, dense gregariis, epiphyllis vel etiam caulincolis, elatis, orbiculatis, rubro-auranliacis, ore laevi, albo-flavo; sporis plus minus globosis vel globoso-ovoideis , basi verticequc cum processo semigloboso hyalino, episporio laevi", tenui, dilute flavidis, subpellucidis, 20—22 mm. diam. — Ad Artemisiae glaucae fol. viv. — Sibiria occident. 152. Ae. paludosum Passermi (37, S. 267). Amphigenum, cupulae minutae, ore lacero- dentatae, expansae, in maculis flavicautibus aggregatae. — Au Bl. von Senecio paludosus. — Italien. 153.^6. Pelargonn Thümen (41). Ae. soris hypophyllis, dense gregariis, concentrico dis- positis, parvis, in macula minima expallescente, dilute aurantiacis, ore sublacerato vel crenato, albo-luteo, crasso, elevato; sporis ellipticis vel subglobosis, 21-24:18—22, episporio subgranuloso vel obsolete verruculoso subcrasso, hyalino, utrinque rotundatis pallidissime flavis, interdum laevi cateuulatis. — In foliis vivis Pelargonit alchemilloidis Promont. bonae spei. 154. ^e. Phlomidis Thümen (39, S. 136; 55, No. 827). Aec. acervulis dense gregariis, hypophyllis, saepe foliorum pagiuam totam occupans, minutis, flavidis, ore laevi, orificiis minutis ; sporis plus minus globosis, laevibus, episporio subcrasso, byalinis vel pallidissime flavidis 20 mm. diam. — Ad Phlomis tiiberosae fol, Sibiria occideut. 155. ^le. Bhagadioli Passerini (37, S. 267). Amphigenum cupulae minutae folii paginam fere omnino tegeutes ore lacero-dentato reflexo. — An Bhagadiolus stellatus. Italien. 166 Kryptogamen. — Pilze. 156. Äecidium Rostrupii Thümen (55, No. 624). Aec. acervulis gregariis, hypophyllis, raro am- phigenis, planis in macula discolori, immarginata, fuscescente, peridiis confertis, orbicu- latis, ore laevi, interdum vix incisa, lutescentibus ; sporidiis irregulariter ovoideis vel globoso-ovatis , subtiliter lineolatis, utrinque truncatis, hyalinis, 18 — 22 mm. long., 12—15 mm. crass. — In foliis vivis Crej)idis bienwii^. — Dania. Ibl.Äe. Withaniae Tliiimen (41). Ae. acervulis hypophyllis vel etiam caulincolis, sparsis, ochraceis; pseudoperidiis saepe dense gregariis, subelevatis, confluentibus, flavidis, ore laevi, rotundo, sporis globosis, pallidissime griseo-fuscis , episporio subcrasso, laevi, 17 — 18 mm. in diam. — In foliis caulibusque vivis Withaniae sonmiferae. — Promont. bonae spei. 158. -4e. (Roestelia) Cotoneastris Körnicke (164, S. 24). Peridiis subampuUaceis, teneribus, demum longitudinaliter in partes graciles, flexuosas lateraliter conjunctas dilaceratis, ad latus interius, verrucosis celluiis apicalibus isodiemetricis, reliquis oblongis. Sporis globosis, laevibus fuscis. — Auf Cotoneaster integerrimus. — Schweiz. 159. Roestelia hyalina Cooke (181, S. 315). Peridien kleiner als bei R. corniita, am Ende zugespitzt, durch eine Längsspalte durch das ganze Peridium geöffnet. Sporen kleiner als bei B. cornuta, nicht gestreift. — Auf Crataegus sp. — N.-America. 160 Peridermium Orientale Cooke (181, S. 315). Peridium wie bei Per. aeicolum. Sporen wie bei Per. corticolum. — Auf Pinus australis, P. longifoUa, P. excelsa. — Ost- Indien. V. Basidiomycetes, 1. Tremellaceae. 161.Laschia longipes Berkeley (53, S. 43). Pileo tenui umbilicato pallide aurantiaco, lobato, stipite elongato sursum dilatato fissili, poris brevibus angustis sinuatis radian- tibus. — Aru. 2. Hymenomycetes. a. Thelephoreae. Clavarieae. 162. Stereum contrarium Berkeley (53, S. 52). Rigidum conchiforme; pileo uigro zonato hispido, hie illic glabrescente, margine pallido, hymenio caudido revivescente. — Japan. 163.5«. effusim Berkeley (53, S. 44). Pallidum margine inflexo lacerato-lobato , lineato pulverulento ; hymenio lineato. — Aru. 164. St. induratum Berkeley (53, S. 44). Durissimum conchiforme concentrice sulcatum velutinum; hymenio laevi subtiliter pulverulento, contextu rhabarbarino. 165. St. Moselei Berkeley (53, S. 48). Pileo ex infundibuliformi flabellato subtiliter velutino subzonato cervino margine pallidiore; stipite e basi parva oriundo opaco pallido; hymenio rufulo. — Malamon (Philippinen). 166. St. prolificans Berkeley (53, S. 41). Gregarium infundibuliforme , stipite brevissimo; pileo sulcato-zonato vetutino spadiceo, hymenio laevi plicato nitido brunueo. — Somerset, Cap York. 167. St vespilloneum Berkeley (53, S. 44). Tenue flabelliforme vertice parvo orbiculari affixo ; pileo badio rufo zonato velutino ; hymenio badio, margine sterili pallido. — Aru. 168. Solenia grisea Quelet (11, S. 329, T. VI. f. 13). Becher krugförmig, 0.5 mm. breit, zottig, perlgrau, iu kleinen Rasen dicht zusammenstehend, wollig silbergrau bebaart. Hymenium schwarzbraun oder braun. Sporen 10 Mik. lang, elliptisch, farblos. — Auf trockenen Tannenzweigen. — Frankr. im Jura. 169. Craterellus floecosus Boudier (12, S. 308, T. IV. f. 3). Hut wenig fleischig, trichter- förmig, anfangs rauchbraun, später gelbgrau, mit flockigen, spitzen, aufgerichteten oder wolligen Schuppen besetzt und am Rande etwas gebogen. Hymenium röthlich-grau oder etwas gelblich, gegen den Stiel schlecht abgegrenzt. Stiel gewöhnlich dunkler als der Hut, besonders am Grunde, später abblassend, glatt, voll, mit grauem Fleische, wie das des Hutes. Sporen elliptisch, blass ocherfarben, innerlich körnig, 10— 12 : 6— 7 Mik. — Frankreich. Neu aufgestellte Arten. Uredineae. Basidiomycetes. 167 170. Pistillaria mucedinea Boudier (12, S. 308). Ganz weiss, V2 - ^U ™m. hoch. Keule länglich, linienförmig , bis zum Ende fruchttragend. Hymenium im Verhältniss zum Fleisch dick, von 4 sporigen Basidien gebildet. Stiel scharf abgegrenzt, weiss, durch- scheinend, glatt, etwa V4 so lang als die Keule. Sporen weiss, etwas körnig, elliptisch- spindelförmig, 7—8:3-3.5 Mik. — Auf alter Baumrinde. - Frankreich. 171. Typhula cancina Karsten (1, S. 340). Pusilla. Clavula obovoideo-elongata, alba. Stipes hyalino-albidus, siccus albus, subpilosulus. Hybernaculum innatum, sphaeruideo- depressum, ex albido lutesoens. — In foliis Caricis vesicariae. — Finland. 172. r. Semen Quelet (]l, S. 326, Tf. VI. f. 2). Stiel haarförmig, 1 cm. lang, unter der Lupe flaumig, weiss, durchscheinend, mit zottigem Grunde auf einer schwarzen unter- irdischen Kugel aufsitzend (Sclerotium Semen Tode). Keule cylindrisch, 10—15 mm. lang, röhrig, gerippt, grau oder braun. Sporen elliptisch -spindelförmig, 12 Mik. lang, farblos. — Frankreich. b. Hydneae. Polyporeae. 173.Hydnum acre Quelet (11, S. 324, Tf. VI. f. 1). Hut und Fleisch anfangs gelbbraun oder olivenbraun. Stiel dunkler. Geruch scharf und bitter. - Frankreich, bei Paris. 174. fl. olklum Berkeley (53, S. 51). Stipite brevi centrali impolito; pileo zonato floccis lineari-fasciculatis squamoso cinerascente; aculeis elongatis sporisque pallidis. — Japan. 175. H. (Mesopus) MonMUcum Saccardo (36, S. 4). Liguoso coriaceum; pileo compacte, subplano, centro excavato, subregulari, tomentoso-velutiuo, ferrugineo-spadiceo, intus fusco, azono; stipite subregulari, cylindraceo, spadiceo e velutino glabrato; aculeis aequalibus ad medium fere stipitem decurrentibus , longiuscule subulatis, constanter ochraceo- brunneis; sporis e globoso-muricatis, 4-5 diam., ferruginascentibus. — Totus 8-5 cent. altus; pileus 4 6 cent. latus, 3/4 cent. crassus; stipites Va— 1 cent. crassus. — Italien. 176. if. (Pleuropus) nanum Sauter (24, S. 73). Nanum (V2"), caespitosum, fusco cinereum, pileo submembranaceo, laevi, glabro semicirculari, 2—3" lato, stipite brevissimo (1—2'"), filiformi, nudo, aculeis linearibus, albidis, in stipitem decurrentibus. Auf faulendem Fichtenholz. — Salzburg. 177.1rpex consors Berkeley (53, S. 51). Imbricato-reflexus; pileis pulverulento - tomentosis mox glabrescentibus leviter zonatis; dentibus compressis umbrinis apice candidis. - Japan. 178.Merulius i/iganteus Sauter (24, S. 73). Maxiiflus (V2' altus et latus), e pluribus pileis imbricatis constans, spongiose carnosus, uvidus, fusco ferrugineus, zonatus, subtus glaber, margine tumido, plicis amplis, gyrosodentatis. — Auf nacktem Boden. — Salzburg. 179. Polyporus minis Kalchbrenner (39, S. 145). Tubuli bi-triplo longiores quam in Polyporo Inzengae, scilicet ultra tres pollices. Omnino coutinui nee stratosi, ore miuuto, rotundo, plauo, niveo. Superne vestigia modo fomenti mollis, ferruginei adsunt ex quo conjicere licet, hunc fungum ad Placodermeos , Fomentarios pertinere. — In arbor. frondos. truncis. — Sibirien. 180. P. (ßesupinati) henetostus Berkeley (53, S. 52). Late effusus, subtus margineque albidus; hymenio spadiceo areolato-fisso ; poris minutis. — Tahiti. 181. P. fB.J Bostafinskii Karsten (1, S. 274). Effusus, adnatus, aridus, ex albo lutescens, margine strigoso, tenuis. Pori mediocres, rotundi, subinaequales, dissepimentis tenuibus, subfimbriatis. — Supra corticem Ahn. — Finland. 182. P. (Anodermei) ahruptus Berkeley (53, S. 42). Durissimus imbricatus reviviscens; pileo liguicolori hie illic rufescente glabrato; hymenio noduloso, juniore pallido, seuiore pallescente ; poris puuctiformibus. — Arn. 183. P. (Apus, A.) Aleuritidis Reichardt (51, S. 8). Pileus dimidiatus, tenuis, coriaceus, ex albido dilute fuscesceus, zonatus, e velutino glabrescens, margine obtuso, inflexo, sterili , hymenium crassum, cinnamomeum, poris valde elongatis, minutissimis, puuctiformibus; sporae ellipticae, O.Ol mm longae, laeves, dilute cinnamomeae. — Auf Aleurites-Stämmen. — Oahu (Hawaiische Inseln). 184. P. (A.) foedatus Berkeley (53 , S. 41). Pileo subtenui reniformi azono umbrino fuli- IßQ Kryptogamen. — Pilze. ginoso; margine pallido radiato-rugoso sterili; contextu pallido sericeo; poris puncti- formibus acie obtusis pallide cinnamomeis. — Somerset, Cap York. 185. Poh/porus (A) laeticolor Berkeley (53, S. 46). Pileo dimidiato postice leviter decurrente armeniaco rugoso subtiliter velutino, margine tenui irregulariter lobato; contextu moUi cinnabarino, primum armeniaco; hymenio cinnamomeo, margine ochroleuco; poris minutis acie acutis. — Malamon (Philippinen). 186. P. (Ä.) ostreaeformis Berkeley (53, S. 46j. Imbricatus albidus; pileo dimidiato tomentoso postice innato-fibroso rugoso, margine acuto; hymenio piano; poris angulatis, dissepimentis tenuibus acie integris. — Mananon (Philippinen). 187. P. (A.) semidigitaliformis Berkeley (53, S. 39). Gregarius; pileo ungulato e mycelio tomentoso oriundo albido rugoso tomentoso; poris majoribus, postice lamellatis. Hut V4 V3 ^oll breit, Poren i/,o — Vae Zoll im Durchmesser. — Pennant Hills, Paramatta. 188. P. (Piacodermei) arnensis Berkeley (53, S. 43). Pileo dimidiato tenui sulcato-zonato radiato-rugoso primum pulveruleuto brunneo, margine tenuiori; hymenio coucolori; poris demum elongatis; contextu ferrugineo. — Aru. 189. P. (PIJ caliginosus Berkeley (53, S. 46). Pileo tenui rigido saepe longe decurrente zonato lineato-rugoso atrobrunneo; margine acuto crenato-lobato; contextu hymenioque ferrugineo; poris minutis. — Malamon (Philippinen). 190. P. (PI.) exotheplirus Berkeley (53 , S. 49). Durus ; pileo sulcato-zonato , primitus subtiliter tomentoso glabrescente, margine sulcato prominulo obtuso lobato; contextu ligni colore; porig brunneo-ferugineis minutis. — Admiralitäts-Inseln. 191. P. (Pl.J Fullageri Berkeley (53, S. 54). Durissimus; pileo pulvinato, postice nigrescenti- !:runneo, antice subtiliter velutino rhabarbarino rugoso parce sulcato; vertice elongato; contextu fulvo; poris minutissimis. — Lord Howe's Insel. 192. P. (Pl.J incrassatus Berkeley (53, S. 41). Durus reniformis; pileo primum tenui azono, demum incrassato rugoso marginem versus repetite zonato pulveruleuto coifeato; cuticula dui-a ; hymenio cinnamomeo ; margine demum sterili sulcato ; contextu ferrugineo ; poris punctiformibus , dissepimentis obtusis, rigidis. — Somerset, Cap York. 193. P. (Pl.J scansiUs Berkeley (53, S. 53). Levis, pileo pulvinato brunneo repetite profunde sulcato-costato coffeato; cuticula tenui rigida; contextu crasso candido fibroso in porös brunneos punctiformes desinente. — Juan-Fernandez. 194. P. (Inodermei) araUis Berkeley (53, S. 53). Luteo-olivaceus ; pileo dimidiato subimbricato flexili concentrice sulcato nitido glabrato; margine tenuissimo, subtus sterili; contextu coucolori; poris parvis rigidiusculis saturatioribus — Lord Howe's Insel. 195. P. (I.J Pocas Berkeley (53, S. 51). Pileo reniformi, vertice affixo, leviter zonato, villis radiantibus ornato, postice leviter decurrente, margine tenui ochroleuco acuto sterili; hymenio pallido, postice cinerascente ; poris punctiformibus acie obtusissimis. — Japan, 196. P. (I.) russogramme Berkeley (53, S. 45). Umbone affixus spadiceo-rufus coriaceo- mollis rigescens; pileis imbricatis subzonatis radiato-lineatis, margine acutissimo tenui lacerato; poris irregularibus; dissepimentis acutis tenuibus dentatis flexuosis. — Ternate (Molukken). 197. P. (I.) subpelluciäus Berkeley (53, S. 51). Imbricatus; pileis tenuibus lobatis sericeo- hirsutis leviter zonatis ; hymenio e pallido brunneolo; poris parvis dentatis, dissepimentis cartilagineis. — Japan. 198. P. (Plearopus) basipes Berkeley (53, S. 49). Pileo flabelliformi conchato sericeo lineato subvelutino zonato rufo, exsiccato incurvo; stipite brevi applanato hispidulo; hymenio palhdo; poris minutis angulatis, dissepimcntibus tenuibus. — Admiralitäts-Inseln. 199. P. (Pl.J DicUnsii Berkeley (5o, S. 50). Pileo tenui papyraceo spatulato basi stipitiformi angustato, subtiliter tomentoso glabrescente, hie illic fisso, poris amplis brevibus sinuatis decurrentibus , margine inflexo. — Japan. 200. P. (Pl.J meleagris Berkeley (53, S. 42). Pileo flabelliformi stipite brevissimo affixo zonato radiato lineato brunneolo; margine lobato acutissime quandoque striato; hymenio e pallido umbrino; poris angulatis hie illic sinuatis, dissepimentis rigidiusculis. Aru. Neu aufgestellte Arten. — Basidiomycetes. 169 201. Pohj2)orus (PI.) peroxydatus Berkeley (53, S. 39). Tennis suborbicularis, rnbiginoso- pulverulentus; pileo leviter zonato rugoso; stipite brevi crasso; hymonio convexo ferru- gineo; poris angulatis; contextu rhabarbarino. - Pennant Hills, Patamatta. 202. P. (PI.) vernicipes Berkeley (53, S. 50). Pileo tenui conchifornii pallido zonato cronato subplicato radiato-striatulo zonis umbrinis picto; stipite brevissimo polito poris albis. — Japan. 203. Trametes bicolor Berkeley (53, S. 43). Pileo reniformi lobato postice sanguineo, antice pallido rnguloso; bymenio umbrino; poiis e subhexagonis elongatis; contextu pallido. — Aru. 204.2V. cocjnatiis Berkeley (53, S. 43). Pileo dimidiato sulcato- zonato subtiliter scabroso- tomentoso postice glabrescente ochraceo; hymenio piano, poris punctiformibus acie sub- tiliter tomeutosis. Aru. 205. Tr. conchatus Berkeley (53, S. 47). Pileo pallide umbrino - ocliroleuco sulcatus- zonato subtiliter tomentoso; contextu pallido sericeo; poris angulatis umbrinis. — Malanipa (Philippinen). 206. Tr. Moselei Berkeley (53, S. 48). Imbricatus; pilei reniformibus vertice affixis spadiceis ^ marginem versus laetioribus rubiginosis, repetite zonatis lineato-rugosis; contextu albo. — Tongatabu. 207. Tr. scrohiculata Berkeley (52, S. 70). Ocliracea; pileo dimidiato, parce sulcato, scrobi- culato-punctato, contextu suberoso, concolore, poris punctiformibus. — Hut 2 Zoll breit, 3/-^ Z. lang, Poren ^/^j Z. im Durchmesser, hinten länger als die Hutsabstanz. — Australien, 208. Hexagona albida Berkeley (53, S. 47). Disco orbiculari affixa; pileo reniformi leviter sulcato-zonato ruguloso scabro, margine acuto; poris subflexuosis intus scabris pallidis. — Malamon (Philippinen). 209. H. arata Berkeley (53, S, 43). Tenuis rigidiuscula irabricata dimidiata v. flabelliformis regulariter sulcato -zonata scabroso-tomentosa umbrinella; hymenio e luteo - umbrino cinnamomeo; poris deutatis. — Aru. 210. H. cladopliora Berkeley (53, S. 47). Pileo primum processibus molaribus rugoso, inter- stitiis bombycinis, demum laeviore scabroso rufulo, siccato contracto; poris demum elongatis dissepimentis obtusis. — Malamon (Philippinen). 211. Ä flabelliformis Berkeley (53, S. 47). Pileo tenui flabelliformi rufulo radiato - lineato subtiliter et sparsim velutino glabrescente; poris demum elongatis amplis setulosis, — Malamon (Philippinen). 212. H. picta Berkeley (53, S. 50). Pileo dimidiato, postice sanguineo- ruf o, antice pallido, lineato-rugiiloso plicato, primum pulverulento ; hymenio umbrino ; poris hie illic margine undulatis. — Admiralitäts-Inseln. 213. -ff. rigida Berkeley (53, S. 54). Dimidiata, postice decurrens, rigida; pileo umbrino concentrice zonato -sulcato radiato ruguloso glabrescente; margine sulcisque elevatis subtiliter tomentosis; hymenio pallido, poris magnis. — Lord Howe's Insel. 214. Favolus saccharinus -Berkeley (53 , S. 43). Pileo flabelliformi sessili subtiliter velutino glabrescente; poris sinuatis flexuosis. — Aru. 215. Daedalea glabre.scens Berkeley (53, S. 39). Pulvinato-expansa crassa e scabro-tomentoso glabra zonata pallida, margine acuto, lamellis crassis rectis quandoque postice insigniter flexuosis. Hut 6 Z. breit, 3 lang. — Pennant Hills, Paramatta. 216. D. indurata Berkeley (53, S. 43). Pileo albido, disco parvo affixo radiato-rugoso marginem versus zonato; hymenio ochroleuco; poris minutis sinuosis. 217. Lenzites Wamieri Montagne et Durieu (199), c. Cantharelleae. Agariceae. 218. Cantharellus covdnnus Berkeley (53, S. 38). Pusillus; stipite sursum incrassato, lamellis furcntis angustissimis ; interstitiis laevibus. Hut V2 2oll breit, Stiel 1/2 Zoll hoch, 2 Lin. dick. — Pennant Hils, Paramatta. 219. C. ßabellatus Berkeley (53, S. .50). Pileo flabelliformi, postice elongata, attenuato, radiato-rugoso, tenui; lamellis angustis dichotomis sinuatis. — Japan, 170 Kryptogamen. — Pilze. 220. Trogia Älni Peck. (55, No. 804, XXIV. ßep. New- York State Museum p. 76: Plica- iura Alni). Pileus tenuis, flaccidus, siccus, resupinato - reflexus , sericeo - tomentosulus, subfulvus, 8—12 lin. latus, margine sterili, plicae angustae, irreguläres, flexuosae cris- paeve, iuterruptae, angulares, albae, acie obtusae. — Ad truncos Älni serrulatae. — Amer. sept. New- York. 221.Xerotus Maviensis Eeichardt (51, S. 9). Pleuropus, stipes brevissimus, teretiusculus, solidus ; pileus dimitiatus, explanatus vel subinfundibuliformis, glaber laevis, e cinnamomeo expallens, tenuis, rigidus, contextu floccoso, margine acuto, patente, primum, irregulariter crenato, serius lobato. Lamellae adnatae, decurrentes, distantes strictae plicaeformes, regulariter et repetito dicbotomae, pileo concolores. Sporae globosae, dilute cimiamomeae, exosporio subtiliter spinuloso. — Mani (Hawaiische Inseln) ; an faulenden Stämmen. 222. X. sanguineiis Smith (195). Hut häutig-lederartig, trocken, hygroskopisch, sehr dünn, glockenförmig, eingedrückt, innen strahlig -gefurcht, ohne nahe Verbindung mit dem Stiele; Kand weitläufig gezähnt. Stiel starr, hohl, zusammengedrückt, aussen schwarz, gestreift und kleiig, innen mit einer gelblich -weissen Haut bekleidet. Hymenophorum in den Stiel übergehend. Fruchtblätter zu einigen wenigen , sehr entferntstehenden, zweitheiligen, fast verschwindenden Falten reducirt. Sporen weiss, rund, sehr klein, 0.0001 Zoll Durchmesser. — Columbia. S.-America. 223. Agaricus (Omphalia) incomis Karsten (1, S. 369). Pileus submembranaceus , convexus, umbilicatus, glaber vel in squamulas miuutas diffractus, pallescente fuscus. Stipes fistulosus, tenax, deorsum attenuatus, concolor. Lamellae adnato - decurentes , subcon- fertae, latae, albae. — Supra terram nudam. — Finland. 224. J.. (O.J polypits Kalchbrenner (91, 55 No. 801). A. pileo membranaceo, convexo, leviter umbilicato, 3—4 lin. lato, striatulo, nudo, e gilvo rufescente; stipitibus fasci- culatis, fistulosis, aequalibus, apice dilatatis, laevibus, glabris, basi albo-villosis, 1-2 unc. et ultra longis, vix 1 lin. crassis, pileoconcoloribus ; lamellis breviter decurrentibus, valde distantibus angustissime plicaeformibus, haud venosis. — Prom. bonae spei. — 225. J.. (0.) psilocyhoides Karsten (1, S. 368). Pileus carnosulo-membranaceus, convexus, umbilicatus glaber, fulvo-luteus. Stipes farctus, aequalis, spadiceus, adpresse albido- fibrillosus, apice pallidior et pruinosus. Lamellae distiuctae, rotundato-liberae, con- fertiusculae, latissimae, albido-luteae. - Locis graminosis. — Finland 226. A. (Mycena) invitus Karsten (1, S. 89). Pileus submembranaceus convexus, umbilicatus, glaber, udus striatus, fuligineus vel livido-fuligineus , siccus lividus vel livido pallens. Stipes farctus, tenax, aequalis, strictus, glaber, apice albo-pruinellus, concolor. Lamellae atratae denticulo decurrentes, subconfertae , perlatae, planae, albae. Sporae subsphae- roideae diam. 5—6 mmm, — Finland. 227. j1. (M.J latebricola Karsten (1, S. 368). Pileus membranaceus, e campanulato-convexo piano -convexus, demum disco deprossus, strictus, glaber, livido -pallens, siccus fus- cescens. Stipes filiformis, tenax, glaber, pallidus, radice fibrillosa s. strigosa, Lamellae adnato-decurrentes, distantes, albidae. Supra cort. Pini. — Finland. 228. A. (Coliybia) daemonicus Karsten (1 , S. 366). Pileus submembranaceus e convexo planus, subumbonatus, glaber, virgetulus, margine obsolete striatulus, fusco-lividus, disco obscurior, subrigricans , siccus pallidior. Stipes fistulosus, vel subcavus, aequalis, glaber, basi leviter incrassatus et albestrigosus, flexuosus, undulatus, fibrilloso- striatus, pallidus, apice albo flocculosus. Lamellae adnatae, confertae, angustae, sordide s. fuli- gineo-pallidae, tactu nigrescentes. Sporae ellipsoideae 8—10 : 4—5 mmm. — In pineto. — Finland. 229. A. (C.J fodiens Kalchbrenner (190). Locis apricis silvarum ad basim truncorum Pini. Stipes cavus, tenax, subventricosus , plerumque longitudinaliter costatus, 2" longus, 5-6'" crassus, in radicem aeque longam vel longiorem, terrae profunde immersam attenuatus, gluber, carneo-lutescens, centro obscurior gilvus. Lamellae rotundato- emarginatae, confertae, angustae, albo-flavidae. — Ungarn. 230. A. (C.) iynohüis Karsten (1, S. 368). Pileus carnosulo-membranaceus, planus, disco leviter depressus, margine patente, obsolete striatulo, glaber, lividus, rore cauo obductus, siccus Neu aufgestellte Arten. — Basidiomycetes. 171 canus vel pallescens. Stipes fistulosus, aequalis, livido puUens, cano s. albielo-floccoso- pruinatus. Lamellae emarginatae, confertae, sordide pallentes. Sporae ellipsoideae 7_8 : 4. Supra acus. — Finland. 231. Agaricus (C.Jlentiformis Karsten (1, S. 366). Pileus carnoso-membranaceus, convexo-planus, umbilicatus aut depressus, irregularis, laevis, glaber, rufescens. Stipes fistulosus, striatulus, vel fere laevis, apice incrassatus et sericellus interdum tortus, albidus, tactu demumque nigrescens. Lamellae rotundato-adnexae vel subliberae confertae all)idae dein nigrescenti- maculatae. Sporae 10 11:4—6 mmni. — Fialaud. 232. A. (Clitocybe) adsentiens lin,vsten (1, S. 53). Pileus carnosus, convexo-planus, obtusus, laevis, demum in squamas disruptus, albus. Stipes curtus, basi subincrassatus , albus, floccis nigricantibus s. fuscis squamosus. Lamellae adnatae vel demum adnati-subde- currentes, confertissimae, albae, — Finland. 233. A. (Gl.) pitellida Karsten (1 , S. 52). Pileus carnosus, convexo-planus, subumbonatus, laevis, glaber, candidus. Stipes subaequalis, strictus, elasticus, albus, floccis fuscis s. nigricantibus squamosus, basi subincrassatus. Lamellae adnatae, confertae, albae. Sporae ellipsoideae, long. 9—12, lat 5—7 mmm. — Finland. 284.^. (PleurotUS) gueppiniiformis Berkeley (53, S. 50). Pileo spathulato fisso; Strato superiore gelatinöse laeticolori croceo; laraellis decurrentibus concoloribus. — Japan. 235. J.. (PI.) ladinocephalus Berkeley (53, S. 48). Pileo excentrico tenui campanulato subtiliter velutino saccharino rufo, umbilicato sulcato; stipite cylindrico pulverulento e basi orbiculari albo oiiundo; lamellis latiusculis decurrentibus. — Admiralitäts-Inseln. 236. J.. (PIJ Mustialensis Karsten (1, S. 99). Pileus resupinatus, carnosulus, intus sub- gelatinosus, sessilis vel stipite brevissimo laterali, iiiger, albo-tomentosus. Lamellae distantes, angustae, dilutiores sporae ellipsoideae vel sphaeroideo-ellipsoideae long. 6—8, crass. 4 mmm. — Ad cort. Pini silv. — Finland. 237. A. (PI.) scabriusciilus Berkeley (53, S. 48). Couchiformis postice depressus, pileo sub- tiliter pulverulento-tomentoso demum leviter radiato-plicato ; stipite brevissimo laterali cylindrico quandoque applanato; lamellis decurrentibus nee postice porosis integris. — Admiralitätsinseln. 238. A (PI) siibfunereus Berkeley (53, S. 50). Pileo spathulato palumbino glabro s stipite candido cyliudraceo ramoso oriundo; lamellis tenuibus integris lineato • decurrentibus pallidis. — Japan, 239. A. (PI.) Sylvanus Saccardo (36, S. 1). Pileo membranaceo subflaccido, sessili, cucullato- cupulari vel subdimidiato, e resupinato refiexo, luevissimo (non striato), glabro, cinereo- nigro, miuutissime albo-furfuraceo , margine rectiusculo; lamellis latis, remotiusculis, integris dimidiatisque, sordide albis; sporis breve cylindraceis vehementer curvatis, 8—9 : 31/2—4, granulosis hyalinis, in basidiis clavatis, 30 : 7—8, per sterigmata brevissima acrogenis. Pileus 5—8 Mill. diam. — In sarmentis putrescentibus Clematidis Vüalbae — Italien. 240. uä. (Tricholoma) holoiantUnus Kalchbrenner (39, S. 142). E. serie Hygrophorum. Ag. pileo carnoso, convexo, laevi, glabro, atro-violaceo , in obscure cinereum vibrante, 1 — r/2 unc. lato; stipite solido, deorsum incrassato, glabro, pure et saturate violaceo; lamellis sinuato-adnatis, leviter decurrentibus, latiusculis, confertis, band venosis, purpureo- violaceis nee siccitate decoloribus; caro concolor amoene violacea. Sibirien. 241.^. (Tr.) interveniens Karsten (1. S. 365). Pileus carnosus convexo-planus, depressus, e sericeo glabratus, circa marginem rugulosus, alutaceo-pallescens. Stipes solidus, aequalis, radicatus, fibrillosus, basi tomentosus, apice pruinatus, pallidus. Lamellae arcuato- adnexae, confertae, pallescentes. — Sporae oblongatae 6—7:2-2.5 mmm. — Finland. 242. A. (Armillaria) edodes Berkeley (53, S. 50). Pileo carnoso convexo fusco; stipite solido cylindrico e basi crassa orbiculari oriundo, annulo angusto; lamellis postice rotundatis. — Japan. — Wird gegessen. 243. A. Lepiota hapalopus Kalchbrenner (39, S. 141). Ag. staturae Ag. dypeolani Fr. sed pileus liaevis, glaber, albus, stipes velutiuo-tomeutosus , tactu mollissiraus, fulvus; annulus floccosus, medius. — Sibirien. 172 Kryptogamen. — Pilze. 244. Agaricus(kmmita)hyx>erhoreusKa.vsten (1,S.27). Pileus tenuis, convexo expansus, verrucis angulatis obsessus, margine pectinato, sulcato. Stipes bulbosus, attenuatus, exannulatus. Lamellae liberae, candidae. Sporae sphaeroide'ae , diam 10 — 14 mmm. — Finland. 245. J. (Pluteus) cUctyoUis Kalchbrenner (19 S.). In pascuis — Solitarius, subconcolor. Stipes fistulosus, fragilis, aequalis, 2" longus, 1^2—2" crassus, laevis, glaber, sub- pruinosus, pileo parum dilutior, albido-lutescens. Pileus tenuis, carnosulus, e carapanulato expansus, umbonatus, l" et ultra latus, siccus; venis anastomosantibus eleganter reticulatus, albido-ocbraceus. Lamellae liberae, ventricosae, subdistantes, latae, sub- concolores. — Ungarn. 2i6.A. (Galera) flexipes Karsten (1, S. 371). Pileus campanulatus , obtusus, carnosulo- membranaceus, udus ferrugineus et pellucide striatulus, jove sicco ocbraceo-pallens. Stipes aequalis, fistulosus, flexuosus, e pallido ferruginascens , albido-fibrillosus, apice albo-pruinosus. Lamellae adnexae, conferta, acie crenulatae, pallido -ferruginascentes. — Inter ramenta lignea. - Finland. 24:7. A. (Flammula) micromegas Berkeley (53, S. 51). Pusillus, pileo e convexo depresso glaberrimo fulvo; stipite tenui obscuriore; laraellis umbrinis ventricosis adnexis vel leviter adnatis. — Japan. 248.^. (Pholiota) ccriferus Karsten (1, S. 364). Compactus. Pileus connexus, laevis, Strato superiore ceraceo-gelatinoso crasso, glaber, margine primitus albo- squamosus, flavidus. Stipes centralis, solidus, aequalis, curvatus, radicatus, durus, albo -squamosus, albidus. Lamellae rotundato- adnexae, conferta, latae pallidae. Sporae sphaeroideo-ellipsoideae 8 — 10 : 6—7. — In trunco Salicis pentandrae. — Finland. 249.-4. (Ph.J Kolaensis Karsten (1, S. 118). Pileus subcarnosus, convexo-expansus, luteus, indumento obscure ferrugineo squamisque fibrillosis squarrosus, basi villosus, lutescens. Lamellae primitus lutescentes. — An Salix. — Russiscb-Lappland. Kola. 250.^. (Uebeloma) Syrjensis Karsten (1, S. 371). Pileus subcarnosus, e convexo expansus, obtusus, siccus, laevis, glaber, testaceus. Stipes fistulosus, aequalis, flexuosus, tortus, sursum albo-flocculoso-pulverulentus, albus, mox basi, demum totus umbrinus. Lamellae adnexae, confertae, pallidae, acie subtiliter flocculoso- crenulatae. Sporae ellipsoideae flavescentes, 10-11:5—6 mmm. — In pineto. — Finland. 251. A. (Stropharia) consentieus Karsten (1, S. 139). Pileus carnosulus, e convexo explanatus et umbonatus, demum raedio late piano -depressus, laevis, glaber, viscidulus, livido- lutescens, ad olivaceum vergens,medio vulgo fulvescente, subbygrophanus, margine involuto. Stipes subaequalis, farctus, flexuosus, apice pruinosus, lutescente ferrugineus. Lamellae adnatae, subdistantes, ventricosae, pileo dilutiores. — Finland. 252. A. (St.) Terastensis Karsten (1, S. 138). Pileus carnosus, e convexo applanatus, demum saepe disco depresso, interdum umbonatus, sublaevis, glaber, circa marginem squamis floccosis, concentricis, albido-flavescentibus, majusculis eleganter ornatus, primo livido- lutescens,. dein sordide alutaceo-fulvescens vel sordide subbadius, subbygrophanus, viscidulus. Stipes strictus, fragilis, subaequalis, apice incrassatus, solidus, fibrilloso- squamosus, pallescens, dein fuscescens, annulo lacerato, interdum submembranaceo, lutescente, fugaci. Lamellae adnexae, confertae, ex albido argillaceo - ferrugineae vel fuscescentes. Sporae ellipsoideae, fuscae long. 15--17, crass. 8-9 mmm. — Finland. 253.0mphalia CVmu Quelet (11, S. 319, T. V. f. 1). Stiel fast fadenförmig 6-8 cm. hoch, faserig, schwammig, hornartig, beim Trocknen gefurcht und gewunden, fahl-braun, glän- zend, am Grunde mit einer keulenförmigen, wolligen schwefelgelben Auftreibung. Hut häutig, glockig, später eingedrückt, 1.2 cm. breit, gestreift, in der Mitte braun, am Rande gold-braun, ebenso wie auch die Spitze des Stieles von kleinen goldgelben Pünktchen staubig. Lamellen herablaufend, schmal, gebrechlich, ziemlich entfernt von einander, blass schwefelgelb, später violett-braun, Sporen pflaumenförmig, 8 Mik. lang. — Auf Sphagnum — Frankreich, im Jura. 254. Pieurotus nivosus Ouelet (11, S. 320, T. V. f. 2). Häutig, glockig, 6—8 mm. breit, sitzend, gallertartig, trocken pergamentartig, körnig, runzlig, gestreift, durchscheinend, hell rauchbraun, mit im feuchten Zustande durchscheinenden, trocken schneeweissen Neu aufgestellte Arten. Basidiomycetes. j73 Warzen besetzt. Lamellen gerade, entfernt von einander, weiss. Sporen nierenförmig, 12 Mik. lang, 2kernig. — Frankreich im Jura. 255. Fleurotus tremens Quelet (11, S. 320, Tf. V. f. 3). Gcänzlich gallertartig-zitternd. Stiel seitenständig, zähe, gleichfarbig. Hut fächer- oder nierenförmig, 5 cm. breit, glatt, durch- scheinend, röthlich- violett. Fleisch elastisch, säuerlich bitter, von der Farbe der Apri- kosen und dem Gerüche der Mirabellen. Lamellen buchtig, entfernt von einander, kuglig stachlig, farblos, 6—7 Mik. im Durchmesser. — Frankreich, im Jura. 256.Leptonia QueletU Boudier (12, S. 307, Tf. IV. f. 1). Hut 10-25 mm Durchmesser, anfangs halbkuglig, weisslich fleichroth oder am Rande rosenroth, flockig, si)Rter schuppig , zuletzt eingedrückt , gelblich , mit rosafarbenen Schuppen. Lamellen weiss, später Üeichfarben angewachsen, ziemlich breit. Stiel 3 — 4 cm. hoch, 1,5—2 mm. dick, gebrechlich, glatt, gelblich , am Scheitel blasser , zuletzt kleiig und fädig , am Grunde, welcher schwach verdickt ist, mit weissem Flaum bedeckt. Sporen rostfarben, rosen- roth, eckig 12—13:7—9 Mik. — Frankreich. 257. Marasmius aleurocephalus Berkeley (53, S. 42). Pileo convexo aleuriato rugoso-plicato fulvo; stipite compresso brunneo basi incrassato. Hut ^j-^ Z. breit, Stiel ';'2 Z. hoch. — Aru. 258. M. Bidliardi Quelet (11, S. 323). Stiel fadenförmig, hornartig, schwarzbraun, glänzend, 5 cm. lang, verzweigt, an jedem Zweigende mit einem sehr kleinen Hute besetzt. Hut häutig, sehr zart, cylindrisch-glockenförmig , gefurcht, genabelt, unter der Lupe runz- lig, isabellfarben oder rothbraun. Lamellen (10—12) in einer Röhre um den Stiel ver- einigt. Sporen 10 Mik. lang, thränenförraig. — Auf abgestorbeneu Blättern. — Frank- reich, bei Paris. 259. Jf. directus Berkeley (53, S. 42). Pusillus albidus rugosissimus; pileo primum hori- zontali demum reflexo; stipite centrali direpto ; lamellis paucis adnatis crassiusculis acie obtusis. — Aru. 260.il/. hispididus Berkeley (53, S. 49). Pileo e convexo explanato fulvo hispido; stipite gracili deorsum albo-furfuraceo , sursum primitus subtiliter velutino brunneo; lamellis ventricosis adnatis. — Admiralitäts-Inseln. 261. ilf. limosus Quelet (11, S. 323, T. V. f. 9). Stiel haarförmig, hornartig, hellbraun, glänzend 1 — 1.5 cm. Hut glockig-halbkuglig, 2 — 3 mm. breit, genabelt, furchig-gerippt, häutig, augenblicklich verwelkend, durchscheinend, weiss, später hell-bräunlich. Lamellen breit (gewöhnlich 7) , röhrenförmig um den Stiel angewachsen , zart und weisslich. Sporen elliptisch, 10 Mik. lang, zugespitzt. — Auf Binsen und Riedgräsern. — Frank- reich bei Paris. 262. M. 2^nmidinus Berkeley (53 , S. 38). Pileo e convexo explanato primiilino , demum umbilicato pulverulento ; margine stricto; stipite brevi gracili furfuraceo; lamellis crassius- cullis concoloribus. — Pennant Hills, Paramatta. 263. Lentinus abnormis Berkeley (53, S. 45). Gregarius caespitosus; pileo tenui infundi- buliformi hispidulo; margine tenui lobato; stipitibus elongatis luteis furfuraceis e basi orbiculari confluentibus , sursum dilatatis; lamellis augustissimis decurrentibus integris. — Malamon. (Philippinen.) 264. i, hygrometricus Berkeley (53, S. 49). Pileo infundibuliformi , subtiliter tomentoso lineato, margine exsiccato lobato inflexo; stipite gracili sursum dilatato furfuraceo gla- brescente; lamellis augustissimis decurrentibus. 265. L. Martianoffianus Kalchbrenner (39, S. 144). L. pileo laterali, subsessile, membranaceo coriaceo, pertenui, lobato, in disco verruculoso, ad limbum lineato-costato , moUiter velutino, rufo-alutaceo ; lamellis perangustis, confertissimis, dentatis, pallidis, exsiccando rufescentibus; caro alba. — In trunco Popidi hulsamiferae. — Sibirien. 266. Hygrophorus (Limacium) calophyllus Karsten (l , S. 375). Pileus e conico-convexo expansus, obsolete umbonatus, viscosus, laevis, glaber, fusco-fuligineus. Stipes farctus deorsum incrassatus, flexuosus aut e basi incurva adscendens, primitus pallidus, dein fuligineus, glaber, laevis, siccus. Lamellae decurrentes, distantes, venoso-connexae, sat tenues, roseae vel demum albidae. Sporae sphaeroideo - ellipsoideae , 6—8:4-5 mmm. In pineto. — Unland. 174 Kryptogamen. — Pilze. 267. Hygrophorus({ja,mdLYOl^hyllvis)glaucMs Karsten (1, S. 199). Pileus carnosus, convexo-planus, umbonatus, demum depressus et subrepandus, udus, glaber, nitens, laevis, claucus. Stipes solidus, aequalis vel deorsum attenuatus, flexuosus aut basi curvatus, primo tomento albo obductus, mox glaber, laevis, albus. Lamellae longe decurrentes, sub- ramosae, crassiusculae, distantes, glaucae. Sporae subsphaeroideae 6—8 mmm. diam. — Finland. 268. H. Helvella Boudier (12, S. 308, Tf. IV. f. 2). 5 8 cm. hoch, Hut wenig fleischig 4—5 cm. breit, wässrig, grau ocherfarben , glatt, gestreift, in der Jugend glockig, bald an den Seiten zurückgeschlagen. Lamellen wenig gedrängt, etwas herablaufend, schmal, wachsartig, grau mit schwachem ocherfarbenen Schimmer. — Stiel voll, weiss oder am Grunde grau, glatt, oben leicht kleiig, unten stark filzig, 1 cm. dick. Sporen rundlich, weiss mit sehr deutlichem Kern, oft körnig 7 : 6 Mik. — Frankreich. 269. Russula maculata Quelet (11, S. 323, Tf. V. f. 8). Stiel kurz, dick, aussen hart, schwammig, netzförmig gestreift, glatt, weiss, seltener rosenroth, zuletzt rothbraun oder schwärzlich gefleckt. Plut dick, hart, flach - gewölbt. 6—9 cm. breit, schleimig, blass Scharlach -roth, später verfärbt, ocherfarben oder weisslich, mit purpurfarbenen oder braunen Flecken; Rand ausgeschweift, glatt, gewöhnlich lebhafter gefärbt. Fleisch gebrechlich, später schwammig, weiss, nach einiger Zeit pfeffirartig brennend, von apfel- oder rosenartigem Gerüche. Lamellen verschmälert -angewachsen, genabelt, bestäubt, hellgelb, später aprikosenfarben mit röthlichem Schimmer. Sporen 10 Mik. im Durchmesser, kuglig, strahlig, gelb. — Frankreich, im Jura und bei Paris. 270. Paxillus atraetopus Kalchbrenner (55, No. 803). Pileus carnosus, subexcentricus, con- vexus, ceutro depressus, margine iuvolutus, 2—3 unc. latus, laevis, glaber, saturate rufus; stipes solidus, in radicem fusiformem productus, 2 — 3 unc. longus, 1 — 4 lin. crassus, superue a lamellis decurreutibus sulcatus, ceterum laevis, nudus, pileo subcon- color; lamellae longe decurrentes, latiusculae, utrinque atteuuatae, subconfertae, ochro- leucae; caro flavida. — Prom. bouae spei, in stipitibus truncorum arborum caesorum. 271. Cortinarius (Dermocybe) concinnus Karsten (l, S. 178). Pileus carnosus, e convexo expansus, primitus obtuse umbonatus, margine deflexo et undulato, fibrillis innatis sericeo, demum glabratus, sanguineo-fulvus, nitidus carne lutescente. Stipes subfarctus, subaequalis, striato-fibrillosus, lutescens, intus luteus, cortina sanguineo-fulva, demum totus sanguineo-fulvus. Lamellae adnatae, subconfertae, e luteo subcinnamomeae. Sporae 9—12 :6 mmm. — Finland. 272. C (Phiegmacium) nihropunctatus K?irsten (1, S. 373). Pileus subcarnosus, tenuis, convexo-planus, laevis, glaber, glutinosus, flavo-luteus. Stipes farctus, flexuosus, fibril- losus, albus, apice pruinosus, rubru-vel rufo-punctatus. Lamellae adnexae confertae, et albido ochraceae. Spoi'ae ellipsoideae , flavidae, 8—10:4—5 mmm. — Inter muscos in Silva acerosa. — Finland. 273. Coprinus Boudieri Quelet (11, S. 321, T. V. f. 4). Stiel röhrig, steif, flaumig, weiss. Hut häutig, eiförmigglockig, später ausgebreitet 1—2 cm. br., umgeschlagen, gefurcht, rothbraun, am Scheitel rauchbraun, mit feinem weissem Flaum besetzt. Lamellen ange- wachsen, rahmgelb, später grau und zuletzt violettschwarz mit weisser, flimmernder Schneide. Sporen kugelförmig. 10 12 Mik. lang, am Ende warzig, rauchbraun, durch- scheinend. Auf Kohlenplätzen. — Frankreich im Jura. 274. C. diaphamis Quelet (11, S. 322, T. V. f. 7). Alle Theile durchsichtig und glatt. Stiel haarförmig, Hut sehr dünn, flach gewölbt, 6—8 mm. breit, gefurcht und gezähnt, glatt, grau, oft silberfarben, in der Mitte mit gelbbraunem Punkte. Lamellen schmal, ange- wachsen, entfernt von einander, grau mit einem feinen schwarzen Saum. Sporen pflaumen- förmig, schwarzbraun, 12 Mik. lang. — Auf Grasplätzen. — Frankreich im Jura. 275. C. noctiflorus Brefeld (186). 276. C. roris Quelet (11, S. 322, Tf. V. f. 5). Stiel fadenförmig zottig -flockig grau oder weiss. Hut sehr zart, gewölbt, später in der Mitte vertieft, 1—1.5 cm. breit, gefurcht, graubraun oder hellgrau, durchsichtig, verschrumpfend, mit leichtem gelbweissem hin- fälligem, flockigem Schleier. Lamellen gerade, angewachsen, röhlich- oder violett-weiss- Neu aufgestellte Arten. Basidiomycetes. 175 lieh, später am Eande schwarz punktirt. Sporen 10—12 Mik. lang, pflaumenförmig, dunkel rauchhrauu. Zwisclien Käsen. — Frankreich im Jura. 277. Coprinus stellaris Quelet (11, S. 322, Tf. V. f. 6). Stiel fadenförmig, röhrig, durchsichtig, von langen seidenartigen weissen Haaren sammtartig. Hut ei -glockenförmig 1—2 mm. breit, gestreift, später sternförmig gespalten, schneeweiss, grau werdend und besetzt mit kleinen aus durchsichtigen Bläschen gebildeten Spitzen. Lamellen gerade, angewachsen, verschmälert, grau, später braun. Sporen elliptisch 8 Mik. lang, lauge weiss, später rauchbraun. — Auf Excrementen. — Frankreich, Jura. 3. Grasteromycetes. 278. Hymenangium Moselei Berkeley et Broome (53, S. 40). Suborbiculare basi attenuatum citrinum glabrum; hymeuio ochraceo basi distincta alba; sporis ovatis apice atteuuatis peilicellatis hyalinis laevibus. Sporen 0.0006 Zoll lang. — Pennant Hills, Paramatta. 279. Scleroderma venosum Boudier (12, S. 309, Tf. IV. f. 4). 4—7 cm im Durchmesser, mehr oder weniger rundlich. Peridien dick, gelb -braun oder olivenbraun, glatt, nicht warzig, aber von 6—10 aufsteigenden flachen, am Grunde deutlicheren, oben ver- schwindenden Adern besetzt; sie verzweigen sich nach oben 1-2 mal. Aeusseres Peridium zart, im Alter in mehr oder weniger breite, immer sehr unregelmässige Schuppen zerspaltend. Inneres Peridium dick, gelb. Sporenmasse purpur-schwarz, von weissen, später gelben Adern durchzogen. Sporen violett- schwarz, kuglig, warzig, 8-10 Mik. im Durchmesser. — Frankreich. 280. Geaster capensis Thümen (41; 55, No. 715). G. peridiis exteriis explanatis, ad ultra medium in laciuias multas, 7—11 fissis, laciniis cuneatis, apicibus longissimis, cuspidatis, plus minusve, sed semper, reflexis, fuscis, subtus albido-luteis, margine pallidiore, sub- limbatis, in excisuris fibroso-ciliatis; peridiis interiis plus minus globosis, subplicatis, sessilibus, apice depresso-umbilicato, castaneo, in circulo ciliato - fimbriato , membrana tenui, laevi, dilute griseo-fusco, papyraceo; sporis globosis, episporio subechinulato, vel laevibus, 2-3 mm. diam., fuscis. — Promont. bonae spei. 281. Cr. duhiiis Berkeley (53, S. 40). Peridio externo crasso globoso laevi subtiliter purverulento cervino, centro depresso, demum aperto, mycelio substipitiformi suffulto; floccis fuscis, sporis minimis laevibus globosis. - Pennant Hills, Paramatta. 282. Phallus imperialis Schulzer (190j. In hortis. Uterus, dum e terra cgreditur, fere pyri- xformis, 1— 4" altus, 1— 3" crassus, basi plicatus, laete purpureus, demum purpureo- rufescens, interiore pagina alba, caeterum illo Phalli impudici similis. Idem valet de stipite, modo quod membrana stipitis basim amplectens rubra est et utero adnata. Receptaculum mitratum, campanulatum, l'/j -2" longum et latum, reticulato-cellulosum, atroviride, margine lobatum et passim reflexum limbum iuterioreni rugoso plicatum album ostendens, indusio tenui, membranaceo, subdiaphano, albo cum stipite conjunctum. Indusium hoc iuteriori receptaculi paginae 2—3'" supra marginem adnatum, a stipite mox recedit, et margini solo coitinae instar adhaeret, demumque disparet. Orificium ad verticem receptaculi disco orbiculari, plerumque eleganter crenato albo lutescente cinctum, — Ungarn. Slavonien. 283. Pilacre poricola Richou (192, S. 151). Fungus globosus et stipitatus (clavato-capitatus) parasiticus, in poris Polypori igniarii. Substantia fibro-floccosa. Peridium verum nulluni. Flocci ramosi, apice bifurcati, inflati piriformes, fertiles, versus peripheriam capituli. Fungi radiatim dispositi. Sporidia (conidia) simplicia, primo irregulariter inspersa, dein in Strato supero, peripherico coacervata. — Saint- Amand sur Fion (Marne, Frankreich). VI. Ascomycetes. 1. Discomycetes. a. Stictideae. 284. Ascomyces polysporus Sorokin (55, No. 774). A. in foliorum pagina inferiore macules raagiias, nigro-brunneas, margine determinata, subbuUatas formans: ascis cylindraceo- 176 Kryptogamen. — Pilze. clavatis in cellulis epidermidis gerentes, polysporis; sporis minimis, diaphanis, globosis. — Rossia in fol. viv. Aceris tartarici. 285. Stictis Stigma Cooke et EUis (46, S. 9). Erumpens, orbicularis, urceolata, disco atro- fuligineo, ore contracto, integro, pallido; ascis longissimis, cyliudraceis ; sporidiis lineari- bus. — Auf Zweigen von Cornus. — New Jersey. 286. Propolis grisea Cooke et Ellis (46, S. 91). Gregaria, immersa, orbicularis, ellipticave, plura; margine bruuneo; disco pallide-griseo; ascis cylindiaceis; sporidis filiformibus. — Auf weisser Ceder. — New Jersey. 287. P. leucaspis Ellis (56, No. 546). Immersa, subrotunda, plana, alba, margine corticale spurie fatiscente, disco demum farinaceo, 1 — 2 unc. diam. Ascis clavato-cylindricis, sporis uniseriatis, elliptico-oblongis, obtusis, subbyalinis , 0.0001—0.0004 unc. long. Endochro- mate demum subgrumoso. Discus in exoletis tuberculosus evadit et delabitur faveolus relinquens. — Auf Rinde von Piniis rigida. - New Jersey. 288. P. lobata Cooke et Ellis (46, S. 11). Immersa, orbicularis, convexo-plana ; disco melleo; margine prominente, lobato; ascis clavatis, stipitatis; sporidiis ellipticis. — Auf Ahorn- holz. — New Jersey. b. Helveileae. 289. Peziza capitata Peck (55, No. 813). P. cupulis minutis, sessilibus, caudidis, in siccitate clausis et subglobosis, madefactis apertis et explanatis, extus pilis candidis capitatis vestitis ; disco albido vel flavido ; ascis cylindricis, 0.0012 unc. long. ; sporidiis aciculari- bus, 0.0002— 0.0003 unc. long.; paraphysibus crassis, ascis longioribus, apice acuminatis. Ad fol arida Quercus albae. — Amer. sept. New York. 290. P. congrex Karsten (55, S. 717). Apothecia conferta, sessilia, planiuscula, glabra, aurantio-lutea, ca. 5 mm lata. Asci cylindracei. Sporae oblique monostichae, ellip- soideae, utrinque attenuatae, granulato-asperulae, hyalinae, 22 — 24 mm. long., 10—12 mm. crass. — Fennea supra terram. 291. P. corneola Cooke et Peck (55, S. 611). P. cupulis subgregariis , erumpentibus , mox nudis, elevatis, piceo-nigris, coriaceis vel corneis, primo subsphaericis, opacis, subrugosis, deiude cupulaeformibus , margine inflexo; disco pallido vel fulvo-griseo; ascis clavato- cylindraceis ; sporidiis anguste ellipticis, hyalinis, binucleatis, 0.0004— 0.0005 unc. long. — In Linariae vulgaris caulibus emortuis — Amer. sept. New York. 292. P. ionella Quelet (11, S. 328, T. VI f. 4). Becher sitzend, krugförmig, später aus- gebreitet, 5—7 mm breit, zart, gebrechlich, violett mit feinen grauen Flecken bestreut. Hymenium schön dunkelviolett. Sporen 30 Mik. lang, kahnförmig, mehrkörnig, farb- los. — Auf der bl. Erde. — Frankreich, im Jura. 293 P. olivella Quelet (11, S. 328, T. VI f. 5). Becher krugförmig, später offen, 1 mm. breit, wachsartig, bestäubt, weisslich oder gelblich, Hymenium blass olivenfarben. Sporen 10 Mik. lang, lauzettlich. — Auf Stöcken. — Frankreich, im Jura. 294. P. rufescens Schroeter (54, No. 231 Ij. Becher in Gruppen auf einem anfangs ver- breiteten, später beschränkten, weissen spinnwebeartigen Filze aufsitzend, ungestielt oder am Grunde kteiselförmig eingezogen, anfangs krug-, später schüsseliörmig, zuletzt flach ausgebreitet, 4—12 mm. breit, aussen blassfleischfarben oder weisslich, mit spärlichem weissen Filze. Rand anfangs eingebogen, später ausgebreitet, glatt, dunkler als die Aussenfläche. Scheibe im frischen Zustande bräunlich, oft violett-bräunlich, im trockenen Zustande röthlich-lederfarben , meist fast fleisclifarben. Schläuche 8-sporig, cylindrisch 145:9—11. Sporen einreihig, elliptisch 11 — 12:8 — 9, Membran glatt, zuletzt hell- bräunlich. Inhalt gleichmässig. Paraphysen fadenförmig, 2 Mik. breit, am Scheitel auf 5 Mik. verdickt, bräunlich. — Auf halbverkohlten Stengeln von Solanum tuberosum. — Baden. 295. P. vinacea Rabenhorst (54, No. 2314). P. tota citrina siccanüo fuscescens, cupularis, sessilis, primitus basi, bysso candido postea evanido cincta. Capula patelliformis, 2—3 mm. lata (rarius supra) , extus puberula , subnuda , margine recto, sicco plerumque involuto, subtiljssime crenulato. Hymenium jodo non reagens. ~ Asci cylindrico-lineares , angusti. Sporae monostichae, ellipticae. achroae, 12-15:9, episporio hyalino laevi. Parapbyses Neu aufgestellte Arten. Ascomycetes. 3^77 / numerosae, crassiusculae, apice vix incrassatae, noQ coloratae. — In vinaceis dejectis. — S. Italien. 296. Pema (Mollisia) einthalUnaFhilUi^s et Plowright (5,S.24). Haufenweise sitzend, sclieibenf., ungerandet, weisslich oder gelblich weiss ; Schläuche cylindrisch-keulenförmig , 8 sporig. Sporen länglichelliptisch, 8 : 2 Mik. Paraphysen dünn, oben schwach verdickt. — Auf dem Thallus von PelUgera canina. — England. 297. P. (M.J phymatodes Phillips (3, S. 117, Tf. 88. f. 9). Sitzend, vereinzelt, kuglig, röthlich fleischfarben, glatt, schwach gestreift, Rand dünn, gesägt, blasser; Schläuche fast keulen- förmig; Sporen 8, länglich spindelförmig, einfach, 0.013 — 0.016 : 0.003—0.007 mm. Para- physen fadenförmig. — Auf Binsen. Californien. 298. P. (M.J stictoidea Cooke et Ellis (46, S. 8, Tf. 96. f. 37). Sessilis, erumpens, sparsa. Cupulis minutis, tectis, demum emergentibus, atrobrunneis; disco pallido ; ascis clavatis; sporidiis arcte fusoideis nucleatis — Auf Juncus. New Jersey. 299. P. (Tapesia) culcitella Cooke et Ellis (46, S. 7). Gregaria cupulis in strato bruuneo nidulantibus, hemisphaericis, demum applanatis, albidis, glabris; ascis cylindraceis ; sporidiis linearibus. — Auf alten Eichenstumpfen. — New Jersey. 800. P. (Dasyscyphe) arida Phillips (3, S. 117, Tf. 89. f. 13). Gestielt, vereinzelt, kuglig, später ausgebreitet, fest, 8 mm breit; äusserlich dicht mit braunen, septirten, warzigen Haaren bekleidet; Stiel kurz, ziemlich dünn, braun; Schläuche cylindrisch; Sporen 8, eiförmig, 0.007 : 0.004 mm. Paraphysen fadenförmig. — Auf Kiefernrinde. — Californien. 801. P. fD.J Osmundae Cooke et Ellis (76, S. 7). Sparsa, minuta, nivea, Cupulis demum applanatis; margine dentatis, subtus leniter pubesceutibus ; ascis clavatis; sporidiis line- aribus. — Auf Osmimda, — New Jersey. 302. P. (B.) succma Phillips (3, S. 116, Tf. 89. f. 12). Gestielt, vereinzelt oder dicht stehend; kuglig, später ausgebreitet, concav, fest; äusserlich mit ambrafarbenen Flocken bekleidet; Stiel kurz, röthlichbraun ; Scheibe fleischfarben; Schläuche cylindrisch; Sporen 8, eiförmig, 0.01 — 0.014 : 0.003—0.0035. Paraphysen lineal, septirt. — Californien. 303. P. (D.J uncinata Phillips (3, S. 117). Sehr klein, gestielt, vereinzelt, mit kurzen, grauen Haaren bekleidet, welche am Scheitel umgebogen sind; Scheibe blaugrau; Schläuche cylindrisch oder fast keulenförmig; Sporen spindelförmig, grade oder schwach gekrümmt; Pai-aphysen lineal, manchmal verzweigt. Sporen 0.006 : 0.001 mm. — Auf Kiefernadeln. — Californien. 304. P. (Lachnea, Dasyscyphe) chistarenaria Sauter (24, S. 73). P. gregaria applanata, albido-glauca, rotundata, margine et subtus badia, ciliis brevibus strigosis d. P. 1—2'" lata, carneola, margine elevato et subtus ciliis brevibus obsessa. — Auf feuchtem Sand- steinschiefer. — Salzburg. ' 305. P. (Humaria) maunlabrae Cooke (142a, S. 64). Sessilis, carnosa. Cupulis concavis, demum margine crispatis, crenulatis, extus atrobrunneis; hymenio carneo-rubricante vel subaurantiaco, 5 mm diam; sporidiis ellipticis, binucleatis, 17 — 20:8; paraphysibus clavatis, aurantiacis, hinc illic furcatis. — Auf dem Boden. — Frankreich. 306. P. (H.) orthotricha Cooke et Ellis (46, S. 7, Tf. 86. f. 33). Miniata, sessilis, sparsa. Cupulis hemisphaericis, glabris, demum applanatis; ascis cylindrico-clavatis ; sporidiis ellipticis, asperulis, uuinucleatis ; paraphysibus superne clavatis; aurantio-tinctis. — Zwischen Orthotrichum. — New Jersey. 307. P. (H.J patavina Cooke et Saccardo (36, S. 70). Asci cylindrici p. s. 100—110 : 18-20, 8spori; sporidia oblongo-ellipsoidea, ^triuque obtusiuscule attenuata 26—28:11 — 12, extus laevia, nubilosa guttulata, hyalina. Cupulae sessiles, scutellatae, miniatae, extus pilosulae. — In humo umbrosa in calidariis. — Italien. 808. P. (H.) Saccardiana Cooke (36, S. 70). Asci cylindracei, p. s. 150:13, octospori; sporidia ellipsoidea 15 : 8, asperula ; 1 guttulata e hyalino dilute fuscella. — Ad terram udam. — Italien. 809. P. (Hymenoscypha) pällido-virescens Phillips (5 , S. 24). Zerstreut oder heerdenweise, gestielt, zähe, blassgrün; Becher tellerförmig, oft convex, ganzrandig; Stiel dünn, etwas gebogen, oft zottig, mehr oder weniger verlängert, in die Erde eingesenkt; Schläuche Botanischer Jütiresbericht V. 12 178 Kryptogamen. — Pilze. cylindrisch- keulenförmig; Sporen elliptisch, 15:5; Paraphysen fadenförmig. — Auf abgestorbenen Zweigen von Acer. — England. 310. Peziza (Gopulares) mellea Cooke et Plowrigbt (3, S. 119). Einzeln, halbkuglig, 1/3 Zoll breit, später flach, mit schwach umgebogenem Rande; Scheiben honigfarben, aussen dunkler, ocherfarben, körnig; Schläuche cylindrisch ; Sporen elliptisch; 0.02:0.011 mm, Paraphysen fadenförmig. — Auf faulendem Eschenholz. — England. 311. P. CC.) tectoria Cooke (2120, IV. f. 263; Tf. III. f. g-i). 312. P. (Sarcoscypha) cretea Cooke (3, S. 75, Tf. 97. f. 4-7; 212", Tf. III. f. k— n.) Becher halbkuglig, bald ausgebreitet, zerstreut, aussen braun, hier und am Rande mit braunen, graden, aufrecht stehenden Haaren bekleidet; Scheibe kalkweiss, 1 Linie im Durch- messer. Schläuche cylindrisch, Sporen elliptisch, 0.012—0.018 : 0.008 mm. Paraphysen nach oben nur schwach verdickt. — An feuchten Wänden. — Schottland. 313. P. (S.) maculosa Phillips (3, S. 116, Tf. 89. f. 11). Sitzend oder halb eingesenkt, fleischig, braun; Scheibe concav; äusserlich mit dunkeln Flecken gezeichnet und mit biegsamen, braunen Haaren bekleidet; Fleisch blass, fest; Schläuche cylindrisch, Sporen 8, elliptisch, glatt 0.014 : 0.007 mm. Paraphysen fadenförmig, septirt. Becher 1 cm breit. — Auf Kuhmist. — Californien. 814. P. (S.) Woolhopei Cooke et Phillips (3, S. 75). Sitzend, wässriggrau. Becher halb- kuglig, zuletzt fast ausgebreitet, aussen mit aufrechten, fast büschelförmigen Haaren, gekrönt; Schläuche cylindrisch; Sporen breit elliptisch, einkernig, glatt; Paraphysen keulenförmig. Sporen 20—22 : 13—15. ~ Auf Holzkohlen. — England. 315. P. (Cochleatae) ^drte Sadler (3, S. 75, Tf. 76. f. 1-3; 212a., T. IV. f.a— f). P. domi- ciliana Cooke (212). Sitzend, oft rasenförmig, schneckenartig gewunden, unregelmässig, zulezt ausgebreitet, Rand manchmal gelappt oder eingebogen ; Scheibe weiss, blass rosen- roth, violett oder ocherfarben. Substanz ziemlich dünn und gebrechlich, V2~2 Zoll im Durchmesser. Schläuche cylindrisch, Sporen elliptisch, 2kernig, 0.0125 zu 0.007 mm, Paraphysen dünn. — Auf feuchten Wänden. — Schottland. 316. P. (Otidea) tincturella Cooke et Saccardo (36, S. 71). Cupulae sessiles, radicatae, 6—8 mill. diam., aquose ochraceae, udae umbilicato-applanatae, margine sinuosae, siccae eximie contortae, tenacellae; asci cylindrici, longissimi, p. s. 130:8—9, paraphysibus filiformibus obvallati, octospori; sporidia ellipsoidea, utrinque rotundata, 15—16:8-8^/2 guttulata, hyalina. - Ad terram humidulam in caldariis. — Italien. 317. P. (Phaeopeziza n. gen.?) apiculata Cooke (36, S. 71). Cupulae sessiles, scutellatae, circ. 2 mill. diam., tenacellae, atrae, laeves, glabrae, disco concavo; asci cylindracei, deorsum crassiuscule attenuati, apice subtruncati , 200 : 18 , paraphysibus filiformibus septulatis obvallati, sporidia oblique monosticha, oblongo-ellipsoidea, utrinque breve mucronata, 20—22 : 10, atrofusca. — In cortice abietino. — Italien, 318. Mollisia citrinella Quelet (11, S. 328, Tf. VI. f. 7). Krugförmig, rundlich, 1 mm breit, später körnig, glatt, citrongelb. Fleisch feucht und hyalin. Hymenium schwefelgelb. Sporen 20 Mik. lang, elliptisch-rautenförmig, grünlich. - Auf Fuchsmist. — Frankr. 319. M. globulosa Quelet (11, S. 328, Tf. VI. f. 6), Kuglig, später kreiseiförmig, 1—2 mm breit, sitzend, glatt, milch-weiss oder ocherfarben. Fleisch wässerig, farblos. Hymenium glatt, blassgelb. Sporen 10 Mik. lang, kuglig, glatt und farblos. — Auf Fuchsmist. — Frankreich, im Jura. 320. Micropeziza (Pyrenopeziza) rufula Saccardo (36, S. 64). Cupulis superficialibus sparsis, patellari-scutellatis, sessilibus, minufcsimis, '/4— V3 ^iW- diam., margine crassius- cule, laevibus, glabris, tenacellis, rufis extus obscurioribus; ascis cylindraceis deorsum parum attenuatis, 45 : 4 , paraphysibus filiformibus obvallatis, 8sporis ; sporidiis oblique monostichis v. distichis, cylindraceis, curvulis, 7—9:1^2, hyaliuis. — In culmis putr. graminum. — Italien. 321.Calloria Anterior ea Saccardo (36, S. 64). Cupulis sparsis, superficialibus, sessilibus, plano-scutellaribus , minutis, ^^ — ^g mill. diam,, margine depresso obtusiusculo, pallide, flavis, subdiaphanis ; ascis cylindraceis, deorsum attenuatis, apice rotundatis, 50—60:8, paraphysibus filiformibus obvallatis, octosporis; sporidiis distichis cylindraceis utrinque Neu aufgestellte Arten. — Ascomycetes. 179 rotundatis, curvulis, 10—11:2-3, minute 2— 3 guttulatis , hyalinis. — In ligiio Lauro- cerasL — Italien. 322. Calloria leucostigmoides Saccardo(36, S.63). Cupulis superficialibus, sparsis, scutellaribus, sessilibus, minutissimis V.i~"' 4 mill., dilute chlorino-flavis, diaphanis, laevissimis, glabris, jugiter (et in sicco) apertis; ascis clavulatis, 30:31/2—4:, aparaphysatis , octosporis; sporidiis (immaturis?) cylindraceis, curvulis, minutissimis, 4 — 5 : Yu hyalinis. — In caulibus herbarum. — Italien. 323. C. siiccinella Saccardo (36, S. 62). Cupulis sparsis, superficialibus applanato-patellatis, margine vix prominulo, miinitissimis, '/i; — '/s ™il^- diam., e hyalino dilutissime succineis; ascis cylindraceo-clavatis , apice subtruncatis, 45—60:6, basi brevissime noduloso stipi- tatis, paraphysibus filiformibus sursum vix incrassatis obvallitis, octosporis; sporidiis laxe distichis, cylindraceis, rarius subclavulatis, 6:2, utrinque 1 guttulatis, hyalinis. — lu culmis Zeae Maydis. — Italien. 324. Cryptodiscus major Saccardo (36, S. 62). Cupulis sparsis, discoideis, V3 °iilh diam., initio epidermide velatis, dein erumpenti-superficialibus, carnosulis, roseis, disco convexius- culo immarginatis; ascis clavatis, breve stipitatis, 100:16 — 18, paraphysibus filiformibus obvallatis , octosporis ; sporidiis subdistichis fusoideis , inaequilateralibus, 22—28:7—8, utrinque obtusiusculis , 4 cuboideo-nucleatis dein spurie 8septatis, medio constrictis, hyalinis. — In ramulis emortuis Punicae Granati. — Italien. 325.Phialea incamata Quelet (11, S. 329, Tf. VI. f. 9). Becher halbkuglig, 2 mm breit, etwas lederartig, weiss mit faserigen Rande, zahnförmig gewimpert. Stiel 1 mm lang, fadenförmig, glatt und weiss. Hymenium rosenroth, verblassend. Sporen 20—25 Mik. lang mit 5 Scheidewänden, stäbchenförmig. — Auf feuchtem Stroh. — Frankr,, im Jura. 326. Ph. torosa Quelet (11, S. 329, Tf. VI. f. 8). Fleischig, fast lederartig, fast kugelförmig, 1 cm breit, weiss. Saum gestreift, feinhaarig, braun. Hymenium hellbraun, oft ein- gedrückt. Sporen elliptisch, 10 Mik. lang. — Auf abgest. Zweigen. — Frankreich. 327. P/t. versicolor Quelet (11, S. 329, T. VI. f. 10). Becherförmig, 0.5-0.8 mm breit, kurz gestielt, bereift, Rand eingerollt, unter der Lupe feinhaarig, schneeweiss, unter Berührung mit der Luft schnell bald in Citronengelb übergehend, bald in scharlachroth. Sporen elliptisch -spindelförmig, 2kernig, 6 Mik. lang. — Auf faulenden Farrenkräutern. — Frankreich. Boudiera Cooke n. gen. (3, S. 76). Immarginata, orbicularis, discoidea, plana vel convexa, carnosa; hymenio papillato; ascis clavatis vel clavato-cylindraceis, exclusis; sporidiis globosis; paraphysibus distiuctis. 328. -B. areolata Cooke et Phillips (ds. Tf. 97. f. 12—15). Atro-brunnea. Cupulis orbiculari- busconvexis; ascis clavato-cylindraceis; sporidiis globosis, areolatis; paraphysibus robustis, clavatis, septatis, supra purpureo-bruuneis. — Auf feuchtem Boden. — England. 329. Helotium crystalUnum Quelet (11, S. 329, Tf. VI. f. 12). Becher immer offen, 0.3 mm breit, sehr zart, gleichmässig gezahnt, glatt, durchscheinend, glänzend, Sporen 12 Mik. lang, wurmförmig. — An Weidenrinden. — Frankreich. 330. Ä geogemnn Cooke (142 a., S. 65). Candidum. Cupulis obconis in stipitem abbreviatum productis, hymenio plano-convexo, 2—3 mm diam. Sporidiis fusiformibus, 25—35:5 — 7. Paraphysibus attenuatis, liuearibus. — Auf Holzfragmenten. ~ Frankreich. 331. H. querceti Saccardo (36, S. 68). Cupulis sessilibus centro-punctiformi adfixis, applanatis, scutellaribus, vix ^4 "lill. diam., laevibus, glabris, siccis quandoque subcontortis sed apertis, exalbido roseis; ascis cylindrajCeo-clavatis; breve stipitatis, 50—55:7—8, para- physibus crassiuscule filiformibus obvallatis, octosporis; sporidiis distichis cylindraceo- fusoideis sub-bacillaribus , 12— 14 : l'/a— 2, bi— trinucleatis indeque spurie 1 5septatis, hyalinis. — In fol. Quercus pedioic. — Italien. 332. Belonidium pullum Phillips et Keith (3, S. 75, Tf. 97. f. 8—11). Sparsum. Cupulis sessilibus demum explanatis, aquoso cinereis, extus brunneis; ascis cylindraceo-clavatis; sporidiis fusiformibus, nucleatis, dein 3 septatis; paraphysibus linearibus apice ovalis, dissillentibus. Becher 1 mm breit, Sporen 25—30:3-5. — Auf Poa und Typha. — England. 12* 180 Kryptogamen. — Pilze. « 333. Ombrophila? ÄV-ie^renana Rabenhorst (54, No. 2215). 0.? turbinata, demum profunde cyathiformis , tremula, distiucte stipitata, olivacea, nuda, subnitens; margine initio inflexo, dein (bumido) erecto-expanso denticulato; hymenio jodo olivaceo-nigrescente, superne fuscescente; ascis (maturis) elongatis, clavatis, deorsum stipitiformi attenuatis, hyalinis, circa 96 mik. longis (nunc paulo brevioribus nunc paulo longioribus) , para- pbysibus numerosis filiformibus crassiusculis longioribus intermixtis; sporis ellipsoideis, oblique mouosticbis, continuis acbrois, plerumque nucleo magno praeditis 11 mik. longis. — Ad Äbietis pectitiatae ramulos. — Sachsen. 334. Ascobolus carbonicola Boudier (12, S. 310) =^ Asc. viridis Boudier (nicht Currey), Ann. des sc. 1869. 335.^. pusillus Boudier (12, S. 310, Tf. IV. f, 7). Becher fleischig, anfangs flach, später gewölbt, ungerandet, ^i — l Mm. breit, glatt, gelbhch-purpurfarben , am Rande dunkler. Schläuche kurz und dick, an den Enden abgerundet, Ssporig. Sporen elliptisch, zugespitzt violett, äusserlich körnig, 10—11:6—8 Mik. Paraphysen kurz, septirt, am Ende keulenförmig. — Auf Brandstellen. — Frankreich. 336. J.. (Ascophanus) incanus Phillips (3, S. 117, Tf. 88. f. 10). Vereinzelt, kreiseiförmig, später oben mit eingedrückter Scheibe, rauchgrau; der häutige Rand verschwindet; Schläuche breit, keulenförmig; Sporen 8, farblos, eiförmig, 0.029:0.014, Paraphysen lineal. — Auf Kuhmist. — Californien. 337.^4. fÄ.) lacteus Cooke et Plowright (3, S. 119). Vereinzelt milchweiss; Scheibe abgeflacht; Schläuche schmal, keulenförmig; Sporen meist 2reihig, elliptisch, farblos, O.Ol : 0.005 mm. Paraphysen fadenförmig. — Auf Kuhmist. — England. 338.Mitrula sderotipus Boudier (12, S. 309, Tf. IV. f. 5). 15—20 mm hoch, rostgelb. Keule 4—7 mm lang, in der Mitte fast immer etwas eingeschnürt, scharf gegen den Stiel abgegrenzt. Paraphysen 32—33 : 1 Mik. , Schläuche 50 : 4 Mik. , Sporen farblos, spindelförmig, verlängert, 11— 12: 3 Mik.; Stiel voll, 8 — 10 mm lang, einfach oder 2— 3theilig, an jedem Ende eine Keule tragend. Der Stiel geht am Ende immer in eine kleine weissliche oder graue Verdickung aus, mit der er auf einem Sclerotium aufsitzt. Dieses ist länglich, flach, am Grunde abgestutzt, an den Enden etwas verschmälert, glatt, glänzend, gelbbraun, innerlich weisslich oder fleischfarben, 6—7:9-10 mm. — Zwischen Moos und altem Laub. — Frankreich. 339. Helvella capucina Quelet (11, S. 327, Tf. VI. f. 3). Stiel cylindrisch, knorplig, mit fädigem Mark gefüllt, später röhrig, unter der Lupe fein behaart, schneeweiss. Hut zähe, häutig, zart, frei, glockenförmig, geschweift, 2—3 cm breit, körnig, runzelig, weiss, Hymenium glatt und eben, schwarzbraun. Sporen 20—25 Mik. lang, elliptisch mit grünlichem Kerne. — In Nadelwald. — Frankreich, im Jura. 340. Morchella bispora Sorokin (55, No. 609). M. pileo campanulato, basi undato-plicato, albo-limbato ; costis longitudinalibus undulatis, auastomosantibus, basin versus parallelis, rectis; areolis oblongis, irregularibus , angustis; stipite elongato, subcylindrico, apicem ' versus attenuato, albo-sericeo, farcto, in magnitudine saepe variat; ascis oblongo clavatis, longissimis, bisporis; sporis ovaUbus, subcurvatis in asci superiore parte inordinatis nucleo oleoso, hyalinis; paraphisibus crassis, dichotomis. — Rossia. Roesleria Thümen et Passerini n. gen. (20). Genus Vibrisseam Fr. accedit, sed paraphysarum defectu et sporis globosis, differt. 341. -R. hypogaea. R. individuis gregariis, erectis, plus minus rigidis, receptaculis capitatis, stipite aequali, opaco-albido, 15—25 mm longo fultis, capitulis globosis vel subcompresso- globosis, opacis, argenteo-griseis; ascis numerosissimis, octisporis, cito evanidis et sporas globosas, hyalinas 5 mm in diam in Stratum tomentosum liberantibus. — Austria inferior in Vitis viniferae radicibus. b. Cenangieae. 342. Patellaria fermginea Cooke et Ellis (46, S. 91). Orbicularis, ferruginea, ad marginem obscurior, convexo plana. Ascis clavatis; sporidiis lanceolatis, obtusis, 1 — 3septatis, rectis, vel curvatis, luteolis; paraphysibus linearibus, furcatis. — Auf Kräuter-Stengeln. — New Jersey. Neu aufgesteUte Arten. — Ascomycetes. jg]^ 343. Patellaria sanguineo-atra Rehm (19, S. 63) Perithecia sparsa, minuta, sessilia, obscure sanguiiieo-atra, patellulata, plana, margine tenui cincta, disco dilutiore sanguineo, primitus subclausa , dein aperta. Sporae; elliptico - clavatae , utrinque obtusae , 1 cellulares Inucleatae, hyalinae, 15 mik. long., 5 lat. , 8, monostichae in ascis clavatis stipitatis 70 mik. long., 9 lat. — Paraphyses superne di-tricbostome divisae, apice circa 3 mik. crass. , clavatae, articulatae. — Hypothecium rubrofuscura. — Ad ramum fagineum. S. Deutschland. 344. P. subsidua Cooke et Ellis (46, S. 8, Tf. 96 f. 34). Gregaria. Cupulis atrobrunneis, depressis, inter fibrillas nidulantibus, difformis ; ascis clavatis; sporidiis lanceolatis, 5sep- tatis, binc illic transversaliter divisis, hyalinis; paraphysibus clavatis, brunneis. — Auf entrindetem Morus. — New Jersey. 345. Lecanidion Bacjnusianum Saccardo (36, S. 58). Cupulis gregariis superficialibus, thallo omnino carentibus, coriaceis, patellaribus ^l„ mm diam. , aterrimis, margine paululum elevato, obtusiusculo : ascis cylindraceo-clavatis, breve crassiuscule stipitatis 70 : 12, apice rotundatis, paraphysibus sursum coalescentibus fuscisque obvallatis, octosporis; sporidiis distichis oblongo-fusoideis, 12 : 41/2, utrinque obtusiusculis , rectis initio 4uucleatis, dein 3septatis, non constrictis, hyalinis. — In ligno betulino. — Italien. 346. Cenangium dolosum Saccardo et Spegazzini (36, S. 58). Cupulis sparsis corticolis, innato- erumpentibus, initio et siccis clausis, udis urceolato-apertis , fibrosis, coriaceis, duris aterrimis ^l2 — ^l>,mm diam., ascis clavatis breve crassiuscule stipitatis, 80—100:10—13, paraphysibus filiformibus obvallatis, octosporis; sporidiis subdistichis. biconico-fusoideis, 22—25:6—7, medio constricto- Iseptatis, rectis curvulisve, 4guttulatis, hyalinis. — In ramulis Coryli Avellanae. — Italien. 347. C. urceolatum Ellis (46, S. 9). Erumpens, olivaceo-atrum; cupulis urceolatis, ad basin attenuatis, extus pilis brevibus flaccidis adspersis, ore contracto, disco pallide-fuligineo ; ascis clavato-cylindraceis; sporidiis arcte fusiformibus , hyalinis, uniseptatis. — Auf Zweigen von Clethm alnifolia. — New Jersey. 348. Dermatea cucurbitaria Cooke (46, S. 91). Sporen gross, gefenstert, braun, 0.03—0.035 mm lang. — Auf Monis. — New Jersey. 349. D. RoughtOHÜ Phillips (5, S. 29). Einzeln oder rasenweise, hervorbrechend, kreisei- förmig gestielt, gelb, braun werdend; anfangs kuglig, darauf eben oder convex, über- randet, bereift; Schläuche breit keulenförmig, mit dicken Wänden, 135:23; Sporen läng- libh-oval, oft ungleichseitig, grünlich, Plasma körnchenbildend, oder falsch dreitheilig, Paraphysen fadenförmig, verzweigt. - - Auf Portug. Lorbeer. — England. c. Phacidieae. 350. Rhytisma Lagerstroemiae Rabenhorst (54, No. 2310). Central-Iadien. (Ohne Diagnose.) d. Hysterieae. 351. Acrospermum decipiens Passerini (54, No. 2235). Perithecia subclavata, aequalia,*non undulata nee superne annulata; sporae paraphysibus tenuissimis numerosis iramixtae; qua nota ab A. graminum Lib. potissimum differre videtur. — Ad folia Brachypodii pinnati. — Italien. 2. Pyrenomycetes. a. Gymnoasceae, Aspergilleae, Erysipheae. 352. Gymnoascus »M&er van Tieghem (216, S. 159). Conidienfrüchte einem Verticillium gleichend, Mycel und Sporen ziegelroth, Sporen oval. — Ascosporenzweige ohne eigent- liches Perithecium, aber von einer filzigen bräunlichen Hülle umgeben. Schläuche kuglig, 8 sporig. Sporen gelb, glatt, scheibenförmig. — Auf Excrementen von Ratten und Hunden. 353. Aspergillus albus Wilhelm (217). 354.^. carneolus Saccardo (35, 18. 34, S. 77). Effusus, sordide carneus; hyphis sterilibus, repentibus, ramosis, parce septatis, filiformibus; fertilibus assurgentibus, filiformibus, 120—130:10, septatis, apice vesiculoso-inflatis, vesicula laevi 30 diam; conidiis catenu- 182 Kryptogamen. — Pilze. latis, sed mox secedentibus, ovato-oblongis, 6—8:3—4, e hyalino roseis. — In culmis Sorghi vulgaris. — Italien. 35b. Aspergillus ochraceus Wilhelm (217). 356.-4. ochraceo-ruber Saccardo (35, 17; 34, S. 77). Gregarius, totus amoene ex ochraceo ruber; hyphis sterilibus repentibus parce septatis, fertilibus erectis ca. ^j,^ mill. altis, filiformibus, septatis, apice vesiculoso-inflatis ; conidiis catenulatis, radiantibus, ovoideis basi subapiculatis, majusculis 15—18:12—13, plerumque multiguttulatis. Capitula 1/4 mill. diam. — In cortice Juglandino. — Italien, 357.^. stercoreus Saccardo (35, 19; 34, S. 78 j. Effusus, laneus, canescens; hyphis fertilibus assurgentibus , filiformibus, continuis, 600—800:20, hyalinis, apice vesiculoso-inflatis; conidiis catenulatis, e globoso ovoideis, 7—10:6—7, hyalinis e sporophoris conico- oblongis vesiculam tegentibus oriundis. — In stercore humano. — Italien. 358. Sterigmatocystis alba van Tieghem (216, S. 102), Sporen weiss. — Auf Brod u. s. w. — Frankreich. 259. St. Candida Saccardo (35, 80; 34, S. 91). Effusa, floccosa, Candida; hyphis fertilibus erectis, filiformibus, continuis, diam. 14—15, apice vesiculoso-inflatis; vesicula 40 diam., sphaeroidea asperula, undique basidiophora; basidiis radiantibus clavatis, apice sterigmata 3— 4 filiformia gerentibus; conidiis e sterigmatum apice oriundis, catenulatis, inferioribus oblongis, ceteris, globulosis, 2'/2 diam., hyalinis. — Capitulum integrum diam. 100 120 mik. - In larvis insectorum. — Italien. $60. St. carnea van Tieghem (ds., S. 103) Sporen fleischfarben, Conidienträger sehr gross. Auf einer Nuss von Bertliolletia. — Frankreich. 361.6'«. coronata van Tieghem (216, S. 103). Köpfchen weiss, bis 1 mm breit, Sterigmen zu 10—12 kranzförmig auf einer Basidie, Sporen 1,5—2 mik. im Durchmesser. — Frankreich. 362. St. lutea van Tieghem (216, S. 103). Sporen ochergelb. ~ Auf einem Dattelkerne. — Frankreich. * 363. St. olivacea van Tieghem (216, S. 103). Sporen olivengrün. — Auf zerriebener Coche- nille. — Frankreich. 364. Si. purpurea van Tieghem (216, S. 103). Conidienträger roth -braun, violett. Sporen fleischfarbig, stachlig. — Auf Kartoifelscheiben. — Frankreich. 365. St. virens van Tieghem (216, S. 103). Sporen der Farbe nach dem Aspergillus glaucus gleich. — Auf Leder. — Frankreich. 366. Penicillium aureum van Tieghem (216, S. 158). Mycelium und Conidiensporen goldgelb. Conidien elliptisch-spindelförmig 3 : 1.5 Mik. Ascosporen an besonderen Aesten auf dem conidientragenden Mycel gebildet ohne Unterbrechung durch einen Sclerotienzustand. Sporen gelb, elliptisch, glatt, 5 : 3 Mik. Auf einer Nuss von Bertolletia. — Frankreich. 367. Erysiphe gigantiascus Sorokin et Thümen (55, No. 645). E. caules ambiens et plus miuusve turgescens, mycelio fere deficiens, alligato; peritheciis globosis, congestis, grumosis, brunneis, mediis; appendiculis fuscis, longis, subnodosis, minime vel non divisis, pellucidis, simplicibus; ascis late-ovoideis, vertice rotundato, basi subangustato, truncato, 108—120 mm long., 70 mm crass., episporis laevi, conformi, 4 mm crass., vertice minime incrassato, hyalinis, 4-8sporis; sporidiis ellipticis, utriuque rotundatis, 25 mm long., 16 crass., hyalinis. — Proscia ad caules vivos Euphorbiae platyphyllae. Erysiphella Peck n. gen. (55, No. 753). Appendices verae peritheciorum nuUae; sporae definitae. — Genus a Perisporio Fr,, sporis definitis, ab Erysiphe Lev. defectu appendicum differt. 368. JE7. aggregata Peck (ds.). E. mycelio arachnoideo, effuso, albido; peritheciis abundan- tibus, confertis, subglobosis, glabris, badiis vel nigris, ascis plerumque 10—12, oblongo- ovatis vel etiam subclavatis; sporis 8, late ellipticis; 0.0008-0.0009 unc. long., 0.0005—0.0006 unc. crass, — Ad ameuta feminea Alni serrulatae. — Amer. sept. Albany, 369. Microsphaeria fulvofulcra Cooke (49, S. 110). Mycelio arachnoideo; conceptaculis minutis, globosis, gregariis; appendiculis 8—12, ad basim brunneis, ad apicem hyalinis, compactis, 2— 3dichotomis. — Auf Blättern einer Spiraea. — Californien. Neu aufgestellte Arten. — Ascomycetes. ]^g3 370. Meliola /ewesfrato Cooke et Ellis (46, S. 95). Subgregaria. Peritheciis subglobosis, brunneis hinc illic sparse spinulosis; floccis ad basim radiantibus; sporis ellipticis, multiseptatis, fenestratis, brunneis. — Auf Schuppen von Kiefernzapfen. — New Jersey. 371. M. psüostomae Thümen (41, 55, No. 775). M. maculas radiantes, magnas, effusas, tenuiseimas, atras, plus minusve orbiculatas in foliorum pagina inferiore, rare etiam superiore, formans; peritheciis subcarbonaceis, parvis, subglobosis; floccis repentibus, raniosis interdum obscure septatis, fuscis, tenuibus; ascis late-clavatis , hyalinis, vertice epidermide incrassato, basi angustato, saepe subcurvatis, 45 mm long, 24-26 mm crass., 8 sporis; sporis trifariis, anguste ellipticis, septatis, medio constrictis, loculis aequalibus, utrinque rotundatis, saepe uno-binucleatis, fuscis, 16—20 mm long., 6—9 mm crass., paraphysibus nullis. — Promont. bonae spei in Psüostomae ciliatae fol. viv. 372. Antennaria Guava Cooke (49, S. HO). Effusa, epiphylla; floccis moniliformibus ramosis; ad apicem attenuatis; sporangiis lageniformibus ; mycelio tenuissimo. — Auf Giiava- Blättern. — Californien. 373. Apiosporium Citri Briosi et Passerini (219). Mycelium tenue cinereum, folii paginam superam incrustans, filis tenuibus, articulatis, ramosis, intricatis, hyalinis formatum. — Conidia Torulam referentia. Fila crassa, subramosa, intricata, fusca, crebre articulata, ad septa constricta, loculis ample guttulatis, articulis tandem secedentibus. — Pycnidium e Phomatis genere. Perithecia punctiformia, subglobosa, fusco-atra, apice pertusa, circa ostiolum setis validis rigidis, subulatis praedita, sporis minutissimis, ellipticis, hyalinis ad polos nucleatis foeta. — Forma ascophora peritheciis punctiformibus badiofuscis, in mycelii crusta jam primitus sparsis et subimmersis, ascis brevibus clavatis 8 sporis sub- distichis, oblongis, apicibus rotundatis, crassitie sua quadruple longioribus, hyalinis, endoplasmate granuloso transversim subdiviso, ideo spurice pluriseptatis. — Ad folia Citri. — Sicilia. 374. Asterina cupressina Cooke (46, S. 17) = Venturia cupressina Rehm Asc. No. 394. b. Sphaeriaceae. 375. Sphaeria aliqnanta Cooke et Ellis (46 , S. 94). Sparsa. Peritheciis applanatis, epidermide nigrifacta tectis; ascis breviter clavatis; sporidiis lanceolatis, quadrinucleatis, demum triseptatis, hyalinis, ad dissepimenta constrictis; 0.03—0.035:0.01 mm. — Auf Smilax. — New Jersey. 376. SpJi. Bambusae Rabenhorst (54, No. 2336). Perithecia erumpentia, numerosissima, sparsa (plus minus approximata, passim stromate confluentia), rotundata oblongave, atra, parum nitentia, ostiolo umbilicato. Asci elongato lineares, angusti, breviter stipitati, octospori, inter paraphyses filiformes crispatas. Sporae (in ascis) mouostichae, oblongae, utroque polo obtuse rotundatae, diam. (5 Mk.) duplo vel paulo longiores, achroae. — In fol. Bambusae spinosae. — Ostindien. 377. Sph. caninae Phillips et Plowright (5, S. 27, Tf, 94. f. 8). Parasitisch. Perithecien in Häufchen, anfangs bedeckt, später frei, kegelförmig ; Mündungen spitz ; Schläuche 4sporig, cyliudrisch, 65:14; Sporen 4theilig, eingeschnürt, dunkelbraun, 18:5. — Auf dem Thallus von Feltigera canina. — England. 378. Sph. catariae Cooke et Ellis (46, S. 95). Minuta, gregaria, epidermide tecta. Ostiolis papillaeformibus; ascis clavatis; sporidiis ellipticis, acuminatis, biseriatis, uniseptatis, hyalinis (0.02 : 0.008 mm). — Auf Nepeta cataria. — New Jersey. 379. Sph. epicarecta Cooke (3, S. 112). Perithecien zerstreut, von der Cuticula bedeckt, welche über ihnen dunkler erscheint; Schläuche keulenförmig; Sporen 2reibig, breit lanzettlich. 4zellig, die 2. Scheidewand am breitesten, Sporen 0.03:0.01 mm. — Auf Carex-Bläitem. — England. *3S0. Sph. helicoma Philhps et Plowright (5, S. 26, Tf. 94. f. 9). Die Conidien bestehen aus dunkelbraunen, septirten Fäden, die spiralig eingerollte septirte Sporen tragen von blasserer Farbe als die Fäden. — Perithecien klein, kuglig, glänzend; Mündungen nicht sehr deutlich; Schläuche cylindrisch, 150 : 20; Sporidien 2reihig, cylindrisch, wurm- förmig , undeutlich vieltheilig , 65 : 5. — England. 184 Kryptogaraen. - Pilze. 381. Sphaeria maritima Cooke et Plowright (3, S. 120). Perithecien zerstreut, vorragend, schwarz, unter der Oberhaut sitzend, welche zuletzt darüber verschwindet; Schläuche lanzettlich; Sporen 2reihig, spindelförmig, mit 3—5 Scheidewänden, 0.03— 0.035: 0.006 mm. — Auf Juncus maritimus. — England. 382. Sph. Murram Cooke (3, S. 120). Perithecien zerstreut, bedeckt die Cuticula mit der kurzen Mündung durchdringend, jedes in der Mitte eines sehr kleinen, braunen Fleckes ; Schläuche lanzettlich; Sporen 2reihig, spindelförmig, mit 3 Scheidewänden, gelb, 0.03 : 0.006. — Auf Ammophila. — England. 383. Spli. Norfolcia Cooke (3 , S. 120). Perithecien klein , zerstreut , von der Cuticula bedeckt, welche durch das kurze Ostiolum durchbohrt wird. Schläuche keulenförmig; Sporen 2reihig, spindelförmig, gerade oder gekrümmt, braun, mit 3—5 Scheidewänden, an den Scheidewänden eingeschnürt; 0.045—0.05:0.008 mm. — Auf Juncus und Heleocharis. — England. 384. Äp/}. Pandani Rabenhorst (54, No. 2338). Sph. simplex, gregaria; peritheciis minutis, innatis, atris, nudis, ostiolo brevi- (depresso) conico; Ascis , fascicularibus anguste linearibus, octosporis, membrana tenuissima achroa; Sporis uniseriatis, oblongo- ellipticis, 7—9 rarius 10 mik longis (in ascis), extra ascos ad 15 long., 8 lat.), fuscis, continuis. — In Pandano fnrcato. — Ostindien. 385. Sph. phacidiomorpha Cesati (54 , No. 2337). Simplex ; peritheciis minimis subcutaneis saepe biformibus (ellipticis in pagina super, foliorum quibus innasciter, orbicularibus in altera pagina), translucentibus demum epidermide rupta vertice obtuso erumpentibus, ostiolo nuUo peculiari, poro pertusis. Nucleus e sordido albescens. Paraphyses numerosae, subtilissimae. Asci plerumque a basi dilatata sacciformes versus apicem attenuati, rarius subcylindracei, 30 mm longi, facile diffluentes. Sporidia 8, disticha vel irregulariter seriata, 10 mm longa, didyma, segmentis elongatis subovalibus quadantenus irregularibus (linguaeformibus si velis) turbidis, incoloribus. — In fol. Phormii tenacis. — 8. Italien. S86.Sph. refracta Cooke (3, S. 119). Perithecien zerstreut, durch die entfärbte Cuticula bedeckt, etwas abgeflacht: Schläuche cylindrisch; Sporen einreihig, stumpf, nach beiden Seiten kegelförmig, zweizeilig, jede Zelle mit 1 oder 2 Kernchen, 0.035:0.015 mm. — Auf Scirpus. — England. 387. Sph. nibelloides Plowright (3, S. 120). Perithecien zerstreut, bald frei werdend, meist auf röthlichen Flecken sitzend; Schläuche lanzettlich; Sporen spindelförmig, mit vielen (gegen 9) Scheidewänden, gelb, 0.03:0.007 mm. — Auf faulenden Weizenhalmen. — England. 388. Sph. sepulta Boudier (12, S. 311, Tf. IV. f. 8). Einfach. Perithecien rundlich, klein, weich, gelblich-schwarz, mit braunen Fasern am Grunde, Mündung cylindrisch, schwarz, runzlig, halb so lang als das Perithecium. Paraphysen farblos, septirt, Schläuche cylindrisch, Ssporig. Sporen länglich -elliptisch, fast spindelförmig, 20—30:7—8 Mik., Kerne körnig, anfangs gelb, später olivenfarben, endlich schwarz, am Grunde mit einer Scheidewand, welche sie in zwei sehr ungleiche Theile theilt, unterer Theil 4 Mik. lang, farblos. — Auf blosser Erde, auf Brandstellen. — Frankreich. 38d.Sph. (Obtectae) anguilUda Cooke (46, S. 15). Gregaria, mox nuda; peritheciis ovatis, atrobrunneis, laevibus, nitidis, papillatis; ascis cylindraceis ; sporidiis filiformibus, multi- septatis, flaveolis. — Auf Stengel von Bidens. — New Jersey. 390. Sp^. CO.J cocogena Cooke (46, S. 102, Tf. 86. f. 8). Gregaria. Peritheciis tectis, epidermide demum fissuratis, globosis, compressis, atris; ascis clavatis; sporidiis biserialibus, hyalinis, subellipticis, tritorulosis, utriuque apiculato-appendiculatis. — Auf Blättern von Cocos nucifera. — Demerara. 391. Sph. (0.) entaxia Cooke et Ellis (46, S. 14, Tf. 95. f. 14). Peritheciis seriatis, erumpentibus, globosis, atris, papillatis; ascis clavatis; sporidiis lanceolatis, hyalinis; pycnidiis in con- sortio similaribus, stylosporis diplodioideis, ellipticis, uniseptatis, bruuneis. — Auf Zweigen von Andromeda. — New Jersey. 392. Sph. (0.) eriostega Cooke et Ellis (46, S. 14, Tf. 95. f. 2). Gregaria. Peritheciis leniter fusco lanosis demum glabris, tectis, in maculis bullatis congestis ; ascis clavatis; sporidiis Neu aufgestellte Arten. — Ascomycetes. 185 biserifitis, late lanceolatis, utrinque obtusis, demum biseptatis, brunneis — Auf Sassafras. — New Jersey. 393. Sphaeria (0.) Hendersonia Ellis (46, S. 14, Tf. 95. f. 8). Gregaria. Peritheciis epidermide nigrofacta tectis, tumidulis, nee fissuratis; sporidiis uniseriatis, lanceolatis, triseptatis leniter constrictis, pallide fuscis. - Auf Brombeerranken. — New Jersey. 394. Sph. (0.) thuridonta Cooke et Ellis (46, S. 94). Sparsa. Peritheciis epidermide tectis, prominulis; ascis cylindraceis ; sporidiis uniseriatis, ellipticis, brunneis, fenestratis, 0.025 zu O.Ol mm; styiosporis obtuse biconicis, uniseptatis brunneis, 0.04:0.02 mm. — Auf Nyssa multiflora. — New Jersey. 395. Sph. (0.) secreta Cooke et Ellis (46, S. 94). Sparsa, epidermide tecta. Peritheciis brunneis, globosis, demum applanatis; ascis clavatis; sporidiis allantoideis, hyalinis O.Ol : 0.012 mm long. — Unter der Einde von Viburnum. — New Jersey. 396. Sph. (0.) vexata Cooke et Ellis (46, S. 94). Subgregaria, subimmersa, tecta. Peritheciis ovatis, atris; ascis clavatis; sporidiis hyalinis allantoideis, O.Ol mm long. Styiosporis rectis, linearibus, minutis. — Auf Zweigen von Ändromcda Ugustrina. — New Jersey. 397. Sph. (CauliCOlae) davigera Cooke et Ellis (46, S. 16, Tf. 76. f. 25). Peritheciis, sparsis, subglobosis, tectis, atris, glabris, subprominulis ; ascis clavatis; sporidiis biserialibus, clavatis, brunneis 7septatis. — Auf Phytolacca. — New Jersey. S98. Sph. fC.J eriophora Cooke (42, S. 153). Gregaria. Peritheciis globosis-depressis, atris, hispidis, demum prope glabris, primo tectis, dein epidermide delapsis, nudis, niatrice nigrofactis; ascis cylindraceis; sporidiis late lanceolatis, l-3septatis, constrictis, fuscis. — Auf Stengeln wahrschl. von Lappa. — New York. 399. Sph. (Denudatae) arctespora Cooke et Ellis (46, S. 93). Gregaria. Peritheciis globosis ad basim applanatis, scabrosis, atris; ascis cylindraceis; sporis arcte ellipticis, brunneis 0.015 : 0.004 mm. — Auf Andromeda. — New Jersey. 400. Sph. (Pertusae) deerrata Cooke et Ellis (46, S. 93). Sparsa. Peritheciis erumpentibus, paucis, globosis, atris; ascis cylindraceis; sporidiis uniseriatis, ellipticis brunneis, 0.012 zu 0.007 mm. — Auf rother Ceder. — New Jersey. 4:01. Sph. (P.) melanostigma Cooke et Ellis (46, S. 13, Tf. 95, f. 16). Gregaria, minima, atra. Peritheciis subglobosis, papillatis. emergentibus, submembranaceis ; ascis cylindraceo- clavatis; sporidiis ellipticis, parvulis, hyalinis, nucleatis. — Auf uuberindeten Eichen- klötzen. — New Jersey. 402. Sph. (Immersae) thyoidea Cooke et Ellis (46, S. 14, Tf. 96, f. 19). Gregaria. Peritheciis semi-immersis, atris, collo elongato; ascis clavatis; sporidiis naviculoideis , hyalinis; microstylosporis linearibus; macrostylosporis ellipticis, uniseptatis, brunneis (Diplodia). — Auf Cupressus tJiyoides. — New Jersey. 403. Sph. (I.) surrecta Cooke (3, S. 119). Sparsa. Peritheciis immersis; ostiolis in tuberculo erumpente; ascis cylindraceis; sporidiis uniseriatis, elongato-ellipticis, triseptatis, toru- losis, brunneis. Sporen 0.025 : 0.008. — Auf Kieferzäunen. — England. a. Sphaerelleae. Pleosporeae. 404. Sphaerella Boehmeriae Kabenhorst (54, No. 2341). Sph. peritb. minutis, sparsis; Ascis lineari-subclavatis, obtusis 8sporis; spor. oblongo-cylindraceis , plerumque 6 mik. long., 2 lat., rectis, vel leniter curvatis, utroque polo obtusis, maturis biseptatis. — Ad caules aridos Boehmeriae niveae. — Ostindien. 405. Sph. chlonna Cooke (3, S. 121). Perithecien heerdenweise oder zerstreut, sehr klein, die cuticula mit ihren breiten Mündungen durchbohrend; Schläuche keulenförmig; Sporen 2reihig, lineallanzettlich , mit einer Scheidewand, farblos, 0.018:0.003 mm. — Auf Phalaris arundinacea. England. 406. Sph. Ariadna Saccardo (36 , S. 34). Maculis vagis , arescendo dealbatis , linoa rufa cinctis; peritheciis in macula gregariis innato-erumpentibus , globulosis; 40—50 diam.; punctiformibus, ostiolo impresso pertuso; ascis obovatis, basi acutatis, apice rotundatis 20—25:12—14, aparaphysatis 8 sporis; sporidiis 2— ostichis, cylindraceo-fusoideis, 12— 14: 33/,,— 4, utrinque obtusiusculis, constricto Iseptatis, minute 4guttulatis, hyalinis. — In fol. Coronillae Emeri languidis. — Italien. 186 Kryptogamen. — Pilze. 407. Sphaerella clymenia Saccardo (36, S. 35). Maculis ampMgenis subrotundis ochraceis v. subgriseis, fusco-cinctis; peritheciis remote sparsis e globoso lenticularibus, diam. 70—80, punctiformibus , ostiolo impresso pertusis; ascis clavulatis , 40—50:10, aparaphysatis, Ssporis; sporidiis disticbis, oblongo-clavulatis, 14- 16 : 3'/2— 4, bilocularibus, loculo sup, leniter crassiore, ad septum subconstrictis , 4guttulatis, hyalinis. — In foliis Lonicerae Caprifolii. — Italien. A08. S2)h. eocophila Cooke (48, S. 102, Tf. 86. f. 7). Hypophylla, gregaria. Peritheciis minutis, atris, tectis, epidermide nigrofactis; ascis clavatis; sporidiis rainutis linearibus, utrinque obtusis. — Auf Blättern von Cocos nucifera. — Demerara. iOd. SpJi. Euphorbiae Phillips et Plowright (5, S. 28). Perithecien sehr klein, von der Oberhaut bedeckt, abgeflacht, gehäuft oder zerstreut, Schläuche fast cylindrisch, 70 zu 10-15. Sporen zu 8, zweireihig, elliptisch, au den Enden spitz; körnig, 15—20:6—8. — Auf Euphorbia amygdaloides. — England. 410. /SpÄ. fumagina Cattaneo (239, S. 5, Tf. VIII. f. 4-7). Thallus nigrescens, superficialis, libere evolutus, e floccis brevibus contortis moniliformibus ramosis, articulis fuscis, dense intricatis, compositus. Fung. conidiophorus: Cladosporium fasciculatum Corda. Fung. aseophorus: Pyreniis atris globosis, plus minus dense sparsis, 40—60 mik. latis, ascis clavatis, sessilibus, Ssporis, 15— 20 mik. longis; sporis biserialibus obovato-clavatis uniseptatis, ad sepimentum constrictis, loculo superiore crassiore, hyalinis, 5—6 mik longis, 2 mik. crassis. — An Zweigen von Vitis vinifera. — Oberitalien. Ul.Sph. indistincta Peck (55, No. 759). S. peritheciis minutis, innatis, vix prominulis, sparsis vel subgregariis, globosis, nigris; ascis subcylindricis, 0.0014—0.0018 unc long, sporidiis confertis, elongatis, subcylindraceis , hyalinis, simplicibus vel obscure unisep- tatis, saepe curvulis, 0.0001—0.0011 unc. long. — In frondibus emortuis Pteridis aquiUnae. — Amer. sept. New York. 412. SpJi. Leersiae Passerini (54, No. 2342). Perithecia sparsa, punctiformia, atra, depressa, poro simplici pertusa; asci oblongi recti vel curvi, apice saepius attenuati, Sspori ; sporae oblique uniseriatae vel distichae, oblongo-fusiformes, subinaequilaterales, 4guttulatae, inter guttulas obscure tenuissime septatae, hyalinae. — Ad folia arida L. oryzoidis. — Italien. AlZ.Sph. malinverniana Cattaneo (225, S. 13, Tf. XIV. f. 6). Pyreniis hypophyllis, atris, epidermide innatis, plus minus dense sparsis, globosis, poro simplici pertusis, 100—150 mik. latis; ascis e basi ovata, apicem versus attenuatis, subsessilibus, 8 sporis, 60—75 mik. longis, 20—25 mik crassis; sporis 2—3 serialibus obovato-oblongis, utrinque rotundatis, uniseptatis, ad sepimentum constrictis, hyalinis, 20 mik. longis, 10 mik. crassis. — Auf abgestorbenen Blättern von Oryza sat. — Oberitalien. 414, /SpL mediterranea Saccardo (36, S. 35). Maculis vagis, arescendo candidis brunneo- cinctis ; peritheciis sparsis epidermide velatis, dein erumpentibus e globoso-lenticularibus, punctiformibus, Vß — Vs ™ill diam., basi hyphulis vestitis, vertice obtusis, pertusis, contextu laxe parenchymatico fuligineo; ascis cylindraceis apice rotundatis, brevissime stipitatis, 90—100:12—14; aparaphysatis, octosporis; sporidiis distichis fusoideis rectis curvulisve, 22—25 : 7, Iseptatis, non constrictis, saepius 4guttulatis, hyalinis. — In pagina super, folior. Nerei Oleandri. — Italien. Alb.Sph. morphaea Saccardo (36, S. 35). Peritheciis gregariis, punctiformibus e globoso, lenticularibus, innato-erumpentibus, ^/lo mill. diam., ostiolo piano pertuso; perithecii contextu laxo e celluloso fuligineo; ascis clavatis, tortuosis, subsessilibus 70:12—13, aparaphysatis, octosporis; sporidiis subdistichis ovato-fusoideis, 15— 20: 6- 772» rectis curvulisve, Iseptatis, valde constrictis 4guttulatis granulosis hyalinis. - In Stigmata capsularum Papaveris somniferi. — Italien. 416. Sph. paniciim Cooke (42, S. 153). Sparsa epiphylla. Peritheciis tectis; in maculis pur- pureis; ascis clavatis; sporidiis biseriatis, fusiformibus , hyalinis, triseptatis. — Auf Bl. V. Panicum. — S. Carolina. il7. Sph. pardaloto Cooke et Ellis (46, S. 16, Tf. 96. f. 28). Peritheciis minutis, globosis, atris, semi-immersis , in maculis irregularibus congestis; ascis clavatis; sporidiis arcte ellipticis, uniseptatis. — Auf Bl. v. Myrica. — New Jersey. Neu aufgestellte Arten. — Ascomycetes. 187 418. Stigmatea sderotidea Cooke (42, S. 153). Gregaria, atra. Peritheciis superficialibus, depressis; ascis clavatis; sporidiis biseriatis, ellipticis, hyalinis, uniseptatis. — Auf Bl. von Ärundinaria. — S. Carolina. 419. Ceriospora xantha Saccardo (36, S. 36). Ut C. Biibyi Niessl sed asci 150 : 12; sporidia 40—42:7—8, distincte Sseptata, 4guttulata, flava, utrinque similiter hyalino-cuspidata; perithecii coutextus lutescens. — In sarmentis Clematidis Vitalbae. — Italien. 420. Sijh. (Pleospora) denotata Cooke et Ellis (46, S. 16, Tf. 96, f. 20). Peritheciis globosis, atris, prominulis, primo tectis; ascis clavatis, sporidiis elongato-ellipticis, medio constrictis, flavo-brunneis, multiseptatis, fenestratis. — Auf Stengeln. — New Jersey. 421. Sph. {Fl.J permunda Cooke (49, S. 111). Sparsa; peritheciis globosis tectis, demum detectis; ascis clavatis; sporidiis ellipticis, triseptatis brunneis. — Auf Stengeln des Seifenkrautes. — Californien. 4:22. Sph. (PI.) siilriparia Cooke (3, S. 121). Perithecien zerstreut, bedeckt, vorragend, kuglig; Schläuche fast cylindrisch; Sporen elliptisch, gross, mit 7 Scheidewänden, mauer- förmig, ambrafarben, 0.05 : 0.015 mm. — Auf Blättern von Carex riparia!^ — England. 423. SpZt. (PI) typhaecola Cooke (3, S. 121). Zerstreut oder heerdenweise, Perithecien von der braunen Cuticula bedeckt, welche nur von dem Ostiolum durchbohrt wird; Schläuche etwas keulenförmig; Sporen gross, mit 3 Scheidewänden, in der Mitte zusammengeschnürt, eine oder 2 Zellen getheilt, braun, 0.06 : 0.025. — Auf Typha angustifolia. — England. 424. Pleospora Anastaticae Bagnis (40, S. 219, Tf. IX. f. 1-14). Schläuche keulenförmig, selten gerade, meist etwas gekrümmt, 0.07 mm breit, 0.30 lang. Sporen lebhaft gelb, eiförmig, länglich, 5— 7fächrig, die beiden Endfächer grösser und ungetheilt, 0.05 mm breit, 0.10 mm lang. Paraphysen O.Ol cm breit, 0.3 lang. — Auf Stengeln von Änasta- tica. — Africa (Berge von Gabes). 426. PI. Äntinoriana Bagnis (40, S. 219, Tf. IX. f. 15-20). Schläuche gross, spindelförmig, gerade, 024 mm lang, 0.05 mm breit, Sporen 0.12 mm lang, 0.03 breit, spindelförmig, an einem Ende spitz, nach einer Seite gekrümmt, in 12 Fächer getheilt, die beiden Endfächer ungetheilt. Paraphysen O.Ol mm breit, 0.30 lang. — Auf trockenen Stengeln der Ägrostemma Coelirosa. — Tunesische Sahara. 426. PL Tragacanthae Rabenhorst (54, No. 2229). PI. Mspidae Niessl. affinis, sporarum magnitudine et septorum numero sat diversa. — An Ästragalus tragacantha. — Mt.Cenis. 427. Leptosphaeria Aegira Saccardo et Spegazzini (36, S. 37). Maculis epiphyllis arescendo cinerasceutibus, vagis; peritheciis sparsis, punctiformibus , globoso-lenticularibus , vix papillatis, pertusis; ascis cylindraceis subclavatis, 75—80:10—12, breve crasseque stipi- tatis, apice rotundatis, paraphysibus filiformibus obvallatis, octosporis, sporidiis distichis, breve fusoideis, 25-28:7, Sseptatis, loculo superiore paenultimo leniter crassiore, flavis, — In foliis Populi albae. — Italien. 428. i. auctu Niessl. (54, No. 2240). Perith. in matrice albicante disseminatis, plerumque seriatim dispositis, depresse hemisphaericis coriaceis, atris, glabris, ostiolo papillaeformi setis minutissimis rigidis instructo, seu firabriato-penicillato , ascis late clavatis stipite brevissimo, 70—100 Igs., 13—15 Its., spor. farcte 2— 4stichis, f usif ormibus , paulum curvatis, loculo tertio inüato, lutescentibus 36—45 Igs., 5 Its. — In caul. Clematidis rectae. — Maehren. 429. £. Brachypodii Passerini (54, No. 2334). Perithecia sparsa punctiformia atra, asci clavato-fusiformes , paraphysibus obvallati Sspori; sporae distichae fusiformes subcurvae 4guttulatae, guttulis 2 iutermediis majoribus, medio leniter constrictae et tenuissime septatae: an tandem 3septatae? — In foliis aridis. B. sylvatici. — Ob. -Italien. 430. i. littoralis Saccardo (36, S. 38). Peritheciis sparsis, innatis, globulosis, diam. '/♦'"Va mill., nigris, ostiolo brevi cylindraceo, obtuso, pertuso erumpente; ascis crasse cylindra- ceis 150 — 170:30, brevissime subnoduloso— stipitatis, apice obtusatis, paraphysibus fili- formibus obvallatis, octosporis; sporidiis distichis, crasse fusoideis, 45:15-18, rectis curvulisve utrinque obtusiusculis, 7 Slocularibus, ad septa consrictis, loculis transverse pluriguttulatis olivaceis. — In calamis Scirpi. — Italien. 188 Kryptogamen. — Pilze. 431. Leptosphaeria Oryzae Cattaneo (225, S. 13, Tf.XIV. f. 10). Pyreniis globosis, nigris, opacis, parenchymati innatis, epidermide tectis, maculas nigras, minutas formantibus, poro simplici pertusis, 150 Mik. latis.; ascis clavato-cylindricis rectis, curvulis vel flexuosis, sessilibus, Ssporis, 90 mk. longis, 150 mk. crassis; sporis 2 — 3serialiter stipatis, fusiformi-nodosis, sexlocularibus, rectis vel subarcuatis, hyalinis, 30 mik. longis, 6 mik. crassis. — Auf Oryza sativa. — Ob.-Italien. 432. JL. riparia Saccardo (36, S. 39). Peritheciis gregariis, punctiformibus , e globoso, conoideis, ^/^o miH. diam., initio epidermide tumidula velatis dein erumpentibns; ascis clavatis , 50 - 60 : 14 , paraphysibus filiformibus obvallatis , octosporis ; sporidiis distichis, fusoideis, 28- 30:6, curvulis, 5— 6septatis, ad septum medium leniter constrictis, 6 — 7- guttulatis flavo-ochraceis. — In calamis Junci effusi. — Italien, 433. L. Salvinü Cattaneo (225, S. 12, Tf. XV. f. 1-3). Pyreniis nigris, globosis, in paren- chymate vaginae nidulantibus , rostro cylindraceo brevissimo sed crasso coronatis, 350 - 400 mik, latis (rostro excepto) ; ascis clavatis pellucidis, breviter stipitatis, 8 sporis, 120 mik. longis, sporis pallide flavis, 2 — 3serialiter stipatis, oblongo-fusiformibus, cur- vulis, 3septatis, ad sepimentum medium constrictis, 60 mik. longis, 9 mik. crassis. — Auf Oryza sat. — Ob.-Italien. 434. Rbapbidospora Calaminthae Passerini (54 , No. 2236), Perithecia hyphis radiantibus praedita; asci subclavati breviter incurvo - stipitati tetraspori? sporae filiformes, con- tinuae? hyalinae; paraphyses crassitie variae, sursum attenuatae, articulatae. — Ad caules Calaminthae Nepetae. — Italien. 435. Linospora Magnagutiana Saccardo (36, S. 45). Peritheciis gregariis sparsis in maculis amplis expallentibus, epiphyllis e globoso lenticularibus, diam. 1/5 ™ik. aterrimis, ostiolo depresse papillato, nitidis; perithecii contextu indistincte cellulari, carbonescente ; ascis copiosissimis , fasciculatis , cylindricis, deorsum atteuuatis, 110 — 120:4, aparaphysatis, octosporis; sporidiis filiformibus, rectiusculis, 100 - 110 1^/^, eguttulatis, continuis, hyalinis. — In fol. Sorhi torminalis. — Italien. 436. Gnomonia Myricae Cooke et EUis (46, S. 17, Tf. 96, f. 24). Peritheciis sparsis, immersis, collo elongato, rostrato; ascis lanceolatis; sporidiis arcte ellipticis, inaequaliter uniseptatis. — Auf Blättern von Myrica cerifera. — Nev7 Jersey. 437. Anthostomella Olearum Saccardo et Spegazzini (36, S. 25). Peritheciis innatis, sparsis, epidermide tumidula et leniter nigrifacta velatis, globulosis, breve papillatis, subcarbo- naceis; ascis cylindricis, longiuscule attenuato-stipitatis , 130 — 150:7 — 9, apice tunica integra, paraphysibus filiformibus spuriis obvallatis, octosporis ; sporidiis recte monostichis, ellipsoideis, utrinque obtuso rotundatis 12—15 : 6—7, saepe 2 guttatis, exappendiculatis, fuligineis. — Hab. in cortice Oleae europ. — Italien. 438. Didymosphaeria nitidula Saccardo (36, S. 32). Peritheciis sparsis, e globoso depressis, 2/, — 1 mill. diam., cortice innatis et epidermide tumidula nigrifacta nitidissima, medio perforata, velatis, ostiolo subimpresso pertuso; ascis cylindricis praelongis p. s. 150: 10— 12, breviter stipitatis apice tunica integra rotundatis, paraphysibus filiformibus guttulat. octosporis; sporidiis oblique monostichis, oblongo-fusoideis 25—26:10, rectis curvulisve, utrinque acutiusculis, constricto Iseptatis, granulosis, olivaceo- fuligineis. — In ramulis Carpini Betuli. — Italien. ß. Sphaerieae. Massarieae. 439. Trematosphaeria buelUoides Rehm. (19, S. 78). Perithecia magnitudinis BuelUae punc- tatae, atra, opaca, in ligni superficie vel inter fibrillos sessilia, globosa primitus, dein concava, BuelUae punctatae instar, in papillam brevem perforatum protracta. — Sporidia elongata-elliptica, utrinque obtusa, 2—4 locularia, medio valde constricta, itemque ad septa, flavescentia, 15 mik. long., 5 lat.; 8disticha in ascis clavatis 75 mik. long., 10 lat. Paraphyses asticulatae, hyalinae, superne bifurcatae. Jodii solutione addita coerulescent sporae. — Ad lignum pineum. — Süddeutschland. 440. T. corticivora Rehm (19, S. 77). Perithecia nigra, majora quam in Trem. Morthieri Fuckel, plus minusve ligno decorticato immersa, gregaria, ita ut superficies ligni longe lateque peritheciorum multitudine fusco-nigrefacta sit, globoso-coniformia, senilia elapsa Neu aufgestellte Arten. — Ascomycetes. 189 foveolam nigram relinquentia , dimidiata, acute vel pectinatitn papillata, pertusa. — Sporidia elongato-elliptica, plus minusve utrinque obtusa, recta vel naviculariformia, medio subconstricta, bicellularia , saepe anisomera, in utraque cellula nucleis magnis binis, hyalina, 15—21 mik. long., 4—5 lat., 8 sesquialiter seriata in ascis cylindraceo-clavatis, 90 mik. long., 8 9 lat. Parapbyses ramosae, tenerrimae. — Ad fagorum, raro ad pinorum ramos. — Süddeutscbland. 441. Trichosphaeria Punctillum Kebm (19, S. 82). Perithecia minutisäma, globosa, papillata, sessilia sparsa in mycelio fusco tenerriino. Sporidia elliptica, subacuminata, 1 cellularia, intus granulata, byalina, 15 mik. long., 5 lat., 8 biseriata in ascis sessilibus, ellipticis, superne incrassatis, apice truncatis, 60—70: 9. Parapbyses articulatae ramosae. Pili peritheciorum longi, simplices, fusci, circa 3—5 mik. crass. Ad lignum pineum. — Süddeutscbland. 442. Venturia orUcula Cooke et Peck (55, No. 855; XXV Rep. New York State Museum p. 105). V. bypophylla; peritbeciis minutis, globosis, superficialibus, nigris, ad maculas orbiculares aggregatis, cum setis nigris, hispidis; ascis brevibus, subclavatis; sporidiis confertis, uniseptatis, 0.0004 unc. long., cellulis inaequalibus. — Ad fol. arida Quercus montanae. — Amer. sept. 443. Melanomma Bolleanum Pass. et Thüm. (22, S. 446, Tf. I. f. 16). Asci oblongo clavati, membrana tenuissima, aegre perspicua, sex-octispori ; sporae ellipticae, plus minus longae, medio septatae, rectae vel curvulae, hyalinae; parapbyses breves, articulatae. — Adsunt peritbecia miuora stylosporea, sporis oblongis triseptatis, fuscis. — Ad ramulos Bos- marini ofßc. — Oester. Litorale. 444. Jf. fallax Saccardo (36, S. 41). Peritbeciis laxe gregariis, superficialibus v. basi ligno leviter insculptis, glabris, e globoso depresso conoideis, diam. 1/3 mill., carbonaceis, ater- rimis, ostiolo breve papillato; ascis clavato-cyliudraceis breve stipitatis, 100 — 110:9-10, parapbysibus filiformibus obvallatis, octosporis; sporidiis disticbis v. oblique monosticbis, fusoideis rectis curvulisve 20— 25: 5— T'/z, utrinque acutatis, 3 — 5 septatis, 4-6 guttu- latis, byalinis. — In ligno quercino. — Italien. 445. Kalmusia Passerinü Rabenborst (54, No. 2227). Peritbecia minuta atra profunde immersa stromate cinereo-albido velata. Asci oblongo - clavati Sspori; sporae disticbae oblongae subcurvae apicibus obtuais 6- (rarius 5-) cellularibus flavis. Parapbyses fili- formes. — In lignis vetustis querueis. — Italien. 446. Teichospora patellarioides Saccardo (36, S. 47). Peritbeciis gregariis v. subsparsis, super- ficialibus, subgloboso-conoideis, diam. ca. 1/3 mm, basi applanatis vertice papillatis, tandem coUabescendo patellaribus , peritbecii coutextu parencbymatico, molliusculo fuligineo, ima basi bypbulis brevibus subramosis fuscis cincto ; ascis cylindraceo-clavatis, breve subnodoso-stipitatis ; apice rotundatis, 120:16, parapbysibus filiformibus obval- latis, 8 sporis; sporidiis subdisticbis , ex oblongo sub-pyriformibus, sursum crassioribus, 20—22:10—12, 3 -5septatis, muriformibusque, flavo - olivaceis. — In ligno Populi nigrae. — Italien. 447. Amphisphaeria BehmU Tbümen (56, No. 490). A. peritbeciis solitariis, epipbyllis, epidermide tectis, demum perforantibus , atris; ascis cyliiidraceis , pauci curvatis, apice obtusis, byalinis, 120:10; sporis ovatis, utrinque acuminatis, unicellularibus, pseudody- blastis, 1— 2nucleatis, in uno latiore apice byalino brevissime caudata, fuscidula, 8, uniseriatis, tenuibus, ramosis, byalinis, Jodi solutione adbibita valde coerulescentibus. — Auf abgestorbenen Nadeln von Äbies pectinata. — Bayern. 448.-4. Speyazsiniana Saccardo (06, S. 32j. Peritbeciis dense gregariis, superficialibus v. basi breviter insculptis, e globoso depressis, diam. ^4 mm carbonaceis, rugulosis, brevis- sime et applanato-papillatis; ascis cylindraceis breve stipitatis 80—85:8—9 apice mem- brana Integra truncatis, parapbysibus filiformibus crebris obvallatis, 8sporis; sporidiis disticbis v. oblique monosticbis, breve fusoideis 15 — 18:5— 5'/^^, constricto Iseptatis granulosis, olivaceo-fuscis. 449. FumagO cameliae Cattaneo (219a.). Filamentis confervoideis.. articulis ramosis trans- lucidis, in crustam fragilem intertextis, quorum surgunt: I. Conidia pluricellulata seu cellulis aggregatis efformata. 11. Apotbecia pycnidifera numerosa, corniformia, tubulosa. l^Q Kryptogamen. — Pilze. simplicia, in plures dentes apice dehiscentia, ex qua apertura saliunt semina iunumerata. III. Conceptaciüa ascofora subglobosa, spiculis rigidis ornata; asci numerosi, Sspori, sporidia oblongata, 4locularia, ad dissepimenta constricta, hyalino-olivacea. — Italien. 450. Fumago mori Cattaneo (219 a.). Mycelium fungilli innascitur cortice ramorum gemmisque recentibus, matricem cui peculiariter haeret et frequenter deformat, constat hyphis frequenter septatis, decumbentibas , in membranara aterrimara compaginatis -Ex hoc Stramine nascuntur gemmae pariter fucatae, dissepimentis multipartitae et conceptacula pycnidifera et ascigera. — Peritbecia pycnidifera copiose nascuntur, matura sphaerica sunt et atra, et includunt corpuscula (Picnidi) innumera simplicia brunnea, 7 mik. vix longa. Conceptacula ascophora de forma, crassitudine et colore pycnides perfec- tiores adeo immitantur, ut ab eis nisi feturae distingui queant; eis singulis thecae insunt obovatae ellipsoideae 30 mik. circiter longae, et 12 mik. crassae, quae sporidia 8, ovoidea, translucida 12 mik. longis aequantia ferent. — Italien. 451. Sordaria microspora Phillips et Plowright (5, S. 28, Tf. 94 f. 3). Perith. zerstreut, ziemlich gross, stumpf, kegelförmig. Der obere, freiere Theil mit kurzen, steifen, etwa 40 mik. langen Stacheln besetzt; am Grunde mit wenigen schmalen Mycel- Fäden. Schläuche cylindrisch 45-50:6-8. Sporen zu 8, einreihig, rundlich, scheibenförmig, sehr klein, in Gallert eingeschlossen, 5 : 7, gegen 2 Mik. — Auf Pferdemist. — England. 452, /S, platyspora Phillips et Plowright (5, S. 28, Tf. 94 f. 2). Perith. zerstreut, in die Nährsubstanz halb eingesenkt, stumpf kegelförmig, mittelgross, mit einer Anzahl kurzer, steifer, grober Haare bedeckt. Schläuche cylindrisch, sitzend 130:12. Sporen 8, fast kreisrund, der Regel nach scheibenförmig, einreihig 20:18—15, 2—3 Mik. dick. — Auf Pferdemist. — England. 453. Rosellinia apiatlata Saccordo (36, S. 26). Peritheciis superficialibus, dense gregariis» carbonaceis, globosis, diam ^1^—^12 mik., obtuse papillatis, rugulosis, glabris; ascis cylin- draceo-clavatis , deorsum attenuato-stipitatis, 70:8—10, p. s. 40 longa, aparaphysatis, 8 sporis; sporidiis distichis v. oblique monostichis, oblongo-ovoideis, 7— 9:4--4V2, 1 —2 guttulatis, fuligineis, basi appendicula hyaliua obtusa brevi auctis. — Hab. in ligno putride quercino. — Italien. 454. Sporormia Ugnicola Phillips et Plowright (5. S. 29, Tf. 94 f. 7). Perith. fast kugel- förmig, in die Nährsubstanz eingesenkt, endlich frei und durchbohrt. Schläuche cylin- drisch , fast sitzend , 200 : 27 , Sporidien 4theilig , in Gallert eingehüllt , 60 : 14. — Auf verfaultem Holze. — England. 455. Chaetomium Orientale Cooke (48, S, 103, Tf. 86 f. 11), Gregarium, olivaceum, Peri- theciis subglobosis, strigosis; pilis tenuibus, simplicibus, flexuosis, brunneis; ascis pyri- formibus, stipitatis; sporidiis globosis, utrinque leniter apiculatis, fuliginosis, — Auf einem Stamme von Cocos nucifera. — Demerara. 456. Massaria eburnoides Saccardo (36, S. 41), Peritheciis sparsis cortice pustulatim elevato nidulantibus, subglobosis '/2~'/4 ^^ diam., p achy derma ticis, atris, ostiolo brevissime papillato vix erumpente ; ascis cylindraceis , breve stipitatis apice rotundatis, 120—130 : 18-20, paraphysibus filiformibus copiosis obvallatis, octosporis; sporidiis distichis, breve crasseque fusoideis, utrinque rotundatis, rectis curvulisve, 30 — 32 : 12—15, 3 septatis, ad septa, praecipue medium, coustrictis grosse Sguttatis, hyalinis, stratu mucoso crassiusculo obductis. — Hab. in ramulis Coryli Avellanae. — Italien. y. Lophiostomeae. 457. Lophiostoma fenestralis Cooke et Ellis (46, S. 12). Immersa, sparsa. Peritheciis sub- globosis; ostiolis lateraliter compressis,, hysterioideis; ascis cylindraceis (?); sporidiis obtusis fusiformibus , medium constrictis, fenestratis, olivaceo- brunneis. — Auf altem Morus. — New Jersey. 458. L. (Schizostoma) MontelUeum Saccardo (36, S. 43). Peritheciis sparsis, superficialibus V. basi insculptis, globosis, majusculis diam ^j^ mm, carbonaceis, aterrimis, ostiolo compresso valido, basi saepe coarctato ambitu truncato; ascis cylindraceis, v. subclavatis, 200:20, basi nodulosa brevissime stipitatis, paraphysibus filiformibus obvallatis, octo- sporis; sporidiis oblique monostichis, fusoideis, 38—44 : 12—14, rectis curvulisve, utrinque Neu aufgestellte Arten. — Ascomycetee. |91 obtusiusculis , Iseptatis ad septum tenuissime constrictis, obsolete granulosis, fuligineis. — Hab. in cortice quercino. — Italien. 459. Lophiostoma nuculimm Rehm (19, S. 80). Im Hymenium vollständig gleich der Tremato- sphaeria corticivora Rehm, von der sie sich nur durch die LopMostoma-Müniung unter- scheidet. — Auf Buchenholz. — S. Deutschland. 460. L. perpusillum Saccardo (36, S. 43). Peritheciis foliicolis, gregariis, innato-erumpentibus, globoso-lenticularibus, diam. 1/5 mm, nigris, ostiolo brevi, compresso, latiusculo; ascis cylindraceis subsessilibus 70:8, paraphysibus filiformibus copiosis obvallatis, 8sporis; sporidiis oblique monostichis breve fusoideis rectis curvulisve, 10:3 nucleo bipartito, hyalinis. — Hab. in foliis putr. Caricum. — Italien. 461. i. scelestum Cooke et Ellis (46, S. 12) = L. microstoma C. et E. 461a. Platysphaera commutata Trevisan (220, S. 17) = Lopliiostoma excipuliformis Cooke a vera L. excipuUformi sporis multo brevioribus curvatisque imprimis difFert. 461b. PI. Friesii Trevisan (220, S. 18). Sphaeria caulium Fries pro minore parte. Lophio- stoma caulium Ces. et De Not. S. Cncurbitarieae. 462. Botryosphaeria (Lisea) nemorosa Saccardo (36, S. 42). Peritheciis erumpenti-superficialibus, in soros parvos aggregata v. subsparsis, globulosis ^jg—'^ls mm diam., obtiise papillatis dein umbilicatis. atris, contextu amoene atrocyaneo laxe celluloso; ascis fusoideis, sub- clavatis, subsessilibus, aparaphysatis, 70:10—12, initio lamine apice coarctato-foveolato ; sporidiis octonis oblique monostichis vel distichis, breve fusoideis, 14- 16: 6— ö'/j, raro usque 73/j, constanter constricto — Iseptatis, loculo superiore paululo crassiore, hyalino- farctis initioque minute 4guttulatis. — In ramulis Ci/tisi nigricantis. — Italien. 463. Curcurbitaria Comptoniae Cooke et Ellis (46, S. 12, Tf. 95. f. 5). Caespitosa. Peritheciis globosis, papillatis, transverse erumpentibus, laevibus, atris; ascis cylindraceis; sporidiis uniseriatis, ellipticis, medio constrictis, öseptatis, muriformibusque , flavis. — Auf Comptonia aspleniifolia. — New Jersey. 464. C. congesta Cooke et Ellis (46, S. 12, Tf. 96. f. 21, 22). Erumpens. Peritheciis atris, opacis, congestis, quandoque confluentibus , poro pertusis; ascis cylindraceis; sporidiis ellipticis , medio constrictis , multiseptatis , muriformibus , brunneis ; macrostylospöris ellipticis, uniseptatis, opacis, brunneis. — Auf 3iagnolia-'Rmden. — New Jersey. s. Nectrieae. Hypocrieae. 465. Nectria Mantuana Saccardo (36, S. 52). Peritheciis gregariis, superficialibus, e globoso depressis, vertice demum leviter umbilicatis, diam. 150 mik., rufis, undique breve sed distincte albido-pilosis, contextu laxiuscule cellulari, sordide carneo; ascis cylindraceo- clavatis, 80 — 90:7, deorsum attenuatis, apice, lumine initio 2foveolata, obtusatis, pseudoparaphysibus filiformibus obvallatis, octosporis; sporidiis oblique monostichis V. distichis, oblougis ad medium leniter constrictis, curvulis, 12:8V2— 4, 4 guttulatis, dein 1 septatis, hyalinis. — In ligno populeo. — Italien. 466. Calonectria varians Saccardo (36, S. 52). Peritheciis superficialibus, plerumque circum stroma crassiusculum pallidum aggregatis, rarius, stromate fere deficienti, subsparsis e globoso conoideis vel subangulosis, aquose carneis, laevibus, ostiolo acutiusculo, denique leviter collabescentibus ; perithecii contextu distincte laxe parenchymatico , roseo; ascia cylindraceo-fusoideis, 80—100:12—15, deorsum attenuatis, lumine apice coarctato, aparaphysatis, octosporis; sporidiis oblique monostichis vel distichis, fusoideis, 20—24:7, rectis curvulisve, utrinque obtusiusculis, 3 septatis, ad septa constrictis, hyalinis. — In ramis Mori albae. — Italien. Caldesiella Saccardo nov. gen. Gasteromycetum (36, S.6). Peridia ex subiculo membranaceo, persistente, villosulo oriunda, gregana,minutissima, ampulliformia,tegumeuto tenuissimo indistincte cellulari, sporis globosis, muriculatis, fioccis parcis adnatis foeta. 467.(7. italica Saccardo (7, S. 7). Peridiis fuscis glauco-furfuraceis, apice obscuriore ex ovato phialiformibus, collo breviusculo cylindraceo, apice rotundato clauso, quandoque e mutua pressione cylindraceis compressisque, erectis, 1— 1'/* i"ill- ^^tis, ^U—^U ™11' crassis, dense gregariis, sporis omnino refertis; subiculi cinnamomei hyphis filiformibus, l92 Kryptogamen. — Pilze. repetito dichotomis hinc inde nodulosis septatisque, 7 mik. diam; sporis globosis 71/2^8 8^/2 diam., initio e mutua pressione angulosis, aquose ferrugineis, undique hyalino- muriculatis, saepe nucleatis, apice v. lateri floccorum hyalinorum adnatis. - Ad terram umbrosam. — Italien. 468. Cordyceps Dümarii Quelet (11, S. 330, Tf. VI. f. 14). Köpfchen eiförmig, 3—4 mm lang, fleischig, röthlich-strohgelb , durch die Mündungen der Perithecien fein purpur- farben punktirt; Stiel fadenförmig, einfach oder gegabelt, knorplig, gebogen, blass citronengelb mit schwarzbrauuem Grunde. Perithecien elliptisch, orangeroth. Sporen fadenförmig, 45—50 Mik. lang, in stäbchenförmige Glieder von 12 Mik. Länge zerfallend. Conidien 10 Mik. lang, elliptisch, einfach. — Auf Wespen. — Frankreich, im Jura. t. Dothideae. 469. Dothidea moricola Cooke et EUis (46, S. 95). Erumpens, suborbicularis, planiuscula, atra; ascis lata clavatis; sporidiis amygdaloideis, hyalinis, 0.025:0.01. — Auf Morus. — New Jersey. 470. -D. venenata Cooke et Ellis (46, S. 95). Erumpens. Pustulis parvulis, gregariis, convexo- planis, atris; epidermide fissuratis, cinctis; ascis clavatis, stipitatis; sporidiis amygdaloideis, hyalinis; microstylosporis ovalibus; macrostylosporis ellipticis, brunneis. — Auf Bhus venenata. — New Jersey. 7j Valseae. 471.Valsa apatosa Cooke et Ellis (46, S. 12, Tf. 95. f. 1). Orbicularis, tecta, convexa. Peritheciis (4— 6) atris, cougestis; ostiolis conjunctis in disco minuto, punctiformi, atro; ascis cylindraceis ; sporidiis (4—8) ellipticis, uniseptatis, bruuneis. — Auf Zweigen von Nyssa. — New Jersey. 472. F. elethraecola Cooke et Ellis (46, S. 92). Peritheciis (5 — 8) magnis, coUis una erumpentibus ; ascis cylindraceis; sporidiis biglobosis, brunneis, uniseptatis, 0.018:0.009mm. — Auf Clethra alnifolia. — New Jersey. 473. V. (Euvalsa) coacta Saccardo et Spegazziui (36, S. 20). Peritheciis in acervulos minutos vix elevatos, cortice interiore hinc inde nidulantes, monostiche aggregatis, globoso- depressis, ostiolis cylindraceis vertice rotundato laevique pertusis, convergentibus, disco minuto nigro, subcirculari periderma circum circa arcte adhaerens perforante, vix exserto; ascis clavatis 30— 35 : 5, sessilibus aparaphysatis, 8 sporis; sporidiis irregulariter distichis, botuliformibus , curvulis, 8— 10:2-2'/2, hyalinis. — In ramis corticatis Fiei Caricae. — Italien. 474. F. decidua Cooke et Ellis (46, S. 11). Pustulis elongatis, erumpentibus; peritheciis minimis atris, ostiolis elongatis, demum partim deciduis; ascis clavatis; sporidiis allantoideis, minimis, hyalinis. - Auf Zweigen von Asalea. - New Jersey. 475. F. delicatula Cooke et Ellis (46, S. 10, Tf. 95. f. 11). Pustulis minimis, erumpentibus; peritheciis membrauaceis , brunneis, tectis; in stroma brunneum collecti; ostiolis con- vergentibus, gracilibus, ad apicem tumidis; ascis clavatis; sporidiis allantoideis, hyalinis, — Auf Zweigen von Ändromeda und Vaccinium. — New Jersey. 476. F. inconspicua Cooke et Ellis (46, S. 11). Sporen 4-kernig, später 4-theilig, fast spindelförmig, 15 : 4 Mik. — Auf Alnus. — New Jersey. 477. F. juglandina Cooke et Ellis (46, S. 92). Peritheciis paucis (3—5) ad basim niveo- pulverulentis ; ostiolis prominentibus, profunde sulcatis; ascis lanceolato-clavatis; sporidiis allantoideis; 0.01—0.012:0.003 mm. — Auf Juglans regia. — New Jersey. 478. F. (Eutypa) ludibunda Saccardo (36, S. 15). Species maxime ludibunda; perjthecia submonosticha, nunc subsparsa, nunc in ligni superficie denigrata, densissime stipata, nunc in acervulos hinc inde aggregata, initio extus albo-f urfuracea ; stroma modo latum nigrumque, modo tenue et vix percipiendum; ostiola plerumque brevia, rarius vero longiuscula, non tamen exserta, vertice conoideo vel obtusato, modo profunde 4 — 5 sulcato, modo leviter rimoao, neutiquam levi. — In ramis corticatis, in cortice duriore, immo in ligno denudato. — Italien. (S. führt diese Valsa von 38 Substraten an; F. leprosa Nke, F. confluens Nke, F. Ailanthi Sacc, F. anmdinacea Sacc. gehören vielleicht auch zu dieser Species.) Neu aufgestellte Arten. — Ascomycetes. I93 479. Valsa mahaleb Cooke et EUis (46, S. 11). Auf Malialebkirschen. (Ohne Diagnose.) 480. V. nicrofacta Cooke et Ellis (46, S. 12, Tf. 95. f. 4). Peritheciis paucis (3—6) magnis, epidermide, nigrofactis, nitidis, tectis; ostiolis convergentibus ; ascis cylindraceis ; spori- diis uniseriatis, arcte ellipticis, uniseptatis, medio constrictis, brunneis. — Auf Zweigen von Sassafras. — New Jersey. 481. V. ocularia Cooke et Ellis (46, S, 11, Tf. 95. f. 3). Pustulis epidermide tectis, ad basim ligno adnatis. Peritheciis in stromate pallido congestis, nigro-cinctis; ostiolis atris, cylindricis, erumpentibus; ascis clavatis; sporidiis fusiformibus, 4nucleatis demum leniter triseptatis, hyalinis. — Auf Zweigen von Hex glabra. New Jersey. 482. F. phomas2)ora Cooke et Ellis (46, S. 10, Tf. 95. f. 12}. Pustulis ellipsoideis, erumpen- tibus; peritheciis atris, globosis, in coUis attenuatis, tectis, ostiolis convergentibus, cylin- draceis, atris, vix conspicuis; ascis clavatis; sporidiis arcte ellipticis rectis, phomatoideis, primum binucleatis, hyalinis. — Auf Zweigen von Myrica. — New Jersey. 483. V. rugiella Cooke et Ellis (46, S. 92). Peritheciis (10—12) minutis, in pustulis orbicu- laribus congestis ; ostiolis leviter sulcatis; ascis lanceolatis; sporidiis exiguis, allautoideis. Sporen 0.005—0.006 mm. lang. — Auf Acer rubrum. — New Jersey. 484. V. sociata Cooke et Ellis (46, S. 11). Minuta, tecta; peritheciis subglobosis, in cortice iipmersis, paucis 3 — 5, atro-cinctis ; ascis clavatis; sporidiis ellipticis, uniseptatis, hya- linis. — Auf £en^om-Zweigen. — New Jersey. 485. V. (Euvalsa) Spegazziniana Saccardo (36, S. 20). Peritheciis hinc inde monostiche aggregatis, cortice nidulantibus epidermidemque pustulatim elevantibus, globulosis, atris ; collis elongatis convergentibus in ostiola rotundata disculum subcirculare vix exsertum efficientia, desinentibus ; ascis fusoideis, 40—50:7—8, aparaphysatis, 8-sporis; sporidiis distichis, botuliformibus , 10—13:11/2—2, 2-guttulatis, perfecte hyalinis. Peritheciorum contextus laxe cellulosus, olivaceo-fuscus. — Hab. in ramis Euonymi europ. — Italien. ASQ. Sphaeria (Diaporthe) Euspiyia Cooke et Ellis (46, S. 93). Eifusa, in Stratum nigri- factum immersa; coUo elongato; ascis clavatis; sporidiis lanceolatis, uniseptatis, quadri- nucleatis. — Auf Chenopodium. — New Jersey. 487. Sp/t. (D.) salviaecola Cooke et Ellis (46 , S. 93). Effusa vel sparsa ; peritheciis globosis, immersis; collo elongato; ascis clavatis; sporidiis arcte lanceolatis, quadri- nucleatis. — Auf /SaZvia-Stämmen. — New Jersey. 488. Diaporthe (Euporthe) australis Saccardo et Spegazzini (36 , S. 29). Perritheciis sparsis ligno subimmutato immersis v. saltera basi infossis, et tunc cortice parum mutato partim exceptis, linea nigra sinuosa per lignum excarente limitatis, globosis; ostiolo cylindraceo vix peridermium superante ; ascis fusoideis, 50 -60 : 7— 10, aparaphysatis, 8-sporis, spori- diis distichis v. oblique monostichis breviter fusoideis, 14 — 16 : 3'/2— 5, medio con- strictis, 3-septatis, septis extimis tenuioribus, 4-guttulatis hyalinis. — Hab. in ramis Geltidis australis. — Italien. 489. D. (Tetrastagon) Coneglanensis Saccardo et Spegazzini (36, S. 29). Peritheciis sparsis, cortici immutata immersis lineaque nigra maxime tortuosa per lignum excurrente limitatis, globosis, brevissime papillatis, nigris; ascis fusoideis 50—65:6—8, aparaphy- satis, 8-sporis; sporidiis distichis breve fusoideis utrinque obtusiusculis , 14—16:3—4, constricto 1-septatis, 4-guttulatis, hyalinis. — Hab. in ramis Aesculi Hippoc. — Italien. 490. J). (T.) conjuncta Niessl (54, No. 2325). Stroma discretum subvalseum , sed e corticis parenchymate pallescente, Strato nigricaute angusto cincto, forniatum, semiimmersum, subustulatura. Perithecia 5-12 in singulo stromate aggregata, innata, subglobosa vel matua pressione angularia, majuscula (300-500 diam.), collis brevibus (perith. diam., paulo longioribus) ostiolis minutis nunc disciformi erumpentibus nunc solitariis vix superantibus; ascis lanceolate clavatis subsessilibus , 64—80 long., 8—9 Its. , sporidiis distichis, clavate fusoideis, rectis sed saepe inaequilateralibus medio vix constrictis 4-cellularibus, hyalinis utrinque obtusiusculis, mucronatis 13—15 Igs., 4 Its. — An Ulmus canipestris. — Pommern. 491. D. (Euporthe) extorris Saccardo (36, S. 30). Peritheciis cortice immutato tectis, ligno omnino v. ad medium immersis, globosis, nigris, linea stromatica nulla manifi^sta limitatis, Botauiauher JuUresbencht Y. 13 194 Kryptogamen. — Pilze. ostiolo cylindraceo-conoideo , peridermium vix superante ; ascis subclavatis, 80 : 12, sub- sessilibus, apice subtruucatis luraineque distichis vel oblique monosticbis, oblongo-fusoideis, 16—18:7 — 8, rectis, curvatisve, utriiique obtusiusculis , medio constricto — 1-septatis, 4-guttulatis, hyalinis. - Hab. in ramis Chimonanthi fragrantis. — Italien. 492. Diajoorf7ieii!rtvej?eZm»iaThüm.etRehm(55,No.865). D.stromate tenui, subeffuso ; peritheciis gregariis, mediis, primo tectis demum epidermide perforantibus cinctisve, orbiculato vel elliptico prominentibus , in stromate nidulantibus , globosis, ostiolis subpapillatis, nucleo sordido-albescente : ascis fusiformibus vel longe ellipticis, tenerrimis, subcurvatis, utrinque acutatis, basi angustatis, hyalinis, octisporis, 60 mm. long., 8—9 crass. ; sporis distichis, plerumque bicelluraribus, ad sept. non constrictis, cellulis aequalibus, longe ellipsoideis, utrinque obtusis, quadrinucleatis , nucleis parvulis, hyalinis, 12 mm. long., 4 er.; para- physibus numerosissimis , simplicibus, hyalinis. — Ad Quercus albae ramul. — Amer. sept. Carolina. 493. Tbyridium BousseUanum Saccardo et Spegazzini (56', S. 47). Stromate eutypeo , ligni, ceterum immutati, superficiem atroinquinante, extenso ; peritheciis ligno immersis, sparsis, globosis, V^2 ""II- diam., nigris, ostiolo obtuse conoideo, pertuso, ligni superficiem attin- gente; ascis clavatis crassiuscule stipitatis, 110—130:18—20, paraphysibus fusiformibus obvallatis, octosporis; sporidiis oblongis, 22—25:8—9; utrinque rotundatis curvulis, 5— 7-septatis muriformibusque , ad septa, praeeipue medium, constrictis, fuligineis. — In ligno Fici Caricae. — Italien. Cryptosporella Saccardo n.gen. (36, S. 30). Peritheciis valsiformibus aggregatis, corticolis; ascis octosporis, aparaphysatis; sporidiis ovatis v. fusoideis, continuis, hya- linis. (Hierher Cr. hypodermia Fr., aurea Fuckel etc.) 494. G. Veneta Sacc. (7, S. 31). Peritheciis corticolis, hinc inde in acervulos valseos, epider- mide tumidula cinctos circinato-aggregatis, globosis, intus nitidis; ostiolis longiusculis, apice incrassatis, in fasciculum vix emergentem convergentibus; ascis fusoideis apara- physatis, 110:20, 8-sporis; sporidiis imbricato-distichis, fusoideis rectiusculis , utrinque acutis, 35:10, granuloso-guttulatis , hyalinis. — In ramis Populi Tremulae. — Italien. 495. Anthostoma (Euantli.) Venetum Saccardo (36, S. 25). Peritheciis laxe gregariis ligno immutato v. parum iofuscato immersis, globosis, diam. % mm., aterrimis, ostiolo conoideo- truncato, ligni superficiem attingente, dein perforato; ascis cyliudraceis , 120-130:18, breviter stipitatis, apice tunica integra crassiuscula truncatis, octosporis; sporidiis oblique monostichis, ovato-oblongis, 30:12—13, utrinque obtusiusculis, crasse 1—3 nucleatis, intense fuligineis. — Hab in ligno putresceute Pyri v. Mali. — Italien. &. Diatrypeae. 496. Diatrypella discoidea Cooke et Peck (55, No. 864). D. stromate suborbiculare vel elliptico, transverso erumpente, peridermio rupto arcte cincto, vertice nudato, e griseo nigricante; ostiolis parvis, vix exsertis, quadrisulcatis vel fere laevibus; peritheciis 6-12, ovatis, ascis parvis, anguste clavatis, longissime pedicellatis, polysporis; sporis cylindraceis, rectis, curvisve, 0.0002 unc. long.; paraphysibus filiform. — In cort. emort. Betulae pojmlifoliae. — Amer, sept. Albany. 497. D. olivacea Cooke et EUis (46, S. 9). Erumpens, convexa, primum olivacea, demum atra; peritheciis magnis, paucis; ostiolis obtusis; ascis clavatis, subsessilibus; sporidiis numerosis, flavis, linearibus, obtusis, leniter curvulis. — Auf Nyssa. — New Jersey. 498. Diatrype aelMops Cooke et Ellis (46, S. 10). Irregularis, convexa, atra; peritheciis in stromate coriaceis congestis, ostiolis prominulis ; ascis cylindraceis ; sporidiis ellipticis, uniseptatis, brunneis. — Auf Monis. — New Jersey. i. Xylarieae. 499. Hypoxylon (EpixylonJ Bagnisii Saccardo (36, No. 24). Acervulis subglobosis, super- ficialibus, basi coarctatis, superne complanato - convexis , minutis 2';2— 2^/4. mm. diam., atrorufis intus nigrescentibus , stromate parco, ideoque a peritheciis fere omuino con- stantibus; peritheciis in quoque acervulo paucis (7—10), majusculis, diam. '/a— '/j mm., verticaliter ovoideis, vertice conoideis papillatisque; ascis cylindricis fasciculatis, 90:4V25 Neu aufgestellte Arten. — Ascomycetes., 195 p. s. 70 Igo, stipitatis, paraphysatis, Ssporis; sporidiis monostichis, oblongo-coffeiformibus, 9_10:4; 2-guttalis, fuligineis. — Hab. in ramis fagineis. — Italien. 500. Hypoxylon Sandvicense ßeichardt (5, S. 6). Stroma superficiale, irregulariter repando- pulviiiatuni, convexum, 1—3 cm. late expansum, 3—5 mm. crassum, e griseo-rufescenti nigricans. Peritliecia immersa, monosticha, elliptica 1 mm. longa, 0.5 mm. lata, vertice prominulo papillata. Paraphyses ascis aequilongae, tenuissimae, simplices, unicellulares, mos diffluentes. Asci cylindrici, parte sporifera, 0.2 mm. longa O.Ol lata, octospori, Sporae oblique monostichae, fusiformes, inaequilaterales , curvulae, 0.02 mm. longae, 0.005 mm. latae, unicellulares, nigricantes, laeves. - Mani (Hawaische Inseln). SOl.Xylaria püiceps Berkeley (53, S. 44). Clavula subturbinata coffeata rimosa molli fragili ostiolis subprominulis punctata ; stipite gracili concolori laccato rimoso, contextu pallido. — Aru. Anhang: Hyphomycetes. Sphaeropsideae etc. 502. Acremonium vitis Cattaneo (238j. Hyphis repentibus varie ramosis, diapbanis, subti- lissimis, obsolete articulatis in telam araneam, saepe longe lateque expansam laxe aggre- gatis. Ramulis sporidiferis subulatis verticillatis plerumque quaternis, ramulis singulis quatuor sporidia referentibiis. Sporis unilocularibus , ovalibus diaphanis tandem dela- bentibus. Long. 3—4 mik. -- In cortice Vitis viniferae. — Italien. 503. Acrothecium hulbosum Saccardo (35, 6 B; 34, S. 74). Hyphis erectis gregariis, filifor- mibus e basi maxime incrassata cellulosa orientibus, simplicibus (non fasciculatis), pluriseptatis , fuligineis; conidiis capitatis, in ramulis cyliudraceis erectiusculis pallidis prope hypbarum apicem nascentibus, acrogenis, oblongis, v. subfalcatis, 20-25:7—8, 2— 3-septatis, hyaliuis denique dilute fuligineis — Capitula primitus Strato gelatinöse obvoluta. — Ad truncos dejectos. — Italien. 504. J.. caulium Saccardo (35, 9; 34, S. 75). Hyphis fertilibus erectis gregariis, filiformibus, tenuiseptatis, fuligineis; conidiis in hypharum summo apice capitato-congestis, cylindraceo- oblongis 14:3, utrinque obtusiusculis, coutinuis, 3-guttulatis, fulgineis. — In caulibus Heradei Sphondylü. — Italien. 505. J.. pumilum Saccardo (35, 5 A; 34, S. 73). Hyphom. Hyphis fertilibus erectis, gre- gariis, filiformibus ima basi leniter incrassatis, 200 : 6—7, pluriseptatis, fuligineis, sursum pallidioribus, sporis (conidiis) in hypharum apice densiuscule capitato-congestis, oblongo- fusoideis, 20-22:5, in basim acutatis, 5 7-septatis, non constrictis, hyalinis. — In squamis rachidis spicae Maydis. — Italien. 506. J.. piirpurellmn Saccardo (35, 8; 34, S. 75). Totum amoene dilute purpureum; hyphis fertilibus dense gregariis, basi lignum penetrantibus, filiformibus, non v. parce scptatis, sursum obtiise denticulatis , saepissiraeque spathulato-dilatatis; conidiis ex denticulis oriendbus cylindraceis, 20-25:4, apice obtusis, basi acutatis, 3-septatis dilute roseis. — In ligno quercino. — Italien. 507.^. Solani Saccardo (35, 7 B; 34, S. 74). Hyphis fertilibus, in maculis foliorum ares- cendo ochraceis gregariis, erectis, filiformibus 80—90 lg.,, 3 er., subcontinuis fuscis sursum pallidioribus, subattenuatis ; conidiis in hypharum summo apice pancis, laxe capitatis, cylindraceis, 18 : 4, utrinque acutatis, minute pluriguttulatis, hyalinis. — In fol. languidis Solani nigri. — Italien. 508. Arthobotryum albicans Saccardo (35, 10; 34, S. 75). Remote gregarium albido hyalinum; stipitibus cylindraceis sursum parum attenuatis , 200 : 35—30 ex hyphis filiformibus tenuissimis eseptatis formatis, conidiis capitatis ex hypharum apice oriundis, oblongo- cylindraceis, 20—25:5—6, 2 -4-septatis, basi in apiculum productis, subhyalinis. — In ligno fagineo. — Italien. 509. Ascochyta bacteriiformis Passerini (56, No. 499). Sporae bacillares, tenuissimae, ad apices leviter incrassatae, hynlinae. ~ Auf Blättern von Populus niqra. Oberitalien. 510. J.. NympliaeaeVdü^&Qnm (54, No. 2251). Perithecia in macula exarida, luteo-margiuata, immersa, vix pustulatim prominula; Sporae oblongo-ellipticae simplices hyalinae. — Ad folia Nymphaeae albae. — Italien. 13* 296 Kryptogamen. — Pilze. 511. Äseochyta physalina Saccardo (35, 88; 34, S. 93). Maculis arescendo ochraceis vagis; peritheciis immerso-prominulis, epiphyllis 110 diam., pertusis; spermatiis cylindraceo- oblongis, constricto Iseptatis, 25—28:8, 2-4-guttulatis, hyalinis. — In fol. laaguidis Physalis Alkekengi. 512. Bactridium acutum Berkeley et White (9, S. 162, Tf. 2. f. 4). Candidum parasiticum; sporis deorsum attenuatis; apice acutis, 1— 3-septatis, articulo peuultimo tumido. — Auf Peziza codileata. — England. • 513. Bispora i5MSi7to Saccardo (35, 21; 34, S. 78). Effusa, atra; hyphis brevibus filiformibus adscendentibus, pallidis; conidiis in hypharum apice insertis in cateuulas longiusculas, rarius ramulosas digestis, ovoideis, utrinque rotundatis, nee binucatis, 6—8:31/2—4^2, medio crasso opaceque 1-septatis non v. vix constrictis, fuligineis. — In ligno quercino. — Italien. 514. Botrytis fuUginosa Cooke et Ellis (46, S. 5, Tf. 95. f. 15). Fuliginosa, maculaeformis. Floccis dichotomis, apicibus fuscatis, gracilibus, septatis. Sporis subglobosis, miuimis, — Auf Ahornrinde. — New Jersey. 515. B. phymatotricha Saccardo (35, 24; 34, S. 79). Effusa, subvelutina, ex albo grisea, hyphis sterilibus repentibus, tortuosis, ramosis, parce septatis, hyahno tuscidulis; ferti- libus, concoloribus assurgentibus , paniculato- ramosis, ramulis hyalinis apice incrassatis vageque denticulatis ; conidiis e denticulis oriundis, subglobosis, 5—6 diam., eguttulatis, fuscis. — In ligno quercino. — Italien. 516. Cercospora Acanthi Passerini (54, No. 2273). Amphigena in maculis exaridis fusco- limitatis. Hyphae simplius rectae vel superne gibbae ; sporae longissimae valde attenuatae multi-septatae hyalinae. — Ad folia Acanthi spinosissimi. — Italien. 517. G. Asparagi Saccardo (35, 70; 34, S. 81). Maculis sordide albis v. griseis in cladodiis ramisque diffusis; hyphis hinc inde dense fasciculatis , filiformibus, tortuosis, nodulosis, praelongis, 150:5—6, septatis, f uligineo-ferrugineis ; conidiis ex hypharum apice lateri- busque obclavato-acicularibus, cuspidatis, curvulis, 120—130:4—5, 7— 8-teuuiseptatis perfecte hyalinis. — In cladod. ramisque Asparagi offic. - Italien. 518.6'. Calendulae Saccardo (56, No. 479). C. maculis amphigenis, suborbicularibus, sub- griseis, zona olivacea cinctis; hyphis caespitosulis, nodulosis, septatis, dilute fuligineis, 35—60:6—8; sporis hyalinis, 5— 8-septatis, obclavatis, bacillaribus, quaudoque curvulis, 60—85:3 — 5. — Auf Blättern von Calendula officinalis. — Oberitalien. 619. C. concentrica Cooke et Ellis (46, S. 90). Maculis griseis. Floccis fasciculatis, in pustulis circinantibus congestis, elongatis, flexuosis, simplicibus, septatis ; sporis cylindra- ceis, rectis vel curvulis, 3 -5-septatis. — Auf Blättern v. Yucca filamentosa. — New Jersey. 520.6'. crassa Saccardo (35, 69; 34, S. 88). Maculis arescendo subochraceis amphigenis; caespitulis pusillis in eisdem maculis gregariis, fuscidulis; hyphis cyliudraceis, 40—45:6 — 7, simplicibus v. breviter furcatis, apice obtusiusculis, 2— 3-septatis, dilute ochraceis; conidiis concoloribus, ex oblongo sursum senim longissime filiformi cuspidatis, totis 100—130:15 18, cuspide vix 2 mik. er., 7— 9septatis, quaudoque septulo spurio unico longitudinali. — In fol. languidis Daturae Stramonii. — Italien. 521. 6. i/'tomi Passerini (54, No. 2275). Epiphylla in macula exarida; hyphae fasciculatae, subflexuoso torulosae, fuseidulae; sporae ratione generis breves hyphas subaequantes iutegrae vel obseure pauciseptatae hyalinae. — In foliis Elaterii. — Italien. 522. C. Mercurialis Passerini (55, No. 783). Caespituli in acervulis exaridis, puuctiformes, sparsi, fuscj; hyphae fasciculatae, breves, flexuoso-subtorulosae, tumidulae; conidia longissima, versus apicem attenuata, obseure multiseptata, recta vel curvata, hyalina. — Ad Mercurialis annuue fol. viva. — Italien. 523. C. Nasturtii Passerini (54, No. 2278). Hyphae longiusculae integrae subtorulosae; sporae longae ad apicem attenuatae, exebre septatae. — In N. aquatico. — Italien. 524. C. Symplocarpi Peck (55, No. 669). C. maculis defiuitis, suborbicularibus, brunneis, 1.25—2.5" in diam.; hyphis brevibus, coloratis in caespitibus sparsis; sporis longissimis, angustatis, obclavatis, 3 5-septatis, pallidioribus, 0.003-0.005" lougis. — In fol. vivis Symplocarpi foetidi. — Amer. sept. New York. Neu aufgestellte Arten. — Ascomycetes. 197 525. Cercospora zehr Ina Passerini (54, No. 2277). Maculae atrae, et plurimum fasciatim oblique nervis venisve limitatae. Hypliae simplices, integrae, apicem versus tortuosae, pallidis- simae fumidae sporae longissimae superne attenuatae, multiseptatae, hyalinae. — Ad folia Trifolii medii. — Italien. 526. Chaetopsis macrodaäa Saccardo (35, 35; 24, S. 79). Effusa, fusco-olivacea; hyphis erectis, 200:4, e basi tenuissime incrassata, filiformibus, apice subulatis, parce sepfatis. fuligineis; ramis verticillato-ternis vel quaternis, inferioribus brevibus, superioribus (2 verticillis) praeloiigis, usque 60—70 Igs., subulatis, interdum aduncis, fuligineis ; conidiis in ramulis inferioribus acrogenis globoso-ovoideis, 3— 3^2 : 2— 2';2, 1-guttulatis e byalino dilutissime olivaceis. — In ligno quercino. - Italien. 527. Chalara hrachyspora Saccardo (35, 35; 34, S. 81). Effusa, velutina, fusca; hyphis cylindraceis, 80—100 : 5, usque ad medium v. ^j^ longitudinis paululum incrassatis, 3—4 septatis, fulgineis; conidiis ex hypharum apice exsilientibus catenulatis, breviter cylin- draceis, 10 : 4, utrinque truncatis, 2-guttulatis. hyalinis. — In ligno Coryli ÄveJlanae. — Italien. 528. Ch. heterospora Saccardo (35, 51 ; 34, S. 80). Effusa, velutina, brunueo-fuliginea ; hyphis erectis cylindraceis, 70—80:4—5, usque ad mediam longitudinem incrassatis, 4— 5-sep- tatis, fuligineis; conidiis ex apice hypharum exsilientibus, catenulatis, cylindraceis, ■ 10- 15 : 2—3, utrinque truncatis, nunc continuis nunc 1 — 3-septatis, hyalinis. — lu ligno quercino. — Italien. 529. Cladosporium Apliidis (55, No. 672). Cl. hyphis adscendentibus vel erectis , ramosis, fasciculatis, continuis vel obscure septatis, gibbosis, 6— 6.5mm. latis, dilute fuscis; sporidiis longo-ovoideis , utrinque acutatis, non-biseptatis , ad sept. non constrictis, magnitudine varia: sporidia simplicia 6 mm. long., 4 mm. crass., uniseptata 10 12 mm. long., 6 mm. crass., biseptata 18 — 22 mm. long., 7 mm. crass., coloris hypharum, diaphanis, numerosis- simis. — In cadaveribus Aphidis Symphyti. — Austria infer. 530. CT. arthrinioides Thümen et Beltrani (55, No. 873). C. acervulis atris, orbiculatis, minimis, saepe marginale dispositis; hyphis erectis, simplicibus, filiformibus, septatis, ad sept. incrassatis, articulis brevissimis, dilute fuscis, sporis variis; globosis, 2—4 mm. diam. vel ovatis, 3,5-5 mm. long., 2—3.2 mm. crass. vel ellipsoideis, 4-5 mm. long., 2 — 4 mm. crass., obtusis, hyalinis. — Ad Bougainvilleae spectabüis folia viv. — Sicilia. 531. Cl. carpopliüum Thümen (21). Cl. maculas orbiculares saepe confluentes, nigricantes, aunulatas formans hyphis brevibus , erectis continuis , subramosis , tenuibus , fuscis ; sporis ovatis, utrinque obtusiusculis, non vel raro uniseptatis, diaphanis, 20:5, dilute fuscescentibus. — In Persicae vulgaris fruct. maturis. — - Austria infer. 532.cz. delectnm Cooke et Ellis (46, S. 6, Tf. 96, f. 36). Hypophyllis. Maculis parvulis, atris ; floccis simplicibus erectis, elongatis, multi-septatis, subfasciculatis. Sporis ellipticis 1 - 3-septatis. — Auf Blättern von Magnolia glauca. — New Jersey. 533. Cl. Melanophlaei Thümen (41). Cl. in foliorum pagina inferiore maculas indeterminatas, fibrosas, velutinas, explanatas, inquinantes formans; hyphis longissimis, gracillimis, erectis, subrectis vel minime curvatis, brevi articulatis, tenuissimis, fuscis; sporis cylindraceis, apice rotundatis, basi obtusis, uniseptatis, 14—16:3, pallide fusco- stramineis, subdia- phanis. — Ad Myrsinis melanophlaei folia viva. — Promont borae spei. 534. Cl. Polytrichorum Reichdt ad int. (23, S. 844). Hyphae in stupam e ferrugineo nigri- cantem contextae, longissimae, flexuosae, irregulariter ramosae, cylindricae, apice obtusae, 0.003 mm. crassae, fuscae, pachydermae, septatae, articulis diametro transversali ter- quinquies longioribus. Conidia hypharum articulis supremis latcraliter in ramulis brevibus conicis, 0.004-0.006 mm. longis, 0.003 mm. latis insidentia, mox decidua, unicellularia, subreniformia 0.006 -0.009 mm. longa, eo fusco nigricantia, cytiodermate crasso, tuber- culato. — An Status conidiophorus Lizoniae emperigoniae Ges.? — Auf Polytrichum formosum Hedw. — Bei Graz (Steiermark), 535. Cl. subtile Rabenhorst ad int. form. Leguminura (54, No. 2364). In legum. Leucaenae glaucae. — O.Indien. (Ohne Diagnose.) 536. Cladotrichum microsporum Saccardo (35, 28 j 34, S. 79). Effusum, atrum, velutinum; jgg Kryptogamen. — Pilze. hyphis undique repentibus, quandoque gangliformi-confluentibus , multi-articulatis , arti- culis saepe protuberantibus, crasso-guttulatis, obscure fuligineis; hyphis fertilibus assur- gentibus filiformibus sursura attenuatis, remotius septatis, pallidioribus; conidiis in hypharum apice acrogenis (?), constricto-didymis , 10-12:8, rarius 15:9, 2-guttulatis, fuligineis, loculo inferiore crassiore breveque apiculato. — In ligno putrescente. — Italien. 637. Coniothecium discoideum Cooke (42, S. 151). Sparsum, discoideum, atrum; sporis ellipticis, vel oblongis, 1— 3-septatis, cellulis transversaliter divisis. - Auf Zweigen. — New York. 538. Coniothyrium foedans Saccardo (35, 95; 36, S. 95). Peritheciis gregariis, v, hinc inde aggregatis, cortice nidulantibus, nigris, farctis dein cavis, ostiolo impresso, minuto; perithecii contextu parenchymatico olivaceo-fuligineo , distincto; stylosporis copiosis, ut plurimum perfecte globosis diam. 2—3, rarius globoso-ellipsoideis, 4 : 3, initio brevissime stipitatis, hyalinis, denique olivaceis, 1-guttulatis, tandem effusis corticemque late olivatro- inquinantibus. — In ramis Bohiniae Pseudacaciae. — Italien. 539. C. Gledüsehiae Thümen (20). C. peritheciis sparsis , immersis, subglobosis, fere tuber- culaeformibus, rimosis, atro-fuscis, magnis; sporis globosis vel ellipsoideis, simplicibus, numerosis, 3—4:2.5—3, achrois. ~ Ad Gledüsehiae triacanthos ramos. — Austria inf. 540. C. globiiUferum Rabenhorst (54, No. 2355). M. conidiis globosis, diam. 7 mik., laevi- bus, fuscis, guttula unica centrali praeditis. — In fol. Bauhiniae VaMii. — O.Indien. 641. C. herbarim Cooke et Ellis (46, S. 1, Tf. 96, f. 32). Peritheciis convexis, brunneis, primo tectis, membranaceis ; sporis subglobosis, brunneis. — Auf Yucca filamentosa. — i\'ew Jersey, 542. Corethropsis pulchra Saccardo (35, 46; 34, S. 83). Sordide alba majuscula; hyphis sterilibus repentibus, filiformibus, septatis, hinc inde angulato flexis; fertilibus ex hypharum sterilium angulis assurgentibus filiformibus, 110:7—8, sola ima basi 1-sep- tatis, apice globulo conidiorum persistente 32 diam. ornatis; basidiis ex hypharum apice obtuse attenuato radiatim divergentibus, subclavatis, sterigmata 3-5 pariter divergentia clavulataque gerentibus; conidiis in sterigmatum apice acrogenis ovato-oblongis, 3:1, hyalinis. — In insectis putresc. — Italien. 543, Coryneum intermedium Saccardio (35, 81; 34, S. 91). Acervulis primo epidermide tectis, dein erumpentibus, numquam elevatis, aterrimis, laxiusculis; conidiis e Strato hymenico crassiusculo lutescente oriundis longe stipitatis, oblongo fusoideis, 28 — 32 : 10—11, 6-locu- laribus, loculis extimis minoribus, acutis, hyalinis, ceteris fuligineis; stipitibus fascicu- latis, filiformibus, 70 : Vjn, hyalinis. — In cortice Ulmi campestris et Poinüi tremul. — Italien. ML C. pestaloszioides Saccardo (35, 82; 34, S. 91). Acervulis minutis, maculas foliorum rufescentes degentibus, erumpentibus, minutis, aterrimis ; conidiis ellipsoideis 9 : 5, 3-sep- tatis, loculis 3interioribus fuscis, extimis obtusiusculis hyalinis, stipitibus persistentibus, filiformibus, 12 : 1, hyalinis. — In foliis Crataegi Oxya,cantliae. — Italien. 545. Cryptococcus Sennae Thümen (39, S. 131). Cr. cellulis globosis, pellucidis, laevibus, 3-4 mm. in diam., achrois vel hyalinis; indumentum fere coriaceura in ampullis formans. — In infusione foliorum Sennae. — Sibirien. 546. Cryptosporium ampelinum Thümen (20). C. peritheciis minutis, primo tectis, demum epidermidem perforantibus, saepe seriatis, subplanis, compresso-globosis , nigris; sporis cylindraceis , rectis, continuis, utrinque minime obtusis, 10 — 14:1 — 1.5, hyalinis. — In sarmentis subputridis Vitis viniferae. — Austria inferior. 547. Cylindrium cameolmn Saccardo (35, 37; 34, S. 81). Late effusum, amoene carneum, cito evanidum; hyphis assurgentibus subcylindraceis , sursum attenuatis, 20—30:3; conidiis ex hypharum apice oriundis in cateuulas longas digestis, cylindraceo-fusoideis, 8:2, rectis v. raro inaequilateralibus , utrinque obtuse attenuatis , 2-guttulatis , hyalino- roseis. — In ramulis Salicis vitellinae. — Italien. 548. C. heteronemum Saccardo (35, 36; 34, S. 81). Breviter efi'usura, flioccosum, candidum; hyphis filiformibus continuis, raro apice furcatis, 25—35:3—372; conidiis in catenulas Neu aufgestellte Arten. — Ascomycetes. 199 longiusculas digestis, forma magintudineque valde variis nempe cylindricis v. fusoideis, 15 25—35:4—5, utrinque attenuato-truncatis , subapiculatis ex albo hyalinis. — In trunc. salicini. — Italien. 549. Cylindrospora evanida J. Kühn (54, No. 2260). Basidien kurz, in Gruppen dicht bei- sammen stehend, auf missfarbenen Flecken. Sporen in Ketten abgeschnürt (die von den Basidien entferntesten sind die jüngsten), 12—26, meist 20 mik. lang, 2—3 mik. breit, cylindrisch. — Bildet punktförmige weisse Häufchen. Auf Blättern von Gentiana asdepiadea. — Ober Rayen im Riesengebirge. 650. C. EamincuU Schroeter (106). Fäden huschelig vorbrechend, 20-25 mik. lang, 3—4 breit, wenig verbogen, oben spitz. Sporen in losen Ketten zusammenhängend, 17—33 mik. lang, 5—7 breit, cylindrisch oder keulenförmig, an den Enden abgerundet, ein oder zwei-, seltener 3-zellig. Auf Banunculus acer und B. lanuginosus. — Deutschland. 551. Cytispora mimita Thüraen (55, No. 890). C. pseudoperitheciis gregariis, erumpentibus, elevatis, hemisphaericis, primo tectis, demum Uberis, atris, cirrhos candidos propul- santes; sporidiis minutis, cylindraceis, rectis, utrinque obtusatis, hyalinis, pellucidis, in cirrhis brevissimis, 4—5 mm. long., 1—1.5 er. — InFraxini excelsioris ramulis. — Bavaria. 552. Dactylium modestum Berkeley et White (9, S. 162, Tf. 2. f. 2). Candidum e macula tosta oriundum ; floccis subrectis vel leviter flexuosis ; sporis magnis uniseptatis elongatis medio constrictis. — Auf Blättern von Alchemilla alpina. — England. • 553. D. Spirale Berkeley et White (9, S. 161, Tf. 2. f. 3). Candidum e macula tosta oriundum; floccis simplicibus spiralibus; sporis magnis uniseptatis, medio constrictis utrinque obtu- sissimis. — Auf lebenden Bl. von Polygonum viviparum. - England. 554. Dendryphium Mac Owanianum Thümen (41 i). D. caules velo atro, tenui toto ambiens; caespitibus confluentibus , effusis , atris, velutinis; hyphis simplicibus, erectis, obsolete septatis, rectis, satunime fuscis; sporis catenulatis, variis-globosis, depresso-globosis vel clavatis, fuscis, catenulis brevibus, 6 — 10-sporis, 3—7 mm. in diam. — In Ctiscutae cassythoidis caulibus emortuis. — Promont. bonae spei. 555. D. nodulosum Saccardo (35, 38; 34, S. 81). Effusum v. interruptum, atroferrugineum ; hyphis adscendentibus, vage simpliciter v. iterato ramosis, raro bifidis v. subsimplicibus, remote articulatis, hinc inde praecipue apice incrassato-nodulosis, fuligineo-ferrugineis; conidiis in ramulorum apice 1—3 insertis, oblongo-cylindraceis , utrinque rotundatis, plerumque rectis, raro subcurvis, 18— 22 : 5— 5'/2, 3— 4-septatis, ad septa tandem leniter constrictis, 4— 5-guttulatis, concoloribus. — In caule Huniuli Lupuli. - Italien. 556. Depazea Phillyreae Thüm. (22, S. 455, Tf. 1, f. 21). D. peritheciis amphigenis, sparsis, prominulis, medio emmersis, globosis, sparsis, nigris in macula exarida, dilacerata, plus minusve orbiculata, fusco margiuata; sporis numerosissimis, cylindraceis, rectis, utrinque rotundato-obtusatis, simplicibus, hyalinis, 3— 4 mm. long., 1- 1.5 mm. crass. — Ad. folia Viva Phillyreae angustifoliae. Oesterr. Litorale. 557. D. Xylostei Passerini (54 , No. 2220). Maculae amphigenae subdiscoideae parvulae fusco-limitatae sparsae vel confluentes perithecia epiphylla punctiformia depressa atra sporae falcatae hyaliuae intus granulatae. — Ad folia Lonicerae Xylostei. — Italien. 558. Diplodia atramentaria Cooke et EUis (46, S. 3). Peritheciis paucis, congestis, erum- pentibus, atro-brunneis, obtusis, apice magno perforatis; sporis arcte ellipticis, brunneis, profusis, profluentibus et inquinantibus. — Auf Zweigen von Monis. — New Jersey. 559. D. Gliionaitthi Cooke et Ellis (46, S. 3). Gregaria. Peritheciis tectis, papillatis, atris, ad basin mycelio profuse brunneo radiantibus; sporis ellipticis, brunneis, uniseptatis, vix constrictis. — Auf Zweigen von Chionanthus. — New Jersey. 560. D. epicocos Cooke (48, S. 102, Tf. 86. f. 2). Sparsa vel subgregaria. Peritheciis demum superficialibus vel semi-immersis, globosis, atris; sporis ellipticis, uniseptatis, constrictis, brunneis. — Auf jungen Blättern von Cocos nucifera. — Demerara. 561. D. imperiale Saccardo (35, 98; 34, S. 96). Peritheciis globulosis , snbsuperficialibus, 100:110 diam., breve papillatis, fuligineo-atris , membranaceis; stylosporis oblongo- fusoideis, minutis, 8—10:3, 1-septatis, non v. vix constrictis, pallide olivaceia. — In ramis Paulowniae imperialis. — Italien. 200 - Kryptogamen. — Pike. 5Q2.Diplodia microspora Saccardo (35, 99; 34, S. 96). Peritheciis laxe gregarüs, epidermide tumidula velatis, dein semierumpentibus, globulosis, depresso-papillatis; nucleo farcto atro; stylosporis oblongis, 10—15:4—5, rectis v. rarius inaequilateralibus , 1-septatis, vix constrictis, e Strato proligero cellulari hyaline orieutibus, fuligineo ochraceis. — In ramulis corticatis Coryli, Quercus, Cerasi c. c. — Italien. 563. D. Phyllostictae Cooke (231, S, 147). Macula pallida, brunneo cincta. Peritheciis semiimmersis, atris, gregarüs; sporis ellipticis, uniseptatis, parvulis. — Auf Blättern von Waldbäumen. — Ostindien. 564.2). radieiperda Thümen (20). D. peritheciis aggregatis, elevatis, gregarüs, liberis, subsphaericis, epiderm. perforantibus, oculo nudo Cucurbitariae similibus, atris, magnis, sporis ellipsoideis vel ovatis, medio non constrictis, uniseptatis, apice interdum minime acutatis, episporio laevi, spadiceis, 17 : 10. — In Pyri comm. radieibus. — Austria inf. 565. D. rutaecola Thüm. (22, S. 449, Tf. I. f. 11). D. peritheciis minutis, dense gregarüs pulvis-pyriformibus, prominulis, globosis interdum confluentibus, nigris; sporis cylindrico- ovatis, utrinque rotundatis, septatis, ad septa non vel minime constrictis, parte inferiore interdum pauci latiore, impellucidis, fuscis, 20 mm. long., 8—10 mm. crass. — Ad ramulos emort. Butae grav. — Oesterr. Litorale. 566. D. Spiraeae Thüm. (22, S. 450, Tf. I. f. 9). D. peritheciis majusculis, saepe confluentibus, erumpentibus , gregarüs, subdisciformibus, applanatis, atris; sporis ovoideo-clavatis, impellucidis, obscure castaneis, 14—20 mm. lang, 8 mm. crass. — Ad ramulos aridos Spiraeae salicifoliae. — Oesterr. Litorale. 567. D. Tecomae Passerini (54, No. 2248). Perithecia subglobosa, erumpentia, atra, rugulosa, papillata, solitaria vel caespitosa: sporae plus minus oblongae non constrictae, extremo obtuso ut plurimum attenuato, interdum triloculares , castaneo-fuscae. — Ad ramulos Tecomae radicantis. — Italien. 568. Echinobotrium laeve Saccardo (35, 39; 34, S. 82). Laxe gregarium, effusum, atrum; hyphis brevibus simplicibus v. brevissime ramulosis, parce septatis, hyalinis; conidiis versus hypharum apicem laxe capitato-racemosis , ovatis v. subfusoideis, 12:6-7, apice attenuato-subapiculatis, basi subtruncatis, brevissime hyalino-stipitatis, laevibus, fuligineis, sursum pallidioribus. — In trunco Alni glutinosae. — Italien. 569. Epicoccum reticulahim Cooke (42, S. 152). Gregarium, in maculis congestis, atro- brunneis; sporis magnis, reticulatis, subglobosis, brunneis. — New York. 570. Excipula incurva Cooke (42, S. 151). Sparsa, atra. Excipulis hemisphericis , nitidis, margine valde incurvo, disco livido-griseo, extus püis rigidis, elongatis, densissimis obsitis; sporis cylindraceis, curvulis, utrinque obtusis, hyalinis, 2— 4nucleatis. — Auf Kräuterstengeln. — New York. 571. JE7. viicrospora Cooke et Ellis (46, S. 4, Tf. 95. f. 18). Sparsa, atra. Excipulis super- ficialibus, sicco globosis, demum udo arcte apertis, hemisphaericis , sursum laevibus, deorsum pilis rigidis obsitis, disco livido. Sporis allantoideis, hyalinis, minutis. — Auf Hickoryholz. — New Jersey. 572. Exosporium fruticola Saccardo (35, 40; 34, S. 82). Acervulis subcircularibus , sub epidermide rimose dehiscente nidulantibus erumpentibusque , atris, valde compactis; sporidochüs rufescentibus convexis catenulas conidiorum longiusculas , arcte aggregatas, ubique gerentibus ; conidiis e globoso ovoideis, 10:8, quandoque 2—3 diu cohaerentibus, olivaceis, superioribus intensius coloratis. — In fructibus Bosarmn — Italien. 573. Fusarium album Saccardo (35, 42; 34, S. 82). Acervulis superficialibus, complanatis oblongis, confluentibusque, tenuibus, albis; conidiis in sterigmatibus filiformibus simplicibus rariusve furcatis, 40—50:2 — 2'/, e basidio brevi crassiori penicillatim oriundis, acrogenis, botuliformibus , curvulis, utrinque rotundatis, 50:7—8, 5-septatis, non constrictis, ex albo hyalinis. — In cortice Ulmi campestris. — Italien. 574. F. globulosum Passerini (54, No. 2262). Amphigenum, acervulis globulosis albidis, hyphis fasciculatis simplicibus, sporis oblongis vel fusiformibus, vel ovatis, plurinucleolatis. — In fol. Salviae verticillatae , Fucc. obtusae soc. — Italien. 675. F. tniniatum Saccardo (35, 43 ; 34, S. 83). Acervulis effusis crassiuscuüs, subgelatinosis, Neu aufgestellte Arten. — Ascomycetes. 201 vivide miniatis; sporophoris fasciculatis iterato (plerumque dichotome) ramosis, ramiilis subfusoideis; conidiis bacillari-fulcatis, 90 — 100:4—5, initio minute guttulatis, dein tenuiter 5— 7-septatis , dilute roseis. — Ad peridia Cyallii vernicosL 576. Fusicladium Sorghi Passerini (54, No. 2264). Maculae amphigenae suborbiculares fuscae, liyphae brevissimae, assurgentes, congestae, sporas subglobosas vel obovatas simplices fuscas gerentes. — Ad folia Sorghi halep. — Italien. 577. Fusidlum (?) asteris Phillips et Plowright (5, S. 23). Sporen in kleinen Häufchen von den Blättern entspringend. 578. F. Banimculi Schroeter (166). 579. Fusisporiom azedarachinum Thümen (56, No. 478). F. acervulis verrucaeformibus, elevatis , orbiculatis , saepe confluentibus , magnis , carneis ; hyphis tenuibus , ramosis, densis, interdum septatis, hyalinis; sporidiis fusiformibus, curvatis vel curvulatis, utrinque acutatis, biseptatis, hyalinis, 18-20:4. — Auf Früchten von Melia Azedarach. — Nord-Ameiica. 580. F. coccinellum Kalchbronner (55, No. 782). F. stromate pulvinato vel deplanato et pseudomarginato , subdisciformis , carnoso, coccineo; hyphis strictis, erectis, in comam tenuissimam congestis; sporis 65 — 70 mm. long., 5 mm. crass., fusiformibus, curvatis, obscure multi septatis vel guttatis, pallidis. In fundo matrix est gelatinoso-carnosa. — Ad corticem Acaciae horridae. — Promont. bonae spei. 581. F. Flasiicae Thümen (22, S. 440, Tf. I. f. 13). F. soris tenuibus, gregariis vel sparsis, hypophyllis, minutis, roseis, detergibilibus ; hyphis erectis, tenuibus, brevibus, simpli- cibus, continuis, hyalinis, evanescentibus; sporis longo-cylindraceo-ellipticis, subcurvatis, utrinque rotundatis, non vel obsolete septatis, bi-pleonucleatis, pellucidis, hyalinis, 14—18 mm. long., 4—5 mm. crass. — Ad fol. languida Ficus elasticae. — Oesterr. Litorale. 582.2^. putaminiim Thümen (20). F. acervulis compacis, globosis vel longibus, saepe con- fluentibus, elevatis, dilute carneis; hyphys densis, subramosis, articulatis, pauciseptatis, achrois; sporis fusiformibus, curvatis, sublunulatis , utrinque acutatis, 3 — 4 -septatis, 24— 30 : 4, hyalinis. — In Pruni domestieae putamine putrida. — Austria inf. 583. i*'. Zavianum Saccardo (85, 44; 84, S. 83), Effusum, albo-flocculosum , tandem medio dilute carneum, erumpenti-superficiale; hyphis undique versis, parce ramosis, continuis, saepe guttulatis, hinc inde sporophora repetito dichotome ramosa gerentibus, ramulis sursum attenuatis; conidiis fusoideis, falcatis, 30— 40:5— 5 V2, utrinque acutiusculis, 3 -septatis, ad septa parum constrictes e hyaline dilute roseis, — In ramis Vitis vini- ferae. — Italien. 584. Gloeosporium ampelophagum (Pass.) Sacc. (240). Maculis seu pustulis subcircu- laribus, saepe confluentibus, baccarum epidermidem stratapue corticalia occupantibus et arescendo indurantibus atque.rufo-vel fuligineo-nigrificantibus, ad centrum (e sporis exsilientibus) griseo vel roseo-pruinosis ; acervulis sub epidermide nidulantibus minutis dense gregariis, strato proligero pulvinato minute parenchymatico hyalin© vel dilute fumoso, cellutis superficialibus vertice breve apiculato sporigeris; sporis (conidiis) ex oblonge ellipsoideis v. ovoideis 5—6 mik. long., 2'/2— 3^2 mik. crass., 2-guttulatis hyalinis, mox acervatim erumpentibus pustulaeque superficiem conspergentibus. — Hab. in baccis Vitis viniferae. 585. G. carthusianum Saccardo (35, 86 ; 34, S. 93). Acervulis in maculis foliorum expallen- tibus subcircularibus remote sparsis, prominulis, initio epidermide velatis, flavidis; conidiis in basidiis brevissimis apice rotundatis acrogenis, oblongo-cylindraceis, 30 : 9—12, constricto-2-septatis, guttulatis, hyalinis; loculis quandoque secedentibus — In fol. lan- guidis Euonymi europaei. — Italien. 586. 6r. exsuccans Thüm. (20, 22; S. 439, Tf. I. f. 17). G. peritheciis hypophyllis, numerosis, gregariis, vel saepe amphigenis in foliorum partibus exaridis,. brunneatis, indeterminatis ; immersis, orbiculatis, discifoimibus , fuscis; sporis longo ellipticis vel elongato-ovatis, utrinque angustatis, apicibus rotundatis, binucleatis, hyalinis, 12— 15 mm. long., 5— 6 mm. crass. — In Fagi sylvat. fol. vivis. — Oesterr. Litorale. 587. G'. spJiaerelloides Saccardo (35, 85; 34, S. 92). Acervulis amphigenis, punctiformibus, 202 Kryptogamen. — Pilze. initio epidermide velatis, nigris; basidiis dense fasciculatis , filiformibus, septulatis, sub- simplicibus, 40—50:3-5, fuligineo-ocbraceis , sursum hyalinis; conidiis ovato-oblongis, 10—12 : 5—6 guttulatis v. nubilosis, hyalinis. — In fol. exs. Hoyae carnosae. - Italien. 588. Gonatobotrys /"wsca Saccardo (35, 48; 34, S. 84). Effusa velutiua, atro-fuliginea; hyphis fertilibus erectis, filiformibus, praelongis, subopacis, subcontinuis, 300—600:12 — 15, hinc inde nodoso-inflatis , nodis globosis, 25 diam. , undique verruculoso-sporigeris; conidiis ovato-oblongis, utrinque obtusiusculis , 10—11:6 — 7, rare usque 14:7V2j dilute fuligi- neis. — In ligno quercino. — Italien. 589. Graphium fasciculatmi Saccardo (35, 13; 34, S. 76). Gregarium, fuligineum; stipitibus compositis, cylindraceis sursum obtusiuscule attenuatis, quaiuloque e basi incrassata communi pluribus fasciculatis, undique, praecipue vero sursum, ramulos obliquos subden- ticulatos, pallidiores emittentibus ; conidiis prope ramulorum apicem insertis cylindraceo- fusoideis, curvulis, utriuque acutis 15:13/, —2V2, byalinis. In ra,mu\is Bohiniae Pseiidacaciae. — Italien. 590. G. piibescens Cooke et Ellis (46 , S. 5, Tf. 96. f. 38). Minutum , gregarium , atrum ; floccis sursum explicatis. Sporis rectis, cylindraceis. uniseptatis, hyalinis. Auf Zweigen von Smüax. — New Jersey. 591. Gymnosporium Bambusae Thüm. (22, S. 430, Tf. I. f. 12 ; 55, No. 885). G. soris gregariis, irregularibus , saepe confluentibus , aterrimis, eximie inquinantibus ; sporis globosis vel ellipticis, griseo-fuscis vel castaneo-fuscis, margine subdepresso, nucleo medio obscuriore, 4—5 mm. diam. vel 6-9 mm, long., 4—5 mm. crass., subpellucidis. — Ad culmos emortuos Bambusae arund. — Litorale. 692. G. oryzae Cattaneo (225, S. 5, Tf. XIV. f. 11). Acervulis atris, subglobosis, discretis vel confluentibus, sporis crebris, ovoideis, fuscis, episporio glabro sub-diaphano ; nucleo luteO'livido , guttulis plerumque repleto, sporis 9—11 mik. long, 4 mik. crass. — Auf Oryza sativa. — Oberitalien. 593. Helicosporium lumbricoides Saccardo (35, 56; 34, S. 86). Effusum maculiforme, albido- griseum; hyphis repentibus filiformibus, ramosis, anastomosantibusque, 4—5 diam., remoto septatis dilute fuligineis, ubique (ad conidiorum insertionem) hyalino-denticulatis ; conidiis vermicularibus, in spiras 2 — 3'/2 laxas convolutis, 150:4; 1-serialiter pluriguttu- latis, hyalinis. — In ligno quercino. — Italien. 594. Helminthosporium brachytrichum Cooke et Ellis (46, S. 6, Tf. 95. f. 13). Effusum, atrum. Floccis brevissirais, septatis, brunneis; sporis cylindraceis, obtusis, multi- septatis (9—12), rectis, vel curvulis, cellulis primo nucleatis, brunneis. - Auf faulem Ahornholz. 595. Ä Hirudo Saccardo (35, 54; 34, S. 85). Dense et indeterminate effusum, aterrimum; hyphis repentibus parcis, filiformibus septatis, fuligineis dein evanidis; hyphis fertilibus brevissimis cylindraceo-conoideis, erectis, pauciseptatis, fuligineis; conidiis longissimis vermicularibus, saepe incurvo-sigmoideis , hinc inde subconstrictis, sursum sensim atte- nuatis, apice summo rotuudatis, basi cuneato-truncatis, crebre multi (55—65) articulatis, 200—230:15, atrofuligineis. - In ligno quercino. — Italien. 596. if. macüentum Cooke (3, S. 74, Tf. 97. f. 18). Atrum effusum; floccis erectis, septatis; sporis fusoideis vel subclavatis, multiseptatis (7—10) apicalibus. Spor. 50—65:10. — Auf altem Holz. — England. 597. H. mamlans Cattaneo (225, S. 8, Tf. XIV. f. 7, 8, 9). Stroma discoideum, carnoso- fibrosum, floccis simplicibus, fasciculatis, erectis, septatis, luteo- fuscis tectum; sporis minutis, oblongis di— tridymis, hyalinis, 15 mik. long., 6 mik. latis. — Auf Oryza sativa. — Oberitalien. 598. -ff. obdavatum Saccardo (35, 52; 34, S. 85). Effusum maculiforme, atrum hyphis erectis, filiformibus, basi subincrassatis, 60-70:6—7, pauciseptatis, fuligineis; conidiis solitarie acrogenis obclavato- fusoideis, sursum sensim longe attenuatis, 90:15, apice rotundato, basi cuneato-truncatis, pluri (18— 24) septatis, atro- fuligineis. — In ligno Alni glut. — Italien. 599. jH. tomeniicolum Thüm. (22, S. 434, Tf. I. f. 8). H. acervulis hypophyllis, tomentum Neu aufgestellte Arten. — Ascomycetes. 203 obducens et sub tomento divergens; hyphis elongatis, elevatis, multiarticulatis, tenuibus, simplicibus vel laro subramosis, dilute griseo-fuscis, sporis longe-ellipticis vel orculae- formibus, basi obtusato, vertice minime acutato, triseptatis, byaliuis vel pallidissime fuscescentibus, 10 mm. long., 3.5—4 mm. crass. — lu fol. viv. Cydoniae vulgaris. — Oesterr. Litorale. 600. Helminthosporümi vesiculosum Thümen (55, No. 784). H. byphis erectis, brevibus, articulatis, articulis vesiculosis, griseis; sporis 3 - 6-septatis, sessilibus, obtusis, oblongo- ovatis vel ellipsoideis , pallide griseis, 8 — 10 mm. long., 4 mm. crass. — In Allii Scorodoprasi floribus. — Bavaria. 601. Hendersonia Äraucariae Tbümen (55, No. 682). H. peritheciis spuriis, sparsis, erum- pentibus, iimphigenis, subconicis, parvis, atris, epiderraide perforantibus ; sporidiis elongato-orculaeformibus, utrinque plano-truncatis, triseptatis, ad sept. obsolete vel fere non constrictis, localis aequalibus, brevi pedicellatis, dilute cinereis, 15 mm. long., 5 mm. crass., sine pedicello ; pedicellis hyalinis, evanescentibus, 4-5mm. longis, parte superiore minime dilatatis, — Ad folia languida Äraucariae hrasilianae. ~ Italien. 602. H. biseptata Saccardo (35, 34; S. 95). Peritbeciis gregariis subcutaneo - erumpentibus, diam. 80—90, globolosis, papillatis, atris; contextu membranaceo - carbonaceo , paren- cbymatico, distincto ; stylosporis ellipsoideis, constrictis, loculo medio quandoque breviore 10—12:5-6, fuligineis. — In ramulis Jasmini nffic, Capparidis et Pruni domesücae. — Italien. 603. H. delicatula Cooke et Ellis (46, S. 4, Tf. 96. f. 26). Gergariis. Peritheciis subglobosis, atris, prominulis, erumpentibus, epidermide cinctis; sporis subfusiformibus , hyalinis, nucleatis, dein leniter 3-septatis. — Auf Zweigen von Nyssa. — New Jersey. Q04t. H. lirella Cooke (3, S. 72). Zerstreut, linienföi'mig, hervorbrechend, ganz der S^^haeria lirella gleichend; Sporen breit spindelförmig, braun, 4-theilig, 15—18:8. — Auf Sinraea ulmaria. — England. 605. Ä Lophiostoma Cooke et Ellis (46, S. 3, Tf. 95. f. 10). Peritheciis erumpentibus, atris, lateraliter compressis; ostiolis elongato-fissuratis; sporis clavatis 1— 3-septatis, hyalinis. — Auf Ulmenholz. — New Hampshire. 606. if. Mali Thüm. (22, S. 449, Tf. I. f. 27). H. peritheciis disciformibus , epiphyllis, magnis, sparsis, planis, uigris in maculis exaridis, cinereis, orbiculatis, violaceo- cinctis; sporis clavatis, vertice rotundato, basi minime augustato- acutato, bi-triseptatis, ad sept. non constrictis, pellu idis, dilute cinereis, 12—15 mm. long., 4—5 mm. crass. — Ad folia Viva Pyri Mali. — Oesterr. Litorale. 607. H. salicina Vize (3, S. 72, Tf. 97. f. 17.) Gesellig, hervorbrechend; Perithecien schwarz, abgeflacht, oft zusammenfliesseud, dothideaartig ; Sporen elliptisch, 4theilig, gewöhnlich mit einer Längsscheidewand, braun, 15 22 : 8—10. — Auf Weidenzweigen. — Engfand. 608.5". (Gamarosporium) sarmenticia Saccardo (35, 97; 34, S. 96). Peritheciis sparsis erumpenti-superficialibus, subcarbonaceis, globosis, majusculis, atris, in ostiolum breve cyliudraceum attenuatis; stylosporis e gioboso ellipsoideis, inaequalibus 22:12 — 14, saepe in basim subcuneatis, 3-septato-muriformibus, ad septa vix constrictis, opace fuli- gineis, loculis extimis pallidioribus. ^ In sarmentis Hederae Helicis. — Italien. 609. Hormococcus oUvascem Saccardo (35, 91; 34, S. 94). Peritheciis (spuriis) sparsis v. subcaespitulosis, iunato- erumpentibus, e gioboso conoideis vertice applanatis, astomis, quandoque (collabescendo?) disciformibus, atris; sporophoris dense fasciculatis filiformi- bus simplicibus, furcatis, v. fasciculato - ramosis , 25-30:13/^—2, septulatis, hyalinis, apice in spermatia cylindracea, 3— 6:l'/2 — 2'/2, utrinque obtusa, continua, olivacea abeuntibus. — In ramis variis. — Italien. 610. Illosporium oUvatrum SsLCCurdo (35, 79; 34, S. 90). Acervulis gregariis, superficialibus, globulosis, 100 circ. diam., e cellulis protuberantibus scabridis, atris, e catenulis celhi- larum (conidiorum) varie sed arcte complexis efformatis; conidiis cylindraceo-fusoideis, variis, plerumque curvulis, 10—15:6 — 7, vario modo connexis ex olivaceo fuscis. — In ligno putrescente. — Italien. 611. Leptothyrium carpophilum Passerini (56, No.532). Maculae subdiscoideae vel confluentes, 204 Kryptogaiaen. -— Pilze. fuscae atrae, perithecia sparsa, atra, couico depressa, basi circumscissa secedentia; sporae elongato-fusiformes ; curvae vel flexuosae, intus nucleolatae, integrae vel obscure septatae, hyalioae. — Auf reifen Birnen. — Italien. 612. Libertella fnlm Tbüm. (39, S. 150, ohne Diagn.). Polystigmatis fulvae Tul. fungus spermogonium? — Ad folia Pruni Padi. - Sibirien. 613. Macroplodia Arctostaphyli Vize (49, S. 109). Epiphylla, sparsa; peritheciis emergen- tibus, globosis, atris; sporis arcte ellipticis, brunneis. — Auf Blättern von Ärctosta- phylus glaucus. — Californien. 614. M. cinerea Cooke et EUis (46 , S. 2). Anscheinend einer Discella ähnlich , Sporen elliptisch, 8 Mik. lang. — Auf entrindetem Apfelbaum. — New Jersey. 615. Macrosporium abruftum Cooke et Ellis (46, S. 6, Tf. 96, f. 35). Effusum atrum. Floccis elongatis, flexuosis, pluriseptatis. Sporis demum subquadratis , muriformibus, subopacis. — Auf P7i?/toZacca-Stengeln und Yucca filamentosa. — New Jersey. 616. M. Coluteae Thüm. (22, S. 341, Tf. I. f. 32). M. caespitibus tenuibus, dense gregariis, miuutis, maculas irreguläres, magnas, delicatulas, atras formans; hyphis tenuibus, mul- tiarticulatis, ad sept. minime constrictis, simplicibus, suberectis, fuscis; sporis clavatis, pedicellatis, pedicello brevi, vertice rotundato, 5— 12-septatis, ad septa non constrictis, griseo-fuscis pedicellis pallidioribus, 30— 40 mm. long., 12—18 mm. crass. — Ad legu- mina arida Coluteae arborescentis. — Oesterr. Litorale. 617. M. diversisporum Thüm. (20). M. acervulis amphigenis, tenuissimis, dilatatis, non limi- tatis, glaucis, velutinis; hyphis brevibus, tenuibus, nodosis, pauciseptatis , tumidulis, subramosis, griseo-fuscis; sporis diversis: longo-ovatis, bi-triseptatis, ad septa non con- strictis, 15—22:9—12 vel longo pyriformibus, pedicellatis, 8 — 15 septatis, 38-60:20, pedicellis 12 mm. long,, coloris hypharum. - In Zeae 3Iaydis foliis. — Austria inferior. 618. ilf. fasciculatum Cooke et Ellis (46, S. 6, Taf. 96. f. 30). Effusum, atrum. Floccis fasciculatis, simplicibus, multiseptatis. Sporis clavatis, 5 -septatis, torulosis, brunueis, deorsum attenuatis. Auf Stechpalmenblätteni. - New Jersey. 619. 31. gossypinum Thüm. (56, No. 513). M. hyphis contiuuis subramosis, breviarticulatis, tandem subtumidis, griseo-fuscis ; sporis late-clavatis, brevipedicellatis, pedicelloarticulato, 6— 8-septatis, ad septa minime constrictis, vertice rotundato, basi in pedicello angustato, fuscis, 36 40 mm. long., 14—16 mm. crass. — Auf abgest. Stengeln von Gosnypium herbaceum. — Süd-Carolina. 620. M. nobile Cooke (3, S. 119). Flocken büschlig, kurz, gerade, septirt, bräunlich, einfach, ziemlich so lang als die Sporen; Sporen gross, fast birnförmig oder unregelmässig, viel- theilig (4 10), unregelmässig vertical getheilt 0.06—0.08: 0.04 mm, braun, an den Scheidewänden eingeschnürt. — Auf abgestorbenen Stengeln und Blättern. — England. 621. ilf. parasiticim Thüm. (55, No. 667). M. maculas atras formans; hyphis abbreviatis, brevi articulatis, raraosis, ramis brevibus, griseo-fuscis ; sporis longo-ovoideis vel ovoideo- rotundatis vel clavatis, 6 — 10-septatis, utrinque obtusis, 42—48 mm. long., 10 16 mm. crass., fuscis. — In Alii Cepae fol. vivis vel languidis. — Bavariae. 622. 31. rutaecolum Thüm. (22, S. 432, Tf. I. f. 28). M. caespitibus gregariis, elevatis, prominulis, conicis, nigris, mediis in macula nigra; hyphis erectis, raro ramosis, brevibus, septatis, tenuibus, fuscis; sporis late clavatis, vertice subacutato, basi angustato, pedi- cellato, multi-septatis , pedicello brevissimo, obscure griseo-fuscis, 35 40 mm. long,, 20 mm. crass. — In fruct. mat. Biitae graveolentis. — Oesterr. Litorale. 623. Melasmia arbuticola Vize (49, S. 109). Gregaria, atrobrunnea, orbicularis, rugosa, e maculis, rufo- brunneis oriunda; sporis minutis, hyalinis, rectis, spermatoideis. — Auf Blättern von Ärbutus. -- Californien. 624. ilf. Caraganae Thüm. (39, S. 152; 55, No. 681). M. crustas amphigenas, plus minusve cohaerentes, atras, gibbosas, magnas in macula indeterminata flavescente formans; peri- theciis congregatis vel confluentibus, rimosis, atris; sporidiis subfiliformibus, apice acutatis, basi angustato-pedicellatis , pauci-curvatis , 20 mm. long., 3 mm crass. hyalinis. — In Caraganae arborescentis vol. vivis. — Sibirien. 625. ilf. punctata Thüm. (56, No.538). M. peritheciis epi- raro etiam hypopiiyllis, plus minusve Neu aufgestellte Arten. — Ascomycetes. 205 orbiculatis, planis, solitariis sed soras gregarias formans, atris, rugulosis, tantum con- fluentibus, plus minus concentrice dispositis in macula subarida, stramineo-flavescentia, amphigena, irregularia, noii ciucta, magna; sporis cylindraceis, rectis, simplicibus, utrinque truncatis, numerosis, byalinis, 4.5—7 mm. long., 1.5 mm. crass. - Fortasse Bhytismae punctatae Fr. fungus spermogonicus. — Auf lebenden Blättern von Acer campestre. — Oesterreicb. 626. Memnonium palmicolum Cooke (48, S. 102, Tf. 86, f. 6). Atrum effusum. Sporis globosis, magnis, opacis: hypbis repentibus, paucis, byalinis, septatis. — Auf abgestorbeneu Blättern von Cocos micifera. — Demarara. Milesia Wbite n. gen. (9, S. 162). Peridium endopbyllum, reticulatura basi inter cellulas matricis radicante; sporae obovatae ecbiiiulatae, ex ostiolo minuto demum ejectae. 627.31. pohipoäii Wbite. Hypogeneum; peridiis spbaericis minutis, pallidis, dispersis; sporis albidis, obovatis, echinulatis. — Auf welken Blättern von Polypodium vulgare. — England. 628. Monilia hesperidica Saccardo (35, 58; 37, S. 86). Caespitulis compactis, pulvinatls, ocbraceo-flavis; byphis adscendentibus , vage parce ramosis, septatis, 7—8 mikr. crassis, apice V. prope apicem spinulosis; conidiis e spinulis oriundis, limomiformibus, b. e. utrinque apiculatis, 20 : 12, paucis concatenatis, eguttulatis, flavis. — In lignis et muscis. — Italien. 629. Morthiera TJiüinemi Cooke (55, No. 895). M. peritbeciis numerosis epipbyllis vel inter- dum etiam ampliigenis, applanatis, orbiculatis, rugulosis, saepe confluentibus, atris in macula parvula, fusca; sporis illis Morthierae Mespili Fuck. similibus, sed loculis superioribus 14 mm. long., 9 mm. crass., loculis iuferioribus 8 mm. long., ciliis omnibus aequilongis, 9 — 12 mm. long., byalinis. — Amer. sept. — Ad fol. viva Crataegi glandu- losae et Grat, flavae. Maricularia Saccardo n. gen. (34, S. 95). Peritbeciis globosis, astomis, mem- branaceo-tenacellis, superficialibus, undique muriculatis, spermatiis variis botuliformibus, quandoque gibbosis v. subramosis. 630. M. eurotioides. Peritbeciis globosis, membranaceo-tenacellis, ex albo ochraceis, 100 mikr. diam., undique aculeolos elongato-conoideos, 1-cellulares, ima basi annulato-subconstrictos, hyalinos gerentibus; peritbecii contextu minuto granuloso; spermatiis copiosissimis e Strato proligero tenui immediate oriundis, polymorpbis nunc botuliformibus, nunc medio ventricosis, nunc subfurcatis, polis obtusiusculis et 1-guttulatis, byalinis, jodii ope intense caerulescentibus, strato proligero vero eadem ope intense flavescente. — In nidis vesparum putresc. — Italien. 631. Mycoderma Lycopersici Tbüm, (56, No. 549). A Mycod. Vini Desm. differt sporis ellipticis, binucleatis, majoribus, 7— 8 mm. long, 3-8.5 mm. crassis. — Auf gekocbtem Safte von Lycopersicum esculentum. — Oesterreicb. 632. Myrothecium liysteriiforme Scbulzer (67, S. 274). Receptaculum langoval, oval oder kreisrund, scbwarzgrau , mit lippenförmiger, spaltlörmigcr Mündung 0.4:0.2 mm. oder 0.2—0.3 mm. im Durchmesser. Randfasern nicbt frei in die Luft starrend, wie bei den anderen 3Iyr. -Avten, sondern der Stengelepidermis fest anliegend. Sporen 16 mik. lang, 4 breit, weiss, durchsichtig. — Auf alten Stengeln von Fhytolacca. — Slavonien. 633. Oedocephalum anrantiacum Cooke (231, S. 147), Caespitulis orbicularibus, aurantiacis; floccis brevissimis, fasciculatis, septatis, byalinis, supra globosis, papillatis; sporis exca- pitulis exeuntibus; sporis globosis, aurantiacis, laevibus. — Auf Blättern von Wald- bäumen. — Ostindien. 634. Oidium Jmhrosiae Tbümen (55, No. 872). 0. mycelio effuso, aracbnoideo, tenui-, raro etiam hypophyllo, candido; hypbis repentibus, brevibus, subramoso-erectis, tenuibus, continuis, non septatis, byalinis; sporis ellipticis. minutis, 4—5 mm. long. 2.5 3 crass., achrois. — Ad Ambrosiae artemisiaefol. fol. viv. — Amer. sept. 635.0. Berberidis Thüm. (22, S. 436, Tf. I. f. 23). 0. mycelio effuso, aracbnoideo, tenui; caespitibus laxis, gregariis, candidis, ampbigenis ; byphis abbreviatis, simplicibus, superne sensim incrassatis, dein obtusis, rectis, continuis ; sporis cylindraceis, utrinque subrotuu- 206 Kryptogamen. Pilze. datis vel rotunde-obtusatis, unicellularibus, 7 - 8 mm. long., 3 - 3.5 mm. crass., hyalinis. — Ad. fol. viv. Berber, vulg. — Oesterr. Litorale. 636. Oidium Coluteae Tliüm. (22, S. 436, Tf. I. f. 81). 0. acervulis amphigenis, laxis, sparsis) tenuissimis, evanescentibus, aracbnoideis, albidis; hypbis mediis, tenuibus, continuis, simplicibus, non septatis, suberectis vel etiam decumbentibus, hyalinis; sporis ellipsoideis vel tantum subcurvatis, utrinque rotiuidatis, simplicibus, 8-9 mm. long., 2.5—3 mm. crass., hyalinis. - In Coluteae arhoresc. fol. viv. — Oesterr. Litorale. 637. 0. compactum Cooke et Ellis (46, S. 5, Tf. 96, f. 31). Album, effusum. Sporis, glo- bosis, hyalinis, in pulvinulis subglobosis congestis. — Auf Vaecinium-Üolz. — N. Jersey. 638. t>. Verbenacae Passerini (55, No. 789). Conidia ampla, arcuata, apicibus aequalibus, angustatis, intus multiguttulata. — In Salviae Verbenacae fol. vivis. — Italien. 639. Pestalozzia breviseta Saccardo (35, 84; 34, S. 92). Acervulis minutis, maculas foliorum cinerascentes gregarie occupantibus, eruinpentibus, atris; conidiis oblongis v. breve fusoideis, 25—26:7, 4-septatis, loculis 3 interioribus fuligineis, extimis acutis cum setis stipiteque hyalinis; setis terminalibus ternis, filiformibus, brevibus, 8 — 10:1, stipite filiformi, brevissimo, 3:1. — Hab. in fol. Pyri communis et Carpini Betuli. - Italien. 640. P. Planimi Vize (49, S. 109). Pustulis atris, emergentibus, epidermide radiato-fissurato ; sporis fusiformibus, 3 — 4-septatis, quadri - cristatis , atro- brunneis; pedicellis longe attenuatis, hyalinis. ~ Auf abgestorbenen Stämmen von Planimus. ~ Californien. 641. P. veneta Saccardo (35, 83; 34, S. 92). Acervulis gregariis subcutaneis, denique erumpentibus, lenticularibus, aterrimis; conidiis oblonge -fusoideis, 30—34:7, 5-septatis, ad septa non constrictis, loculis 4interioribus fuligineis, minute guttulatis, extimis minoribus, hyalinis, seta terminali filiformi, 15—18:1, tortuosa hyalina; stipitibus fili- formibus, fasciculatis, 40—50:1, e pseudostromate lutescente oriundis, hyalinis. — In ramis Corni sanguineae. — Italien. 642. Phoma ailanthmum Thüm. (20). Ph. peritheciis gregariis, epidermide perforantibus, coacervatis, elevatis, liberis, atro-fuscis; sporis globosis vel globoso-elhpticis, numero- sissimis, simplicibus, anucleatis, 3-5:2.5—3, hyalinis. — In AüantM glandulosae ramulis emortuis. — Austria inf. 643. P/t. baccae Cattaneo (239, S. 3, Tf. VIII. f. 1—3). Receptacula solitaria, atra, globosa, ostiolo punctiformi minimo pertusa, primum sub epidermide latitantia, tandem, libera; uucleus albidus gelatinosus; basidia radiatim posita, sporas binas ternasve gerentia; sporae ovoideae, utrinque rotundatae, uniloculares, 12 mik. longae. — Auf Weintrauben. — Italien. 644. P/t. Bolleamim Thüm. (24, S. 453, Tf. I. f. 18). Ph. peritheciis dense gregariis, pro- minulis, mediis, globosis, atris, ostiolatis, epiphyllis, postremo etiam hypophyllis in maculis magnis, exaridis, irregularibus, demum dilaceratis, candidis, dilute fusco- marginatis; sporis minutissimis , ovoideo- globosis, 1.5—2 mm. long., 1 1.6 mm. crass., hyalinis. — Ad fol. viva. Hoyae cariiosae. — Oesterr. Litorale. 645. Ph. coccina Cooke (48, S. 101, Tf. 86. f. 4). Sparsa. Peritheciis erumpentibus demum detectis, globosis, atris; sporis minutis, arcte ellipticis, hyalinis. — Auf einem Cocus- palmenstamme. — Demerara. 646. Ph. Desmonci Piabenhorst (54, No. 2454). Ph. sporidiis cylindraceis, rectis, curvulisve, utroque polo obtusis, 5 mik, long., 1.5 2 er. — In fol. Desmonci melanochaetis. — 0. -Indien. 647. Ph. fibriseda Cooke et Ellis (S. 2). Aeusserlich der Sphaeropsis ßbriseda C. et E. ganz gleich, aber mit den Sporen von Phoma. — Auf Bhtis venenata. — New Jersey. 648. P/t. Hennehergii J. Kühn (54, No. 2261). Ph. p ritheciis sparsis, primo tectis deinde apertis , rotundatis , vertice plerumque concavis , 'circ. 0,1 mm. diam. , atris , nucleis albis; stylosporis cylindraceis, rectis vel leviter cuivatis, 14,3—17,2 Mik. long., 2,3 Mik. crass. hyalinis. — In valvis, paleis et aristis Tritici vulgaris. — Oberbayeru. 649. P/t. laurinum Thüm. (22, S. 452, Tf. I. f. 19). Ph. peritheciis gregariis, magnis, prominulis, primo tectis demum liberis, orbiculatis, depresso-globosis, atris; sporis longe- ellipticis, utrinque acutato-rotundatis, uno vel binucleatis, siip.plicibus, 4-6 mm. long., 1.5—2 mm. crass. hyalinis. — Ad ramulos emortuos Lauri nobilis. — Oesterr. Litorale. Neu aufgestellte Arten. - Ascomycetes. 207 650. Phoma Limonii Thüm. (22, S. 453, Tf. I. f. 29). Ph. peritheciis dense gregariis, patellae- formibus, plauis, immersis, minutis, nigris, sporis minutissimis, cylindraceis, anucleatis, utrinque obtusatis vix subrotundatis, hyalinis, 3 mm. long., 1 mm. crass. — In ramulis aridis Citri Limonii. — Oesterr. Litorale. 651. PA. Mahoniae Thüm. (22, S. 452, Tf. I. f. 10). Ph. peritheciis dense gregariis, epiphyllis, raro amphigenis, mediis, globosis, nigris in maculis irregularibus , griseo- fuscis, postremo albis, exsiccatis; sporis minutissimis, cylindrico-ellipsoideis, utrinque obtuso-rotundatis, hyalinis, 3—4 mm. long., 1—1,5 mm. crass. — Ad. fol. riva Mahoniae aquifoliae. — Oesterr. Litorale. 652. P7i. Pauloimiae Thüm. (22, S. 453, Tf. I. f. 33). Ph. peritheciis sparsis, primo epidermide tectis , demum rimoso-perforantibus in rimis longissimis, globosis, atris; sporis minutis, anucleatis, cylindricis vel cylindrico-ovatis, utrinque rotundato-acutatis, hyalinis, 3.5—5 mm. long., 1.5 mm. crass. — In Pauloivniae tomentosae ramul. sicc. — Oesterr. Litorale. 653. P7t. tamariscinum Thüm. (21). Ph. peritheciis subglobosis, semiimersis, erumpentibus, gregariis, minutis, atris; sporis minimis, cylindraceis, rectis vel pauci curvatis, utrinque obtusis, sine nucleo, vitreis, 5—6:1—1,5, — Austria inferior, iu Tamaricis gallicae ramulis emortuis. 654. P/i. vaginarum Cattaneo (225, S. 4, Tf. XV. f. 6, 10]. Peritheciis hypophyllis, nigris, subglobosis, ostiolo simplici pertusis, numerosissimis, approximatis, saepe connatis, 150 Mik. latis; sporidiis ovoideis vel pyriformibus, continuis, guttulatis, flavis, 15 mik. long., 9 Mik. crass. — Auf Blättern und Blattscheiden von Orysa sat. — Oberitalien. 655. Ph. Wistariae Thüm. (22, S. 454, Tf. L f. 3). Ph. peritheciis epiphyllis, promiuulis, subinnatis, mediis, gregariis, subglobosis, ostiolatis, nigris; sporis subclavatis, vel ellipsoideis, utrinque rotundatis, binucleatis, hyalinis vel achrois in macula exarida, flavescente, irregulari, fusco-purpurea marginata, 6 — 8 mm. long., 3 mm. crass. — Ad fol. Viva Wistariae chinensis. — Oesterr. Litorale. 656. Phyllosticta Acori Oudemans (17). Maculae elongatae nigrae perithecia fovent minu- tissima, nonuisi folio dissecto detegenda, nigra, gleba sporarum exilissimarum, ovalium, in gelatine nidulantium repleta. Cellulae perithecii ostium circumdantes crescendo sistunt fila subtilia, flagelli-f ormia , achroma, denique septata et in cellulas variae magnutudinis (12—17:2—3) divisa, Eamulariae speciem (Haplarianu griseam Wallr.?) simulantia. — In foliis Acori Galami. — Niederlande. 657. Ph. AzedoracUs Thüm. (22, S. 461, Tf. I. f. 24). Ph. peritheciis gregariis, minutis, promiuulis, globosis, atris in macula exarida, irregul., albo-lutescent , fusco -marginata, epiphylla; sporis ellipsoideis, utrinque rotundatis, sine nucleis, numerosissimis, hyalinis, 5 mm. long., 3 mm. crass. — In Meliae Azedarachis fol. vivis. — Oesterr. Litorale. 658. Ph. Betae Oudemans (17). Perithecia exilissima, innata, tandem poro aperta, in maculis, decoloratis sparsa, nucleum continent gelatinosum, in quo, aqua adhibita, deteguntur sporae minutissimae ovoideae, achromae. — In foliis Betae vulgaris cultae. — Nie- derlande. 659. P/(. chaenomelina Thüm. (22, S. 460, Tf. I. f. 4). Ph. peritheciis mediis, epiphyllis, vel raro etiam amphigenis, sparsis, subprominulis, conicis, ostiolatis, atris in macula irreguläre albescente, subtus fusca, exarida; sporis ovatis, simplicibus, utrinque sub- • rotundatis, pallidissime cinereis, diaphanis 5 mm. long., 2 mm. crass. — Ad Chaenomeles japonicae fol. viva. — Oesterr. Litorale. 660. Ph. Eriohotrgae Thüm. (22, S. 460, Tf. L f. 7). Ph. peritheciis epiphyllis, mediis, globosis, prominulis, gregariis, atris in maculis aridis, >plus minusve orbiculatis, fusco- griseis, nigro-annulatis, demum corrosis; sporis ellipsoideis, anucleatis, dilute fusco-griseis, 4—6 mm. long., 3 mm. crass. — In fol. viv. Eriobotryae japonicae. — Oesterr. Litorale. 661. Ph. Euonymi Thüm. (22, S. 461, Tf. L f. 20). Ph. peritheciis sparsis, mediis, epiphyllis, semiimmersis, globosis, nigris in macula exarida, irreg., albo-grisea, anguste fusco- mar- ginata, sporis parvis, ellipsoideis, utrinque rotundatis, pallidissime griseis, 4—5 mm. long., 2—2.5 mm. crass. — Ad fol. viva Euonymi japonicae. — Oesterr. Litorale. 208 KryptogaDien. — Pilze, 662. PhyllostictaForsythiaeüs,cca,Ydo (35, 87; 54, S. 93). Macuüs subcircularibus, arescendo och- raceis; peritheciis epiphyllis, saepe concentrice dispositis, lenticularibus, pertusis, 150—180 diam., initio fulvis, velatis; speriiiatiis ovoideis, 5— 7: 2^/2— 3, 2-guttulatis, byalinis. — lu foliis Forsythiae suspensae. — Italien. 663. P/i. liriodendri Tbüm. (22, S. 459, Tf. I. f. 30). Ph. peritbeciis epiphyllis, minutis, gregariis, semiimmersis, globosis, nigris in maculis parvis, orbiculatis, exaridis, griseis; sporis minutis, ellipsoideis , utrinque rotundatis, simplicibus, anucleatis, numerosis, 5— 6 mm. long., 3 mm. crass., acbrois. In fol. viv. Liriodendri lulip. — Oesterr. Litor. 66!. Th. PhoUniae Tbüm. (22, S. 460, Tf. I. f. 5). Ph. peritbeciis minutis, epiphyllis, semiprominulis, sparsis, globosis, nigris in maculis orbiculatis, albo- griseis, exaridis, determinatis; sporis minimis, cyliudrico-ovatis, utriuque rotundatis, byalinis, simplicibus, 5 mm. long., 2.3 mm. crass. — Ad fol. viva Photiniae serrulatae. — Oesterr. Litorale. 665. Ph. sycophila Thüm. (20, 22, S. 459, Tf. I. f. 26, 56). Ph. peritbeciis epiphyllis, raro amphigenis, sparsis, erumpentibus, globoso-conicis, ostiolatis, plus minusve parvulis, atris in maculis maximis, irregularibus, exaridis, albicantibus; sporis minutis, ovatis vel cylindrico-ovatis, utrinque rotundatis, simplicibus, binucleatis, byalinis, 3—4 mm. long., 2 mm. crass. — Ad fol viv. Ficus caricae. — Oesterr. Litorale. (i66. Ph. Vossii Tbüm. (235, S. 85). Ph. peritheciis subregariis, epiphyllis, disciformibus, orbiculatis, subelevatis, nitido- atris in macula distincte limitata, expallescent. , primo griseo-viride, demum lutescente-albida; sporidiis numerosis, lunulatis vel subcurvatis, utrinque rotundatis, 1 — 3-guttulatis, non vel raro obscure uniseptatis, byalinis 12—16 : 5—6 mik. — In Lonicerae Caprifolii L. foliis vivis. — Carniolia. 667. Ph. Wigandiae Thüm. (22, S. 458, Tf. I. f. 1). Ph. peritheciis mediis, epiphyllis, semiimmersis, bemisphaericis, sparsis, nigris in macula grisea, exarida, corrosa, parva; sporidiis generis, minutis, 8 10 mm. long., 4 mm. crass., acbrois. — Ad folia viva Wicjandiae imperialis. — Oesterr. Litorale. 668. Polyactis infestans Hazslinszky (232). Polyactis corymboso mycelio, in contextu celluloso plantae vivae, infra epidermidem, adiloso, filis continuis dicbotoma ramosis sparsim anastomosantibus 0.001- 0.002 mm. crassis chlorophyllum absorbentibus. Mycelio super- ficial! e floccis serpentibus parum crassioribus viridifuscis , coutexto. P'loccis fertilibus erectis simplicibus articulatis; articulis diametro ter quaterque longioribus, oblonge cylindraceis viridi-fuscis. Inflorescentia corymboso-capitata, ramis solitariis vel binatis dichotome ramosis. Sporae acrogenae, obovatae vel ovales 0.010-0.012 mm. longae, albae, diu persistenses. — In caulibus mediis Canabis sutivae. — Ungarn. 669. Polyscytalum griseum Saccardo (35, 60; 34, S. 87). Caespitulis pulvinatis, craesio- griseis, velutinis ; hypbis assurgentibus e basi incrassata sursum attenuatis, 30 : 3, simpli- cibus, 5 — 6-septatis, griseis; sporidiis ex apice hypharum oriundis longe catenulatis, cylindricis, 5—51/2:1, utrinque obtusiusculis , dilute cinerlis. — In ramis quercinis. — Italien. 670. P. sericeum Saccardo (35, 59; 34, S. 86). Caespitulis candidissimis, pulvinatis, minutis, serieeis; hypbis assurgentibus, parce vage ramosis, 70—80:4, cylindraceis sursum attenuatis, parce septatis, byalinis; conidiis in catenulas longas counexis, perfecte cylindricis, 12 — 15:1, rectis, utriuque truncatis et tenuissime margine dilatatis, 2-guttu- latis, byalinis. — In foliis quercinis — Italien. 671.Prophytroma tuhidaris Sorokin Gen. et sp. nov. (S. 149). • 672. Protomyces Bizzozerianus Saccardo (36, S. 14). Maculis amphigenis subcircularibus, aresceudo helvolis crebre et minutissime punctulatis ; sporis immersis in quaque foliorum cellula pluribus arctiuscule conglobatis, e sphaerico ovoideis, 10 : 10—12, laevibus, farctis, rarius 2guttatis, fumose byalinis. — In foliis Sagittariae sagittifoliae. 673. Pr. Kreuthensis J. Kühn (54 , No. 2279). Pr. callis fuscis , paulo prominentibus, postremo interdum diruptis; sporangiis sphaericis, nonuunquam ellipsoideis, rarius irre- gulariter-subglobosis, 20—43, plerumque 30-36 mik. diam. — In foliis Aposeris foe- tidae. — Oberbayeru. G7i. Pr. reticulatiis Saccardo (36, S. 13). Dense gregarius, plagulas foliorum arescentes Neu aufgestellte Arten. - Ascomycetes. 209 occupans, pustulasque punctiformes vix elevatas fuscidulas formans ; sporangiis in quaque foliorum cellula singulis, sphaeiicis, 25 diam. eximie asperato-reticulatis, lutesceuti-fus- cidulis, monosporis; sporis sphaeroideis, tunica crassiuscula, 18—20 diam; saepe 1 2- guttalis e hyaline dilutissime fuscis. — In foliis Orohi verni. — Italien. 675. Protomyces xylogeniis Saccardo (36, S. 14). Acervulis endoxylis, dein (e ligni corruptione?) emergeutibus, •*/)— 1 mm. diam.), confluentibus, dilute ochraceis, pulveru- lentis; sporis magnis e globoso ovoideis, 40—50:40 — 50, raro usque 70 : 40, laevissimis, episporio crasso byalino, nucleo granulosa üavo, — In ligno populeo. — Italien. 676. Ramularia ampeloj^haga Passerini (54, No. 2266). Maculae amphigenae fusco-rufesentes, tandem confluentes, superne furfuraceo-griseae ; sporae minutae ellipticae hyalinae sim- plices ad polos nucleatae, bypbis brevibus fultae. — Ad folia Vitis viniferae var. lugliatici. — Italien. 677. B. destructiva Phillips et Plowright (56 , No. 481). R. caespitibus effusis vel sparsis, hypophyllis vel caulinis, subalbidis; hyphis siniplicibus, erectis; conidiis ovatis, apicu- latis, 15 mik. long. — Auf lebend. Bl. von Myrica Gale. — England. 678. i?. mierospora Thümen (20). R. caespitibus lax., teuuibus, albidis, postremo in macula brunnea, hypophyllis; hyphis tenuibus, continuis, simplicibus, hyalinis; sporis cylin- draeeis vel anguste-ellipticis, utrinque rotundatis, rectis, simplicibus, 6—8 : 3, achrois. — Ad Teucrii Chamaedryos folia viva. — Austria Inf, 679. B. Philadelphi Saccardo (35, 64; 34, S. 88). Maculis arescendo brunneis angulosis; hyphis hinc inde caespilulosis caudidis, filiformibus, continuis, 30—40 : 2, sursum subden- ticulatis; conidiis cylindraceo-fusoideis, 10 — 18:3, rectis, utrinque abrupte breve attenu- atis, saepe 2-guttulatis, hyalinis. — In foliis languidis Philadelphi coronarii. — Italien. 680. Rhinotrichum griseum Saccardo (35, 63; 34, S. 87). Caespitulis floccosis, e caesio griseis cum soris Urcdinearum concrescentibus; hyphis fasciculatis, continuis, simplicibus cinereis, sursum acutiuscule hinc inde denticulatis ; conidiis ex hypharum denticulis oriundis limoniiformibus, 15—20 : 10, quandoque inaequilateralibus, concoloribus. — In soris Uredinis Eiiborum. — Italien. 681. jR/(. minutum Saccardo (35, 62; 34, S. 87). Caespitulis effusis, velutinis, e griseo fuscis ; hyphis feitilibus gregariis assurgentibus, 100-120:3, basi bulbillosis, parcissime septu- tatis, fuligineis, sursum pallidioribus, ad conidiorum insertionem minutissime punctatis, infiaque spiculam conidiorum oblique fusco-vaginatis; conidiis subglobosis, diam. 2—2'/,, in spiculam brevem laxam digestis, sessilibusque, hyalinis. — In ligno quercino. — Italien. 682. Saccharomyces sphaericus Saccardo (35, 76 ; 34, S. 89). Acervulis minutis applanato- pulvinatis, gregariis, coiifluentibusque, sordide albis; conidiis perfecte sphaericis, diam. 5—6 micr., in catenulas varie flexas, ramulas saepeque conglobatas digestis aegre sece- dentibus, hyphopodiis oblongis v. subcylindricis, 10 15 : 5, basi saepius fultis, nucleato- farctis, hyalinis. — In succo Lycopersici. — Italien. G83. Sacidium Spegazzinianum Saccardo (35, 92; 34, S. 94). Peritheciis sparsis, super- ficialibus, dimidiatis scutiformibus diam. 300—400 micr., aterrimis, nitidulis, ostiolo nulle manifesto, contextu fulgineo, punctulato; spermatiis e mutua pressione initio subangu- losis, dein perfecte sphaericis, 10 — 12 diam., e hyalino flavis, minute pluriguttulatis. — In foliis languidis Äristolochiae Clematidis. — Italien. 684. Sclerotium Dasystephanae Thüm. (55, No. 799). S. pseudoperitheciis subsemiglobosis vel sublineariformibus, elevatis, erumpentibus, nitido-atris, sparsis vel solitariis, primo (in caule) epidermide tectis, dein liberis, intus albidis, duris, contextu homogeni. — Carniolia in caul. fol. pericarpiisque aridis Gentianae asclepiadeae. 685. S. Oryzae Cattaneo (244). 686. S. sarmenticolum Thüm. (20). S. sparsum vel solitarium , oblongum , epidermidem per- forantem, demum elevatum, liberum, subconvexum, atrum, laeve magnum, intus parum pallidius, granuloso fibrosum. — Austr. inferior, in Vitis viniferae sarmentis. 687. Septocylindrium JBonordem'i Saccardo (35, 75; 34, S. 89). Cylindrium septat um Bonor- den. In fol. Galanthi nivalis. Botanischer Jithrcsbericht V. 14 210 KryptogameiL — Pilze. 688. Septoria aegirina Passerini (56, No. 542). Perithecia amphigena, sparsa, nigra; sporae longae, crassiusculae, curvae, intus, parce nucleolatae, integrae, hyalinae. — Auf ab- gefallenen Blättern von Populus nigra. — Italien. 689. S. Bolleana Thüm. (22, S. 456, Tf. I. f. 25). S. peritheciis globosis, epiphyllis, sparsis, emersis, parvis, atris iu macula exarida, griseo-pallida ; irreguläre, vix vel non obscure marginata; sporis plus minusve cylindraceis, miuime curvulatis, utrinque obtuso-truncatis bi— triseptatisjhyalinis, 10—14 mm. long., 3 mm. crass. — In foliis vivis Cydoniae vulgaris. -- Oesterr. Litorale. 690. G. G. Davaine. Observations relatives aux experiences de M. Bert sur la maladie charbonnense. (Compt. rend. h. d. s. de l'Academie des Sciences, 1877, Bd. 84, S. 1322 bis 1324.) Die Angabe Bert's (s. No. 13), dass das Gift des Milzbrandblutes der Einwirkung von absolutem Alkohol widerstehe, widerlegt D. durch Versuche, welche er schon im Jahr 1873 angestellt hat. Wird Milzbrandblut mit 1000 Theilen Wasser gemischt, so genügt die Ein- spritzung eines Tropfens der Mischung, um ein Meerschweinchen zu tödten, wurde ein Theil der Mischung mit 10 Theilen Wasser versetzt, so war schon nach 2 Minuten die Ein- spritzung eines Tropfens vollständig wirkungslos. D. hält es für wahrscheinlich, dass in den Versuchen B.'s die Thiere nicht durch Milzbrand, sondern durch Septicämie gestorben 240 * Kryptogamen. — Spaltpilze. sind, wie dies sehr häufig geschieht, wenn man, wie dies B. that, fäulnisserregende Sub- stanzen durch offene Wunden unter die Haut bringt. Auch für die Wirkung des unter coniprimirten Sauerstoff gehaltenen Blutes hält D. diese Erklärung für möglich, und er erwähnt dabei, dass Blut, welches mit gewöhnlichem Sauerstoff in Berührung gelassen wurde, Septicämie veranlasste, auch ohne dass es Fäulnissgeruch verbreitete. — Bei dieser Gelegenheit spricht er sich über einige Symptome der Milzbrandkrankheit aus. Die Pustula maligna, fast reine Special-Erkrankung des Menschen, entsteht durch Eindringen der Virus durch die Epidermis in die Schleimschicht der Haut, die so häufigen Unterhautgeschwülste der Pferde durch Eindrillgen eines Tropfentheilchens unter die Hautdecken, beide wie D. schon gezeigt hat, können durch Fliegen veranlasst werden. Das carbunkulöse Fieber ohne äussere Ablagerungen entsteht durch Einführung des Giftes durch den Verdauungscanal. Die sog. kritischen Geschwülste erklärt D. nicht als durch die Ausscheidung der Bacteridien, sondern er nimmt an, dass sie im Gegentheile Anschwellungen sind, die vor der Allgemeinerkrankung an der lutectionsstelle gebildet wurden. 57. Toussaint. Sar les bacteridies charbonneuses. (Das. S. 415.) T. hat über die Wirkungen des Milzbrandblutes eine Anzahl Versuche gemacht und auch gefunden, dass Eintritt von Fäulniss die Wirksamkeit abschwächt. Milzbrandblut direct aus den Adern in Gefässe aufgefangen, die sogleich zugeschmolzen wurden, verlor, obschon vor Fäulniss geschützt, bald seine Wirksamkeit, wie sich T. erklärt, dadurch, dass die Bacteridien aus Maugel an Sauerstoff abstarben. Er leitete daraus dieselbe Theorie wie Pasteur ab, dass der Tod durch Milzbrand in Folge der heftigen Sauerstoffresorption durch die Bacteridien asphytisch erfolge. 58. Klebs. Note sur la canse du charbon. (Das. S. 760 -761.) K. betont, dass er in Gemeinschaft mit Tiegel schon im .Jahre 1871 dieselbe Filtra- tionsmethode für Milzbrandblut angewandt habe (P'iltration durch Thoncylinder mittelst Aspiration durch luftleeren Kaum) wie jetzt Pasteur und Joubert. Der Erfolg war damals schon ganz derselbe. Der Beweis, dass die Bacteridien wirklich das wirksame Agens des Milzbrandblutes seien, wurde damals durch diesen Filtrationsversuch gegeben, da das bacteri- dienfreie Blut unwirksam war. Die Ansicht, dass die M.ilzhva.nd-Bacteridien durch Entziehung des Sauerstoffs aus dem Blute tödten. 59. Lanzi und Terrigi. Mikroskopische Erforschung des Wechselfieber-Giftes. (Aus einem Auszuge des Centralbl. für die medic. Wissensch. 1876 No. 40 in The monthly microsc. Journal, Bd. XVII. 1877, S. 91, 92.) L. und T. haben gefunden, dass sich in dem Endochrom von Algen in der Campagna in den Pontinischen Sümpfen kleine dunkle Körnchen bilden, die bei dem Absterben der Algen zunehmen. Sie gehören zu den Sjjhaerohactcrien (Bact. brunneum Sehr.) und geben bei Cultur Monilia penicillata Fr. Die Verf. fanden, wie sie annehmen, dieselben Bacterien in der Leber von Malaria-Kranken, und erhielten durch Cultur eines Stückes solcher Leber eine Zoogloea. Hierauf gründen die Verf. die folgende Theorie über die Entstehung der Malaria-Fieber. Die Suinpflachen der Campagna füllen sich im Frühjahr mit Algen. Im Sommer bilden sich in den durch den sinkenden Wasserstand absterbenden Algen die Sphaerobacterien, die man in einer Höhe von 50 cm über der Oberfläche der Lachen in Menge nachweisen kann. Vom Winde fortgeführt bringen sie Malaria- Fieber hervor, wenn sie Gelegenheit finden, in den menschlichen Körper einzudringen. 60. H. Vandyke Carter. Microscopic nature of the blood in tropical fevers. (Aus „Lancet" Juni 9 in The monthly microsc. Journal, Bd. XVIH. 1877, S. 36.) C. hat in Bombay das Blut von Fieberkranken untersucht und gefunden, dass es häufig bewegte Spirillen enthält. Gewöhnlich, aber nicht ausnahmslos war die Gegenwart dieser Organismen auf die Perioden mit hoher Fiebertemperatur beschränkt, und die Spirillen fanden sich immer in den Fällen, die zu einem Rückfall des Fiebers nach längerer Zeit neigten, als bei dem gewöhnlichen Intermittens der Fall ist. Eine Anzahl Fälle scheinen ihm den Beweis zu liefern, dass manchmal auch bei remittirt nden und intermiUirenden Fiebern im Blute Spirillen vorkommen. Schizomyceten in Beziehung zu Krankheiten. 2-41 61. L. l. Heydenreich. üeber den Parasiten der febris recurrens. Inaug.-Dissert. der kaiserl. medicin. - Chirurg. Academie zu St. Petersburg vorgelegt. St. Petersburg 1876. 80, 117 S. Mit 2 Tf. (Russiach.) Derselbe. Klinische und mikroskopische Untersuchungen über den Parasiten des Rückfalltyphus und die morphologischen Veränderungen des Blutes bei dieser Krank- heit. Berlin 1877. 150 S. 2 Tf. Wir entnehmen dieser Dissertation nur die Angaben über den Parasiten der genannten Krankheit und lassen die Angaben über die morphologischen Veränderungen des Blutes bei dieser Krankheit, welche den ersten Theil der Broschüre einnehmen, bei Seite. Im Blute der Recurrenskranken entdeckte Dr. Obermeier 1873 einen Parasiten, welcher zu der Ehrenberg'schen Gattung Spirochaete gehört. Seitdem wurde er mehrmals untersucht und seine Identität mit der Sinrocliaete plicatilis Ehrb., welche im Wasser vor- kommt, geprüft. Vor der Darlegung seiner eigenen Beobachtungen über Vorkommen, Ent- wickeluug etc. der Spirochaete, giebt der Verf. eine ausführliche historische und literarische Uebersicht der vorhandenen Arbeiten über Spirochaete und seine Beziehungen zu der Febris recurrens überhaupt. Er spricht sich nicht aus über die Frage der Identität der Spirochaete der Febris recurrens und des Wassers, doch ist er geneigt anzunehmen, dass beide identisch sind und nur etwas abweichende Formen darstellen, in Folge der Eutwickelung in verschie. denen Medien. - Das Blut zur Untersuchung wurde durch den Stich oder durch Schröpf- köpfe gewonnen; selbstverständlich wurde die Stelle, wo die Wunde gemacht war, zuvor sorgfältig mit Spiritus und Wasser gewaschen. Das gewonnene IJlut wurde darnach defi- brinirt vermittelst langsamen Unirührens mit Glasstäbchen und dieses defibriuirte Blut diente zur Untersuchung. Wenn es uöthig war, das Blut zu conserviren auf kürzere oder längere Zeit, so wurde es in reine, zuvor bis 160" C. gewärmte capilläre Röhrchen eingeführt, — welche dann mit Siegellack von beiden Seiten zugeschmolzen waren. — Spirochaete zeigte sich immer in Form eines sehr dünnen Fadens , welcher zu einer verhältuissmässig engen Spirale gekrümmt und welcher mit sehr rascher Bewegung begabt ist. Die Fäden erschienen so dünn und von so wenig heller Farbe, dass sie mit grosser Schwierigkeit zu bemerken sind. Die Länge der Spirochaete-Fhden beträgt 0,012—0,043 mm; längere Fäden entstehen durch die Verbindung von 2 oder mehreren Fäden. Ihre Dicke ist sehr gering und ist gleich der Dicke der dünnsten Fibrinfäden, oder noch geringer. Die Länge der einzelnen Fäden bleibt nicht beständig gleich; während der Bewegung verlängern sie sich, im Zustande der Ruhe verkürzern sie sich, — was von dem wechselnden Annähern oder Auseinanderweichen der einzelnen Spiralwindungen abhängt is. unteuj. Zur besseren Beobachtung der Spirochaete erwies sich am besten deren Färbung mit einer Lösung von Fuchsin in 20*'/f,igem Spiritus; wenn die Lösung genug concentrirt ist, so erscheinen die Spirochaete-¥M%n ausserordentlich deutlich und färben sich in Solferinofarbe ; ihre spiralen Windungen treten deutlich hervor. Alle Bestrebungen, in den Fäden irgend eine Structur zu erkennen, waren misslungen; sogar mit besseren Immers ionssysteraen, Nu. 12 von Hartnack, wurden keine Quertheilungen oder Glieder wahrgenommen; die Fäden waren überall gleich dünn und homogen. Nicht selten wurden jedoch Fäden gefunden, welche 1, 2, 3 kleinster Körnchen hatten, aber diese Körnchen trennten sich vor den Augen, bisweilen von den Fäden und dann erschien der von dem Körnchen befreite Faden ganz homogen. Bisweilen wurden auch solche Fäden beobaclitet, bei welchen während der mehrstündigen Beobachtung des Fadens die Körnchen sich nicht lostrennten. Obwohl sehr selten, wurden auch solche Fälle beobachtet, wo der ganze Faden oder nur ein Theil desselben mit diesen Körnchen besäet war, — als ob er allein aus diesen bestand , oder als ob sie , ähnlich wie Glasperlen , auf denselben gereiht seien. Diese Beobachtung wurde nur einige Male an schon bewegungslosen und bei Zimmer- temperatur durch 5 —18 Tage in Capillarröhrchen aufbewahrten Spirochaete-F'Men gemacht. Ob diese Erscheinung etwas der Fettmetamorphose Aehuliches darstellt oder ob sie nichts Anderes bedeutet als Reihen aneinander geklebter Körnchen - ist schwer zu entscheiden. Die Fettmetamorphose wurde schon bei Bacterien von Cohn beobachtet und der Verf. selbst sah sie bei Spirillum volutans M., Vibrio serpens M. und Vibrio Regula M. — Die Bewegungen der Spirochaete sind von dreierlei Art: 1} Rotationsbewegung um die Längs- SotaniECber Jahresbericht Y. 16 242 Kryptogameu. — Spaltpilze. achse; sie ist die beständigste und charakteristischste. 2) Bewegung vorwärts und rückwärts. 3) Bewegung seitwärts, ausgeführt durch den Körper des Fadens um allerlei Achsen, in ■verschiedenen Richtungen. Die erste Bewegung überwiegt alle andern und stellt mit der eigenthümlichen Form des Fadens jene Merkmale dar, durch welche Spirochaete leicht zu erkennen ist. Diese Rotationsbewegung geht bald von rechts nach links, bald von links nach rechts; die Spirale bleibt dabei in einer und derselben Richtung gewunden und windet sich sogar bei der Aenderung der Richtung der Bewegung nicht auf. Bei dem Uebergange von einer Richtung der Bewegung in die andere, und bisweilen auch während der sich fort- setzenden Bewegung in derselben Richtung tritt bald plötzlich, bald allmählig eine mehr oder weniger lange Pause ein, während welcher der Faden sich scheinbar von der vollführten Arbeit erholt. Bei der Erneuerung der Bewegung beginnt sie bald von einem, bald von dem anderen Ende des Fadens uild von hier pflanzt sie sich fort auf die übrigen Theile desselben; das geschieht gewöhnlich bei den lange aufbewahrten Fäden. Wenn das Präparat frisch ist, so beginnt die Bewegung am häufigsten am ga